[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschließmaschine für Flaschen gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 1.
[0002] Verschließmaschinen dieser Art sind bekannt. Bei allen bekannten Verschließmaschinen
ist die von dem Transportstern gebildete, kreisbogenförmig in bezug auf die vertikale
Maschinenachse verlaufende Transportstrecke, an der auch die Verschließstationen vorgesehen
sind, im Bereich der Rückseite der Verschließmaschine, d.h. von der Vorder- bzw. Bedienerseite
dieser Maschine her gesehen hinter der vertikalen Maschinenachse angeordnet. Dies
hat unter anderem Nachteile hinsichtlich des Bedienungskomforts, nämlich dahingehend,
daß die Funktionselemente der Verschließstationen schwer zugänglich sind und sich
die Maschine insbesondere im Bereich der Transportstrecke z.B. bei einem Flaschenbruch
von Scherben und Füllgut nur schwer reinigen läßt. Außerdem ist bei den bekannten
Verschließmaschinen eine relativ hohe Bautiefe nicht vermeidbar.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschließmaschine aufzuzeigen, die
einen verbesserten Bedienungskomfort bietet und mit geringer Bautiefe gefertigt werden
kann.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Verschließmaschine entsprechend dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
[0005] Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Verschließmaschine die von dem Transportstern
zwischen dem Flascheneinlauf und dem Flaschenauslauf gebildete Transportstrecke an
der Bedienungsseite, d.h. von dieser her gesehen vor der vertikalen Maschinenachse
liegt, sind die Funktionselemente der Verschließstationen beispielsweise zur Überprüfung
der Arbeitsweise und zur Behebung von Störungen, aber auch die Trans portstrecke
insbesondere für Reinigungszwecke wesentlich leichter zugänglich, wodurch der Bedienungskomfort
entscheidend verbessert wird.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschließmaschine ist
an der wenigsten einen Verschließstation eine durch eine Hubeinrichtung in vertikaler
Richtung auf- und abbewegbare Standfläche für die zu verschließenden Flaschen vorgesehen.
Diese mit dem Transportstern nicht mitbewegte, d.h. insoweit ortsfeste Hubeinrichtung
weist wenigstens ein Mitnahmeelement für das Zusammenwirken mit einer Steuerkurve
einer Kurvenscheibe auf, die (Kurvenscheibe) mit ihrer Steuerkurve einen Vertikalhub
immer dann bewirkt, wenn sich an einer verwendeten Verschließstation eine zu verschließende
Flasche befindet.
[0007] Weist die Verschließmaschine, wie dies bevorzugt der Fall ist, mehrere Verschließstationen
für unterschiedliche Verschlußarten auf, so ist für jede Verschließstation eine gesonderte
Hubvorrichtung vorgesehen. Bei der Auswahl einer von einer bestimmten Flaschensorte
vorgegebenen Verschlußart wird dann die Hubeinrichtung der dieser Verschlußart entsprechenden
Verschließstation aktiviert, und zwar dadurch, daß das Mitnahmeelement dieser Hubeinrichtung
mit der Steuerkurve der Kurvenscheibe in Eingriff gebracht wird, während die Mitnahmeelemente
der übrigen Hubeinrichtungen außer Eingriff mit der Steuerkurve der Kurvenscheibe
sind. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der von dem Transportstern gebildeten
Transportstrecke von der Bedienerseite her gesehen vor der vertikalen Maschinenachse
ist sichergestellt, daß auch diese Mitnehmerelemente von der Bedienungsseite her leicht
zugänglich sind, also auch insofern die Bedienung vereinfacht bzw. der Bedienungskomfort
verbessert sind.
