[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur katalytischen Entgiftung oder
zur Entrußung von Verbrennungsmotor-Abgasen, mit einem Gehäuse, das zwei offene,
an eine Abgasleitung angeschlossene Endbereiche und eine Durchströmungspassage für
das Abgas zwischen den Endbereichen aufweist, mit zwei in Durchströmungsrichtung
hintereinander sowie in gegenseitigem Abstand in dem Gehäuse gehalterten, durchströmbaren
Abgas-Behandlungskörpern, und mit einem starrem Schutzring aus Keramik material,
der den Abstandsraum zwischen den zwei Abgas-Behandlungskörpern außen umgrenzt.
[0002] Eine Vorrichtung zur katalytischen Abgasentgiftung, bei der die Abgas-Behandlungskörper
keramische Monolithe mit katalytisch wirksamer Beschichtung sind, ist aus der der
DE-A 36 26 728 bekannt. Dort ist unter anderem ein starrer Schutzring aus Keramikmaterial
beschrieben, dessen Stirnflächen an den beiden anschließenden Abgas-Behandlungskörpern
anliegen und dessen zylindrische Außenumfangsfläche mit dem Außenumfangsflächen der
beiden anschließenden Abgas-Behandlungskörper fluchtet.
[0003] Ein Keramik-Schutzring hat im Vergleich zu einem Schutzring aus Blech den Vorteil,
wesentlich geringerer Wärmedehnung und Wärmeleitung.
[0004] Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzring mittels
eines ihn außen umgebenden Halteelements in Axialrichtung formschlüssig in dem Gehäuse
gehaltert ist, wobei im Einbauzustand zwischen dem Schutzring und mindestens einem
der zwei Abgas-Behandlungskörper ein Axialspalt besteht.
[0005] Vorzugsweise ist auf beiden Seiten des Schutzrings jeweils ein Axialspalt vorgesehen.
[0006] Bei der Erfindung ist der Schutzring weitgehend von den zwei Abgas-Behandlungskörpern
entkoppelt und eigenständig formschlüssig in dem Gehäuse gehaltert. Kantenpressungen
zwischen dem Schutzring und den Behandlungskörpern und der Zwang zur Einhaltung enger
Herstellungs- und Montagetoleranzen sind vermieden. Da der Axialspalt bzw. die beiden
Axialspalte vorzugsweise eng ist bzw. sind, hält sich der Effekt der Einwirkung der
heißen Abgase durch den Axialspalt weiter nach außen im Gehäuse in vertretbaren Grenzen.
Durch die Erfindung wird eine hinsichtlich des Verhaltens bei wechselnden Temperaturen
und herstellungstechnisch günstigere Schutzringlösung verfügbar gemacht.
[0007] Bevorzugte, konkrete Mittel zur formschlüssigen Festlegung des Schutzrings sind
mindestens eine umlaufende Ausbuchtung oder mindestens eine umlaufende Einbuchtung
außenseitig am Schutzring. Auch das eigentliche Gehäuse, an dem das Halteelement außen
anliegt, kann, beispielsweise durch mindestens eine umlaufende, nach außen oder nach
innen geprägte Sicke, so gestaltet sein, daß das Halteelement und damit der Schutzring
zuverlässig axial festgelegt sind. Die Vorrichtung fällt konstruktiv besonders günstig
aus, wenn das Halteelement Teil einer die zwei Abgas-Behandlungskörper halternden
Halterungsmatte ist. Konkret kann die Konstruktion auch so sein, daß das als Halterungsmatte
ausgebildete Halteelement des Schutzrings axial nur ein Stück weit auch die beiden
anschließenden Abgas-Behandlungskörper umgibt und daß axial daneben für jeden Abgas-Behandlungskörper
eine weitere Halterungsmatte vorgesehen ist. Die Halterungsmatte besteht vorzugsweise
aus Keramikfasern oder ist als sog. Quellmatte, deren Volumen bei Temperaturerhöhung
zunimmt, ausgebildet. Quellmatten sind im Handel erhältlich. Das Halteelement kann
aber auch aus Drahtgestrick bestehen.
