| (19) |
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(11) |
EP 0 383 882 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.08.1989 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8900/532 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9002/258 (08.03.1990 Gazette 1990/06) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR STEUERUNG EINER BETRIEBSKENNGRÖSSE EINER BRENNKRAFTMASCHINE
DEVICE FOR REGULATING AN OPERATING PARAMETER OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
DISPOSITIF DE REGULATION D'UN PARAMETRE DE FONCTIONNEMENT D'UN MOTEUR A COMBUSTION
INTERNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
25.08.1988 DE 3828850
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.1990 Patentblatt 1990/35 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KRATT, Alfred
D-7141 Schwieberdingen (DE)
- LANG, Eberhard
D-7121 Erligheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 089 409 EP-A- 205 916 US-A- 4 635 607
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EP-A- 147 611 FR-A- 2 556 415
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Steuerung einer Betriebskenngröße
einer Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff desPatentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung zur Steuerung einer Betriebskenngröße einer Brennkraftmaschine
ist aus der US-PS 46 35 607 bekannt. Dort wird ein Kraftstoffzumeßsystem vorgestellt,
mit einem Stellglied zur Beeinflussung der Luftzufuhr zur Brennkraftmaschine, wobei
Mittel vorhanden sind, die einen sicherheitskritischen Fahrzustand durch Überprüfen
des Ansteuersignals des luftbeeinflussenden Stellglieds auf Grenzwerte und ferner
ein Sägen der Leerlaufdrehzahl durch Überprüfung des Drehzahlverlaufs erkennen und
bei Vorliegen eines sicherheitskritischen Fahrzustandes die Bedingung für die Kraftstoffabschaltung
derart modifizieren, daß sie linear drehzahlabhängig ansteigend noch für Drosselklappenöffnungen
bis zu 5° gültig ist.
[0003] Ferner ist aus der DE-OS 28 01 790 bekannt, nach Beendigung des Schubbetriebs durch
Öffnen des Leerlaufkontakts die Kraftstoffmenge nach einer wählbaren Zeitfunktion
hochzusteuern. Dies ermöglicht einen weichen Übergang in den normalen Fahrbetrieb.
[0004] Ferner ist aus der DE-OS 28 39 467 bekannt, einen Defekt des Stellgliedes zur Führungssteuerung
durch Überprüfung von Stellerposition und Gaspedalposition festzustellen. Er wird
dann agenommen, wenn sich das Fahrpedal in Leerlaufstellung und das Stellglied, insbesondere
die Drosselklappe, außerhalb ihrer Leerlaufposition befindet. Liegt ein solcher Defekt
vor, so wird zur Drehzahlerniedrigung die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet. Lenkt der
Fahrer das Fahrpedal wieder aus seiner Leerlaufposition aus, wird die Abschaltung
der Kraftstoffzufuhr aufgegeben, um sicherheitskritische Fahrzustände zu vermeiden.
Dadurch kann die Drehzahl der Brennkraftmaschine wieder erhöht werden.
[0005] Nachteilig ist jedoch, daß es beim Gasgeben durch den plötzlichen Drehmomentensprung
zu einer ungewollten Fahrzeugbeschleunigung kommen kann, so daß der Fahrer der Situation
möglicherweise nicht mehr gewachsen ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung zur Steuerung einer
Betriebskenngröße einer Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art das Fahrverhalten
beim Übergang vom Leerlaufbetrieb in den Fahrbetrieb zu verbessern und sicherheitskritische
Fahrzustände zu verhindern.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmolen ausdem Anspruch 1. Ferner ist aus der DE-OS
31 34 991 ein Verfahren zur Steuerung des Kraftstoffzumeßsystems einer Brennkraftmaschine
im Schubbetrieb bekannt. Dort wird die Ist-Drehzahl mit einem vorgegebenen Drehzahlschwellwert
verglichen, der von einem hohen Ausgangswert nach einer Zeitfunktion auf einen niedrigen
Endwert zurückgenommen wird. Befindet sich die Ist-Drehzahl oberhalb dieser Drehzahlschwelle,
wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet. Im umgekehrten Fall, wenn die Drehzahl kleiner
als dieser Drehzahlschwellwert ist, setzt die Kraftstoffzufuhr wieder ein. Der Übergang
von Schubbetrieb in den normalen Betriebszustand wird in diesem Stand der Technik
nicht beschrieben.
[0008] Im folgenden werden unter dem Begriff Leerlaufzustand alle die Betriebszustände verstanden,
bei denen Fahrpedal oder Drosselklappe in ihrer Leerlaufstellung sind, insbesondere
der Schubbetrieb.
Vorteile der Erfindung
[0009] Die erfindungsgemäße Einrichtung verbessert das Fahrverhalten bei einer Brennkraftmaschine
bei einem Fehlerzustand des den Luftdurchsatz steuernden Stellgliedes, seiner Ansteuereinrichtungen
und -leitungen und seiner Rückmeldungseinrichtungen und -leitungen beim Übergang vom
Leerlaufzustand in normalen Fahrbetrieb durch Steuerung einer Drehzahlbegrenzung durch
Kraftstoffabschaltung nach einer vorgegebenen Zeitfunktion. Ein sicherheitskritischer
Momentensprung, der unter bestimmten Betriebsbedingungen auftreten kann, wird wirksam
verhindert.
[0010] Insbesondere ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Lage bei obengenanntem Fehlerfall,
sicherheitskritische Fahrzustände zu beherrschen und einen sicheren Betrieb der Brennkraftmaschine
aufrechtzuerhalten. Die Erfindung geht davon aus, daß im Fehlerfall nur dann ein sicherheitskritischer
Fahrzustand zu erwarten ist, wenn im Leerlaufzustand die Drehzahl um den vorgegebenen
Drehzahlschwellwert für die Kraftstoffabschaltunmg pendelt.
[0011] Ferner kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch außerhalb eines Fehlerfalls, insbesondere
nach dem Schubbetrieb, angewendet werden. Dabei wird unter Kraftstoffabschaltung auch
das Ausblenden einzelner Einspritzimpulse verstanden.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit den Unteransprüchen
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles.
Zeichnung
[0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform
erläutert.
[0014] Fig. 1 zeigt eine Übersichtsdarstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung und Fig.
2 mögliche Drehzahlverläufe beim Auftreten der oben beschriebenen Fehler und wirksamer
Kraftstoffabschaltung oberhalb einer Drehzahlschwelle. Die Figuren 3a und b stellen
einen möglichen Verlauf der Drehzahlbegrenzung in Abhängigkeit der Stellung der Drosselklappe
bzw. des Fahrpedals dar.
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
[0015] Fig. 1 zeigt eine Brennkraftmaschine 10, mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil
11, ein Ansaugrohr 12, in dem sich eine Drosselklappe 13 mit einem Drosselklappenpositionsgeber
13a, eine die Drosselklappe anstellende Stelleinrichtung 14 und ein Leerlaufschalter
14a befindet. Die dargestelle Vorrichtung weist außerdem einen Drehzahlsensor 17 und
einen Positionsgeber 18 eines die Drosselklappe 13 steuernden Fahrpedals 19 auf, dem
ein Schalter für die Nullstellung des Fahrpedals zugeordnet ist. Ein Steuergerät 20
empfängt über seine Eingänge 31 die Ist-Drehzahl vom Drehzahlsensor 17 über 33 das
Leerlaufsignal und über 34 die Drosselklappenposition vom Drosselklappenpositionsgeber
13a. Das Leerlaufsignal kann alternativ vom Leerlaufschalter 14a oder vom Fahrpedalpositionsgeber
18 abgenommen werden, wie in Fig. 1 symbolisch durch die Schalteinheit 53 dargestellt
ist, über die der Eingang 33 des Steuergeräts 20 mit diesen Gebern 14a und 18 verknüpft
ist.
[0016] Über seine Ausgänge 36 und 37 werden die Betriebskenngrößen Kraftstoffmenge über
eine entsprechende Ansteuerung für wenigstens ein Einspritzventil 11 und des Leerlauf-Luftdurchsatzes
über die Stelleinrichtung 14 der Drosselklappe 13 gesteuert.
[0017] Das Steuergerät 20 besteht im wesentlichen aus einer Einrichtung 40 zur Erkennung
eines sicherheitskritischen Fahrzustandes, einer Fehlererkennungsschaltung 41, einer
Berechnungseinheit für die Kraftstoffmenge 42, einer Einrichtung 43 zur Bestimmung
des Drehzahlschwellwertes für die Kraftstoffabschaltung und einer Berechungseinheit
44 für die Betätigung der Stelleinrichtung 14, die einzelnen Bereichen des Steuergeräts
zugeordnet sind.
[0018] Die Eingangssignale der Einrichtung 40 zur Erkennung eines sicherheitskritischen
Fahrzustandes sind Drehzahl und ein ein über die Zuleitung 50 vorgegebener Drehzahlschwellwert.
Ferner ist die Einrichtung 40 mit einem Zeitglied 51 verbunden. Der Ausgang dieser
Einrichtung 40 wird über ein UND-Verknüpfungsglied 52 mit der Einrichtung 43 zur Bildung
des Drehzahlbegrenzungswert verknüpft. Der zweite Eingang des UND-Verknüpfungsgliedes
52 empfängt über den Eingang 33 das Leerlaufsignal.
[0019] Die Fehlererkennungsschaltung 41 verarbeitet als Eingangssignale Leerlaufsignal,
das Ausgangssignal der Berechnungseinheit 44 und Drosselklappenposition. Ihr einziger
Ausgang ist mit der Einrichtung 43 zur Bildung des Drehzahlbegrenzungswertes und über
eine UND-Verknüpfung 51a mit dem Leerlaufsignal mit dem Zeitglied 51 verbunden. Die
Einrichtung 43 hat neben den oben beschriebenen Eingangssignalen über eine Zuleitung
54 ein weiteres Eingangssignal, das verschiedene Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine
berücksichtigt. Der Ausgang der Einrichtung 43 ist über eine Vergleichseinrichtung
55 mit einem UND-Verknüpfungsglied 56 verbunden. Der zweite Eingang der Vergleichseinrichtung
55 behält das Drehzahlsignal vom Eingang 31. Drehzahl und Drosselklappenposition werden
der Berechnungseinheit 42 für das Kraftstoffzumeßsignal zugeführt, deren Ausgang mit
dem zweiten Eingang des UND-Verknüpfungsgliedes 56 verbunden ist. Die Zuleitung 57
der Berechnungseinheit 42 stellt weitere Betriebskenngrößen dar, die zur Berechnung
des Kraftstoffzumeßsignals benötigt werden.
[0020] Darunter wird insbesondere Temperatur und Abgaszusammensetzung verstanden. Die Berechnungseinheit
44 bildet aus Leerlaufsignal und Drehzahl das Ansteuersignal für die Stelleinrichtung
14. Über eine Zuleitung 58 werden der Berechnungseinheit 44 weitere Betriebskenngrößen,
wie aus Leerlaufregelungen bekannt, zugeführt. Der Ausgang des UND-Verknüpfungsgliedes
56 ist mit dem Ausgang 36 des Steuergerätes 20 und damit mit dem Kraftstoffventil
11 der Brennkraftmaschine, der Ausgang der Berechnungseinheit 44 über den Ausgang
37 des Steuergerätes 20 mit der Stelleinrichtung 14 verbunden.
[0021] Die Einrichtung 40 wird durch die Fehlererkennungsschaltung 41 und durch das Leerlaufsignal
vom Eingang 33 aktiviert und überprüft durch einen Vergleich der Drehzahl mit einem
vorgegebenen Schwellwert den Drehzahlverlauf der Brennkraftmaschine. Die Einrichtung
40 erkennt während vorgegebenen Zeitabschnitten, die von dem Zeitglied 51 bestimmt
werden, aus den Vergleichsergebrissen, ob Drehzahlen größer und kleiner als der Drehzahlschwellwert
vorkommen. Befindet sich die Brennkraftmaschine im Leerlaufzustand, der durch das
Verknüpfungsglied 52 berücksichtigt wird, das als zweite Eingangsgröße das Leerlaufsignal
verwertet, so wird in Abhängigkeit des Ergebnisses der Überprüfung des Drehzahlverlaufes
in der Einrichtung 40 die Einrichtung 43 zur Bestimmung des Drehzahlbegrenzungswertes
angewählt.
[0022] Die Fehlererkennungsschaltung 41 stellt abnormale Betriebszustände abhängig von Drosselklappenposition,
Größe des Ansteuersignals für die Stelleinrichtung 14 und Leerlaufsignal fest. Dabei
wird die Drosselklappenposition mit einem berechneten Sollwert verglichen. So können
alle die Fehler berücksichtigt werden, bei denen sich die Öffnung des Luftdurchsatzstellgliedes
13 nicht mehr zurücknehmen läßt, und somit unzulässig groß bleibt. Bei erkanntem Fehlerfall
aktiviert die Fehlererkennungsschaltung 41 die Einrichtung 43 zur Bildung des Drehzahlbegrenzungswertes
und über die UND-Verknüpfung 51a und das Zeitglied 51 die Einrichtung 40.
[0023] Fig. 2 stellt die denkbaren Drehzahlverläufe im Leerlaufzustand der Brennkraftmaschine
im Fehlerfall dar. Der vorgegebene Drehzahlwert, in Fig. 2 mit n
o bezeichnet, welcher der Einrichtung 40 über die Zuleitung 50 zugeführt wird, wird
so groß gewählt, daß er oberhalb der normalen Drehzahl liegt. Wie in Fig. 2a dargestellt,
kann die Drehzahl während des von dem Zeitglied 51 vorgegebenen Zeitabschnittes ständig
unterhalb des Drehzahlschwellwertes 50 liegen. Der erkannte Fehler wirkt sich in diesem
Fall nicht gravierend auf die Drehzahl aus, d.h. die Öffnung des Stellgliedes 13 ist
z.B. nicht unzulässig weit, oder der Motor ist durch mechanische oder elektrische
Verbraucher stark belastet. Beim Übergang aus dem Leerlaufzustand in einen anderen
Betriebszustand der Brennkraftmaschine ist also kein sicherheitskritisches Verhalten
zu erwarten. Die Einrichtung 43 wird also in diesem Fall außerhalb des Leerlaufzustandes
abgeschaltet. In Fig. 2b ist die Drehzahl ständig größer als der Drehzahlschwellwert.
Aus diesem Drehzahlverlauf bei Kraftstoffabschaltung wird auf Schubbetrieb geschlossen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung 43 ist auch hier außerhalb des Leerlaufzustandes
nicht aktiv, da ein sofortiges Anbinden ohne Momenteneinbruch erwünscht ist. Somit
liegt nur dann ein sicherheitskritischer Fahrzustand vor aufgrund der Kraftstoffabschaltung
oberhalb der Drehzahlschwelle, wenn die Drehzahl, wie in Fig. 2c dargestellt, um den
Drehzahlschwellwert pendelt. In diesem Fall muß die erfindungsgemäße Einrichtung 43
auch außerhalb des Leerlaufzustandes einen Drehzahlbegrenzungswert liefern. Die Einrichtung
43 gibt also einen Drehzahlbegrenzungswert bei Öffnen des Leerlaufschalters dann ab,
wenn im Leerlaufzustand ein Fehlererkennungssignal der Schaltung 41 vorliegt und die
Einrichtung 40 zusätzlich ein Pendeln der Drehzahl um den Drehzahlschwellwert 50 erkannt
hat.
[0024] Fig. 3b zeigt den Verlauf des Drehzahlbegrenzungswertes in und außerhalb des Leerlaufzustandes,
wenn der letztgenannte Fall auftritt. Wird also, wie in Fig. 3a, zum Zeitpunkt t
o der Leerlaufschalter geöffnet oder das Fahrpedal ausgelenkt, so hebt die Einrichtung
43 den Drehzahlbegrenzungswert geringfügig an und steuert ihn einer Zeitfunktion folgend
hoch. Ein Grenzwert bestimmt den maximalen Drehzahlbegrenzungswert. In Fig. 3b ist
als Zeitfunktion eine Rampenfunktion dargestellt.
[0025] Die Vergleichseinrichtung 55 vergleicht ständig den Drehzahlbegrenzungswert mit der
Drehzahl und schaltet über das Verknüpfungsglied 56 die Kraftstoffzufuhr ab, wenn
die Drehzahl größer als der Drehzahlbegrenzungswert ist, und schaltet den Kraftstoff
zu, wenn die Drehzahl unter den Drehzahlbegrenzungswert absinkt.
[0026] Im folgenden werden vorteilhafte Ergänzungen und Erweiterungen der erfindungsgemäßen
Einrichtung beschrieben.
[0027] Neben der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform, die lediglich aus Übersichtlichkeitsgründen
gewählt wurde, kann die beschriebene Vorgehensweise auch in einem Rechner realisiert
sein.
[0028] Zur Erweiterung der Fehlererkennung kann in der erfindungsgemäßen Einrichtung zusätzlich
ein Luftmassenmesser 60, der ein Luftmassensignal 61 an die Fehlererkennungsschaltung
41 und an die Berechnungseinheit 42 der Kraftstoffzumeßung abgibt, verwendet werden.
Außerdem kann noch das Drehzahlsignal zur Fehlererkennung verarbeitet werden.
[0029] Ferner ist es möglich, statt eines Drehzahlschwellwertes zwei getrennte Drehzahlschwellwerte
mit dazwischenliegendem Drehzahlband für Kraftstoffabschaltung und -zuschaltung vorzugeben.
Ein Drehzahlpendeln wird dann erkannt, wenn Drehzahlwerte oberhalb und unterhalb dieses
Drehzahlbandes auftreten.
[0030] Außerdem kann Drehzahlpendeln dadurch erkannt werden, daß alternierend positive und
negative Drehzahlgradienten in Abhängigkeit eines vorgegebenen Grenzwertes und einer
vorgegebenen Drehzahl festgestellt werden.
[0031] Selbstverständlich ist die Zeitfunktion zur Hochsteuerung des Drehzahlgrenzwertes
nicht auf die im Ausfürungsbeispiel beschriebene Rampenfunktion begrenzt. So kann
abhängig von den Betriebszuständen der Brennkraftmaschine jede beliebige Zeitfunktion
realisiert werden. Insbesondere kann diese Zeitfunktion abhängig von Parametern wie
Betätigungsgeschwindigkeit des Fahrpedals bzw. der Drosselklappe oder von der Fahrgeschwindigkeit
sein. In Fig. 1 ist dies durch den zusätzlichen Eingang 54 der Einrichtung 43 zur
Bestimmung des Drehzahlbegrenzungswertes berücksichtigt. Eine Abhängigkeit dieses
Drehzahlbegrenzungswertes von der Betätigungsgeschwindigkeit des Fahrpedals bedeutet,
daß die Brennkraftmaschine auch im Fehlerfall außerhalb des Leerlaufzustandes auf
Fahrerwünsche reagiert.
[0032] In einer Erweiterung des Ausführungsbeispieles ist im Fehlerfall die Überprüfung
des Drehzahlverlaufes unabhängig von der Stellung des Leerlaufschalters 14a.
[0033] Außerdem kann durch generelle Vorgabe einer minimalen Wiedereinspritzdrehzahl und
einer maximalen Abschneidedrehzahl ein Begrenzen des Notlaufbetriebes auf ein dadurch
vorgegebenes Drehzahlband erreicht werden.
[0034] Selbstverständlich umfaßt die erfindungsgemäße Einrichtung auch die Steuerung einer
Betriebskenngröße einer Brennkraftmaschine mit Bypasskanal und eine den Luftdurchsatz
in diesem Bypasskanal steuernde Stelleinrichtung.
[0035] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann sinngemäß entsprechend des obigen Ausführungsbeispieles
auch nach Schubbetrieb angewandt werden.
[0036] Ferner kann das Leerlaufsignal auch direkt vom Drosselklappenpositionsgeber 13a abgenommen
werden.
[0037] Zusammenfassend wird festgestellt, daß die beschriebene Vorrichtung zuerst den Fehlerfall
erkennt, dann den Drehzahlbegrenzungswert n
o im Leerlaufzustand aktiviert und danach auf einen sicherheitskritischen Fahrzustand
prüft. Ist diese Prüfung positiv, wird die Drehzahlbegrenzung beim Übergang von Leerlaufzustand
bzw. Schubbetrieb auf Fahrbetrieb erfindungsgemäß hochgesteuert.
1. Vorrichtung zur Steuerung einer Betriebskenngröße einer Brennkraftmaschine, mit
Mitteln zur Erkennung eines Leerlaufzustands einer den Luftdurchsatz beeinflussenden
Stelleinrichtung, mit Mitteln zur Steuerung der Kraftstoffzumessung sowie Mitteln
zur Erkennung eines sicherheitskritischen Fahrzustandes, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die Mittel zur Erkennung eines sicherheitskritischen Fahrzustandes eine Drehzahlbegrenzungseinrichtung
aktivierbar ist, die in- und außerhalb des Leerlaufzustandes wirksam ist und die außerhalb
des Leerlaufzustandes mit dessen Verlassen eine zeitabhängig ansteigende Drehzahlbegrenzung
vorgibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erkennung
eines sicherheitskritischen Fahrzustandes den zeitlichen Drehzahlverlauf im Leerlaufzustand
überprüfen und bei Pendeln der Drehzahl die Drehzahlbegrenzung in- und außerhalb des
Leerlaufzustandes aktivieren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Erkennung eines
Fehlers einer den Luftdurchsatz beeinflussenden Stelleinrichtung, ihrer Ansteuerung
oder ihrer Rückmeldung im Leerlaufzustand vorhanden sind und daß abhängig von diesem
hehler die Drehzahlbegrenzung wirksam ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorhanden sind,
die durch aufeinanderfolgende Vergleiche der Ist-Drehzahl mit einem vorgegebenen Schwellwert
(n.) ein Pendeln der Drehzahl erkennen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Mittel den Drehzahlverlauf
während vorgegebenen Zeitdauerabschnitten überprüfen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Pendeln der Drehzahl
durch alternierende Drehzahlgradienten abhängig von einem Grenzwert und einer vorgegebenen
Drehzahl erkannt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlschwellwert
als ein Drehzahlband mit höherer Abschneide- und niedrigerer Wiedereinsetzdrehzahl
ausgestaltet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlbegrenzung
bei Betätigung des Fahrpedals oder der Drosselklappe einer vorgegebenen Zeitfunktion
folgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zeitfunktion eine
Rampenfunktion ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig
von der Betätigungsgeschwindigkeit des Fahrpedals, der Drosselklappe oder der Fahrgeschwindigkeit
die zeitabhängig veränderbare Drehzahlbegrenzung unterschiedliche zeitliche Verläufe
annimmt.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß
an eine Fehlererkennung die Überprüfung des Drehzahlverlaufs unabhängig vom Leerlaufzustand
erfolgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fehlerfall durch
Überprüfung der Drosselklappenposition im Leerlaufzustand erkannt wird, wobei ein
Plausibilitätsvergleich zwischen Ist- und Ansteuerwert durchgeführt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fehlererkennung
zusätzlich ein Luftmassenmeßsignal oder die Drehzahl verarbeitet wird, in die Plausiblitätsüberprüfung
einbezogen wird.
1. Device for controlling an operating characteristic of an internal-combustion engine,
with means for detecting an idling state of an adjusting device influencing the air
throughput, with means for controlling the fuel proportioning and with means for detecting
a driving state critical to safety, characterized in that by the means for detecting
a driving state critical to safety it is possible to activate a speed limiting device
which is effective in and outside the idling state and which, outside the idling state,
when this is left predetermines a speed limitation increasing as a function of time.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the means for detecting a driving
state critical to safety check the speed trend in time in the idling state and in
the event of an oscillation of the speed activate the speed limitation in and outside
the idling state.
3. Device according to Claim 1, characterized in that means for detecting a fault
of an adjusting device influencing the air throughput, of its activation or of its
feedback in the idling state are provided, and in that the speed limitation is effective
as a function of this fault.
4. Device according to Claim 2, characterized in that there are means which detect
an oscillation of the speed by means of successive comparisons of the actual speed
with a predetermined threshold value (n.).
5. Device according to Claim 4, characterized in that these means check the speed
trend during predetermined time intervals.
6. Device according to Claim 4, characterized in that the oscillation of the speed
is detected by alternating speed gradients as a function of a limit value and of a
predetermined speed.
7. Device according to Claim 4, characterized in that the speed threshold value takes
the form of a speed band with a higher cut-off speed and a lower resumption speed.
8. Device according to Claims 1 and 2, characterized in that when the accelerator
pedal or the throttle flap is actuated the speed limitation obeys a predetermined
time function.
9. Device according to Claim 8, characterized in that this time function is a ramp
function.
10. Device according to Claims 8 or 9, characterized in that the speed limitation
variable as a function of time assumes different trends in time in dependence on the
actuating speed of the accelerator pedal or throttle flap or on the driving speed.
11. Device according to Claims 2 and 3, characterized in that the check of the speed
trend independently of the idling state takes place after a fault detection.
12. Device according to Claim 3, characterized in that a fault is detected by a check
of the throttle-flap position in the idling state, a plausibility comparison between
the actual value and activating value being carried out.
13. Device according to Claim 12, characterized in that an air-mass measurement signal
or the speed is additionally processed for fault detection and included in the plausibility
check.
1. Dispositif de commande d'un paramètre de fonctionnement d'un moteur à combustion
interne, avec des moyens d'identification d'un régime de marche au ralenti d'un dispositif
de réglage influencé par le débit d'air, avec des moyens de commande de la quantité
de carburant délivrée ainsi qu'avec des moyens d'identification d'un régime de marche
critique pour la sécurité, caractérisé en ce que grâce au moyen d'identification d'un
régime de marche critique pour la sécurité, on peut activer un dispositif de limitation
de la vitesse de rotation, qui agit en régime de marche au ralenti et en dehors de
ce régime et qui, en dehors du régime de marche au ralenti, emploie en quittant ce
régime une limitation de la vitesse de rotation croissant avec le temps.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens d'identification
d'un régime de marche critique pour la sécurité contrôlent les évolutions dans le
temps de la vitesse de rotation en régime de marche au ralenti, et activent la limitation
de la vitesse de rotation en régime de marche au ralenti et en dehors de ce régime,
en cas d'oscillation de la vitesse de rotation.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il existe des moyens
d'identification d'une panne sur un dispositif de réglage influencé par le débit d'air,
sa commande, ou l'information de retour, et que la limitation de la vitesse de rotation
agit en fonction de cette panne.
4. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il existe des moyens
qui, par comparaisons successives de la vitesse réelle de rotation avec une valeur
de seuil prédéterminée (n.), identifient une oscillation de la vitesse de rotation.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que ces moyens contrôlent
l'évolution de la vitesse de rotation pendant des intervalles de temps prédéterminés.
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'on identifie l'oscillation
de la vitesse de rotation au moyen de gradients alternés de vitesse de rotation en
fonction d'une valeur limite et d'une vitesse de rotation prédéterminée.
7. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la valeur de seuil de
la vitesse de rotation est constituée par une bande de vitesse de rotation avec une
vitesse de rotation supérieure de coupure et une vitesse de rotation inférieure de
rétablissement de l'injection.
8. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la limitation
de la vitesse de rotation suit une fonction prédéterminée du temps selon l'actionnement
de la pédale d'accélérateur ou du clapet d'étranglement.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que cette fonction du temps
est une fonction croissante (rampe).
10. Dispositif selon les revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que la limitation
de la vitesse de rotation variable en fonction du temps accepte différentes évolutions
dans le temps en fonction de la vitesse d'actionnement de la pédale d'accélérateur
ou du clapet d'étranglement, ou de la vitesse du véhicule.
11. Dispositif selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce qu'une liaison avec
une identification de panne, on réalise le contrôle de l'évolution de la vitesse de
rotation indépendamment du régime de marche au ralenti.
12. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on identifie un cas
de panne par contrôle de la position du clapet d'étranglement en régime de marche
au ralenti, avec exécution d'une comparaison de plausibilité entre la vitesse de rotation
réelle et la valeur commandée.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que pour l'identification
des pannes, on traite en plus un signal de mesure de masse d'air ou la vitesse de
rotation, et qu'on l'inclut dans le contrôle de plausibilité.

