[0001] Die Erfindung betrifft eine Sprühpistole zum elektrostatischen Sprühbeschichten von
Gegenständen mit Beschichtungsmaterial, insbesondere Beschichtungspulver, gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Solche Sprühpistolen sind aus den US-PS 3 617 000, 3 777 981 und 3 844 477 bekannt.
Bei ihnen besteht die Strömungsmittelleitung aus einem flexiblen Schlauch, welcher
sich von einer Quelle für Beschichtungspulver bis zur Sprühpistole und durch diese
hindurch bis zu einer Zerstäuberdüse erstreckt.
[0003] Aus der DE-PS 28 51 006 (= US-PS 4 196 465) ist eine Sprühpistole bekannt, welche
aus einem Pistolenlauf und einem an seiner Unterseite befestigten Träger in Form eines
Pistolengriffes besteht. Durch den Pistolenlauf führt in Längsrichtung ein gerader
Kanal zur Zufuhr von pulverförmigem Beschichtungsmaterial zu einer Zerstäuberdüse.
Durch den Kanal erstreckt sich ein gerades Kunststoffrohr, welches hinten über den
Kanal übersteht und an einen Schlauch zur Zufuhr des Beschichtungsmaterials anschließbar
ist. Unterhalb des Kanals erstreckt sich parallel zu ihm ein zweiter Kanal durch den
Pistolenlauf. Dieser zweite Kanal ist vorne geschlossen und kann hinten durch eine
Kappe ebenfalls verschlossen werden. Wenn die Kappe entfernt wird, können in den zweiten
Kanal nacheinander eine Spannungsvervielfacherkaskade, ein Transformator, und ein
Oszillator eingeführt werden, welche jeweils als Modul ausgebildet sind und durch
elektrische Stecker miteinander verbunden werden, wenn die Module in den zweiten Kanal
eingesteckt werden. Durch den Pistolengriff führt von unten nach oben bogenförmig
ein Kanal, durch welchen elektrische Anschlußleitungen eines Spannungszuleitungskabels
hindurchgeführt sind, die oben aus dem Pistolengriff herausragen und an eine Steckerplatte
angeschlossen sind, welche auf Stecker des zuletzt eingesetzten Moduls aufsteckbar
ist. Der Pistolengriff kann abgeschraubt werden, und der Pistolenlauf kann ohne Pistolengriff
dann an einem Maschinenträger, beispielsweise einem Roboter befestigt werden.
[0004] Die DE-PS 34 02 945 zeigt eine Spannungsvervielfacherkaskade, an deren Sekundärseite
Elektroden zum elektrostatischen Aufladen von Beschichtungsmaterial angeschlossen
sind. Eine Lampe zeigt die elektrische Spannung der Elektroden an. Die EP-PS 0 164
837 B1 zeigt eine Sprühpistole für flüssiges Beschichtungsmaterial mit einer Ventilnadel
in einem durch den Pistolenlauf hindurchführenden Kanal. Die Ventilnadel wird von
einem Trigger betätigt und wirkt mit einem unmittelbar vor der Zerstäuberdüse angeordneten
Ventilsitz zusammen. Auch hier dient eine Spannungsvervielfacherkaskade zur Erzeugung
einer Hochspannung für Elektroden zur elektrostatischen Aufladung des flüssigen Beschichtungsmaterials.
Die EP-PS 0 110 753 B1 zeigt eine elektrostatische Pulversprühpistole, bei welcher
ein Griff an eine insgesamt ebene Rückseite eines Pistolenlaufes angrenzt. Im Griff
befindet sich ein Transformator, und in das Material des Pistolenlaufes ist ein Spannungsvervielfacher
eingegossen.
[0005] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Sprühpistole so zu gestalten,
daß sie einfacher hergestellt, gereinigt, gewartet und repariert werden kann, und
daß wichtige Elemente einfach und schnell ausgetauscht werden können. Ein solcher
Austausch von Elementen soll nicht nur Betriebsausfallzeiten bei defekten Elementen
verkürzen, sondern auch die Umrüstung der Sprühpistole von einem Zerstäübersystem
auf ein anderes Zerstäübersystem ermöglichen, wie dies beispielsweise aus der DE-OS
36 08 415 bekannt ist. Ferner soll durch die Erfindung auch ein Wechseln der Polarität
der Hochspannung von normalerweise "minus" auf "plus" möglich sein, die zum Beispiel
für Beschichtungspulver aus Polyamid benötigt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1 gelöst.
