(19)
(11) EP 0 381 993 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.08.1990  Patentblatt  1990/33

(21) Anmeldenummer: 90101358.1

(22) Anmeldetag:  24.01.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47B 17/03, A47B 31/00, A47B 37/00, A47B 81/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 04.02.1989 DE 3903351

(71) Anmelder: Lichtenauer, Erik
D-85139 Wettstetten (DE)

(72) Erfinder:
  • Lichtenauer, Erik
    D-85139 Wettstetten (DE)

(74) Vertreter: Neubauer, Hans-Jürgen, Dipl.-Phys. 
Fauststrasse 30
85051 Ingolstadt
85051 Ingolstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Messwagen


    (57) Die Erfindung betrifft einen Meßwagen (1) mit einem fahrbaren Tischgestell (2) und einer darauf angebrachten Tischplatte (31). Erfindungsgemäß hat das Tischgestell (2) vier senk­rechte Tischstützen (4, 5, 6, 7) an den vier Ecken, wobei an einer Tischstütze (6, 7) wenigstens ein Seitenregal (14, 15) schwenkbar über Scharniere (33) so angeordnet ist, daß es mit samt allen zur Tischseite hin weisenden Ablagen (24, 25) oder Einbauten (28, 29, 30) von der Längsseite her an das Tischge­stell (2) herangeschwenkt werden kann und die Ablagen und Ein­bauten unter die Tischplatte (31) bzw. in den Freiraum des Tischgestells (2) gelangen. An den Rahmen der Seitenregale (14, 15) ist dazu weit nach außen ein Stützrad (34) ange­bracht. Die erfindungsgemäße Anordnung führt zu einer kom­pakten Ausführung eines Meßwagens mit großem Aufnahmevolmen, einer hohen Stabilität und Standsicherheit und einem univer­sellen Einsatz bei guter Bedienbarkeit.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Meßwagen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Meßwagen dienen zur Aufnahme, Halterung und zum Abstellen von Meßgeräten, Kabeln, Kleinteilen, Plottern, Drucker, etc. und als Arbeitstisch. Je nach Einsatz von Meßwagen sind teilweise Geräte und Hilfseinrichtungen stationär eingebaut, andere Ge­räte wiederum für einen mobilen Einsatz auf oder im Meßwagen abgestellt.

    [0003] Meßwagen werden als insgesamt mobile Meßstationen in Forschung, Entwicklung und für Wartungen eingesetzt. Aufgrund des mobilen Einsatzes soll ein Meßwagen möglichst kompakt auf­gebaut sein, damit auch bei beengten Platzverhältnissen ein Einsatz möglich ist und insbesondere auch Fahrten durch schmale Werkstattgänge zum Einsatzort möglich sind. Trotz des kompakten Aufbaus soll viel Platz zur Unterbringung von Geräten und Teilen vorhanden sein, die möglichst ohne viele zusätzliche Aufbauarbeiten am Meßort bedienbar sein sollen.

    [0004] Weiter soll ein Meßwagen eine hohe Tragkraft aufweisen, damit auch schwerere Gegenstände aufgenommen und abgestellt werden können, so daß der Einsatz für eine Vielzahl von unterschied­lichen Einbauten gewährleistet ist. Eine weitere Forderung be­steht in einer hohen Standfestigkeit, insbesondere beim Meß­vorgang.

    [0005] Alle diese für einen universellen Einsatz und eine gute Hand­habung wünschenswerten Eigenschaften eines Meßwagens werden von bekannten Meßwagen nur unzureichend erfüllt:

    [0006] Die in Werkstätten und der Industrie benutzten Meßwagen wer­den oft für spezielle Anwendungsfälle mit großem Aufwand als Einzelanfertigungen hergestellt. Ein universeller Einsatz mit unterschiedlichen Bestückungen und der Möglichkeit zum Auf­rüsten oder Umrüsten ist dabei meist nicht mehr gegeben. Andererseits werden häufig auch einfache, fahrbare Regale oder Regaltische verwendet, in denen die Meßgeräte und Zusatzteile einfach abgestellt sind. Bei solchen Einfach­lösungen fehlt der Fußfreiraum für einen Sitzplatz und die Geräte sind meist nur mit Mühe anzuschließen und zu bedienen oder müssen zu ihrem Aufbau und Anschluß aus dem mobilen Meßwagen entnommen werden, wodurch ein solcher Meßwagen im wesentlichen dann nur als fahrbares Transportregal dient.

