[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei einer solchen Vorrichtung, die beispielsweise aus der DE-AS 17 82 136 bekannt
ist, sind an die Anschlußeinrichtungen des Gehäuses, gegebenenfalls über Zwischengehäuse,
die zu reinigenden und zu diesem Zweck zu einem Kreislauf miteinander verbundenen
Rohrleitungen angeschlossen. Die Reinigungsflüssigkeit, wie z.B. Lauge, Säure, Spülwasser
und Desinfektionslösungen, wird dem Vierwege-Umschaltventil über den Zulaufanschluß
zugeführt. Dabei strömt die Reinigungsflüssigkeit zunächst durch eine Ventilöffnung
in den in der einen Stirnseite des Kolbens mündenden Kanal, von dort durch die Rohrleitungen
zurück in den anderen Kanal und über die zweite Ventilöffnung in den Ablaufanschluß.
Dabei werden beispielsweise als Schwämmchen ausgebildete Reinigungskörper mitgenommen.
Sobald diese auf die Stirnseiten des Kolbens des Umschaltventils auftreffen, wird
dieser selbsttätig verschoben und dadurch die Strömungsrichtung der Reinigungsflüssigkeit
umgekehrt. Der Ablaufanschluß ist in dem Fall, daß Spülwasser als Reinigungsflüssigkeit
ver wendet wird, mit dem normalen Hausablauf verbunden. In Falle von Lauge, Säure
und Desinfektionsmitteln werden diese jeweils in einen dafür vorgesehenen Behälter
zurückgeführt, dort gesammelt und wiederverwendet.
[0003] Eine solche Vorrichtung kann zum Reinigen von Rohrleitungen in Brauereien, Weinkellereien,
Molkereien, Limonade herstellenden Betrieben, in der chemischen Industrie usw. Verwendung
finden. Es hat sich nun gezeigt, daß gelegentlich Schäden auftreten, insbesondere
sich Rohrverschraubungen lockern oder sogar Rohrleitungen platzen. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn die Vorrichtung zum Reinigen von großdimensionierten Rohrleitungen
benutzt wird und die Rohrleitungen mit einem hohen Flüssigkeitsdruck gereinigt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art anzugeben, mit deren Hilfe die erwähnten Schäden mit Sicherheit vermieden werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Dieser Vorschlag beruht auf der Erkenntnis, daß immer dann, wenn die Reinigungskörper
die Kolbenstirnseite erreichen und die darin befindlichen Öffnungen abdecken, zulaufseitig
ein Druckanstieg erfolgt und daß diese Druckstöße die genannten Schäden hervorrufen
können.
[0007] Dem wird mit Hilfe des Druckbegrenzungsventils abgeholfen. Es ist mit dem Zulaufanschluß
verbunden, also beispielsweise in der Zulaufleitung nach der die Reinigungsflüssigkeit
fördernden Reinigungspumpe angeordnet. Steigt der Flüssigkeitsdruck über einen festgelegten
Sollwert, öffnet das Druckbegrenzungsventil in den dafür vorgesehenen Entlastungspfad.
Auf diese Weise werden Druckstöße in der Reinigungsvorrichtung und den Rohrleitungen
ver mieden, die insbesondere bei dem Umschaltvorgang des Kolbens des Umschaltventils
auftreten. Dadurch wird ein weicher Umschalteffekt erzeugt.
[0008] Durch die Verbindung des Druckbegrenzungsventils mit dem Ventilgehäuse zu einer Baueinheit
nach Anspruch 2 ist die Reinigungsvorrichtung infolge ihrer kompakten Form einfach
zu handhaben. Die Herstellung der Baueinheit kann bereits im Rahmen der Herstellung
der Reinigungsvorrichtung erfolgen, so daß die Baueinheit am Einsatzort nach der
Verbindung mit den zu reinigenden Rohrleitungen sofort zur Verfügung steht.
[0009] Bei der Ausgestaltung gemäß Anspruch 3 wird das Druckbegrenzungsventil über den
Verbindungsraum direkt zu dem Ablaufanschluß entlastet, ohne daß dafür eigens eine
Ablaufleitung benötigt würde.
[0010] Bei der Ausführungsform nach Anspruch 4 wird anstelle eines üblicherweise gebräuchlichen
Zulaufstutzens ein Stutzen des Druckbegrenzungsventils in den Zulaufanschluß eingesetzt,
dessen Ende in den Verbindungsraum ragt und auf dem Teil des Kolbens des Umschaltventils
aufsitzt, an dem sich die Ventilöffnungen befinden. Dieser Ventilstutzen kann einfach
ein Verlängerungsstutzen oder ein an der Ventilfunktion mitwirkender Stutzen sein.
