[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Absaugvorrichtung für Emissionen an Ofentüren
eines oder mehrerer nebeneinander angeordneter, z.B. zu einer Verkokungsofenbatterie
vereinigter Verkokungsöfen, mit jeweils einer oberhalb der Ofentüren ortsfest angebrachten
Absaughaube, die mit einer Sammelleitung verbunden ist, und mit jeweils beiderseits
der Ofentüren angeordneten Ankerständern.
[0002] Beim Betrieb von Verkokungsöfen stellen aus den geschlossenen Ofentüren entweichende
Emissionen eine erhebliche Belastung des Bedienungspersonals und der Nachbarschaft
dar. Nach W. Eisenhut, E. Langer und F. Pratsch, Technischen Mitteilungen, 3. JG.,
Seiten 811 bis 816, ist die Hauptursache für die diffusen Emissionen in Leckgasen
zu sehen, die aufgrund unvollkommener Metall-auf-Metall-Abdichtung der Ofentüren
aus dem Verkokungsofen entweichen. Bei den dort geschilderten Testuntersuchungen wurden
die Qualität und Quantität der Emissionen dadurch gemessen, daß man die Ofentür provisorisch
mit einer Aluminiumfolie abdeckte, die über geeignetes Dichtmaterial an den Ankerständern
befestigt war und die aus der betreffenden Ofentür austretenden Leckgase am oberen
Ende der Abdeckung absaugte und qualitativen sowie quantitativen Analysen unterwarf.
Eine solche Aluminiumfolie ist nur mit einem großen Zeitaufwand zu montieren und nicht
wiederverwendbar, so daß sie für die betriebsmäßige Absaugung von Emissionen nicht
in Frage kommt.
[0003] Aus der DE- 32 18 177 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Absaugen von
Schwelgasen im Bereich von Koksofentüren bekannt. Dabei ist oberhalb der jeweiligen
Ofentür eine Absaughaube mit einem Absaugkanal angeordnet. Dies hat den Nachteil,
daß insbesondere die im unteren Bereich der Ofentür auftretenden Emissionen nicht
sicher erfaßt werden.
[0004] Aus der DE- 22 24 768 C3 ist eine Vorrichtung zum Absaugen einer Kokereilöschhalle
mit einem im Bereich der Hallenfirste angeordneten Absaugkanal mit steuerbaren Ansaugklappen,
Absaugung und angeschlossener Rauchgasreinigung bekannt. Mit einer in Abhängigkeit
vom Koksdrücken intermittierend arbeitenden Absaugung in dem Hallenfirst und durch
einen im Bereich oberhalb der Ofentüren angeordneten Absaugschlitzkanal mit Absaugung
und angeschlossenem Hochleistungswäscher zum Absaugen der aus den Ofentüren austretenden
Schwelgase sollen bei geringem Energieaufwand einerseits die stoßartigen Rauchgasbelästigungen
beim Drücken und andererseits die durch die Ofentüren austretenden Schwelgase wirksam
abgesaugt werden. Mit einer solchen Vorrichtung kann keine wirksame Schwelgasabsaugung
gewährleistet werden, selbst wenn über die Absaugung ein hoher Saugdruck erzeugt wird
und vor den Ofentüren keine Luftbewegungen stattfinden. Die Arbeiten in der Halle
finden daher im Bereich verunreinigter Luft statt. Außerdem ist die Vorrichtung konstruktiv
sehr aufwendig.
[0005] Aus der DE 23 26 630 A1 ist eine Entstaubungsanlage für Koksofenbatterien mit einer
mobilen Staubfanghaube, die dem Bereich einer einzigen Kokskammer zugeordnet und von
Kammer zu Kammer verschieblich angeordnet ist, bekannt. Die Staubfanghaube kann jeweils
zusammen mit einem Führungswagen und einem Löschwagen vor eine zu entleerende Kokskammer
gefahren werden. Um die mobile Staubfanghaube zum nächsten zu entleerenden Koksofen
zu fahren, ist parallel zum Verschiebeweg der Staubfanghaube eine mit Unterdruck beaufschlagbare,
mit einem stationären zentralen Entstaubungsaggregat verbundene Sammelleitung verlegt,
an die die Staubfanghaube in jeder beliebigen Arbeitsposition anschließbar ist. Die
Staubfanghaube dient nur dem Abfangen des beim Drücken des Kokses entstehenden Staubes
sowie des beim Löschen entstehenden Dampfes.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Absaugvorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit der die während des Verkokungsprozesses an undichten Ofentüren auftretenden
Emissionen wirksam abgesaugt werden können und die sowohl für einzelne wie mehrere
miteinander vereinigte Verkokungsöfen oder Verkokungsreaktoren sowie auch für die
bekannten Verkokungsofenbatterien geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit den beiden, der jeweiligen
Ofentür benachbarten Ankerständern und der Absaughaube eine die Ofentür im wesentlichen
dicht überdeckende platten- oder haubenförmige Abdeckung lösbar verbindbar ist.