[0007] Beschichtungsmaterial, insbesondere Pulver, hat eine starke abrasive Wirkung. Ferner
ist es häufig erwünscht, das Pulver an der Wand der Leitung durch Reibung elektrostatisch
aufzuladen. Je nach Pulverart sind andere Kunststoffmaterialien als Wand für die Leitung
vorteilhaft. Durch die Erfindung kann das Rohr leicht und schnell ausgetauscht werden,
wenn es abgenützt ist oder wenn es aus einem bestimmten Kunststoff oder einem bestimmten
anderen Material bestehen soll, oder wenn bei einem Farbwechsel keine Zeit zum Reinigen
des Rohres zur Verfügung steht.
[0008] Durch die Erfindung erreicht man eine wesentliche Verkürzung der im Pistolenlauf
und auch der in dessen Pistolengriff vorhandenen Kanäle. Der Pistolenlauf und der
Pistolengriff bestehen je im wesentlichen aus einem Kunststoffkörper, die im Spritzgußverfahren
hergestellt sind.Wenn die zur Herstellung der Kanäle in den Kunststoffkörpern erforderlichen
Werkzeugkerne lang und dünn sind, besteht die Gefahr, daß sie sich während des Spritzgießvorganges
durchbiegen und dadurch die Kanäle verformt werden. Dieser Nachteil wird gemäß der
Erfindung vermieden. Gleichzeitig ermöglicht die Erfindung die Einhaltung von gleichbleibenden
Wandstärken der Kunststoffkörper. Bei Vorhandensein von unterschiedlichen Wandstärken
besteht die Gefahr, daß sich beim Abkühlvorgang nach dem Spritzgießvorgang Lunker
bilden. Der Hochspannungserzeuger besteht aus mindestens einem Modul, welcher auf
einfache Weise schnell ausgetauscht werden kann. Der Modul ist gemäß der Erfindung
flüssigkeitsdicht im Sprühpistolenlauf untergebracht, so daß der Pistolenlauf mit
dem darin enthaltenen Hochspannungserzeuger zum Zwecke der Reinigung mit Lösungsmittel
in Berührung gebracht werden kann, ohne daß der Hochspannungserzeuger beschädigt wird.
Der Kunststoffkörper, in welchen die Teile des Hochspannungserzeugers eingegossen
sind, kann daher aus einem anderen Kunststoff bestehen als der Sprühpistolenlauf,
und insbesondere braucht der Kunststoffkörper nicht resistent gegen Lösemittel zu
sein. Der Träger kann ebenfalls schnell gereinigt werden, da der elektrische Anschluß
des Niederspannungskabels durch einfaches Hindurchstecken durch einen geradlinigen
Kanal des Trägers mit den primärseitigen Anschlußelementen des Hochspannungserzeugers
verbunden werden kann. Damit sind alle elektrischen Anschlüsse einfache Steckverbindungen.
Das Anschlußstück des elektrischen Zuleitungskabels braucht lediglich aus dem Träger
herausgezogen zu werden, damit dann der Träger auf einfache Weise vom Sprühpistolenlauf
entfernt werden kann, um gereinigt zu werden.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand mehrerer Ausführungsformen
als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung einer Sprühpistole nach der Erfindung,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform eines Rohres von Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschitt in vergrößerter Darstellung des zentralen Teils der Sprühpistole
von Fig. 1,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch den unteren Teil eines Pistolengriffes von Fig. 1,
in gleicher Vergrößerung wie Fig. 3,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die vordere Hälfte des Pistolenlaufes von Fig. 1,
in gleicher Vergrößerung wie Fig. 3,
Fig. 6 eine Rückseitenansicht längs der Ebene VI-VI in Fig. 3, nachdem eine hintere
Kappe abgenommen und ein Hochspannungserzeugermodul herausgenommen wurde,
Fig. 7 eine Ansicht von unten längs der Ebene VII-VII in Fig. 6.
