[0001] Die Erfindung betrifft einen Rolladen für ein mit einem schwenkbaren Flügel versehenes
Abdeckteil einer Wand- oder Dachöffnung, insbesondere für ein Dachfenster, mit einer
aus Rolladenstäben od. dgl. bestehenden Rolladenbahn, einer Rolladenwelle zum Auf-
und Abwickeln der Rolladenbahn, zwei seitlichen Trägern, in denen die Rolladenwelle
drehbar gelagert ist, zwei parallel zueinander verlaufenden Seitenteilen, die zur
Führung der Rolladenbahn bestimmte Führungen aufweisen und um eine zur Rolladenwelle
parallele Achse schwenkbar gelagert sind, einer Oberblende zur Abdeckung der Rolladenbahn
von oben und einer Rolladen-Betätigungsvorrichtung.
[0002] Rolläden dieser Art sind hauptsächlich in zwei Varianten bekannt. Sie dienen meistens
zum Verschließen von in schrägen Dachflächen montierten Dachfenstern, die starr im
Dach befestigte Blendrahmen und um eine meistens horizontale Achse schwenk- bzw. kippbare
Fensterflügel aufweisen, Derartige Dachfenster werden zuweilen auch als Dachwohnfenster,
Dachflächenfenster od. dgl. bezeichnet.
[0003] Bei der ersten bekannten Variante (DE-OS 29 06 871) bilden die Seitenteile und ein
starr mit diesen verbundener Rolladenkasten eine Baueinheit, die als Ganzes um eine
parallel und mit Abstand zur Schwenkachse des Fensterflügels angeordnete Achse verschwenkt
werden kann und dazu mittels eines am oberen Rand des Fensters oder am Dach befestigten
Montagelagers oder Scharniers schwenkbar gelagert ist. Dadurch sind beim Öffnen des
Fensterflügels große Kräfte aufzuwenden, ungünstige Montageverhältnisse mit hoch über
das Dach aufragenden Rolladenkästen in Kauf zu nehmen und wegen der mitschwenkenden
Rolladenwelle kompli zierte, teilweise nur bei geöffnetem Fensterflügel bedienbare
Betätigungseinrichtungen erforderlich, zumindest wenn eine Betätigung des Rolladens
mittels einer Handkurbel oder eines Motors od. dgl. gewünscht wird.
[0004] Die zweite bekannte Variante (DE-OS 27 42 787 und 35 07 015) zeichnet sich dadurch
aus, daß ein Rolladenkasten ortsfest auf dem Dach oder am Blendrahmen des Fensters
montiert wird und die Seitenteile entweder als Ganzes schwenkbar am Rolladenkasten
befestigt sind oder aus je zwei Abschnitten hergestellt werden, die um eine zur Schwenkachse
des Fensterflügels parallele und von dieser beabstandete Achse schwenkbar miteinander
verbunden sind, um das Öffnen des Fensterflügels zu ermöglichen. Hierdurch ergeben
sich erhebliche Beschränkungen im Hinblick auf den Bedienungskomfort. Übliche, in
Rechtsläufer-Anordnung montierte Rolladenbahnen können im Bereich der Schwenkverbindungen
der Seitenteile nicht so stark eingeknickt werden, wie es zum weiten Öffnen des Fensterflügels
erwünscht ist, oder lassen sich zerstörungsfrei gar nicht abknicken, sofern sich gerade
ein Rolladenstab bzw. eine Rolladenlamelle im Bereich der Schwenkverbindungen befindet.
Derartige Rolläden lassen daher ohne Gefahr von Beschädigungen eine Betätigung des
Fensterflügels allenfalls in Linksläufer-Anordnung oder nur dann zu, wenn das freie
Rolladenende hinter die Schwenkachse der Seitenteile bzw. Seitenabschnitte zurückgezogen
ist.
[0005] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Rolladen der eingangs
bezeichneten Gattung so zu gestalten, daß es trotz Anwendung einer Rolladenwelle,
die in starr montierten Trägern drehbar gelagert ist, möglich wird, den Flügel vergleichsweise
weit zu öffnen, ohne daß sich die Gefahr von Beschädigungen für die Rolladenbahn ergibt.