[0008] Auch wenn das Halteelement nicht Teil einer längeren Matte ist, kann es aus dem gleichen
Material bestehen, wie es für Quellmatten bekannt ist.
[0009] Ganz besonders im Fall der Halterung des Schutzrings durch Quellmattenmaterial wird
das Keramikmaterial des Schutzrings vorzugsweise im Sinn vergleichsweise guter Wärmeleitfähigkeit
ausgewählt. Dies hat den Vorteil, daß das Quellmattenmaterial des Halteelementes durch
den Schutzring hindurch für ein Aufquellen tatsächlich heiß genug wird.
[0010] Vorzugsweise ist der Schutzring mindestens auf einem Teil seiner axialen Länge von
einer Zwischenlage umgeben. Diese Zwischenlage kann als Montagehilfe wirken, um ein
Einrutschen des Schutzrings, gegebenenfalls auch der Abgas-Behandlungskörper, in
die korrekte Einbaulage beim Zusammenbau der Vorrichtung zu erleichtern. Ferner kann
die Zwischenlage als zusätzlicher Schutz im Anlagebereich zwischen dem Schutzring
und dem anschließenden Abgas-Behandlungskörper oder im Bereich des dortigen Axialspalts
gegen die Einwirkung der heißen Abgase dienen.
[0011] Vorzugsweise ist das Halteelement mit radialer Vorspannung eingebaut, so daß selbst
bei unter hohen Temperaturen zunehmender Radialabmessung des Ringraums zwischen dem
Schutzring und dem Gehäuse der Schutzring sicher gehaltert ist. Es handelt sich vorzugsweise
um eine nichtstarre, nachgiebige, aber dennoch fixierend-straffe Halterung.
[0012] Es versteht sich, daß im Gehäuse der Vorrichtung in Durchströmungsrichtung hintereinander
auch mehr als zwei Abgas-Behandlungskörper vorhanden sein können, wobei vorzugsweise
bei allen Abstandsräumen zwischen jeweils zwei benachbarten Abgas-Behandlungskörpern
erfindungsgemaße Schutzringe vorgesehen sind.
[0013] Typische Beispiele für vorgesehene Abgas-Behandlungskorper sind keramische Monolithe
mit Längskanälen und katalytisch wirksamer Beschichtung zur Abgasentgiftung und siebartig
ausgebildete Rußfilterkörper, die aus Keramikmaterial, aber auch aus metallischem
Material bestehen können.
[0014] Als typische, geeignete Keramikmaterialien für den Schutzring seien AlTiO, SiO₂,
ZrO₂ und Cordierit genannt. Als typische, günstig einsetzbare Keramikwerkstoffe
für den Fall gewünschter, im Maßstab der Keramikwerkstoffe hoher Wärmeleitfähigkeit
seien Siliziumkarbide und Siliziumnitride genannt. Für die Zwischenlage eignen sich
keramische Gewebe besonders.
[0015] Keramische Schutzringe mit praktisch beliebigem Schnittprofil können insbesondere
nach einem Verfahren hergestellt werden, das als Schlickerguß bekannt ist. Es ist
im Rahmen der Erfindung jedoch bevorzugt, dem Schutzring eine derartige Gestalt zu
geben, daß er nach dem wesentlich preisgünstigeren Preßverfahren herstellbar ist.
Eine besonders wichtige Voraussetzung der Herstellbarkeit des Schutzrings nach dem
Preßverfahren ist, daß, wie erfindungsgemäß bevorzugt, sein Innenumfang derart gestaltet
ist, daß das Innenformteil oder die Innenformteile der Herstellungs-Preßform in Axialrichtung
herausziehbar ist (sind). Oder mit anderen Worten: Der Innenumfang des Schutzrings
soll, mindestens ausgehend von der Teilungsebene zwischen zwei Innenformteilen,
keine Hinterschneidungen aufweisen, die ein Herausziehen der Innenformteile unmöglich
machen würden. Die Gestaltung des Außenumfangs des Schutzrings ist demgegenüber unkritischer,
da man dort beispielsweise mit einem radialen Wegbewegen der Außenformteile arbeiten
kann.