    [0007] Für andere Einsatzfälle, d.h. nicht als Meßwagen, sind fahr­bare Tische und Regale mit schwenkbaren und klappbaren Zusatz­regalen und Abstellflächen bekannt:

    [0008] Ein bekannter Wagen für eine Photo- und Videothek (DE-OS 28 49 707) besteht aus einer geschlossenen Kiste, die auf Rädern verfahrbar ist und an deren Schmalseite zwei ausschwenkbare Türen angebracht sind. Diese Türen sind an ihren freien Unter­kanten durch Stützräder abgestützt und tragen zur Innenseite hin gerichtete Öffnungen, in denen Regalböden angebracht sind. Ersichtlich ist durch diese Art der Konstruktion nur ein geringer Teil des Volumens des geschlossenen Behälters als ausklappbarer Stauraum verwendbar. Zudem sind durch die geschlossene Bauweise verstaute Teile in den Tür-Regalen nicht gut zugänglich, so daß die Anordnung als Meßwagen nicht geeignet ist.

    [0009] Eine schwenkbare, bekannte Schreibtisch-Zusatzplatte (DE-OS 31 21 023) ist über ein Scharnier mit einer Eckstütze des an­sonsten stationären Schreibtisches verbunden. Die Schreib­tisch-Zusatzplatte ist nach unten zum Boden hin durch eine zentrale Stütze über ein Rad abgestützt. Eine solche Konstruk­tion führt nicht zur erforderlichen Stabilität und Vibrations­freiheit einer Zusatzarbeitsplatte, wie sie für Meßzwecke und den rauhen Werkstattbetrieb erforderlich ist. Bei einem (offenbar nicht beabsichtigten) Einschwenken der Schreib­tisch-Zusatzplatte unter den Schreibtisch müßten wegen der geometrischen Verhältnisse Gegenstände auf der Zusatzplatte abgeräumt werden, was bei einem fahrbaren Meßwagen gerade nicht der Fall sein soll. Eine andere, ebenfalls schwenkbare Zusatzarbeitsplatte für einen Schreibtisch ist aus der US-PS 28 54 309 bekannt. Auch hier treffen im wesentlichen die vor­stehenden Ausführungen zu.

    [0010] Ein weiter bekannter Büroarbeitstisch (EP-PS 0 172 206) be­steht aus einer Haupttischplatte mit Tischuntergestell zum Abstellen einer Rechnerzentraleinheit und einer Druckertisch­platte mit einem fahrbaren Tischgestell, das am Tischgestell für die Haupttischplatte angelenkt ist und die zum Abstellen eines Druckers dient. Die Druckertischplatte kann über dessen zentral abgestütztes Tischgestell unter die Haupttischplatte eingefahren werden. Da hier die Abmessungen durch die vorge­gebene Funktion vorgegeben sind, ist es nicht erforderlich, das Volumen unter der Haupttischplatte als Stauraum lediglich für den Drucker voll auszunützen. Die vorstehende Konstruk­tion weist nur je eine seitliche Tischstütze am Haupttisch auf, wodurch die für einen Meßtisch erforderliche Stabilität, Standfestigkeit und Vibrationsfreiheit nicht erreichbar ist. Das gleiche gilt für die zentrale Abstützung des Drucker­tisches. Durch die Anlenkung des Druckertischgestells an der in der Mitte der Schmalseite liegenden Tischstütze des Haupt­ tisches ist eine sinnvolle Verwendung der Anordnung lediglich dann möglich, wenn der Haupttisch und der Druckertisch in einer Linie ausgeschwenkt sind; bei einem Ausschwenkwinkel von 90° oder einem noch kleineren Winkel liegt ein erheb­licher Teil der Druckertischplatte noch unterhalb der Haupt­tischplatte, so daß der Drucker in einer solchen Anordnung nicht gut zugänglich ist. Eine entsprechende Anordnung wäre daher für einen universell einsetzbaren Meßwagen ungünstig.