Diese Verschwenkbarkeit soll weiter im wesentlichen unabhängig vom jeweiligen Schließzustand
des Rolladens und insbesondere für Rechtsläufer-Anordnungen geeignet sein.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist der eingangs bezeichnete Rolladen erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenteile und wenigstens ein vorderer Abschnitt der Oberblende
derart schwenkbar gelagert sind, daß bei allen Schwenkstellungen der Seitenteile gedachte
rückwärtige Verlängerungen der Führungen im wesentlichen einen wenigstens dem maximalen
Wickelradius der Rolladenwelle entsprechenden Abstand von deren Achse aufweisen.
[0007] Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß die oben beschriebenen
Probleme mit einfachen konstruktiven Mitteln vermieden werden können. Anders als bei
bisherigen Lösungen wird auf das Vorhandensein eines üblichen Rolladenkastens verzichtet,
der bisher zur zuverlässigen Abdichtung für erforderlich gehalten wurde und nur einen
schmalen, auf der Vorderseite angeordneten Austrittsschlitz für die Rolladenbahn aufweist.
Aufgrund der zumindest teilweisen Verbindung der Oberblende mit den Seitenteilen wird
bei deren Verschwenkung ein Freiraum oberhalb und vor der Rolladenwelle geschaffen
und damit im Gegensatz zu starren Rolladenkästen eine entsprechende Verschwenkung
des zu den Führungen laufenden Abschnitts der Rolladenbahn ermöglicht. Dadurch kann
eine ebenso gute Abdichtung wie bei Anwendung eines rundum nahezu geschlossenen Rolladenkastens
erzielt und die Rolladenbahn unabhängig vom Schwenkwinkel und unabhängig vom jeweiligen
Wickeldurchmesser der Rolladenwelle stets knickfrei geführt werden.
[0008] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert ist. Es zeigen:
Fig. 1 ein Dachfenster mit einem erfindungsgemäßen Rolladen in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Rolladens von rechts
bei geschlossenem Dachfenster;
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des Rolladens nach Fig. 2 von links, ebenfalls
bei geschlossenem Dachfenster; und
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Seitenansicht, jedoch bei geöffnetem Dachfenster.
[0009] Nach Fig. 1 bis 4 ist auf einem Dach 1 ein übliches Dachfenster 2 montiert, das einen
eine Dachöffnung umgebenden Blendrahmen 3 und einen in diesem um eine mittlere Achse
4 schwenkbar gelagerten Fensterflügel 5 aufweist. Oberhalb des Blendrahmens 3 sind
zwei seitliche Träger 6 starr am Dach 1 befestigt. Diese Träger 6 sind z.B. durch
eine über die Breite des Blendrahmens 3 erstreckte Unterblende 7 zu einer fest am
Dach 1 montierbaren Baueinheit miteinander verbunden, wozu die Unterblende 7 vorzugsweise
einen um 90° nach hinten abgebogenen Abschnitt 8 aufweist, der nach seiner Befestigung
am Dach 1 mit Dachplatten 9 abgedeckt wird. Die beiden Träger 6 bestehen vorzugsweise
aus quadratischen bzw. rechteckigen Platten, deren Oberkanten jedoch längs je eines
von hinten nach vorn und unten verlaufenden Bogens 10 gekrümmt sind.
[0010] Die Enden einer zwischen den Trägern 6 angeordneten Rolladenwelle 11 sind drehbar
in den Trägern 6 gelagert. Außerdem sind in den Trägern 6 die Schwenkzapfen 12 von
Seitenteilen 14 schwenkbar gelagert, die in einem dem Abstand der seitlichen Rahmenteile
des Blendrahmens entsprechenden Abstand parallel zueinander angeordnet und an ihren
Vorderenden durch ein senkrecht zu ihnen angeordnetes Fußteil 15, z.B. in Form eines
Hohlkörpers, verbunden sind, das über das zugeordnete Ende des Blendrahmens 3 übersteht.
An ihren Hinterenden weisen die Seitenteile 14 Verlängerungen 16 auf, die vorzugsweise
aus Scheiben oder Blechen hergestellt sind, die die Träger 6 von außen abdecken,
bis zur Unterblende 7 reichen und von den Schwenkzapfen 12 durchragt sind. Die Seitenteile
14 und Verlängerungen 16 sind vorzugsweise gleichzeitig als Seitenblenden ausgebildet,
so daß sie zusammen mit dem Fußteil 15 einen Rahmen bilden, der den Blendrahmen 3
von außen umschließt. Die Verlängerungen 16 sind an ihren Unterseiten zweckmäßig mit
Aussparungen bzw. gerundeten Ecken 17 versehen, damit sie die aus Fig. 4 ersichtlichen
Schwenkbewegungen um die Schwenkzapfen 12 ausführen können.