[0008] Bevorzugt ist bei der erfindungsgemäßen Verschließmaschine eine angetriebene Welle
vorgesehen, auf der die die Steuerkurve für die Hubelemente aufweisende Kurvenscheibe
sitzt bzw. mit der diese Kurvenscheibe antriebsmäßig verbunden ist. Diese angetriebene
Welle, die beispielsweise von dem Antrieb einer Füllmaschine oder von einem eigenen
Antrieb angetrieben ist, ist antriebsmäßig mit einer Antriebswelle für die Funktionselemente
einer Verschließeinrichtung einer Verschließstation, und dabei vorzugsweise mit den
Funktionselementen der Verschließeinrichtung einer Verschließstation für Naturkorken
verbunden. Die vorgenannte, angetriebene Welle steht dabei vorzugsweise mit einer
Teillänge über die Oberseite des Transportsternes vor und ist mit ihrem dortigen,
oberen Ende mit der Antriebswelle der Verschließeinrichtung verbunden. Hierdurch
wird ein besonders einfacher Antrieb für die betreffende Verschließeinrichtung erzielt,
und zwar trotz guter Zugänglichkeit insbesondere auch der zwischen dem Flascheeinlauf
und dem Flaschenauslauf gebildeten Transportstrecke.
[0009] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht eine Verschließmaschine von der Bedienerseite her gesehen;
Fig. 2 in vereinfachter Detaildarstellung einen Horizontalschnitt der Verschließmaschine
in ihrem die Verschließstationen aufweisenden Arbeitsbereich;
Fig. 3 in schematischer Darstellung einen Vertikalschnitt der Verschließmaschine entsprechend
der Linie I-I der Fig. 2;
Fig. 4 und 5 Vertikalschnitte der Verschließmaschine entsprechend den Linien II-II
bzw. III-III der Fig. 2, allerdings in vereinfachter Darstellung.
[0011] Die in den Figuren dargestellte Verschließmaschine besitzt ein Maschinengestell bzw.
ein Maschinenunterteil 1 mit einer oberen, horizontalen Tischplatte 2, über der der
eigentliche Verschließ- bzw. Arbeitsbereich 3 der Verschließmaschine gebildet ist,
welchem die Flaschen 4 zum Verschließen über einen Transporteur 5 in Richtung des
Pfeiles A zugeführt und aus welchem die Flaschen 4 nach dem Verschließen erneut auf
den Transporteur 5 gelangen, der die Flaschen 4 abtransportiert, wie dies mit dem
Pfeil B in der Fig. 1 angedeutet ist.
[0012] Der Transporteur 5 ist von seitlichen Führungsgeländern 7 sowie von einem kurvengängigen
Transportband 8 gebildet, welches mit seiner oberen, sich in Richtung des Pfeiles
A bewegenden Länge eine horizontale Standfläche für den Boden der aufrecht stehenden
Flaschen 4 bildet und sich über den Arbeitsbereich 3 hinaus auch in dem in der Fig.
1 rechten Teil des Transporteurs 5 erstreckt.
[0013] An dem Arbeitsbereich 3 ist über der Tischplatte 2 und auch oberhalb der horizontalen
Transportebene, in der die obere Länge (Obertrum) des Transportbandes 8 liegt, ein
Transportstern 9 vorgesehen, der bei der dargestellten Ausführungsform an seinem
Umfang insgesamt acht jeweils um einen Winkelbetrag von 45° (Teilung) gegeneinander
versetzte und zum Umfang hin offene Taschen 10 zur Aufnahme jeweils einer Flasche
4 aufweist. Der Transportstern 9 ist mit seine Achse achsgleich mit einer vertikalen
Maschinenachse, d.h. mit der Mittelachse M des Arbeitsbereichs 3 angeordnet und bei
der für die Fig. 2 gewählten Darstellung um diese vertikale Mittelachse M im Gegenuhrzeigersinn,
d.h. in Richtung des Pfeiles C getaktet, d.h. schrittweise antreibbar. Die vertikale
Mittelachse M liegt dabei in einer gedachten vertikalen Ebene, die auch die in Längsrichtung
des Transportbandes 8 verlaufende Mittellinie L dieses Transportbandes 8 einschließt.
