(19)
(11) EP 0 378 770 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.07.1990  Patentblatt  1990/30

(21) Anmeldenummer: 89120658.3

(22) Anmeldetag:  08.11.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B25B 31/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 23.12.1988 DE 3843474

(71) Anmelder: fischerwerke Artur Fischer GmbH & Co. KG
D-72178 Waldachtal (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Artur, Prof. Dr. h. c.
    D-7244 Waldachtal 3/Tumlingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Einschlagwerkzeug für Einschlaganker


    (57) Zum Einschlagen von Einschlagankern in Bohrlöcher mit Hinterschneidungen sind Einschlagwerkzeuge bekannt, die rückseitig auf die Spreizhülse des Einschlagankers aufgesetzt werden. Mit einem Hammer läßt sich nun der Einschlaganker im Bohrloch verankern, wobei die Spreiz­hülse auf einen Spreizkonus aufgetrieben wird.
    Um bei einem verankerten Einschlaganker nachträg­lich prüfen zu können, ob die Spreizhülse vollständig auf den Spreizkonus aufgetrieben ist, wird ein Ein­schlaganker mit Sichtfenster angegeben, an dem die Lage der Spreizhülse in bezug auf den Spreizkonus sichtbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Einschlagwerkzeug für Ein­schlaganker gemäß der Gattung des Hauptanspruchs.

    [0002] Es sind Einschlaganker bekannt, die in Bohrlöcher eines Mauerwerks einsetzbar sind und durch Auftreiben einer Spreizhülse auf einen Spreizkonus formschlüssig in ei­nem hinterschnittenen Bohrloch verankerbar sind. Ein derartiger Einschlaganker ist in der DE-A 36 34 431 beschrieben.

    [0003] Zum Auftreiben der Spreizhülse wird ein Einschlagwerk­zeug verwendet, das im vorderen Bereich röhrenförmig ausgebildet ist und mit seiner ringförmigen Stirnfläche rückseitig an der Spreizhülse aufsetzbar ist. Mittels Hammerschlägen läßt sich nun der Einschlaganker in das Bohrloch eines Mauerwerks eintreiben, bis sein Spreiz­konus am Bohrlochgrund anliegt. Durch weitere Hammer­schläge auf das Einschlagwerkzeug wird die Spreizhülse mit ihrem auspreizbaren Bereich auf den Spreizkonus aufgetrieben und dadurch aufgespreizt. Der Einschlagan­ker ist nun formschlüssig im Bohrloch verankert, sofern sichergestellt ist, daß die Spreizhülse auch vollstän­dig auf den Spreizkonus aufgetrieben ist.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ein­schlagwerkezeug zu schaffen, welches Einrichtungen besitzt, die bei einem im Bohrloch verankerten Ein­schlaganker den Abstand zwischen der rückseitigen Stirnfläche der Spreizhülse und dem Ende des mit dem Spreizkonus verbundenen Stehbolzen sichtbar machen.

    [0005] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Hauptan­spruch angegebenen Merkmale erhalten. Bei einem Ein­schlaganker mit Gewindestehbolzen, der durch die Spreizhülse geführt ist und rückseitig vorsteht, er­scheint das Ende des Stehbolzens im Sichtfenster des Einschlagwerkzeugs. Die Lage des Stehbolzenendes gibt somit den Abstand zum rückseitigen Ende der Spreizhülse an. Im Bereich des Sichtfensters kann eine Markierung vorgesehen sein, die den korrekten Abstand im Bezug auf einen bestimmten Einschlaganker angibt. Befindet sich das Ende des Gewindestehbolzens an dieser Markierung, so ist damit sichergestellt, daß der Einschlaganker korrekt montiert wurde, d.h. daß der Spreizbereich der Spreizhülse vollständig auf den Spreizkonus aufgetrie­ben ist.

    [0006] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß ein von der ringförmigen Stirnseite ausgehender Längsschlitz das Sichtfenster bildet. Die Anbringung eines Längs­schlitzes ist besonders einfach, weshalb diese Ausfüh­rung bevorzugt verwendet wird.

    [0007] Das Einschlagwerkzeug besitzt eine Längsbohrung, in die eine Druckfeder und ein gegen die Druckfeder axial ver­schiebbares Anschlagelement eingesetzt sein können. Das Anschlagelement ist wenigstens teilweise im Sichtfen­ster sichtbar und kann selbst Markierungen oder der­gleichen aufweisen. Anhand der Position des Anschlag­elements, welches rückseitig am Stehbolzen des Ein­schlagankers beim Meßvorgang anliegt, läßt sich prüfen, ob der Einschlaganker vorschriftsmäßig im Bohrloch ver­ankert ist.

    [0008] Das Anschlagelement kann ein stabförmiger Meßdorn sein, der an der ringförmigen Stirnseite des Einschlagwerk­zeugs hervortreten kann. Mit diesem Meßdorn läßt sich auch die Position eines Stehbolzens mit Innengewinde messen, dessen rückseitiges Ende in die Spreizhülse zu­rückgesetzt ist.

    [0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 das erfindungsgemäße Einschlagwerkzeug und ei­nen Einschlaganker mit Gewindestehbolzen,

    Figur 2 das auf einen in einem Bohrloch verankerten Einschlaganker aufgesetzte Einschlagwerkzeug,

    Figur 3 ein Einschlagwerkzeug mit einliegender Druckfe­der und Anschlagelement und

    Figur 4 ein Einschlagwerkzeug mit einem an diesem stirnseitig hervortretenden Meßdorn.



