(19)
(11) EP 0 383 149 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.09.1993  Patentblatt  1993/37

(21) Anmeldenummer: 90102283.0

(22) Anmeldetag:  06.02.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 45/22, B65H 45/24

(54)

Falzapparat

Folding apparatus

Appareil pour plier


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 11.02.1989 DE 3904074

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.08.1990  Patentblatt  1990/34

(73) Patentinhaber: Albert-Frankenthal AG
D-67225 Frankenthal (DE)

(72) Erfinder:
  • Stäb, Rudolf
    D-6710 Frankenthal (DE)

(74) Vertreter: Munk, Ludwig, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Prinzregentenstrasse 1
86150 Augsburg
86150 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 005 822
FR-A- 2 437 938
FR-A- 336 386
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Falzapparat mit zwei Produktionslinien, vorzugsweise in Form übereinander angeordneter Arbeitsebenen, die jeweils eine Querfalzeinrichtung und eine hiervon abgehende Bandführung aufweisen und von denen wenigstens eine mit einer von der zugeordneten Bandführung durchlaufenen Längsfalzeinrichtung zur Herstellung eines zweiten Längsfalzes versehen ist.

    [0002] Ein Falzapparat dieser Art ist aus der DE-A 36 26 287 bekannt. Bei diesem bekannten Falzapparat besteht zwar die Möglichkeit, die Produkte der beiden Arbeitsebenen einer gemeinsamen Längs- oder Querfalzauslage zuzuführen. Es besteht jedoch keine Möglichkeit, die Produkte der beiden Arbeitsebenen vor der Durchführung des zweiten Längsfalzes aufeinander zu legen und gemeinsam mit einem zweiten Längsfalz zu versehen, was bei der Herstellung von zwei gemeinsam in eine Zeitung einzulegenden Beilagen von Vorteil sein kann.

    [0003] Aus der EP-A 02 10 634 ist zwar ein Falzapparat mit zwei Querfalzeinrichtungen und hiervon abgehenden Bandführungen bekannt, bei dem die in die beiden Bandführungen einlaufenden, quergefalzten Produkte aufeinander gelegt und gemeinsam einer nachgeordneten Längsfalzeinrichtung zur Herstellung eines zweiten Längsfalzes zugeführt werden können. Hierzu sind die von den beiden Querfalzeinrichtungen abgehenden Bandführungen gabelförmig zusammengeführt. Diese Bandführungen sind jedoch nicht verstellbar. Es besteht daher die Gefahr, daß die aufeinanderzulegenden Produkte, sofern diese nicht registergenau in die Gabelung einlaufen, mit gegenseitigem Versatz aufeinandergelegt werden, was unerwünscht ist und zu Schwierigkeiten bei der Herstellung des zweiten Längsfalzes führen kann. Derartige Registerfehler sind jedoch in der Praxis nie ganz vermeidbar. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Anordnung ist darin zu sehen, daß die beiden Querfalzeinrichtungen etwa auf gleicher Höhe hintereinander angeordnet sind und daß die von der hinteren Querfalzeinrichtung abgehende Bandführung etwa U-förmig um die vordere Querfalzeinrichtung herumgeführt ist, so daß diese nur sehr schwer zugänglich ist. Die Anordnung gemäß EP-A 02 10 634 erweist sich demnach als nicht bedienungs- und wartungsfreundlich genug.

    [0004] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Falzapparat gattungsgemäßer Art unter Beibehaltung seiner Vorteile mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, daß die quergefalzten Produkte der beiden Produktionslinien registergenau aufeinandergelegt und mit einem gemeinsamen Längsfalz versehen werden können.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Produktionslinien im Bereich zwischen den Querfalzeinrichtungen und der Längsfalzeinrichtung durch wenigstens einen ihren Abstand überbrückenden Bandführungsast miteinander verbunden sind, dem eine einlaufseitige und eine auslaufseitige Umlenkwalze zugeordnet sind und der mit den Umlenkwalzen auf einer um eine umlenkwalzenparallele Achse schwenkbaren Schwinge aufgenommen ist.

    [0006] Diese Maßnahmen ermöglichen eine einfache modulmäßige Erweiterung des gattungsgemäßen Falzapparats, ohne seine Vorteile hinsichtlich guter Zugänglichkeit der Querfalzeinrichtungen zu beeinträchtigen. Durch Schwenken der den einen Bypaß bildenden Bandführungsast enthaltenden Schwinge ist dabei eine hohe Registergenauigkeit erreichbar, ohne die Zylinder der Falzeinrichtungen verstellen zu müssen. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben somit sowohl im Falle von Störungen als auch bei laufendem Betrieb eine hohe Bedienungsfreundlichkeit.