Im Bereich des Transportsternes 9 weisen die oberen und unteren horizontalen Längen
des Transportbandes 8 einen gekrümmten Verlauf derart auf, daß diese Längen dort von
der Vorder-bzw. Bedienerseite her gesehen, die sich bei der für die Fig. 2 gewählten
Darstellung unten befindet, hinter der vertikalen Mittelachse M bzw. einer achsgleich
mit dieser Achse liegenden Wellenanordnung 11 vorbeigeführt sind, wie dies in der
Fig. 2 mit 8′ angegeben ist.
[0014] Zwischen der Position 12, die den Flascheneinlauf des Arbeitsbereiches 3 bildet und
an der die obere Länge des Transportbandes 8 in den Bereich unter den Transportstern
9 eintritt, und der Position 13, die den Flaschenauslauf des Arbeitsbereiches 3 bildet
und an der die obere Länge des Transportbandes 8 dem Bereich unterhalb des Transportsternes
9 wieder verläßt, sind an der Bedienerseite der Verschließmaschine, d.h. von dieser
Bedienerseite her gesehen vor der Mittelachse M drei Verschließstationen gebildet,
und zwar ausgehend von der Position 12 in Drehrichtung C des Transportsternes 9 aufeinander
folgend eine Verschließstation SV für Schraub- bzw. Anrollverschlüsse, eine Verschließstation
NK für Naturkorken und eine Verschließstation KK für Kronenkorken. Diese Verschließstationen
SV, NK und KK, sind in gleichem radialen Abstand von der Mittelachse M um diese gegeneinander
um einen Winkelbetrag versetzt vorgesehen, der gleich dem Winkelabstand zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Taschen 10 bzw. gleich der Teilung des Transportsternes 9 ist.
Letzterer ist auch derart getaktet angetrieben, daß sich in jeder Stillstandsphase
des Transportsternes 9 an jeder Verschließstation SV, NK und KK jeweils eine Tasche
10 des Transportsternes 9 befindet.
[0015] Jede Verschließstation SV, NK und KK besteht jeweils aus einer unter dem Transportstern
9 vorgesehenen, nachfolgend noch näher beschriebenen Hubeinrichtung 14 mit Flaschenteller
15 sowie aus einer über der jeweiligen Hubeinrichtung 14 bzw. dem zugehörigen Flaschenteller
15 angeordneten Verschließkopf 16, 17 bzw. 18 herkömmlicher, bekannter Ausbildung.
Dabei sind der die Verschließstation SV bildende Verschließkopf 16 Bestandteil einer
Verschließeinrichtung 19 für Anroll- bzw. Schraubverschlüsse, der die Verschließstation
NK bildende Verschließkopf 17 Bestandteil einer Verschließeinrichtung 20 für Naturkorken
und der die Verschließstation KK bildende Veschließkopf 18 Bestandteil einer Verschließeinrichtung
21 für Kronenkorken. Die Verschließeinrichtungen 19, 20 und 21 weisen ebenfalls eine
übliche Konstruktion auf und sind zusammen mit ihren Verschließköpfen 16-18 auf einer
Platine 22 montiert, die mittels mehrerer Säulen 23 über der Tischplatte 2 und parallel
zu dieser, aber auch über dem Transportstern 9 befestigt ist. Um die Verschließmaschine
an Flaschen 4 unterschiedlicher Größe, d.h. unterschiedlicher Höhe anpassen zu können,
ist die Platine 22 in vertikaler Richtung verstellbar, wie dies mit dem Doppelpfeil
D angedeutet ist. Die Säulen 23 bestehen zu diesem Zweck beispielsweise aus zwei
teleskopartig ineinandergreifenden und relativ zueinander verschiebbaren Elementen,
wobei für die Höhenverstellung besondere Hubelemente vorgesehen sind. Selbstverständlich
können auch die Säulen 23 bereits die Funktion der Hubelemente für die Höhenverstellung
(Doppelpfeil D) der Platine 22 haben.
