[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse einer Straßenleuchte mit einer einen Vorschaltgeräteraum
abdeckenden Geräteplatte, die an einem als Mastbefestigung dienenden Tragstück abklappbar
gelagert und an diesem mittels Federverschlüssen in Schließstellung verrastbar ist.
[0002] Straßenleuchten mit einem solchen Gehäuse sind bekannt und beispielsweise im DE-GM
72 14 239 beschrieben. Hierbei ist eine elektrische Bauteile und Lampenfassung tragende
Geräteplatte über einen Federverschluß verriegelt, der innerhalb des Gehäuses durch
zusätzliche Befestigungsmittel gehalten ist. Zum Abklappen der Geräteplatte muß außerdem
eine den Lampenraum abdeckende Wanne entfernt werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, das Gehäuse der vorbekannten Straßenleuchte zu vereinfachen
und den Vorschaltgeräteraum noch besser zugänglich zu machen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Gehäuse mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0005] Die Erfindung ist insofern vorteilhaft, als der Federverschluß ein sehr einfaches
Bauteil darstellt, welches lediglich in eine Gehäuseausnehmung eingerastet und dann
selbstsichernd gehalten ist. Das Federelement ermöglicht durch seine V-förmige Gestalt
einen großen Federweg mit kräftigem Federmoment, so daß die Geräteplatte trotz ihrer
erheblichen Gewichtsbelastung rüttelsicher gehalten wird. Vorzugsweise sind zwei Federverschlüsse
für jede Geräteplatte vorgesehen, die in Verbindung mit einer aushängbaren Scharnieranordnung
bei Wartungsarbeiten den Vorschaltgeräteraum sehr gut zugänglich machen.
[0006] Anhand der aus einer Fig. bestehenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
nachstehend näher erläutert.
[0007] Das nur im Detail gezeigte Gehäuse einer Straßenleuchte hat ein zur Mastbefestigung
dienendes Tragstück (1), an dem eine Geräteplatte (2) abklappbar gelagert ist. Die
Geräteplatte schließt einen innerhalb des vorzugsweise aus Metallguß hergestellten
Tragstückes befindlichen, nicht dargestellten Vorschaltgeräteraum nach unten hin ab,
der zum Betrieb der Straßenleuchte erforderliche elektrische Ausrüstungsteile wie
Vorschaltgerät, Zündgerät, Kondensator und Fassung aufnimmt. Einige der genannten,
vom Gewicht her schweren Bauteile sind dabei direkt auf der Geräteplatte befestigt.
(Nicht gezeigt) Letztere ist in Richtung des Pfeiles A um eine Scharnieranordnung
schwenkbar, die aus einer C-förmigen Nut (2a) der Geräteplatte in Verbindung mit einer
rinnenförmigen Anschlagleiste (1a) des Tragstückes gebildet ist. Die Geräteplatte
läßt sich gegebenenfalls auch aus der Scharnieranordnung bei einer bestimmten Schrägstellung
aushaken, wobei jedoch in senkrecht hängender Lage ein versehentliches Aushaken durch
aufgesetzte Nasen (1a′) ausgeschlossen ist.
[0008] In der gezeigten Schließstellung wird die aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyesterharz
geformte Geräteplatte (2) über Federverschlüsse (3) gehalten, die der Scharnieranordnung
gegenüberliegend jeweils als V-förmige Blattfederelemente (3a) ausgebildet und in
Gehäusetaschen (2b) der Geräteplatte eingesetzt sind. Einen zuverlässigen Halt der
gewichtsbelasteten Geräteplatte gewährleisten dabei vorzugsweise zwei in Zeichnungsebene
hintereinander befindliche Federverschlüsse. Jedes Blattfederelement (3a) hat einen
abgestützten Schenkel (3b), der über eine gerundete Kuppe (3c) in einen freien Schenkel
(3d) übergeht. Der Schenkel (3b) ist in der formgenau angepaßten Gehäusetasche (2b)
selbsthaltend eingerastet, indem er sich mit der Kuppe (3c) abstützt und mit seiner
schmalseitigen Stirnfläche (3b′) hinter einer Gehäusestufe (2b′) der Gehäusetasche
verhakt. Da das Blattfederelement (3a) mit Vorspannung in die Gehäusetasche (2b) von
unten her eingeschoben ist, stützt die Gehäusestufe (2b′) den Schenkel (3b) und damit
auch das gesamte Blattfederelement selbstsichernd.