    [0011] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Meßwagen zu schaffen, der kompakt ist, über einen großen Stauraum verfügt, eine gute Stabilität und Standfestigkeit aufweist und der universell einsetzbar ist.

    [0012] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0013] Gemäß Anspruch 1 ist bei einem Meßwagen auf einem fahrbaren Tischgestell eine rechteckige Tischplatte bestimmter Tisch­länge und Tischbreite angebracht. Erfindungsgemäß ist das Tischgestell mit vier Tischbeinen bzw. senkrechten Tisch­stützen an den vier Ecken der Tischplatte aufgebaut, wobei unterhalb der Tischplatte ein Freiraum vorgesehen ist und die Tischbreite so gewählt ist, daß wenigstens die erforderliche Beinfreiheit für einen Sitzplatz vorliegt. Im Bereich der vier Tischecken sind an senkrechten Achsen schwenkbar ge­lagerte Räder angebracht.

    [0014] Weiter ist wenigstens ein schwenkbares Seitenregal vorgese­hen, das einen Rahmen aufweist, der eine erste senkrechte Re­galstütze enthält. Diese Regalstütze ist über Scharniere mit senkrechter Scharnierachse mit einer Tischstütze verbunden. Weiter ist eine zweite, senkrechte Regalstütze vorgesehen, die durch wenigstens eine Strebe in einem etwa der Tischlänge entsprechenden Abstand gehalten wird. An der Unterseite der zweiten Regalstütze ist ebenfalls ein Rad angebracht. Die Scharniere sind so angeordnet, daß der Rahmen des Seiten­regals an die Tischlängsseite mit seiner zweiten Regalstütze heranschwenkbar ist und dort parallel zum Tisch anliegt.

    [0015] Am Rahmen des Seitenregals sind je nach Anwendung verschiede­ne Ablagen, insbesondere Regalböden und Einbauten angebracht, die in Richtung auf die Tischlängsseite vom Rahmen abstehen, so daß sie und darauf abgestellte Gegenstände in den Freiraum unter die Tischplatte mit dem Seitenregal von der Tischlängs­seite her einschwenkbar sind.

    [0016] Mit einer solchen Anordnung wird eine sehr kompakte Ausfüh­rung eines Meßwagens erreicht, bei der grundsätzlich der ge­samte Freiraum unter dem Tischgestell durch das Seitenregal als Stauraum ausnützbar ist. Insbesondere kann der Meßwagen relativ schmal ausgeführt sein, so daß er gut durch schmale Gänge in Werkstätten und Fertigungsbetrieben transportierbar ist.

    [0017] Die Konstruktion ist offen, d.h. daß die im Seitenregal abge­stellten Geräte auch im eingeschwenkten Zustand des Seiten­regals noch zugänglich sind bzw. Schubläden, Fächer, etc. sollen von zwei Seiten her öffenbar sein. Der Meßwagen ist somit bei sehr beengten Platzverhältnissen auch als einfacher (nicht ausschwenkbarer) Regalwagen benutzbar, wie dies bisher mit den eingangs erwähnten, einfachen Meßwagen geschieht.

    [0018] Am Meßort selbst steht aber üblicherweise etwas mehr Platz zur Verfügung, so daß das Seitenregal je nach Bedarf in einem Winkel, bevorzugt etwa senkrecht zum Tischgestell, ausge­schwenkt werden kann. Dadurch erhält der Meßwagen über das Seitenregal als Ausleger eine hohe Stabilität, Standsicher­heit und geringe Vibrationsneigung. Die Geräte im Seitenregal werden auch schon bei kleinem Ausklappwinkel gut zugänglich und an der Schmalseite öffnet sich unter dem Tischgestell ein Raum, der die erforderliche Beinfreiheit für einen Sitzplatz schafft, so daß ein bequemer Arbeitsplatz unter Einbeziehung der Tischplatte, z.B. zur Erstellung von Meßprotokollen, etc. erhalten wird.

