[0001] Die Erfindung betrifft einen Sichter entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein Sichter gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist beispielsweise durch die EP-A-0
221 246 bekannt. Der als Teller ausgebildete Gutverteiler befindet sich bei diesem
bekannten Sichter unmittelbar auf der Oberseite des Rotors und ist gemeinsam mit dem
Rotor drehbar.
[0003] Auch bei einer anderen bekannten Sichterausführung (US-A-30 15 392) ist ein Gutverteiler
an der Oberseite des Sichterrotors drehfest mit ihm ausgebildet, wobei dieser Gutverteiler
noch mit einer Vielzahl von vertikal und radial ausgerichteten Flügeln versehen ist
und um diesen Gutverteiler herum mit radialem Abstand ein mit Rillen versehener Gehäuse-Auskleidungsring
vorgesehen ist, mit dem die Flügel zusammenwirken, um agglomerierte Massen des zugeführten
pulverförmigen Gutes aufzubrechen und zu zerkleinern, bevor es in den darunterliegenden
ringförmigen Sichtraum fällt. Das von Feingutteilchen befreite Grobgut fällt durch
Schwerkraft nach unten auf eine Ringscheibe und wird durch die Zentrifugalwirkung
dieser rotierenden Scheibe durch eine äußere Ringkammer nach außen ausgetragen.
[0004] Eine andere, ebenfalls nicht unter den Oberbegriff des Anspruches 1 fallende Sichterausfuhrung
ist im Zusammenhang mit einer Zerkleinerungsanlage in der EP-A-0 237 641 beschrieben.
In diesem Falle befindet sich in dem vertikalachsigen Sichter der Sichtraum in einem
mittleren Höhenbereich des Gehäuses zwischen einem untenliegenden, feststehenden Leitapparat
(Jalousiekranz) für den Sichtlufteintritt und einem obenliegenden rotierenden Sichtsystem.
In diesem Sichtraum ist zentral ein mit Prallelementen besetzter Mahlgut-Aufgabeteller
angeordnet, der gesondert angetrieben ist und neben der Gutverteilung eine auflösende
Mahlwirkung auf Mahlgut-Agglomerate ausüben soll.
[0005] In der nicht vorveröffentlichten älteren europäischen Patentanmeldung gemäß EP-A-0
350 616 ist ein Sichter zum Sichten von ggf. agglomeriertem Gut beschrieben, das von
einer Gutbett-Walzenmühle kommend einem als Schleuder-Streuteller ausgebildeten Gutverteiler
aufgegeben wird, der von einem etwa zylindrischen Anwurfring umgeben ist, damit nach
außen geschleudertes agglomeriertes Aufgabegut aufgelöst werden kann. Zum Abführen
des durch den Sichtraum nach unten hin durchfallenden Grobgutes ist bei diesem Sichter
eine schräg und offensichtlich ringförmig angeordnete pneumatische Förderrinne vorgesehen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sichter entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruches 1 so auszubilden, daß er besonders vorteilhaft in mit einer Gutbett-Walzenmühle
ausgerüsteten Mahlanlagen Verwendung finden kann, in denen das aus der Gutbett-Walzenmühle
ausgetragene, insbesondere in Form von Schülpen vorliegende Mahlgut vielfach einen
hohen Anteil Feingut enthält und daher optimal desagglomeriert werden soll.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruches
1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Aus der EP-A-276 849 ist zwar bereits ein Brecher bekannt, in dem ein Schleuderrotor
angeordnet ist, der mit radialem Abstand von einer zum Rotor hin offenen Ringkammer
umgeben ist. Hierbei handelt es sich jedoch um einen reinen Brecher zur relativ groben
Zerkleinerung von Steinen ohne Bezug auf einen Sichter bzw. auf mit einer Gutbett-Walzenmühle
ausgerüstete Mahlanlagen.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Sichter ist zum einen der Gutverteiler unabhängig vom Rotor
mittels einer gesonderten Antriebseinrichtung angetrieben, und zum andern ist dieser
