[0001] Die Erfindung betrifft einen Silo nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Silos der vorbezeichneten Art werden mittels eines Blasverfahrens gefullt. Vor oder
nach der Füllung werden diese Silos durch Hebezeuge von Transportfahrzeugen auf diese
aufgelegt und zum Verbraucher des Materials transportiert. Vor Ort werden diese Silos
mittels der Hebezeuge der Transportfahrzeuge abgeladen und senkrecht aufgestellt.
Bei den bekannten Silos befindet sich der Auslaß in der Mitte des Bodens des senkrechtstehenden
Silos innerhalb des Standgestells.
[0003] Die bekannten Silos weisen den Nachteil auf, daß das Einfüllen unter Verwendung eines
Blasverfahrens nur mit einem feinkörnigen Material durchgeführt werden sollte. Wenn
grobkörniges, hartes Material in diese Silos eingeblasen wird, tritt ein außerordentlich
starker Verschleiß im Blassystem und Silo auf, der eine unwirtschafliche Betriebsweise
bedingt. Das Füllen mittels eines Blasverfahrens macht ferner hohe Standzeiten erforderlich.
[0004] Die Anordnung des Auslasses in der Mitte des Silo-Bodens innerhalb des Standgestells
macht vor Ort zusätzliche Fördereinrichtungen erforderlich, die das aus dem Silos
austretende Material aus dem Bereich des Standgestells herausfördern und in nachgeschaltete
Anlagen oder Transportvorrichtungen eingeben.
[0005] Die vorstehend vorgetragenen Nachteile beim Beschicken und Entladen des Silos zeigen,
daß mit den bekannten Silos der Transport von fließfähigen Feststoffen nicht optimal
durchgeführt werden kann. Eine Analyse des Transportes fließfähiger Feststoffe mittels
Silos oder Container zeigt, daß dieser Transport nur dann optimal gestaltet werden
kann, wenn der Behälter so ausgelegt ist, daß sowohl dessen Beladung oder Beschickung
am Füllort als auch dessen Entladung vor Ort beim Verbraucher in der bestmöglichen
und effektivsten Weise durchgeführt werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Silos der eingangs genannten Art so zu
gestalten, daß ein optimaler Transport fließfähiger Feststoffe durchgeführt werden
kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die technischen Lehren der Patentansprüche
1, 11, 21, 23 und 26 gelöst.
[0008] Durch die Erfindung werden zur Lösung des Transportproblems fließfähiger Feststoffe
in Silos mehrere, wahlweise kombinierbare Möglichkeiten zur Verfügung gestellt.
[0009] Insbesondere für den Transport eines grobkörnigen Materials ist erfindungsgemäß
in einem Seitenwandabschnitt des Silos eine Füllöffnung mit Verschluß ausgebildet,
so daß der Silo im liegenden Zustand mittels einer Lade- oder Fördereinrichtung gefüllt
werden kann. Zum Verschleiß neigende Blassysteme sind in diesem Fall nicht notwendig.
Die Standzeit wird vermindert und durch diese Ausbildung wird ein Teil eines einheitlichen
Transportproblems gelöst. Der andere Teil dieses einheitlichen Transportproblems
wird dadurch gelöst, daß der Boden des Silos schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb
des Standgestells angeordneten Auslaß verläuft. Vor Ort ist beim Verbraucher keine
zusätzliche Fördereinrichtung erforderlich. Das vom Silo transportierte Material kann
unmittelbar in nachgeschaltete Anlagen oder Fördereinrichtungen eingegeben werden.
Durch die erfindungsgemäße Kombination wird der Silo derart ausgebildet, daß der Transport
fließfähiger, grobkörniger Feststoffe optimal durchgeführt werden kann, da sowohl
die bisher auftretenden Schwierigkeiten bei der Beladung des Silos als auch bei dessen
Entladung ausgeschaltet werden.