[0016] Es ist in Weiterbildung der Erfindung ferner bevorzugt, daß der Schutzring mindestens
an einer Stirnfläche umfangsmäßig verteilt mindestens zwei Bereiche aufweist, in
denen die Schutzring-Stirnfläche radial gemessen eine größere Höhe als neben dem betreffenden
Bereich hat. Diese Stirnflächenbereiche mit größerer Radialerstreckung können als
effektivere Anlageflächen für Abstandshalteplättchen dienen. Diese werden beim Zusammenbau
der Vorrichtung zwischen dem Schutzring und dem benachbarten Abgas-Behandlungskörper
eingelegt, damit der Schutzring zwischen den beiden Abgas-Behandlungskörpern unverkantet
ausgerichtet ist. Die Abstandshalteplättchen bestehen vorzugsweise aus einem Werkstoff,
insbesondere einem Kunststoff, der beim ersten Betrieb der Abgas-Behandlungsvorrichtung
mit höherer Temperatur verbrennt. Es ist günstig, derartige Stirnflächenbereiche
mit größerer radialer Höhe an beiden Stirnflächen des Schutzringes und in einer größeren
Anzahl als zwei über den jeweiligen Umfang verteilt vorzusehen.
[0017] Es ist in Ausgestaltung der Erfindung möglich, dem Schutzring ein Schnittprofil zu
geben, das sich bei Fortschreiten in Schutzring-Umfangsrichtung ändert. Diese Variante
ist besonders günstig, wenn der Schutzring nicht kreisrund, sondern insbesondere
oval, abgerundet-dreieckig oder dergleichen ist. Dann kann man beispielsweise dem
Schutzring in denjenigen Umfangsbereichen, wo er einen vergleichsweise kleineren
Krümmungsradius hat, ein Profil geben, das gegenüber einwirkenden Biegemomenten eine
größere Festigkeit gibt.
Insbesondere bei kreisrunden Schutzringen kann man vorzugsweise vorsehen, daß der
Schutzring mindestens an einer Stelle seines Außenumfangs eine vorspringende Nase
zur sichereren Festlegung des Schutzrings in Umfangsrichtung in dem Gehäuse aufweist.
Die Nase(n) kann (können) am günstigsten in einer Teilungsebene des Gehäuses liegen.
[0018] Die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend anhand von zeichnerisch
dargestellten Ausführungsbeispielen noch naher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Abgas-Vorrichtung im Längsschnitt;
Fig. 2 weitere Schutzringkonfigurationen in größerem Maßstab und im Längsschnitt,
und zwar vier unterschiedliche Varianten links oben, rechts oben, links unten und
rechts unten;
Fig. 3 zwei weitere Schutzringkonfigurationen in einer Darstellung wie in Fig. 2,
und zwar unterschiedliche Varianten oben und unten in der Zeichnung;
Fig. 4 bis 8 weitere Schutzringkonfigurationen im Längsschnitt-Ausschnitt;
Fig. 9 und 10 eine weitere Schutzringkonfiguration im Längsschnitt und in der Stirnansicht;
Fig. 11 eine weitere Schutzringkonfiguration in Stirnansicht;
Fig. 12 und 13 den Schutzring von Fig. 11 in einem Längsschnitt gemäß 12-12 bzw.
13-13 in Fig. 11;
Fig. 14 eine weitere Schutzringkonfiguration in Stirnansicht.
[0019] Bei einem Teil der Zeichnungsfiguren sind das Gehäuse und/oder das Halteelement weggelassen,
da deren sinnvolle Ausbildung aufgrund der sonstigen Ausführungen in der vorliegenden
Anmeldung für den Fachmann ohne Schwierigkeiten möglich ist.