[0011] Die in Fig. 1 bis 7 dargestellte Sprühpistole nach der Erfindung zum elektrostatischen
Sprühbeschichten von Gegenständen mit pulverförmigem Beschichtungsmaterial besteht
im wesentlichen aus folgenden Teilen: einem Pistolenlauf 2 aus Kunststoff; einer Zerstäuberdüse
4 aus Kunststoff, deren rückwärtige ringförmige Stirnfläche 3 luftdicht gegen die
ringförmige vordere Stirnfläche 5 am vorderen Ende 6 gepreßt werden kann, indem eine
die Zerstäuberdüse 4 übergreifende Schraubhülse 8 aus Kunststoff auf das mit einem
Gewinde 7 versehene vordere Ende 6 des Pistolenlaufes 2 aufgeschraubt wird, wobei
ein erster geradliniger Kanal 10 mit der Düsenöffnung 12 fluchtet; einem Hochspannungserzeuger
14, der die Form eines Moduls hat und austauschbar in einen zweiten geradlinigen Kanal
16 von der Geräterückseite her einsetzbar ist; einem Träger in Form eines Pistolengriffes
18, welcher in einen hinten unten im Pistolenlauf 2 gebildeten Ausschnitt 20 einsetzbar
ist und einen Griffteil 22 aufweist, wobei der Pistolenlauf 18 und sein Griffteil
22 zusammen aus einem Stück aus Kunststoff hergestellt sind und durch den Pistolengriff
18 ein geradliniger dritter Kanal 24 und parallel dazu ein geradliniger vierter Kanal
25 hindurchführt, welche zu dem geradlinigen ersten Kanal 10 des Pistolenlaufes 2
unter einem Winkel 1 zwischen ungefähr 90
o und 140
o verlaufen; einem unter dem gleichen Winkel abgewinkelten Rohr 26 aus Kunststoff als
Pulverkanal, wie der Winkel zwischen dem ersten Kanal 10 und dem vierten Kanal 25,
so daß das Rohr 26 einen sich im wesentlichen durch den gesamten ersten Kanal 10 erstreckenden
Schenkel 27 und einen sich im wesentlichen durch die gesamte Länge des vierten Kanales
25 erstreckenden Schenkel 28 hat; eine rückseitige Abdeckkappe 30, welche durch eine
einzige Schraube 32 an der Rückseite des Pistolenlaufes 2 befestigt werden kann und
oben mit einem Haken 34 zum Aufhängen der Sprühpistole versehen ist. Die Abdeckkappe
30 und ihr Haken 34 bestehen einstückig aus Kunststoff. Die Teile können in einfacher
Weise montiert werden, indem entsprechend einem Pfeil 35 der untere Schenkel 28 des
Rohres 26 in den vierten Kanal 25 des Pistolengriffes 18 gesteckt wird, anschließend
der nach vorne ragende Schenkel 27 des Rohres 26 von der Pistolenrückseite her in
den ersten Kanal gesteckt und dadurch der Kopfteil 36 des Pistolengriffes 18 in den
Ausschnitt 20 des Pistolenlaufes 2 eingefügt wird, entsprechend dem Pfeil 37; der
Hochspannungserzeuger 14 von der Pistolenrückseite her in den zweiten Kanal 16 gesteckt
wird, wobei der Hochspannungserzeuger 14 vor oder nach dem Rohr 26 eingesetzt werden
kann; dann die rückseitige Abdeckkappe 30 aufgesetzt und mit der Schraube 32 befestigt
wird; dann ein stabförmiges elektrisches Anschlußstück 40 eines Niederspannungszuleitungskabels
41 entsprechend einem Pfeil 42 durch den geradlinigen dritten Kanal 24 hindurchgesteckt
wird und anschließend um etwa 90
o entsprechend einem Pfeil 43 gedreht wird. Dabei werden automatisch elektrische Anschlußkontakte
44 am vorderen Ende des stabförmigen Anschlußstückes 40 an elektrische Anschlußelemente
46 gedrückt, welche in einen Zwischenboden 48 des Pistolenlaufes 2 eingegossen sind.
