| (19) |
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(11) |
EP 0 384 188 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.1993 Patentblatt 1993/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.02.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21D 43/05 |
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Umsetzeinrichtung in einer Transferpresse o.dgl. Umformmaschine
Transfer device in a transfer press or like metal-forming machine tool
Dispositif de transfert dans une presse de transfert ou machine-outil analogue travaillant
le métal par formage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
18.02.1989 DE 3905068
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.1990 Patentblatt 1990/35 |
| (73) |
Patentinhaber: SCHULER PRESSEN GmbH & Co. |
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73033 Göppingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schneider, Franz
D-7320 Göppingen (DE)
- Hofele, Hans
D-7320 Göppingen (DE)
- Strommer, Kurt
D-7343 Kuchen (DE)
- Müller, Sieghard
D-7331 Ottenbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 199 525
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GB-A- 2 199 781
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 12, no. 109 (M-682)(2956) 08 April 1988, & JP-A-62
238032 (MAZDA MOTOR CORP.) 19 Oktober 1987,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 11, no. 67 (M-566)(2514) 28 Februar 1987, & JP-A-61
226128 (HONDA MOTOR CO LTD) 08 Oktober 1986,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 50 (M-62)(722) 09 April 1981, & JP-A-56 6743
(AIDA ENGINEERING K.K.) 23 Januar 1981,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 9, no. 63 (M-365)(1786) 20 März 1985, & JP-A-59 197325
(AIDA ENGINEERING) 08 November 1984,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 11, no. 255 (M-617)(2702) 19 August 1987, & JP-A-62
061742 (ISHIKAWAJIMA HARIMA HEAVY IND CO LDT) 18 März 1987,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 13, no. 13 (M-783)(3361) 12 Januar 1989 & JP-A-63 224824
(HONDA MOTOR CO LDT) 19 September 1988,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Umsetzeinrichtung in einer Transferpresse o.dgl. Umformmaschine.
[0002] Transferpressen, Großteilstufenpressen, Pressen-Anlagen sind Umformmaschinen, in
denen Blechteile durch Verfahrensschritte wie Ziehen und Stanzen geformt werden. Die
Pressen weisen hierfür zumindest einen Stößel auf, an dem ein Werkzeug oder Werkzeugsatz
(Oberwerkzeug) befestigt ist, das mit einem Werkzeug oder Werkzeugsatz (Unterwerkzeug)
im Pressentisch oder auf einem Schiebetisch zusammenwirkt. Die Stößel sind über Antriebsmittel
der Presse auf- und abbewegbar. In Bereichen zwischen den Ständern zu nachgeordneten
Pressen, den sog. Leerstufen, sind Zwischenablagen angebracht. Das Wechseln der Werkzeuge
bzw. Werkzeugsätze erfolgt vermittels Schiebetischen, die aus der Presse hierfür herausfahrbar
sind.
[0003] In der US-PS 4 625 540 ist eine solche Presse beschrieben worden mit einer Einrichtung
zum Umsetzen der Blechteile in den Bearbeitungsstufen. Diese Umsetzeinrichtung weist
zwei Laufschienen beiderseits von Stößel und Werkzeugen und in Richtung des Blechteiletransports
sich erstreckend auf. Die Laufschienen sind vermittels Stützen auf dem Pressenbett
abgestützt. Es sind weiterhin je Laufschiene eine Platte vorgesehen mit Laufrollen
zur Auflage auf den Laufschienen. Beide Platten sind durch eine Strebe miteinander
verbunden. An der Strebe sind zwei Transferstangen gelagert, die sich parallel zu
den Laufschienen erstrecken. Die Transferstangen sind mit einem Kurvenfolgerhebel
verbunden, der seine Schwingbewegung von einer Steuerkurve erhält. Die Steuerkurve
ist antriebsseitig mit dem Hauptantrieb der Presse wirkverbunden. Die Transferstangen
sind durch Querstreben starr miteinander verbunden. In Führungen der Transferstangen
sind Querbalken über einen zusätzlichen Antrieb relativ zu den Transferstangen beweglich
gelagert. An den Querbalken sind Vakuumsauger angebracht, die durch die Bewegung der
Querbalken auf die Länge der Blechteile einstellbar sind. Für die Umformphase sind
die Querbalken mit den Vakuumsaugern in Bereiche außerhalb von Stößel und Werkzeugen
verstellbar. Die Transferstangen sind durch nicht näher dargestellte oder erläuterte
Hebemittel anhebbar und absenkbar. Das Einrichten der Vakuumsauger auf die veränderte
Größe neuer Blechteile beim Umrüsten der Presse muß von Hand erfolgen ohne die Möglichkeiten
des Einrichtens vorab während des Pressenlaufes.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Umsetzeinrichtung zu schaffen, die den Wechselvorgang
der Haltemittel für Blechteile anderer Größe gestattet. Im besonderen soll der Wechselvorgang
der Haltemittel automatisch und zugleich mit dem Wechsel der Werkzeuge vermittels
Schiebetisch erfolgen. Die Wechselstellung der Haltemittel bzw. der diese tragenden
Mittel soll unabhängig von dem Antrieb für die Transferbewegungen der Blechteile erreicht
werden.
[0005] Die Aufgabe ist gelöst durch die gegenständlichen Merkmale nach dem Anspruch 1. Die
weiteren Ansprüche stellen bevorzugte und für sich erfinderische Ausgestaltungen dar.
[0006] Hierbei ist der massearme Aufbau von Vorteil. Die Antriebsmittel und die die Bewegungen
übertragenden und umlenkenden Mittel der Umsetzeinrichtung sind dem Bereich (Kopfbereich)
der Presse bzw. den Pressen zugeordnet, in dem auch die Antriebsmittel für den bzw.
die Stößel untergebracht sind. Die Umsetzeinrichtung ist sowohl in Pressenstraßen
als auch in Kompaktpressen nachrüstbar. Weiterhin erfindungswesentlich sind die kurzen
Umsetzbewegungen der Laufwagen und deren zwischenzeitliche Wartestellung außerhalb
der Bearbeitungsstufen während der Umformphasen.
[0007] In besonders vorteilhafter Weise ist die Umsetzeinrichtung nach der Erfindung in
neuartigen Hybrid-Pressen-Anlegen einsetzbar mit zwischen zwei Bearbeitungsstufen
(Leerstufen) eingerichteten Zwischenablagen, da die Wagen paarweise bei entsprechender
Auslegung des Antriebs unterschiedliche Bewegungen ausführen können. Die Sandwichbauweise
insbesondere von Laufwagen und Quertraversen ermöglicht nicht nur eine schnellstmögliche
Anpassung an neue Blechteilgrößen und andere -formen; die Sandwichbauweise erlaubt
darüberhinaus den einfachen Ausbau und die Erneuerung von Bauteilen und Baugruppen.
[0008] Anhand eines vorteilhaften und bevorzugten Ausführungsbeispiels soll im folgenden
die Erfindung näher erläutert werden.
[0009] Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine Hybrid-Pressen-Anlage in einer Vorderansicht, wobei die vorne befindlichen Ständer
nicht eingezeichnet worden sind,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Hybrid-Pressen-Anlage nach Fig. 1 unter Weglassung der Kopfstücke,
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1 mit den Antriebsmitteln für die Umsetzeinrichtung,
- Fig. 4
- in einem Diagramm die mit den in Fig. 3 gezeigten Antriebsmitteln erzeugten Bewegungen
der Laufwagen,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht in Vergrößerung entsprechend dem Schnittverlauf V-V in Fig. 3
und
- Fig. 6
- eine Schnittansicht entsprechend dem Schnittverlauf VI-VI in Fig. 5.
[0010] In den Figuren ist eine Hybrid-Pressen-Anlage gezeigt mit einer Kopfpresse 1, die
eine Ziehpresse sein kann und mit weiteren Pressen 2, von denen zumindest eine Presse
mit einer zusätzlichen Nachziehstufe ausgerüstet sein kann. Die Kopfstücke 7 der einzelnen
Pressen 1, 2 sind über Ständer 11, 12 auf Pressentischen 8 abgestützt. Mit 10 sind
Pleuel angedeutet, die über z.B. einen Kurbelwellenantrieb von einer Hauptwelle 39
ausgehend, die Stößel 6 der Pressen 1, 2 in einer auf-und abgehenden Bewegung antreiben.
Die Hauptwelle 39 ist von einem oder mehreren Motoren über eine Kupplungs-Bremseinheit
38 drehbewegt. Vermittels Schiebetischen 13 sind Werkzeuge bzw. Werkzeugsätze 14,
15 in die Bearbeitungsstufen der Pressen 1, 2 hineinfahrbar und somit austauschbar,
wobei das Werkzeug bzw. der Werkzeugsatz 15 (Werkzeugunterteil) für den Umformbetrieb
der Pressen auf dem jeweiligen Schiebetisch 13 verbleibt; das Werkzeug bzw. der Werkzeugsatz
14 (Werkzeugoberteil) bewegt sich mit der Bewegung des Stößels 6. Für die Kopfpresse
1 ist ein Ziehapparat 9 angedeutet. Die von einer Zufuhreinrichtung 3, z.B. der Kopfpresse
1 zugeführten Bleche 33 werden vermittels einer Umsetzeinrichtung 5 von Bearbeitungsstufe
zu Bearbeitungsstufe bewegt und einer Entnahmestation 4 zugeführt. Mit 33′ wird entsprechend
Fig. 2 auf unterschiedlich große, zu fördernde und zu bearbeitende Blechteile verwiesen.
Mit 32 ist die Richtung und die Ebene des Blechteiletransports angedeutet. In den
Leerstufenbereichen zwischen den Bearbeitungsstufen sind Zwischenablagen 17 aufgestellt
für die Ablage der Blechteile 33. An den Schiebetischen 13 sind Stützen 35 vorgesehen
zur Aufnahme von Quertraversen 34 der nachfolgend noch näher zu beschreibenden Umsetzeinrichtung
5.
[0011] Die in den Fign. 1, 2 und 3 gezeigte Umsetzeinrichtung 5 weist zunächst zwei Laufschienen
18 auf, von denen eine Laufschiene hinter den Stößeln 6 mit den Werkzeugoberteilen
14, Blickrichtung auf Fig. 1, die zweite Laufschiene vor den Stößeln 6 mit den Werkzeugoberteilen
14 sich in Längsrichtung der gezeigten Hybrid-Pressen-Anlage erstreckend angeordnet
ist. Die Laufschienen 18 sind über Stellmittel wie Luftzylinder o.dgl., oder wie gezeigt,
vermittels Umlenkgetriebe 19 heb- und senkbar (Doppelpfeil 20). Die Umlenkgetriebe
19 werden im einzelnen noch zu den Fign. 5 und 6 beschrieben. Die Umlenkgetriebe 19
der hinteren Ständerseite und die der vorderen Ständerseite sind durch jeweils ein
Hebegestänge 21 mit je einem Kurvenfolgerhebel 46 je Ständerseite einer insgesamt
mit 41 positionierten Kurvenscheibenanordnung in Anlenkpunkten 22 verbunden. Wie es
in den Fign. 1 und 2 angedeutet und in den Fig. 3 und 4 näher dargestellt worden ist,
befinden sich Laufwagen 23 bis 31 an jeder der Laufschienen 18. Die Laufwagen 23,
25, 27, 29 und 31 sind durch ein Transportgestänge 37 untereinander und mit einem
Kurvenfolgerhebel 47 verbunden. Die Laufwagen 24, 26, 28 und 30 sind durch ein Transportgestänge
36 untereinander und mit einem Kurvenfolgerhebel 48 verbunden. Die einander an den
beabstandeten Laufschienen 18 gegenüber befindlichen Laufwagen 23 bis 31 sind durch
Quertraversen 34 untereinander verbunden. An den Quertraversen 34 sind Sauger 40 o.dgl.
Haltemittel angeordnet zum Erfassen und Fördern der Blechteile 33 durch die Hybrid-Pressen-Anlage.
Die Transportgestänge 36, 37 können ggf. beiderseits zu den Laufschienen 18, Fig.
2, oder einseitig zu den Laufschienen angeordnet sein.
[0012] Die Kurvenscheibenanordnung 41 umfaßt, wie es die Fign. 2 und 3 näher erkennen lassen,
eine Kurvenscheibenwelle 42. Die Kurvenscheibenwelle 42 wird von der Hauptwelle 39
über Umlenk- bzw. Umsetzgetriebe gedreht. Diese bei Umformmaschinen bekannten Mittel
sind nicht gezeigt worden. Auf der Kurvenscheibenwelle 42 sind je Ständerseite eine
Kurvenscheibe 44 für die Bewegung eines der beiden Kurvenfolgerhebel 46, eine Kurvenscheibe
45 für die Bewegung eines der beiden Kurvenfolgerhebel 47 und eine Kurvenscheibe 43
für die Bewegung eines der beiden Kurvenfolgerhebel 48 drehfest angeordnet. Die Kurvenscheiben
44, 43, 45 können Doppelkurvenscheiben sein zur Erzeugung eines Zwanglaufes in den
Bewegungen Heben und Senken der Laufschienen 18 und der Transferbewegungen der Laufwagen
23 bis 31.
[0013] Entsprechend Fig. 3 ist jedes der Hebegestänge 21 in seiner Ausgangslage durch eine
Absenkbewegung, 94 in Fig. 4, eines Stelltriebes veränderbar, um so eine weitere abgesenkte
Stellung durch eine Bewegung 94, in Fig. 4, für die Laufschienen 18 zu erreichen,
die von den Kurvenscheiben 44 nicht vorgebbar ist. Diese abgesenkte Stellung ist für
die Ablage der Quertraversen 34 auf den Stützen 35 der Schiebetische 13 bei Werkzeugwechsel
und Wechsel der Haltemittel 40 erforderlich. Jeder Stelltrieb weist hierfür einen
Stellmotor 51 auf, der eine Spindel 52 treibt. Die Drehbewegung der Spindel 52 wird
über eine Zahnradpaarung 53 auf eine zweite Spindel 49 übertragen. In der Lasche 54
ist ein Bewegungsgewinde (Mutter) eingebracht, das mit der Spindel 49 zusammenwirkt
und so bei der Drehung der Spindel 49 eine Veränderung der Länge des Hebegestänges
21 verursacht. Die Kurvenscheiben 45, 43 für die Bewegung der Laufwagen 23 bis 31
sind derart in ihren von den Kurvenfolgerhebeln 47, 48 abgegriffenen Kurvenbahnen
ausgelegt, daß der erste Laufwagen 23 und jeder übernächste Laufwagen 25, 27, 29,
31 entsprechend Fig. 4 eine Umsetzbewegung 82 ausführt von einer Bearbeitungsstufe
86 in eine Leerstufe 88 mit der Zwischenablage 17 und eine in einer Zwischenstellung
89 zwischen Bearbeitungsstufe 86 und Leerstufe 88 für die Zeit der Umformung unterbrochene
Rückbewegung 84 in die Bearbeitungsstufe 86.
[0014] Der zweite Laufwagen 24 und jeder der mit diesem verbundene übernächste Laufwagen
26, 28, 30 führt gleichzeitig eine Umsetzbewegung 83 aus von einer Leerstufe 88 mit
der Zwischenablage 17 in eine Bearbeitungsstation 87 und eine in einer Zwischenstellung
89 zwischen Leerstufe 88 und Bearbeitungsstufe 87 für die Umformung zwischenzeitlich
unterbrochene Rückbewegung 85 in die Leerstufe 88 aus. Die Bearbeitungsstufen sind
charakterisiert durch die Werkzeuge 14, 15. Die senkrecht geführten Bewegungsanteile
an den in Fig. 4 gezeigten Kurven 82, 83, 84, 85 werden vermittels der synchron zu
den Kurvenscheiben 43, 45 bewegten Kurvenscheiben 44 bewirkt.
[0015] Der in Fig. 5 gezeigte Schnitt, und teilweise auch der in Fig. 6 gezeigte Schnitt,
läßt den Bereich eines der Ständer 12 erkennen mit einem Umlenkgetriebe 19. Das Hebegestänge
21 verläuft in Fig. 5 senkrecht zur Zeichenebene. Die Bewegung des Hebegestänges 21
wird vermittels Verzahnung und Eingriff mit einem Stirnrad 56 und einer Drehwelle
57 auf ein zweites Stirnrad 58 übertragen. Das zweite Stirnrad 58 wirkt mit einer
Zahnstange 59 zusammen. Die Endbereiche der Zahnstange 59 sind mit einer oberen Bundbuchse
61 und einer unteren Bundbuchse 62 fest verbunden. Die obere Bundbuchse 61 bildet
eine Lauffläche 65 für ein Heberohr 64. Die obere Bundbuchse 61 wirkt weiterhin mit
einer Deckelplatte 63 zusammen, die auf einen oberen Bund des Heberohres 64 geschraubt
ist. Diese Verbindung ermöglicht eine Drehung des Heberohres 64. Die Drehung des Heberohres
64 wird durch ein Stellmittel 76, beispielsweise einen Druckzylinder bewirkt, der
über einen Lagerbock 77 gestellfest angebracht ist. Der Lagerbock 77 ermöglicht eine
Schwenkbewegung des Stellmittels 76. Das Stellmittel 76 ist bei 78 an einer Ringbuchse
75 angelenkt. Die Ringbuchse 75 greift z.B. über Führungsbolzen in Längsnutungen 90
des Heberohres 64 ein, um einerseits so die für die Laufschienen 18 erforderliche
Hebe Senkbewegung 20 des Heberohres 64 zu ermöglichen und um andererseits die Drehung
des Heberohres 64 zu bewirken.
[0016] Das Heberohr 64 trägt an dem unteren Endteil einen Flansch 66 mit einer Flanschbuchse
67. Die Flanschbuchse 67 ist von einer Lagerbuchse 73 und einer Tragbuchse 72 umgehen
zur Bildung eines Drehlagers zwischen Heberohr 64 und einem Träger 71. Die Tragbuchse
72 ist in dem Träger 71 mittels Verschraubung 74 gehalten. Auf das untere Ende der
Tragbuchse 72 ist eine Bundbuchse 68 gesetzt. Durch die Bundbuchse 68 ist ein Schraubmittel
69 hindurchgeführt, um so den Träger 71 an dem Heberohr 64 zu befestigen. Mit dem
Träger 71 ist die Laufschiene 18 starr verbunden. Die Laufschiene 18 weist zwei Schienen
bzw. Schienenpaare 79 auf, auf denen Rollen 80 der Laufwagen 23 bis 31, hier die Rollen
80 des Laufwagens 25, rollen. Mit 37 ist das an das Gehäuse des Laufwagens 25 angeschlossene
Transportgestänge beziffert. Durch die Drehbewegung des Heberohres 64 vermittels Stellmittel
76 ist eine Verstellung der Laufschienen 18 von innen nach außen, Pfeil 91, zum z.B.
Entkuppeln der Quertraversen 34 von den Laufwagen 25 möglich bzw. von außen nach innen,
Pfeil 92, dementsprechend zum Kuppeln.
[0017] Die Fig. 6 zeigt darüberhinaus die vermittels Stellmittel 76 bewirkten Stellungen
64′ für die Betriebsstellung und 64˝ für die Entkuppelstellung bzw. Kuppelstellung
für die Quertraversen 34. Mit 93 sind Kupplungsbereiche bzw. Kupplungen angedeutet
für das Lösen der Querstreben 34 von den Laufwagen, hier den Laufwagen 24, 25 bzw.
zum Kuppeln an diese infolge einer Bewegung der Laufschienen 18 in einer der Richtungen
der Pfeile 91, 92. In Betriebsstellung befinden sich die Schienen 79 an den Laufschienen
18 mittig zu dem Heberohr 64.
1. Transferpresse, Großteilstufenpresse, Pressen-Anlage u.dgl. Umformmaschine mit zumindest
einem über Antriebsmittel (38, 39) auf- und abbewegbaren Stößel (6) für die Umformung
von Blechteilen (33, 33'), mit Schiebetischen (13) für den Werkzeugwechsel und mit
einer im Takt der Umformmaschine bewegbaren Umsetzeinrichtung (5) mit Haltemitteln
(34, 40) zum Erfassen und Transport der Blechteile (33, 33') durch die Umformmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzeinrichtung (5) zwei Laufschienen (18) aufweist, die sich auf gegenüberliegenden
Seiten von Stößel (6) und Werkzeugen (14, 15) und in Richtung (32) des Blechteiletransport
erstrecken, auf denen Laufwagen (23 bis 31) verschiebbar angeordnet sind, daß jeweils
zwei auf den beabstandeten Laufschienen (18) einander gegenüber befindliche Laufwagen
(23 bis 31) durch zumindest eine Quertraverse (34) untereinander verbunden sind, daß
zwischen jedem der Laufwagen (23 bis 31) und der zugehörenden Quertraverse (34) eine
Kupplung (93) angeordnet ist, und daß die Laufschienen (18) mit pressenfesten Verstellmitteln
(64, 72, 74, 75, 76) wirkverbunden sind und die Verstellmittel (64, 67, 72, 74, 75,
76) ein Verstellglied (64, 67) aufweisen, das horizontal und im wesentlichen quer
zur Richtung (32) des Blechteiletransports über ein Stellmittel (76) bewegbar ist
für eine Bewegung (91, 92) der Laufschienen (18) aus der Betriebsstellung (64') in
eine Entkuppelstellung (64") und aus der Entkuppelstellung (64") zurück in die Betriebsstellung
(64').
2. Umformmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch, ein gestellfestes Stellmittel (76), eine von dem Stellmittel (76) drehbeaufschlagbare
Ringbuchse (75) und ein mit der Ringbuchse (75) drehbar zusammenwirkendes Heberohr
(64), das in einem mit der Laufschiene (18) zusammenwirkenden Bereich einen Exzenter
(Flanschbuchse 67) aufweist, an dem die Laufschiene (18) in eine Drehlager gelagert
ist.
3. Umformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jede der Ständer (11, 12) ein Verstellmittel (64, 67, 72, 74, 75, 76) angeordnet
ist und die gemeinsame Mitte der Schienenpaare (79) mittig zu dem Heberohr (64) verläuft.
4. Umformmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine sich in Hebe-Senkrichtung (20) für die Laufschienen (18) erstreckende Zahnstange
(59), die über ein Stirnrad (58) in ständigem Wirkeingriff mit eine Stellmittel (21)
steht, mit einer an dem oberen Endbereich der Zahnstange (59) festgesetzten oberen
Bundbuchse (61), in der das Heberohr (64) drehbar und in Hebe-Senkrichtung (20) sich
erstreckend gelagert ist, und mit einer an dem unteren Endbereich der Zahnstange (59)
festgesetzten unteren Bundbuchse (62), über die das Heberohr (64) nach unten hervorragt
zur Bildung einer Exzenterlagerung (70) für eine horizontale Bewegung der Laufschiene
(18).
5. Umformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen (18) über erste Verstellmittel (43, 46), Hebegestänge (21) und
Umlenkgetriebe (19) heb- und senkbar sind, und daß ein zweites Verstellmittel (51,
52, 53, 49) je Laufschiene (18) angeordnet ist zwischen dem Anlenkpunkt (22) des Hebegestänges
(21) an dem ersten Verstellmittel (43, 46) und jede Anlenkpunkt des Hebegestänges
an jedem Umlenkgetriebe (19) zur Veränderung der Ausgangshöhenlage der Laufschienen
(18) zum Ansenken der Querstreben (34) auf Stützen (35) am Schiebetisch (13).
1. Transfer press, large-part multiple-die press, pressing plant and similar metal-forming
machine, having at least one ram (6) which can be moved up and down by means of drive
means (38, 39) for the forming of sheet-metal parts (33, 33'), having sliding tables
(13) for the tool change and having a transposing mechanism (5), which is movable
in rhythm with the metal-forming machine and exhibits holding means (34, 40) for grasping
and transporting the sheet-metal parts (33, 33') through the metal-forming machine,
characterised in that the transposing mechanism (5) exhibits two running rails (18),
which extend on opposite sides of the ram (6) and tools (14, 15) and in the direction
(32) of the sheet-metal parts transport and on which trolleys (23 to 31) are displaceably
disposed, in that two trolleys (23 to 31) respectively, located opposite each other
on the spaced running rails (18), are connected to each other by at least one crossbar
(34), in that between each of the trolleys (23 to 31) and the associated crossbar
(34) there is disposed a coupling (93) and in that the running rails (18) are actively
connected to press-fixed adjusting means (64, 72, 74, 75, 76) and the adjusting means
(64, 67, 72, 74, 75, 76) exhibit an adjusting member (64, 67), which can be moved
by means of an adjusting means (76) horizontally and essentially transversely to the
direction (32) of the sheet-metal parts transport to obtain a motion (91, 92) of the
running rails (18) out of the operating position (64') into a decoupling position
(64") and out of the decoupling position (64") back into the operating position (64').
2. Metal-forming machine according to Claim 1, characterised by a frame-fixed adjusting
means (76), by an annular bush (75), which can be rotationally acted upon by the adjusting
means (76), and by a lifting tube (64), which interacts rotatably with the annular
bush (75) and exhibits, in a region interacting with the running rail (18), an eccentric
(flang bush 67), on which the running rail (18) is mounted in a pivot bearing.
3. Metal-forming machine according to Claim 1, characterised in that on each of the stands
(11, 12) there is disposed an adjusting means (64, 67, 72, 74, 75, 76) and the common
centre of the rail pairs (79) runs centrically to the lifting tube (64).
4. Metal-forming machine according to Claim 1, characterised by a toothed rack (59) which
extends in the lifting-lowering direction (20) for the running rails (18) and is in
constant active engagement, via a spur wheel (58), with an adjusting means (76), having
an upper shouldered bush (61) which is fixed to the upper end region of the toothed
rack (59) and in which the lifting tube (64) is mounted rotatably and such that it
extends in the lifting-lowering direction (20), and having a lower shouldered bush
(62) which is fixed to the lower end region of the toothed rack (59) and over which
the lifting tube (64) protrudes downwards to form an eccentric mounting (70) for a
horizontal motion of the running rail (18).
5. Metal-forming machine according to Claim 1, characterised in that the running rails
(18) can be lifted and lowered by means of first adjusting means (43, 46), lifting
linkage (21) and deflection gearing (19) and in that a second adjusting means (51,
52, 53, 49) per running rail (18) is disposed between the point of attachment (22)
of the lifting linkage (21) to the first adjusting means (43, 46) and each point of
attachment of the lifting linkage to each deflection gearing (19) in order to alter
the initial vertical position of the running rails (18) for the lowering of the transverse
struts (34) onto supports (35) on the sliding table (13).
1. Presse transfert, presse multiposte pour pièces de grand format, installation à plusieurs
presses ou machine de formage similaire, comportant au moins un coulisseau (6) susceptible
d'être levé et abaissé par des moyens d' entraînement (38, 39) pour le formage de
pièces de tôle (33, 33'), des tables mobiles (13) pour le changement d'outils, un
dispositif de transfert (5) mû à la cadence de la machine de formage et pourvu de
moyens de prise (34, 40) pour saisir et transporter les pièces (33, 33') à travers
la machine de formage, caractérisée en ce que le dispositif de transfert (5) comporte deux rails longitudinaux (18) s'
étendant de part et d'autre du coulisseau (6) et des outils (14, 15) dans la direction
(32) de transport des pièces, des chariots (23 à 31) mobiles sur lesdits rails, dont
les chariots mutuellement opposés deux à deux (23 à 31) se trouvant sur les rails
espacés (18) sont liés l'un à l'autre par au moins une traverse (34), en ce qu'un
accouplement (93) est disposé entre chacun des chariots (23 à 31) et la traverse correspondante
(34) et en ce que les rails (18) sont raccordés à des moyens de déplacement (64, 72,
74, 75, 76) qui sont fixés sur la presse et comportent un organe de déplacement (64,
67) qui est mû horizontalement et sensiblement perpendiculairement à la direction
(32) de transport des pièces au moyen d'un actionneur (76) pour produire un déplacement
(91, 92) des rails (18) de la position de service (64') à une position de découplage
(64") et de la position de découplage (64") à la position de service (64').
2. Machine de formage selon la revendication 1, caractérisée par un actionneur (76) fixé au bâti, une douille annulaire (75) entraînée en rotation
par l'actionneur (76), et un tube de levage (64) qui coopère en rotation avec la douille
annulaire (75) et qui comporte, dans une zone où il coopère avec le rail (18), un
excentrique (douille à bride 67) sur lequel le rail (18) est monté au moyen d'un palier
rotatif.
3. Machine de formage selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un moyen de déplacement (64, 67, 72, 74, 75, 76) est placé sur chacun des
montants (11, 12) et en ce que le milieu commun des paires de rails (79) est centré
par rapport au tube de levage (64).
4. Machine de formage selon la revendication 1, caractérisée par une crémaillère (59) s'étendant dans la direction (20) de levage et d'abaissement
des rails (18) et en prise permanente sur un actionneur (21) au moyen d'une roue dentée
(58), la zone d'extrémité supérieure de la crémaillère (59) étant fixée à une douille
supérieure à collet (61) dans laquelle le tube de levage (64) est monté de manière
rotative et s'étend dans la direction (20) de levage et d'abaissement, la zone d'extrémité
inférieure de la crémaillère (59) étant fixée à une douille inférieure à collet (62)
au-delà de laquelle le tube de levage (64) s'étend vers le bas pour former un palier
à excentrique (70) pour déplacer horizontalement le rail (18).
5. Machine de formage selon la revendication 1, caractérisée en ce que les rails (18) peuvent être levés et abaissés par des premiers moyens de
déplacement (43, 46), des tringleries de levage (21) et des mécanismes de renvoi (19),
et en ce qu'un second moyen de déplacement (51, 52, 53, 49) de chaque rail (18) est
disposé entre le point de liaison (22) de la tringlerie de levage (21) au premier
moyen de déplacement (43, 46) et chaque point de liaison de la tringlerie de levage
aux mécanismes de renvoi (19), pour modifier le niveau initial des rails (18) pour
l'abaissement des traverses (34) sur des supports (35) prévus sur la table mobile
(13).