[0016] Jede Hubeinrichtung 14, die bei allen Verschließstationen SV, NK und KK jeweils gleich
ausgebildet ist, besteht aus einer Hubstange 24, die mit ihrer Achse in vertikaler
Richtung parallel zur Mittelachse M angeordnet ist und in einer Führung 25 an der
Tischplatte 2 in vertikaler Richtung veschiebbar geführt ist (Pfeil E). An ihrem oberen,
oberhalb der Tischplatte 2 liegenden Ende trägt die Hubstange den zugehörigen Flaschenteller
15. Das untere, unterhalb der Tischplatte 2 liegende Ende der Hubstange 24 ist an
der Oberseite eines Gleitkörpes 26 befestigt, der seinerseits an einer Führungsstange
27 geführt ist, die mit ihrer Achse parallel zur Achse der Hubstange 24 bzw. der Mittelachse
M liegt. Bezogen auf diese Mittelachse M ist die Führungsstange 27 jeder Hubeinrichtung
14 relativ zu der Hubstange 24 radial nach innen versetzt angeordnet, d.h. die Führungsstange
27 besitzt einen kleineren Abstand von der Mittelachse M als die zugehörige Hubstange
24.
[0017] Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Führungsstangen 27 mit ihrem oberen
Ende jeweils an der Unterseite des Tisches 2 und mit ihrem unteren Ende an einem Rahmenteil
28 befestigt, welches über die Führungsstangen 27 sowie über weitere Halteelemente
29 mit der Tischplatte 2 verbunden ist.
[0018] Die Wellenanordnung 11 ist bei der dargestellten Ausführungsform zweiteilig ausgebildet,
d.h. sie besteht aus einer äußeren, vertikalen Hohlwelle 30 und aus einer Innenwelle
31, die über das obere und untere Ende der Hohlwelle 30 vorsteht, an ihrem unteren
Ende ein Zahnrad 32 für ihren Antrieb aufweist und relativ zu der Hohlwelle 30 drehbar
ist. Am oberen Ende der Hohlwelle 30 ist der Transportstern 9 und am unteren Ende
der Hohlwelle 30 ist ein Sternrad 33 befestigt, welches Teil eines Schrittgetriebes
bildet, an seinem Umfang mehrere Mitnahmeelemente bzw. Rollen 33′ aufweist und mit
diesen Rollen 33′ mit einem schneckenradartigen Antriebsrad 34 zusammenwirkt. Schrittgetriebe
dieser Art sind bekannt. Das Antriebsrad 34 wird von einem Antrieb angetrieben, welcher
auch zum Antrieb der Innenwelle 31 über das Zahnrad 32 dient. Durch entsprechenden
Verlauf der mit den Rollen 33′ zusammenwirkenden Schnecken- bzw. Gewindeflächen des
Antriebsrades 34 wird die kontinuierliche Drehbewegung dieses Antriebsrades 34 in
die schrittweise bzw. getaktete Bewegung des Transportsternes 9 umgesetzt. Bei der
dargestellten Ausführungsform befindet sich das von dem Sternrad 33 und dem Antriebsrad
34 gebildete Schrittgetriebe unterhalb der Tischplatte 2 und ist dadurch gegenüber
Schmutz, Glasscherben usw. geschützt angeordnet. Zur Lagerung der Hohlwelle 30 in
der Tischplatte 2 dient das Lager 35. Die Innenwelle 31 ist in der Hohlwelle 30 und
im Rahmenteil 28 drehbar gelagert.
[0019] An dem über das Sternrad 32 nach unten vorstehenden Ende der Innenwelle 31 ist eine
Kurvenscheibe 36 vorgesehen, die mit der Innenwelle 31 um die Mittelachse M umläuft.