    [0019] Der Meßwagen ist mit unterschiedlichen Geräten ausrüstbar und nachrüstbar ebenso mit Kabelkanälen, Schubladen, Fächern, Regalböden, etc. Der Meßwagen ist somit für eine Vielzahl von Einsätzen geeignet.

    [0020] Besonders vorteilhaft ist es nach Anspruch 2, zwei gegenüber­liegende, schwenkbare Seitenregale vorzusehen. Dadurch er­geben sich zwei ausschwenkbare "Ausleger" mit weit außen liegenden Abstützrädern, so daß die Standsicherheit und Sta­bilität nochmals deutlich erhöht wird. Zudem kann der Stau­raum unter dem Tischgestell mit zwei Seitenregalen besser und zweckmäßiger ausgenützt werden.

    [0021] Mit den Merkmalen des Anspruchs 3 wird ein in sich geschlosse­ner Tischgestellrahmen vorgeschlagen, der mechanisch stabil ist und bei dem die Stirnseiten keine Streben im Fußraum auf­weisen, so daß dort ein bequemer Sitz- und Arbeitsplatz gebil­det ist. Die unteren Längsträger an der Tischlängsseite stö­ren nicht, da das Seitenregal bzw. dessen Rahmen lediglich an den Tisch herangeschwenkt wird. Fertigungstechnisch besonders günstig, optisch gut aussehend und ohne Verletzungsgefahr durch Kanten und Ecken wird das Tischgestell nach Anspruch 4 aus einem Stahlrohr mit Rundungen gebogen.

    [0022] Entsprechend zweckmäßig ist es, nach Anspruch 5 die Strebe am Rahmen des Seitenregals als unteren Längsträger auszubilden und nach Anspruch 6 auch diesen Rahmen mit Rundungen aus Stahlrohr herzustellen.

    [0023] Nach Anspruch 7 soll die Tischplatte in der Breitseite das Tischgestell um die Stärke des Regalrahmens überragen, so daß dieser noch unter den Überstand der Tischplatte eingeschwenkt werden kann.

    [0024] Die Regalstützen sollen nach Anspruch 8 in der Höhe etwa der Tischhöhe des Tischgestells entsprechen, wodurch einerseits eine lange Kante der einen Regalstütze zur Befestigung der Scharniere vorliegt und die andere Regalstütze so hoch ge­führt ist, daß sie bequem als Griff zum Ein- und Ausschwenken des Seitenregals verwendet werden kann.

    [0025] Bei der Verwendung von zwei Seitenregalen ist es nach An­spruch 9 zweckmäßig, ein Seitenregal mit breiteren Regal­böden, z.B. für das Abstellen eines Druckers, eines Rechners oder größeren Meßgeräts und das andere Regal weniger tief bauend vorzusehen, z.B. für Schubläden, Fächer, Kabelkanäle oder ähnliche, weniger tief bauende Einbauten. Damit ist eine günstige Platzausnützung verbunden.

    [0026] Nach Anspruch 10 wird der oberste Regalboden in einem Abstand von der Tischplatte so weit nach unten angeordnet, daß darauf abgestellte Gegenstände gut unter die Tischplatte einschwenk­bar sind.

    [0027] Auf der Tischplatte können weitere Meßgeräte, z.B. ein Oszillograph, abgestellt sein oder eine Fläche für Schreibar­beiten frei gehalten werden. Nach Anspruch 11 können auf der Tischplatte je nach Erfordernis auch fest montierte Aufsätze mit weiteren Fächern, Schubläden, Einbauten, etc. vorgesehen sein.

    [0028] Um beim Fahren des Meßwagens die Seitenregale an einem unbe­absichtigten Ausschwenken zu hindern, werden mit Anspruch 12 Verbindungseinrichtungen zwischen den aneinanderliegenden Tisch- und Regalstützen beansprucht. Diese Verbindungseinrich­tungen können in verschiedenen, bekannten Ausführungen herge­stellt sein, z.B. durch Riegel, Haken, Magnetverschlüsse, usw.

