| (19) |
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(11) |
EP 0 382 146 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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13.11.1996 Patentblatt 1996/46 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.06.1993 Patentblatt 1993/23 |
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Anmeldetag: 05.02.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 51/16 |
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| (54) |
Behälterverschluss mit Innendruckbegrenzer
Container closure with a safety valve
Fermeture de récipient avec valve de dégazage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
06.02.1989 DE 3903509
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.1990 Patentblatt 1990/33 |
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Patentinhaber: |
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- UNILEVER N.V.
3013 AL Rotterdam (NL) Benannte Vertragsstaaten: CH DE ES FR IT LI NL SE
- UNILEVER PLC
London EC4P 4BQ (GB) Benannte Vertragsstaaten: GB
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Erfinder: |
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- Peissl, Dieter
2000 Norderstedt (DE)
- Hackmann, Bernd
2955 Wymmeer (DE)
- Kopp, Jürgen
3142 AN Maasluis (NL)
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| (74) |
Vertreter: Mole, Peter Geoffrey et al |
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UNILEVER PLC
Patent Division
Colworth House
Sharnbrook Bedford MK44 1LQ Bedford MK44 1LQ (GB) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 0 597 045 FR-A- 2 605 293 US-A- 2 298 938 US-A- 3 319 836
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DE-U- 8 534 913 GB-A- 641 201 US-A- 2 626 073 US-A- 4 122 943
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälterverschluß mit Innendruckbegrenzer nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Behälter mit Innendruckbegrenzer werden in verschiedenem
Zusammenhang gebraucht, beispielsweise bei Plastikflaschen, die einen leicht gasenden
Inhalt haben, jedoch nur mit einem relativ niedrigen Innendruck belastet werden dürfen.
Steigt etwa durch Erwärmung und Erschütterungen beim Transport der Innendruck an,
so muß Gas abgelassen werden. Als Beispiel seien Flaschen mit Bleichmittel genannt,
das zur Gasentwicklung neigt, wobei die Flaschen jedoch nicht mit einem nennenswerten
Innen-Überdruck belastet werden sollen.
[0002] Eine Konstruktion zur Druckbegrenzung ist beispielsweise aus der GB-A 2 026 994,
Fig. 4, bekannt, wobei der obere Rand des Behälterhalses als ringförmiger Ventilsitz
dient, auf dem als Ventilkörper eine Gummischeibe aufliegt, die gegen die Federkraft
einer Metallscheibe und der metallenen Behälterkappe vom Behälterhals abheben kann,
so daß das entwickelte Gas zwischen den Rändern des Behälterhalses und der Gummischeibe
hindurchtreten und über einen seitlichen Schlitz in der Kappe entweichen kann. Der
Ansprech-Grenzdruck ist hierbei von der Aufschraubweite des Behälterverschlusses abhängig.
[0003] Im Zusammenhang mit einem Behälter, bei dem nicht die Druckentlastung, sondern die
Abgabe des Behälterinhalts aufgrund von durch Zusammendrücken bewirkten Überdrucks
bezweckt werden soll, ist es aus der US-A 3 319 836, Fig. 4, bekannt, einen aus zwei
im Verbund starren Platten bestehenden Ventilkörper durch metallene Federn gegen den
ringförmigen Ventilsitz zu drücken. Das resultierende Ventil ist vollständig im Behälterverschluß
enthalten. In Abwandlung hiervon kann gemäß US-A 3 319 836, Fig. 1, in Übereinstimmung
mit der Konstruktion nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anstelle der metallenen
Federn auch ein Schwammkörper eingesetzt sein, der die Platten gegen den Ventilsitz
drückt und selbst für das auszupressende Material ausreichend durchlässig ist, daß
es an der Kappenoberseite abgegeben werden kann. Eine ähnliche, aus der DE-GM-Schrift
85 34 913 bekannte Konstruktion ist im Schließglied einer wartungsfreien Autobatterie
enthalten. Der Ventilkörper ist hierbei stempelartig und greift in einen trichterförmigen
Ventilsitz ein, und die Ventilverschlußfläche ist eine schmale Ringfläche, gegebenenfalls
auch nur eine Ringlinie.