Die Kurvenscheibe 36 ist an ihrer kreiszylinderförmigen Umfangsfläche mit einer in
sich geschlossenen Steuerkurve 37 in Form einer Nut versehen. Die Steuerkurve 37 besitzt
einen Abschnitt 37′, in dem die Steuerkurve 37 im Bereich der oberen, d.h. dem Sternrad
33 zugewandten Stirnseite der Kurvenscheibe 36 verläuft, sowie einen Abschnitt 37˝,
in dem die Steuerkurve 37 im Bereich der unteren, dem Sternrad 32 abgewandten Stirnseite
der Kurvenscheibe 36 verläuft.
[0020] Die Innenwelle 31 ist über das Zahnrad 32 synchron mit der Hohlwelle 30 derart angetrieben,
daß in jedem Takt der Bewegung der Hohlwelle 30 bzw. des Transportsternes 9, der (Takt)
jeweils eine Bewegungsphase sowie eine Stillstandsphase einschließt, die Innenwelle
31 eine volle Umdrehung ausführt und sich der Abschnitt 37′ in der Stillstandsphase
des Transportsternes 9 an den Hubeinrichtungen 14 vorbeibewegt.
[0021] Der Gleitkörper 26 jeder Hubeinrichtung 14 besitzt ein mit der einzigen Steuerkurve
37 zusammenwirkendes Mitnahmeelement 38. Das Mitnahmeelement 38 ist so ausgeführt,
daß es mit der einzigen Steuerkurve 37 in Eingriff bzw. aus dieser Steuerkurve 37
außer Eingriff gebracht werden kann. Der einfacheren Darstellung wegen ist bei der
gezeigten Ausführungsform davon ausgegangen, daß das Mitnahmeelement 38 als Stift
ausgebildet ist und in Richtung seiner horizontalen, radial zur Mittelachse M verlaufenden
Längsachse im Gleitkörper 26 verschiebbar vorgesehen ist, wie dies mit dem Doppelpfeil
F angedeutet ist, um das Mitnahmeelement 38 in Eingriff bzw. außer Eingriff mit der
Steuerkurve 37 zu bringen. Bei der praktischen Ausführung der Verschließmaschine
ist am Mitnahmeelement 38 eine Rolle vorgesehen, die mit der Steuerkurve 37 zusammenwirkt,
d.h. in Eingriff bzw. außer Eingriff mit der Steuerkurve 37 gebracht werden kann.
[0022] Nur bei mit der Steuerkurve 37 in Eingriff stehendem Mitnahmeelement 38 werden die
zugehörige Hubeinrichtung 14 und deren Flaschenteller 15 aus der in den Fig. 3-5 dargestellten
unteren Hubstellung in die obere, in der Fig. 3 mit 15′ angedeutete Hubstellung bewegt,
und zwar dann, wenn sich das Mitnahmeelement 38 im Abschnitt 37′ der Steuerkurve 37
befindet.
[0023] Das obere, über den Transportstern 9 vorstehende Ende der Innenwelle 31 greift in
das untere, als Hohlwelle ausgebildete Ende 39 einer Welle 40 ein, die mit ihrer
Achse achsgleich mit der Mittelachse M liegt, Teil der Verschließeinrichtung 20
ist und in dieser sowie in der Platine 22 drehbar gelagert ist. Die Welle 40 dient
zum Antrieb der Verschließeinrichtung 20, d.h. insbesondere zum Antrieb des dortigen
Rührwerkes 41, des dortigen Korkschlosses 42 und der zugehörigen Korkeinstoßvorrichtung
43. Um die vorerwähnte Höhenverstellung der Platine 22 in Richtung des Doppelpfeiles
D zu ermöglichen, sind die Innenwelle 31 und die Welle 40 zwar antriebsmäßig miteinander
verbunden, jedoch axial relativ zueinander verschiebbar, wofür die Welle 31 in bekannter
Weise an ihrem Umfang mit einer Vielzahl von Längsnuten versehen ist, in die entsprechende
Vorsprünge am unteren Ende 39 der Welle 40 eingreifen.