[0010] Mit Vorteil ist der Verschluß der Füllöffnung als Klappenverschluß ausgebildet. Dieser
Verschluß ist in an sich bekannter Weise abgedichtet. Wegen des Gewichtes des Verschlußes
ist dieser mittels Arbeitszylinder betätigbar.
[0011] Bei einer bevorzugten, vorteilhaften Ausführungsform weist der Querschnitt des oberhalb
des Bodens liegenden Silo-Abschnittes die Form eines Rechtecks auf, dessen eine Seite
durch einen Bogen, insbesondere einen Kreisbogenabschnitt ersetzt ist. Die Anordnung
der Füllöffnung in diesem Kreisbogenabschnitt, d. h. in einem gewölbten Seitenwandungsabschnitt
bringt bei der Beladung des Silos einen wesentlichen Vorteil mit sich. Der, wie vorstehend
beschrieben ausgebildete Silo hat die Form eines parallelepipedischen Kastens, der
mittels eines Gewölbes abgeschlossen ist. Beim Füllen des Behälters, z.B. mit einem
Radlader, befindet sich dieser in einer liegenden Stellung. Der Gewölbeabschnitt des
Silos liegt oben. Das eingegebene fließ- oder schüttfähige Material bildet in der
Endphase der Beladung einen Schüttkegel, dessen Form optimal durch den Gewölbeabschnitt
des Silos angenähert wird, so daß ein "Nachstopfen" des eingefüllten Materials nicht
erforderlich ist.
[0012] In Verbindung mit der schräg nach außen führenden Gestaltung des Bodens des Silos
wird durch die vorstehend beschriebene spezielle Querschnittsform ein weiterer Vorteil
erzielt. Da die Füllöffnung und der Auslaß miteinander fluchtend angeordnet sind,
erstreckt sich der Boden des Silos in Richtung des gewölbten, insbesondere kreiszylinderförmigen
Seitenwandungsabschnittes nach unten. Daraus ergibt sich, daß die Höhe des Silos im
Bereich des gewölbten oder kreiszylinderförmigen Seitenwandungsabschnittes größer
ist, als im Bereich des rechteckigen Querschnittabschnittes. Andererseits ist der
Volumenanteil zwischen zwei Ebenen im gewölbten Abschnitt des Silos kleiner als im
rechteckigen Abschnitt. Durch die größere Höhe im gewölbten Bereich gegenüber dem
Bereich mit rechteckigem Querschnitt wird, wegen des dadurch erzielten Volumenausgleiches
zu beiden Seiten des Schwerpunktes, vom gefüllten Silo die Last gleichförmig auf das
Standgestell übertragen. Neben der gleichförmigen, mechanischen Belastung führt diese
Gestaltung zu einer erhöhten Sicherheit, da beim stehenden Silo der Schwerpunkt nicht
außermittig liegt und somit kein Kippmoment erzeugt wird.
[0013] Da zum Transport der Silo auf ein Fahrzeug auf- und von diesem wieder abgesetzt werden
muß, erstrecken sich, zur Erleichterung des Betriebes, längs des der Fullöffnung
gegenüberliegenden Seitenwandungsabschnittes des Silos zwei parallele Schienen, die
über die obere Stirnwand des Silos sich erstreckende Abschnitte aufweisen, zwischen
denen ein Aufnahmehaken angeordnet ist. Durch diese Ausbildung wird die Handhabung
des Silos durch an sich bekannte Hebezeuge der Transportfahrzeuge erleichtert. Da
beim Aufnehmen und Abstellen des Silos eine Kippbewegung erforderlich ist, wird im,
der Füllöffnung gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens ein Rohr oder Wälzlager
angeordnet.
[0014] Für den Fall, daß keine grobkörnigen, korrodierenden Stoffe oder Materialien sondern
lediglich leichtes, pulver- oder staubförmiges Gut befördert werden sollen, wird eine
Füllung durch Beblasen vorgesehen. Erfindungsgemäß ist dazu in mindestens einem Träger
des Standgestells eine, in den Innenraum des Silos mündende Blasleitung ausgebildet.
