(19)
(11) EP 0 387 253 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.1992  Patentblatt  1992/36

(21) Anmeldenummer: 88907618.8

(22) Anmeldetag:  16.09.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B63B 29/12, B63B 35/79, B63B 35/74
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE8800/576
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 8904/793 (01.06.1989 Gazette  1989/12)

(54)

WASSERFAHRZEUG

BOAT

BATEAU


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 13.11.1987 DE 3738617

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.09.1990  Patentblatt  1990/38

(73) Patentinhaber: KATTWINKEL, Hans-Harald
D-58553 Halver (DE)

(72) Erfinder:
  • KATTWINKEL, Hans-Harald
    D-5884 Halver 2 (DE)
  • KATTWINKEL, Marcus
    D-5884 Halver (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Dipl.-Ing. Conrad Köchling Dipl.-Ing. Conrad-Joachim Köchling 
Fleyer Strasse 135
58097 Hagen
58097 Hagen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 3 543 140
GB-A- 927 304
FR-E- 82 572
US-A- 3 483 844
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wasserfahrzeug mit einem Auftriebskörper und daran gehaltertem Passagierstand oder dergleichen, wobei der Passagierstand über Stützen angelenk ist, deren Gelenkachsen koaxial zueinander und achsparallel zur Vortriebsrichtung des Wasserfahrzeuges gerichtet sind, und die Stützen über längenveränderbare, am Passagierstand angelenkte Verbindungsglieder am Passagierstand abstützbar sind, wobei die längenveränderbaren Verbindungsglieder als Teleskopstützen ausgebildet sind u nd deren Gelenkachsen parallel zur Gelenkachse der Stützen gerichtet verlaufen, wobei ferner die längenveränderbaren Stützen mittels eines Stelltriebes steuerbar sind, der die relative Schräglage des Passagierstandes erfaßt und in Steuersignale zur Längenänderung der Stützen umsetzt, so daß der Passagierstand im wesentlichen lotrecht ausgerichtet verbleibt.

    [0002] Ein derartiges Wasserfahrzeug ist aus der DE 35 43 140 Al bekannt.

    [0003] Dieses Wasserfahrzeug, nämlich ein Schiff, muß,um eine ausreichende Fahrstabilität zu erreichen, eine ausreichende Breite haben. Eine sehr schlanke Ausbildung des Auftriebkörpers mit relativ hochliegenden Aufbauten ist dabei nicht möglich, da ein solches Wasserfahrzeug instabil wäre und nicht kentersicher.

    [0004] Bei dem gattungsbildenden Stand der Technik ist zwar der Passagierstand von Auftriebskörper (Schiffskörper) entkoppelt, so daß der Passagierstand, im Stand der Technik eine Plattform für Flugzeuge, den wellen- und windbedingten Bewegungen des Auftriebskörpers nicht zwangsweise folgen muß, sondern unabhängig in der Horizontallage gehalten werden kann.

    [0005] Jedoch ist hier aufgrund des großen Auftriebskörpers nur eine relativ geringe Geschwindigkeit mit hohem Energieeinstaz zu erreichen.

    [0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Wasserfahrzeug zu schaffen, welches bei schlanker und schmaler Ausbildung hochliegende Aufbauten tragen kann und welches dennoch kentersicher ist.

    [0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß am Auftriebskörper ein Ballastkörper mittels eines Traggestells gehaltert ist, daß der Passagierstand über die Stützen am Traggestellt angelenkt ist, daß seitlich beidseits des Traggestelles quer zu dessen Längserstreckung gerichtete, starre Stützarme angeordnet sind, an denen über die längenveränderbaren Verbindungsglieder der Passagierstand abgestützt ist.