[0004] Aus der US-A 4 089 434 ist auch eine eine Entgasung ermöglichende, zwischen der Behälterkappe
und dem oberen Rand des Behälterhalses eingespannte Dichtscheibe bekannt, die aus
einem beiderseits mit einer Folie kaschierten Schwammaterial besteht und oberseits
Rillen aufweist, die auch bei insgesamt starker Zusammenpressung der Scheibe noch
im Bereich der Rillen Stellen mäßiger Zusammenpressung ergeben, die ein örtliches
Abheben der Scheibe vom ringförmigen Ventilsitz und ein Entweichen des Gases durch
das Kappengewinde ermöglichen.
[0005] Aus der CH-A-597045 ist schließlich ein nicht in einem Behälterverschluß integrierter
Innendruckbegrenzer bekannt, bei dem ein Schwammkörper eine Folie gegen eine mit Löchern
versehene Grundplatte drückt und beim Öffnen das Druckmedium am Schwamm vorbei nach
außen entweicht.
[0006] Behälter für solche Flüssigkeiten, die zu den täglichen Verbrauchsgütern gehören,
sind im allgemeinen wenig wertvolle Massenware. Kappenkonstruktionen mit metallnen
Federn oder auch nur mit metallnen Platten, die eingesetzt werden müssen, verteuern
die Konstruktion. Eine Druckbegrenzung mit Hilfe der üblichen Dichtscheibe, die durch
den Überdruck vom Behälterhals weggedrückt wird und einen Weg durch das Gewinde freigibt,
ist andererseits kaum auf einen präzisen Ansprechdruck einzustellen und eignet sich
nur zur Entspannung höherer Drücke.
[0007] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen schon bei niedrigem
Innendruck ansprechenden überaus einfach herstellbaren Behälterverschluß mit Innendruckbegrenzer
zu schaffen. Dies wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung ermöglicht.
Der mit der Folie versehene und als Ventil-Federaggregat wirkende Schwammkörper kann
als Endlosware hergestellt werden, aus der die für den einzelnen Behälterverschluß
benötigten Partien ausgestanzt werden. Das Einsetzen der einzelnen mit der Folie versehenen
Schwammpartien in die Behälter-Schnappkonstruktion ist sehr einfach, der Federkörper
einerseits und der Ventilkörper andererseits brauchen nicht getrennt montiert zu werden.
Die Behälterverschlüsse sind also in billiger Serienfertigung erzeugbar. Der gesamte
Aufbau eignet sich vor allem zur Begrenzung von Innen-Gasdruck, da das entweichende
Gas leicht durch den komprimierten Schwammkörper sickern kann, während eine im Behälter
unter Umständen zusätzlich enthaltene Flüssigkeit weitgehend zurückgehalten wird.
Ein Anliegen des Schwammkörpers ringsum schadet hierbei nicht. Liegt kein die Folie
abhebender Überdruck an, so ist die Abdichtung sehr gut, da ein relativ breiter Ventilsitz
zur Verfügung steht, der eine gute Anlage der Folie zur Folge hat und eine eventuell
fehlerhafte Anlage an einem kleinen Ort unschädlich erscheinen läßt, da dieser Ort
zumeist auf allen Seiten von dicht anliegenden Folienteilen umgeben ist. Der Ansprechdruck,
auch wenn er niedrig ist, läßt sich deshalb einigermaßen genau voreinstellen, zumal
gattungsgemäß der Ventilsitz an einem Teil der Kappe gebildet ist, so daß die Zusammendrückung
des Schwammkörpers nicht von der Aufsetztiefe der Kappe abhängig ist und bei einem
Drehverschluß nicht der Behälterhals oder ähnliche Konstruktionsteile reibend an der
Folie anliegen und den mit der Folie versehenen Schwammkörper verwinden, wobei die
Folie Falten werden könnte und nicht mehr dicht anliegt.
[0008] Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 2 und 3 geben zweckmäßige Konkretisierungen der
erfindungsgemäßen Lehre an, und die Maßnahme nach Anspruch 4 hat zur Folge, daß der
Verschluß seinen Zweck gut erfüllt und das Austreten von Flüssigkeit auch bei liegendem
Behälter verhindert.
[0009] Die Maßnahme nach Anspruch 6 ersetzt die im Normalfall eine Ventilöffnung durch eine
Mehrzahl von Ventilöffnungen, wodurch die Durchlaßfläche vergrößert werden kann, ohne
daß der mit der Folie 4 versehene Schwammkörper bauchig hervortritt.