[0011] Die Seitenteile 14 weisen auf ihren Innenseiten je eine obere, parallel zu ihrer
Längsrichtung verlaufende Führung 18 in Form einer Nut od. dgl. auf, in der die seitlichen
Enden einer üblichen, aus Rolladenstäben 19, Lamellen od. dgl. gebildeten Rolladenbahn
20 (Fig. 1) gleitend geführt sind, deren rückwärtiges Ende an der Rolladenwelle 11
befestigt ist und deren vorderes Ende an nicht näher dargestellten, in den Seitenteilen
14 geführten Zugbändern befestigt sein kann, die einen Teil einer hier nicht interessierenden
Rolladen-Betätigungsvorrichtung bilden und über im Fußteil 15 gelagerte Rollen od.
dgl. zu einem im Bereich der Rolladenwelle 11 angeordneten Spann- und/oder Aufwickelmechanismus
geführt sein können. Die rückwärtigen Enden der Führungen 18 sind vor der Rolladenwelle
11 vorzugsweise so dicht bis an die Träger 6 herangeführt, wie dies bei der im Einzelfall
vorgesehenen Gesamtkonstruktion und unter Berücksichtigung der nachfolgend beschriebenen
Funktion möglich ist. Alternativ können die Zugbänder an einer im Fußteil 15 gelagerten
Federwelle befestigt sein. Diese Federwelle kann in den seitlichen Begrenzungswänden
des Fußteils 15 drehbar gelagert und als Zugvorrichtung ausgebildet sein, indem ihre
Federkraft bestrebt ist, die Rolladenbahn 20 in Richtung der Schließstellung, d.h.
in Richtung des Fußteils 15 zu ziehen. Die Funktion der Federwelle ist analog zu der
von üblichen, bei Innenrollos od. dgl. verwendeten Federwellen, wobei jedoch vorzugsweise
die übliche Sperrklinkenanordnung fehlt, so daß die Rolladenbahn 20 in jeder Stellung
unter dem Einfluß einer Federkraft steht. Diese ist vorzugsweise so gewählt, daß sich
über den gesamten Bewegungsweg der Rolladenbahn 20 im wesentlichen gleiche Federeigenschaften
ergeben.
[0012] An dem beim Öffnen des Dachfensters 2 nach außen aus dem Dach 1 herausschwenkbaren
Vorderende des Fensterflügels 5 ist wenigstens ein Ansatz 22 mit einem Führungszapfen
23 angebracht, der in eine parallel zur Längsrichtung erstreckte Führungsnut 24 eines
der Seitenteile 14 ragt. Vorzugsweise sind an beiden seitlichen Rahmenteilen des
Fensterflügels 5 solche Führungszapfen 23 und an beiden Seitenteilen 14 entsprechende
Führungsnuten 24 vorgesehen. Die Kombination aus Führungszapfen 23 und Führungsnut
24 bewirkt, daß beim Öffnen des Fensterflügels 5 automatisch die aus Seitenteilen
14, Verlängerungen 16 und Fußteil 15 bestehende Baueinheit in der aus Fig. 4 ersichtlichen
Weise um die Schwenkzapfen 12 verschwenkt wird.