Der Boden des Silos verläuft schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standgestells
angeordneten Auslaß.
[0015] Die Integration des Blassystems in das Standgestell führt zu einer kompakten Konstruktion.
Am Füllort können standardisierte Anschlußeinrichtungen vorgesehen sein, so daß das
Beblasen hinsichtlich des apparativen Aufwandes wesentlich vereinfacht und damit verbessert
wird.
[0016] Mit Vorteil ist im Bereich der oberen Stirnwand des Silos eine Entlüftung ausgebildet.
Wenn ein sehr leichtes Material in den Silo eingeblasen wird, kann das Material von
unten durch darüberliegende Schichten hindurch geblasen werden. Die Mündung der Blasleitung
ist dann im unteren Bereich des stehenden Silos angeordnet.
[0017] Eine Entlüftungsleitung ist im Silo angeordnet, deren Mündung im Bereich der oberen
Stirnwand liegt. Die Entlüftungsleitung erstreckt sich in einen am Bodenrahmen angeordneten
Wasserkasten hinein. Der Wasserkasten dient als Staubfilter. Durch eingelegte Lochbleche
wird eine Verkleinerung der Luftblasen erzwungen, so daß eine wesentlich bessere Bindung
der Staubteilchen an das Wasser erreicht wird. Zur Vereinfachung des Aufbaus ist ein
Abschnitt der Entlüftungsleitung in einem Träger des Standgestells ausgebildet.
[0018] Mit besonderem Vorteil ist die Mündung der Entlüftungsleitung in dem Bereich des
Wandungsabschnittes des Silos angeordnet, der im liegenden Zustand des Behälters oben
liegt.
[0019] Wenn ein schwereres Material, das von unten nicht durchgeblasen werden kann, in
den Silo eingeblasen werden soll, erstreckt sich die Blasleitung bis in den Bereich
der oberen Stirnwand hinein. Wenigsten zwei, im Abstand voneinander angeordnete Mündungen
sind an der Blasleitung vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist im Bereich der
oberen Stirnwand ein Entlüftungsventil, beispielsweise ein Überdruckventil oder eine
Klappe angeordnet.
[0020] Der, mittels eines Blassystems füllbare erfindungsgemäße Silo weist mit Ausnahme
der Füllöffnung und des Verschlusses die gleichen konstruktiven Merkmale auf, die
bei der zuerst genannten Ausführungsform beschrieben wurden und die die gleichen Vorteile
mit sich bringen.
[0021] Für Transporte, sowohl leichter pulver- oder staubförmiger Materialien als auch
grobkörniger harter Materialien mit dem gleichen Gerät werden erfindungsgemäß mit
Vorteil die Silos mit einer Kombination der vorstehend beschriebenen Beschickungssysteme
ausgerüstet. Ein derartiger Silo weist sowohl eine Füllöffnung mit Verschluß als
auch wenigstens eine der vorstehend beschriebenen Blasleitungen auf. Derartige Silos
sind zum Transport eines weit gefächerten Spektrums von Stoffen oder Materialien geeignet,
so daß der Silo-Park klein gehalten werden kann.
[0022] Um den Silo für den Transport bestimmter Materialien auch als Abscheider einsetzen
zu können, sind in der oberen Stirnwand und/oder in der Seitenwand des Silos jeweils
zwei absperrbare Saugleitungsanschlüsse im Abstand voneinander angeordnet. Insbesondere
sind die Saugleitungsanschlüsse in der Seitenwand in der Scheitellinie des gewölbten
Seitenwandungsabschnittes des Silos angeordnet. Durch diese Ausbildung kann der Silo
stehend und/oder liegend, als Abscheider eingesetzt werden, wenn der eine Saugleitungsanschluß
über eine Saugverbindungsleitung mit der Absaugstelle verbunden ist und der andere
mit der Ansaugseite eines Gebläses. Mit Vorteil ist in die Entlüftungsleitung ein
Absperrhahn eingebaut, um beim Betrieb als Abscheider ein Ansaugen von Falschluft
zu verhindern.
