(19)
(11) EP 0 382 995 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.08.1990  Patentblatt  1990/34

(21) Anmeldenummer: 89730159.4

(22) Anmeldetag:  11.07.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65D 88/30
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 16.02.1989 DE 3904955

(71) Anmelder: ABS TRANSPORT GMBH
D-10827 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Kasischke, Michael
    D-1000 Berlin 12 (DE)
  • Deike, Ingo
    D-1000 Berlin 12 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Silo für fliessfähige Stoffe


    (57) Die Erfindung betrifft einen Silo, der zur Vereinfachung des Transportes (Beladen und Entladen) mit einer in einem Seitenwandungsabschnitt 8 angeordneten Füllöffnung 9 ausgerüstet ist, die mittels einer Klappe 13 ver­schließbar ist. Der Boden des Silos 1 verläuft schräg nach außen zu einem Auslaß 12, der außerhalb des Standgestells 2 liegt. Anstelle der Füllöffnung 9 kann eine Blasleitung 18, 20 vorgesehen sein. Blasleitung 18, 20 und Füllöffnung 9 können auch miteinander kombiniert werden. Mit Vorteil ist der Silo 1 Über- und/oder Unter­druckfest ausgebildet. Ferner ist der Silo 1 mit Saug­leitungsanschlüssen ausgerüstet. Dadurch kann der Silo 1 sowohl als Abscheidebehälter für Sauggeräte sowie als Vorratsbehälter für Blasgeräte verwendet werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Silo nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Silos der vorbezeichneten Art werden mittels eines Blasverfahrens gefullt. Vor oder nach der Füllung werden diese Silos durch Hebezeuge von Transportfahrzeugen auf diese aufgelegt und zum Verbraucher des Materials transportiert. Vor Ort werden diese Silos mittels der Hebezeuge der Transportfahrzeuge abgeladen und senkrecht aufgestellt. Bei den bekannten Silos befindet sich der Auslaß in der Mitte des Bodens des senkrechtstehenden Silos innerhalb des Standgestells.

    [0003] Die bekannten Silos weisen den Nachteil auf, daß das Einfüllen unter Verwendung eines Blasverfahrens nur mit einem feinkörnigen Material durchgeführt werden sollte. Wenn grobkörniges, hartes Material in diese Silos einge­blasen wird, tritt ein außerordentlich starker Ver­schleiß im Blassystem und Silo auf, der eine unwirt­schafliche Betriebsweise bedingt. Das Füllen mittels eines Blasverfahrens macht ferner hohe Standzeiten erforderlich.

    [0004] Die Anordnung des Auslasses in der Mitte des Silo-Bodens innerhalb des Standgestells macht vor Ort zusätzliche Fördereinrichtungen erforderlich, die das aus dem Silos austretende Material aus dem Bereich des Standgestells herausfördern und in nachgeschaltete Anlagen oder Transportvorrichtungen eingeben.

    [0005] Die vorstehend vorgetragenen Nachteile beim Beschicken und Entladen des Silos zeigen, daß mit den bekannten Silos der Transport von fließfähigen Feststoffen nicht optimal durchgeführt werden kann. Eine Analyse des Transportes fließfähiger Feststoffe mittels Silos oder Container zeigt, daß dieser Transport nur dann optimal gestaltet werden kann, wenn der Behälter so ausgelegt ist, daß sowohl dessen Beladung oder Beschickung am Füllort als auch dessen Entladung vor Ort beim Ver­braucher in der bestmöglichen und effektivsten Weise durchgeführt werden kann.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Silos der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß ein optima­ler Transport fließfähiger Feststoffe durchgeführt werden kann.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die technischen Lehren der Patentansprüche 1, 11, 21, 23 und 26 gelöst.

    [0008] Durch die Erfindung werden zur Lösung des Transportpro­blems fließfähiger Feststoffe in Silos mehrere, wahlweise kombinierbare Möglichkeiten zur Verfügung gestellt.

