[0001] Die Erfindung betrifft eine autonome Funkuhr gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Eine derartige Funkuhr, die sich auf dem Markt sehr rasch durchgesetzt hat, ist Gegenstand
der DE-U 8 712 803 = EP-B 0 308 880 (nicht vorveröffentlicht) und näher beschrieben
in der Goldschmiede-Zeitung Heft 1/1988 Seite 148 ff., W. Ganter "Junghans-Funkuhr
RC 2". Diese Funkuhr schaltet ihren Empfänger periodisch, zu vorgegebenen Zeitpunkten
vorübergehend ein, um die momentane Zeitanzeige erforderlichenfalls aufgrund aktuell
über Funk empfangener und decodierter Zeittelegramme zu korrigieren. Außerdem erfolgt
die Empfänger-Einschaltung beim Einlegen einer Batterie bzw. im Betrieb bei Betätigung
einer Reset-Senderruftaste, durch die zugleich die momentane Zeitanzeige in eine Referenzstellung
(dort 00:00:00-Uhr) gefahren und ein System-Reset des Prozessors ausgelöst wird, in
dem die Zeittelegramm-Decodierung und die Umsetzung der Zeitinformation in die Ansteuerung
der Zeitanzeige erfolgt. Sobald der Funkempfang eine gültige Zeitinformation erbringt,
wird der Empfänger wieder abgeschaltet und die Zeitanzeige im Eilgang in die entsprechende,
dertatsächlichen Momentanzeit entsprechende Stellung gebracht. Falls die Zeitanzeige
mit optoelektronischen Mitteln arbeitet. erfolgt die elektrische Ansteuerung der entsprechenden
optischen Segmente oder Sektoren praktisch verzugsfrei. Wenn für den Übergang aus
der Referenzstellung in die Anzeigestellung für die tatsächliche, aktuelle Zeit jedoch
mechanische Teile (etwa das Räderwerksgetriebe für Zeiger oder der Antriebsmechanismus
für Ziffer-Fallklappen) bewegt werden müssen, dann wird dafür eine endliche Zeitspanne
benötigt, die aber bei einer Nachführ-Steuerung automatisch berücksichtigt wird, so
daß auch in diesem Falle schließlich die Zeitanzeigemittel die tatsächliche, korrekte
Zeit anzeigen.
[0003] Als störend könnte eine solche den Prozessor-Reset beim Einschalten des Empfängers
hervorrufende Bedienungstaste jedoch empfunden werden, wenn sie ungewollt betätigt
wird und dadurch der aktuelle Registerinhalt im Prozessor gelöscht wird. Dann vergeht
eine gewisse Zeitspanne, bis genügend Zeittelegramme für deren Untersuchung auf Plausibilität
empfangen und decodiert werden konnten, um danach den Registerinhalt und daraus die
Zeitanzeige wieder auf die korrekte momentane Zeit zu richten. Das ist besonders dann
mißlich, wenn man sich mit seiner Funkuhr am Rande oder außerhalb des Empfangsbereiches
des Zeitsenders befindet, so daß nicht ohne weiteres und vielleicht erst in einigen
Stunden (bzw. in der bevorstehenden Nacht) wieder ungestörter Empfang von Zeittelegrammen
möglich ist, bis dahin also keine Zeitanzeige erfolgt. So kann bei einer Ausgestaltung
der Funkuhr als Armbanduhr aufgrund der Tragegegebenheiten eine unwillkürliche, also
ungewollte Betätigung der Reset-Taste auftreten. Wenn die Funkuhr als Weckeruhr, also
mit Auslösung einer Alarmgabe zu einem vorgebbaren Zeitpunkt ausgestaltet ist, dann
kann es geschehen, daß jemand irrtümlich die Prozessor-Resettaste betätigt, obgleich
er über einen anderen Schalter ein Alarmton-Wiederholprogramm initiieren wollte. Der
Alarm wird jedoch abgebrochen und das Wiederholprogramm nicht gestartet, wenn der
für dessen Steuerung verantwortliche Prozessor (irrtümlich) mit allen seinen Steuerungsfunktionen
zurückgesetzt wurde.