Oberhalb des Zwischenbodens 48 liegen an den elektrischen Anschlußelementen 46 elektrische
Kontakte 50 des primärseitigen Anschlußes des Hochspannungserzeugers 14 an. Die elektrischen
Kontakte 44 und 50 haben die Form von federnd nachgiebigen Stiften. Durch die Längsbewegung
42 und anschließende Drehbewegung 43 des Anschlußstückes 40 greift ein radial vorstehender
Vorsprung 51 dieses Anschlußstückes 40 im dritten Kanal 24 zunächst in eine längsverlaufende
Nut 52 und dann in eine sich in Umfangsrichtung erstreckende Nut 53, durch welch letztere
das Anschlußstück 40 in Längsrichtung des dritten Kanals 24 positioniert wird. Ein
Schlauch 54 zur Zufuhr von pulverförmigem Beschichtungsmaterial kann mit einem Anschlußstutzen
55 des vierten Kanals 25 verbunden werden. Die Demontage der Sprühpistole von Fig.
1 erfolgt in umgekehrter Weise und ist beispielsweise dann erforderlich, wenn die
Sprühpistole gereinigt werden muß, oder wenn das Rohr 26 ausgetauscht werden muß.
Der Hochspannungserzeuger 14 enthält mindestens einen Transformator 57 und eine an
seine Sekundärseite angeschlossene Spannungsvervielfacherkaskade 59, welche beide
in einen Block 60 aus Kunststoff eingegossen sind, so daß der Hochspannungserzeuger
14 ein austauschbarer Modul ist. An der Rückseite 88 des Blockes 60, welches in Fig.
3 das rechte Ende ist, ist ein Speisemodul 90 befestigt. Aus dem Speisemodul 90 ragen
elektrische Kontakte 50 heraus für den primärseitigen elektrischen Anschluß des Hochspannungserzeugers
14. Der Hochspannungserzeuger 14 bildet zusammen mit dem Speisemodul 90 eine austauschbare
Einheit. Das sekundäre Ende der Spannungsvervielfacherkaskade 59 ist mit einem elektrischen
Anschlußstift 61 versehen. Der Anschlußstift 61 ist über eine elektrische Leitung
62, welche durch den vorderen Teil 6 des Pistolenlaufes 2 hindurchführt, und einen
ringförmigen elektrischen Leiter 63 auf der rückwärtigen Stirnfläche der Zerstäuberdüse
4 mit einer Elektrode 64 in elektrischer Verbindung, welche sich in der Zerstäuberdüse
4 befindet und zur elektrostatischen Aufladung des pulverförmigen Beschichtungsmaterials
dient. Die Spannungszufuhr zu den elektrischen Anschlußelementen 46 kann durch einen
Reed-Kontakt-Schalter 68 wahlweise eingeschaltet oder unterbrochen werden, welcher
von einem Trigger 70 am Griffteil 22 magnetisch fernbetätigt wird. Das rückwärtige
Ende des zweiten Kanals 16 kann dicht verschlossen werden, damit keine Flüssigkeit,
insbesondere kein Lösemittel zu dem in diesem zweiten Kanal untergebrachten Hochspannungserzeuger
14 vordringen kann. Der zweite Kanal 16 und die in ihm untergebrachte Einheit aus
Hochspannungserzeuger 14 und Speisemodul 90 erstrecken sich im wesentlichen parallel
zu dem darunter angeordneten ersten Kanal 10, ragen jedoch nach hinten über den ersten
Kanal hinaus, weil der Pistolenlauf 2 am hinteren Ende 72 in seiner Länge so abgestuft
ist, daß sich hinten unterhalb des Zwischenbodens 48 der Ausschnitt 20 befindet, wobei
der zweite Kanal 16 sich oberhalb des Ausschnittes 20 bis in eine obere Rückseitenebene
74 erstreckt, während der erste Kanal 10 vollständig innerhalb der darunterliegenden
Rückseitenebene 75 liegt, die in Fig. 1 das linke Ende des Ausschnittes 20 begrenzt,
dessen obere Begrenzung der Zwischenboden 48 ist. Damit ist der erste Kanal 10, welcher