[0020] Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung weist ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse
2 auf, das sich beidseitig zu Endbereichen 4 verjüngt. Jeder Endbereich 4 ist an dem
offenen Ende einer Abgasleitung 6 angeschweißt. In dem Gehäuse 2 sind in Durchströmungsrichtung
hintereinander und mit gegenseitigem Abstand zwei keramische Monolithe 8 mit katalytisch
wirksamer Beschichtung zur Entgiftung von Verbrennungsmotor-Abgasen mittels einer
durchgehenden, herumgelegten Quellmatte 10 gehaltert. Axial zwischen den beiden als
Abgas-Behandlungskörper dienenden Monolithen 8 ist ein Keramik-Schutzring 12 angeordnet.
In den verjüngten Bereichen des Gehäuses 2 ist jeweils eine Innenschale 14 aus hochtemperaturbeständigem
Blech angeordnet, die dicht vor dem jeweiligen Monolith 8 endet. Zwischen der jeweiligen
Innenschale 14 und dem Gehäuse 2 befindet sich eine Isoliermatte 16 beispielsweise
aus Keramikfasern. In Richtung der Pfeile P besteht eine Durchströmungspassage durch
die Vorrichtung von dem Ende der linken Abgasleitung 6 durch die linke Innenschale
14, durch Längskanäle des linken Monolithen 8, durch den Schutzring 12, durch Längskanäle
des rechten Monolithen 8, durch die rechte Innenschale 14 zu dem Ende der rechten
Abgasleitung 6.
[0021] Der Schutzring 12 hat ein rechteckiges Schnittprofil. Zwischen seinen beiden ebenen
Stirnkanten und den Außenbereichen der Stirnseiten der beiden anschließenden Monolithe
8 besteht jeweils ein Axialspalt 24. Der Außendurchmesser des Schutzrings 12 ist etwas
größer als der Außendurchmesser der beiden Monolithe 8, so daß sich der Schutzring
12 formschlüssig in die Quellmatte 10 eingräbt. In dem Anordnungsbereich des Schutzrings
12 hat das Gehäuse 2 eine nach außen geprägte, umlaufende Sicke 28.
[0022] Am Mattenübergang zwischen der jeweiligen Innenschale 14 und dem jeweiligen Monolith
8 erkennt man eine gepunktet eingezeichnete Zwischenlage 18 aus Keramikgewebe.
[0023] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2, oben, hat der Schutzring 12 ein Schnittprofil,
welches einen umlaufenden Außenwulst 20 bildet. Hierdurch wird die Quellmatte 10
in diesem Bereich radial stärker zusammengepreßt.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2, unten, weist der Schutzring 12 ein gewelltes
Schnittprofil auf, wodurch sich eine besonders gute, formschlüssige Verankerung mit
der Quellmatte 10 ergibt. Außerdem erkennt man am zuströmseitigen Axialspalt 24 eine
als Punktreihe eingezeichnete Zwischenlage 18 aus Keramikgewebe. Die Zwischenlage
18 befindet sich zwischen der Quellmatte 2 und dem Umfangs-Endbereich des Monolithen
8 sowie dem in Fig. 2 linken Umfangs-Endbereich des Schutzrings 12. Eine entsprechende
Zwischenlage 18 könnte auch am rechten Axialspalt 24 oder durchgehend über beide Axialspalte
24 vorgesehen sein.
[0025] Sowohl bei der Ausführungsform von Fig. 2, oben, als auch bei der Ausführungsform
von Fig. 2, unten, ist in der linken Zeichnungshälfte die Variante angedeutet, daß
sich der Innenquerschnitt des Schutzrings 12 zum Axial ende hin konisch erweitert.
Dies kann an einem oder beiden Axialenden vorgesehen sein. Hierdurch ergibt sich
eine minimierte oder sogar völlig eliminierte Stirnrandabdeckung der Monolithe 8
durch den Schutzring 12.