[0004] In Erkenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei
einer Funkuhr gattungsgemäßer Art einerseits die bewährte einfache Art der Empfänger-Einschaltung
(ohne beispielsweise einen Batteriewechsel vornehmen zu müssen) beizubehalten und
andererseits doch aus einer unwillkürlichen Fehlbedienung resultierende Betriebsstörungen
zu vermeiden.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die gattungsgemäße
Funkuhr gemäß dem Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 ausgestattet ist.
[0006] Nach dieser Lösung ist ein Schalter vorgesehen. der wie bisher als Senderruftaste
bezeichnet werden kann, dessen Betätigung aber keinen Prozessor-Reset sondern nur
die - vorübergehende - Einschaltung des Empfängers hervorruft. Es wird die Anzeige
wieder in eine definierte Referenzstellung gefahren, um deutlich zu machen, daß eine
neue Synchronisation dieser Funkuhr bevorsteht. Sollte der Empfang jedoch nicht zu
verwertbaren Zeitinformationen führen, dann wird zur Reduzierung des Leistungsbedarfes
der Funkuhr der Empfänger wieder abgeschaltet und die Zeitanzeigeeinrichtung fortan
wieder aus dem (zuvor nicht gelöschten und zeithaltend weitergetakteten) Register
betrieben. Die irrtümliche oder spielerische Betätigung des Empfänger-Schalters führt
also bei schlechten Funkempfangsgegebenheiten nicht zu einem länger dauernden Ausfall
der Anzeige der immer noch korrekten Zeit, und auch etwaige eingegebene zeitabhängige
Funktionen wie etwa ein Alarmgabeprogramm wurden nicht gelöscht, stehen also weiterhin
ohne neue Eingabeerfordernisse zur zeitabhängigen Aktivierung bzw. zum ungestörten
Ablauf nach ihrer Aktivierung zur Verfügung. Auch erfolgt weiterhin, gesteuert aus
dem nicht gelöschten Zeitregister, die periodische (z.B. stündlich oder tägliche)
kurzzeitige Empfänger-Einschaltung, um aufgrund aktuell empfangener Zeittelegramme
die tatsächliche Zeitanzeige zu kontrollieren und erforderlichenfalls zu korrigieren.
[0007] Trotz der erfindungsgemäß vorgenommenen Trennung einer Einwirkung des Empfänger-Schalters
auf den Betrieb des Prozessors (für die Decodierung der empfangenen Zeittelegramme
und für die danach anzusteuernden weiteren Funktionen wie Anzeigen und Alarmgabe-Komparatoren)
kann es zweckmäßig sein, einen Prozessor-Reset manuell auszulösen. Dafür ist dann
zweckmäßigerweise der herkömmliche Reset-Schalter so verdeckt, etwa: versenkt, eingebaut,
daß er nicht irrtümlich und ungewollt betätigt werden kann. Für die Betätigung bedarf
es dann eines Hilfsmittels, wie etwa einer Bleistiftspitze, um einen Prozesssor-Reset
ganz bewußt herbeizuführen, beispielsweise wenn aufgrund einer Reise in den Empfangsbereich
eines anderen Senders und einer anderen Zeitzone ein kompletter Neustart der Funkuhr
wünschenswert erscheint.
[0008] Es ist zweckmäßig, dem Benutzer der Funkuhr eine Information darüber zu vermitteln,
wie lange die letzte Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur der Zeitanzeige aufgrund
eines empfangenen Zeittelegrammes schon zurückliegt, mit welchen Unsicherheiten unterdessen
also die aktuelle Zeitanzeige behaftet sein kann. Dafür werden zweckmäßigerweise die
Zyklen gezählt, in denen die periodische prozessorgesteuerte vorübergehende Wieder-Einschaltung
des Empfängers auftrat, ohne zu einer verwertbaren Zeitinformation geführt zu haben.