in der unteren Rückseitenebene 75 mündet, um ungefähr 20% bis 50% kürzer als wenn
er sich bis in die Ebene der oberen Rückseitenebene 74 erstrecken würde. Der axiale
Abstand 71 zwischen den beiden Rückseitenebenen 74 und 75 entspricht der oberen axialen
Länge des Ausschnittes 20 und beträgt zwischen 50% und 300%, vorzugsweise ungefähr
150% der axialen Länge des Transformators 57. Bezogen auf den Hochspannungserzeuger-Modul
14 kann man sagen, daß der axiale Abstand 71 zwischen 30% und 70%, vorzugsweise ungefähr
50% der axialen Länge des Hochspannungserzeuger- Moduls 14 beträgt. Das mit dem Gewinde
7 versehene vordere Ende 6 des Pistolenlaufes 2 ist koaxial zum ersten Kanal 10 und
hat nur einen minimalen Durchmesser so groß, wie er für das Gewinde 7 und die Unterbringung
der elektrischen Leitung 62 erforderlich ist. Dadurch ist der erste Kanal 10 sehr
kurz und es wird zur Bildung des Sprühpistolenlaufes längs dieses ersten Kanales 10
nur wenig Kunststoff benötigt. Dadurch ergeben sich bei der Herstellung keine nachteiligen
Materialverformungen. Der untere Laufteil, welcher den ersten Kanal 10 und die untere
Rückseitenebene 75 sowie den vorderen Teil 6 mit dem Gewinde 7 bildet, ist mit 76
bezeichnet. Der darüberliegende obere Laufteil 78 erstreckt sich von der oberen Rückseitenebene
74 nur so weit bis zu einem vorderen, sich zum vorderen Ende 6 verjüngenden Absatz
80, wie dies zur Bildung des zweiten Kanals 16 für die Aufnahme des Hochspannungserzeugers
14 und seines Speisemoduls 90 nötig ist.
[0012] Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 2 kann das Rohr 26 mehrteilig ausgebildet sein.
Es besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Der Bogenabschnitt 29 kann ein Winkelstück
sein, in welches Rohre als Schenkel 27 und 28 eingesetzt sind. Entsprechend Fig. 3
hat das Anschlußstück 40 des Spannungszuleitungskabels 41 eine rohrförmige elektrisch
isolierende Hülle 82, in welcher der Reed-Kontakt-Schalter 68 untergebracht ist. Der
Trigger 70 bewegt entgegen einer aus Kunststoff bestehenden Feder 84 einen stabförmigen
Magneten 86 relativ zu dem Reed-Kontakt-Schalter 68 und schaltet dadurch diesen Schalter
wahlweise ein oder aus. Das rohrförmige oder stabförmige Anschlußstück 40 erstreckt
sich bis in eine im Zwischenboden 48 gebildete Sackbohrung 89 und verhindert dadurch,
daß der Träger 18 vom Pistolenlauf 2 getrennt werden kann, solange die Kontakte 44
des Anschlußstückes 40 mit den elektrischen Anschlußelementen 46 auf der Primärseite
des Hochspannungserzeugers 14 Verbindung haben. Das hintere Ende 95 des steifen Anschlußstückes
40 ragt unten aus dem Griffteil 22 entsprechend Fig. 4 heraus, damit es von Hand erfaßt
werden kann. Der in Fig. 3 dargestellte Speisemodul 90 kann an den Kunststoffblock
60 des Hochspannungserzeugers 14 angeschraubt oder mit Kunststoff angegossen sein.
Dadurch kann der Kunststoffblock 60 aus einem gegen Lösemittel nicht resistenten Kunststoff
hergestellt werden, welcher zum Eingießen des Transformators 57 und der Hochspannungskaskade
59 günstiger ist, während der Speisemodul 90 aus einem Kunststoff besteht, der gegen
Lösemittel resistent ist. Der Speisemodul 90 enthält eine Lampe 94 zur Anzeige, ob
an der Primärseite des Hochspannungserzeugers 14 elektrische Spannung vorhanden ist.