[0009] Die Vorspannung des Blattfederelementes wird durch einen Steg (2c) aufrechterhalten,
der als Anschlag für den von einer Verriegelungsnase (3e) in eine Handhabe (3f) auslaufenden
längeren freien Schenkel (3d) dient. Oberhalb des Steges (2c) ist in der Gehäusetasche
eine Aussparung (2d) vorgesehen, in die die Verriegelungsnase (3e) freistehend eingreift
und außerdem ein keilförmiger Vorsprung (1b) des Tragstückes ungehindert einschwenken
kann. Dabei legt sich in Schließstellung die Verriegelungsnase (3e) derart auf die
Keilfläche des Vorsprungs (1b), daß dieser mit seiner Unterseite fest gegen die als
Anschlagfläche dienende Oberseite des Steges (2c) gedrückt wird. Verriegelungsnase
und keilförmiger Vorsprung sind zugleich so aufeinander abgestimmt, daß das vorgespannte
Blattfederelement vom Steg (2c) abhebt. Dadurch wird die Geräteplatte in Verbindung
mit der gegenüberliegenden Scharnieranordnung rüttelsicher an das Tragstück gepreßt.
[0010] Zum Abklappen der Geräteplatte läßt sich das Blattfederelement an der vorstehenden
Handhabe (3f) in Richtung des eingezeichneten Pfeiles B manuell zusammendrücken, bis
die Verriegelungsnase (3e) vom Vorsprung (1b) freikommt. Die Geräteplatte kann danach
in Richtung des eingezeichneten Pfeiles A nach unten hin wegklappen. Das losgelassene
Blattfederelement federt sodann mit der Handhabe gegen den Steg (2c) zurück, so daß
der Schenkel (3b) von der Gehäusestufe (2b′) nicht abrutschen kann.
[0011] Zum Schließen der Geräteplatte wird diese lediglich hochgeklappt, wobei die Verriegelungsnase
(3e) mit ihrer oberen Schrägfläche über den Vorsprung (1b) hinweggleitet und in der
gezeigten Lage verriegelt.
1. Gehäuse einer Straßenleuchte mit einer einen Vorschaltgeräteraum abdeckenden Geräteplatte,
die an einem als Mastbefestigung dienenden Tragstück abklappbar gelagert und an diesem
mittels Federverschlüssen in Schließstellung verrastbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Federverschluß (3) als einstückiges, ohne weitere Befestigungsmittel in
eine ausgeformte Gehäusetasche (2b) der Geräteplatte (2) selbsthaltend und unverlierbar
einsetzbares Blattfederelement (3a) ausgebildet ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das etwa V-förmig gebogene,
zwischen seinen beiden Schenkeln (3b, 3d) mit einer gerundeten Kuppe (3c) versehene
Blattfederelement (3a) in die formgenau an die Kuppe (3c) sowie einen Schenkel (3b)
angepaßte Gehäusetasche (2b) mit Vorspannung eingesetzt und dort hinter einer Gehäusestufe
(2b′) selbstsichernd verrastet ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit seiner schmalseitigen
Stirnfläche (3b′) des abgestützten Schenkels (3b) einseitig hinter der Gehäusestufe
(2b′) eingerastete Blattfederelement (3a) am gegenüberliegenden freien Schenkel (3d)
von der Gehäusetasche (Steg 2c) unter Vorspannung abgestützt ist.
4. Gehäuse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (3d)
mit einer am Tragstück (1) angreifenden Verriegelungsnase (3e) versehen ist.
5. Gehäuse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (3d)
mit der Verriegelungsnase (3e) innerhalb einer Aussparung (2d) der Gehäusetasche (2b)
entgegen seiner Spannrichtung frei beweglich angeordnet ist.
6. Gehäuse nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Aussparung (2d)
begrenzender und den freien Schenkel (3d) abstützender Steg (2c) der Gehäusetasche
(2b) als Anschlagfläche der Geräteplatte (2) an das Tragstück (1) ausgebildet ist.
7. Gehäuse nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (1) mit
einem die Verriegelungsnase (3e) des Blattfederelementes (3a) rüttelsicher untergreifenden
keilförmigen Vorsprung (1b) versehen ist.
8. Gehäuse nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (3d)
an seinem Ende mit einer zum Lösen des Federverschlusses (3) dienenden, gegenüber
der Gehäusetasche (2a) vorstehenden Handhabe (3f) ausgebi ldet ist.