    [0009] Insbesondere für den Transport eines grobkörnigen Mate­rials ist erfindungsgemäß in einem Seitenwandabschnitt des Silos eine Füllöffnung mit Verschluß ausgebildet, so daß der Silo im liegenden Zustand mittels einer Lade- oder Fördereinrichtung gefüllt werden kann. Zum Ver­schleiß neigende Blassysteme sind in diesem Fall nicht notwendig. Die Standzeit wird vermindert und durch diese Ausbildung wird ein Teil eines einheitlichen Transport­problems gelöst. Der andere Teil dieses einheitlichen Transportproblems wird dadurch gelöst, daß der Boden des Silos schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standgestells angeordneten Auslaß verläuft. Vor Ort ist beim Verbraucher keine zusätzliche Fördereinrichtung erforderlich. Das vom Silo transportierte Material kann unmittelbar in nachgeschaltete Anlagen oder Förderein­richtungen eingegeben werden. Durch die erfindungsgemäße Kombination wird der Silo derart ausgebildet, daß der Transport fließfähiger, grobkörniger Feststoffe optimal durchgeführt werden kann, da sowohl die bisher auf­tretenden Schwierigkeiten bei der Beladung des Silos als auch bei dessen Entladung ausgeschaltet werden.

    [0010] Mit Vorteil ist der Verschluß der Füllöffnung als Klappenverschluß ausgebildet. Dieser Verschluß ist in an sich bekannter Weise abgedichtet. Wegen des Gewichtes des Verschlußes ist dieser mittels Arbeitszylinder betätigbar.

    [0011] Bei einer bevorzugten, vorteilhaften Ausführungsform weist der Querschnitt des oberhalb des Bodens liegenden Silo-Abschnittes die Form eines Rechtecks auf, dessen eine Seite durch einen Bogen, insbesondere einen Kreis­bogenabschnitt ersetzt ist. Die Anordnung der Füll­öffnung in diesem Kreisbogenabschnitt, d. h. in einem gewölbten Seitenwandungsabschnitt bringt bei der Bela­dung des Silos einen wesentlichen Vorteil mit sich. Der, wie vorstehend beschrieben ausgebildete Silo hat die Form eines parallelepipedischen Kastens, der mittels eines Gewölbes abgeschlossen ist. Beim Füllen des Be­hälters, z.B. mit einem Radlader, befindet sich dieser in einer liegenden Stellung. Der Gewölbeabschnitt des Silos liegt oben. Das eingegebene fließ- oder schütt­fähige Material bildet in der Endphase der Beladung einen Schüttkegel, dessen Form optimal durch den Gewöl­beabschnitt des Silos angenähert wird, so daß ein "Nachstopfen" des eingefüllten Materials nicht erforder­lich ist.

    [0012] In Verbindung mit der schräg nach außen führenden Ge­staltung des Bodens des Silos wird durch die vorstehend beschriebene spezielle Querschnittsform ein weiterer Vorteil erzielt. Da die Füllöffnung und der Auslaß mit­einander fluchtend angeordnet sind, erstreckt sich der Boden des Silos in Richtung des gewölbten, insbesondere kreiszylinderförmigen Seitenwandungsabschnittes nach unten. Daraus ergibt sich, daß die Höhe des Silos im Bereich des gewölbten oder kreiszylinderförmigen Seiten­wandungsabschnittes größer ist, als im Bereich des rechteckigen Querschnittabschnittes. Andererseits ist der Volumenanteil zwischen zwei Ebenen im gewölbten Abschnitt des Silos kleiner als im rechteckigen Ab­schnitt. Durch die größere Höhe im gewölbten Bereich gegenüber dem Bereich mit rechteckigem Querschnitt wird, wegen des dadurch erzielten Volumenausgleiches zu beiden Seiten des Schwerpunktes, vom gefüllten Silo die Last gleichförmig auf das Standgestell übertragen. Neben der gleichförmigen, mechanischen Belastung führt diese Ge­staltung zu einer erhöhten Sicherheit, da beim stehenden Silo der Schwerpunkt nicht außermittig liegt und somit kein Kippmoment erzeugt wird.

    [0013] Da zum Transport der Silo auf ein Fahrzeug auf- und von diesem wieder abgesetzt werden muß, erstrecken sich, zur Erleichterung des Betriebes, längs des der Full­öffnung gegenüberliegenden Seitenwandungsabschnittes des Silos zwei parallele Schienen, die über die obere Stirnwand des Silos sich erstreckende Abschnitte auf­weisen, zwischen denen ein Aufnahmehaken angeordnet ist. Durch diese Ausbildung wird die Handhabung des Silos durch an sich bekannte Hebezeuge der Transportfahrzeuge erleichtert. Da beim Aufnehmen und Abstellen des Silos eine Kippbewegung erforderlich ist, wird im, der Füll­öffnung gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens ein Rohr oder Wälzlager angeordnet.