Angezeigt wird das Zählergebnis, also etwa Stunden bei stündlicher Empfängereinschaltung
oder Tage bei täglicher Empfängereinschaltung. Diese Anzeige wird auf den Zählanfangswert
(Null) zurückgesetzt bzw. ganz gelöscht, wenn eine Zeittelegramm-Decodierung zu verwertbaren
Zeitinformationen führt schon die bloße Tatsache, daß eine Anzeige erscheint, macht
dann erkennbar, daß außergewöhnlich schlechte Funkempfangsverhältnisse vorliegen,
daß nämlich ungeplant lange keine Überprüfung der angezeigten Zeit stattfinden konnte.
Wenn und solange der Empfänger eingeschaltet ist - sei es aufgrund der penodischen
Steuerung aus dem Prozessor-Zeitregister heraus, sei es aufgrund der Betätigung des
Empfänger-Schalters oder des Reset-Schalters - wird diese Tatsache zweckmäßigerweise
dem Benutzer dadurch kenntlich gemacht, daß die Anzeige (unabhängig vom momentanen
Anzeigeinhalt) ein auffallendes Signal gibt, beispielsweise blinkt. Dadurch erfährt
der Benutzer der Funkuhr zugleich eine Bestätigung darüber, daß die manuelle Operation
an einem Schalter wie gewünscht zur Empfänger-Einschaltung geführt hat und nun (bei
ausreichenden Emfpangsverhältnissen) zur Überprüfung und gegebenfalls Korrektur der
Zeitanzeige führen müßte, dann unter gleichzeitiger Rücksetzung eines etwaigen Zähl-Saldos
für die Empfangsversuche.
[0009] Zusätzliche Alternativen und Weiterbildungen sowie weitere Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen und aus nachstehender Beschreibung eines
in der Zeichnung unter Beschränkung auf das wesentliche stark abstrahiert skizzierten
bevorzugten Realisierungsbeispiels zur erfindungsgemäßen Lösung. Die einzige Figur
der Zeichnung zeigt im einpoligen Blockschaltbild eine autonome Funkuhr mit Senderruftaste,
deren Betätigung noch nicht gleich zum Reset des Prozessors für die Gewinnung und
Verwaltung zeitabgeleiteter Informationen führt.
[0010] Die skizzierte Funkuhr 11 weist einen an eine Antenne 12 angeschlossenen auf eine
Zeitsender-Frequenz abgestimmten oder abstimmbaren Empfänger 13 mit Decodierer 14
für die in der demodulierten Empfangsinformation 15 enthaltene aktuelle Zeitinformation
16 auf. Diese decodierte Zeitinformation 16 wird in ein Register 17 zur Ansteuerung
einer Zeitanzeigeeinrichtung 18 übergeben, bei der es sich (wie zeichnerisch angedeutet)
um eine Zeigerdarstellung handeln kann, oder aber (in der Zeichnung nicht berücksichtigt)
um eine digitale (ziffernmäßige) Darbietung der aktuellen Zeitinformation 16. In beiden
Fällen kann die Darbietung über mechanisch bewegte Elemente (Zeiger, Fallklappen)
erfolgen, oder aber über entsprechende Segment- oder Sektoransteuerungen von elektrooptischen
Displays.
[0011] Es ist ein Reset-Schalter 19 vorgesehen bei dessen manueller Betätigung ein Reset-Signal
20 ausgelöst wird, das über eine bistabile Schaltung 21 die Empfangseinrichtung (also
den Empfänger 13 und gegebenenfalls den Decodierer 14) einschaltet, die zur Leistungsersparnis
insbesondere bei einer batteriebetriebenen Funkuhr 11 normalerweise abgeschaltet ist.