    [0007] Vorteilhaft kann die Schwinge um die Achse einer Umlenkwalze, zweckmäßig um die Achse der auslaufseitigen Umlenkwalze des einen Bypaß bildenden Bandführungsasts schwenkbar sein. Hierdurch wird eine Maximierung der Wirkung des Schwenkwinkels der Schwinge erreicht, so daß man mit vergleichsweise geringen Stellwegen auskommt.

    [0008] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, daß die einlaufseitige Umlenkwalze mit einer vorzugsweise ebenfalls auf der Schwinge aufgenommenen, schwenkbaren Weiche zusammenwirkt. Diese Maßnahme ermöglicht eine Stillegung des einen Bypaß bildenden Bandführungsasts und erhöht so die Vielfalt der Produktionsmöglichkeiten.

    [0009] Zweckmäßig kann im Bereich der auslaufseitigen Umlenkwalze eine vorzugsweise stationäre Leiteinrichtung angeordnet sein. Diese gewährleistet eine zuverlässige Führung der Produkte im Bereich der Einmündung des Bypasses in die zweite Produktionslinie.

    [0010] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann bei einem aus verschiedenen, aneinander ansetzbaren Moduln bestehenden Falzapparat dadurch eine einfache Nachrüstbarkeit erreicht werden, daß die Schwinge samt Umlenkwalzen auf einem einer Produktionslinie zugeordneten Modul aufgenommen ist und daß im Bereich der anderen Produktionslinie Distanzstücke mit der Breite des Moduls entsprechender Breite eingefügt sind.

    [0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen.

    [0012] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Falzapparats in Modulbauweise und
    Figur 2
    eine perspektivische Ansicht eines mit dem erfindungsgemäßen Falzapparat hergestellten Produkts.


    [0013] Der der Figur 1 zugrundeliegende Falzapparat enthält zwei jeweils eine Produktionslinie bildende, übereinander angeordnete Arbeitsebenen 1, 2 mit jeweils einer Querfalzeinrichtung 3, 4, von der jeweils der einlaufseitige Ast 5, 6 einer Bandführung abgeht. Im Bereich jeder Produktiosnebene 1, 2 ist eine zur Herstellung eines zweiten Längsfalzes geeignete Längsfalzeinrichtung 7, 8 vorgesehen, die als vom auslaufseitigen Ast 9, 10 der zugeordneten Bandführung durchlaufenes Schwertfalzwerk ausgebildet ist, dem jeweils eine Längsfalzauslegeeinrichtung 11, 12 zugeordnet ist.

    [0014] Um eine Zeitungseinlage der in Figur 2 angedeuteten Art mit zwei ineinanderliegenden Heften 13, 14 rationell herstellen zu können, werden die mit einem Querfalz 15 versehenen Produkte aus der oberen und der unteren Arbeitsebene 1, 2 im Anschluß an die Querfalzung deckend aufeinandergelegt und in aufeinanderliegendem Zustand mit einem gemeinsamen Längsfalz 16 versehen.

    [0015] Hierzu ist, wie Figur 1 weiter erkennen läßt, ein von der Bandführung der oberen Produktionsebene 1 abzweigender und in die Bandführung der unteren Produktionsebene 2 einlaufender Bandführungsast 17 vorgesehen. Dieser zweigt im Bereich zwischen dem Einlaufast 5 und dem Auslaufast 9 der Bandführung der oberen Produktionsebene 1 von dieser ab und läuft im Bereich zwischen dem Einlaufast 6 und dem Auslaufast 10 der Bandführung der unteren Produktionsebene in diese ein. Der praktisch einen Bypaß von der oberen Produktionsebene 1 zur unteren Produktionsebene 2 bildende Bandführungsast 17 verläuft dabei etwa lotrecht nach unten.