    [0014] Für den Fall, daß keine grobkörnigen, korrodierenden Stoffe oder Materialien sondern lediglich leichtes, pulver- oder staubförmiges Gut befördert werden sollen, wird eine Füllung durch Beblasen vorgesehen. Erfin­dungsgemäß ist dazu in mindestens einem Träger des Standgestells eine, in den Innenraum des Silos mündende Blasleitung ausgebildet. Der Boden des Silos verläuft schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standge­stells angeordneten Auslaß.

    [0015] Die Integration des Blassystems in das Standgestell führt zu einer kompakten Konstruktion. Am Füllort können standardisierte Anschlußeinrichtungen vorgesehen sein, so daß das Beblasen hinsichtlich des apparativen Aufwandes wesentlich vereinfacht und damit verbessert wird.

    [0016] Mit Vorteil ist im Bereich der oberen Stirnwand des Silos eine Entlüftung ausgebildet. Wenn ein sehr leichtes Material in den Silo eingeblasen wird, kann das Material von unten durch darüberliegende Schichten hin­durch geblasen werden. Die Mündung der Blasleitung ist dann im unteren Bereich des stehenden Silos angeordnet.

    [0017] Eine Entlüftungsleitung ist im Silo angeordnet, deren Mündung im Bereich der oberen Stirnwand liegt. Die Ent­lüftungsleitung erstreckt sich in einen am Bodenrahmen angeordneten Wasserkasten hinein. Der Wasserkasten dient als Staubfilter. Durch eingelegte Lochbleche wird eine Verkleinerung der Luftblasen erzwungen, so daß eine wesentlich bessere Bindung der Staubteilchen an das Wasser erreicht wird. Zur Vereinfachung des Aufbaus ist ein Abschnitt der Entlüftungsleitung in einem Träger des Standgestells ausgebildet.

    [0018] Mit besonderem Vorteil ist die Mündung der Entlüftungs­leitung in dem Bereich des Wandungsabschnittes des Silos angeordnet, der im liegenden Zustand des Behälters oben liegt.

    [0019] Wenn ein schwereres Material, das von unten nicht durch­geblasen werden kann, in den Silo eingeblasen werden soll, erstreckt sich die Blasleitung bis in den Bereich der oberen Stirnwand hinein. Wenigsten zwei, im Abstand voneinander angeordnete Mündungen sind an der Blaslei­tung vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist im Be­reich der oberen Stirnwand ein Entlüftungsventil, bei­spielsweise ein Überdruckventil oder eine Klappe ange­ordnet.

    [0020] Der, mittels eines Blassystems füllbare erfindungsgemäße Silo weist mit Ausnahme der Füllöffnung und des Ver­schlusses die gleichen konstruktiven Merkmale auf, die bei der zuerst genannten Ausführungsform beschrieben wurden und die die gleichen Vorteile mit sich bringen.

    [0021] Für Transporte, sowohl leichter pulver- oder staub­förmiger Materialien als auch grobkörniger harter Mate­rialien mit dem gleichen Gerät werden erfindungsgemäß mit Vorteil die Silos mit einer Kombination der vorstehend beschriebenen Beschickungssysteme ausge­rüstet. Ein derartiger Silo weist sowohl eine Füllöffnung mit Verschluß als auch wenigstens eine der vorstehend beschriebenen Blasleitungen auf. Derartige Silos sind zum Transport eines weit gefächerten Spektrums von Stoffen oder Materialien geeignet, so daß der Silo-Park klein gehalten werden kann.