[0011] Der einfache konstruktive Aufbau nach Anspruch 5 ermöglicht eine kompakte Bauweise
des Druckbegrenzungsventils. Dabei ist es möglich, daß der Ventilstutzen im Schiebestutzen,
oder der Schiebestutzen im Ventilstutzen angeordnet ist. Übersteigt die auf die Druckangriffsfläche
durch die Reinigungsflüssigkeit ausgeübte Kraft die gegensinnig wirkende Federkraft,
so verschiebt diese den Schiebestutzen gegenüber dem Ventilstutzen in axialer Richtung
und gibt dabei den Entlastungspfad frei. Der Grenzwert des Flüssigkeitsdrucks soll
gerade so groß sein, daß der Kolben von seiner einen Endlage in die andere verschoben
wird. Er bemißt sich damit im wesentlichen nach dem Gewicht des Kolbens der Reibung,
und der druckwirksamen Fläche an seinen Stirnseiten.
[0012] Die Weiterbildung nach Anspruch 6 ergibt eine einfache Bauform. In Abhängigkeit von
der Bewegungsrichtung des Schiebestutzens können unterhalb oder oberhalb des Wulstes
die Bohrungen angeordnet sein, über die die Druckangriffsfläche des Wulstes mit dem
Inneren des Druckbegrenzungsventils in Verbindung steht. Im Fall, daß sie oberhalb
des Wulstes angeordnet sind, bewegt sich der Schiebestutzen in axialer Richtung nach
unten in seine Öffnungsstellung, im anderen Fall bewegt er sich nach oben.
[0013] Die Ausführungsform nach Anspruch 7 erlaubt es, den Schiebestutzen und Ventilstutzen
nach außen hin zu schützen. An seinem freien Ende trägt das Flanschgehäuse Anschlußeinrichtungen,
über die die Zulaufleitung mit dem Druckbegrenzungsventil verbunden werden kann. Die
lösbare Verbindung des Flanschgehäuses mit dem Ventilgehäuse, beispielsweise über
Schraubverbindungen, ermöglicht es, daß das Druckbegrenzungsventil zu Zwecken der
Wartung und Pflege auf einfache Weise vom Ventilgehäuse gelöst und damit wieder verbunden
werden kann. Außerdem können auf diese Weise bereits vorhandene Vierwege-Umschaltventile
mit einem Druckbegrenzungsventil nachgerüstet werden.
[0014] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 8 ist die Federkraft durch eine Mehrzahl von
Schraubenfedern erzeugbar. Anzahl und Dimensionierung der Schraubenfedern richten
sich nach dem Grenzwert des Flüssigkeitsdrucks der Reinigungsflüssigkeit. Die Vorspannung
der Federn wird durch die Verbindung des Flanschgehäuses mit dem Ventilgehäuse erreicht.
[0015] Der Stützring nach Anspruch 9 vergrößert die Fläche, auf der sich die Federn außerhalb
der Führungsbohrungen in Richtung auf die Druckangriffsfläche abstützen. Daher können
zur Erzeugung der Federkraft auch Schraubenfedern mit einem größeren Durchmesser
verwendet werden. Außerdem muß an die Genauigkeit der Zentrierung der Führungsbohrungen
keine so großen Anforderungen gestellt werden, was die Herstellung des Flanschgehäuses
erheblich vereinfacht.
[0016] Die Arretierung nach Anspruch 10 ist für die genaue Justierung des Ventilstutzens
von besonderer Bedeutung, wenn der Ventilstutzen bis zu den Ventilöffnungen ragt.
Der Ventilstutzen greift dabei beispielsweise in eine Nut oder Vertiefung am Kolben
im Bereich der Ventilöffnung ein und dichtet dabei die jeweils mit dem Ventilstutzen
und daher mit der Zulaufleitung in Verbindung stehende Ventilöffnung zum Verbindungsraum
hin ab.
[0017] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 11 entspricht der Außendurchmesser der Stirnseiten
des Kolbens im wesentlichen dem Innendurchmesser der Buchse des Ventilgehäuses.