    [0008] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist die mindestens teilsweise Entkopplung zwischen Antriebskörper und Passagierstand beibehalten, so daß also der Passagierstand seitlichen Bewegungen des Auftriebskörpers nicht zwangsläufig folgen muß. Vielmehr kann der Passagierstand über die längenveränderbaren Verbindungsglieder, die sich an den Stützarmen abstützen, die Sollage des Passagierstandes durch entsprechende Verlängerungen oder Verkürzungen der Verbindungsglieder beibehalten, unabhängig von der relativen Lage des Ballastkörpers zum Auftriebskörper. Dabei ist lediglich ein einziger, schlanker und schmaler Auftriebskörper bzw. ein aus mehreren solchen schlanken schmalen Auftriebskörpern gebildetes Gebilde vorgesehen, welche Auftriebskörper dann koaxial zueinander angeordnet sind. Es wird hierdurch eine pendelartige Verlagerung der Auftriebskräfte und der Stabilisierungskräfte seitlich nach rechts bzw. links bewirkt. Das Wasserfahrzeug weist also praktisch ein Unterschiff und ein Oberschiff auf, wobei das Unterschiff aus dem schlanken Auftriebskörper und einem darunter gehalterten Ballastkörper besteht, die starr miteinander verbunden sind. Das darüber befindliche Oberschiff kann über die längenveränderbaren Seitenstützen über das Traggestell einen Druck auf die Seiten des Unterschiffes ausüben, der dieses zu seitlichen Bewegungen zwingt.

    [0009] Durch die so entstehenden Drehmomente des Unterschiffes wird das Oberschiff jeweils seitlich abgestützt. Der Auftriebskörper liegt bei der wellenbedingten Pendelbewegung weitgehend auf der Seite relativ zur Lotrechten unterhalb des Unterschiffes, auf welcher Seite sich dieses unter Aufbringung eines Abstützdruckes abstützt.

    [0010] Durch die erfindungsgemäße schlanke Ausbildung des Auftriebskörpers mit hochliegenden Aufbauten ist es möglich, eine relativ hohe Geschwindigkeit bei geringem Energieeinsatz zu erreichen, wobei gleichzeitig eine weitgehende Unempfindlichkeit gegen Wellengang, insbesondere seitlichen Wellengang, erreicht ist.

    [0011] Vorteilhaft ist dabei, daß ein schmaler, schlanker Auftriebskörper mit einem darunter gehalterten Gewicht (Ballastkörper) eine sehr ruhige Lage im bewegten Wasser hat und daß zwischen dem im Wasser befindlichen Unterschiff und dem nach oben freistehenden Oberschiff ein Abstand angeordnet ist, der einen Freiraum bildet, durch welchen die Wellen des bewegten Wassers hindurchgehen können. Durch die schlanke Ausbildung des Auftriebs- und Ballastkörpers wird eine relativ geringe Strömungswiderstandsfläche erzeugt, die eine schnelle Fahrt bei geringem Energieeinsatz ermöglicht. Auch ist ein stabiles Fahrverhalten möglich, auch dann, wenn der Gesamtmassenschwerpunkt sogar oberhalb des Wasserspiegels liegt, wie in den Ausführungsbeispielen gezeigt.

    [0012] Die längenveränderbaren Teleskopstützen können elektromotorisch, pneumatisch, hydraulisch oder in sonst geeigneter Form betätigt sein.

    [0013] Weiterhin ist Gegenstand vorliegender Erfindung ein Wasserfahrzeug mit einem Auftriebskörper und daran gehaltertem Passagierstand oder dergleichen, der über Stützen am Auftriebskörper angelenkt ist, deren Gelenkachsen koaxial zueinander und achsparallel zur Vortriebsrichtung des Wasserzeuges gerichtet sind.

    [0014] Auch bei einem derartigen Wasserfahrzeug, welches zu Sportzwecken dient, wird zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe vorgeschlagen, daß am Auftriebskörper ein Ballastkörper mittels eines Traggestells gehaltert ist, daß der Passagierstand über die Stützen am Traggestell angelenkt ist, daß seitlich beidseits des Traggestells quer zu dessen Längserstreckung gerichtete, starre Stützarme angeordnet sind, daß der Passagierstand als dessen Stützen verbindender Balken mit Sitz und Lenker ausgebildet ist, wobei der Lenker mit einer Lenkeinrichtung für das Wasserfahrzeug gekoppelt ist, und daß an den freien Enden der Stützarme Halteteile angelenkt sind, die zur Aufnahme der Füße und gegebenenfalls der Unterschenkel des Passagiers geeinget sind.