    [0022] Um den Silo für den Transport bestimmter Materialien auch als Abscheider einsetzen zu können, sind in der oberen Stirnwand und/oder in der Seitenwand des Silos jeweils zwei absperrbare Saugleitungsanschlüsse im Ab­stand voneinander angeordnet. Insbesondere sind die Saugleitungsanschlüsse in der Seitenwand in der Scheitellinie des gewölbten Seitenwandungsabschnittes des Silos angeordnet. Durch diese Ausbildung kann der Silo stehend und/oder liegend, als Abscheider eingesetzt werden, wenn der eine Saugleitungsanschluß über eine Saugverbindungsleitung mit der Absaugstelle verbunden ist und der andere mit der Ansaugseite eines Gebläses. Mit Vorteil ist in die Entlüftungsleitung ein Absperrhahn eingebaut, um beim Betrieb als Abscheider ein Ansaugen von Falschluft zu verhindern.

    [0023] Mit besonderem Vorteil ist der Silo überdruck- und/oder unterdruckfest ausgebildet. Die unterdruckfeste Aus­bildung ist insbesondere bei der Verwendung als Ab­scheider von nutzen.

    [0024] Förderanlagen, die mittels Druckluft das Fördergut zum Verarbeitungsort fördern, sind so ausgelegt, daß das Fördergut chargenweise aus dem Silo entnommen und in einem druckddichten Vorratsbehälter gelagert wird. Nach Schließen des Vorratsbehälters wird das Material me­chanisch in den Luftstrom einer Förderleitung einge­bracht. Der Materialfluß ist an Baustellen für Putz­zwecke ausreichend. Für andere Verwendungen ist dieser Materialfluß zu gering. Diese Verfahrensweise ist insbe­sondere für grobes Material nicht geeignet.

    [0025] Wenn der Silo in überdruckfester Form ausgebildet ist, kann in vorteilhafter Weise ein T-förmiges Anschlußstück am Auslaß des Silos angeschlossen werden. Durch dieses T-förmige Anschlußstück wird ein Luftstrom geleitet. Dieser Luftstrom reißt das Material aus dem Silo heraus. Mit Vorteil kann dabei über die Blasleitung Druckluft in den Silo eingeführt werden. Zweckmäßigerweise wird die Entlüftungsleitung mittels eines Abschlußhahnes ge­schlossen. Um eine Beschädigung des Silos auszuschalten, ist eine Expansionsklappe vorgesehen.

    [0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen in der folgen­den Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung erläutert werden. Der Einfachheit halber wer­den in den Figuren Kombinationen der Beschickungssysteme veranschaulicht, obwohl erfindungsgemäß neben diesen Kombinationen jedes Beschickungssystems für sich an einem Silo ausgebildet sein kann.

    [0027] Es zeigen:

    Fig. 1 + 2 schematische Seitenansichten zweier Ausführungsformen eines stehenden Silos und

    Fig. 3 eine Draufsicht auf einen stehenden Silo.



    [0028] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Silo 1 weist ein Standgestell 2 auf. Die Träger 4 dieses Standgestells 2 erstrecken sich in an sich bekannter Weise von einem Bodenrahmen 3 aus nach oben.

    [0029] Bei beiden Ausführungsformen weist der Silo 1 einen, zur Silo-Längsachse von oben nach unten schräg verlaufenden Boden 11 auf. Dieser Boden 11 verläuft unter einem Winkel zur Silo-Längsachse von einer Seitenwandung des Silos 1 bis zu einem Auslaß 12, der, wie dargestellt, außerhalb des Standgestells 2 angeordnet ist. Dieser Auslaß 12 ist aufgrund seiner Anordnung von außen direkt zugänglich, so daß unmittelbar an diesen Auslaß 12 nach­geschaltete Anlagen oder entsprechende Förderwerke ange­schlossen werden können.

    [0030] Auf der, dem Auslaß 12 gegenüberliegenden Seite des Silos 1 erstrecken sich vom Bodenrahmen 3 zwei parallele Schienen 6 nach oben. Diese Schienen 6 sind über die obere Stirnwand 17 des Silos 1 hinaus verlängert und zwischen diesen Abschnitten 6a ist eine schwenkbare Aufnahmeöse 7 montiert. Deren Drehpunkt liegt in der Silo-Schwerachse des stehenden Silos. Beim Aufstellen kann sich dadurch die Schiene 6 im oberen Bereich vom Fahrzeugrahmen lösen und der Silo kippt in die senk­rechte Stellung. In der liegenden Transportstellung auf dem Fahrzeug klappt die Öse weg und nimmt die von der DIN-Vorschrift für Hakenabsetzgerate vorgeschriebene außenmittige Position ein.

