[0001] Die Erfindung betrifft einen Meßwagen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Meßwagen dienen zur Aufnahme, Halterung und zum Abstellen von Meßgeräten, Kabeln,
Kleinteilen, Plottern, Drucker, etc. und als Arbeitstisch. Je nach Einsatz von Meßwagen
sind teilweise Geräte und Hilfseinrichtungen stationär eingebaut, andere Geräte wiederum
für einen mobilen Einsatz auf oder im Meßwagen abgestellt.
[0003] Meßwagen werden als insgesamt mobile Meßstationen in Forschung, Entwicklung und für
Wartungen eingesetzt. Aufgrund des mobilen Einsatzes soll ein Meßwagen möglichst kompakt
aufgebaut sein, damit auch bei beengten Platzverhältnissen ein Einsatz möglich ist
und insbesondere auch Fahrten durch schmale Werkstattgänge zum Einsatzort möglich
sind. Trotz des kompakten Aufbaus soll viel Platz zur Unterbringung von Geräten und
Teilen vorhanden sein, die möglichst ohne viele zusätzliche Aufbauarbeiten am Meßort
bedienbar sein sollen.
[0004] Weiter soll ein Meßwagen eine hohe Tragkraft aufweisen, damit auch schwerere Gegenstände
aufgenommen und abgestellt werden können, so daß der Einsatz für eine Vielzahl von
unterschiedlichen Einbauten gewährleistet ist. Eine weitere Forderung besteht in
einer hohen Standfestigkeit, insbesondere beim Meßvorgang.
[0005] Alle diese für einen universellen Einsatz und eine gute Handhabung wünschenswerten
Eigenschaften eines Meßwagens werden von bekannten Meßwagen nur unzureichend erfüllt:
[0006] Die in Werkstätten und der Industrie benutzten Meßwagen werden oft für spezielle
Anwendungsfälle mit großem Aufwand als Einzelanfertigungen hergestellt. Ein universeller
Einsatz mit unterschiedlichen Bestückungen und der Möglichkeit zum Aufrüsten oder
Umrüsten ist dabei meist nicht mehr gegeben. Andererseits werden häufig auch einfache,
fahrbare Regale oder Regaltische verwendet, in denen die Meßgeräte und Zusatzteile
einfach abgestellt sind. Bei solchen Einfachlösungen fehlt der Fußfreiraum für einen
Sitzplatz und die Geräte sind meist nur mit Mühe anzuschließen und zu bedienen oder
müssen zu ihrem Aufbau und Anschluß aus dem mobilen Meßwagen entnommen werden, wodurch
ein solcher Meßwagen im wesentlichen dann nur als fahrbares Transportregal dient.
[0007] Für andere Einsatzfälle, d.h. nicht als Meßwagen, sind fahrbare Tische und Regale
mit schwenkbaren und klappbaren Zusatzregalen und Abstellflächen bekannt:
[0008] Ein bekannter Wagen für eine Photo- und Videothek (DE-OS 28 49 707) besteht aus einer
geschlossenen Kiste, die auf Rädern verfahrbar ist und an deren Schmalseite zwei ausschwenkbare
Türen angebracht sind. Diese Türen sind an ihren freien Unterkanten durch Stützräder
abgestützt und tragen zur Innenseite hin gerichtete Öffnungen, in denen Regalböden
angebracht sind. Ersichtlich ist durch diese Art der Konstruktion nur ein geringer
Teil des Volumens des geschlossenen Behälters als ausklappbarer Stauraum verwendbar.
Zudem sind durch die geschlossene Bauweise verstaute Teile in den Tür-Regalen nicht
gut zugänglich, so daß die Anordnung als Meßwagen nicht geeignet ist.
[0009] Eine schwenkbare, bekannte Schreibtisch-Zusatzplatte (DE-OS 31 21 023) ist über ein
Scharnier mit einer Eckstütze des ansonsten stationären Schreibtisches verbunden.
Die Schreibtisch-Zusatzplatte ist nach unten zum Boden hin durch eine zentrale Stütze
über ein Rad abgestützt. Eine solche Konstruktion führt nicht zur erforderlichen
Stabilität und Vibrationsfreiheit einer Zusatzarbeitsplatte, wie sie für Meßzwecke
und den rauhen Werkstattbetrieb erforderlich ist. Bei einem (offenbar nicht beabsichtigten)
Einschwenken der Schreibtisch-Zusatzplatte unter den Schreibtisch müßten wegen der
geometrischen Verhältnisse Gegenstände auf der Zusatzplatte abgeräumt werden, was
bei einem fahrbaren Meßwagen gerade nicht der Fall sein soll. Eine andere, ebenfalls
schwenkbare Zusatzarbeitsplatte für einen Schreibtisch ist aus der US-PS 28 54 309
bekannt. Auch hier treffen im wesentlichen die vorstehenden Ausführungen zu.