    [0015] Bei dieser Ausbildung ist das Oberschiff als Sitz für einen Menschen ausgebildet, wobei die Abstützfunktion durch entsprechende Bein- bzw. Fußbewegungen des Menschen ausgeübt. Der aus dem Lot bewegte Auftriebskörper bewegt sich relativ nach oben, so daß der sich auf diesem abstützende Fuß des Menschen einen entsprechenden Gegendruck ausüben kann. Hierdurch wird die Lage des Menschen bzw. des Passagierstandes,auf dem dieser Mensch sitzt, stabilisiert.

    [0016] Es wird also durch diese erfindungsgemäße Ausbildung quasi ein Doppelpendel gebildet, welches sich um die Gelenkachse bewegt. Auch hierbei ist die sehr schlanke Ausbildung realisierbar und zusätzlich eine hohe Fahrstabilität erreicht.

    [0017] Das erfindungsgemäße Wasserfahrzeug kann als Sportfahrzeug für Hobbysportler dienen. Durch entsprechende Kraftausübung mit den Beinen kann der Sportler, der dieses Wasserfahrzeug bedient, durch entsprechende Anwinklung oder Streckung des einen bzw. anderen Beines den Lageausgleich des Passagierstandes (Sitzes) relativ zur Lage des Auftriebskörpers samt Ballastkörper bewirken.

    [0018] Vorteilhaft ist dabei vorgesehen, daß am in Hauptfahrtrichtung hinteren Teil des Passagierstandes ein Antriebsaggregat angeordnet ist.

    [0019] Als Antriebsaggregate können übliche Aggregate eingesetzt werden, beispielsweise auch Außenbordmotoren oder dergleichen.

    [0020] Die Betätigung der Antriebsaggregate kann dabei über Hebelwerke und Seilzüge erfolgen, deren Betätigungshandhabe an oder nahe der Lenkeinrichtung angeordnet sind. Dies gilt insbesondere für Wasserfahrzeuge in Form kleiner Sportgeräte für Hobbysportler.

    [0021] Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß der Passagierstand in der relativen Mittellage gegenüber dem Auftriebskörper feststellbar ausgebildet ist.

    [0022] Hierdurch wird sichergestellt, daß bei nicht besetztem Wasserfahrzeug der Passagierstand nicht selbständig um seine Schwenkachse schwenkt, sondern in der Ruhesollage gehalten wird.

    [0023] Insbesondere bei großen Wasserfahrzeugen wird in Weiterbildung vorgeschlagen, daß der Passagierstand als Kabine mit Steuerstand ausgebildet ist.

    [0024] Eine bevorzugte Weiterbildung besteht darin, daß der Ballastkörper Zusatzgewichte in Form von Antriebsaggregaten, Kraftstoffen, Ladung und dergleichen umfaßt.

    [0025] Hierbei kann der Ballastkörper rohrförmig oder dergleichen ausgebildet sein, so daß in seinem hohlen Innenraum die entsprechenden Zusatzgewichte fest oder lösbar angeordnet sind.

    [0026] Eine vorteilhafte Variante wird darin gesehen, daß das Traggestell durch schmale Verbindungsstreben gebildet ist.

    [0027] Eine bevorzugte Weiterbildung besteht darin, daß am Traggestell eine Flosse gehaltert ist.

    [0028] Durch die Flosse wird die Schwenkbewegung des Auftriebskörpers samt Ballastkörper relativ zum Passagierstand verlangsamt, was für das Ausgleichsverhalten vorteilhaft ist.

    [0029] Vorteilhafte Weiterbildungen sind noch in den Ansprüchen 9 und 10 bezeichnet.

    [0030] Zwei Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.

    [0031] Es zeigt:

    Fig. 1 das Prinzip des erfindungsgemäßen Wasserfahrzeuges von vorn gesehen, teilweise geschnitten;

    Fig. 2 ein einsitziges Wasserfahrzeug für Sportzwecke gemäß der Erfindung in Seitenansicht;

    Fig. 3 und 4 das Fahrzeug gemäß Fig. 2 in unterschiedlichen Relativlagen.



    [0032] Das Wasserfahrzeug besteht im wesentlichen aus einem Auftriebskörper 1, einem mittels eines Traggestelles 2 daran gehalterten Ballastkörper 3 sowie einem Passagierstand 4. Der Passagierstand 4 ist erfindungsgemäß über Stützen 5 am Traggestell 2 angelenkt, wobei die Gelenkachsen der Stützen 5 koaxial zueinander und achsparallel zur Vortriebsrichtung des Wasserfahrzeuges gerichtet sind. Seitlich beidseits des Traggestells 2 sind quer zu dessen Längserstreckung gerichtete, starre Stützarme 6 angeordnet. Der Passagierstand 4 ist über längenveränderbare Verbindungsglieder 7 insbesondere an den freien Enden der Stützarme 6 abgestützt. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 bis 4 ist der Passagierstand 4 als dessen Stützen 5 verbindender Balken ausgebildet, wobei an diesem Balken ein Lenker 8 und ein Sitz 9 befestigt ist. Der Lenker 8 ist über ein Gestänge mit einer Lenkeinrichtung für das Wasserfahrzeug gekoppelt. Als Lenk- und Antriebseinrichtung ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 bis 4 am Teil des Passagierstandes 4 ein Antriebsaggregat 10 zur Veränderung der Fahrtrichtung schwenkbar angeordnet.

    [0033] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 bis 4 werden die längenveränderbaren Verbindungsglieder 7 durch die Körperglieder eines Menschen, insbesondere dessen Beine gebildet. Um den Passagierstand in der relativen Mittellage gegenüber dem Auftriebskörper 1 bei Nichtbenutzung halten zu können, ist eine Feststelleinrichtung 11 in Form eines Riegels vorgesehen, mittels dessen die Lagesicherung erreichbar ist. Bei Benutzung des Wasserfahrzeuges wird dieser Riegel 11 gelöst.

    [0034] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind die längenveränderbaren Verbindungsglieder 7 als Teleskopstützen ausgebildet, deren Endteile stützarmseitig angelenkt sind, wobei die Gelenkachsen parallel zur Gelenkachse der Stützen 5 des Passagierstandes 4 verlaufend gerichtet sind.

    [0035] Es ist vorstellbar, daß der Passagierstand gemäß Ausführungsbeispiel Fig. 1 als Kabine mit Steuerstand gebildet ist, so daß eine Anzahl von Personen in dieser Kabine untergebracht werden kann. In den Ballastkörper 3 können, sofern dieser hohl ausgebildet ist, Zusatzgewichte in Form von Antriebsaggregaten, Kraftstoffen, Ladungen und dergleichen eingebracht werden.

    [0036] Das Traggestell 2 kann durch schmale Verbindungsstreben gebildet sein, wie dies insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist. Zusätzlich kann am Traggestell eine Flosse 12 oder dergleichen befestigt sein, die die Bewegungen des Auftriebskörpers samt Ballastkörper verlangsamen.

    [0037] Die längenveränderbaren Stützen 7 können mittels eines geeigneten Stelltriebes so steuerbar sein, daß die relative Schräglage des Passagierstandes 4 erfaßt und in Steuersignale zur Längenveränderung der Stützen 7 umgesetzt wird, so daß der Passagierstand im wesentlichen lotrecht bzw. je nach auftretender Windlast leicht gegenüber der Lotrechten geneigt ausgerichtet verbleibt. Diese Lage wird unabhängig von der Schieflage der pendelartig bewegbaren Einheit der Teile 1 und 3 beibehalten.

    [0038] Der Auftriebskörper 1 ist vorzugsweise tonnenförmig mit spitz zulaufenden Enden ausgebildet, wie dies aus der Zeichnungsfigur 2 besonders deutlich ersichtlich ist. Desweiteren ist der Auftriebskörper 1 im Bereich des Sitzes 9 des Passagierstandes 4 eingeschnürt, so daß bei einer relativen Schieflage des Auftriebskörpers samt Ballastkörper ein Freiraum für die Beine des Benutzers geschaffen ist, der sich mit den Füßen an den Enden der Stützarme 6 abstützt. Für die Aufnahme der Unterschenkel und der Füße des Benutzers sind Halteteile 13 an den Enden der Stützarme 6 gelenkig angebracht, so daß die Beine des Benutzers unabhängig von der Relativlage der Stützarme 6 zur Horizontalen lotrecht ausgerichtet bleiben können.


    Ansprüche

    1. Wasserfahrzeug mit einem Auftriebskörper (1) und daran gehaltertem Passagierstand (4) oder dergleichen, wobei der Passagierstand (4) über Stützen (5) angelenkt ist, deren Gelenkachsen (5′) koaxial zueinander und achsparallel zur Vortriebsrichtung des Wasserfahrzeugs gerichtet sind, und die Stützen (5) über längenveränderbare, am Passagierstand (4) angelenkte Verbindungsglieder am Passagierstand (4) abstützbar sind, wobei die längenveränderbaren Verbindungsglieder (7) als Teleskopstützen ausgebildet sind und deren Gelenkachsen (7′) parallel zur Gelenkachse (5′) der Stützen (5) gerichtet verlaufen, wobei ferner die längenveränderbaren Stützen (7) mittels eines Stelltriebes steuerbar sind, der die relative Schräglage des Passagierstandes (4) erfaßt und in Steuersignale zur Längenänderung der Stützen (5) umsetzt, so daß der Passagierstand (4) im wesentlichen lotrecht ausgerichtet verbleibt, dadurch gekennzeichnet, daß am Auftriebskörper (1) ein Ballastkörper (3) mittels eines Traggestells (2) gehaltert ist, daß der Passagierstand (4) über die Stützen (5) am Traggestell (2) angelenkt ist, daß seitlich beidseits des Traggestelles (2) quer zu dessen Längserstreckung gerichtete, starre Stützarme (6) angeordnet sind, an denen über die längenveränderbaren Verbindungsglieder der Passagierstand (4) abgestützt ist.
     
    2. Wasserfahrzeug mit einem Auftriebskörper (1) und daran gehaltertem Passagierstand (4) oder dergleichen, der über Stützen (5) am Auftriebskörper (1) angelenkt ist, deren Gelenkachsen (5′) koaxial zueinander und achsparallel zur Vortriebsrichtung des Wasserfahrzeugs gerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß am Auftriebskörper (1) ein Ballastkörper (3) mittels eines Traggestells (2) gehaltert ist, daß der Passagierstand (4) über die Stützen (5) am Traggestell (2) angelenkt ist, daß seitlich beidseits des Traggestells (2) quer zu dessen Längserstreckung gerichtete, starre Stützarme (6) angeordnet sind, daß der Passagierstand (4) als dessen Stützen (5) verbindender Balken mit Sitz (9) und Lenker (8) ausgebildet ist, wobei der Lenker (8) mit einer Lenkeinrichtung für das Wasserfahrzeug gekoppelt ist, und daß an den freien Enden der Stützarme (6) Halteteile (13) angelenkt sind, die zur Aufnahme der Füße und gegebenenfalls der Unterschenkel des Passagiers geeignet sind.
     
    3. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am in Hauptfahrrichtung hinteren Teil des Passagierstandes (4) ein Antriebsaggregat (z.B. 10) angeordnet ist.
     
    4. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Passagierstand (4) in der relativen Mittellage gegenüber dem Auftriebskörper (1) feststellbar ausgebildet ist.
     
    5. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Passagierstand (4) als Kabine mit Steuerstand ausgebildet ist.
     
    6. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballastkörper (3) Zusatzgewichte in Form von Antriebsaggregaten, Kraftstoffen, Ladung und dergleichen umfaßt.
     
    7. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (2) durch schmale Verbindungsstreben gebildet ist.
     
    8. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Traggestell (2) eine Flosse (12) gehaltert ist.
     
    9. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftriebskörper (1) tonnenförmig mit spitz zulaufenden Enden ausgebildet ist.
     
    10. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftriebskörper (1) im Bereich nahe des Sitzes (9) des Passagierstandes (4) eingeschnürt ist.
     


    Claims

    1. A vehicle for travelling on water comprising a buoyancy body (1) and a passenger stand (4) or the like fixed to the latter where the passenger stand (4) is pivotably coupled by means of supports (5) the coupling axes (5′) of which extend coaxially to one another and parallel to the axis of the direction of propulsion of the vehicle for travelling on water, and the supports (5) can be braced on the passenger stand (4) by means of longitudinally adjustable connecting elements coupled to the passenger stand (4), where the longitudinally adjustable connecting elements (7) are constructed as telescopic supports the coupling axes (7′) of which extend parallel to the coupling axes (5′) of the supports (5), and where moreover the longitudinally adjustable supports (7) can be adjusted by means of a adjusting drive which detects the relative inclined position of the passenger stand (4) and from this produces a control signal for adjusting the length of the supports (5) so that the passenger stand (4) remains directed substantially upright, characterized in that a ballast element (3) is attached to the buoyancy body (1) by means of a supporting frame (2), in that the passenger stand (4) is coupled by means of the supports (5) to the supporting frame (2), in that on both sides of the supporting frame (2) and directed at right angles to its longitudinal direction there are rigid support arms (6) on which the passenger stand (4) is supported by means of the longitudinally adjustable connecting elements.
     
    2. A vehicle for travelling on water comprising a buoyancy body (1) and a passenger stand (4) or the like fixed to the latter being coupled to the buoyancy body (1) by means of supports (5) the coupling axes (5′) of which extend coaxially to one another and parallel to the axis of the direction of propulsion of the vehicle for travelling on water, characterized in that a ballast element (3) is attached to the buoyancy body (1) by means of a supporting frame (2), in that the passenger stand (4) is coupled by means of the supports (5) to the supporting frame (2), in that on both sides of the supporting frame (2) and directed at right angles to its longitudinal direction there are rigid support arms (6), in that the passenger stand (4) is built as a beam, comprising a seat (9) and handlebars (8), which can be connected to the said supports (5), where the handlebars (8) are coupled to a steering device for the vehicle for travelling in water, and in that coupled to the free ends of the support arms (6) there are containing sheet elements (13) which are suitable for receiving the feet and optionally the lower legs of the passenger.
     
    3. A vehicle for travelling on water according to claim 1 or claim 2, characterized in that at the rear end, in the principal direction of travelling, of the passenger stand (4) there is a propelling unit (e.g. 10).
     
    4. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the passenger stand (4) is built to be lockable in the middle position relative to the buoyancy body (1).
     
    5. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1, 3 or 4, characterized in that the passenger stand (4) is built as a cabin comprising a control position.
     
    6. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the ballast element (3) comprises additional weights in the form of propelling units, fuel, cargo loads and the like.
     
    7. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the supporting frame (2) is built of narrow connecting bars.
     
    8. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1 to 7, characterized in that a fin (12) is attached to the supporting frame (2).
     
    9. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the buoyancy body (1) is barrel-shaped with tapered ends.
     
    10. A vehicle for travelling on water according to any one of claims 2 to 9, characterized in that the buoyancy body (1) is constricted in the region near the seat (9) of the passenger stand (4).
     


    Revendications

    1. Bateau avec un corps de flottation (1) et, maintenu sur celui-ci un poste (4) pour passager ou similaire, le poste (4) pour passager étant articulé sur des montants (5) dont les axes d'articulation (5′) sont coaxiaux et dirigés parallèlement à la direction d'avancement du bateau, les montants (5) s'appuyant sur le poste (4) pour passager par l'intermédiaire d'éléments de liaison de longueur variable articulés sur le poste (4) pour passager, tandis que les éléments de liaison (7) de longueur variable sont réalisés sous la forme de montants télescopiques, et que leurs axes d'articulation (7′) s'étendent parallèlement aux axes d'articulation (5′) des montants (5), et qu'en outre les éléments de liaison (7) de longueur variable peuvent être actionnés à l'aide d'un dispositif de réglage qui détecte l'angle d'inclinaison relative du poste (4) pour passager par rapport à la verticale et le transforme en signal de commande de la modification de longueur des montants (5), de sorte que le poste (4) pour passager se maintient orienté en substance d'aplomb, caractérisé en ce qu'un corps de ballast (3) est maintenu sur le corps de flottation (1) à l'aide d'un cadre porteur (2), en ce que le poste (4) pour passager est articulé sur le cadre porteur par l'intermédiaire des montants (5), en ce que des bras de soutien (6) rigides et dirigés perpendiculairement à l'extension longitudinale du cadre porteur (2) sont disposés latéralement de chaque côté de ce dernier, et en ce que le poste (4) pour passager est soutenu sur ces bras de soutien (6) par l'intermédiaire des éléments de liaison de longueur variable.
     
    2. Bateau avec un corps de flottation (1) et, maintenu sur celui-ci, un poste (4) pour passager ou similaire, qui est articulé sur le corps de flottation (1) par l'intermédiaire de montants (5) dont les axes d'articulation (5′) sont coaxiaux et dirigés parallèlement à la direction d'avancement du bateau, caractérisé en ce qu'un corps de ballast (3) est maintenu sur le corps de flottation (1) à l'aide d'un cadre porteur (2), en ce que le poste (4) pour passager est articulé sur le cadre porteur (2) par l'intermédiaire des montants (5), en ce que des bras de soutien (6) rigides et dirigés perpendiculairement à l'extension longitudinale du cadre porteur (2) sont disposés latéralement de chaque côté de ce dernier, en ce que le poste (4) pour passager est réalisé sous la forme d'une poutrelle avec siège (9) et guidon (8) reliant les montants (5), tandis que le guidon (8) est accouplé à un dispositif de guidage du bateau, et en ce qu'aux extrémités libres des bras de soutien (6) sont articulées des pièces d'appui (13) convenant pour recevoir les pieds et éventuellement les membres inférieurs du passager.
     
    3. Bateau selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un groupe moteur (par exemple 10) est disposé à la partie arrière du poste (4) pour passager, dans la direction principale de déplacement.
     
    4. Bateau selon la revendication 1 à 3, caractérisé en ce que le poste (4) pour passager est réalisé de manière à pouvoir être fixé dans la partie médiane du corps de flottation (1).
     
    5. Véhicule marin selon l'une des revendications 1, 3 ou 4, caractérisé en ce que le poste (4) pour passager est réalisé sous la forme d'une cabine avec poste de conduite.
     
    6. Bateau selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le corps de ballast (3) comprend des poids supplémentaires se présentant sous la forme de groupes moteurs, de carburants, d'une charge ou similaire.
     
    7. Bateau selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le cadre porteur (2) est formé d'étroites traverses de liaison.
     
    8. Bateau selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un empennage stabilisateur (12) est maintenu sur le cadre porteur (2).
     
    9. Bateau selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le corps de flottation (1) est réalisé en forme de tonneau aux extrémités taillées en pointe.
     
    10. Bateau selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que le corps de flottation (1) est resserré dans la zone proche du siège (9) du poste (4) pour passager.
     




    Zeichnung