    [0029] Um eine möglichst feste Verbindung zwischen dem Seitenregal und dem Tischgestell zu erhalten, sollen nach Anspruch 13 die Scharniere nicht aushängbar sein, sondern nur mit Werkzeug zu lösen sein. Auch hierzu gibt es eine Reihe von Scharnieraus­führungen im Stand der Technik.

    [0030] Zweckmäßig wird nach Anspruch 14 wenigstens eines der Räder, bevorzugt jedoch wenigstens auch die Räder an den Seiten­regalen, arretierbar ausgeführt.

    [0031] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung mit wei­teren Einzelheiten, Merkmalen und Vorteilen näher erläutert.

    [0032] Es zeigen

    Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Meßwagens mit zwei im 90°-Winkel aufgeschwenkten Seitenregalen,

    Fig. 2 eine Ansicht der Stirnseite des Meßwagens mit einge­schwenkten Seitenregalen,

    Fig. 3 eine Ansicht der Breitseite eines Meßwagens bei einge­schwenkten Seitenregalen,

    Fig. 4 eine schematische Draufsicht von oben auf einen Meß­wagen mit eingeschwenkten Seitenregalen,

    Fig. 5 eine Draufsicht von oben auf einen Meßwagen bei in einem spitzen Winkel ausgeschwenkten Seitenregalen und

    Fig. 6 eine Draufsicht von oben auf einen Meßwagen bei in einem stumpfen Winkel ausgeschwenkten Seitenregalen.



    [0033] In Fig. 1 ist ein Meßwagen 1 dargestellt mit einem Tischge­stell 2 und einer darauf befestigten Tischplatte 31. Das Tischgestell 3 besteht aus vier senkrechten Tischstützen 4, 5, 6, 7, wobei die Tischstützen 4, 5 und 6, 7 an ihrer Ober­seite je durch einen Querträger 8 und an ihrer Unterseite durch jeweils einen Längsträger 9, 10 verbunden sind. Das Tischgestell 2 bzw. die Stützen und Träger sind aus einem Stahlrohr mit Rundungen 11 gebogen. An den Längsträgern 9, 10 sind im Bereich deren Endseiten an senkrechten Achsen gela­gerte Räder 12 angebracht. Auf der Tischplatte 31 ist bei­spielsweise ein Oszilloskop 13 aufgestellt.

    [0034] An den an einer Schmalseite des Tischgestells 2 gegenüberlie­genden Tischstützen 6 und 7 sind je ein schwenkbares Seiten­regal 14 und 15 angebracht.

    [0035] Jedes Seitenregal 14, 15 hat einen Rahmen 16, 17 aus einer senkrechten, ersten Regalstütze 18, 19, einen unteren, quer verlaufenden Längsträger 20, 21 und einer zweiten senkrechten Regalstütze 22, 23, wobei die Längsträger 20, 21 in ihrer Länge den Längsträgern 9 und 10 entsprechen.

    [0036] Die ersten Regalstützen 18, 19 sind über nur mit Werkzeug lös­bare Scharniere 33 mit den Tischstützen 6, 7 schwenkbar so verbunden, daß die Rahmen 16, 17 an das Tischgestell 2 heran­geschwenkt werden können. Unterhalb der zweiten Regalstützen 22, 23 an den Längsträgern 20 und 21 sind in deren äußeren Be­reich arretierbare Räder 34 angeordnet.

    [0037] Am ersten Regalrahmen 16 sind zwei zum Tischgestell 2 hin wei­sende Regalböden 24, 25 im Abstand von oben und zueinander an­gebracht, wobei auf dem oberen Regalboden 24 ein Drucker 26 und am unteren Regalboden 25 eine Kassettenbox 27 steht.

    [0038] Am anderen Regalrahmen 17 sind von beiden Seiten zugängliche Schubläden 28 sowie Aufhängungen 29 zum Befestigen und Aufhän­gen von Meßleitungen sowie eine Aufnahmerinne 30 für Kabel erkennbar.