[0023] Mit besonderem Vorteil ist der Silo überdruck- und/oder unterdruckfest ausgebildet.
Die unterdruckfeste Ausbildung ist insbesondere bei der Verwendung als Abscheider
von nutzen.
[0024] Förderanlagen, die mittels Druckluft das Fördergut zum Verarbeitungsort fördern,
sind so ausgelegt, daß das Fördergut chargenweise aus dem Silo entnommen und in einem
druckddichten Vorratsbehälter gelagert wird. Nach Schließen des Vorratsbehälters wird
das Material mechanisch in den Luftstrom einer Förderleitung eingebracht. Der Materialfluß
ist an Baustellen für Putzzwecke ausreichend. Für andere Verwendungen ist dieser
Materialfluß zu gering. Diese Verfahrensweise ist insbesondere für grobes Material
nicht geeignet.
[0025] Wenn der Silo in überdruckfester Form ausgebildet ist, kann in vorteilhafter Weise
ein T-förmiges Anschlußstück am Auslaß des Silos angeschlossen werden. Durch dieses
T-förmige Anschlußstück wird ein Luftstrom geleitet. Dieser Luftstrom reißt das Material
aus dem Silo heraus. Mit Vorteil kann dabei über die Blasleitung Druckluft in den
Silo eingeführt werden. Zweckmäßigerweise wird die Entlüftungsleitung mittels eines
Abschlußhahnes geschlossen. Um eine Beschädigung des Silos auszuschalten, ist eine
Expansionsklappe vorgesehen.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen in der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die Figuren der Zeichnung erläutert werden. Der Einfachheit halber werden in
den Figuren Kombinationen der Beschickungssysteme veranschaulicht, obwohl erfindungsgemäß
neben diesen Kombinationen jedes Beschickungssystems für sich an einem Silo ausgebildet
sein kann.
[0027] Es zeigen:
Fig. 1 + 2 schematische Seitenansichten zweier Ausführungsformen eines stehenden Silos
und
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen stehenden Silo.
[0028] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Silo 1 weist ein Standgestell 2 auf. Die
Träger 4 dieses Standgestells 2 erstrecken sich in an sich bekannter Weise von einem
Bodenrahmen 3 aus nach oben.
[0029] Bei beiden Ausführungsformen weist der Silo 1 einen, zur Silo-Längsachse von oben
nach unten schräg verlaufenden Boden 11 auf. Dieser Boden 11 verläuft unter einem
Winkel zur Silo-Längsachse von einer Seitenwandung des Silos 1 bis zu einem Auslaß
12, der, wie dargestellt, außerhalb des Standgestells 2 angeordnet ist. Dieser Auslaß
12 ist aufgrund seiner Anordnung von außen direkt zugänglich, so daß unmittelbar an
diesen Auslaß 12 nachgeschaltete Anlagen oder entsprechende Förderwerke angeschlossen
werden können.
[0030] Auf der, dem Auslaß 12 gegenüberliegenden Seite des Silos 1 erstrecken sich vom Bodenrahmen
3 zwei parallele Schienen 6 nach oben. Diese Schienen 6 sind über die obere Stirnwand
17 des Silos 1 hinaus verlängert und zwischen diesen Abschnitten 6a ist eine schwenkbare
Aufnahmeöse 7 montiert. Deren Drehpunkt liegt in der Silo-Schwerachse des stehenden
Silos. Beim Aufstellen kann sich dadurch die Schiene 6 im oberen Bereich vom Fahrzeugrahmen
lösen und der Silo kippt in die senkrechte Stellung. In der liegenden Transportstellung
auf dem Fahrzeug klappt die Öse weg und nimmt die von der DIN-Vorschrift für Hakenabsetzgerate
vorgeschriebene außenmittige Position ein.
[0031] In dem, dem Auslaß 12 gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens 3 sind ein Rohr
oder ein Wälzlager vorgesehen.