[0010] Nach den Ansprüchen 7 und 8 können durch baulich sehr einfache Mittel unterschiedliche
Charakteristiken des Ventilverhaltens vorbestimmt werden.
[0011] Weitere Vorteile, Weiterbildungen und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine halbgeschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Behälterverschlusses auf
einem Behälterhals;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung eines beim Behälterverschluß nach Fig. 1 verwendeten Schwammkörpers
in entspanntem Zustand;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform und im Betriebszustand des
Gasablassens;
- Fign. 4 und 5
- Querschitte durch weiterhin abgewandelte Ausführungsformen.
[0012] Auf einem Behälterhals (1), auf den in der Ausführungform nach Fig. 1 noch ein Ausgießereinsatz
(2) eingesetzt ist, sitzt eine aus Kunststoff bestehende Verschlußkappe (3), die mit
einem Schraub- oder einem Bajonettverschluß (4) auf den Behälterhals (1) aufgesetzt
ist. Über Stege (5), die als Zerreißstege die Orginalfüllung des Behälters anzeigen,
ist die Verschlußkappe mit einem am Behälterhals befestigten und dort verbleibenden
Garantiering (6) verbunden.
[0013] Der Behälter, zu dem der dargestellte Behälterverschluß gehört, ist eine Kunststoffflasche
zur Aufnahme eines Wäsche-Bleichmittels. Derartige Mittel neigen zur Gasentwicklung,
was zu einer Aufblähung der Kunststoffflasche führen könnte. Die Verschlußkappe (3)
ist deshalb mit einem Innendruckbegrenzerventil (11) ausgestattet. Zu diesem Zweck
ist in der Oberseite der Kappe, also in deren radialer Deckfläche, eine Entgasungsöffnung
(12) vorhanden, die aus dem Kappeninneren nach außen führt. Der Bereich, in dem sich
die Öffnung (12) befindet, wird - und zwar beim dargestellten Beispiel exzentrisch
- von einem von der Kappen-Deckwand zum Behälter zu vorstehenden Ringflansch (13)
umgeben, auf den eine Abdeckkappe (14) aufgesteckt ist. Diese hat einen im wesentlichen
zylindrischen Steckteil in Form von zwei Ringflanschen (15), (16), zwischen die der
Ringflansch (3) einsteckbar ist. Aufgrund radialer Vorsprünge bzw. Rinnen in den Wänden
der Ringflansche (13) und (15) ergeben sich beim Aufstecken der Abdeckkappe (14) auf
den Ringflansch (13) elastische Verformungen, während anschließend die Abdeckkappe
(14) festsitzt. Die elastischen Verformungen werden durch die Eigenschaften der für
diese Bauteile verwendeten Kunststoffmaterialien ermöglicht. Im scheibenförmigen Boden
(17) der Abdeckkappe (14) befindet sich ein zentrales Loch (18), das eine Öffnung
im Boden bildet. Die Innenfläche (19) des Bodens (17) ist eben und glatt und die Innenfläche
(20) des inneren Ringflanschs (16) der Abdeckkappe (14) ist zylindrisch und glatt.
Das radiale Längenverhältnis zwischen der Öffnung (18) und der Fläche (19) liegt im
Bereich von 1:3,5 bis 1:4, woraus ein Flächenverhältnis von 1:19 bis 1:24 resultiert.
[0014] In dem von der aufgesteckten Abdeckkappe (14) und den angrenzenden Bereichen der
Verschlußkappe (3) begrenzten Raum ist ein Schwammkörper (25) eingesetzt, der an seiner
Unterseite mit einer Polyethylenfolie (26) kaschiert ist, die einen kreisförmigen
Umfang (27) hat. Die Polyethylenfolie (26) überdeckt die gesamte Boden-Innenfläche
(19) und das Loch (18). Der Schwammkörper ist in Fig. 2 in entspanntem Zustand dargestellt,
während ihn die Schnittzeichnung von Fig. 1 zusammengedrückt zeigt. Durch die Zusammenpressung
wird der Schwammkörper auf 1/5 seiner ursprünglichen Länge verkürzt. Diese erhebliche
Zusammenpressung bewirkt, daß die Folie (26) mit nennenswerter Kraft auf die Fläche
(19) gedrückt wird. Sie bewirkt dort eine Abdichtung, die für mäßige Drücke genügt,
einschließlich des Drucks, den das Gewicht des Behälterinhalts im Fall des Kippens
des Behälters ausübt.