Gutverteiler mit radialem Abstand von einer zum Gutverteiler hin offenen Ringkammer
umgeben, die eine Prall- und Desagglomerationszone darstellt und in der sich eine
als Verschleißschutz wirkende Gutschüttung ausbildet. Durch diese Merkmalskombination
kann das zu sichtende Gut, das vorzugsweise das Austragsgut einer Gutbett-Walzenmühle
ist, durch das Einschleudern in die Ringkammer optimal aufgelöst und vergleichmäßigt
werden. Zu dieser optimalen Desagglomeration der Schülpen trägt auch die Tatsache
bei, daß die Drehzahl des Gutverteilers unabhängig von der des Rotors entsprechend
gewählt werden kann. In konstruktiver Hinsicht wird der Gutverteiler erfindungsgemäß
so ausgebildet, daß die Auflösung des Gutes und die gleichmäßige Einstreuung in den
Sichtraum begünstigt wird.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es
zeigen
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sichters,
- Fig. 2
- einen horizontalen Teilschnitt durch den Gutverteiler,
- Fig. 3
- einen Vertikal-Teilschnitt durch den Gutverteiler und den ihn umgebenden Ringraum,
- Fig. 4 bis 8
- Schemadarstellungen von Mahlanlagen mit dem erfindungsgemäßen Sichter,
- Fig. 9
- eine Variante des Sichters (Detaildarstellung).
[0011] Der in den Fig. 1 - 3 veranschaulichte Sichter 1 enthält einen angetriebenen Rotor
2 mit vertikaler Achse, der an seinem Umfang mit Abstand voneinander angeordnete Blätter
3 aufweist.
[0012] Der Rotor 2 wird von einem feststehenden Leitapparat 4 umgeben, der einstellbare
Leitschaufeln enthält und über den ein mittels einer Eintrittsspirale 5 zugeführter
Sichtluftstrom in den Sichtraum 6 zwischen Leitapparat 4 und Rotor 2 eintritt.
[0013] Der Rotor 2 wird von unten her durch einen (nicht dargestellten) Antriebsmotor über
eine Welle 8 angetrieben, die oberhalb des Rotors 2 in einem von radialen Stegen 9
getragenen Lager 10 gelagert ist.
[0014] Unterhalb von Rotor 2 und Leitapparat 4 befindet sich ein Grobguttrichter 11 zur
Abführung des aus dem Sichtraum 6 ausfallenden Grobgutes.
[0015] An die offene untere Stirnseite des Rotors 2 schließt sich ein Kanal 12 an, der zur
Abführung des mit Feingut beladenen Sichtluftstromes dient.
[0016] Mit Abstand oberhalb des Rotors 2 ist ein Gutverteiler 13 angeordnet, der unabhängig
vom Rotor 2 durch einen gesonderten Antriebsmotor 14 über einen Riementrieb 15 und
eine Hohlwelle 16 angetrieben ist. Die Hohlwelle 16 ist in Lagern 17, 18 gelagert.
[0017] Der Gutverteiler 13 enthält eine tellerförmige Grundplatte 19 sowie eine ringförmige
Deckplatte 20. Zwischen der Grundplatte 19 und der Deckplatte 20 sind eine Anzahl
(beispielsweise drei) Führungsstege 21 angeordnet, die gegenüber der radialen Lage
in Drehrichtung (Pfeil 22) des Gutverteilers geneigt sind. Im Bereich der Enden der
Führungsstege 21 sind Halteelemente 23, 24 vorgesehen. Stützbleche 25 stützen die
Führungsstege 21 nach außen ab.
[0018] Zwischen der ringförmigen Deckplatte 20 des Gutverteilers 13 und der Welle 16 ist
eine ringförmige Guteintrittsöffnung 26 vorhanden, über die das beispielsweise mittels
eines Förderbandes 27 und eine Aufgabeschurre 28 zugeführte Gut dem Gutverteiler 13
aufgegeben wird.
[0019] Der Gutverteiler 13 wird mit radialem Abstand von einer Ringkammer 29 umgeben, die
zum Gutverteiler 13 hin offen ist und die eine Prall- und Desagglomerationszone für
das vom Gutverteiler 13 nach außen geworfene Gut darstellt. Da die Ringkammer 29 einen
Boden 30 aufweist, bildet sich in dieser Ringkammer 29 eine Gutschüttung 31 aus, auf
die das vom Gutverteiler 13 abgeworfene Gut auftrifft und die somit als Verschleißschutz
wirkt.