Nach einer vorgegebenen Zeitspanne T - in der Zeichnung repräsentiert durch eine monostabile
oder Zeit-Schaltung 22 -, oder aber wenn der Funkempfang eine verwertbare Zeitinformation
16 geliefert hat und deshalb ein Empfangs-Bestätigungssignal 23 erscheint, wird ein
Abschaltimpuls 24 erzeugt, der die bistabile Schaltung 21 in den Ausgangszustand zurücksetzt
und dadurch das zuvor ausgegebene Einschaltsignal 25 beendet. Der Empfänger 13 hat
bei ungestörtem Funkempfang über eine Synchronisierleitung 26 die Phasenlage einer
autonom-freilaufenden zeithaltenden Schaltung 27 synchronisiert, die nun die aktuell
vom Empfänger 13 eingegebene Zeitinformation 16, für die fortlaufende weitere Darbietung
mittels der Zeitanzeigeeinrichtung 18, weiterschaltet. Auf erneutes Betätigen des
Reset-Schalters 19 bzw. periodisch, etwa bei Erreichen einer vollen Stunde, was im
Zeit-Register 17 decodiert wird und zur Ausgabe eines Einschaltimpulses 28 führt,
wird die Empfangseinrichtung wieder für die vorgegebene Zeitspanne T eingeschaltet,
wenn nicht schon vor Ablauf dieser Zeitspanne T ein Empfangs-Bestätigungssignal 23
zur Wieder-Abschaltung der Empfangs-Einrichtung erscheint.
[0012] Das Reset-Signal 20 führt allerdings auch zu einem System-Reset des Prozessors 29,
in dem die Funktionen des Decodierers 14 zur Lieferung der aktuell über Funk empfangenen
Zeitinformation 16, des Zeit-Registers 17 zur Ansteuerung der Zeitanzeigeeinrichtung
18 und einer Koinzidenzschaltung 30 zur zeitabhängigen Auslösung weiterer zeitabgeleiteter
Funktionen verwirklicht werden. Diese weiteren Funktionen können sich insbesondere
auf die Ansteuerung wenigstens eines Terminsignalgebers 31 bei Erreichen eines Zeitpunktes
beziehen, der mittels einer Handhabe 32 vorgebbar ist. Das bedeutet jedoch, daß auch
die Information der Koinzidenzschaltung 30 gelöscht wird und deshalb keine nun an
sich gegebenenfalls fällige Alarmgabe erfolgen kann, bzw. daß eine gerade eingesetzte
Alarmgabe nicht mehr mit ihrem Alarmprogramm (wie etwa einer Snooze-Weckwiederholfunktion)
ablaufen kann.
[0013] Aus diesem Grunde wird der Reset-Schalter 19 zweckmäßigerweise so in die als Armbanduhr
und/oder als Weckeruhr ausgestaltete Funkuhr 11 eingebaut, daß er nicht irrtümlich
betätigt werden kann, etwa aufgrund eines Handhabungs-Reflexes aufgrund Auftretens
eines Wecksignales oder aufgrund eines ungewollten Stoßes gegen eine Armbanduhr. Es
ist ein Empfänger-Schalter 33 vorgesehen, dessen Betätigung - beim dargestellten Schaltungsbeispiel
über einen weiteren ODER-Eingang der Zeit-Schaltung 22 - zur Auslösung eines Empfänger-Einschaltsignales
25 ohne gleichzeitigen Prozessor-Systemreset führ. Außerdem bewirkt die Betätigung
dieses Schalters 33 über einen Speicher 35 und einen Umschalter 36 einen hier sogenannten
Anzeige-Reset derart, daß die Zeitanzeigeeinrichtung 18 in eine definiert vorgegebene
Referenzstellung gefahren wird, die mit der Referenzstellung bei Auftreten eines Prozessor-Reset
übereinstimmen kann und beispielsweise in der Zeitanzeige 00:00:00 Uhr besteht. Die
Funktion des Prozessors 29 bleibt aberzeithaltend beibehalten; d.h. es erfolgt beispielsweise
bei Ansprechen der Koinzidenzschaltung 30 die Auslösung eines normalen, über einen
Abstellschalter 37 beeinflußbaren Alarmgabeprogrammes.