[0010] Ein weiter bekannter Büroarbeitstisch (EP-PS 0 172 206) besteht aus einer Haupttischplatte
mit Tischuntergestell zum Abstellen einer Rechnerzentraleinheit und einer Druckertischplatte
mit einem fahrbaren Tischgestell, das am Tischgestell für die Haupttischplatte angelenkt
ist und die zum Abstellen eines Druckers dient. Die Druckertischplatte kann über dessen
zentral abgestütztes Tischgestell unter die Haupttischplatte eingefahren werden. Da
hier die Abmessungen durch die vorgegebene Funktion vorgegeben sind, ist es nicht
erforderlich, das Volumen unter der Haupttischplatte als Stauraum lediglich für den
Drucker voll auszunützen. Die vorstehende Konstruktion weist nur je eine seitliche
Tischstütze am Haupttisch auf, wodurch die für einen Meßtisch erforderliche Stabilität,
Standfestigkeit und Vibrationsfreiheit nicht erreichbar ist. Das gleiche gilt für
die zentrale Abstützung des Druckertisches. Durch die Anlenkung des Druckertischgestells
an der in der Mitte der Schmalseite liegenden Tischstütze des Haupt tisches ist eine
sinnvolle Verwendung der Anordnung lediglich dann möglich, wenn der Haupttisch und
der Druckertisch in einer Linie ausgeschwenkt sind; bei einem Ausschwenkwinkel von
90° oder einem noch kleineren Winkel liegt ein erheblicher Teil der Druckertischplatte
noch unterhalb der Haupttischplatte, so daß der Drucker in einer solchen Anordnung
nicht gut zugänglich ist. Eine entsprechende Anordnung wäre daher für einen universell
einsetzbaren Meßwagen ungünstig.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Meßwagen zu schaffen, der kompakt ist, über einen
großen Stauraum verfügt, eine gute Stabilität und Standfestigkeit aufweist und der
universell einsetzbar ist.
[0012] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Gemäß Anspruch 1 ist bei einem Meßwagen auf einem fahrbaren Tischgestell eine rechteckige
Tischplatte bestimmter Tischlänge und Tischbreite angebracht. Erfindungsgemäß ist
das Tischgestell mit vier Tischbeinen bzw. senkrechten Tischstützen an den vier Ecken
der Tischplatte aufgebaut, wobei unterhalb der Tischplatte ein Freiraum vorgesehen
ist und die Tischbreite so gewählt ist, daß wenigstens die erforderliche Beinfreiheit
für einen Sitzplatz vorliegt. Im Bereich der vier Tischecken sind an senkrechten Achsen
schwenkbar gelagerte Räder angebracht.
[0014] Weiter ist wenigstens ein schwenkbares Seitenregal vorgesehen, das einen Rahmen
aufweist, der eine erste senkrechte Regalstütze enthält. Diese Regalstütze ist über
Scharniere mit senkrechter Scharnierachse mit einer Tischstütze verbunden. Weiter
ist eine zweite, senkrechte Regalstütze vorgesehen, die durch wenigstens eine Strebe
in einem etwa der Tischlänge entsprechenden Abstand gehalten wird. An der Unterseite
der zweiten Regalstütze ist ebenfalls ein Rad angebracht. Die Scharniere sind so angeordnet,
daß der Rahmen des Seitenregals an die Tischlängsseite mit seiner zweiten Regalstütze
heranschwenkbar ist und dort parallel zum Tisch anliegt.
[0015] Am Rahmen des Seitenregals sind je nach Anwendung verschiedene Ablagen, insbesondere
Regalböden und Einbauten angebracht, die in Richtung auf die Tischlängsseite vom Rahmen
abstehen, so daß sie und darauf abgestellte Gegenstände in den Freiraum unter die
Tischplatte mit dem Seitenregal von der Tischlängsseite her einschwenkbar sind.