[0013] Die Öffnungs- und Schließbewegung der Rolladenbahn 20 kann mit Hilfe von an sich
bekannten Rolladen-Betätigungsvorrichtungen gesteuert werden, die mit der Rolladenwelle
11 starr verbunden sind. Da die Rolladenwelle 11 in den ortsfest montierten Trägern
6 gelagert ist und daher die Schwenkbewegung der Seitenteile 11 nicht mitmacht, kann
die Betätigungsvorrichtung in weitgehend beliebiger Weise gestaltet sein. Ein Betätigungsorgan
der Betätigungsvorrichtung kann z.B. entweder nahe der Rolladenwelle in den mit dem
Dachfenster 2 versehenen Raum geführt oder mit Hilfe von längs der seitlichen Rahmenteile
des Blendrahmens 3 geführten Umlenkelementen an das entgegengesetzte Ende des Dachfensters
2 verlegt sein. Dies ist in Fig. 2 bis 4 lediglich schematisch durch im Blendrahmen
3 drehbar gelagerte Stangen 25, 26 und 27 angedeutet, die von einem an der Rolladenwelle
11 angreifenden Zahnradgetriebe 28 (Fig. 3) zu einem Betätigungsorgan, z.B. einer
Kurbel 29 (Fig. 2,4), einem Zugseil od. dgl. führen, das bei geöffnetem oder geschlossenem
Fensterflügel 5 und vom Raum her betätigt wird. Dabei kann ein unbeabsichtigtes Herausgleiten
der Rolladenbahn 20 aus den Führungen 18 z.B. durch an diesen vorgesehene Anschläge
verhindert werden.
[0014] Die Funktion des erfindungsgemäßen Rolladens ist aus Fig. 2 bis 4 deutlich erkennbar.
Im geschlossenen Zustand des Fensterflügels 5 werden die Seitenteile 14 durch die
Führungszapfen 23 in ihrer unteren Schwenkstellung gehalten. Die Rolladenbahn 20 kann
beliebig von der Rolladenwelle 11 ab- oder auf sie aufgewickelt werden, wobei die
Rolladenbahn 20 in dem zwischen dem Anfang der Führungen 18 und der Rolladenwelle
11 befindlichen Raum einen, bezogen auf die Drehachse 30 der Rollenwelle 11, konvexen
Bogen 31 beschreibt. Bei geöff netem Fensterflügel 5 gilt dasselbe. Dabei ist es
möglich, den Fensterflügel 5 bei geschlossener, teilweise geöffneter oder ganz geöffneter
Rolladenbahn 20 beliebig zu verschwenken. Der Umstand, daß beim Öffnen des Fensterflügels
5 der Abstand der Achse 30 der Rolladenwelle 11 von denjenigen Enden der Führungen
18, die der Rolladenwelle 11 zugewandt sind, allmählich etwas größer wird, bedeutet
keinen Nachteil, weil das hierfür erforderliche Stück der Rolladenbahn 20 dabei auch
bei vollständig geschlossener Rolladenbahn 20 noch aus einer restlichen, auf der Rolladenwelle
11 befindlichen Reserve abgewickelt werden kann. Außerdem sind viele Rolladenbahnen
20 im Bereich der Rolladenwelle 11 durch sogenannte Siralfedern abgestützt, wodurch
sich ebenfalls eine verfügbare Rolladenbahnreserve ergibt. Abgesehen davon können
die Unterschiede in den Längen der Rolladenbahn 20, die sich in geöffnetem bzw. geschlossenem
Zustand des Fensterflügels 5 ergeben, bei der beschriebenen Konstruktion so klein
gehalten werden, daß sie nur wenige Zentimeter betragen.
[0015] Damit sich die gewünschte Funktion bei allen vorgesehenen Schwenkstellungen des Fensterflügels
5 bzw. der Seitenteile 14 ergibt, sind die Seitenteile 14 mittels der Schwenkzapfen
12 so gelagert, daß gedachte rückwärtige Verlängerungen 18a der Führungen 18 (Fig.
2 und 4) in allen diesen Schwenkstellungen im wesentlichen einen Abstand
h von der Achse 30 aufweisen, der wenigstens etwa dem maximalen Wickelradius der Rolladenwelle
11 bei voll aufgewickelter Rolladenbahn 20 entspricht. In diesem Fall kann die Rolladenbahn
20 unabhängig davon tangential von der Rolladenwelle 11 abgewickelt und den Führungen
18 in einem konvexen Bogen 31 zugeführt werden, welchen momentanen Wickeldurchmesser
die Rolladenwelle 11 gerade hat, d.h. unabhängig davon, ob sich die Rolladenbahn 20
in ihrem voll aufgewickelten, voll abgewickelten oder einem dazwischen liegenden Wickelzustand
befindet. Da der konvexe Bogen 31 außerdem in allen Schwenkstellungen der Seitenteile
14 im wesentlichen erhalten bleibt, kann die Rolladenbahn 20 auch bei der üblichen
Rechtsläufer-Anordnung nicht nach oben abknicken.