[0015] Der Schwammteil des Schammkörpers (25) besteht aus einem Material ausreichender Porosität,
um ein Hindurchsickern des Gases, das aus dem Behälter abgeleitet werden soll, zu
ermöglichen. Der Hinduchtritt von Flüssigkeit erfolgt sehr viel langsamer, und auch
das Eindringen von Fremdkörpern und Fremdmaterialien in den Raum des Ventils (11)
wird durch den Schwammkörper (25) verhindert.
[0016] Als Material für die Folie (26) eignet sich auch Polyamid. Für den Schwammteil des
Schwammkörpers (25) wird Polyetherschaumstoff bevorzugt, mit einer mittleren Rohrdichte
von 72 kg/m
3, und einer Porenzahl von 20 bis 25 pro cm, einer Stauchhärte (nach ISO 3386) von
32kPa.
[0017] Fig. 3, die nur den oberen Teil einer Verschlußkappe zeigt, betrifft eine Ausführungsform,
bei der im scheibenförmigen Boden (17) der Abdeckkappe (14) anstelle des einen Lochs
(18) mehrere Löcher (28) verhanden sind. Diese Löcher sind über die Innenfläche (19)
verteilt, halten jedoch sämtlich einen Mindestabstand vom Ringflansch (16) und damit
vom Rand des Schwammkörpers (25) ein. In der Deckenwand der Abdeckkappe (3) sind mehrere
Entgasungsöffnungen (12) vorhanden, es sind zwei solcher Öffnungen sichtbar. Gemäß
einer weiteren, nicht dargestellten Ausführung können die Entgasungsöffnungen und
die Löcher auch jeweils als Sieb oder Gitter ausgeführt sein.
[0018] Fig. 1 zeigt den drucklosen Zustand und Fig. 3 den Zustand, in dem ein im Behälter
befindlicher Überdruck gerade zu einem Entweichen von Gas führt. Die Folie (26) wird
hierbei zunächst im Bereich der Löcher (28), bei weiter steigendem Druck aber weiter
über der Fläche (19) ausholend von dieser abgehoben, wobei gleichzeitig der kreisförmige
Rand der Folie (26) vom Ringflansch (16) nach innen weggezogen wird. Blasenweise oder
stetig erreicht schließlich das durch die Löcher (28) tretende Gas diesen Rand und
gerät in einen entstandenen Ringraum (30) zwischen dem Schwammkörper (25) und dem
inneren Ringflansch (16). Von dort fließt das Gas durch den zusammengedrückten Schwammkörper
(25) hindurch zu den Entgasungsöffnungen (12).
[0019] Fig. 4 zeigt in einer Teildarstellung entsprechend der von Fig. 3 noch eine Ausführung,
bei der die Unterseite der Abdeckhaube (14) anstelle der ebenen Scheibenform durch
einen konischen Boden (32) gebildet ist, in dessen nach unten vorstehendem Scheitel
sich das Loch (18) befindet. Der im entspannten Zustand gemäß Fig. 2 zylinderförmige
Schwammkörper (25) mit der Polyethylenfolie (26) nimmt hier eine leicht "angespitzte"
Form an, so daß die von ihm ausgeübte Flächenpressung im Bereich des Umfangs (27)
höher ist als in der Nachbarschaft des Lochs (18). Hierdurch hebt sich beim Ansteigen
des Drucks die Folie (26) allmählich von innen nach außen von der Fläche (19) ab,
bis das Gas den Rand erreicht, und legt sich beim Nachlassen des Drucks sauber von
außen nach innen wieder an die Fläche an.
[0020] Fig. 5 zeigt in einer Darstellung entsprechend Fig. 4 einen konischen Boden 32',
der nach innen vorsteht. Der Schwammkörper ist hierbei um das Loch 18 am stärksten
und am Umfang am wenigsten vorgespannt. Ein Gasdruck, der die Folie am Loch 18 anheben
kann, wird deshalb sofort schlagartig als zwischen der Folie (26) und der Fläche (19)
hindurchlaufende Gasblase entladen.