[0016] Mit einer solchen Anordnung wird eine sehr kompakte Ausführung eines Meßwagens erreicht,
bei der grundsätzlich der gesamte Freiraum unter dem Tischgestell durch das Seitenregal
als Stauraum ausnützbar ist. Insbesondere kann der Meßwagen relativ schmal ausgeführt
sein, so daß er gut durch schmale Gänge in Werkstätten und Fertigungsbetrieben transportierbar
ist.
[0017] Die Konstruktion ist offen, d.h. daß die im Seitenregal abgestellten Geräte auch
im eingeschwenkten Zustand des Seitenregals noch zugänglich sind bzw. Schubläden,
Fächer, etc. sollen von zwei Seiten her öffenbar sein. Der Meßwagen ist somit bei
sehr beengten Platzverhältnissen auch als einfacher (nicht ausschwenkbarer) Regalwagen
benutzbar, wie dies bisher mit den eingangs erwähnten, einfachen Meßwagen geschieht.
[0018] Am Meßort selbst steht aber üblicherweise etwas mehr Platz zur Verfügung, so daß
das Seitenregal je nach Bedarf in einem Winkel, bevorzugt etwa senkrecht zum Tischgestell,
ausgeschwenkt werden kann. Dadurch erhält der Meßwagen über das Seitenregal als Ausleger
eine hohe Stabilität, Standsicherheit und geringe Vibrationsneigung. Die Geräte im
Seitenregal werden auch schon bei kleinem Ausklappwinkel gut zugänglich und an der
Schmalseite öffnet sich unter dem Tischgestell ein Raum, der die erforderliche Beinfreiheit
für einen Sitzplatz schafft, so daß ein bequemer Arbeitsplatz unter Einbeziehung der
Tischplatte, z.B. zur Erstellung von Meßprotokollen, etc. erhalten wird.
[0019] Der Meßwagen ist mit unterschiedlichen Geräten ausrüstbar und nachrüstbar ebenso
mit Kabelkanälen, Schubladen, Fächern, Regalböden, etc. Der Meßwagen ist somit für
eine Vielzahl von Einsätzen geeignet.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es nach Anspruch 2, zwei gegenüberliegende, schwenkbare
Seitenregale vorzusehen. Dadurch ergeben sich zwei ausschwenkbare "Ausleger" mit
weit außen liegenden Abstützrädern, so daß die Standsicherheit und Stabilität nochmals
deutlich erhöht wird. Zudem kann der Stauraum unter dem Tischgestell mit zwei Seitenregalen
besser und zweckmäßiger ausgenützt werden.
[0021] Mit den Merkmalen des Anspruchs 3 wird ein in sich geschlossener Tischgestellrahmen
vorgeschlagen, der mechanisch stabil ist und bei dem die Stirnseiten keine Streben
im Fußraum aufweisen, so daß dort ein bequemer Sitz- und Arbeitsplatz gebildet ist.
Die unteren Längsträger an der Tischlängsseite stören nicht, da das Seitenregal bzw.
dessen Rahmen lediglich an den Tisch herangeschwenkt wird. Fertigungstechnisch besonders
günstig, optisch gut aussehend und ohne Verletzungsgefahr durch Kanten und Ecken wird
das Tischgestell nach Anspruch 4 aus einem Stahlrohr mit Rundungen gebogen.
[0022] Entsprechend zweckmäßig ist es, nach Anspruch 5 die Strebe am Rahmen des Seitenregals
als unteren Längsträger auszubilden und nach Anspruch 6 auch diesen Rahmen mit Rundungen
aus Stahlrohr herzustellen.
[0023] Nach Anspruch 7 soll die Tischplatte in der Breitseite das Tischgestell um die Stärke
des Regalrahmens überragen, so daß dieser noch unter den Überstand der Tischplatte
eingeschwenkt werden kann.
[0024] Die Regalstützen sollen nach Anspruch 8 in der Höhe etwa der Tischhöhe des Tischgestells
entsprechen, wodurch einerseits eine lange Kante der einen Regalstütze zur Befestigung
der Scharniere vorliegt und die andere Regalstütze so hoch geführt ist, daß sie bequem
als Griff zum Ein- und Ausschwenken des Seitenregals verwendet werden kann.
[0025] Bei der Verwendung von zwei Seitenregalen ist es nach Anspruch 9 zweckmäßig, ein
Seitenregal mit breiteren Regalböden, z.B. für das Abstellen eines Druckers, eines
Rechners oder größeren Meßgeräts und das andere Regal weniger tief bauend vorzusehen,
z.B. für Schubläden, Fächer, Kabelkanäle oder ähnliche, weniger tief bauende Einbauten.