[0016] Der genannte Abstand
h wird beispielsweise dann erhalten, wenn die Schwenkzapfen 12 in der aus Fig. 2,4
ersichtlichen Weise in der rechten oberen Ecke der Träger 6 angeordnet sind und gleichzeitig
die Achse 30 der Rolladenwelle 11 etwa in deren Zentrum, d.h. vor und unter den Schwenkzapfen
12 liegt. Je nach Ausbildung der Seitenteile 14 bzw. der Verlängerungen 16 gibt es
aber eine Vielzahl weiterer Orte, an denen die Schwenkzapfen 12 zur Erfüllung des
gewünschten Zwecks angeordnet werden können. Außerdem soll durch die Angaben "im
wesentlichen" und "etwa" in bezug auf das Maß
h zum Ausdruck gebracht werden, daß dieses Maß in Abhängigkeit von der jeweiligen Konstruktion
auch etwas kleiner als der maximale Radius des Rolladenwickels sein kann. Wie aus
Fig. 2 und 4 klar ersichtlich ist, sollte die Anordnung zweckmäßig so getroffen sein,
daß derjenige Abschnitt der Rolladenbahn 20, der zwischen der Rolladenwelle 11 und
dem Anfang der Führungen 18 angeordnet ist, entweder in einer Ebene geführt wird,
die durch die Verlängerungen 18a angedeutet ist und tangential zum Rolladenwickel
bei maximalem Wickelradius verläuft, oder den aus Fig. 2 und 4 ersichtlichen, konvexen
Bogen 31 beschreibt.
[0017] Damit die Rolladenwelle 20 und der darauf befindlichen Rolladenwickel zumindest bei
geschlossenem Fensterflügel 5 von oben her dicht abgedeckt sind, sind die beiden Seitenteile
14 durch eine über die Breite des Dachfensters 2 erstreckte Oberblende 33 verbunden,
die sich nach vorn zumindest bis zum Anfang der Führungen 18 erstrecken kann, im unverschwenkten
Zustand der Seitenteile 14 etwa parallel zum Blendrahmen 3 verläuft und mit in Richtung
der Rolladenbahn 20 erstreckten Dichtlippen versehen sein kann. Das Hinterende 34
dieser Oberblende 33 ist vorzugsweise nach unten derart abgewinkelt, daß es das obere
Ende der Unterblende 7 überdeckt, aber dennoch die aus Fig. 4 ersichtliche Verschwenkung
der Seitenteile 14 nicht behindert. Aus demselben Grund verlaufen die Oberkanten
der Träger 6 längs der Bögen 10. Alternativ kann die Unterblende 7 entsprechend geformt
und z.B. mit einer Eindrückung versehen sein. Weitere Blenden können bei Bedarf an
den ortsfesten Trägern 6 befestigt werden.
[0018] Mit Hilfe der an den Seitenteilen 14 befestigten Oberblende 33 und den übrigen, an
den Trägern 6 befestigten Blenden gelingt es, einerseits den die Rolladenwelle 11
aufnehmenden Raum weitgehend regen- und schneedicht abzuschließen, zumindest wenn
sich die Seitenteile im unverschwenkten Zustand befinden, und dennoch in allen Schwenkstellungen
der Seitenteile 14 zwischen den Führungen 18 und der Rolladenwelle 11 denjenigen Freiraum
35 (Fig. 4) zu schaffen, der die beschriebene Führung der Rolladenbahn 20 längs des
Bogens 31 bei allen Schwenkstellungen ermöglicht.
[0019] Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß sich aufgrund der feststehenden
Träger 6 keine Montageprobleme für die Betätigungsvorrichtung ergeben, insbesondere
wenn diese eine Handkurbel als Betätigungsorgan aufweisen soll, daß die Rolladenbahn
20 in der üblichen Rechtsläufer-Anordnung montiert werden kann, kein ungewünschtes
Abknicken der Rolladenbahn 20 beim Öffnen des Fensterflügels 5 auftritt und der zu
verschwenkende Teil der gesamten Anordnung ein relativ geringes Gewicht besitz. Außerdem
können die Träger 6 oberhalb des Dachfensters starr am Dach oder am Blendrahmen 3
fixiert und dabei so flach ausgebildet werden, daß sie nicht über die Seitenteile
14 nach oben überstehen.