    [0039] In Fig. 2 ist eine Ansicht von der Stirnseite her mit einge­schwenkten Seitenregalen 14, 15 dargestellt (ohne Geräte). Die Tischplatte 31 hat dabei zur Seite hin je einen Überstand 32, so daß die Regalrahmen 16, 17 jeweils unter diesen Über­stand 32 einklappbar sind. Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß die Anordnung der Scharniere 33 so getroffen ist, daß sich die Regalrahmen 16, 17 parallel an die Seiten des Tischgestells 2 anlegen. In Fig. 3 ist zudem eine Ansicht von der Längsseite dargestellt.

    [0040] Der Meßwagen 1 hat folgende Funktion:

    [0041] In Fig. 4 ist eine schematische Draufsicht auf den Meßwagen im zusammengeklappten Zustand dargestellt, bei dem von oben im wesentlichen nur die Tischplatte 31 sichtbar ist. In die­ ser Stellung kann der Meßwagen 1 auch durch schmale Gänge ge­schoben werden. Bei sehr beengten Verhältnissen am Meßplatz sind aber wegen des seitlich offenen Aufbaus die dort befind­lichen Geräte und Einbauten auch im eingeschwenkten Zustand o der Seitenregale zugänglich, so daß der Meßwagen auch in dieser Stellung zwar unbequemer bedienbar, aber dennoch ein­satzfähig ist. Mit einem Stuhl 35 kann beispielsweise an der Stirnseite auch ein Arbeitsplatz geschaffen werden, wobei allerdings unter dem Tischgestell kaum eine Beinfreiheit gegeben ist.

    [0042] In Fig. 5 sind die Seitenregale 16, 17 in einem spitzen Win­kel ausgeschwenkt und der Stuhl 35 an der Stirnseite belas­sen. Durch das Ausschwenken der Seitenregale wird unter dem Tischgestell 2 Platz für die Beine frei und die auf den ausge­schwenkten Seitenregalen 16, 17 angeordneten Geräte, Auf­bauten und Zusatzeinrichtungen werden bequem bedienbar und gut einsehbar. Dies ist die übliche Anordnung für eine Bedien­person.

    [0043] Eine ähnliche Anordnung ist in Fig. 1 dargestellt, bei der die Seitenregale 16, 17 etwa in einem 90°-Winkel ausge­schwenkt sind.

    [0044] In Fig. 6 sind die Seitenregale 16, 17 noch weiter zu einem stumpfen Winkel ausgeschwenkt. Dadurch können noch weitere, gut zugängliche Arbeitsplätze in der dargestellten Anordnung mit weiteren Stühlen 36 und 37 geschaffen werden. Der Stuhl 35 ist dabei an die andere Stirnseite gestellt, wodurch dieser Arbeitsplatz von den Seitenregalen 16, 17 eingerahmt wird.

    [0045] Zusammenfassend wird festgestellt, daß mit der Erfindung ein Meßwagen vorgeschlagen wird, der bei guter Stabilität und Standfestigkeit kompakt aufgebaut ist, einen großen Abstell­raum beinhaltet und universell einsetzbar ist.


    Ansprüche

    1. Meßwagen (1) mit einem fahrbaren Tischgestell (2) und einer darauf angebrachten, rechteckigen, waagrecht liegen­den Tischplatte (31) mit bestimmter Tischlänge und Tisch­breite,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Tischgestell (2) vier Tischbeine bzw. senkrechte Tischstützen (4, 5, 6, 7) an den vier Ecken der Tisch­platte (31) aufweist und unterhalb der Tischplatte (31) sonst ein Freiraum vorgesehen ist, wobei die Tischbreite wenigstens der erforderlichen Beinfreiheit für einen Sitzplatz entspricht,
    daß an oder im Bereich der Tischbeinunterseiten, d.h. im Bereich der vier Tischecken an senkrechten Achsen schwenk­bar gelagerte Räder (12) angebracht sind,
    daß wenigstens ein schwenkbares Seitenregal (14, 15) vor­gesehen ist,
    das einen Rahmen (16, 17) aufweist, der eine erste, senk­rechte Regalstütze (18, 19) enthält und diese Regalstütze (18, 19) über Scharniere (33) mit senkrechter Scharnier­achse mit einer Tischstütze (6, 7) verbunden ist und
    der eine zweite senkrechte Regalstütze (22, 23) aufweist, die durch wenigstens eine Strebe (20, 21) in einem etwa der Tischlänge entsprechenden Abstand gehalten wird, wobei im am oder im Bereich der zweiten Regelstützenunter­seite ein an einer senkrechten Achse gelagertes Rad (34) angebracht ist und die Scharniere (33) so angeordnet sind, daß der Rahmen (16, 17) an die Tischlängsseite mit seiner zweiten Regalstütze (22, 23) heranschwenkbar ist,
    daß am Rahmen (16, 17) des Seitenregals (14, 15) Ablagen, insbesondere Regalböden (24, 25) und Einbauten (28, 29, 30) angebracht sind, die in Richtung auf die Tischlängs­seite vom Rahmen (16, 17) abstehen, so daß sie und darauf abgestellte Gegenstände (26, 27) in den Freiraum unter die Tischplatte (31) mit dem Seitenregal (16, 17) von der Tischlängsseite her einschwenkbar sind.
     