Damit ist eine günstige Platzausnützung verbunden.
[0026] Nach Anspruch 10 wird der oberste Regalboden in einem Abstand von der Tischplatte
so weit nach unten angeordnet, daß darauf abgestellte Gegenstände gut unter die Tischplatte
einschwenkbar sind.
[0027] Auf der Tischplatte können weitere Meßgeräte, z.B. ein Oszillograph, abgestellt sein
oder eine Fläche für Schreibarbeiten frei gehalten werden. Nach Anspruch 11 können
auf der Tischplatte je nach Erfordernis auch fest montierte Aufsätze mit weiteren
Fächern, Schubläden, Einbauten, etc. vorgesehen sein.
[0028] Um beim Fahren des Meßwagens die Seitenregale an einem unbeabsichtigten Ausschwenken
zu hindern, werden mit Anspruch 12 Verbindungseinrichtungen zwischen den aneinanderliegenden
Tisch- und Regalstützen beansprucht. Diese Verbindungseinrichtungen können in verschiedenen,
bekannten Ausführungen hergestellt sein, z.B. durch Riegel, Haken, Magnetverschlüsse,
usw.
[0029] Um eine möglichst feste Verbindung zwischen dem Seitenregal und dem Tischgestell
zu erhalten, sollen nach Anspruch 13 die Scharniere nicht aushängbar sein, sondern
nur mit Werkzeug zu lösen sein. Auch hierzu gibt es eine Reihe von Scharnierausführungen
im Stand der Technik.
[0030] Zweckmäßig wird nach Anspruch 14 wenigstens eines der Räder, bevorzugt jedoch wenigstens
auch die Räder an den Seitenregalen, arretierbar ausgeführt.
[0031] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung mit weiteren Einzelheiten,
Merkmalen und Vorteilen näher erläutert.
[0032] Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Meßwagens mit zwei im 90°-Winkel aufgeschwenkten
Seitenregalen,
Fig. 2 eine Ansicht der Stirnseite des Meßwagens mit eingeschwenkten Seitenregalen,
Fig. 3 eine Ansicht der Breitseite eines Meßwagens bei eingeschwenkten Seitenregalen,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht von oben auf einen Meßwagen mit eingeschwenkten
Seitenregalen,
Fig. 5 eine Draufsicht von oben auf einen Meßwagen bei in einem spitzen Winkel ausgeschwenkten
Seitenregalen und
Fig. 6 eine Draufsicht von oben auf einen Meßwagen bei in einem stumpfen Winkel ausgeschwenkten
Seitenregalen.
[0033] In Fig. 1 ist ein Meßwagen 1 dargestellt mit einem Tischgestell 2 und einer darauf
befestigten Tischplatte 31. Das Tischgestell 3 besteht aus vier senkrechten Tischstützen
4, 5, 6, 7, wobei die Tischstützen 4, 5 und 6, 7 an ihrer Oberseite je durch einen
Querträger 8 und an ihrer Unterseite durch jeweils einen Längsträger 9, 10 verbunden
sind. Das Tischgestell 2 bzw. die Stützen und Träger sind aus einem Stahlrohr mit
Rundungen 11 gebogen. An den Längsträgern 9, 10 sind im Bereich deren Endseiten an
senkrechten Achsen gelagerte Räder 12 angebracht. Auf der Tischplatte 31 ist beispielsweise
ein Oszilloskop 13 aufgestellt.
[0034] An den an einer Schmalseite des Tischgestells 2 gegenüberliegenden Tischstützen
6 und 7 sind je ein schwenkbares Seitenregal 14 und 15 angebracht.
[0035] Jedes Seitenregal 14, 15 hat einen Rahmen 16, 17 aus einer senkrechten, ersten Regalstütze
18, 19, einen unteren, quer verlaufenden Längsträger 20, 21 und einer zweiten senkrechten
Regalstütze 22, 23, wobei die Längsträger 20, 21 in ihrer Länge den Längsträgern 9
und 10 entsprechen.