Zwischen seinen Stirnseiten weist der Kolben einen Abschnitt geringeren Durchmessers
auf, so daß auf diese Weise der Verbindungsraum gebildet wird, über den jeweils eine
Ventilöffnung mit dem Ablaufanschluß in der Buchse des Ventilgehäuses in Verbindung
steht.
[0018] Bei der Weiterbildung nach Anspruch 12 sitzt der Ventilstutzen auf der Abflachung
des Kolbens dichtend auf, so daß die Reinigungsflüssigkeit ohne Verluste zu jeweils
einer Ventilöffnung geführt wird.
[0019] Die mit dem Bewegungsmelder nach Anspruch 13 erzeugten Signale werden durch eine
entsprechende Verarbeitungseinheit, die eine Zahl- und Anzeige- oder Auswerteeinheit
umfaßt verarbeitet. Dieser Bewegungsmelder ermöglicht eine genaue Erfassung des Reinigungsvorgangs
oder seiner Reinigungsschritte, wenn das Druckbegrenzungsventil bei jedem Umschaltvorgang
des Vierwege-Umschaltventils öffnet, um den Überdruck abzubauen. Die Anzahl der Signale
beim Öffnen oder Schließen des Druckbegrenzungsventils zeigt die Häufigkeit des Richtungswechsels
der Reinigungsflüssigkeit an und ist damit ein Maß für die Länge und Intensität des
Reinigungsvorgangs. Durch die dadurch mögliche Überwachung ist ein optimaler Reinigungseffekt
bei minimalen Reinigungskosten möglich.
[0020] Die Materialauswahl nach Anspruch 14 ergibt eine leichte, aber stabile Vorrichtung.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt die einzige Figur die erfindungsgemäße
Vorrichtung zum Reinigen von Rohrleitungen mit einem eingebauten Druckbegrenzungsventil
im Längsschnitt.
[0022] Die Vorrichtung 1 zum Reinigen von Rohrleitungen weist ein Vierwege-Umschaltventil
2 und ein Druckbegrenzungsventil 3 auf. Das Vierwege-Umschaltventil 2 besteht aus
einem Gehäuse 4 mit einem Zulaufanschluß 5, einem Ablaufanschluß 6 sowie einer Buchse
7 zur Aufnahme eines verschiebbaren Kolbens 8. An der Gehäuseaußenseite 9 sind an
in Verschiebungsrichtung des Kolbens 8 entgegengesetzten Enden Anschlußeinrichtungen
10 für nicht näher dargestellte Rohrleitungen angeordnet, die die Rohrleitungen mit
dem Umschaltventil 2 verbinden.
[0023] Der Kolben 8 weist zwei Ventilöffnungen 11, 12 auf, die über je einen Kanal 13, 14
mit Öffnungen 15 tragenden Stirnseiten 16, 17 verbunden sind. Die Stirnseiten 16,
17 des Kolbens 8 sind über Dichtungselemente 41 gegen die Buchse 7 abgedichtet. Zwischen
den Stirnseiten 16, 17 ist durch eine radiale Vertiefung 18 des Kolbens 8 ein Verbindungsraum
19 gebildet, der bei der darge stellten Stellung des Kolbens 8 den Ablaufanschluß
6 mit der Ventilöffnung 12 verbindet.
[0024] Das Druckbegrenzungsventil 3 ist in den Zulaufanschluß 5 des Gehäuses 4 des Umschaltventils
3 eingesetzt. Es weist ein über Schraubverbindung 20 mit dem Gehäuse 4 verbundenes
Flanschgehäuse 21 auf, in dessen Kopf 22 Führungsbohrungen 23 zur Aufnahme einer Mehrzahl
von Schraubenfedern 24 vorgesehen sind. An seinem freien Ende 25 trägt das Flanschgehäuse
21 in der dargestellten Ausführungsform ein Außengewinde 26, zur lösbaren Verbindung
mit einer nicht näher dargestellten Zulaufleitung. Im Innern 32 des Flanschgehäuses
21 sind ein axial beweglicher Schiebestutzen 27 und ein Ventilstutzen 28 angeordnet.
Bei der dargestellten Ausführungsform befindet sich der Schiebestutzen 27 im Ventilstutzen
28. Der hohlzylindrische Schiebestutzen 27 zeigt ein an seiner Außenseite einen radial
verlaufenden Wulst 29 und darunter ebenfalls radial angeordnete Bohrungen 30. Die
Unterseite des Wulstes 29 bildet eine Stufe mit einer Druckangriffsfläche 31, die
über die Bohrungen 30 mit dem Innern 32 des Druckbegrenzungsventils 3 in Verbindung
steht.
[0025] Der Ventilstutzen 28 ist über ein Gewinde 33 in den Zulaufanschluß 5 des Gehäuses
4 des Umschaltventils 2 eingeschraubt. Seiner Fixierung und genauen Justierung dient
die Kontermutter 34. An seinem unteren Ende trägt der Ventilstutzen 28 zur Bildung
eines Entlastungspfades 38 Entlastungsöffnungen, die in der Öffnungsstellung des Druckbegrenzungsventils
3 über den Verbindungsraum 19 mit dem Ablaufanschluß 6 verbunden sind. Der Schiebestutzen
27 weist in der dargestellten Ausführungsform an seinem unteren Ende keine Entlastungsöffnung
auf. In Öffnungsstellung des Druckbegrenzungsventil 3 befindet sich das untere Ende
40 des Schiebestutzens 27 oberhalb der Entlastungsöffnungen des Ventilstutzens 28.
Die obere Stirnseite 36 des Ventilstutzens 28 und die Ober seite des Wulstes 29 des
Schiebestutzens 27 sind mit einem Stützring 37 abgedeckt. Auf den Stützring 37 wirken
die in den Führungsbohrungen 23 angeordneten Schraubenfedern 24, deren Vorspannung
durch die Schraubverbindung 20 zwischen Flanschgehäuse 21 und Ventilgehäuse 4 erreicht
wird.
[0026] In der dargestellten Ausführungsform ist im Flanschgehäuse 21 und am Stützring 37
ein zweiteiliger Bewegungsmelder 38 angeordnet, der beim Öffnen und/oder Schließen
des Druckbegrenzungsventils 3 impulsförmige Signale erzeugt, die in einer Verarbeitungsanlage
39 verarbeitet und zur Anzeige gebracht werden. Der Bewegungsmelder kann beispielsweise
einteilig ausgebildet sein, wobei der eine Teil am Ventilstutzen oder am Stützring,
der andere Teil am Flanschgehäuse des Druckbegrenzungsventils angeordnet sind. Arbeitet
er berührungsfrei, so ist er beispielsweise optischer, magnetischer, elektronischer
oder induktiver Natur. Es sind aber auch mechanisch arbeitende Bewegungsmelder möglich.
[0027] Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung gestaltet sich wie folgt: Unter
einem Druck stehende Reinigungsflüssigkeit wird durch eine nicht näher dargestellte
Zulaufleitung dem Druckbegrenzungsventil 3 zugeführt, durchströmt dieses und fließt
in der dargestellten Endlage des Kolbens 8 durch die Ventilöffnung 11, über den Kanal
13, durch die Öffnungen 15 in der Stirnseite 16 des Kolbens 8 in die zu reinigenden
Rohrleitungen in Pfeilrichtung und nimmt dabei die als Schwämmchen ausgebildeten Reinigungskörper
R mit. Hat die Reinigungsflüssigkeit die Rohrleitungen durchströmt, tritt sie durch
die Öffnungen 15 der Stirnseite 17 des Kolbens 8 in den Kanal 14 ein und gelangt zu
der Ventilöffnung 12. Von dort strömt sie weiter über den Verbindungsraum 19 zu dem
Ablaufanschluß 6. Treffen die Reinigungskörper R nun auf die Stirnseite 17 des Kolbens
8 auf, so verschließen diese die dort angeordneten Öffnungen 15 mit der Folge, daß
der Flüssigkeitsdruck ansteigt, durch den der Kolben 8 in seine andere, nichtdargestellte
Endlage verschoben wird. Dabei bildet der Ventilstutzen 28 einen die Axialbewegung
des Kolbens 8 begrenzenden Anschlag, so daß der Kolben 8 in einer Endlage zur Ruhe
kommt, in der der Ventilstutzen 28 mit der Ventilöffnung 12 korrespondiert.
[0028] Übersteigt der Flüssigkeitsdruck einen festgelegten Grenzwert, der für die Verschiebung
des Kolbens 8 ausreichen würde, wirkt dieser Überdruck auf die Druckangriffsfläche
31 des Wulstes 29 des Schiebestutzens 27 und schiebt diesen gegen die durch die Schraubenfedern
24 ausgeübte Federkraft axial nach oben, so daß der Entlastungspfad 35 zum Verbindungsraum
19 geöffnet wird. Dabei erzeugt der Bewegungsmelder 38 ein impulsförmiges Signal,
das die Verarbeitungseinheit 39 weitergeleitet wird. Auf diese Weise wird die Häufigkeit
des Öffnens des Druckbegrenzungsventils 3 erfaßt.
[0029] Sinkt der Flüssigkeitsdruck unter den festgelegten Grenzwert, so drücken die Schraubenfedern
24 den Schiebestutzen 27 in seine Schließstellung und die Reinigungsflüssigkeit
strömt nunmehr durch die Ventilöffnung 12 in umgekehrter Richtung durch die Vorrichtung
1 und die zu reinigenden Rohrleitungen, bis die Reinigungskörper R die Öffnungen 15
in der Stirnseite 16 des Kolbens 8 verschließen und sich der oben beschriebene Umschaltvorgang
in umgekehrter Richtung wiederholt.
1. Vorrichtung zum Reinigen von Rohrleitungen mit einem Vierwege-Umschaltventil mit
Gehäuse, das einen Zulaufanschluß und Ablaufanschluß für eine Reinigungsflüssigkeit
und Anschlußeinrichtungen für die Rohrleitungen sowie eine Buchse zur Aufnahme eines
sich unter dem Einfluß von in der Reinigungsflüssigkeit mitgeführten Reinigungskörpern
selbsttätig verschiebbaren Kolbens aufweist, wobei der Kolben an seinem Umfang zwei
axial versetzte Ventilöffnungen aufweist, die je über einen Kanal mit einer Kolben-Stirnseite
verbunden sind, und abwechselnd mit dem Zulaufanschluß und dem Ablaufanschluß in
Verbindung kommen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufanschluß (5) mit einem Druckbegrenzungsventil
(3) verbunden ist, das einen mit dem Ablaufanschluß (6) verbundenen Entlastungspfad
(35) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil
(3) mit dem Ventilgehäuse (4) zu einer Baueinheit verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil
(3) in den Zulaufanschluß (5) eingesetzt ist und der Entlastungspfad (35) in einen
den Kolben (8) umgebenden ablaufseitigen Verbindungsraum (19) mündet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil
(3) in den Zulaufanschluß (5) eingesetzt ist und einen Ventilstutzen (28) aufweist,
der bis zu den Ventilöffnungen (11, 12) ragt.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil
(3) einen gehäusefesten Ventilstutzen (28) und einen axial beweglichen, hohlzylindrischen
Schiebestutzen (27) aufweist, der an einer Stufe eine mit Zulaufdruck beaufschlagbare
Druckangriffsfläche (31) trägt und in Gegenrichtung von einer Federkraft belastet
ist, wobei der Ventilstutzen (28) zur Bildung des Entlastungspfades (35) im Bereich
des Verbindungsraumes (19) Entlastungsöffnungen trägt, die in Schließstellung des
Druckbegrenzungsventils (3) durch den Schiebestutzen (27) verschlossen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiebestutzen (27)
an seiner Außenseite einen radial verlaufenden Wulst (29) trägt, dessen eine Seite
die Druckangriffsfläche (31) bildet und auf dessen gegenüberliegende Seite die Federkraft
wirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiebestutzen
(27) und der Ventilstutzen (28) in einem mit dem Ventilgehäuse (4) lösbar verbundenen
Flanschgehäuse (21) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft
durch eine Mehrzahl von Schraubenfedern (24) erzeugbar ist, die in gehäusefesten
Führungsbohrungen (23) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wulst
(29) des Schiebestutzens (27) und eine Stirnseite (36) des Ventilstutzens (28) mit
einem Stützring (37) abgedeckt sind, auf den die Schraubenfedern (24) wirken.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilstutzen (28) über ein Gewinde (33) in den Zulaufanschluß (5) eingeschraubt und
mit einer Kontermutter (34) arretiert ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbindungsraum (19) durch eine radiale Vertiefung (18) des Kolbens (8) zwischen seinen
Stirnseiten (16, 17) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilöffnungen (11,
12) in einem Bereich der radialen Vertiefung (18) des Kolbens (8) angeordnet sind,
der durch eine Abflachung eines Zylinderabschnitts gebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckbegrenzungsventil (3) einen Bewegungsmelder (38) aufweist, der beim Schließen
und/oder beim Öffnen des Druckbegrenzungsventils (3) ein impulsförmiges Signal erzeugt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckbegrenzungsventil (3) aus einer hart-coatierten Aluminium-Legierung besteht.