Zwischen dem Speisemodul 90 und der Mantelwand des zweiten Kanals 16 befindet sich
eine Dichtung 92.
[0013] Aus Fig. 5 geht hervor, daß sich in der elektrischen Leitung 62 zwischen dem Hochspannungserzeuger
14 und der Elektrode 64 innerhalb eines fünften Kanals 96 eine elektrisch leitende
Feder 97 und ein elektrischer Strombegrenzungswiderstand 98 befinden.
[0014] Gemäß den Fig. 3 und 6 ist die Schraube 32 der rückseitigen Abdeckkappe 30 in ein
Gewinde 99 des Zwischenbodens 48 geschraubt. Die Schraube 32 besteht aus Kunststoff.
[0015] Insbesondere aus Fig. 6 ist erkennbar, daß zwischen dem Träger 18 und dem Pistolenlauf
2 eine in Längsrichtung des Pistolenlaufes sich erstreckende Steckverbindung 100 gebildet
ist. Diese beiden Teile werden an der Steckverbindung axial zusammengesteckt, wenn
der Pistolengriff 18 entsprechend dem Pfeil 37 von Fig. 1 von rechts nach links in
den Ausschnitt 20 des Pistolenlaufes 2 eingesetzt wird. Die Steckverbindung ist entsprechend
Fig. 6 durch quer voneinander wegragende Rippen 101 und 102 des Zwischenbodens 48,
diese Rippen 101 und 102 übergreifende, aufeinander zu ragende Rippen 103 und 104
des Trägers 18, sowie nach unten ragende Wandabschnitte 105 und 106 des oberen Laufteils
gebildet, zusammen mit längsverlaufenden äußeren Absätzen 107 und 108 des Pistolengriffs
18.
[0016] Die Fig. 6 und 7 zeigen zusammen mit Fig. 4 den Bajonettverschluß 51, 52 und 53 von
Fig. 1 mehr im Detail. Dabei ist ersichtlich, daß der Vorsprung 51 des elektrischen
Anschlußstückes 40 durch eine Schraube gebildet sein kann. Ferner kann das Anschlußstück
40 durch eine weitere Schraube 110 gesichert werden, welche gleichzeitig ein Erdungsblech
112 am Rücken des Griffteiles 22 festhalten kann.
[0017] Der Hochspannungserzeuger-Modul 14 ist gegenüber dem hinteren Ende an der unteren
Rückseitenebene 75 des ersten Kanals 10 so weit nach rückwärts versetzt, daß sich
mindestens die halbe Länge des Transformators 57, vorzugsweise jedoch der gesamte
Transformator 57, oberhalb des Ausschnittes 20 befindet. Alle Teile bestehen aus elektrisch
isolierendem Kunststoff, mit Ausnahme der genannten elektrischen Bauelemente und eines
Erdungsbleches 112 am Rücken des Griffteiles 22 (Fig. 4).
1. Sprühpistole zum elektrostatischen Sprühbeschichten von Gegenständen mit Beschichtungsmaterial,
insbesondere Beschichtungspulver, mit einem Pistolenlauf (2), einem Pistolengriff
(18), und einer das Beschichtungsmaterial führenden Strömungsmittelleitung (26), welche
sich durch Kanäle des Pistolengriffs (18) und des Pistolenlaufs (2) erstreckt und
ungefähr unter dem gleichen Winkel gekrümmt verläuft wie der Pistolengriff zum Pistolenlauf,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pistolengriff (18) und der Pistolenlauf (2) zwei lösbar miteinander verbundene
Körper sind,
daß die Strömungsmittelleitung (26) ein steifes Rohr mit zwei Rohrschenkeln (27, 28)
ist, die unter dem genannten Winkel schräg zueinander verlaufen, und daß der eine
Rohrschenkel (28) in einen Kanal (25) des Pistolengriffes (18) und der andere Rohrschenkel
(27) in einen ersten Kanal (10) des Pistolenlaufes (2) je von den aneinander angrenzenden
Seiten des Pistolengriffes (18) und des Pistolenlaufs (2) her herausnehmbar eingesteckt
ist.