[0014] Die durch Betätigung des Empfänger-Schalters 33 ausgelöste Reset-Ansteuerung der
Zeitanzeigeeinrichtung 18 wird wieder aufgehoben, die Anzeigeeinrichtung 18 wieder
zeitkorrekt aus dem Register 17 angesteuert, wenn entweder die Empfänger-Einschaltung
erfolgreich war und neben der Decodierung einer aktuell über Funk empfangenen Zeitinformation
16 zum Erscheinen des Bestätigungssignales 23 führte; oder aber wenn nach einer vorgegebenen
Zeitspanne T noch keine Empfangsinformation 15 decodiert werden konnte und deshalb
zur Leistungseinsparung die Empfangseinrichtung zunächst einmal wieder vom Impuls
24 abgeschaltet wird.
[0015] Für den Benutzer einer Funkuhr 11 kann es, insbesondere wenn es sich um eine Alarmuhr
handelt, von praktischem Interesse sein, zu wissen, wie gut gesichert die aktuell
angezeigte Zeitinformation 16 im Vergleich zur über Funk empfangbaren Information
15 ist, d.h. wann die aktuell angezeigte Zeitinformation 16 zuletzt mit einer decodierbaren
Empfangsinformation 15 abgeglichen wurde. Der kleinste Abgleich-Zyklus Z bestimmt
sich danach, in welchen Abständen der vom Register 17 ausgelöste Schaltimpuls 28 erscheint,
beispielsweise stündlich. Das davon, ODER vom manuell ausgelösten Zuschalt-Signal
34, hervorgerufene Empfänger-Einschaltsignal 25 steuert, über eine Unterbrecherschaltung
38 und eine Schaltstrecke 39, eine Kontrollanzeige 40 intermittierend an, um, zusätzlich
zum Anzeige-Reset der Zeitanzeigeeinrichtung 18, zu signalisieren, daß momentan ein
Empfangsversuch zur Aktualisierung der Zeitinformation 16 unternommen wird. Wenn der
Empfangsversuch erfolgreich war oder nach der vorgegebenen Zeitspanne T erfolglos
abgebrochen wird, wenn also das Einschaltsignal 25 verschwindet, wird auch die intermittierende
Steuerung der Kontrollanzeige 40 wieder aufgehoben, und diese (beispielsweise eine
digitale Flüssigkristallanzeige) vorzugsweise ganz abgeschaltet. Jedoch wird die Kontrollanzeige
40 wieder eingeschaltet - und zwar nun nicht intermittierend, sondern dauernd -, wenn
ein vom Register-Einschaltimpuls 28 beaufschlagter Zykluszähler 41 aus seiner Nullstellung
hochzählt, weil mindestens der erste über das Einschaltsignal 25 automatische ausgelöste
Empfangsversuch nicht zu einer decodierbaren Empfangsinformation 15 führte. Die nun
statisch dargebotene Zahl auf der Kontrollanzeige 40 gibt im dargestellten Beispielsfalle
also an, wie viele (Stunden-)Zyklen bereits verstrichen sind, seit das letzte Mal
die Zeitinformation 16 für die Zeitanzeigeeinrichtung 18 durch eine Empfangsinformation
15 bestätigt bzw. korrigiert werden konnte.
[0016] Der Benutzer der Funkuhr 11 kann nun, um nicht den nächsten Zyklus bis zum Erscheinen
wieder eines Einschaltsignales 25 abwarten zu müssen, über den Empfänger-Schalter
33 einen weiteren Empfangsverscuh auslösen, wie oben beschrieben. Der Zykluszähler
41 wird wieder in seine Zählanfangsstellung zurückgesetzt und damit die Kontrollanzeige
40 über die Schaltstrecke 39 abgeschaltet, sobald ein Empfangsversuch erfolgreich
war, also zu einer decodierten Zeitinformation 16 und Ausgabe des Bestätigungssignales
23 geführt hat.