[0032] In einem Seitenwandabschnitt 8 des Silos 1 ist eine in Fig. 3 bei 9 angedeutete Füllöffnung
ausgebildet, die wie dargestellt durch eine Klappe 13 verschließbar ist. Eine Dichtungseinrichtung
ist nicht dargestellt. Der Klappenverschluß 13 ist mittels des in Figur 3 dargestellten
Arbeitszylinders 14 betätigbar und kann mittels Spannschrauben 29 (Fig. 1 und 2) in
der Schließstellung festgezurrt werden. In Figur 3 ist der Querschnitt 16 des oberhalb
des Bodens 11 liegenden Siloabschnittes 15 dargestellt. Dieser Querschnitt 16 hat
die Form eines Rechteckes, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ist dieser Bogen ein Kreisbogenabschnitt.
[0033] Durch diese Ausbildung des Querschnittes 16 hat der Silo 1 die Form eines parallelepipedischen
Kastens, der von einem Gewölbe abgeschlossen ist, das beim liegenden Silo oben liegt.
Der Seitenwandungsabschnitt 8 ist ein gewölbter, insbesondere kreiszylinderförmiger
Seitenwandungsabschnitt. In diesem Seitenwandungsabchnitt ist die Füllöffnung 9 ausgebildet.
Die Füllöffnung 9 fluchtet mit dem Auslaß 12.
[0034] Die vorstehend beschriebene und in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsform
wird für den Transport eines grobkörnigen harten Materials, wie beispielsweise Sand
oder Kies verwendet. Zum Füllen befindet sich der Silo 1 in der liegenden Stellung
und nach Aufklappen der Klappen 13 kann der liegende Silo 1 mittels einer Ladevorrichtung
gefüllt werden.
[0035] Wird der Silo 1 lediglich für den Transport feiner, pulverförmiger Materialien verwendet,
ist die Füllöffnung 9 mit Klappe 13 nicht vorgesehen. Der Silo 1 ist dann mit einem
Blassystem ausgerustet. Zwei Ausführungsbeispiele dieses Blassystems sind in den
Figuren 1 und 2 dargestellt.
[0036] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform, ist eine Blasleitung 18 im Träger
4 des Standgestells 2 ausgebildet. Diese Blasleitung 18 weist einen Blasleitungsanschluß
26 auf. Die Blasleitung 18 mündet bei 20 oberhalb des Bodens 11 in den Silo 1. Diese
tiefliegende Mündung 20 führt zu einem Betrieb, bei dem beim Einblasen das Material
durch die Materialschicht, die sich im Silo 1 ausbildet, hindurchgeblasen wird. Zur
Entlüftung ist eine Entlüftungsleitung 22 vorgesehen, deren Mündung 23 im Bereich
der oberen Stirnwand 17 des Silos 1 liegt. Die Entlüftungsleitung 22 erstreckt sich
nach unten aus dem Silo 1 heraus und mündet in einem Wasserkasten 24, der als Staubfilter
dient. Der sich aus dem Silo 1 herauserstreckende Abschnitt der Entlüftungsleitung
22 kann auch in einem der Träger 4 des Standgestells 2 ausgebildet sein.
[0037] Wenn ein Material in den Silo 1 eingeblasen werden soll, das beim Füllen von unten
nicht mehr durchgeblasen werden kann, wird das in Figur 2 dargestellte Blassystem
verwendet. Im Träger 4 des Standgestells 2 ist eine Blasleitung 25 ausgebildet, die
einen Anschluß 26 aufweist. Die Blasleitung 25 erstreckt sich, wie dargestellt,
in den Silo 1 nach oben bis in den Bereich der oberen Stirnwand 17 hinein. Die Blasleitung
weist mehrere, im Abstand übereinander liegende Mündungen 27 auf. Zur Entlüftung ist
bei diesem Ausführungsbeispiel im Bereich der oberen Stirnwand 17 ein Überdruck- oder
Entspannungsventil 28 vorgesehen.
