[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ski gemäß dem Oberbegriff des Ansprüches 1
bzw. des Ansprüches 2.
[0002] Ein derartiger Ski ist bereits bekannt und in der US-PS 3 314 687 vorbeschrieben.
Bei diesem Ski ist auf seiner Oberseite eine Führungsschiene befestigt, welche zu
einer örtli - chen Versteifung des Ski führt und ein Durchbiegen des Ski beim Durchfahren
von Mulden behindert.
[0003] Der in der AT-PS 362 273 beschriebene Ski besitzt zwar seitliche Nuten,welche zum
Verstellen und zum anschließenden Festlegen der Bindungsteile bzw. der Bindung am
Ski dienen, doch muß hier die Bindung mittels Klemmbacken am Ski festgeschraubt werden,was
umständlich und zeitraubend ist.Außerdem besteht die Gefahr, daß jeder Bindungsteil
unsymmetrisch zur vertikalen Symmetrieebene des Ski verläuft und gegenüber dieser
durch ungleichmäßiges Anziehen der beiden Schrauben versetzt ist.
[0004] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Ausführungen
zu beseitigen und einen Ski zu schaffen, bei dem die Skibindung ohne Verwendung von
Schrauben am Ski in einfacher weise festgelegt werden kann.
[0005] Ausgehend von einem Ski gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. des Ansprüches
2 wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
jedes dieser Ansprüche gelöst. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Ski
bzw. einer Skibindung kann letztere besonders schnell auf den Ski aufgesetzt und von
ihm abgenommen werden.
[0006] An sich wäre es möglich, die Nuten über die gesamte Skilänge durchlaufen zu lassen.
Dies würde aber das Aufsetzen der Skibindung erschweren. Um eine leichtere Montage
der Skibindung möglich zu machen, weist der Ski die Merkmale der Ansprüche 3 und 4
auf.
[0007] Durch den Gegenstand des Ansprüches 5 kann einerseits eine Anpassung der Skibindung
an verschiedene Schuhgrößen und anderseits - natürlich nur in einem gewissen Ausmaß
- auch eine Verlagerung der Schienbeinachse des Benützers vorgenommen werden.
[0008] Die Maßnahme des Ansprüches 6 ermöglicht auf einfache Weise eine Festlegung dem Skibindung
in ihrer Mittellage.
[0009] Schließlich erlaubt der Gegenstand des Ansprüches 7 eine gleiche Ausbildung der beiden
Schlitten, wodurch ein einziges Werkzeug für die Herstellung der Schlitten ausreicht.
[0010] In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform im Schaubild und in einer auseinandergezogenen
Lage von Ski und Skibindung und Fig. 2 eine gleiche Darstellung, bei der jedoch die
Skibindung bereits auf dem Ski montiert ist. In den Fig. 3 und 4 sind Seitenansichten
wiedergegeben, von denen Fig. 3 die Lage von Skibindung und Ski unmittelbar vor den
Zusammenbau und Fig. 4 die bereits zusammengebaute Lage zeigt. In den Fig. 5 und 6
ist eine zweite Ausführungsform eines Ski mit einer Skibindung im Schaubild dargestellt,
wobei diese Figuren etwa den Fig.1 und 2 entsprechen und wobei Vorderbacken und Fersenhalter
weggelassen sind.
[0011] Gemäß den Fig. 1 - 4 ist ein Ski 1 mit zwei Wangen 1a versehen, in deren jeder eine
über die ganze Skilänge durchgehende Nut 1b ausgespart ist. Im mittleren Bereich
ihrer Länge ist jede der beiden Nuten 1b durch eine Ausnehmung 1c unterbrochen, welche
zur Skioberseite hin offen ist. Beide Ausnehmungen 1c sind symmetrisch zur vertikalen
Längsmittelebene des Ski 1 angeordnet. In der Mitte der Oberseite des Ski 1 befindet
sich eine Sackbohrung 1d.
[0012] Die Skibindung ist in ihrer Gesamtheit mit 2 bezeichnet. Sie besitzt einen an sich
bekannten Vorderbacken 3 und einen gleichfalls bekannten Fersenhalter 4, welche Teile
über ein Verbindungselement,z.B. ein Metallband 5, miteinander gekoppelt sind. Sowohl
der Vorderbacken 3 als auch der Fersenhalter 4 ist auf je einem Schlitten 6a bzw.
6b befestigt. Jeder Schlitten 6a bzw. 6b hat - im Querschnitt gesehen - die Form
eines nach unten hin offenen U, dessen Schenkel 6c/6d an ihren Enden nach innen ragende
Flanschen 6d/6f tragen. Die Dicke dieser Flanschen 6d/6f ist gleich oder kleiner
als die Breite der Nuten 1b in den Wangen 1a. Der Abstand a der beiden Flanschen 6d/6f
entspricht der Breite b der Oberseite des Ski 1 im Bereich der beiden Ausnehmungen
1c. Auf dem Verbindungselement 5 befindet sich ein Zwischenteil 7, welcher einen nach
unten ragenden Zapfen 8 trägt. Der Zwischenteil 7 besitzt zur Aufnahme des Verbindungselementes
5 an seiner Unterseite eine Schwalbenschwanznut 7a.