    [0016] Zur Bildung der Abzweigung des Bypaßasts 17 von der Bandführung der oberen Produktionsebene 1 ist eine obere Umlenkwalze 18 vorgesehen. Zur Bildung des Einlaufs des Bypaßasts 17 in die Bandführung der unteren Produktionsebene 2 ist eine untere Umlenkwalze 19 vorgesehen. Die obere Umlenkwalze 18 ist vom oberen Bändersatz 5a des vom zugeordneten oberen Falzklappenzylinder abgehenden Bandführungsasts 5 tangiert. Der über die obere Umlenkwalze 18 hinweggehende Bändersatz 5a wirkt im Bereich hinter der Umlenkwalze 18 mit einem neben dieser beginnenden unteren Bändersatz 9b des zur Längsfalzeinrichtung 7 führenden Auslaufasts 9 der oberen Bandführung zusammen. Der untere Bändersatz 5b des Einlaufasts 5 der oberen Bandführung läuft um die Umlenkwalze 18 herum und in den Bypaßast 17 ein. Das untere Ende dieses Bändersatzes liegt an der unteren Umlenkwalze 19 an und ist um eine der Umlenkwalze 19 benachbarte Bandwalze 20 umgelenkt. Die untere Umlenkwalze 19 wird vom unteren Bändersatz 6a des Einlaufasts 6 der Bandführung der unteren Arbeitsebene 2 tangiert und von einem oberen Bändersatz 10b des Auslaufasts 10 der Bandführung der unteren Arbeitsebene 2 umschlungen. Dieser Bändersatz ist um eine der oberen Umlenkwalze 18 benachbarte Bandwalze 21 umgelenkt und bildet dementsprechend einen ebenfalls in den Bypaßast 17 einlaufenden Bändersatz, der an der oberen Umlenkwalze 18 anliegt und im Bereich der unteren Umlenkwalze 19 aus dem Bypaßast 17 herausläuft. Der Bypaßast 17 wird dementsprechend durch die um die obere bzw. untere Umlenkwalze 18, 19 jeweils herumgeführten Bändersätze 5b bzw. 10b der Bandführungen der oberen bzw. unteren Arbeitsebene 1, 2 gebildet.

    [0017] Im Zwickel zwischen dem die obere Umlenkwalze 18 tangierenden Bändersatz 5a und dem um die obere Umlenkwalze 18 herumlaufenden Bändersatz 5b ist eine schwenkbare Weiche 22 angeordnet, die von einer den die Umlenkwalze 18 tangierenden Bändersatz 5a untergreifenden Stellung in eine diesen Bändersatz 5a durchgreifende Stellung verschwenkbar ist und umgekehrt. Zur Aktivierung des Bypaßasts 17, das heißt zur Überleitung der im Bereich der oberen Produktionsebene 1 quergefalzten Produkte in die untere Produktionsebene 2, wird die Weiche 22 wie dargestellt, in die den Bändersatz 5a durchgreifende, von der Umlenkwalze 18 abweisende Stellung gebracht, in der der Auslaufast 9 gesperrt und der Bypaßast 17 geöffnet ist. Sofern der Bypaßast 17 passiviert werden soll wird die durch eine Schwenkklappe gebildete Weiche 22 so an die Umlenkwalze 18 angeschwenkt, daß der Bypaßast 17 geschlossen und der Auslaufast 9 der oberen Produktionsebene geöffnet ist, das heißt daß die ankommenden Produkte über den Eingang des Bypaßasts 17 hinweggehen und in den Auslaufast 9 einlaufen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Weiche 22 durch zwischen die Bänder des Bändersatzes 5a eingreifende Zungen gebildet, die koaxial zur Bandwalze 22 angeordnet sind, die dem auslaufseitigen Umfangsabschnitt der oberen Umlenkwalze 18 benachbart ist. Im Bereich der dem einlaufseitigen Umfangsabschnitt der unteren Umlenkwalze 19 benachbarten Bandwalze 20 ist eine durch stationäre Zungen gebildete Leiteinrichtung 23 vorgesehen, die eine umlenkwalzenparallele und eine zu dem die untere Umlenkwalze 19 tangierenden Bändersatz 6a parallele Leitfläche aufweist.

    [0018] Zur Erzielung einer hohen Registergenauigkeit der aufeinanderzulegenden Produkte sind eine oder beide Umlenkwalzen 18, 19 verstellbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Umlenkwalzen 18, 19 auf einer koaxial zur Achse 27 der unteren Umlenkwalze 19 schwenkbar angeordneten Schwinge 24 aufgenommen. Diese kann dementsprechend gemäß Pfeil 25 so um ihre Achse 27 verschwenkt werden, daß die obere Umlenkwalze 18 vor bzw. zurückgestellt wird. Auf der Schwinge 24 sind dementsprechend auch die mit der oberen Umlenkwalze 18 zusammenwirkende Weiche 22 sowie die den den Bypaßast 17 bildenden Bändersätzen zugeordneten Leitorgane in Form von Bandwalzen etc. aufgenommen. Die der koaxial zur Schwenkachse der Schwinge 24 angeordneten unteren Umlenkwalze 19 benachbarte stationäre Leiteinrichtung 23 und die dieser benachbarte Bandwalze 20 können außerhalb der Schwinge 24 gestellfest angeordnet sein.