    [0031] In dem, dem Auslaß 12 gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens 3 sind ein Rohr oder ein Wälzlager vorge­sehen.

    [0032] In einem Seitenwandabschnitt 8 des Silos 1 ist eine in Fig. 3 bei 9 angedeutete Füllöffnung ausgebildet, die wie dargestellt durch eine Klappe 13 verschließbar ist. Eine Dichtungseinrichtung ist nicht dargestellt. Der Klappenverschluß 13 ist mittels des in Figur 3 darge­stellten Arbeitszylinders 14 betätigbar und kann mittels Spannschrauben 29 (Fig. 1 und 2) in der Schließstellung festgezurrt werden. In Figur 3 ist der Querschnitt 16 des oberhalb des Bodens 11 liegenden Siloabschnittes 15 dargestellt. Dieser Querschnitt 16 hat die Form eines Rechteckes, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist dieser Bogen ein Kreisbogenabschnitt.

    [0033] Durch diese Ausbildung des Querschnittes 16 hat der Silo 1 die Form eines parallelepipedischen Kastens, der von einem Gewölbe abgeschlossen ist, das beim liegenden Silo oben liegt. Der Seitenwandungsabschnitt 8 ist ein gewölbter, insbesondere kreiszylinderförmiger Seitenwandungsabschnitt. In diesem Seitenwandungsab­chnitt ist die Füllöffnung 9 ausgebildet. Die Füllöffnung 9 fluchtet mit dem Auslaß 12.

    [0034] Die vorstehend beschriebene und in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsform wird für den Transport eines grobkörnigen harten Materials, wie beispielsweise Sand oder Kies verwendet. Zum Füllen befindet sich der Silo 1 in der liegenden Stellung und nach Aufklappen der Klappen 13 kann der liegende Silo 1 mittels einer Ladevorrichtung gefüllt werden.

    [0035] Wird der Silo 1 lediglich für den Transport feiner, pulverförmiger Materialien verwendet, ist die Füll­öffnung 9 mit Klappe 13 nicht vorgesehen. Der Silo 1 ist dann mit einem Blassystem ausgerustet. Zwei Ausführungs­beispiele dieses Blassystems sind in den Figuren 1 und 2 dargestellt.

    [0036] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform, ist eine Blasleitung 18 im Träger 4 des Standgestells 2 ausgebildet. Diese Blasleitung 18 weist einen Blaslei­tungsanschluß 26 auf. Die Blasleitung 18 mündet bei 20 oberhalb des Bodens 11 in den Silo 1. Diese tiefliegende Mündung 20 führt zu einem Betrieb, bei dem beim Einbla­sen das Material durch die Materialschicht, die sich im Silo 1 ausbildet, hindurchgeblasen wird. Zur Entlüftung ist eine Entlüftungsleitung 22 vorgesehen, deren Mündung 23 im Bereich der oberen Stirnwand 17 des Silos 1 liegt. Die Entlüftungsleitung 22 erstreckt sich nach unten aus dem Silo 1 heraus und mündet in einem Wasserkasten 24, der als Staubfilter dient. Der sich aus dem Silo 1 herauserstreckende Abschnitt der Entlüftungsleitung 22 kann auch in einem der Träger 4 des Standgestells 2 ausgebildet sein.

    [0037] Wenn ein Material in den Silo 1 eingeblasen werden soll, das beim Füllen von unten nicht mehr durchgeblasen werden kann, wird das in Figur 2 dargestellte Blassystem verwendet. Im Träger 4 des Standgestells 2 ist eine Blasleitung 25 ausgebildet, die einen Anschluß 26 auf­weist. Die Blasleitung 25 erstreckt sich, wie darge­stellt, in den Silo 1 nach oben bis in den Bereich der oberen Stirnwand 17 hinein. Die Blasleitung weist mehrere, im Abstand übereinander liegende Mündungen 27 auf. Zur Entlüftung ist bei diesem Ausführungsbeispiel im Bereich der oberen Stirnwand 17 ein Überdruck- oder Entspannungsventil 28 vorgesehen.

    [0038] Um den Silo-Park klein und damit wirtschaftlich zu gestalten, können die beiden Beschickungssysteme, wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, miteinander kombiniert werden.