[0008] Diese lösbare Halterung der Abdeckung kann derart ausgestattet sein, daß die Abdeckung
vor die Ofentür in Haltemittel der Ankerständer lose einsetzbar und dann starr gehalten
wird, oder sie kann auch an dem einen Ankerständer schwenkbar angelenkt sein, so daß
sie für das Befüllen und für die Dauer des Verkokungsprozesses vor die Ofentür geklappt
ist, um sie danach, vor dem Drücken des Kokses, wegklappen zu können. Der auf der
Maschinenseite erforderliche Zugang zur Planieröffnung kann durch eine verschließbare
Öffnung in der Abdeckung gewährleistet sein.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Absaugvorrichtung ist es nunmehr möglich, die sowohl beim
Befüllen wie auch beim Betrieb eines Koksofens oder Verkokungsreaktors, der sowohl
einzeln wie auch zu mehreren in einer Baueinheit, auch in einer üblichen Verkokungsofenbatterie
eingesetzt wird, vor allem bei undichten Ofentüren auftretenden Emissionen über die
gesamte Höhe der Ofentür vollständig zu erfassen und mindestens in der wichtigsten
Phase des Ofenbetriebs, also beim Befüllen und danach in der ersten Hälfte der Verkokungszeit,
wirksam abzusaugen. Die umweltbelastenden Emissionen erfolgen in der Regel beim Befüllen
und nur im ersten Drittel der Verkokungszeit. Innerhalb dieser Zeit dichten die Teerkondensate
die Ofentür an den Leckstellen ausreichend ab, so daß während der übrigen Garungsperiode
das Destillationsgas ausschließlich über die Steigrohre und Vorlagen abgeleitet wird.
Das heißt, daß nach Ablauf dieses ersten Drittels der Verkokungszeit die Abdeckung
von der Ofentür abgenommen und gegebenenfalls vor den nächsten zu befüllenden Ofen
gesetzt bzw. umgeklappt werden kann. Auf diesem Wege ist eine einfache und besonders
wirksame Umweltschutzmaßnahme ermöglicht.
[0010] Die Abdeckung kann beispielsweise haubenförmig ausgebildet sein und sich um die Ofentür
herum direkt gegen die Ofenwand dichtend anlegen. Die Abdeckung kann sich aber auch
gegen die Ankerständer anlegen. Im Falle eines Spaltes zwischen Ankerständer und Ofenwand
ist der Spalt in jeweils zweckmäßiger Weise mit einer Abdichtleiste oder einem anderen
Material, beispielsweise Fasermaterial abzudichten.
[0011] Vorteilhaft entspricht die Abdeckung gemäß Anspruch 2 in ihrer Breite mindestens
dem Abstand zweier benachbarter Ankerständer, an denen sie in dichter Anlage gegen
deren Außenflächen befestigbar ist. Hierfür ist die Abdeckung gemäß Anspruch 3 zweckmäßig
an die oder den Ankerständer anhängbar, wobei sie gemäß Anspruch 4 vorteilhaft in
Arbeitsstellung mit ihrer oberen Kante an dem unteren Rand der Abzugshaube dicht anliegt.
Die Höhe der Abdeckung entspricht vorzugsweise gemäß Anspruch 5 mindestens der Höhe
der jeweiligen Ofentür.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme für eine einfache und effektive Halterung der
Abdeckung besteht gemäß Anspruch 6 darin, daß an den Außenflächen der Ankerständer
und an der Abdeckung einerseits schrägflächige Haken und andererseits entsprechende
Vorsprünge angeordnet sind. Hierfür weisen nach Anspruch 7 die Haken und Vorsprünge
zweckmäßig beiderseits zusammenwirkende, z.B. schräg verlaufende Flächen auf, auf
denen die Abdeckung unter dem Eigengewicht in eine abdichtende Anlage gegen die benachbarten
Ankerständer und die dazwischenliegende Absaughaube eingleitbar ist. Hierdurch ist
der Raum zwischen Tür und Abzugshaube bis auf die untere Lufteintrittsöffnung völlig
abgeschlossen, so daß keine Emissionen mehr entweichen können.