    [0019] Der der Schwinge 24 zugeordnete Schwenkmachanismus kann aus einem Schenckenrad und einer in dieses eingreifenden Schnecke bestehen, die mittels eines Handrads 26 betätigbar ist. Hierbei ergibt sich eine automatische Selbsthemmung, so daß eine unbeabsichtigte Verstellung ausgeschlossen ist. Die Schwinge 24 wird während des Betriebs so verstellt, daß die jeweils aufeinanderzulegenden Produkte deckungsgleich aufeinanderzuliegen kommen. Die Weiche 22 wird vor der Inbetriebnahme auf die gewünschte Produktionsart eingestellt.

    [0020] Die in ihrer Mittelstellung lotrechte Schwinge 24 ist mit ihrer Achse 27 auf einem im Bereich der unteren Produktionsebene 2 eingefügten Modul 28 aufgenommen, dessen Gestell mit seitlichen Anschlußflächen 29 versehen ist, die mit den Anschlußflächen benachbarter Moduln des aus mehreren Moduln zusammengestellten Falzapparats zusammenpassen. Im Bereich der oberen Produktionsebene 1 sind lediglich die in ihrer Mittellage lotrechte Schwinge 24 flankierende Distanzstücke 30 eingefügt, deren Breite der Breite des Moduls 28 entspricht und die mit ihren Stirnflächen an den zugewandten Anschlußflächen der benachbarten Moduln festlegbar sind.

    [0021] Beim Falzapparat gemäß Fig. 1 ist im Bereich der unteren Produktionsebene 2 auch eine der zugeordneten Längsfalzeinrichtung 8 nachgeordnete Querfalzauslegeeinrichtung 31 vorgesehen, in welche die die Längsfalzeinrichtung 8 durchlaufenden Bänder einlaufen. Die Längsfalzeinrichtung 7 und 8 sind passivierbar. Bei passivierter Längsfalzeinrichtung 8 können die aufeinanderliegenden Produkte 13, 14 ohne den Längsfalz 16 über die Längsfalzauslage 31 ausgelegt werden.


    Ansprüche

    1. Falzapparat mit zwei Produktionslinien, vorzugsweise in Form übereinander angeordneter Arbeitsebenen (1, 2), die jeweils eine Querfalzeinrichtung (3, 4) und eine hiervon abgehende Bandführung (5, 9; 6, 10) aufweisen und von denen wenigstens eine mit einer von der zugeordneten Bandführung durchlaufenen Längsfalzeinrichtung (7, 8) zur Herstellung eines zweiten Längsfalzes versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Produktionslinien im Bereich zwischen den Querfalzeinrichtungen (3, 4) und der Längsfalzeinrichtung (7, 8) durch wenigstens einen ihren Abstand überbrückenden Bandführungsast (17) miteinander verbunden sind, dem eine einlaufseitige und eine auslaufseitige Umlenkwalze (18, 19) zugeordnet sind und der mit den Umlenkwalzen (18, 19) auf einer um eine umlenkwalzenparallele Achse (27) schwenkbaren Schwinge (24) aufgenommen ist.
     
    2. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (24) um die Achse einer Umlenkwalze (18 bzw. 19) des Bandführungsasts (17), vorzugsweise um die Achse (27) der auslaufseitigen Umlenkwalze (19) des Bandführungsasts (17), schwenkbar ist.
     
    3. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einlaufseitige Umlenkwalze (18) einer oberen Arbeitsebene (1) und die auslaufseitige Umlenkwalze (19) einer deckend unter der oberen Arbeitsebene (1) angeordneten, unteren Arbeitsebene (2) zugeordnet sind.
     
    4. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einlaufseitige Umlenkwalze (18) mit einer vorzugsweise ebenfalls auf der Schwinge (24) aufgenommenen, schwenkbaren Weiche (22) zusammenwirkt, die vorzugsweise im Zwickel zwischen einem die zugeordnete Umlenkwalze (18) tangierenden Bändersatz (5a) und einem um die Umlenkwalze (18) herumlaufenden Bändersatz (5b) angeordnet ist.
     