[0020] In ähnlicher Weise bildet sich auch an den Führungsstegen 21 des Gutverteilers 13
- wesentlich begünstigt durch die von den Halteelementen 23, 24 ausgeübte Stauwirkung
- ein Gutpolster aus, auf das die durch die Guteintrittsöffnung 26 in den Gutverteiler
13 eintretenden und in radialer Richtung nach außen geschleuderten Gutpartikel auftreffen.
Auf diese Weise wird der Verschleiß an den mit den Gutagglomeraten in Berührung kommenden
Flächen wesentlich verringert.
[0021] Zusammengefaßt ist die Funktion des Sichters gemäß den Fig. 1 - 3 wie folgt:
Das zu sichtende Gut (vorzugsweise das Austragsgut einer Gutbett-Walzenmühle) wird
dem Gutverteiler 13 aufgegeben, von diesem in die Ringkammer 29 geschleudert und in
dieser Prall- und Desagglomerationszone optimal aufgelöst und vergleichmäßigt. Durch
den Spalt 32 zwischen der Ringkammer 30 und dem Gutverteiler 13 fällt das weitgehend
aufgelöste und vergleichmäßigte Gut in den Sichtraum 6 zwischen Leitapparat 4 und
Rotor 2. Während das Grobgut aus dem Sichtraum 6 nach unten ausfällt und über den
Grobguttrichter 11 abgeführt wird, wird das Feingut vom Sichtluftstrom durch den Rotor
2 mitgenommen und verläßt den Sichter über den unterhalb des Rotors 2 angeschlossenen
Kanal 12.
[0022] Die Drehzahlen (und im Bedarfsfalle auch die Drehrichtung) von Rotor 2 und Gutverteiler
13 können unterschiedlich gewählt werden, so daß in Anpassung an das jeweilige Gut
sowohl die Desagglomeration, als auch die Sichtung optimal eingestellt werden können.
[0023] Abweichend von dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel können im Bedarfsfalle
mehrere Aufgabeschurren 28 (vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilt) angeordnet
werden. Statt eines Förderbandes 27 mit nachgeschalteter Aufgabeschurre 28 können
beispielsweise auch Schnecken zur Zuführung des Mahlgutes vorgesehen werden.
[0024] Die Fig. 4 - 8 veranschaulichen einige Ausführungsbeispiele von Mahlanlagen mit dem
erfindungsgemäßen Sichter.
[0025] Die Mahlanlage gemäß Fig. 4 enthält einen Aufgabebunker 33, eine Gutbett-Walzenmühle
34, ein Umlaufbecherwerk 35, einen zugleich als Desagglomerator ausgebildeten Sichter
1 (entsprechend den Fig. 1 - 3), einen Abscheider 36 sowie einen Umluftventilator
37.
[0026] Das über den Grobguttrichter 11 des Sichters 1 ausgetragene Grobgut wird bei der
Mahlanlage gemäß Fig. 4 über eine Rückführung 38 zum Einlaufschacht 39 der Gutbett-Walzenmühle
34 zurückgeführt. Das im Abscheider 36 aus dem Sichtluftstrom abgeschiedene Feingut
bildet das Fertiggut (Leitung 40). Die Mahlanlage gemäß Fig. 4 zeigt somit das Schema
einer reinen Umlaufmahlung mit einer Gutbett-Walzenmühle 34. Da die Auflösung der
aus der Walzenmühle 34 ausgetragenen Schülpen im Gutverteiler des Sichters 1 erfolgt,
erübrigt sich eine gesonderte Desagglomerier-Einrichtung; zugleich verkürzt sich der
Förderweg.
[0027] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist zusätzlich zu den bereits anhand Fig.