[0038] Um den Silo-Park klein und damit wirtschaftlich zu gestalten, können die beiden Beschickungssysteme,
wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, miteinander kombiniert werden.
[0039] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind noch zu beschreibende Einrichtungen
vorgesehen, die selbstverständlich auch bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsformen
eingebaut sein können.
[0040] In der oberen Sirnwand 17 des Silos 1 sind im Abstand voneinander zwei Saugleitungsanschlusse
30 und 31 angeordnet. Wahlweise können Saugleitungsanschlüsse 32 und 33 lediglich
in der Seitenwand des Silos 1 im axialen Abstand voneinander angeordnet werden, oder
zusammen mit den Saugleitungsanschlüssen 30 und 31 in der oberen Sirnwand 17 vorgesehen
sein. Diese Saugleitungsanschlüsse sind absperrbar.
[0041] In der dargestellten stehenden Lage kann an den Saugleitungsanschluß 30 eine Saugleitung
angeschlossen werden, die zu einer Stelle geführt werden kann, an der Material abgesaugt
werden soll. Der Saugleitungsanschluß 31 ist mit einer Saugleitung verbunden, die
zu einem Gebläse führt, das beispielsweise in einem Fahrzeug angeordnet ist. Bei diesem
Saugbetrieb dient der Silo 1 als Abscheider. Damit der Silo liegend als Abscheider
verwendet werden kann, sind beim dargestellen Ausführungsbeispiel in der Scheitellinie
des gewölbten Seitenwandungsabschnittes 8 im senkrechten Abstand voneinander zwei
absperrbare Saugleitungsanschlüsse 32 und 33 vorgesehen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ist für den Betrieb des Silos 1 als Abscheider in die Entlüftungsleitungsleitung 22
ein Absperrhahn 34 eingebaut.
[0042] Um Materialien aus dem Silo 1 in einen Saugluftstrohm einzugeben, der diese Materialien
aus dem Silo herausreißt, ist am Auslaß 12 ein T-Stück 35 angeschlossen, durch das
hindurch ein Förderluftstrom gefüht wird. Zur Unterstützung dieses Betriebes wird
beispielsweise über die Öffnungen 27 (Fig. 2) der Blasleitung ein Überdruck in den
Silo 1 eingegeben. Um eine Beschädigung des Silos 1 zu verhindern, wird in diesem
Fall die Entlüftung 28 als Expansionsklappe ausgebildet.
1. Silo für fließfähige Stoffe mit einem Standgestell, das komplementäre Elemente
für Hebezeuge von Transportfahrzeugen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
1. in einem Seitenwandabschnitt (8) des Silos (1) eine Füllöffnung (9) mit Verschluß
(10) ausgebildet ist, und
2. der Boden (11) des Silos (1) schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standgestells
(2) angeordneten Auslaß (12) verläuft.
2. Silo nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1 der Verschluß (10) der Füllöffnung (9) als Klappenverschluß (13) ausgebildet ist.
3. Silo nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.2 der Verschluß (10) mittels eines Arbeitszylinders (14) betätigbar ist.
4. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
3. der Querschnitt (16), des oberhalb des Bodens (11) liegenden Siloabschnitts (15),
die Form eines Rechtecks aufweist, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist.
5. Silo nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
3.1 der Bogen ein Kreisbogenabschnitt ist.
6. Silo nach mindestens einem der Anspüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.3 die Füllöffnung (9) in einem gewölbten Seitenwandabschnitt (8) ausgebildet ist.
7. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.3.1 die Füllöffnung (9) in einem kreiszylinderförmigen Seitenwandabschnitt (8)
ausgebildet ist.
8. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.4 die Füllöffnung (9) und der Auslaß (12) miteinander fluchten.
9. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.5 sich längs des, der Füllöffnung (9) gegenüberliegenden Seitenwandungsabschnittes
des Silos (1) zwei parallele Schienen (6) erstrecken, die
1.5.1 über die obere Stirnwand (17) des Silos (1) sich erstreckende Abschnitte (6a)
aufweisen, zwischen denen eine drehbare Aufnahmeöse (7) angeordnet ist.
10. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.6 in dem der Füllöffnung (9) gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens (3)
ein Rohr (21) oder Wälzlager angeordnet ist.
11. Silo für fließfähige Stoffe mit einem Standgestell, das komplementäre Elemente
für Hebezeuge von Transportfahrzeugen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
1. in wenigstens einem Träger (4) des Standgestells (2) eine, in den Innenraum des
Silos (1) mündende Blasleitung (18, 25) ausgebildet ist, und
2. der Boden (11) des Silos (1) schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standgestells
(2) angeordneten Auslaß (12) verläuft.
12. Silo nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1 im Bereich der oberen Stirnwand (17) des Silos (1) eine Entlüftung angeordnet
ist.
13. Silo nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.1 eine Entlüftungsleitung (22) im Silo (1) angeordnet ist, deren Mündung (23)
im Bereich dessen oberer Stirnwand (17) liegt, und die sich in einen, am Bodenrahmen
(3) angeordneten Wasserkasten (24) hinein erstreckt und
1.2 die Mündung (20) der Blasleitung (18, 19) im unteren Bereich des Silos (1) liegt.
14. Silo nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.2 der Wasserkasten (24) Lochbleche unterhalb des Wasserspiegels aufweist.
15. Silo nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.3 ein Abschnitt der Entlüftungsleitung (22) in einem Träger (4) des Standgestells
(2) aus gebildet ist.
16. Silo nach einem der Ansprüche 13 - 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.4 die Mündung (23) der Entlüftungsleitung (22) im Bereich des Seitenwandungsabschnittes
(8) des Silos (1) angeordnet ist.
17. Silo nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.3 die Blasleitung (25) sich in dem Silo (1) bis in den Bereich der oberen Stirnwand
(17) erstreckt und wenigstens zwei im Abstand voneinander angeordnete Mündungen (27)
aufweist und
1.3.1 im Bereich der oberen Stirnwand (17) ein Entlüftungsventil (28) angeordnet ist.
18. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
3. der Querschnitt (16) des oberhalb des Bodens (11) liegenden Siloabschnittes (15)
die Form eines Rechtecks aufweist, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist.
19. Silo nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
3.1 der Bogen ein Kreisbogenabschnitt ist.
20. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
2.1 sich längs des dem Auslaß (12) gegenüberliegenden Seitenwandungsabschnittes des
Silos (1) zwei parallele Schienen (6) erstrecken, die
2.1.1 über die obere Stirnwand (17) des Silos (1) sich erstreckende Abschnitte (6a)
aufweisen, zwischen denen eine drehbare Aufnahmeöse (7) angeordnet ist, deren Drehachse
in der Silo-Schwerachse liegt.
21. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
2.2 in dem dem Auslaß (12) gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens (3) ein Rohr
(21) oder Wälzlager angeordnet ist.
22. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieser sowohl eine Blasleitung (18, 25) als auch eine Füllöffnung (9) aufweist.
23. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
4. in der oberen Stirnwand (17) und/oder in der Seitenwand des Silos (1) jeweils zwei
absperrbare Saugleitungsanschlüsse (30, 31, 32 u. 33) im Abstand voneinander abgeordnet
sind.
24. Silo nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
4.1 zwei Saugleitungsanschlüsse (32, 33) in der Scheitellinie des gewölbten Seitenwandabschnittes
(8) des Silos (1) angeordnet sind.
25. Silo nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.5 die Entlüftungsleitung (22) einen Absperrhahn (34) aufweist.
26. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
5. dieser überdruck- und/oder unterdruckfest ausgebildet ist.
27. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.1.6 die Entlüftung (28) des Silos (1) als eine bei vorbestimmtem Druck sich öffnende
Expansionsklappe ausgebildet ist.
28. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß
6. am Auslaß (12) ein T-förmiges Anschlußstück angeschlossen ist.