[0013] Dem Ziel der wirksamen Abdichtung und Erfassung aller austretenden Emissionen dient
bei einfacher Befestigungsmöglichkeit aber auch nach Anspruch 8, daß die Abdeckung
über eine Gelenkverbindung an einem der Ankerständer schwenkbar und vor die benachbarte
Ofentür klappbar angeordnet ist. Vorzugsweise enthält gemäß Anspruch 9 die Gelenkvorrichtung
leicht verbindbare Teile, wie Gelenkbolzen und auf steckbare Gelenkbänder, mit deren
Hilfe die Abdeckung leicht anbringbar und abnehmbar ist.
[0014] Dieses Vorsetzen und Abnehmen bzw. Umsetzen der Abdeckung von einem Verkokungsofen
zum anderen erfolgt gemäß Anspruch 10 vorzugsweise mittels einer vor den jeweiligen
Verkokungsofen bewegbaren Setzvorrichtung, mit der die Abdeckung in ihrer Halterung
einsetzbar bzw. von einem zum anderen Verkokungsofen umsetzbar ist, wofür gemäß Anspruch
11 die Abdeckung Abhebetaschen für den Eingriff der Setzvorrichtung aufweist.
[0015] Beide Ausführungsformen der Absaugvorrichtung sind sowohl für einzelne Verkokungsöfen
bzw. Verkokungsreaktoren wie auch für Ofen- oder Reaktoreinheiten mit mehreren Ofenkammern
geeignet. Für letztere wird bzw. werden vorteilhafterweise die eine bzw. die zu mehreren,
entsprechend der Füllfolge angeordneten und in Arbeitsstellung dichtend an den der
jeweiligen Ofentür benachbarten Ankerständern und der zugehörigen Absaughaube anliegende
Abdeckung nach Ablauf der Emissionsphase entweder von der Ofentür weggeklappt oder
von der Setzvorrichtung durch Eingriff in die Abhebetaschen entfernt bzw. umgesetzt.
Letzeres ist insbesondere bei unterschiedlichen Füllfolgen der Verkokungsöfen in einer
Batterie mit einer Vielzahl von Verkokungsöfen erforderlich. Für Ofen- oder Reaktoreinheiten
mit nur wenigen Ofen- bzw. Reaktorkammern sowie auch für herkömmliche Verkokungsofenbatterien
wird gemäß Anspruch 12 vorgeschlagen, daß an einem der zwischen zwei benachbarten
Ofentüren angeordneten Ankerständer eine Abdeckung derart schwenkbar angelenkt ist,
daß sie entweder vor die eine oder die andere der benachbarten Ofentüren klappbar
und mit ihren frei schwenkbaren Kanten dicht gegen die jeweilige Ansaughaube und den
benachbarten Ankerständer anschließbar ist. Diese umklappbare Abdeckung kann genauso
wie die mit Haken befestigte Abdeckung beliebig umgesetzt werden. Bei nur wenigen
abzudeckenden Ofentüren kann es aber auch sinnvoll sein, die eine oder zu mehreren
erforderlichen klappbaren Abdeckungen gegebenenfalls mit einfachen Scharnieren ohne
das Erfordernis des Umsetzens fest anzulenken, so daß diese dann beständig jeweils
über das Scharnier mit einem der zwischen zwei Kammern angeordneten Ankerständer verbunden
und vor eine der zwei benachbarten Ofentüren klappbar ist. Die maschinen- und koksseitig
vor den Ofentüren bewegbare Umsetzvorrichtung ist bei dieser Lösung folglich nicht
erforderlich.
[0016] Die vorliegende Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung in zwei Ausführungsbeispielen
beschrieben und anhand der Zeichnung dargestellt. Dabei bilden alle beschriebenen
und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0017] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Schnittdarstellung längs durch einen Verkokungsofen einer Verkokungsofenbatterie,
mit einer erfindungsgemäßen Absaugvorrichtung nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
und
Figur 2 eine Frontansicht eines Abschnitts der Verkokungsofenbatterie nach Figur 1,
mit einer Absaugvorrichtung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0018] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer sowohl maschinenseitig wie
auch koksseitig anwendbaren Absaugvorrichtung 1 bzw. 20 für Emissionen aus den Ofenkammern
2 einer Verkokungsofenbatterie 3 dargestellt. Jeder Verkokungsofen 4 ist oberhalb
seiner Koksofentüren 5 bzw. Kammeröffnungen 6 mit einer stationär angeordneten Absaughaube
7 versehen. Deren unterer Haubenrand 8 fluchtet mit den Außenflächen 9 der Ankerständer
10. Die Absaughaube 7 erstreckt sich in der Breite von dem einen bis zu dessen benachbarten
Ankerständer 10. Sämtliche Absaughauben 7 einer Ofenseite sind mit einer stationären
Sammelleitung 11 verbunden.
[0019] Jeweils zwischen den zwei benachbarten Ankerständern 10 der zu befüllenden Verkokungsöfen
4 befindet sich eine platten- oder haubenförmige Abdeckung 12, die den Raum vor der
Kammeröffnung 6 bzw. der Ofentür 5 abdichtend überdeckt und mit den Ankerständern
10 lösbar verbunden ist.
[0020] Zu diesem Zweck sind nach dem ersten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 an den Ankerständern
10 Haken 13 angebracht, in welche die Abdeckung 12 mittels bekannter Vorsprünge 14
einhängbar ist. In diese Arbeitsstellung werden die Kammeröffnung 6 und deren Tür
5 haubenartig von der Abdeckung 12 überdeckt, die mit ihrem oberen Rand an den Rand
8 der Absaughaube 7 und mit ihren vertikalen Rändern an den Außenflächen 9 der beiderseits
der Ofentür 5 angeordneten Ankerständer 10 anliegt. In ihrer Breite reicht folglich
die Abdeckung 12 von dem einen bis zu dem benachbarten Ankerständer 10 eines Verkokungsofens
4, um bis auf Höhe der Kammersohle eine ausreichende Abdichtung zu erreichen.
[0021] Zwischen der Innenseite der Abdeckung 12 und der Ofentür 5 befindet sich ein Zwischenraum
15, der nach unten in eine Lufteintrittsöffnung 16 für die Ansaugluft mündet.
[0022] Die Abdeckung 12 ist durchweg austauschbar und mit einer gesonderten, längs der Verkokungsofenbatterie
3 verfahrbaren Umsetzvorrichtung 17 entsprechend dem Druckplan und der Füllfolge zwischen
den Ankerständern 10 umsetzbar. Entsprechend sind im Bereich der senkrechten Mittelebene
M der Abdeckung 12 Abhebetaschen 18 für den Eingriff von dazu passenden Abhebehaken
19 der Umsetzvorrichtung 17 vorgesehen.
[0023] Nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der in Figur 2 dargestellten Absaugvorrichtung
20 ist längs der Koksofenbatterie 3 an jedem zweiten Ankerständer 10 eine Abdeckung
12 so schwenkbar angelenkt, daß jede der Abdeckungen 12 entweder vor die eine Ofentür
5 oder vor die des benachbarten Verkokungsofens 4 klappbar ist. Die einerseits durch
Gelenkvorrichtungen 21 jeweils an dem einen von zwei Ankerständern 10 angelenkte Abdeckung
12 wird mit ihren frei schwenkbaren Kanten in jeder der umgeklappten Positionen durch
Verriegelungsvorrichtungen 22 an dem anderen Ankerständer 10 gehalten und fest gegen
dessen Außenfläche 9 und gegen die Absaughaube 7 angezogen. Diese Verriegelungseinrichtungen
22 sind so ausgebildet, daß sie sowohl die von links als auch die von rechts angeschwenkte
Abdeckung 12 gegen die Außenflächen von Absaughaube 7 und Ankerständer 10 verriegelt.
Die Abdeckungen 12 weisen an ihrem Rand bekannte, zu beiden Seiten umlaufende Dichtleisten
auf. Diese sorgen in jeder Arbeitslage für einen gasdichten Abschluß der Verkokungsöfen
4. Lediglich nach unten mündet der bereits zu Figur 1 beschriebene Zwischenraum 15
zwischen der Ofentür 5 und der Abdeckung 12 in eine Lufteintrittsöffnung 16, durch
die infolge ausreichender Saugwirkung in Absaughaube 7 und Sammelleitung 11 kein Gas
emittiert.
[0024] Die Gelenkvorrichtungen 21 bestehen in bekannter Weise aus Gelenkband und oben freien
Gelenkbolzen. Um die Abdeckungen 12 mittels der Abhebetaschen 18 zum Auswechseln bzw.
Umsetzen aus der Gelenkverbindung lösen zu können, brauchen die Gelenkbänder nur von
den Gelenkbolzen abgehoben zu werden.