    [0039] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind noch zu beschreibende Einrichtungen vorgesehen, die selbstverständlich auch bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsformen eingebaut sein können.

    [0040] In der oberen Sirnwand 17 des Silos 1 sind im Abstand voneinander zwei Saugleitungsanschlusse 30 und 31 ange­ordnet. Wahlweise können Saugleitungsanschlüsse 32 und 33 lediglich in der Seitenwand des Silos 1 im axialen Abstand voneinander angeordnet werden, oder zusammen mit den Saugleitungsanschlüssen 30 und 31 in der oberen Sirnwand 17 vorgesehen sein. Diese Saugleitungsan­schlüsse sind absperrbar.

    [0041] In der dargestellten stehenden Lage kann an den Saug­leitungsanschluß 30 eine Saugleitung angeschlossen werden, die zu einer Stelle geführt werden kann, an der Material abgesaugt werden soll. Der Saugleitungsanschluß 31 ist mit einer Saugleitung verbunden, die zu einem Gebläse führt, das beispielsweise in einem Fahrzeug angeordnet ist. Bei diesem Saugbetrieb dient der Silo 1 als Abscheider. Damit der Silo liegend als Abscheider verwendet werden kann, sind beim dargestellen Ausführ­ungsbeispiel in der Scheitellinie des gewölbten Seiten­wandungsabschnittes 8 im senkrechten Abstand voneinander zwei absperrbare Saugleitungsanschlüsse 32 und 33 vorge­sehen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist für den Betrieb des Silos 1 als Abscheider in die Entlüftungsleitungsleitung 22 ein Absperrhahn 34 einge­baut.

    [0042] Um Materialien aus dem Silo 1 in einen Saugluftstrohm einzugeben, der diese Materialien aus dem Silo heraus­reißt, ist am Auslaß 12 ein T-Stück 35 angeschlossen, durch das hindurch ein Förderluftstrom gefüht wird. Zur Unterstützung dieses Betriebes wird beispielsweise über die Öffnungen 27 (Fig. 2) der Blasleitung ein Überdruck in den Silo 1 eingegeben. Um eine Beschädigung des Silos 1 zu verhindern, wird in diesem Fall die Entlüftung 28 als Expansionsklappe ausgebildet.


    Ansprüche

    1. Silo für fließfähige Stoffe mit einem Standgestell, das komplementäre Elemente für Hebezeuge von Transportfahrzeugen aufweist,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1. in einem Seitenwandabschnitt (8) des Silos (1) eine Füllöffnung (9) mit Verschluß (10) ausgebildet ist, und
    2. der Boden (11) des Silos (1) schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standge­stells (2) angeordneten Auslaß (12) ver­läuft.
     
    2. Silo nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1 der Verschluß (10) der Füllöffnung (9) als Klappenverschluß (13) ausgebildet ist.
     
    3. Silo nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.2 der Verschluß (10) mittels eines Arbeitszy­linders (14) betätigbar ist.
     
    4. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    3. der Querschnitt (16), des oberhalb des Bo­dens (11) liegenden Siloabschnitts (15), die Form eines Rechtecks aufweist, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist.
     
    5. Silo nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    3.1 der Bogen ein Kreisbogenabschnitt ist.
     
    6. Silo nach mindestens einem der Anspüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.3 die Füllöffnung (9) in einem gewölbten Seitenwandabschnitt (8) ausgebildet ist.
     
    7. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.3.1 die Füllöffnung (9) in einem kreiszylinder­förmigen Seitenwandabschnitt (8) ausgebildet ist.
     
    8. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.4 die Füllöffnung (9) und der Auslaß (12) miteinander fluchten.
     
    9. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.5 sich längs des, der Füllöffnung (9) gegen­überliegenden Seitenwandungsabschnittes des Silos (1) zwei parallele Schienen (6) er­strecken, die
    1.5.1 über die obere Stirnwand (17) des Silos (1) sich erstreckende Abschnitte (6a) aufweisen, zwischen denen eine drehbare Aufnahmeöse (7) angeordnet ist.
     
    10. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.6 in dem der Füllöffnung (9) gegenüberliegen­den Abschnitt des Bodenrahmens (3) ein Rohr (21) oder Wälzlager angeordnet ist.
     
