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(11) |
EP 0 384 151 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.1993 Patentblatt 1993/29 |
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Anmeldetag: 26.01.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21B 1/46 |
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Anlage zur Herstellung von Stahlband
Installation for producing of steel band
Installation pour la fabrication de feuillard
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
18.02.1989 DE 3904989
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.1990 Patentblatt 1990/35 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Thörner, Hans Otto
D-4005 Meerbusch (DE)
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Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 286 862 DE-A- 3 411 734
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EP-A- 0 371 281
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Band 6, nr. 150 (M-148)(1028), 10, August 1982 & JP-A-57
68205 (HITACHI SEISAKUSHO K.K.).
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Band 9, nr. 158 (M-393)(1881), 3 Juli 1985 ; & JP-A-60 33804
(SHIN NIPPON SEITETSU K.K.).
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Stahlband, die aus einer Stahlbandgießkokille,
einem Walzensatz zum Zusammenpressen und Verschweissen der an den Stahlbandbreitseiten
erstarrenden Strangschalen und Führungsrollen zur Umleitung des Stahlbandes zu einer
horizontal angeordneten Treibrichteinrichtung besteht.
[0002] Bei dieser durch die EP-A1 286 862 bekannt gewordenen Anlage wird das kontinuierlich
gegossene und gepresste Stahlband unterhalb des Presswalzenpaares durch eine vertikale
Kühlstrecke und im Bogen angeordnete Biege- und Führungsrollen in die Horizontale
umgeleitet. Am Ende der Umleitungsbahn befindet sich eine Treib- und Richteinrichtung.
Das Stahlband wird anschliessend in einem Ausgleichofen auf homogene Walztemperatur
eingestellt und danach einem Fertigwalzwerk zugeführt.
[0003] Die bekannten Anlagen sind aufwendig und hochbauend. Die relativ lange Stahlbandführung
bedingt Energie- und Verzunderungsverluste, die nur durch erhöhten Schutzaufwand zu
reduzieren sind.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer einfachen, niedrigbauenden, betriebssicheren
und wartungsfreundlichen Anlage, mit der Stahlband mit gutem Gefüge und hoher Oberflächengüte
hergestellt werden kann. Darüber hinaus soll eine wirtschaftlichere Herstellung durch
Verringerung von Energie- und Verzunderungsverlusten erreicht werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Dadurch wird eine kostengünstige und betriebssichere Anlage zur wirtschaftlichen
Herstellung von Stahlband mit gutem Gefüge und rißfreier Oberfläche bei geringen Verzunderungsverlusten
geschaffen.
[0007] Der Abstand der Führungsrollen von der Oberfläche der Presswalze ist größer als die
Dicke des gepressten Stahlbandes. Dadurch wird die Wärmeübertragung vom Stahlband
zur Presswalze begrenzt und ein Verschleiß der Oberfläche vermieden.
[0008] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Krümmungsradius der von den Führungsrollen
gebildeten Führungsbahn kleiner als 800 mm.
[0009] Eine erhebliche Verminderung der Hitzeeinwirkung des Stahlbandes auf die Presswalze
wird dadurch erreicht, daß zwischen der Presswalze und den Führungsrollen oberhalb
der Stahlbandoberseite ein Hitzeschild angeordnet ist. Der Hitzeschild ist vorteilhaft
aus einer gekühlten Stahlplatte oder einer Platte aus feuerfestem Material gestaltet.
[0010] Ein Verfahren zum Betrieb der erfindungsgemäßen Anlage besteht darin, daß die nach
der Ausfördergeschwindigkeit der Presswalzen geregelte Einzugsgeschwindigkeit der
Treibrichteinrichtung bei Abweichungen des Stahlbandes von der Soll-Lage im Bereich
der Führungsrollen korrigiert wird.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel mit Merkmalen der Erfindung dargestellt.
Es zeigen
- Fig. 1
- eine Anlage zur Herstellung von Stahlband
und
- Fig. 2
- im Prinzip die Antriebsregelung für den Treibrichter.
[0012] Die dargestellte Anlage zur Herstellung von Stahlband, besteht aus den wesentlichen
Teilen Stahlbandgießkokille 1, Presswalzen 2, 3, Führungsrollen 4, 5, 6 und Treibrichteinrichtung
7.
[0013] Die zur Aufnahme eines Gießrohres 8 nach oben erweiterte Stahlbandgießkokille 1 ist
zur Kühlung des eingegossenen Stahles 9 mit Kühlrohren 10 in den Wandungen 11 versehen.
An den Wandungen 11 der Kokille 1 erstarrt eine den flüssigen Gießsumpf 12 umschließende
Strangschale 13. Die an den Formatbreitseiten des Stahlbandes 14 gegenüberliegenden
Strangschalen 13 werden unterhalb der Kokille 1 durch die Presswalzen 2, 3 zusammengepresst
und verschweisst, wodurch die ursprüngliche Gießformatdicke auf die Pressdicke d des
Stahlbandes 14 reduziert wird. Die Presswalze 3 ist ortsfest und die Presswalze 2
ist zur Einstellung der Stahlbanddicke d anstellbar gelagert.
[0014] Das Stahlband 14 wird unmittelbar unterhalb des Pressbereichs 15 durch die am Fundament
16 gelagerten Führungsrollen 4, 5, 6 um die Ballenunterseite der Presswalze 3 herum
zur Treibrichteinrichtung 7 geführt. Lager 17 der Führungsrollen 4, 5, 6 sind durch
Zwischenlagen oder Verstelleinrichtungen 18 derart in der Höhe eingestellt, daß der
Abstand der Führungsrollen 4, 5, 6 zur Oberfläche der Presswalze 3 größer ist als
die Dicke d des gepressten Stahlbandes 14. Dadurch wird erreicht, daß das Stahlband
14 unterhalb des Pressbereichs 15 von der Oberfläche der Presswalze 3 abhebt und so
eine zu starke Aufheizung derselben durch Kontakt und Verschleiß vermieden wird. Als
zusätzlicher Schutz vor der Strahlungshitze des Stahlbandes 14 ist zwischen diesem
und der Presswalze 3 ein Hitzeschild 19 angeordnet. Der Hitzeschild 19 kann entweder
aus feuerfestem Material oder aus innen oder außen gekühlten Stahlplatten gebildet
sein.
[0015] Die beschriebene einseitige Stahlbandführung bedingt einen ständigen Führungskontakt
des Stahlbandes 14 an den Führungsrollen 4, 5, 6. Zur Lageerfassung des Stahlbandes
14 im Führungsbogen sind daher zwischen den Führungsrollen 4, 5, 6 Abstandsgeber 20
angeordnet. Da der Bogenverlauf des Stahlbandes 14 vom Verhältnis der Einzugsgeschwindigkeit
V 7 der Treibrichteinrichtung 7 zur Presswalzgeschwindigkeit V 2, 3 abhängig ist,
kann ein durch einen Prozessor 21 ermittelter Lagefehler des Stahlbandes ein Signal
zur Korrektur der Antriebsregelung 22 der Treibrichteinrichtung 7 auslösen. Dies Prinzip
ist in Fig. 2 verdeutlicht.
[0016] Der beschriebenen Anlage ist eine Querteilschere 23 für das Stahlband 14 und zur
Einstellung einer homogenen Walztemperatur ein Temperaturausgleichofen 24 nachgeordnet.
Zur Auswalzung sind die bekannten Walzwerke einsetzbar.
1. Anlage zur Herstellung von Stahlband, die aus einer Stahlbandgießkokille (1), einem
Walzensatz (2,3) zum Zusammenpressen und Verschweißen der an den Bandbreitseiten erstarrenden
Strangschalen (13) und Führungsrollen (4,5,6) zur Umleitung des Stahlbandes (14) zu
einer horizontal angeordneten Treibrichteinrichtung (7) besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsrollen (4, 5, 6) unmittelbar unterhalb des Preßbereichs (15) der Preßwalzen
(2, 3) viertelkreisförmig um die Ballenunterseite einer Preßwalze (3) herum im Abstand
dazu gelagert sind, wobei der Abstand grösser ist als die Dicke des Stahlbandes (14)
und eine Treibeinrichtung (7) verlaufende einseitige Führungsbahn bilden.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Krümmungsradius der von den Führungsrollen (4, 5, 6) gebildeten Führungsbahn
kleiner als 800 mm ist.
3. Anlage nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Presswalze (3) und den Führungsrollen (4, 5, 6) ein Hitzeschild (19)
angeordnet ist.
4. Anlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hitzeschild (19) eine gekühlte Stahlplatte ist.
5. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Führungsrollen (4, 5, 6) Abstandsgeber (20) zur Lageerfassung des
Stahlbandes (14) angeordnet sind.
6. Verfahren zum Betrieb einer Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nach der Ausfördergeschwindigkeit der Presswalzen (2, 3) geregelte Einzugsgeschwindigkeit
der Treibrichteinrichtung (7) bei Abweichungen des Stahlbandes (14) von der Soll-Lage
an den Führungsrollen (4, 5, 6) korrigiert wird.
1. Plant for the production of steel strip, which consists of a steel strip casting chill
mould (1), a roll set (2, 3) for the pressing together and fusing of the strand skins
(13) hardening at the strip major faces and guide rollers (4, 5, 6) for diversion
of the steel strip (14) to a horizontally arranged directional driving equipment (7),
characterised thereby that the guide rollers (4, 5, 6) are mounted directly below
the pressing region (15) of the press rolls (2, 3) in the manner of a quadrant of
a circle around the surface underside of one press roll (3) at a spacing thereto,
wherein the spacing is greater than the thickness of the steel strip (14), and form
a guide path running towards the drive equipment (7).
2. Plant according to claim 1, characterised thereby that the radius of curvature of
the guide path formed by the guide rolls (4, 5, 6) is smaller than 800 millimetres.
3. Plant according to claims 1 and 2, characterised thereby that a heat shield (19) is
arranged between the press roll (3) and the guide rollers (4, 5, 6).
4. Plant according to claim 3, characterised thereby that the heat shield (19) is a cooled
steel plate.
5. Plant according to claim 1, characterised thereby that spacing transmitters (20) for
detection of the position of the steel strip (14) are arranged between the guide rollers
(4, 5, 6).
6. Method for the operation of a plant according to one or more of claims 1 to 5, characterised
thereby that the intake speed, which is regulated according to the extraction speed
of the press rolls (2, 3), is corrected when deviations of the steel strip (14) from
the target position at the guide rollers (4, 5, 6) occur.
1. Installation pour la fabrication de feuillard d'acier, constituée par une coquille
de coulée (1) pour du feuillard d'acier, une série de cylindres (2,3) pour la compression
et la soudure de croûtes (13) qui se solidifient sur les côtés larges et des galets
de guidage (4, 5, 6) pour dévier le feuillard d'acier (14) dans un dispositif d'entraînement
et de dressage (7) disposé horizontalement, caractérisée en ce que les galets de guidage
(4, 5, 6) sont disposés directement sous la zone de compression (15) des cylindres
de compression (2, 3) en quart de cercle autour de la face inférieure du corps de
cylindre d'un cylindre de compression (3), à une certaine distance, ladite distance
étant supérieure à l'épaisseur du feuillard d'acier (14) et en ce qu'ils forment en
parcours de guidage se dirigeant vers le dispositif d'entraînement et de dressage
(7).
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rayon de courbure
du parcours de guidage formé par les galets de guidage (4, 5, 6) est inférieur à 800
mm.
3. Installation selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce qu'un écran thermique
(19) est disposé entre le cylindre de compression (3) et les galets de guidage (4,
5, 6).
4. Installation selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'écran thermique (19)
est une plaque en acier refroidie.
5. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que des indicateurs de distance
(20) sont disposés entre les galets de guidage (4, 5, 6) pour maintenir la position
du feuillard d'acier (14).
6. Procédé pour le fonctionnement d'une installation selon une ou plusieurs des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que la vitesse d'introduction dans le dispositif d'entraînement
et de dressage (7), réglée en fonction de la vitesse d'extraction des cylindres de
compression (2, 3), est corrigée lors de déviations du feuillard d'acier (14) par
rapport à la position de référence sur les galets de guidage (4, 5, 6).