    5. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auslaufseitige Umlenkwalze (19) mit einer vorzugsweise stationären Leiteinrichtung (23) zusammenwirkt, die vorzugsweise im Zwickel zwischen einem die zugeordnete Umlenkwalze (19) tangierenden Bändersatz (6a) und einem um die Umlenkwalze (19) herumlaufenden Bändersatz (10b) angeordnet ist.
     
    6. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Umlenkwalze (18) vom oberen Bändersatz (5a) des einlaufseitigen Bändersatzes (5) der Bandführung der oberen Arbeitsebene (1) tangiert und vom zugeordneten, unteren Bändersatz (5b) umgriffen ist, der an der unteren Umlenkwalze (19) anliegt und mit dem die untere Umlenkwalze (19) umgreifenden, an der oberen Umlenkwalze (18) anliegenden, oberen Bändersatz (10b) des Auslaufasts (10) der Bandführung der unteren Arbeitsebene (2) den Bypaßast (17) bildet.
     
    7. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche bestehend aus verschiedenen, aneinander ansetzbaren bzw. übereinander anordenbaren Moduln mit fluchtenden Anschlußstellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (24) auf einem im Bereich einer Produktionsebene eingefügten Modul (28) aufgenommen ist und daß im Bereich der anderen Produktionsebene Distanzstücke (30) mit der Breite des Moduls (28) entsprechender Breite eingefügt sind.
     
    8. Falzapparat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schwinge (24) aufnehmende Modul (28) im Bereich der unteren Produktionsebene (2) eingefügt ist.
     
    9. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (24) in ihrer Mittelstellung lotrecht ausgerichtet ist.
     
    10. Falzapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfalzeinrichtung (7, 8) abschaltbar ist und daß eine dieser nachgeordnete Querfalzauslegeeinrichtung vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. A folder having two production lines, preferably in the form of superposed working planes (1 and 2), which each have a transverse folding device (3 and 4) and a belt guiding means (5, 9; 6 and 10) extending therefrom, of which at least one is provided with a longitudinal folding device (7 and 8), which has the associated belt guiding means running through it, for the production of a second longitudinal fold, characterized in that the two production lines are connected in the part between the transverse folding devices (3 and 4) and the longitudinal device (7 and 8) by at least one run (17) of the belt guiding means, which spans the distance between them, with which run (17) an inlet and an outlet bend roll (18 and 19) are associated and which is received with the bend rolls (18 and 19) on a rocker lever (24) able to pivot about an axis (27) parallel to the bend rolls.
     
    2. The folder as claimed in claim 1, characterized in that the rocker lever (24) is able to pivot about the axis of the bend roll (18 and, respectively, 19) of the belt guiding run (17) and preferably about the axis (27) of the outlet side bend roll (19) of the belt guiding run (17).
     
    3. The folder as claimed in either of the preceding claims, characterized in that the inlet bend roll (18) is associated with an upper working plane (1) and the outlet bend roll (19) is associated with an aligned lower working plane (2) which is arranged underneath the upper working plane (1).
     
    4. The folder as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the inlet bend roll (18) cooperates with a pivotal mechanical switch (22), which is also preferably mounted on the rocker lever (24) and which is preferably arranged in the narrowing gap between a belt set (51) tangent to the associated bend roll (18) and a belt set (5b) running around the bend roll (18).
     
    5. The folder as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the outlet bend roll (19) cooperates with a preferably stationary guide device (23), which is preferably arranged in the narrowing gap between a belt set (6a) tangent to the associated bend roll (19) and a belt set (10b) running around the bend roll (19).
     
    6. The folder as claimed in either of the claim 4 or claim 5, characterized in that the upper bend roll (18) is tangent to the upper belt set (5a) of the inlet belt set (5) of the belt guiding means of the upper working plane (1) and has the associated lower belt set (19) trained around it, which belt set (5b) forms a bypass run (17) with the upper belt set (10b), which surrounds the lower bend roll (19) and is in contact with the upper bend roll (18), of the outlet run (10) of the belt guiding means of the lower working plane (2).
     
    7. The folder as claimed in any one of the preceding claims, consisting of different modules which are able to be assembled together or arranged one on top of the other with aligned connections therebetween, characterized in that the rocker lever (24) is arranged on a module (28) arranged in one production plane and in that in the other production plane distance members (30) are inserted whose breadth is the same as that of the module (28).
     