[0024] Unterhalb des Transportsternes 9 ist innerhalb des von diesem Transportstern gebildeten
Förderbereichs, an dem auch die Verschließstationen SV, NK und KK gebildet sind, eine
horizontale Führungs- bzw. Gleitfläche vorgesehen, die bei der dargestellten Ausführungsform
von einem teilringförmigen Gleitblech 44 gebildet ist, dessen Oberseite niveaugleich
mit der horizontalen Transportebene des Transportbandes 8 sowie auch niveaugleich
mit der Oberseite der in ihrer unteren Hubstellung befindlichen Flaschenteller 15
angeordnet ist. Das Gleitblech 44 ist beispielsweise an einem den Transportstern
9 an seinem vorgenannten Förderbereich umschließenden Führungsbogen 45 befestigt und
ist in dem erforderlichen Abstand über der Tischplatte 2 gehalten. Anstelle des Gleitbleches
44 können zwischen den Flaschentellern 15 auch Stege 46 vorgesehen sein, die zusammen
mit den Flaschentellern 15 im Bereich der zwischen den Positionen 12 und 13 liegenden
Transportstrecke die Standfläche für den Boden der Flaschen 4 bilden. Die Verwendung
der Stege 46 anstelle des Gleitbleches 44 hat den Vorteil, daß eventuelle Flaschenscherben
aus dem Bereich der Transportstrecke nach unten auf die Tischplatte 2 fallen, von
der diese Scherben leichter entfernt werden können.
[0025] Zum Verschließen der Flaschen 4 wird zunächst entsprechend der erforderlichen Verschlußart
eine der Verschließstationen SV, NK bzw. KK ausgewählt, wofür nicht nur die zugehörige
Verschließeinrichtung 19-21 in Betrieb gesetzt bzw. für einen solchen Betrieb vorbereitet
wird, sondern gleichzeitig auch das Mitnahmeelement 38 der zugehörigen Hubeinrichtung
14 mit der einzigen Steuerkurve 37 der Kurvenscheibe 36 in Eingriff gebracht wird,
während die Mitnahmeelemente 38 der beiden anderen Hubeinrichtungen 14 außer Eingriff
mit der Steuerkurve 37 bleiben. Jede zu verschließende Flasche 4 wird vom Transporteur
5 an den Transportstern 9 bzw. in eine bereitstehende Tasche 10 des Transportsternes
9 übergeben und mit diesem Transportstern 9 getaktet weiterbewegt. Sobald die Flasche
4 die ausgewählte Verschließstation SV, NK bzw. KK erreicht hat, wird bei Stillstand
des Transportsternes 9 die dortige Hubeinrichtung 14 aus ihrer unteren Hubstellung
in vertikaler Richtung (Doppelpfeil E) in die obere Hubstellung bewegt, so daß die
Flasche 4 mit ihrer Flaschenmündung gegen den entsprechenden Verschließkopf 16, 17
bzw. 18 zur Anlage kommt und in üblicher Weise verschlossen wird. Im Anschluß daran
kehrt die Hubeinrichtung 14 bzw. deren Flaschenteller wieder in die untere Hubstellung
zurück, und zwar noch bevor der nächste Bewegungsschritt des Transportsternes 9 um
eine Teilung, d.h. um den Winkelabstand zweier Taschen 10 erfolgt. An der Position
13 wird dann jede verschlossene Flasche 4 an den in der Fig. 1 rechten Teil des Transporteurs
5 bzw. an die dortige oberen Teillänge des Transportbandes 8 übergeben.
[0026] Die beschriebene Verschließmaschine hat zunächst den Vorteil, daß sämtliche Verschließstationen
SV, NK und KK an der Bedienungsseite der Maschine vorgesehen und daher leicht zugänglich
sind. Hierdurch ist es auch möglich, die Verschließmaschine insbesondere auch bei
einem Flaschenbruch leicht zu reinigen.