    [0010] Das in Figur 1 dargestellte Einschlagwerkzeug 1 ist als Schlagdorn ausgebildet, der rückseitig einen massiven Kopf 2 hat. Von der Stirnseite 3 ist eine Längsbohrung 4 eingebracht, so daß die Stirnseite 3 eine Ringfläche bildet.

    [0011] Der Einschlagdorn ist von einem Handgriff 5 aus Kunst­stoff ummantelt, der einen breiten Flansch 6 besitzt.

    [0012] Von der Stirnseite 3 ausgehend ist in der Wandung des Einschlagwerkzeugs 1 ein Längsschlitz 7 ausgebildet, der ein Sichtfenster bildet. Wird das Einschlagwerkzeug 1 auf einen Einschlaganker 8 in Pfeilrichtung 9 aufge­setzt, so übergreift der röhrenförmige Teil 10 des Ein­schlagankers 1 die Stehbolzen 11 des Einschlagankers 8. Das Ende 12 des Stehbolzens 11 ist im Längsschlitz 7 sichtbar.

    [0013] Anhand von Figur 2 wird dies deutlich. Der Einschlagan­ ker 8 ist hier in einem Bohrloch 13 eingesetzt, wobei seine Spreizhülse 14 mit ihrem Spreizbereich 15 auf ei­nen Spreizkonus 16 aufgetrieben ist. Das Auftreiben der Spreizhülse 14 erfolgt dadurch, daß mit einem hier nicht dargestellten Hammer auf den Kopf 2 des Ein­schlagwerkzeugs 1 geschlagen wird, bis die Spreizhülse 14 die in Figur 2 dargestellte Position erreicht hat. Am Sichtfenster 7 kann von außen festgestellt werden, ob die Spreizhülse 14 weit genug auf den Spreizkonus aufgetrieben ist. Am Längsschlitz bzw. Sichtfenster 7 kann nämlich der Abstand zwischen der rückseitigen Stirnseite 17 und dem Ende 12 des Stehbolzens 11 fest­gestellt werden. Am Rand des Längsschlitzes 7 kann hierzu eine Markierung 18 angebracht sein.

    [0014] Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform eines Ein­schlagwerkzeugs 1 besitzt eine Druckfeder 19 und ein Anschlagelement 20, welches in der Längsbohrung 4 gegen die Federkraft der Feder 19 längsverschiebbar ist. Das Anschlagelement 20 trägt einen Stift 21, der in Verbin­dung mit einer hier nicht dargestellten Markierung zum Nachprüfen des korrekten Abstandes zwischen Spreizhül­senende und Ende des Stehbolzens dient.

    [0015] In Figur 4 ist ein Einschlagwerkzeug 1 dargestellt, welches einen Meßdorn 22 besitzt, an dem rückseitig ebenfalls eine Druckfeder 19 angreift. Der Meßdorn 22 ragt an der ringförmigen Stirnseite 3 aus dem Ein­schlagwerkzeug 1 hervor und drückt mit seinem vorderen Ende gegen das in der Spreizhülse 14 einlegende Ende 23 eines Stehbolzens 24. Der Stehbolzen 24 besitzt ein In­nengewinde 25.

    [0016] Das Innengewinde 25 kann zur Befestigung eines Gegen­standes an der Wandoberfläche eine entsprechende Schraube aufnehmen. Bei dem Stehbolzen 11, wie er in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist, kann durch Auf­ schrauben einer Gewindemutter ein Gegenstand an der Wandoberfläche befestigt werden.

    [0017] Der stabförmige Meßdorn 22 besitzt einen Stift 26, der am Sichtfenster des Einschlagwerkzeugs 1 sichtbar ist und in Verbindung mit einer Markierung den Abstand zwi­schen dem Ende des Stehbolzens 24 und dem Ende der Spreizhülse 14, an dem die Stirnfläche 3 anliegt, angibt.


    Ansprüche

    1. Einschlagwerkzeug für Einschlaganker mit Spreizhülse zum Auftreiben der Spreizhülse auf einen Spreizkörper, wobei das Einschlagwerkzeug ein Schlagdorn ist, dessen Schaft eine von seiner vorderen, ringförmigen Stirnsei­te eingebrachte Längsbohrung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des Einschlagwerkzeuges (1) im Bereich der Längsbohrung (4) ein Sichtfenster (7) ausgespart ist.
     
    2. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der ringförmi­gen Stirnseite (3) ausgehender Längsschlitz (7) das Sichtfenster bildet.
     
    3. Einschlagwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsbohrung (4) ein gegen eine Federkraft axial in die Längsbohrung (4) einschiebbares Anschlagelement (20) angeordnet ist, welches wenigstens zum Teil im Sicht­fenster (7) sichtbar ist.
     
    4. Einschlagwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement ein stabförmiger Meßdorn (22) ist, der mit seinem vor­ deren Ende an der ringförmigen Stirnseite (3) des Ein­schlagwerkzeugs (1) aus diesem herausragt und gegen die Federkraft einer Druckfeder (19) in die Längsbohrung (4) zurückschiebbar ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht