[0001] Die Erfindung betrifft eine Großteil-Stufenpresse nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Transporteinrichtungen zum Transportieren von Werkstücken in einer Großteil-Stufenpresse
bestehen im allgemeinen aus zwei in Transportrichtung verlaufenden, einen Horizontalhub
in und gegen die Transportrichtung sowie einen Vertikalhub ausführenden Tragschienen,
die durch den Werkzeugraum der Presse hindurchführen und an denen quer zur Transportrichtung
befestigte Quertraversen mit Saugern, Magnethaltern oder dgl. befestigt sind, mittels
welchen die Werkstücke von einer Bearbeitungsstufe zur nächstfolgenden transportiert
werden (siehe z. B. Industrie-Anzeiger 63/64, 1988 Seite 12, 13). Der Arbeitsablauf
hierbei erfolgt derart, daß alle hintereinander angeordneten Werkzeugstufen mit ihren
Werkzeugen einen gemeinsamen Arbeitshub ausführen. Nach dem Öffnen der beiden Werkzeughälften
fahren die Quertraversen mit einem halben Horizontalhub aus einer Parkstellung oder
Ruhestellung in den Werkzeugraum ein und ergreifen mit einem nach unten gerichteten
Vertikalhub mittels den Saugern das Werkstück. Ein nach oben gerichteter Vertikalhub
sowie ein ganzer Horizontalhub befördert das jeweilige Werkstück zur nächstfolgenden
Werkzeugstufe. In dieser nächstfolgenden Werkzeugstufe führt die Tragschiene wiederum
einen nach unten gerichteten Vertikalhub aus und legt das Werkstück ab. Danach folgt
ein nach oben gerichteter Vertikalhub und ein halber nach hinten gerichteter Horizontalhub
in eine zwischen den beiden Werkzeugstufen liegende Parkstellung. Die Werkzeugoberteile
können dann gemeinsam für den Preßvorgang nach unten gefahren werden. Die durch die
gesamte Großteil-Stufenpresse hindurchragenden, seitlich der Werkzeuge angeordneten
Tragschienen führen demnach mit den mit Saugern bestückten Quertraversen ganze und
halbe Horizontalhübe zwischen jeweils zwei benachbarten Werkzeugstufen zum Transport
der Werkstücke sowie zum Verfahren in eine Ruhestellung sowie Vertikalhübe zum Anheben
bzw. Absenken der Werkstücke aus.
[0003] Die Sauger an den Quertraversen sind an die jeweilige Oberflächenstruktur des zu
ergreifenden Werkstücks angepaßt. Dies geschieht beim Umrüsten der Anlage auf ein
anderes Preßteil, wobei die Quertraversen mit auf die jeweiligen Teile angepaßten
Saugern mit dem jeweiligen Werkzeugsatz ausgetauscht werden. Sind die Quertraversen
mit Sauger einmal installiert, so können diese ein Werkstück jeweils nur in gleichbleibender
geometrischer Lage von einer Werkzeugstufe zur anderen Werkzeugstufe transportieren.
Dies ist ohne Nachteil, sofern diese gleichbleibende Lage in den einzelnen Werkzeugstufen
gewünscht ist. Es gibt jedoch Fälle, wo zum Bearbeiten der Preßteile Werkzeugsätze
verwendet werden, die nicht eigens für die spezielle Presse konzipiert sind, so daß
die Lage der Werkstücke von Werkzeugstufe zu Werkzeugstufe schwanken kann. Ein in
seiner geometrischen Lage unveränderter Werkstücktransport mittels den mit Saugern
bestückten Quertraversen könnte diesen unterschiedlich angeordneten Werkzeugsätzen
nicht gerecht werden, da die Werkstücke nicht ordnungsgemäß in das Werkzeug eingelegt
würden.
[0004] Weiterhin ist trotz gewährleisteter gleichbleibender Lage der Werkstücke von einer
zur anderen Werkzeugstufe ggf. auch ein Einsatz von teuren sogenannten Schieberwerkzeugen
erforderlich, wenn eine gegenüber der vertikalen Preßrichtung schräge Preßrichtung
vorgenommen werden muß. Dies ist beispielsweise bei einer entsprechenden Teileform
wie einer Kfz-Heckklappe oder ähnlich gewölbten Teilen erforderlich, sofern die zu
bearbeitende Fläche nicht senkrecht oder nahezu senkrecht gegenüber dem Preßwerkzeug
steht.
[0005] Bei der Einrichtung des Unterwerkzeugs muß auch die Lage der Druckbolzen der Luftkissen
bei der Festlegung der geforderten geometrischen Lage des Werkstücks bzw. Werkzeuges
berücksichtigt werden, wobei ein ungleichmäßiger Transportschritt zwischen zwei Werkzeugstufen
entstehen kann.
[0006] Die bisher bekannten Ausführungen von Großteil-Stufenpressen sehen eine Lageveränderung
der Werkstücke in den jeweiligen Bearbeitungsstufen im allgemeinen nicht vor, da Leerstufen
zwischen den Werkzeugstufen nicht vorhanden sind. Falls ein Raum hierfür vorhanden
sein sollte, sind jedoch keine Vorrichtungen und Maßnahmen zur Lageveränderung vorgesehen.
So ist es deshalb beim Arbeiten auf diesen Großteil-Stufenpressen ohne Leerstufen
zwischen den Werkzeugstufen stets notwendig, daß immer die gleiche Teilelage in den
Werkzeugstufen eingehalten wird.
[0007] Aus der JP-A-63 230 238 ist eine Stufenpresse bekanntgeworden, die ebenfalls eine
Einrichtung zur Ablage und/oder Veränderung der Lage von Werkstücken in einer Zwischenstufe
aufweist. Hierdurch kann das Werkstück sowohl in seiner Höhe als auch in seiner Lage
verändert werden. Die Quertraversen selbst mit den entsprechenden Werkstückhalterungen
sind starr mit den Tragschienen verbunden, so daß eine flexible Anordnung der Quertraversen
bei beengten Platzverhältnissen zwischen den Pressenstufen nicht möglich ist.
[0008] Aus der US-A-4 625 540 ist eine Presse bekanntgeworden, bei welcher die Quertraversen
zur Durchführung eines Schrittausgleichs bei unterschiedlich großen Werkzeugabständen
eine Relativbewegung gegenüber der Tragschiene durchführen können. Das Problem beengter
Platzverhältnisse zwischen den Pressenstufen stellt sich nicht.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Großteil-Stufenpresse eine variable
Lage der Werkstücke zwischen den einzelnen Werkzeugstufen zu ermöglichen, wobei insbesondere
auch den Anforderungen an beengte Platzverhältnisse zwischen den Pressenstufen wegen
der Zwischenablage Rechnung getragen wird.
[0010] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Großteil-Stufenpresse nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] In den Unteransprüchen sind weitere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Grundgedankens angegeben.
[0012] Gemäß der Erfindung sind zwischen den einzelnen Werkzeugstufen im Ständerbereich
sogenannte Leerstufen oder Zwischenablagestufen vorgesehen, in denen Ablagevorrichtungen
vorhanden sind, die ein Verändern der Teillage in beliebige Freiheitsgrade ermöglicht.
Hierdurch ist eine Veränderung der Lage der Werkstücke von Werkzeugstufe zu Werkzeugstufe
möglich. Diese Veränderung der Lage in der Zwischenablagestufe kann beispielsweise
folgende Veränderungen umfassen:
1. Heben und Senken des Werkstücks vertikal;
2. horizontales Verschieben in und gegen die Transportrichtung;
3. Verschieben nach rechts oder nach links quer zur Transportrichtung;
4. Kippen in und gegen die Transportrichtung;
5. Kippen nach rechts oder links quer zur Transportrichtung;
[0013] Durch diese Veränderungsmöglichkeiten wird das Einrichten bzw. Justieren beim Ein-
und Austragvorgang der Werkstücke in das Werkzeug und aus dem Werkzeug ermöglicht.
Auch eine Nachjustierung der Werkstücke wird ermöglicht, wenn die Werkzeuge in der
Großteil-Stufenpresse nicht genau ausgerichtet sind.
[0014] Durch das Vorhandensein einer Zwischenablagestufe zur Lageveränderung der Werkstücke
zwischen zwei Werkzeugstufen beträgt der horizontale Vorschubschritt oder Horizontalhub
der Tragschienen bzw. die mit Saugern bestückten Quertraversen einen halben Arbeitsstufenabstand,
d. h. den halben Abstand zwischen zwei Werkzeugstufen. Der Abstand zwischen zwei benachbarten
Werkzeugstufen wird dabei als ganzer Arbeitsstufenabstand oder ganzer Horizontalhub
bezeichnet.
[0015] Da die mittlere Position zwischen zwei Werkzeugstufen durch die erfindungsgemäße
Zwischenablagestufe eingenommen wird, in welcher die Werkstücke in ihrer Lage veränderbar
sind, wird eine zusätzliche Lage als Ruhestellung für die mit Saugern bestückten Quertraversern
benötigt. Diese Stellung liegt zwischen dem Werkzeug und der Zwischenablagestufe,
d. h. in einem viertel Arbeitsstufenabstand vom Werkzeug.
[0016] Beträgt der Einfahrweg der Quertraverse in das Werkzeug oder der Ausfahrweg aus dem
Werkzeug nur ein viertel Arbeitsstufenabstand, so kann die Quertraverse unter Umständen
mit ihren seitlich ausladenden Saugern im Werkzeugbereich zu liegen kommen, was ein
Schließen der Werkzeuge behindern würde. Dies gilt um so mehr, je breiter das jeweilige
Werkzeug ist. Um eine Kollision der Quertraversen mit dem Werkzeug beim Schließvorgang
der Werkzeuge zu vermeiden, werden die austragenden Quertraversen im Rücklauf von
der Leerstation in Transportrichtung auf den Tragschienen relativ zu diesen verschoben.
Gleiches gilt für die die Werkstücke eintragenden Quertraversen beim Ausfahren aus
dem Werkzeug. Hier werden die Quertraversen entgegen der Transportrichtung auf den
Tragschienen relativ hierzu verschoben. Hierdurch wird der Abstand der Quertraversen
zueinander im Werkzeugbereich vergrößert bzw. im Zwischenablagebereich verkleinert,
was ein Schließen der Werkzeuge ermöglicht. Beim Einfahren der Werkstücke in das Werkzeug
bzw. in die Leerstationen wiederholt sich dieser Vorgang in umgekehrter Richtung,
so daß beim Entnehmen der Werkstücke wieder der ursprüngliche Abstand, d. h. der gleiche
Abstand zwischen den Quertraversen besteht, um die Transportschritte vornehmen zu
können.
[0017] Das Verschieben der Quertraversen auf den Tragschienen kann während der Transport-
oder Rücklaufbewegung der Tragschienen selbst erfolgen, d. h. es wird eine Relativbewegung
zwischen Tragschienen und Quertraversen erzeugt. Dies geschieht mittels eines programmierbaren
Antriebs.
[0018] Die genannte relative Verschiebbarkeit zwischen Tragschienen und Quertraversen kann
bei der Bearbeitung von kleineren Preßteilen bzw. bei kleineren Werkzeugen entfallen.
Die erforderliche Verschiebbarkeit ist bei der Bearbeitung des maximal größten Preßteils
am größten, da hier der benötigte Freiraum zum Schließen der Werkzeuge am größten
ist.
[0019] Beim Umrüsten der Anlage mit Werkzeugwechsel wird auch der Verschiebeantrieb für
die Quertraversen zur Erzeugung der Relativbewegung, d. h. zum Verschieben der Quertraversen
auf den Tragschienen in Absteckpositionen zwischen Preßenständer und geschlossenem
Werkzeug gebracht. Dabei wird der Verschiebeantrieb zusätzlich als Rüstachse mitverwendet.
In dieser Position werden die Quertraversen zum Werkzeugwechsel auf den Schiebetischen
auf Absteckbolzen abgesteckt.
[0020] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- die ersten drei Arbeitsstufen einer Großteil-Stufenpresse in einem Schnitt C-D aus
Fig. 3 in Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Schnitt A-B in Fig. 3 in Seitenansicht,
- Fig. 3
- einen Schnitt E-F der Fig. 1 als Draufsicht,
- Fig. 4
- einen Schnitt I-K aus Fig. 6 in Seitenansicht, mit schmalen Werkzeugen in an sich
bekannter Bauweise,
- Fig. 5
- einen Schnitt G-H aus Fig. 6 in Seitenansicht,
- Fig. 6
- einen Schnitt L-M aus Fig. 4 in Draufsicht, mit schmalen Werkzeugen in an sich bekannter
Bauweise jedoch mit Verschiebbarkeit der Quertraversen,
- Fig. 7
- einen Schnitt P-Q aus Fig. 4 bei der Bearbeitung von zwei Teilen
- Fig. 8
- einen Schnitt N-O aus Fig. 1 bei der Bearbeitung von einem Teil,
- Fig. 9
- eine Einzelheit "X" aus Fig. 1 und
- Fig. 10
- eine Einzelheit "Y" aus Fig. 1 in Schräglage.
[0021] In den Figuren 1 bis 6 sind jeweils die ersten drei Bearbeitungsstufen einer Großteil-Stufenpresse
dargestellt. Die Stufenpresse weist jeweils Pressentische 1 bis 3, darüber angeordnete
Schiebetische 4 bis 6 mit hierauf befestigten Unterwerkzeugen 7 bis 9 auf. Im oberen
Teil der Stufenpresse befinden sich die Oberwerkzeuge 10 bis 12, die Pressenstößel
13 bis 15 sowie die Oberholme 16 bis 18. Diese Oberholme 16 bis 18 sind mit den Pressentischen
1 bis 3 durch die Pressenständer 19 bis 24 verbunden, in denen auch die Pressenstößel
13 bis 15 geführt sind.
[0022] Durch die Großteil-Stufenpresse führen die beiden Tragschienen 25, 26, die in den
Führungen 27 bis 32 vertikal und horizontal verschiebbar geführt sind und durch die
Hebel 33, 34 sowie Schubstangen 35, 36 in horizontaler Richtung angetrieben werden.
[0023] In einem Gehäuse 37 befinden sich Kurven für den Antrieb der Horizontal- und Vertikalbewegung
der Transportvorrichtung.
[0024] Auf den Tragschienen 25, 26 sind Quertraversen 38 bis 42 in Führungen 43, 44 horizontal
verschiebbar gelagert und werden durch Spindeln 45, 46 und Elektroantriebe 47, 48
programmierbar angetrieben.
[0025] Zum Werkzeugwechsel sind die Quertraversen 38 bis 42 durch Kupplungen 49, 50 von
den Tragschienen 25, 26 abkuppelbar und auf den Schiebetischen 4 bis 6 mittels Absteckbolzen
51, 52 abgesteckt.
[0026] Platinen 53, 53a zur Herstellung der Werkstücke werden von Förderbändern 54 zugeführt
und von einem Platinenheber 55 auf Einlegehöhe angehoben und von Saugerspinnen 56,
56a eines Beladefeeders 57 in die Unterwerkzeuge 7, 7a eingelegt.
[0027] Der Weitertransport durch die verschiedenen Arbeits- und Leerstufen erfolgt mittels
Saugerspinnen 58, 58a an den Quertraversen 38 bis 42.
[0028] Die Positionen 59 bis 59i zeigen die bearbeiteten Werkstücke in verschiedenen Arbeits-
bzw. Leerstufen.
[0029] In den Darstellungen in Fig. 1 sowie in Fig. 4 sowie in Fig. 3 und Fig. 6 untere
Hälfte, d. h. rechts von der Durchlaufrichtung 60 sind die Quertraversen 38 bis 42
in Entnahmestellung über den Bearbeitungs- bzw. den Leerstufen dargestellt. In diesem
Fall ist der Abstand der Quertraversen zueinander gleich groß und entspricht dem halben
Stufenabstand zwischen jeweils zwei Bearbeitungsstufen 1, 2 bzw. zwischen zwei Leerstufen,
bzw. dem Stufenabstand zwischen Bearbeitungs- und Leerstufe. Die Bauweise mit schmalen
Werkzeugen im Werkzeugraum nach Fig. 4 und 6 mit dazwischenliegender, mit halben Arbeitsstufenabstand
zu erreichender Zwischenablagestufe ist an sich bekannt (s. Spalte 2, Ziff. 42ff).
[0030] In Fig. 2 sowie Fig. 5 sowie in der oberen Hälfte von Fig. 3 und Fig. 6, d. h. links
der Durchlaufrichtung 60 sind die Quertraversen 38 bis 42 in Warteposition oder Parkstellung
zwischen den Bearbeitungs- und Leerstufen dargestellt, wobei in Figur 1 bis 3 die
Quertraversen gegenüber dem Transportschritt der Tragschienen 25, 26 noch eine zusätzliche
Relativbewegung ausführen können, so daß der Abstand zwischen zwei Quertraversen im
Bereich der Werkzeugstufe oder Arbeitsstufe größer ist als im Bereich der Leerstufe.
[0031] Die zwischen Ablagestufen 61, 61a sowie 62, 62a als Ablage für die Werkstücke in
der Leerstufe weisen bis zu fünf Freiheitsgrade auf, die mit Pfeilrichtung 63 bis
67 angegeben sind.
[0032] Beim Arbeiten mit zwei Werkzeugen pro Arbeitsstufe sind gemäß Fig. 7 auch zwei Zwischenablagestufen
für die Teileablage vorgesehen, wie in Arbeitsstellung gezeigt. Beim Arbeiten mit
nur einem Werkzeug pro Arbeitsstufe ist gemäß Fig. 8 eine Zwischenablagestufe in Arbeitsstellung
und eine zweite in Parkstellung oder Ruhestellung gezeigt. Die doppelten Werkzeuge
pro Arbeitsstufe oder Werkzeugstufe sind in Fig. 3 und Fig. 6 in Draufsicht gezeigt.
[0033] Zum automatischen Umrüsten von Schablonenträger 68, 69, 69a mit an die Werkstückkontur
angepaßte Ablegeschablonen 70, 71, 71a werden diese auf an den Schiebetischen 5, 6
befestigten Rahmen 72, 73 und Absteckbolzen 74, 74a, 75 und 75a durch Verfahren in
vertikaler Richtung abgesteckt und mit dem Werkzeugsatz gewechselt.
[0034] Die strichpunktierte Linie mit Pfeil 76, 76a zeigt die Fahrkurven der Quertraversen
beim Transportieren der Werkstücke von einer Werkzeugstufe zur nächsten Werkzeugstufe.
[0035] Die strichpunktierte Linie mit Pfeil 77, 77a zeigt die Fahrkurve der Quertraversen
beim Rücklauf von der Werkzeugstufe bzw. Leerstufe in die jeweilige Warteposition.
[0036] Die strichpunktierte Linie mit Pfeil 78, 78a zeigt die Fahrkurve der Quertraversen
beim Einfahren in die Leerstufe bzw. in die Werkzeugstufe.
[0037] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle fachmännischen Weiterbildungen und Abwandlungen
die in Rahmen der Ansprüche liegen.
1. Großteil-Stufenpresse mit mehreren hintereinander angeordneten Werkzeugstufen, bei
welcher zwei eine Horizontal- und eine Vertikalbewegung ausführende, durch den Werkzeugraum
der Presse hindurchführende Tragschienen (25, 26) vorgesehen sind, an denen mit Saugern
oder dgl. bestückte Quertraversen (38 bis 42) zur Aufnahme von Werkzeugstücken befestigt
sind, und zwischen zwei benachbarten Werkzeugstufen (1 bis 3) eine Zwischenablagestufe
(61, 62) mit einer Vorrichtung zur Veränderung der Lage des Werkstückes vorgesehen
ist, wobei die Tragschienen (25, 26) mit Quertraversen (38 bis 42) einen ersten Transportschritt
mit halbem Arbeitsstufenabstand von Werkzeugstufe zur Zwischenablagestufe (61, 62)
und nachfolgend einem zweiten Transportschritt mit viertel Arbeitsstufenabstand in
eine dazwischenliegende Ruhestellung durchführen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels
eines programmierbaren Antriebs (47, 48) die auf den Tragschienen (25, 26) angeordneten
Quertraversen (38 bis 42) im Bereich der Ruhestellung relativ zu den Tragschienen
(25, 26) in und gegen die Transportrichtung (60) unabhängig voneinander längsverschiebbar
angeordnet sind.
2. Großteil-Stufenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung
der Lage der Werkstücke in ein bis fünf Freiheitsgraden (63 bis 67) erfolgt.
3. Großteil-Stufenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lageverschiebung
der Quertraversen (38 bis 42) derart erfolgt, daß diese bei geschlossenem Werkzeug
eine seitlich hiervon angeordnete Ruhestellung einnehmen.
4. Großteil-Stufenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Werkzeugwechsel der Verschiebeantrieb zum Verschieben der Quertraversen (38
bis 42) auf den Tragschienen (25, 26) in eine Absteckposition mit Absteckbolzen (74,
75) zwischen Presseständer (19, 24) und geschlossenem Werkzeug verfahrbar ist.
1. Bulk part multiple-stage press with a plurality of successively arranged tool stages,
in which two carrying rails (25, 26) are provided, which perform a horizontal and
a vertical movement, lead through the tool chamber of the press and on which cross
beams (38 to 42) equipped with suction means or the like are fastened for receiving
workpieces, and an intermediate set down stage (61, 62) with a device for changing
the position of the workpiece is provided between two adjacent tool stages (1 to 3),
whereby the carrying rails (25, 26) with cross beams (38 to 42) perform a first transport
step at a distance of half the working stage from tool stage to the intermediate set
down stage (61, 62), and subsequently perform a second transport step at a distance
of a quarter of the working stage into an interposed rest position, characterised
in that by means of a programmable drive (47, 48), the cross beams (38 to 42) disposed
on the carrying rails (25, 26) are arranged in the region of the rest position so
as to be longitudinally displaceable independently of one another relative to the
carrying rails (25, 26) into and against the conveying direction (60).
2. Bulk part multiple stage press according to Claim 1, characterised in that the change
in the position of the workpieces takes place in one to five degrees of freedom (63
to 67).
3. Bulk part multiple stage press according to Claim 1, characterised in that the positional
displacement of the cross beams (38 to 42) takes place in such a way that, when the
tool is closed, these adopt a rest position arranged to the side of it.
4. Bulk part multiple stage press according to one of the preceding Claims 1 to 3, characterised
in that, for the exchange of tools, the displacement drive for displacing the cross
beams (38 to 42) is capable of travelling on the carrying rails (25, 26) into a locating
position with locating studs (74, 75) between press pillars (19, 24) and closed tool.
1. Presse à étages pour des pièces de grande taille, comportant plusieurs étages d'outils
agencés les uns derrière les autres, dans laquelle deux rails de support (25,26),
effectuant un mouvement horizontal et un mouvement vertical et traversant l'espace
des outils de la presse, sont prévus, rails sur lesquels sont fixées des traverses
(38 à 42), équipées de dispositifs d'aspiration ou analogues, pour recevoir des pièces,
et, entre deux étages d'outils voisins (1 à 3), il est prévu un étage de réception
intermédiaire (61,62) comportant un dispositif pour modifier la position de la pièce,
les rails de support (25,26), avec les traverses (38 à 42), effectuant une première
étape de transport sur une distance moitié de l'étage de travail de l'étage d'outil
à l'étage de réception intermédiaire (61,62) et, ensuite, une seconde étape de transport
sur un quart de la distance de l'étage de travail dans une position de repos intermédiaire,
caractérisée en ce que les traverses (38 à 42) agencées sur les rails de support (25,26)
sont agencées de façon longitudinalement déplaçable indépendamment l'une de l'autre,
dans la direction de transport (60) et à l'encontre de celle-ci, par rapport aux rails
de support (25,26) dans la zone de la position de repos, au moyen d'un entraînement
programmable (47,48).
2. Presse à étages pour des pièces de grande taille selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la modification de la position des pièces est effectuée dans
un à cinq degrés de liberté (63 à 67).
3. Presse à étages pour des pièces de grande taille selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le changement de position des traverses (38 à 42) a lieu de
sorte que celles-ci, lorsque l'outil est fermé, prennent une position de repos déportée
latéralement de celui-ci.
4. Presse à étages pour des pièces de grande taille selon une des revendications précédentes
1 à 3,
caractérisé en ce que, pour l'échange des outils, l'entraînement pour déplacer les
traverses (38 à 42) sur les rails de support (25,26) est déplaçable dans une position
de jalonnement à broches correspondantes (74,75) entre des montants de presse (19,24)
et l'outil fermé.