[0027] Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß die Verschließeinrichtungen
19-21 und ihre Verschließköpfe 16-18 lediglich höhenverstellbar, ansonsten jedoch
fest vorgesehen sein können und die Auswahl der jeweiligen Verschlußart in besonders
einfacher Weise lediglich durch Aktivierung der entsprechenden Verschließeinrichtung
19 - 21 und der zugehörigen Hubvorrichtung 14 erfolgt. Durch die Anordnung der Verschließstationen
SV, NK und KK an der Bedienerseite, d.h. von dieser Bedienerseite her gesehen vor
der vertikalen Mittelachse M ist es auch möglich, das für die Aktivierung der jeweiligen
Hubvorrichtung 14 verstellbar ausgebildete Mitnahmeelement 38 leicht zugänglich zu
gestalten.
[0028] Um sicherzustellen, daß die jeweilige Flasche 4 beim Verschließen in der erforderlichen
Weise mit ihrer Flaschenmündung gegen den Verschließkopf 16-18 anliegt, ist die Hubstange
24 nicht starr, sondern in der Form ausgebildet, daß sie in ihrer Länge gegen die
Wirkung einer Federkraft verkürzbar ist. Im einfachsten Fall wird dies dadurch erreicht,
daß jede Hubstange 24 aus zwei teleskopartig ineinandergreifenden und in Achsrichtung
relativ zueinander verschiebbaren Teilen bzw. Hubstangenelementen 24′ und 24˝ besteht,
von denen das obere Hubstangenelement 24′ den Flaschenteller 15 trägt und das untere
Hubstangenelement 24˝ an dem Gleitkörper 26 befestigt ist und zwischen beiden Hubstangenelementen
24′ und 24˝ wenigstens ein Federelement, d.h. eine Druckfeder, eine Gasfeder oder
dgl. Federelement wirkt.
[0029] Bei der vorbeschriebenen Ausführungsform wurde davon ausgegangen, daß an der zwischen
den Positionen 12 und 13 gebildeten Transportstrecke als Arbeitsstationen die drei
Verschließstationen SV, NK und KK vorgesehen sind. Grundsätzlich ist es auch möglich,
an der vorgenannten Transportstrecke nur eine Verschließstation, oder mehrere Verschließstationen
für die gleiche Verschlußart, aber für unterschiedliche Verschlußgrößen, oder noch
weitere Arbeitsstationen, beispielsweise eine Verschließstation für eine andere Verschlußart
(z.B. Alka-Abreißverschluß oder Griffkorken) vorzusehen oder aber anstelle einer der
Verschließstationen SV, NK, KK eine derartige Verschließstation für eine andere Verschlußart
zu verwenden. Grundsätzlich ist es auch möglich, eine Verschließstation so auszubilden,
daß sie beispielsweise von Schraubverschlüssen auf Kronenkorken umstellbar ist. Weiterhin
ist es beispielsweise auch möglich, in Drehrichtung C des Transportsternes 9 vor den
Verschließstationen als Arbeitsstation eine Absaug- oder Begasungsstation vorzusehen,
die sich dann beispielsweise an derjenigen Position befindet, an der bei der in den
Figuren dargestellten Ausführungsform die Verschließstation SV vorgesehen ist, welche
in diesem Fall mit der Verschließstation KK zu einer gemeinsamen Verschließstation
für Kronenkorken und Schraubverschlüsse kombiniert sein kann.
[0030] Die Verschließmaschine ist bevorzugt Teil einer kombinierten Füll- und Verschließmaschine,
deren Fülleroberteil 47 in der Fig. 1 mit stichpunktierten Linien wiedergegeben ist.
1. Verschließmaschine für Flaschen mit einer zwischen einem Flascheneinlauf und einem
Flaschenauslauf gebildeten Transportstrecke, die einen um eine vertikale Maschinenachse
getaktet umlaufend antreibbaren Transportstern aufweist und an der wenigstens eine
Verschließstation mit einem Verschließkopf einer Verschließeinrichtung vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportstrecke von der Vorder- bzw. Bedienerseite
der Verschließmaschine her gesehen, vor der Maschinenachse (M) verläuft.
2. Verschließmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschließeinrichtung
(20) der wenigstens einen Verschließstation (SV,NK, KK), die vorzugsweise eine Verschließstation
(NK) für Naturkorken ist, eine vertikale Antriebswelle (40) für ihre Funktionselemente
(41, 42, 43) aufweist, die achsgleich mit der vertikalen Maschinenachse (M) liegt.
3. Verschließmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle
(40) der Verschließeinrichtung (20) mit dem oberen Ende einer angetriebenen Welle
(31) verbunden ist, deren Achse achsgleich mit der Maschinenachse (M) liegt und die
mit einer Teillänge über die Oberseite des Transportsternes (9) vorsteht.
4. Verschließmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens
eine Verschließstation (SV, NK, KK) eine Hubeinrichtung (14) für eine in vertikaler
Richtung auf- und abbewegbare Standfläche (15) für die Flaschen (4) aufweist, und
daß die mit dem Transportstern (9) nicht mitbewegte Hubeinrichtung (14) wenigstens
ein Mitnahmeelement (38) für den Eingriff in eine an einer Kurvenscheibe (36) vorgesehenen
Steuerkurve (37) aufweist.
5. Verschließmaschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe
(36) an der angetriebenen Welle (31) oder an einer mit dieser angetriebenen Welle
antriebsmäßig verbundenen Welle vorgesehen ist.
6. Verschließmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren
Verschließstationen (SV, NK, KK) für jede Verschließstation eine gesonderte Hubeinrichtung
(14) vorgesehen ist, und daß das Mitnahmeelement (38) jeder Hubeinrichtung so ausgebildet
ist, daß es zur Aktivierung der zugehörigen Hubeinrichtung in Eingriff mit der Steuerkurve
(37) und zur Inaktivierung der zugehörigen Hubeinrichtung (14) außer Eingriff mit
der Steuerkurve (37) gebracht werden kann.
7. Verschließmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß für sämtliche
Hubeinrichtungen (14) eine gemeinsame Steuerkurve (37) vorgesehen ist.
8. Verschließmaschine nach einem der Ansprüche 4-7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kurvenscheibe (26) synchron mit dem Transportstern (9), aber kontinuierlich umlaufend
derart angetrieben ist, daß während jedes eine Bewegungsphase und eine Stillstandsphase
einschließenden Taktes der Bewegung des Transportsternes die Kurvenscheibe (36) eine
Drehbewegung über einen vorgegebenen Winkelbetrag, vorzugsweise eine volle Umdrehung
ausführt.
9. Verschließmaschine nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Transportstern (9) auf einer die angetriebene Welle (31) umschließenden Hohlwelle
(30) vorgesehen ist, welche über ein Schrittgetriebe (33, 34) synchron mit der angetriebenen
Welle (31) angetrieben wird.
10. Verschließmaschine nach einem der Ansprüche 1-9, gekennzeichnet durch ein Transportband
(8), welches im Bereich des Transportsternes (9) unter diesem hindurchgeführt ist,
und zwar von der Bedienerseite her gesehen in einem hinter der Maschinenachse (M)
liegenden Bereich.
11. Verschließmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband
(8) ein kurvengängiges Transportband ist, welches mit der horizontalen Mittelachse
(L) einer in Transportrichtung (A, B) vor dem Flascheneinlauf (12) liegenden Teillänge
und nach dem Flaschenauslauf (13) liegenden Teillänge in einer gedachten vertikalen
Ebene angeordnet ist, welche auch die Maschinenmittelachse (M) mit einschließt.
12. Verschließmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß an der von dem Transportstern (9) gebildeten Transportstrecke mehrere Verschließstationen
für die gleiche Verschlußart, aber unterschiedliche Verschlußgröße gebildet sind.