[0013] Unmittelbar vor der Montage der Skibindung 2 auf dem Ski 1 nehmen die beiden Teile
1 und 2 die in Fig. 1 bzw. 3 dargestellte Lage ein. Danach wird der Fersenhalter 4
auf den Ski 1 gedrückt, wobei die beiden Flanschen 6d seines Schlittens 6b mit den
Nuten 1b im Ski 1 fluchten. Danach wird der Fersenhalter 4 zum Skiende hin verschoben.
Gleichzeitig verbiegt sich das Verbindungselement 5. Sobald sich der Schlitten 6a
des Vorderbackens 3 über den beiden Ausnehmungen 1c im Ski 1 befindet, wird der Vorderbacken
3 gegen den Ski 1 hin gedrückt. Dabei verbiegt sich neuerlich das Verbindungselement
5 und der Zapfen 8 des Zwischenteiles 7 legt sich an die Oberseite des Ski 1 an. Nun
wird die Skibindung 2 zur Skispitze hin verschoben. Dabei gleitet der Zapfen 8 des
Zwischenteiles 7 entlang der Oberseite des Ski 1. Sobald der Zapfen 8 in die Sackbohrung
1d des Ski 1 einrastet, ist die Skibindung 2 gegenüber dem Ski 1 festgelegt.
[0014] Die in den Fig. 6 und 7 dargestellte zweite Ausführungsform ist der ersten ähnlich.
Es sind daher die gleichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern versehen, welche jedoch
zur Unterscheidung einen Strich tragen.
[0015] Im Gegensatz zur ersten Ausführung besitzt der Ski 1′ an seinen Wangen 1′a keine
durchgehenden Nuten, sondern es sind in jeder Wange 1′a zwei Nuten 10 und 11 ausgespart,zwischen
denen sich ein von Nuten freier Abschnitt des Ski 1′ befindet. Weiters sind auch zwei
nach oben hin offene Ausnehmungen 12a,12b bzw. 13a und 13b im Ski 1′ ausgespart,
welche Ausnehmungen unterschiedliche Längen besitzen.
[0016] Ein weiterer Unterschied ist darin gelegen, daß bei der Skibindung 2′ kein durchgehendes
Verbindungselement vorhanden ist, sondern daß das Verbindungselement aus zwei flachen
Ansätzen 14 und 15 mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt besteht, die mit den
zugehörigen Schlitten 6′a und 6′b einstükkig ausgebildet oder fest verbunden sind
und die in Schwalbenschwanznuten 16a, 16b des Zwischenteiles 7′ geführt werden. Im
Zwischenteil 7′ befindet sich eine an sich bekannte und der Übersicht wegen nicht
dargestellte Rasteinrichtung, welche eine Verriegelung der beiden Ansätze 14 und
15 gegeneinander und gegenüber dem Zwischenteil 7′ ermöglicht. Dadurch kann die
Skibindung 2′ an verschiedene Schuhgrößen angepaßt werden.
[0017] Selbstverständlich besitzt jeder Schlitten 6′a, 6′b nicht über seine ganze Länge
einen U-förmigen Querschnitt, sondern nur in zei Abschnitten 17a, 17b bzw. 18a,18b,
welche Abschnitte in ihrer Länge den Längen der Ausnehmungen 12a,12b und 13a,13b
im Ski 1′ entsprechen. Dadurch ist ein Aufsetzen der Skibindung 2′ im Mittelbereich
des Ski 1′ möglich.
[0018] Diese Ausbildung einer Skibindung 2′ hat den Vorteil, daß sie nicht nur an die Größe
eines Skischuhs leicht ange paßt werden kann, sondern durch die Verwendung einer
an sich bekannten Verstellvorrichtung für den Zapfen auch eine Verlagerung der Schienbeinachse
des Benützers in einem gewissen Ausmaß möglich ist. Ein weiterer Vorteil ist darin
gelegen, daß das von den beiden Ansätzen 14 und 15 gebildete Verbindungselement bei
der Montage der Skibindung 2′ nicht verbogen werden muß. Außerdem ist der Verstellweg
der beiden Schlitten 6′a, 6′b sehr gering, wie aus Fig. 6 klar hervorgeht. Während
bei der ersten Ausführung der Verschiebeweg der beiden Schlitten zum Skiende hin bei
der Montage das Zweifache der Schlittenlänge sowie den Abstand der Schlitten beträgt,
und danach ein weg zur Skispitze im Ausmaß einer Schlittenlänge und des halben Abstandes
der Schlitten erforderlich ist, werden bei der zweiten Ausführung der Skibindung
2′ die beiden Scnlitten 6′a, 6′b, welche gleichzeitig eingesetzt werden, angenähert
nur um eine halbe Schlittenlänge zur Skispitze bzw. zum Skiende hin verschoben, wonach
die beiden Ansätze 14, 15 durch die Rasteinrichtung verrastet werden.