[0026] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3, oben, hat der Schutzring 12 ein Schnittprofil,
welches eine mittige, außen umlaufende Einbuchtung 26 bildet. An der entsprechenden
Stelle weist das Gehäuse 2 eine nach innen geprägte, umlaufende Sicke 28 auf, so
daß die Quellmatte an dieser Stelle eine doppelt S-förmige Richtungsänderung hat.
[0027] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3, unten, ist das Schnittprofil des Schutzrings
12 insgesamt nach innen ausgebuchtet konkav. Das Gehäuse 2 weist eine entsprechende,
nach innen geprägte, umlaufende Sicke 28 auf. Außerdem erkennt man eine Zwischenlage
18 aus Keramikgewebe, die den Schutzring über seine gesamte axiale Länge, die beiden
Axialspalte und jeweils einen Endbereich des Außenumfangs der beiden anschließenden
Monolithe 8 überdeckt.
[0028] Es wird darauf hingewiesen, daß die in Fig. 1 gezeichneten Innenschalen 14 alternativ
auch axial weitergehen konnten, beispielsweise die Monolithe 8 mindestens in einem
Endbereich umfassen könnten oder als vereinigtes Teil über das gesamte Gehäuse 2 durchgehen
könnten. In diesem Fall wäre die Innenschale als das den Schutzring 12 halternde Gehäuse
aufzufassen. Ferner wird darauf hingewiesen, daß sich die Quellmatte 10 wulstartig
ein Stück in den Axialspalt 24 hineindrücken kann, wodurch dort eine Abpolsterung
zwischen dem Monolith 8 und dem Schutzring 12 entsteht. Schließlich sei noch die Möglichkeit
erwähnt, daß der Schutzring 12 zwischen zwei Monolithen 8 unterschiedlicher Querschnittsgröße
vorgesehen ist, beispielsweise insgesamt im wesentlichen kegelig zwischen zwei koaxialen
Monolithen 8 unterschiedlicher Querschnittsgröße oder asymmetrisch zwischen einem
ersten, querschnittsgrößeren Monolithen 8 und einem zweiten, querschnittskleineren
Monolithen 8, der mit versetzter Mittelachse vorgesehen ist.
[0029] Die Zwischenlage 18 kann materialmäßig glatter gewählt sein als die Quellmatte 10.
Dann rutscht der Schutzring 12 beim Zusammenbau der Vorrichtung, ganz besonders im
Fall der Fertigung des Gehäuses 2 aus zwei zum Schluß miteinander verschweißten Halbschalen,
leichter in Axialrichtung in seine korrekte Einbauposition, wobei sein formschlüssiger
Einbau zusätzlich hilft. Angesichts dieser Funktion kann für die Zwischenlage 18
ein Material gewählt werden, das beim Betrieb der Vorrichtung verbrennt. Wenn man
ein temperaturbeständiges Material wählt, ergibt sich ein Schutzeffekt für die Halterungsmatte
10.
[0030] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 hat der Schutzring 12 ein Schnittprofil ähnlich
wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 oben, wobei allerdings als Halteelement
ein Ring aus Drahtgestrick vorgesehen ist, der innenseitig in der Einbuchtung 26 des
Schutzrings 12 liegt und außenseitig in einer nach außen geprägten Sicke 28 des Gehäuses
2 liegt. Ein Haltelement 10 aus Drahtgestrick ist insbesondere dann günstig, wenn
die durch den Schutzring 12 nach außen geleitete Wärme nicht ausreicht, um eine dortige
Quellmatte zum Quellen ge nügend stark aufzuheizen. Es ist aber durchaus möglich,
zwischen dem Außenumfang des Drahtgestrickrings 10 und dem Gehäuse 2 eine Halterungsmatte,
beispielsweise aus Keramikfasermaterial oder Quellmattenmaterial, vorzusehen.
[0031] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 hat der Schutzring 12 eine Außenumfangsgestalt
ähnlich dem Schutzring 12 in Fig. 2 unten. Der Innenumfang des Schutzrings 12 ist
jedoch in dem gezeichneten Schnitt geradlinig und parallel zur Längsachse der Vorrichtung.