4 erläuterten Elementen der Mahlanlage eine vorzugsweise als Rohrmühle 41 ausgebildete
Feinmühle vorgesehen, der das über den Grobguttrichter 11 des Sichters 1 ausgetragene
Grobgut zugeführt wird. Der gemeinsame Austrag der Rohrmühle 41 und des Abscheiders
36 bildet das Fertiggut (Leitung 42).
[0028] Es sind weiterhin in Fig. 5 gestrichelt angedeutete Rückführungen 43, 44 vorgesehen,
über die - alternativ oder zusätzlich - aus der Gutbett-Walzenmühle 34 ausgetragenes
Gut (Rückführung 43) und/oder über den Grobguttrichter 11 des Sichters 1 ausgetragenes
Gut (Rückführung 44) zum Einlaufschacht 39 der Gutbett-Walzenmühle 34 zurückgeleitet
werden kann.
[0029] Fig. 5 zeigt damit eine Mahlanlage mit Vormahlung in der Gutbett-Walzenmühle 34 und
Feinmahlung in der Durchlauf-Rohrmühle 41, und zwar alternativ mit Grieß- und/oder
Schülpenrückführung zur Gutbett-Walzenmühle. Auch hier ergibt die im Sichter 1 erfolgende
Desagglomeration der Schülpen eine wesentliche Vereinfachung der Anlage und eine deutliche
Senkung der Betriebskosten.
[0030] Die in Fig. 6 veranschaulichte Mahlanlage enthält die gleichen Elemente wie die Anlage
gemäß Fig. 5. Wie bei der Mahlanlage gemäß Fig. 4 wird das gesamte über den Grobguttrichter
11 des Sichters 1 ausgetragene Grobgut zur Gutbett-Walzenmühle 34 zurückgeführt, während
das im Abscheider 36 abgeschiedene Gut noch einer Nachmahlung in der Rohrmühle 41
unterzogen wird.
[0031] Die Mahlanlage gemäß Fig. 7 enthält die gleichen Elemente wie die Anlagen entsprechend
den Fig. 5 und 6. Zusätzlich ist ein Umlaufbecherwerk 45 vorgesehen, das den Austrag
der Rohrmühle 41 zur Aufgabeschurre 28 des Sichters 1 zurückführt, so daß es gemeinsam
mit dem Austragsgut der Gutbett-Walzenmühle 34 auf den Gutverteiler 13 des Sichters
1 gelangt. Das Fertiggut wird vom Abscheider 36 abgezogen (Leitung 46).
[0032] In Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 sind alternativ oder
zusätzlich verwendbare Rückführungen 43 und 44 vorgesehen, über die Austragsgut der
Gutbett-Walzenmühle 34 bzw. Grobgut des Sichters 1 zur Walzenmühle 34 zurückgeführt
wird.
[0033] Fig. 8 zeigt schließlich eine Mahlanlage, die außer den in Fig. 5 veranschaulichten
Anlagenteilen noch ein Umlaufbecherwerk 45, einen weiteren Sichter 47 und einen Abscheider
48 enthält. Der Sichter 47 ist hierbei - anders als der Sichter 1 - in üblicher Weise
ausgebildet, d. h. mit einem einzigen Antriebsmotor versehen, durch den der Antrieb
des Rotors und eines geeignet gestalteten Streutellers erfolgt.
[0034] Das aus der Rohrmühle 41 ausgetragene Mahlgut wird über das Umlaufbecherwerk 45 dem
Sichter 47 zugeführt. Das im Sichter 47 abgeschiedene Grobgut wird (zusammen mit dem
Austragsgut des Abscheiders 36) erneut der Rohrmühle 41 zugeleitet, während das aus
dem Sichter 47 ausgetragene Feingut nach Abscheidung im Abscheider 48 das Fertiggut
bildet. Bei der Mahlanlage gemäß Fig. 8 erfolgt somit eine Umlaufmahlung mit der Gutbett-Walzenmühle
34 (Grobumlauf) und eine Feinmahlung mit der Rohrmühle 41 (Feinumlauf).