2. Sprühpistole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (26) aus mehreren miteinander verbundenen Teilen (27, 28, 29) je aus
Kunststoff besteht.
3. Sprühpistole nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- daß das hintere Ende (74, 75) des Pistolenlaufes (2) in der Länge so abgestuft ist,
daß sein hinteres Ende unten einen Ausschnitt (20) aufweist,
- daß der erste Kanal (10) sich in dem unteren Laufteil (76) des Pistolenlaufes (2)
befindet, welcher durch den Ausschnitt hinten kürzer ist als der verbleibende obere
Laufteil (78) des Pistolenlaufes (2),
- daß ein zweiter Kanal (16) und ein darin angeordneter Hochspannungserzeuger (14)
sich in dem oberen Laufteil (78) befinden, der entsprechend der Länge des Ausschnittes
(20) sich nach hinten über den unteren Laufteil (76) hinauserstreckt,
- daß ein Transformator (57) des Hochspannungserzeugers (14) innerhalb des zweiten
Kanals (16) sich mindestens mit seiner halben Länge nach hinten über den ersten Kanal
(10) hinauserstreckt,
- daß ein Teil (36) des Pistolengriffes (18) in den hinten unten gelegenen Ausschnitt
(20) des Pistolenlaufes (2) eingefügt ist,
- daß ein durch den Pistolengriff (18) gehender dritter Kanal (24) zur Aufnahme eines
elektrischen Anschlußstücks (40) geradlinig ist, und
- daß Anschlußelemente (46, 50) für den elektrischen Anschluß der Primärseite des
Hochspannungserzeugers (14) gegenüber dem inneren Ende des dritten Kanals (24) derart
angeordnet sind, daß sie mit elektrischen Kontakten (44) des elektrischen Anschlußstückes
(40) selbsttätig in Berührung kommen, die sich an dem vom Spannungsanschlußkabel (41)
abgewandten Ende des Anschlußstückes (40) befinden, wenn das Anschlußstück (40) von
außen her durch den dritten Kanal (24) hindurchgesteckt wird, zu welchem Zwecke das
Anschlußstück (40) stabartig steif ausgebildet ist.
4. Sprühpistole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pistolengriff (18) im dritten Kanal (24) mit Steck-Dreh-Verriegelungsmitteln
(52, 53) versehen ist, in welche das stabartige elektrische Anschlußstück (40) in
diesem dritten Kanal nach Art eines Bajonettverschlußes eingesteckt und dann durch
eine Teildrehung axial positioniert werden kann, wobei durch diese Steck-Dreh-Bewegung
gleichzeitig auch die elektrischen Kontakte (44) des Anschlußstückes (40) mit den
elektrischen Anschlußelementen (46), die zur Primärseite des Hochspannungserzeugers
(14) führen, automatisch elektrisch verbunden werden.
5. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Pistolengriff (18) und dem Pistolenlauf (2) eine in Längsrichtung
des Pistolenlaufes (2) sich erstreckende Steckverbindung (100, Fig. 6) gebildet ist,
in welche der Pistolengriff (18) einsteckbar ist, nachdem zuvor der eine Rohrschenkel
(28) von oben nach unten in den Pistolengriff (18) eingesteckt wurde.
6. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pistolengriff (18) an seinem unteren Ende mit Anschlußmitteln (55) zur Verbindung
einer Zufuhrleitung (54) für Beschichtungsmaterial mit dem Rohr (26) versehen ist.
7. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das stabartige elektrische Anschlußstück (40) eine rohrartige Hülle (82, Fig.
3) aus elektrisch isolierendem Material aufweist, und daß in dieser Hülle (82) ein
magnetisch fernbetätigbarer Reed-Kontakt-Schalter (68) zur wahlweisen Unterbrechung
oder Einschaltung eines Steuerstromkreises mit Steuerrelais oder einer elektrischen
Verbindung vom Kabel (41) zu den elektrischen Kontakten (44) des Anschlußstückes (40)
untergebracht ist.