1. Behälterverschluß mit Innendruckbegrenzer, bei dem eine Verschlußkappe (3) wenigstens
eine Druckentlastungsöffnung (12) aufweist, an die sich innen ein vom Inhaltsmedium
durchdringbarer scheibenförmiger Schwammkörper (25) anschließt, der durch seine Kompression
einen flächigen Ventilkörper (26) entgegen dem im Behälterinneren herrschenden Druck
gegen einen Ventilsitz (17) drückt, der an einem Teil (14) der auf den Behälter aufsetzbaren
Verschlußkappe (3) gebildet ist und in dem sich eine Öffnung (18) befindet, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilkörper aus einer für das Inhaltsmedium undurchdringlichen
flexiblen Folie (26) besteht, die eine kreisförmige Stirnfläche des Schwammkörpers
(25) bedeckt, ringsum an einer Innenwandfläche (20) eines inneren Ringflanschs (16)
einer Abdeckkappe (14) oder einer Innenwandfläche eines von der Wand der Verschlußkappe
(3) nach innen abstehenden umlaufenden Zylinderflanschs (13) anliegt und mit ihrem
an ihren Umfang (27) anschließenden Flächenbereich am kreisförmigen Ventilsitz (17)
anliegt, und die Öffnung (18) in jeder Richtung von einer von der Folie berührten
Ventilsitzbreite umgeben ist, die mindestens gleich der größten Querabmessung der
Öffnung (18) ist; und daß der Raum, in dem der Schwammkörper (25) eingeschlossen ist,
durch die Wand der Verschlußkappe (3), durch einen von der Wand der Kappe nach innen
abstehenden umlaufenden Zylinderflansch (13) und durch eine mit dem Zylinderflansch
verbundene Abdeckkappe (14) mit scheibenförmigem Boden (17), die den Ventilsitz bildet,
dessen Öffnung (18, 28) enthält und mit dem Zylinderflansch (13) schnappartig zusammengesteckt
ist, gebildet ist.
2. Behälterverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Folie
(26) aus Polyethylen besteht.
3. Behälterverschluß nach Anspruche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwammkörper
(25) aus porösem Kunststoffschaum besteht, der in Richtung auf die Folie zu auf 1/6
bis 1/4 seiner Länge im entspannten Zustand zusammengedrückt ist.
4. Behälterverschluß nach Anspruche 3, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Kunststoffschaum
Polyetherschaumstoff mit einer mittleren Rohdichte von 72 kg/m3, einer Porenzahl von 20 bis 25 pro cm und einer Stauchhärte (nach ISO 3386) von 32
kPa ist.
5. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
im Ventilsitz (17) befindliche Öffnung (18) in jeder Richtung von einer von der Folie
berührten Ventilsitzbreite umgeben ist, die 1,5 mal so groß wie die größte Querabmesssung
der Öffnung (18) ist.
6. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz eine Gitterplatte umfaßt, die mehrere durch die Folie überdeckte Öffnungen
(28) enthält.
7. Behälterverschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz (17) eben ist.
8. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz (32, 32') konisch ist.
1. Container closure with safety valve, in which a closure cap (3) has at least one pressure
relief opening (12) adjoined inwardly by a disc-shaped sponge body (25) which is permeable
to the content medium and which by its compression presses a planar valve body (26),
in opposition to the pressure prevailing in the container interior, against a valve
seat (17) formed on a part (14) of the closure cap (3), which cap can be placed on
the container, and in which valve seat an opening (18) is disposed, characterised
in that the valve body consists of a flexible film (26) which is impermeable to the
content medium, which film covers a circular front surface of the sponge body (25),
is in surrounding contact with an interior wall surface (20) of an interior ring flange
(16) of a covering cap (14) or an interior wall surface of a surrounding cylinder
flange (13) projecting inwards from the wall of the closure cap (3) and is in contact
with the circular valve seat (17) at its flat region adjoining its circumference (27),
and the opening (18) is surrounded in every direction by a valve seat width in contact
with the film and at least equal to the largest transverse dimension of the opening
(18); and that the space in which the sponge body (25) is enclosed is formed by the
wall of the closure cap (3), by a surrounding cylinder flange (13) projecting inwards
from the wall of the cap and by a covering cap (14) which has a disc-shaped bottom
(17) and is connected to the cylinder flange which covering cap forms the valve seat,
containing the opening (18, 28) thereof and is fitted together with the cylinder flange
(13) in a snap-like manner.