[0035] Fig. 9 zeigt eine Variante der Gutaufgabe auf den Gutverteiler 13, die insbesondere
für größere Ausführungen geeignet ist. Die Gutzufuhr erfolgt hierbei durch die entsprechend
groß dimensionierte Welle 16, über die der Gutverteiler vom Antriebsmotor 14 angetrieben
wird. Das Gut gelangt damit zentral auf den Gutverteiler 13 und wird von diesem in
der bereits erläuterten Weise nach außen geschleudert und in der Ringkammer 29 desagglomeriert.
1. Sichter, enthaltend
a) einen angetriebenen Rotor (2) mit vertikaler Achse, der an seinem Umfang mit Abstand
voneinander angeordnete Blätter (3) aufweist,
b) einen oberhalb des Rotors (2) angeordneten drehbaren Gutverteiler (13),
c) eine Einrichtung zur Aufgabe von zu sichtendem Gut auf den Gutverteiler (13),
d) einen dem Rotor (2) mit Abstand umgebenden feststehenden Leitapparat (4) mit einstellbaren
Leitschaufeln, wobei das vom Gutverteiler (13) abgeworfene Gut in einen zwischen dem
Leitapparat (4) und dem Rotor (2) gebildeten Sichtraum (6) gelangt, der von einem
durch den Leitapparat zugeführten und durch den Rotor abgeführten Sichtluftstrom durchsetzt
wird,
e) einen an eine Stirnseite des Rotors (2) anschließenden Kanal (12) zur Abführung
des mit Feingut beladenen Sichtluftstromes,
f) einen unterhalb von Rotor (2) und Leitapparat (4) angeordneten Grobguttrichter
(11) zur Abführung des Grobgutes,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
g) der Gutverteiler (13) ist unabhängig vom Rotor (2) mittels einer gesonderten Antriebseinrichtung
angetrieben und
h) dieser Gutverteiler (13) ist mit radialem Abstand von einer zum Gutverteiler hin
offenen Ringkammer (29) umgeben, die eine Prall- und Desagglomerationszone darstellt
und in der eine im Betrieb auf ihrem Boden (30) sich ausbildende Gutschüttung als
Verschleißschutz wirkt.
2. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutverteiler (13) folgende
Elemente enthält:
a) eine tellerförmige Grundplatte (19),
b) eine Anzahl von auf der Grundplatte angeordneten Führungsstegen (21), die gegenüber
der radialen Lage in Drehrichtung des Gutverteilers geneigt sind,
c) Halteelemente (23, 24) zum Aufbau eines Gutpolsters auf den Führungsstegen (21).
3. Sichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutverteiler (13) eine ringförmige
Deckplatte (20) aufweist, wobei zwischen dieser Deckplatte (20) und der Antriebswelle
(16) des Gutverteilers (13) eine ringförmige Guteintrittsöffnung (26) vorgesehen ist.
4. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutverteiler (13) mit radialem
Abstand von einer zum Gutverteiler hin offenen Ringkammer (29) umgeben ist, die eine
Prall- und Desagglomerationszone darstellt und in der sich eine als Verschleißschutz
wirkende Gutschüttung (31) ausbildet.
5. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle des Gutverteilers
(13) als Hohlwelle (16) ausgebildet ist.
6. Mahlanlage, enthaltend
a) eine Gutbett-Walzenmühle (34) mit zwei unter hohem Druck gegeneinander gepreßten
Walzen,
b) sowie einen Sichter (1) zur Sichtung des in der Walzenmühle zerkleinerten Gutes,
gekennzeichnet durch einen Sichter gemäß Anspruch 1.
7. Mahlanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückführung (38) für
das über den Grobguttrichter (11) des Sichters (1) ausgetragene Grobgut zur Walzenmühle
(34) vorgesehen ist.
8. Mahlanlage nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) es ist eine vorzugsweise als Rohrmühle (41) ausgebildete Feinmühle zur Aufnahme
von über den Grobguttrichter (11) des Sichters (1) ausgetragenem Grobgut vorgesehen;
b) es sind weiterhin alternativ oder zusätzlich verwendbare Rückführungen (43, 44)
vorhanden, über die aus der Gutbett-Walzenmühle (34) sowie über den Grobguttrichter
(11) des Sichters (1) ausgetragenes Gut zur Walzenmühle rückführbar ist.
9. Mahlanlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine weitere Rückführung, über die
aus der Feinmühle ausgetragenes Gut erneut dem Sichter (1) zugeführt wird.
10. Mahlanlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine vorzugsweise als Rohrmühle (41)
ausgebildete Feinmühle zur Nachmahlung von aus dem Sichter (1) als Feingut ausgetragenem
Gut.
11. Mahlanlage nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine weitere Rückführung, über die
aus der Feinmühle (41) ausgetragenes Gut einem mit Einzelantrieb versehenen weiteren
Sichter (47) zugeführt wird.
1. Separator containing
a) a driven rotor (2) with a vertical axis and having blades (3) arranged spaced from
one another on its periphery,
b) a rotatable material distributor (13) arranged above the rotor (2),
c) an arrangement for delivering material to be separated onto the material distributor
(13),
d) a stationary guide unit (4) which surrounds the rotor (2) with a clearance and
has adjustable guide vanes, and in which the material thrown off by the material distributor
(13) enters a separating chamber (6) formed between the guide unit (4) and the rotor
(2) through which passes a stream of separating air which is delivered through the
guide unit and drawn off through the rotor,
e) a channel which is connected to one end of the rotor (2) for removal of the stream
of separating air which is charged with fines,
f) a tailings hopper (11) which is arranged below the rotor (2) and the guide unit
(4) for removal of the tailings,
characterised by the combination of the following features:
g) the material distributor (13) is driven independently of the rotor (2) by means
of a separate drive arrangement, and
h) this material distributor (13) is surrounded with a radial clearance by an annular
chamber (29) which is open towards the material distributor, constitutes an impact
disagglomeration zone and in which a granular mass forms on its base (30) during operation
and acts as protection against wear.
2. Separator as claimed in claim 1, characterised in that the material distributor (13)
contains the following elements:
a) a plate-shaped base plate (19),
b) a number of guide bars (21) which are arranged on the base plate and are inclined
with respect to the radial position in the direction of rotation of the material distributor,
c) retaining elements (23, 24) to build up a cushion on material on the guide bars
(21).
3. Separator as claimed in claim 2, characterised in that the material distributor (13)
has an annular cover plate (20) and an annular material inlet opening (26) is provided
between this cover plate (20) and the drive shaft (16).
4. Separator as claimed in claim 1, characterised in that the material distributor (13)
is surrounded with radial spacing by an annular chamber (29) which is open towards
the material distributor, represents an impact and disagglomeration zone and in which
a heap of material forms which acts as protection against wear.
5. Separator as claimed in claim 1, characterised in that the drive shaft of the material
distributor (13) is constructed as a hollow shaft (16).
6. Grinding plant containing
a) a high-pressure grinding roll mill (34) with two rolls pressed against one another
under high pressure,
b) as well as a separator (1) for separating the material comminuted in the roll mill,
characterised by a separator as claimed in claim 1.
7. Grinding plant as claimed in claim 6, characterised in that a return line (38) is
provided for returning the tailings discharged via the tailings hopper (11) of the
separator (1) to the roll mill (34).
8. Grinding plant as claimed in claim 6, characterised by the following features:
a) return lines (43, 44) are also provided which can be used alternatively or additionally
and by means of which the material discharged from the high-pressure grinding roll
mill (34) and via the tailings hopper (11) of the separator (1) can be returned to
the roll mill.
9. Grinding plant as claimed in claim 8, characterised by a further return line by means
of which the material discharged from the fine grinding mill is again delivered to
the separator (1).
10. Grinding plant as claimed in claim 7, characterised by a fine grinding mill which
is preferably constructed as a tube mill (41) for regrinding material discharged from
the separator (1) as fines.
11. Grinding plant as claimed in claim 10, characterised by a further return line by means
of which the material discharged from the line grinding mill (41) is delivered to
a further separator (47) with an individual drive.