    2. Meßwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den an der Tischbreitseite gegenüberliegenden Tisch­stützen (6, 7) je ein schwenkbares Seitenregal (16, 17) angebracht ist.
     
    3. Meßwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischgestell (2) dadurch gebildet ist, daß die vier Tischstützen (4, 5, 6, 7) an der oberen Tischbreit­seite durch je einen Querträger (8) verbunden sind und
    daß die vier Tischstützen (4, 5, 6, 7) an der unteren Tischlängsseite durch je einen Längsträger (9, 10) verbun­den sind und die Räder (12) im Bereich der Verbindung lie­gen.
     
    4. Meßwagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischgestell (2) als Rahmen aus einem gebogenen Stahlrohr hergestellt ist, wobei die Übergänge zwischen den Tisch­stützen (4, 5, 6, 7) und den Querträgern (8) und Längsträ­gern (9, 10) Rundungen (11) aufweisen.
     
    5. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Strebe am Rahmen (16, 17) des Seiten­regals (14, 15) als unterer, waagrecht verlaufender Längs­träger (20, 21) bevorzugt in der Höhe der Tischgestell­längsträger (9, 10) ausgebildet ist.
     
    6. Meßwagen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16, 17) des Seitenregals (14, 15) aus einem ge­bogenen Stahlrohr hergestellt ist, wobei die Übergänge zwischen den Regalstützen (18, 19, 22, 23) und dem Längs­träger (20, 21) Rundungen aufweisen.
     
    7. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Tischplatte (31) in der Breitseite das Tischgestell (2) mit einem Überstand (32) um die Stärke des Regalrahmens überragt.
     
    8. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Regalstützen (18, 19, 22, 23) in der Höhe etwa der Tischhöhe des Tischgestells (2) ent­sprechen.
     
    9. Meßwagen nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekenn­zeichnet, daß ein Seitenregal (14) mit breiteren Regal­böden (24, 25) und das andere Seitenregal (15) mit weniger tief bauenden Regalböden bzw. Einbauten (28, 29, 30) ausgeführt ist und die Regalböden (24, 25) bzw. Ein­bauten (28, 29, 30) im eingeschwenkten Zustand auch von außen zugänglich sind.
     
    10. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­zeichnet, daß der oberste Regalboden (24) im Abstand von oben her angeordnet ist, so daß darauf abgestellte Gegen­stände (26) unter die Tischplatte (31) einschwenkbar sind.
     
    11. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge­kennzeichnet, daß auf der Tischplatte (31) fest montierte Aufsätze angebracht sind.
     
    12. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge­kennzeichnet, daß eine lösbare Verbindungseinrichtung zwischen der zweiten Regalstütze (22, 23) und dem Tischge­stell (2) vorgesehen ist.
     
    13. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Scharniere (33) nicht aushängbar bzw. nur mit Werkzeug lösbar sind.
     
    14. Meßwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge­kennzeichnet, daß wenigstens eines der Räder (12, 34) arretierbar ist.
     




    Zeichnung