[0036] Die ersten Regalstützen 18, 19 sind über nur mit Werkzeug lösbare Scharniere 33
mit den Tischstützen 6, 7 schwenkbar so verbunden, daß die Rahmen 16, 17 an das Tischgestell
2 herangeschwenkt werden können. Unterhalb der zweiten Regalstützen 22, 23 an den
Längsträgern 20 und 21 sind in deren äußeren Bereich arretierbare Räder 34 angeordnet.
[0037] Am ersten Regalrahmen 16 sind zwei zum Tischgestell 2 hin weisende Regalböden 24,
25 im Abstand von oben und zueinander angebracht, wobei auf dem oberen Regalboden
24 ein Drucker 26 und am unteren Regalboden 25 eine Kassettenbox 27 steht.
[0038] Am anderen Regalrahmen 17 sind von beiden Seiten zugängliche Schubläden 28 sowie
Aufhängungen 29 zum Befestigen und Aufhängen von Meßleitungen sowie eine Aufnahmerinne
30 für Kabel erkennbar.
[0039] In Fig. 2 ist eine Ansicht von der Stirnseite her mit eingeschwenkten Seitenregalen
14, 15 dargestellt (ohne Geräte). Die Tischplatte 31 hat dabei zur Seite hin je einen
Überstand 32, so daß die Regalrahmen 16, 17 jeweils unter diesen Überstand 32 einklappbar
sind. Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß die Anordnung der Scharniere 33 so getroffen
ist, daß sich die Regalrahmen 16, 17 parallel an die Seiten des Tischgestells 2 anlegen.
In Fig. 3 ist zudem eine Ansicht von der Längsseite dargestellt.
[0040] Der Meßwagen 1 hat folgende Funktion:
[0041] In Fig. 4 ist eine schematische Draufsicht auf den Meßwagen im zusammengeklappten
Zustand dargestellt, bei dem von oben im wesentlichen nur die Tischplatte 31 sichtbar
ist. In die ser Stellung kann der Meßwagen 1 auch durch schmale Gänge geschoben
werden. Bei sehr beengten Verhältnissen am Meßplatz sind aber wegen des seitlich offenen
Aufbaus die dort befindlichen Geräte und Einbauten auch im eingeschwenkten Zustand
o der Seitenregale zugänglich, so daß der Meßwagen auch in dieser Stellung zwar unbequemer
bedienbar, aber dennoch einsatzfähig ist. Mit einem Stuhl 35 kann beispielsweise
an der Stirnseite auch ein Arbeitsplatz geschaffen werden, wobei allerdings unter
dem Tischgestell kaum eine Beinfreiheit gegeben ist.
[0042] In Fig. 5 sind die Seitenregale 16, 17 in einem spitzen Winkel ausgeschwenkt und
der Stuhl 35 an der Stirnseite belassen. Durch das Ausschwenken der Seitenregale
wird unter dem Tischgestell 2 Platz für die Beine frei und die auf den ausgeschwenkten
Seitenregalen 16, 17 angeordneten Geräte, Aufbauten und Zusatzeinrichtungen werden
bequem bedienbar und gut einsehbar. Dies ist die übliche Anordnung für eine Bedienperson.
[0043] Eine ähnliche Anordnung ist in Fig. 1 dargestellt, bei der die Seitenregale 16, 17
etwa in einem 90°-Winkel ausgeschwenkt sind.
[0044] In Fig. 6 sind die Seitenregale 16, 17 noch weiter zu einem stumpfen Winkel ausgeschwenkt.
Dadurch können noch weitere, gut zugängliche Arbeitsplätze in der dargestellten Anordnung
mit weiteren Stühlen 36 und 37 geschaffen werden. Der Stuhl 35 ist dabei an die andere
Stirnseite gestellt, wodurch dieser Arbeitsplatz von den Seitenregalen 16, 17 eingerahmt
wird.
[0045] Zusammenfassend wird festgestellt, daß mit der Erfindung ein Meßwagen vorgeschlagen
wird, der bei guter Stabilität und Standfestigkeit kompakt aufgebaut ist, einen großen
Abstellraum beinhaltet und universell einsetzbar ist.
1. Meßwagen (1) mit einem fahrbaren Tischgestell (2) und einer darauf angebrachten,
rechteckigen, waagrecht liegenden Tischplatte (31) mit bestimmter Tischlänge und
Tischbreite,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tischgestell (2) vier Tischbeine bzw. senkrechte Tischstützen (4, 5, 6, 7)
an den vier Ecken der Tischplatte (31) aufweist und unterhalb der Tischplatte (31)
sonst ein Freiraum vorgesehen ist, wobei die Tischbreite wenigstens der erforderlichen
Beinfreiheit für einen Sitzplatz entspricht,
daß an oder im Bereich der Tischbeinunterseiten, d.h. im Bereich der vier Tischecken
an senkrechten Achsen schwenkbar gelagerte Räder (12) angebracht sind,
daß wenigstens ein schwenkbares Seitenregal (14, 15) vorgesehen ist,
das einen Rahmen (16, 17) aufweist, der eine erste, senkrechte Regalstütze (18, 19)
enthält und diese Regalstütze (18, 19) über Scharniere (33) mit senkrechter Scharnierachse
mit einer Tischstütze (6, 7) verbunden ist und
der eine zweite senkrechte Regalstütze (22, 23) aufweist, die durch wenigstens eine
Strebe (20, 21) in einem etwa der Tischlänge entsprechenden Abstand gehalten wird,
wobei im am oder im Bereich der zweiten Regelstützenunterseite ein an einer senkrechten
Achse gelagertes Rad (34) angebracht ist und die Scharniere (33) so angeordnet sind,
daß der Rahmen (16, 17) an die Tischlängsseite mit seiner zweiten Regalstütze (22,
23) heranschwenkbar ist,
daß am Rahmen (16, 17) des Seitenregals (14, 15) Ablagen, insbesondere Regalböden
(24, 25) und Einbauten (28, 29, 30) angebracht sind, die in Richtung auf die Tischlängsseite
vom Rahmen (16, 17) abstehen, so daß sie und darauf abgestellte Gegenstände (26, 27)
in den Freiraum unter die Tischplatte (31) mit dem Seitenregal (16, 17) von der Tischlängsseite
her einschwenkbar sind.
2. Meßwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den an der Tischbreitseite
gegenüberliegenden Tischstützen (6, 7) je ein schwenkbares Seitenregal (16, 17) angebracht
ist.
3. Meßwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischgestell (2)
dadurch gebildet ist, daß die vier Tischstützen (4, 5, 6, 7) an der oberen Tischbreitseite
durch je einen Querträger (8) verbunden sind und
daß die vier Tischstützen (4, 5, 6, 7) an der unteren Tischlängsseite durch je einen
Längsträger (9, 10) verbunden sind und die Räder (12) im Bereich der Verbindung liegen.
4. Meßwagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischgestell (2) als
Rahmen aus einem gebogenen Stahlrohr hergestellt ist, wobei die Übergänge zwischen
den Tischstützen (4, 5, 6, 7) und den Querträgern (8) und Längsträgern (9, 10) Rundungen
(11) aufweisen.
5. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strebe
am Rahmen (16, 17) des Seitenregals (14, 15) als unterer, waagrecht verlaufender
Längsträger (20, 21) bevorzugt in der Höhe der Tischgestelllängsträger (9, 10) ausgebildet
ist.
6. Meßwagen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16, 17) des Seitenregals
(14, 15) aus einem gebogenen Stahlrohr hergestellt ist, wobei die Übergänge zwischen
den Regalstützen (18, 19, 22, 23) und dem Längsträger (20, 21) Rundungen aufweisen.
7. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte
(31) in der Breitseite das Tischgestell (2) mit einem Überstand (32) um die Stärke
des Regalrahmens überragt.
8. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalstützen
(18, 19, 22, 23) in der Höhe etwa der Tischhöhe des Tischgestells (2) entsprechen.
9. Meßwagen nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Seitenregal
(14) mit breiteren Regalböden (24, 25) und das andere Seitenregal (15) mit weniger
tief bauenden Regalböden bzw. Einbauten (28, 29, 30) ausgeführt ist und die Regalböden
(24, 25) bzw. Einbauten (28, 29, 30) im eingeschwenkten Zustand auch von außen zugänglich
sind.
10. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der oberste
Regalboden (24) im Abstand von oben her angeordnet ist, so daß darauf abgestellte
Gegenstände (26) unter die Tischplatte (31) einschwenkbar sind.
11. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Tischplatte (31) fest montierte Aufsätze angebracht sind.
12. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine
lösbare Verbindungseinrichtung zwischen der zweiten Regalstütze (22, 23) und dem Tischgestell
(2) vorgesehen ist.
13. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere
(33) nicht aushängbar bzw. nur mit Werkzeug lösbar sind.
14. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eines der Räder (12, 34) arretierbar ist.