Bezugszeichenliste:
[0025]
1 Absaugvorrichtung (1. Ausführung)
2 Koksofenkammer
3 Verkokungsofenbatterie
4 Verkokungsofen
5 Ofentür
6 Kammeröffnung
7 stationäre Absaughaube
8 unterer Haubenrand
9 Ankerständer-Außenfläche
10 Ankerständer
11 Sammelleitung
12 platten- oder haubenförmige Abdeckung
13 Haken am Ankerständer
14 Vorsprünge an Abdeckung
15 Zwischenraum
16 Lufteintrittsöffnung
17 Setz- bzw. Umsetzvorrichtung
18 Abhebetaschen
19 Abhebehaken
20 Absaugvorrichtung (2. Ausführung)
21 lösbare Gelenkvorrichtung
22 Verriegelungsvorrichtung
M Mittelebene (längs der Abdeckung)
1. Absaugvorrichtung für Emissionen an Ofentüren (5) eines Verkokungsofens (4), mit
einer oberhalb der jeweiligen Ofentür (5) am Verkokungsofen (4) ortsfest angebrachten
Absaughaube (7), die mit einer Sammelleitung (11) verbunden ist, und mit beiderseits
der Ofentür (5) angeordneten Ankerständern (10),
dadurch gekennzeichnet,
daß mit den beiden, der jeweiligen Ofentür (5) benachbarten Ankerständern (10) und
der Absaughaube (7) eine die Ofentür (5) im wesentlichen dicht überdeckende platten-
oder haubenförmige Abdeckung (12) lösbar verbindbar ist.
2. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (12) in ihrer Breite mindestens dem Abstand zweier benachbarter
Ankerständer (10) entspricht und in dichter Anlage gegen deren Außenflächen (9) befestigbar
ist.
3. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (12) an die oder den Ankerständer (10) anhängbar ist.
4. Absaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Arbeitsstellung der Abdeckung (12) deren obere Kante an dem unteren Rand (8)
der Abzugshaube (7) dicht anliegt.
5. Absaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe der Abdeckung (12) mindestens der Höhe der jeweiligen Ofentür (5) entspricht.
6. Absaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Außenflächen (9) der Ankerständer (10) und an der Abdeckung (12) einerseits
schrägflächige Haken (13) und andererseits entsprechende Vorsprünge (14) angeordnet
sind.
7. Absaugvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haken (13) und Vorsprünge beiderseits zusammenwirkende, z.B. schräg verlaufende
Flächen aufweisen, auf denen die Abdeckung (12) unter dem Eigengewicht in eine abdichtende
Anlage gegen die benachbarten Ankerständer (10) und die dazwischenliegende Absaughaube
(7) eingleitbar ist.
8. Absaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (12) über eine Gelenkvorrichtung (21) an einem der Ankerständer
(10) schwenkbar und vor die benachbarte Ofentür (5) klappbar angeordnet ist.
9. Absaugvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkvorrichtung (21) leicht verbindbare Teile, wie Gelenkbolzen und aufsteckbare
Gelenkbänder enthält.
10. Absaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (12) mittels einer vor den Verkokungsofen (4) bewegbaren Setzvorrichtung
(17) in ihrer Halterung (13, 21) einsetzbar bzw. von einem zum anderen Verkokungsofen
(4) umsetzbar ist.
11. Absaugvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (12) Abhebetaschen (18) für den Eingriff der Setzvorrichtung (17)
aufweist.
12. Absaugvorrichtung für Emissionen an Ofentüren (5) von mehreren nebeneinander angeordneten,
insbesondere zu einer Verkokungsofenbatterie (3) vereinigten Verkokungsöfen (4), mit
oberhalb der Ofentüren (5) an den Verkokungsöfen (4) ortsfest angebrachten Absaughauben
(7), die mit einer Sammelleitung (11) verbunden sind, und mit jeweils beiderseits
der Ofentüren (5) angeordneten Ankerständern (10), gemäß einem der Ansprüche 1 bis
5 und 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem zwischen zwei benachbarten Ofentüren (5) angeordneten Ankerständer (10)
eine Abdeckung (12) derart schwenkbar angelenkt ist, daß sie vor die eine oder andere
der benachbarten Ofentüren (5) klappbar und mit ihren frei schwenkbaren Kanten dicht
gegen die jeweilige Absaughaube (7) und den benachbarten Ankerständer (10) anschließbar
ist.