    11. Silo für fließfähige Stoffe mit einem Standgestell, das komplementäre Elemente für Hebezeuge von Transportfahrzeugen aufweist,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1. in wenigstens einem Träger (4) des Standge­stells (2) eine, in den Innenraum des Silos (1) mündende Blasleitung (18, 25) ausgebil­det ist, und
    2. der Boden (11) des Silos (1) schräg zur Silo-Achse zu einem außerhalb des Standge­stells (2) angeordneten Auslaß (12) ver­läuft.
     
    12. Silo nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1 im Bereich der oberen Stirnwand (17) des Silos (1) eine Entlüftung angeordnet ist.
     
    13. Silo nach Anspruch 11 oder 12,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.1 eine Entlüftungsleitung (22) im Silo (1) angeordnet ist, deren Mündung (23) im Be­reich dessen oberer Stirnwand (17) liegt, und die sich in einen, am Bodenrahmen (3) angeordneten Wasserkasten (24) hinein er­streckt und
    1.2 die Mündung (20) der Blasleitung (18, 19) im unteren Bereich des Silos (1) liegt.
     
    14. Silo nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.2 der Wasserkasten (24) Lochbleche unterhalb des Wasserspiegels aufweist.
     
    15. Silo nach Anspruch 13 oder 14,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.3 ein Abschnitt der Entlüftungsleitung (22) in einem Träger (4) des Standgestells (2) aus­ gebildet ist.
     
    16. Silo nach einem der Ansprüche 13 - 15,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.4 die Mündung (23) der Entlüftungsleitung (22) im Bereich des Seitenwandungsabschnittes (8) des Silos (1) angeordnet ist.
     
    17. Silo nach Anspruch 11 oder 12,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.3 die Blasleitung (25) sich in dem Silo (1) bis in den Bereich der oberen Stirnwand (17) erstreckt und wenigstens zwei im Abstand voneinander angeordnete Mündungen (27) auf­weist und
    1.3.1 im Bereich der oberen Stirnwand (17) ein Entlüftungsventil (28) angeordnet ist.
     
    18. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 17,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    3. der Querschnitt (16) des oberhalb des Bodens (11) liegenden Siloabschnittes (15) die Form eines Rechtecks aufweist, dessen eine Seite durch einen Bogen ersetzt ist.
     
    19. Silo nach Anspruch 18,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    3.1 der Bogen ein Kreisbogenabschnitt ist.

     
    20. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    2.1 sich längs des dem Auslaß (12) gegenüberlie­genden Seitenwandungsabschnittes des Silos (1) zwei parallele Schienen (6) erstrecken, die
    2.1.1 über die obere Stirnwand (17) des Silos (1) sich erstreckende Abschnitte (6a) aufweisen, zwischen denen eine drehbare Aufnahmeöse (7) angeordnet ist, deren Drehachse in der Silo-­Schwerachse liegt.
     
    21. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    2.2 in dem dem Auslaß (12) gegenüberliegenden Abschnitt des Bodenrahmens (3) ein Rohr (21) oder Wälzlager angeordnet ist.
     
    22. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 21,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    dieser sowohl eine Blasleitung (18, 25) als auch eine Füllöffnung (9) aufweist.
     
    23. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 22,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    4. in der oberen Stirnwand (17) und/oder in der Seitenwand des Silos (1) jeweils zwei ab­sperrbare Saugleitungsanschlüsse (30, 31, 32 u. 33) im Abstand voneinander abgeordnet sind.
     
    24. Silo nach Anspruch 23,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    4.1 zwei Saugleitungsanschlüsse (32, 33) in der Scheitellinie des gewölbten Seitenwandab­schnittes (8) des Silos (1) angeordnet sind.
     
    25. Silo nach Anspruch 23 oder 24,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.5 die Entlüftungsleitung (22) einen Absperr­hahn (34) aufweist.
     
    26. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 25,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    5. dieser überdruck- und/oder unterdruckfest ausgebildet ist.
     
    27. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 26,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1.1.6 die Entlüftung (28) des Silos (1) als eine bei vorbestimmtem Druck sich öffnende Expansionsklappe ausgebildet ist.
     
    28. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 27,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    6. am Auslaß (12) ein T-förmiges Anschlußstück angeschlossen ist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht