| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 380 087 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.09.1992 Patentblatt 1992/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.01.1990 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A45D 19/10 |
|
| (54) |
Vorrichtung zum rückwärtigen Waschen von Haar
Device for washing the hair from behind
Dispositif pour laver les cheveux avec bac pour la partie postérieure de la tête
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT DE DK ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
26.01.1989 DE 8900844 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
01.08.1990 Patentblatt 1990/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Wella Aktiengesellschaft |
|
64295 Darmstadt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Tinius, Michael
D-7915 Elchingen 1 (DE)
- Patzak, Peter
D-6109 Mühltal 4 (DE)
- Mattis, Hans-Werner
D-6100 Darmstadt (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 183 001 US-A- 3 322 349
|
DE-B- 1 291 064
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum rückwärtigen Waschen von Haar mit einem
Waschbecken, das von einer Standsäule getragen wird, wobei in Nähe des Beckenrands
eine Wascharmatur angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-B- 1 291 064 bekannt.
[0003] Vorrichtungen dieser Art werden üblicherweise in Friseursalons benutzt. Bei einer
solchen bekannten Vorrichtung ist das Waschbecken drehbar und die Wascharmatur über
einen Tragarm ortsfest mit der Standsäule verbunden. Dadurch ist die Halsmulde des
Waschbeckens relativ zur Wascharmatur verdrehbar, wodurch ein Friseurkunde sich nicht
nur gegenüber der Wascharmatur, sondern je nach räumlichen Gegebenheiten sich auch
links- oder rechtsseitig davon positionieren kann. Je nach Sitzposition des Friseurkundens
an der Vorrichtung und in Abhängigkeit davon, ob es sich beim Friseur um einen Rechts-
oder Linkshänder handelt, kommt es häufig vor, daß die Wascharmatur mit der Handbrause
von der Handhabung her ungünstig positioniert ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gattungsgleiche Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bzw. 7 zu schaffen, bei der die Wascharmatur unabhängig von der Sitzposition
des Friseurkunden und unabhängig von der individuellen Arbeitsstellung des Friseurs
optimal zu handhaben ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 und 7 gelöst. Dadurch
kann die Wascharmatur in Beckenrandnähe innerhalb eines wahlweisen Dreh- oder Verschiebebereichs
positioniert werden. Dies ist dann besonders vorteilhaft, daß sowohl Rechts- wie auch
Linkshänder die Armatur individuell positionieren können. Außerdem kann das Haar eines
Friseurkunden durch entsprechende Positionierung der Wascharmatur gezielt rechts-
und linksseitig gewaschen werden. Auch kann die Armatur zwischendurch in eine die
Bewegungsfreiheit des Friseurs nicht störende Position gebracht werden.
[0006] Durch einen unbeschränkten Drehbereich des Tragarms wird erreicht, daß die Wascharmatur
ebenfalls aus jeder Position heraus frei drehbar bzw. positionierbar ist. Durch diese
Maßnahmen ist besonders in einem beengten Friseursalon eine optimale Arbeitsposition
des Friseur und eine optimale Sitzposition des Friseurkunden möglich.
[0007] Damit sich nicht ungewollt die Position der Wascharmatur verstellen kann, ist der
Tragarm mit einer Arretierungseinrichtung versehen.
[0008] Durch eine die Wascharmatur aufweisende und leicht abschüssig in das Becken hineinragende
Plattform wird etwaiges Spritzwasser im Bereich der Armatur in das Becken hineingeleitet.
[0009] In einer Weiterbildung der Lösung mit einer Führungsschiene ist zur Begrenzung des
Verschiebewegs jeweils am Ende der Schiene ein Anschlag vorgesehen. Für eine maximale
Verschiebeweglänge kann die Schiene bis in Nähe der Halsmulde vorgesehen werden.
[0010] In handhabungsvorteilhafter Weise ist die Plattform mit einer Waschmittelaufnahme
versehen, wodurch ein Waschmittel immer bequem für den Friseur zur Hand ist.
[0011] In einer Weiterbildung der Erfindungen ist vorgesehen, daß das Waschbecken für einen
Drehbereich von mindestens 180 Grad um die Säulenachse vorgesehen ist, wodurch vorteilhafterweise
das Waschbecken einen Freiheitsgrad erhält und dadurch die Sitzposition des Friseurkunden
innerhalb dieses Bereichs frei wählbar ist. Ein noch größerer Freiheitsgrad wird dadurch
erreicht, wenn ein Drehbereich des Waschbeckens von 270 Grad vorgesehen wird. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Drehbereich unbeschränkt ist, wodurch das Waschbecken
aus jeder Position heraus frei drehbar bzw. positionierbar ist.
[0012] Die Erfindung wird anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
[0013] Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Vorrichtung mit einem drehbaren Armaturarm;
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die erste Vorrichtung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Vorrichtung mit einer Armaturführungsschiene;
Fig. 4 eine Seitenansicht auf die zweite Vorrichtung.
[0014] In der Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum rückwärtigen Waschen von Haar dargestellt.
Mit Ausnahme einer Halsmulde 2 eines Waschbeckens 3, ist der Beckenrand 4 vollkreisförmig
ausgestaltet. Das Waschbecken 3 wird von einer Standsäule 5 getragen, die im allgemeinen
wegen der Wasserinstallation ortsfest angeordnet ist. Über dem Beckenrand 4 ist eine
eine Wascharmatur 6 aufweisende Plattform 7 angeordnet, die mit der Säule 5 durch
einen Tragarm 8 verbunden ist, wobei der Tragarm 8 mit der Säule 5 über ein Drehgelenk
9 verbunden ist. Gegenüber der Halsmulde 2 ist ein symmetrischer Drehbereich des Tragarms
8 von mindestens 180 Grad vorgesehen. Dadurch kann die Wascharmatur 6 individuell
um die Achse X der Standsäule 5 positioniert werden. Eine zusätzliche Verstellmöglichkeit
ergibt sich dadurch, daß das Waschbecken 3 drehbar um die Säulenachse X ausgebildet
ist. Die Plattform 7 ist mit einer Aufnahme für eine herausnehmbare Handbrause 10
und mit einer Mischarmatur 11 versehen, wobei zusätzlich eine Aufnahme 12 für ein
Waschmittel vorgesehen ist. Zur Begrenzung eines vorgegebenen Drehwinkelbereichs Y
ist das Drehgelenk 9 mit einem Anschlagstift 13 versehen, der mit Anschlägen 14, 15
korrespondiert.
[0015] Weitere Einzelheiten gehen aus der Fig. 2 hervor. So ist zu der Mischarmatur 11 eine
Heiß- und Kaltwasserleitung 16, 17 vorgesehen, die innerhalb der Standsäule 5 koaxial
drehbar zu der Säulenachse X angeordnet ist. Von der Mischarmatur 11 führt ein Schlauch
18 zu der Handbrause 10. Zum Feststellen des eingestellten Winkels der Wascharmatur
6 relativ zu dem Waschbecken 3 ist eine Arretierungseinrichtung 19 vorgesehen, wobei
mittels eines Exzenterhebels 20 über eine Betätigungsstange 21 ein Gummifuß 22 gegen
die Außenwand des Waschbeckens 3 gedrückt wird. Die Leitungen 16, 17 sind innerhalb
der Säule 5 - wie auch ein nicht dargestellter Beckenabfluß - drehbar ausgebildet.
[0016] Die Fig. 3 und 4 zeigen als zweite Lösung eine Vorrichtung 1′, wobei ein Waschbecken
3′ von einer Standsäule 5′ getragen wird. In Nähe eines Beckenrands 4′ ist eine Wascharmatur
6′ angeordnet, die zum Verschieben entlang des oberen Beckenrands 4′ mit einer Führungsschiene
23 versehen ist. Zur Begrenzung des Verschiebewegs der Armatur 6′ ist die Führungsschiene
23 mit zwei Anschlägen 24, 25 versehen. Die Führung der Armatur 6′ mittels der Schiene
23 kann schlitten- oder wagenartig vorgesehen werden. In diesem Ausführungsbeispiel
ist eine schlittenartige Führung 26 gestrichelt angedeutet, wobei die Schiene 23 einen
rechteckförmigen Querschnitt aufweist. Die Schiene 23 wird von vier Tragarmen 27 gehalten,
die an einem Befestigungsring 28 befestigt sind. Anstelle des rechteckförmigen Querschnitts
der Schiene 23 können natürlich auch andere (abgerundete) Profile vorgesehen werden
wie auch eine nicht dargestellte Doppelschiene.
1. Vorrichtung (1) zum rückwärtigen Waschen von Haar mit einem Waschbecken (3) mit folgenden
Merkmalen:
- gegenüber einer Halsmulde (2) ist ein Beckenrand (4) mindestens halbkreisförmig
ausgestaltet;
- das Waschbecken (3) wird von einer Standsäule (5) gegetragen;
- in Nähe des Beckenrands (4) ist eine Wascharmatur (6) angeordnet, die mit der Säule
(5) durch einen Tragarm (8) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragarm (8) mit der Säule (5) über ein Drehgelenk (9) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des Drehwinkelbereichs (Y) des Tragarmes (8) die Säule (5) mit
zwei Drehanschlägen (14, 15) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehwinkelbereich (Y) von mindestens 180 Grad vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (8) mit einer Arretierungseinrichtung (19) gegen Verdrehen gegenüber
dem Waschbecken (3) versehen ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wascharmatur (6) mit einer Plattform (7) versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (7) mit einer Waschmittelaufnahme (12) versehen ist.
7. Vorrichtung (1′) zum rückwärtigen Waschen von Haar mit einem Waschbecken (3′), das
von einer Standsäule (5′) getragen wird, und daß in Nähe des Beckenrands (4′) eine
Wascharmatur (6′) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschieben der Armatur (6′) entlang des oberen Beckenrands (4′) eine Führungsschiene
(23) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des Verschiebewegs der Armatur (6′) die Führungsschiene (23) mit
zwei Anschlägen (24, 25) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (23), mit Ausnahme der Seite der Halsmulde (2′), um das Becken
(3′) herum angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Armatur (6′) mit einer Waschmittelaufnahme (12) versehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschbecken (3) für einen Drehbereich von mindestens 180 Grad um die Säulenachse
(X) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehbereich von 270 Grad vorgesehen ist.
1. A device (1) for washing the hair from behind, having a wash basin (3) with the following
features:
- a basin rim (4) is formed so as to be at least semi-circular in relation to a neck
recess (2);
- the wash basin (3) is supported by a vertical column (5);
- a washing fitting (6), which is connected to the column (5) by a carrying arm (8),
is arranged in proximity to the basin rim (4),
characterised in that the carrying arm (8) is connected to the column (5) via
a swivel joint (9).
2. A device according to claim 1, characterised in that the column (5) is provided with
two rotation stops (14, 15) for limiting the angular range of rotation (Y) of the
carrying arm (8).
3. A device according to claim 2, characterised in that an angular range of rotation
(Y) of at least 180 degrees is provided.
4. A device according to at least one of the preceding claims, characterised in that
the carrying arm (8) is provided with a securing arrangement (19) [to guard] against
torsion in relation to the wash basin (3).
5. A device according to at least one of the preceding claims, characterised in that
the washing fitting (6) is provided with a platform (7).
6. A device according to claim 5, characterised in that the platform (7) is provided
with a receptacle (12) for a washing agent.
7. A device (1′) for washing the hair from behind, having a wash basin (3′) which is
supported by a vertical column (5′), and in that a washing fitting (6′) is arranged
in proximity to the basin rim (4′), characterised in that a guide rail (23) is provided
for displacing the fitting (6′) along the upper basin rim (4′).
8. A device according to claim 7, characterised in that the guide rail (23) is provided
with two stops (24, 25) for limiting the path of displacement of the fitting (6′).
9. A device according to claim 7, characterised in that the guide rail (23) is arranged
around the basin (3′) except on the side having the neck recess (2′).
10. A device according to claim 7, characterised in that the fitting (6′) is provided
with a receptacle (12) for a washing agent.
11. A device according to claim 1 or 7, characterised in that the wash basin (3) is provided
for a range of rotation of at least 180 degrees about the column axis (X).
12. A device according to claim 11, characterised in that a range of rotation of 270 degrees
is provided.
1. - Dispositif (1) pour laver les cheveux de l'arrière, comportant une vasque (3)
présentant les caractéristiques suivantes :
- face à une découpe (2) pour le cou, un bord (4) de la vasque est au moins semi-cylindrique
;
- la vasque (3) est supportée par une colonne (5) ;
- à proximité du bord (4), il est prévu une robinetterie (6) qui est reliée à la colonne
(5) par un bras de support (8),
caractérisé en ce que le bras de support (8) est relié à la colonne (5) par une
articulation tournante (9).
2. - Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour limiter la plage
angulaire de rotation (Y) du bras de support (8), la colonne (5) est pourvue de deux
butées de rotation (14, 15).
3. - Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu une plage
angulaire de rotation (Y) d'au moins 180 degrés.
4. - Dispositif selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le bras de support (8) est pourvu d'un dispositif d'arrêt (19) contre une rotation
par rapport à la vasque (3).
5. - Dispositif selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en
ce que ta robinetterie (6) est pourvue d'une plate-forme (7).
6. - Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la plate-forme (7)
est pourvue d'un logement de shampooing (12).
7. - Dispositif (1′) pour laver les cheveux de l'arrière comportant une vasque (3′)
qui est portée par une colonne (5′) et dans lequel il est prévu une robinetterie (6′)
à proximité du bord (4′) de la vasque, caractérisé en ce que pour déplacer la robinetterie
(6′) le long du bord supérieur (4′) il est prévu un rail de guidage (23).
8. - Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que pour limiter le parcours
de coulissement de la robinetterie (6′), le rail de guidage (23) est pourvu de deux
butées (24, 25).
9. - Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le rail de guidage
(23) est placé tout autour de la vasque (3′), sauf du côté de la découpe (2′).
10. - Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la robinetterie (6′)
est pourvue d'un logement de shampooing (12).
11. - Dispositif selon la revendication 1 ou 7, caractérisé en ce que la vasque (3)
est prévue pour une plage de rotation d'au moins 180 degrés autour de l'axe (S) de
la colonne.
12. - Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il est prévu une
plage de rotation de 270 degrés.