[0019] Die Erfindung ist nicht an die in der Zeichnung dargestellten und im vorstehenden
beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen
möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise wäre es möglich,
die Nuten mit U-Profilen auszukleiden, welche in den Wangen des Ski verankert sind.
Weiters können im Zwischenteil eine oder zwei Nuten mit T-Quer schnitt ausgespart
sein, in der bzw. in denen das Verbindungselement mit T-förmigem Querschnitt oder
die beiden Ansätze geführt werden. Auch kann der Zapfen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
unmittelbar am Verbindungselement befestigt werden.
1. Ski mit einer Skibindung, welche aus einem Vorderbacken und aus einem mit diesem
über ein Verbindungsglied gekoppelten Fersenhalter besteht, wobei sowohl der Vorderbacken
als auch der Fersenhalter auf je einem Schlitten befestigt ist, welcher im Querschnitt
die Form eines nach unten offenen U besitzt, an dessen freie Schenkelenden nach innen
ragende Flansche angesetzt sind, die in mindestens einer skifesten Führungsschiene,
welche sich in Skilängsrichtung erstreckt, gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wange (1a) des Ski (1) im mittleren Bereich ihrer Länge eine Ausnehmung
(1c) aufweist, welche länger als die Länge jedes der beiden Schlitten (6a, 6b) ist,
und daß in jeder Wange (1a), wie an sich bekannt, eine Nut (1b) ausgespart ist, in
der die Flanschen (6e, 6f) von Vorderbacken (3) und Fersenhalter (4) geführt sind,
so daß die Flansche (6e, 6f) über die Ausnehmungen (1c) in die Nuten (1b) einsetzbar
sind (Fig. 1 - 4).
2. Ski mit einer Skibindung, welche aus einem Vorderbacken und aus einem mit diesem
über ein Verbindungsglied gekoppelten Fersenhalter besteht, wobei sowohl der Vorderbacken
als auch der Fersenhalter auf je einem Schlitten befestigt ist, welcher im Querschnitt
die Form eines nach unten offenen U besitzt, an dessen freie Schenkelenden nach innen
ragende Flansche angesetzt sind, die in mindestens einer skifesten Führungsschiene,
welche sich in Skilängsrichtung erstreckt, gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß auf jeder Seite jedes Schlittens (6′a, 6′b) der Flansche (6′e, 6′f) aus zwei Abschnitten
(17a, 17b, 18a, 18b) besteht, welche sich im Abstand voneinander befinden, daß der
dazugehörige Bereich der Wange (1′a) des Ski (1′) über zwei Ausnehmungen (12a, 12b;
13a, 13b) verfügt und daß, wie an sich bekannt, in jeder Wange (1′a) mindestens eine
Nut (10 bzw. 11) ausgespart ist, in der die Flanschen (6′e, 6′f) von Vorderbacken
(3′) und Fersenhalter (4′) geführt sind, so daß die Flansche (6′e, 6′f) über die Ausnehmungen
(12a, 12b, 13a, 13b) in die Nuten (1′b) einsetzbar sind (Fig. 5 und 6).
3. Ski nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Abschnitte (17a, 17b
bzw. 18a, 18b) der Flanschen (6′e, 6′f) jeweils unterschiedliche Längen aufweisen.
4. Ski nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Vorderbacken (3′)
zugeordneten Ausnehmungen (12a, 12b) den gleichen Abstand wie jene Ausnehmungen (13a,13b)
besitzen, welche dem Fersenhalter (4′) zugeordnet sind.
5. Ski nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied von einem
Zwischenteil (7′) gebildet ist, in dem zwei Nuten (16a, 16b) ausgespart sind, in denen
flache Ansätze (14, 15) der beiden Schlitten (6′a, 6′b) geführt sind, welche Ansätze
(14, 15) in der Fahrtstellung durch eine an sich bekannte Rasteinrichtung gegeneinander
bzw. gegenüber dem Zwischenteil (7′) verriegelt sind (Fig. 5 und 6).
6. Ski nach einem der Ansprüche 1 oder 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festlegung
der Skibindung (2, 2′) am Ski (1, 1′) in dessen Oberseite mindestens eine Sackbohrung
(1d, 1′d) ausgespart ist, in welche ein am Verbindungsglied (5), vorzugsweise am
Zwischenteil (7′), angeordneter Zapfen (8, 8′) eingreift.
7. Ski nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (12a, 12b) für
den Vorderbacken (3′) in bezug auf eine durch die Achse der Sackbohrung (1′d) gelegte
vertikale Querebene symmetrisch zu den Ausnehmungen (13a, 13b) für den Fersenhalter
(4′) angeordnet sind.