1. Séparateur à vent, comprenant
a) un rotor commandé (2), dont l'axe est vertical et qui comprend à sa circonférence
des palettes (3) placées à distance les unes des autres,
b) un distributeur rotatif de matière (13) disposé au-dessus du rotor (2),
c) un dispositif de déversement de matière à séparer sur le distributeur (13),
d) un appareil directeur fixe (4) entourant à distance le rotor (2) et équipé de pales
directrices réglables, la matière projetée par le distributeur (13) parvenant dans
une chambre de séparation (6) formée entre l'appareil directeur (4) et le rotor (2),
cette chambre de séparation étant traversée par un courant d'air de séparation arrivant
à travers l'appareil directeur et évacué à travers le rotor,
e) un canal (12) d'évacuation du courant d'air de séparation, chargé de matière à
granulométrie fine, qui est disposé dans le prolongement d'un côté extrême du rotor
(2),
f) une trémie (11) d'évacuation de la matière à gros grains qui est disposée sous
le rotor (2) et sous l'appareil directeur (4),
caractérisé par la combinaison des particularités suivantes :
g) le distributeur de matière (13) est commandé indépendamment du rotor (2) au moyen
d'un dispositif indépendant de commande et
h) ce distributeur de matière (13) est entouré à distance radiale d'une chambre annulaire
(29) ouverte sur le distributeur de matière, représentant une zone de percussion et
de désagglomération et dans laquelle un tas de matière se formant en service sur son
fond (30) agit en protection contre l'usure.
2. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que distributeur de
matière (13) comprend les éléments suivants :
a) une plaque de fond en forme de plateau (19),
b) plusieurs traverses de guidage (21) disposées sur la plaque de fond et décalées
sur l'orientation radiale dans le sens de rotation du distributeur de matière,
c) des éléments de retenue (23, 24) destinés à créer un coussin de matière sur les
traverses de guidage (21).
3. Séparateur à vent selon la revendication 2, caractérisé en ce que le distributeur
de matière (13) comprend une plaque annulaire de couverture (20), un trou annulaire
d'entrée de matière (26) étant prévu entre cette plaque de couverture (20) et l'arbre
(16) de commande du distributeur de matière (13).
4. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que le distributeur
de matière (13) est entouré à distance radiale d'une chambre annulaire (29) ouverte
sur le distributeur de matière, représentant une zone de percussion et de désagglomération
et dans laquelle se forme un tas de matière (31) ayant une action protectrice contre
l'usure.
5. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'arbre de commande
du distributeur de matière (13) est conformé en arbre creux (16).
6. Installation de broyage, comprenant
a) un broyeur à cylindres (34) d'un lit de matière, équipé de deux cylindres serrés
l'un contre l'autre sous pression élevée,
b) un séparateur à vent (1) de séparation de la matière fragmentée dans le broyeur
à cylindres,
caractérisée par un séparateur vent selon la revendication 1.
7. Installation de broyage selon la revendication 6, caractérisée par un conduit (38)
de recyclage de la matière à gros grains déchargée dans la trémie (11) du séparateur
à vent (1) sur le broyeur à cylindres (34).
8. Installation de broyage selon la revendication 6, caractérisée par les particularités
suivantes :
a) elle comprend un broyeur fin constitué de préférence d'un tube broyeur (41) et
destiné à réceptionner la matière à gros grains déchargée par la trémie (11) du séparateur
à vent (1),
b) elle comprend par ailleurs des conduits de recyclage (43, 44) utilisables en variante
ou accessoirement et par lesquels la matière déchargée du broyeur à cylindres (34)
d'un lit de matière ainsi que par la trémie (11) de décharge de la matière à gros
grains du séparateur à vent (1) peut être recyclée sur le broyeur à cylindres.
9. Installation de broyage selon la revendication 8, caractérisée par un autre conduit
de recyclage par lequel la matière déchargée du broyeur fin peut être renvoyée à nouveau
dans le séparateur à vent (1).
10. Installation de broyage selon la revendication 7, caractérisée par un broyeur fin
constitué de préférence d'un tube broyeur (41) pour le broyage final de la matière
déchargée du séparateur à vent (1) et représentant la matière à granulométrie fine.
11. Installation de broyage selon la revendication 10, caractérisée par un autre conduit
de recyclage par lequel la matière déchargée du broyeur fin (41) est dirigée sur un
autre séparateur à vent (47) équipé d'une commande unique.