2. Container closure according to claim 1, characterised in that the flexible film (26)
consists of polyethylene.
3. Container closure according to claim 1 or 2, characterised in that the sponge body
(25) consists of porous plastic foam that is compressed in the direction of the film
to 1/6 to 1/4 of its length in the relaxed state.
4. Container closure according to claim 3, characterised in that the porous plastic foam
is polyether foam having an average bulk density of 72 kg/m3, a pore number of 20 to 25 per cm and a compressive strength (according to ISO 3386)
of 32 kPa.
5. Container closure according to one of claims 1 to 4, characterised in that the opening
(18) disposed in the valve seat (17) is surrounded in every direction by a valve seat
width in contact with the film, which valve seat width is 1.5 times as large as the
largest transverse dimension of the opening (18).
6. Container closure according to one of claims 1 to 5, characterised in that the valve
seat comprises a grid plate, which contains several openings (28) covered by the film.
7. Container closure according to one of claims 1 to 6, characterised in that the valve
seat (17) is planar.
8. Container closure according to one of claims 1 to 6, characterised in that the valve
seat (32, 32') is conical.
1. Fermeture de récipient équipée d'un limiteur de pression intérieure, dans laquelle
un capuchon de fermeture (3) présente au moins une ouverture (12) de décharge de pression
à laquelle se raccorde intérieurement un élément (25) en mousse perméable au milieu
contenu et qui, par sa compression et à l'encontre de la pression régnant dans le
volume intérieur du récipient, presse un élément mobile de soupape contre un siège
(17) de soupape, lequel est formé sur une partie (14) du capuchon de fermeture (3)
pouvant être monté sur le récipient et dans lequel se trouve une ouverture (18), caractérisée
en ce que l'élément mobile de soupape est composé d'une feuille flexible (26), imperméable
au milieu contenu, et qui couvre une surface extérieure de l'élément (25) en mousse,
sur le pourtour de la surface de paroi intérieure (20) d'une collerette cylindrique
intérieure (16) d'un capuchon de fermeture (14) ou d'une surface de paroi interne
de collerette cylindrique (13) périphérique faisant saillie vers l'intérieur et prend
appui par sa région de surface faisant suite à sa périphérie (27) contre le siège
(17) de soupape circulaire, et l'ouverture (18) est entourée de tous ôtés par une
largeur de siège de soupape qui est touchée par la feuille et qui est au moins égale
à la plus grande dimension transversale de l'ouverture (18); et en ce que l'espace
dans lequel l'élément en mousse (25) est enfermé est formé par la paroi du capuchon
de fermeture (3), par une collerette cylindrique (13) courant sur le pourtour de la
paroi du capuchon faisant saillie vers l'intérieur et par un capuchon de fermeture
(14) lié à la collerette cylindrique avec un sol en forme de disque (17) qui forme
le siège de soupape, et qui présente l'ouverture (18, 28) de ce siège et est assemblé
avec la collerette cylindrique (13) de manière à former un déclic.
2. Fermeture de récipient selon la revendication 1, caractérisée en ce que la feuille
flexible (26) est faite de polyéthylène.
3. Fermeture de récipient selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que
l'élément en mousse (25) se compose de mousse synthétique poreuse qui à l'état détendu
est comprimée de 1/6 à à de sa longueur en direction de la feuille.
4. Fermeture de récipient selon la revendication 3, caractérisée en ce que la mousse
synthétique poreuse est une mousse de polyéther d'une densité apparente moyenne de
72 kg/m3, d'un nombre de pores de 20 à 25 par cm et d'une dureté de refoulement (selon ISO
3386) de 32 kPa.
5. Fermeture de récipient selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que
l'ouverture (18) prévue dans le siège de soupape (17) est entourée de tous côtés par
une largeur de siège de soupape touchée par la feuille qui est égale à 1,5 fois la
dimension maximale transversale de l'ouverture (18).
6. Fermeture de récipient selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que
le siège de soupape comprend une plaque en forme de grille, qui présente plusieurs
ouvertures (28) recouvertes par la feuille.
7. Fermeture de récipient selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
le siège de soupape (17) est plat.
8. Fermeture de récipient selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le siège de soupape (32, 32') est de forme conique.