[0020] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das
sich auf vielfache Weise abwandeln läßt. Dies gilt insbesondere für die im Einzelfall
verwendete Rolladen-Betätigungsvorrichtung, etwaige Zusatzeinrichtungen oder die beschriebene
Federwelle, die auch fehlen und durch andere Mittel ersetzt werden könnte, die ein
vollständiges Schließen des Rolladens auch bei solchen Neigungswinkeln der Seitenteile
14 sicherstellen, bei denen die Rolladenbahn 20 nicht aufgrund ihrer Schwerkraft in
die Schließstellung gelangen kann. Weiter ist die Erfindung nicht darauf beschränkt,
daß die aus den Seitenteilen 14, dem Fußteil 15 und der Oberblende 33 gebildete, verschwenkbare
Baueinheit an denselben Trägern 6 schwenkbar gelagert ist, die auch die Rolladenwelle
11 tragen. Wie sich insbesondere aus Fig. 4 ergibt, könnten vielmehr die Verlängerungen
16 der Seitenteile 14 auch an anderen, insbesondere hinter den Trägern 6 montierten
Trägern schwenkbar befestigt sein. Weiter ist abweichend von Fig. 2 bis 4 nicht erforderlich,
die Oberblende 33 ausschließlich an den Seitenteilen 14 anzubringen. Je nach Lage
und Anordnung der Schwenkzapfen 12 ist es vielmehr auch möglich, zumindest einen rückwärtigen
Abschnitt der Oberblende 33 starr an den Trägern 6 od. dgl. zu montieren und lediglich
einen Vorderabschnitt mit den Seitenteilen 14 zu verschwenken. Schließlich kann die
Erfindung nach entsprechender Anpassung auch für vertikale Wandfenster oder Türen
mit entsprechend kippbaren Flügeln angewendet werden.
1) Rolladen für ein mit einem schwenkbaren Flügel (5) versehenes Abdeckteil einer
Wand- oder Dachöffnung, insbesondere für ein Dachfenster (2), mit einer aus Rolladenstäben
(19) od. dgl. bestehenden Rolladenbahn (20), einer Rolladenwelle (11) zum Auf- und
Abwickeln der Rolladenbahn, zwei seitlichen Trägern (6), in denen die Rolladenwelle
drehbar gelagert ist, zwei parallel zueinander verlaufenden Seitenteilen (14), die
zur Führung der Rolladenbahn bestimmte Führungen (18) aufweisen und um eine zur Rolladenwelle
parallele Achse schwenkbar gelagert sind, einer Oberblende (33) zur Abdeckung der
Rolladenbahn von oben und einer Rolladen-Betätigungsvorrichtung (25 bis 29), dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenteile (14) und wenigstens ein vorderer Abschnitt der
Oberblende (33) derart schwenkbar gelagert sind, daß bei allen Schwenkstellungen der
Seitenteile (14) gedachte rückwärtige Verlängerungen (18a) der Führungen (18) im wesentlichen
einen wenigstens etwa dem maximalen Wickelradius der Rolladenwelle (11) entsprechenden
Abstand (h) von der Achse (30) der Rolladenwelle aufweisen und zwischen den Führungen (18) und
der Rolladenwelle (11) ein Freiraum (35) gebildet ist, der eine knickfreie Führung
des in ihm befindlichen Abschnitts der Rolladenbahn (20) ermöglicht.
2) Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (14) und
der vordere Abschnitt der Oberblende (33) zu einer als Ganzes schwenkbaren Baueinheit
zusammengefaßt sind.
3) Rolladen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (6) und
eine Unterblende (7) zu einer weiteren Baueinheit miteinander verbunden sind.
4) Rolladen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile
(14) und Verlängerungen (16) an den Außenseiten der Träger (6) angeordnet und als
Seitenblenden ausgebildet sind.
5) Rolladen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerungen
(16) der Seitenteile (14) schwenkbar an den Trägern (6) gelagert sind.
6) Rolladen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Seitenteil (14) eine über seine Länge erstreckte Führungsnut (24) aufweist, die
zur Aufnahme eines am Flügel(5) befestigten Führungszapfens (23) dient.
7) Rolladen nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung
starr mit der Rolladenwelle (11) gekuppelt ist.