1. Batteriebetriebene autonome Funkuhr (11) mit einem Reset-Schalter (19) und mit jeweils
nur vorübergehender Einschaltung ihres Empfängers (13), zum Speisen eines Dekodierers
(14) mit ihm nachgeschaltetem Zeit-Register (17),
- wenn zu Betriebsbeginn ihre Batterie eingelegt wird, wobei dann ihre Zeitanzeigeeinrichtung
(18) vorübergehend in eine Referenzstellung überführt und ein System-Reset ihres Prozessors
(29) ausgelöst wird,
- und, während ihres Betriebes, periodisch zu aus ihrem Zeit-Register (17) abgeleiteten
vorgegebenen Zeitpunkten für eine Einschaltzeitspanne (T), wobei dann kein Überführen
ihrer Zeitanzeigeeinrichtung (18) in die Referenzstellung und kein Löschen des Zeit-Registers
(17), sondern dessen zeithaltendes Weitertakten erfolgt,
- und wenn der Reset-Schalter (19) manuell betätigt wird, wodurch die Zeitanzeigeeinrichtung
(18) vorübergehend in die Referenzstellung überführt und die Register des Prozessors
(29) rückgesetzt werden,
gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Empfänger-Schalter (33), bei dessen manueller Betätigung der Empfänger
(13) ebenfalls vorübergehend für eine Einschaltzeitspanne (T) eingeschaltet und die
Zeitanzeigeeinrichtung (18) vorübergehende in eine Referenzstellung überführt werden,
hingegen das Zeit-Register (17) zeithaltend weiterbetrieben und davon abhängige Funktionskreise
nicht zurückgesetzt werden.
2. Funkuhr nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzlich zum Empfänger-Schalter (33) vorhandene Reset-Schalter (19) verdeckt
installiert ist.
3. Funkuhr nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kontrollanzeige (40) für das Zählergebnis eines Zykluszählers (41) vorgesehen
ist, der mit jeder periodisch aus dein Zeit-Register (17) erfolgenden Einschaltung
des Empfängers (13) weiterzählbar, aber aufgrund Empfangs von verwertbaren Zeitinformationen
(16) rücksetzbar ist.
4. Funkuhr nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontrollanzeige (40) abgeschaltet ist, solange im Zykluszähler (41) kein Zählergebnis
ansteht, das von der Rücksetzstellung des Zykluszählers (41) abweicht.
5. Funkuhr nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontrollanzeige (40) in einem besonderen Modus betreibbar ist, solange der
Empfänger (13) eingeschaltet ist.
6. Funkuhr nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontrollanzeige (40) über eine Unterbrecher-Schaltstrecke (39) intermittierend
ansteuerbar ist.
7. Funkuhr nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ihrem Zeit-Register (17) eine Koinzidenzschaltung (30) für die Ansteuerung eines
Terminsignalgebers (31) nachgeschaltet ist.
1. Battery-operated, autonomous, radio-controlled timepiece (11), with a reset switch
(19), and with only temporary switching on of its receiver (13) at any one time for
the supply of a decoder (14) with connected time-register (17),
- when its battery is inserted at the beginning of operation, its time-displaying
device (18) then temporarily being changed over to a reference position and a system-reset
of its processor (29) being activated,
- and, during its operation, periodically at predetermined times derived from its
time-register (17) for a switch-on period (T), during which its time-displaying device
(18) does not change over into the reference position and the time-register (17) is
not cleared but steps on in a timekeeping capacity,
- and when the reset switch (19) is manually activated, as a result of which the time-displaying
device (18) is temporarily changed over into the reference position and the registers
of the processor (29) are reset,
characterized by an additional receiver switch (33), by the manual operation of which the receiver
(13) is also temporarily switched on for a switch-on period (T) and the time-displaying
device (18) is temporarily changed over into a reference position, whereas the time-register
(17) continues to operate in a timekeeping capacity and functional circuits dependent
on it are not reset.
2. Radio-controlled timepiece according to Claim 1,
characterized in that
the reset switch (19) provided in addition to the receiver switch (33) is installed
so as to be concealed.