    8. The folder as claimed in claim 7, characterized in that the module (28) mounting the rocker lever (24) is arranged in the lower production plane (2).
     
    9. The folder as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the rocker lever (24) is aligned perpendicularly in its center position.
     
    10. The folder as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal folding device (7 and 8) is able to be switched off and in that a transverse folding and delivery device is provided following it.
     


    Revendications

    1. Plieuse comprenant deux lignes de production, de préférence sous la forme de plans de travail superposés (1, 2) dont chacun comporte un dispositif de pliage transversal (3, 4) et un guidage par bandes (5, 9 ; 6, 10) partant de celui-ci, et dont l'un au moins est muni d'un dispositif de pliage longitudinal (7, 8) traversé par le guidage par bandes associé et destiné à réaliser un deuxième pli longitudinal, caractérisée par le fait que les deux lignes de production sont reliées entre elles, dans la région située entre les dispositifs de pliage transversal (3, 4) et le dispositif de pliage longitudinal (7, 8), par au moins une branche de guidage par bandes (17) qui recouvre leur distance, à laquelle sont associés un rouleau de déviation situé du côté de l'entrée et un rouleau de déviation situé du côté de la sortie (18, 19), et qui est montée avec les rouleaux de déviation (18, 19) sur un support oscillant (24) pouvant pivoter autour d'un axe (27) parallèle aux rouleaux de déviation.
     
    2. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le support oscillant (24) peut pivoter autour de l'axe d'un rouleau de déviation (18 ou 19, respectivement) de la branche de guidage par bandes (17), et de préférence autour de l'axe (27) du rouleau de déviation (19) de la branche de guidage par bandes (17) qui est situé du côté de la sortie.
     
    3. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le rouleau de déviation (18) qui est situé du côté de l'entrée est associé à un plan de travail supérieur (1), et que le rouleau de déviation (19) qui est situé du côté de la sortie est associé à un plan de travail inférieur (2) disposé en superposition au-dessous du plan de travail supérieur (1).
     
    4. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le rouleau de déviation (18) qui est situé du côté de l'entrée coopère avec un aiguillage pivotant (22) qui est également monté sur le support oscillant (24), de préférence, et qui est disposé de préférence dans le coin compris entre un jeu de bandes (5a) tangent au rouleau de déviation associé (18) et un jeu de bandes (5b) passant autour du rouleau de déviation (18).
     
    5. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le rouleau de déviation (19) qui est situé du côté de la sortie coopère avec un dispositif de guidage (23), de préférence fixe, qui est disposé de préférence dans le coin compris entre un jeu de bandes (6a) tangent au rouleau de déviation associé (19) et un jeu de bandes (10b) passant autour du rouleau de déviation (19).
     
    6. Plieuse selon l'une des revendications précédentes 4 et 5, caractérisée par le fait que le jeu de bandes supérieur (5a) du jeu de bandes (5) du guidage par bandes du plan de travail supérieur (1) qui est situé du côté de l'entrée est tangent au rouleau de déviation supérieur (18), et que ce dernier est entouré par le jeu de bandes inférieur associé (5b) qui porte sur le rouleau de déviation inférieur (19) et qui constitue la branche de dérivation (17) avec le jeu de bandes supérieur (10b) de la branche de sortie (10) du guidage par bandes du plan de travail inférieur (2), lequel jeu de bandes porte sur le rouleau de déviation supérieur (18) et entoure le rouleau de déviation inférieur (19).
     
    7. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, constituée par divers modules qui peuvent être placés les uns contre les autres ou disposés les uns sur les autres, respectivement, et dont les endroits de raccordement sont alignés, caractérisée par le fait que le support oscillant (24) est reçu sur un module (28) qui est inséré dans la région d'un plan de production, et par le fait que des entretoises (30) dont la largeur correspond à la largeur du module (28) sont insérées dans la région de l'autre plan de production.
     
    8. Plieuse selon la revendication 7, caractérisée par le fait que le module (28) qui reçoit le support oscillant (24) est inséré dans la région du plan de production inférieur (2).
     
    9. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le support oscillant (24) est dirigé verticalement dans sa position moyenne.
     
    10. Plieuse selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le dispositif de pliage longitudinal (7, 8) peut être rendu passif, et par le fait qu'il est prévu un dispositif de réception de produits à pliage transversal qui est monté en aval de celui-ci.
     




    Zeichnung