3. Radio-controlled timepiece according to Claim 1 or 2,
characterized in that
a control display (40) is provided for the counting result of a cycle counter (41)
which continues to count with each switching-on of the receiver periodically effected
by the time-register (17), but can be reset based on the reception of items of time
information which can be evaluated.
4. Radio-controlled timepiece according to Claim 3,
characterized in that
the control display (40) is switched off so long as no counting result is present
in the cycle counter (41) which differs from the reset position of the cycle counter
(41).
5. Radio-controlled timepiece according to Claim 3 or 4,
characterized in that
the control display (40) can be operated in a special mode so long as the receiver
(13) is switched on.
6. Radio-controlled timepiece according to Claim 5,
characterized in that
the control display (40) can be activated intermittently by way of an interrupter
switching path (39).
7. Radio-controlled timepiece according to one of the preceding claims,
characterized in that
a coincidence circuit (30) is connected to its time-register (17) for activating a
preset-time signal transmitter (31).
1. Horloge radiocommandée (11) autonome fonctionnant sur batterie, comportant un interrupteur
de remise à l'état initial (19) et avec une mise en service seulement temporaire chaque
fois de son récepteur (13), pour alimenter un décodeur (14), avec un registre de temps
(17), mis en circuit en aval de celui-ci,
- lorsque, au début du fonctionnement, sa batterie est mise en place, son dispositif
d'affichage de temps (18) étant alors temporairement passé en une position de référence
et une remise à l'état initial système de son processeur (29) étant déclenchée,
- et, pendant son fonctionnement, périodiquement par rapport à des moments prédéterminés,
dérivés de son registre de temps (17), pour un intervalle de temps de mise en service
(T), aucun passage de son dispositif d'affichage de temps (18) ne passant alors en
position de référence et aucun effacement du registre de temps (17) n'étant effectué
mais, au contraire, la continuation de son cadencement à fonction garde-temps,
- et, lorsque l'interrupteur de remise à l'état initial (19) est actionné manuellement,
le dispositif d'affichage de temps (18) étant temporairement passé à la position de
référence et le registre du processeur (29) étant ramené à l'état initial,
caractérisée par un interrupteur récepteur (33) supplémentaire, lors de l'actionnement
manuel duquel le récepteur (13) est également temporairement mis en service pour la
durée d'un intervalle de temps de mise en service (T), et le dispositif d'affichage
de temps (18) étant temporairement passé en une position de référence alors que, par
contre, le registre de temps (17) continue à fonctionner en garde-temps, et des circuits
fonctionnels dépendant de celui-ci n'étant pas remis à l'état initial.
2. Horloge radiocommandée selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'interrupteur
de remise à l'état initial (19), placé en plus de l'interrupteur de récepteur (33),
est installé de façon cachée.
3. Horloge radiocommandée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'est prévu
un affichage de contrôle (40), destiné au résultat de comptage d'un compteur de cycles
(41) qui peut continuer à compter à chaque mise en service, s'effectuant périodiquement
à partir du registre de temps (17), du récepteur (13), mais qui est susceptible de
ramener à l'état initial du fait de la réception d'informations de temps (16) exploitables.
4. Horloge radiocommandée selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'affichage
de contrôle (40) est mis hors service tant que, dans le compteur de cycles (41), n'est
présent aucun résultat de comptage qui diffère de la position de remise à l'état initial
du compteur de cycles (41).
5. Horloge radiocommandée selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que l'affichage
de contrôle (40) est susceptible de fonctionner dans un mode particulier tant que
le récepteur (13) est mis en service.
6. Horloge radiocommandée selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'affichage
de contrôle (40) peut être commandé de façon intermittente, par l'intermédiaire d'un
tronçon de commutation à interrupteur (39).
7. Horloge radiocommandée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en
ce qu'un circuit de coïncidence (30), destiné à la commande d'un transducteur de signal
de délai (31), est mis en circuit en aval de son registre de temps (17).