Infolgedessen hat der Schutzring 12 eine radiale Materialstärke, die sich bei Fortschreiten
in Axialrichtung des Schutzrings 12 ändert.
[0032] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 hat der Schutzring 12 ein Längsschnittprofil,
das einem Rechteck mit aufgesetztem, abgerundetem Dreieck entspricht. Der Innenumfang
des Schutzrings 12 ist so gestaltet wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5.
[0033] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 hat der Schutzring 12 ein Längsschnittprofil,
das sich von dem Rechteckprofil gemäß Fig. 1 dadurch unterscheidet, daß im axial
mittleren Bereich sowohl der Außenumfang als auch der Innenumfang verringert ist.
Dadurch entstehend im axial mittleren Bereich des Außenumfangs eine Einbuchtung 26.
An dieser Stelle hat das Gehäuse eine nach innen geprägte Sicke 28, deren Schrägungswinkel
steiler ist als der Schrägungswinkel am Außenumfang des Schutzrings 12.
[0034] Den Ausführungsformen gemäß Fig. 4 bis 7 ist gemeinsam, daß der Schutzring 12 jeweils
nach dem kostengünstigen Preßverfahren herstellbar ist. Bei den Ausführungsformen
gemäß Fig. 5 und 6 weist der Innenumfang des Schutzrings überhaupt keine Hinterschneidung
auf, so daß das Innenformteil der Herstellungs-Preßform problemlos in Axialrichtung
herausziehbar ist. Bei den Ausführungsformen, gemäß Fig. 4 und 7 kann man mit zwei
Innenformteilen die in Fig. 7 mit den Bezugszeichen 30 und 32 angedeutet sind, arbeiten.
Die Teilungsebene zwischen den beiden Innenformteilen 30, 32 befindet sich an der
Stelle des geringsten Innendurchmessers des Schutzrings 12. Man erkennt, daß die
Innenformteile 30, 32 bei Herstellung des Schutzrings 12 nach dem Preßverfahren problemlos
axial nach außen herausziehbar sind.
[0035] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist die Besonderheit veranschaulicht, daß der
Schutzring 12 axial länger ist als der lichte Abstand zwischen den beiden anschließenden
Abgas-Behandlungskörpern 8. In seinen beiden axialen Endbereichen hat der Schutzring
12 einen so großen Innenumfang, daß er ein Stück weit die beiden anschließenden Abgas-Behandlungskörper
8 umfaßt. Auf beiden Seiten des Schutzrings 12 sind Umfangs-Teilbereiche 34 vorhanden,
die radial weiter innen sind als die beschriebenen Umfassungsbereiche und die sich
gegenüber dem Stirnseiten-Randbereich des dort anschließenden Abgas-Behandlungskörpers
8 befinden. Die Stirnseiten dieser Bereiche 34 können als Anlageflächen für die in
der Beschreibungseinleitung beschriebenen Abstandshalteplättchen dienen.
[0036] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 und 10 hat der Schutzring ein Längsschnittprofil
ähnlich dem Schutzring 12 gemäß Fig. 2 unten. In seinen beiden Endbereichen ist
der Schutzring 12 jedoch innenseitig mit einer sich nach außen kegelig erweiternden
Abschrägung 36 versehen, und zwar umfangsmäßig verteilt jeweils über etwas weniger
als 120° Umfangslänge. Auf diese Weise bleiben zwischen den abgeschrägten Bereichen
36 drei Bereiche 38 stehen, die in Radialrichtung an der jeweiligen Schutzring-Stirnfläche
die volle Schutzringhöhe haben. Diese Bereiche 38 können als Anlageflächen für die
in der Beschreibungseinleitung beschriebenen Abstandshalteplättchen dienen. Die Abschrägungen
36 können beispielsweise durch Wegschleifen hergestellt werden. Infolge der Abschrägungen
36 wird von den Stirnflächen der beiden benachbarten Monolithe 8 nur ein sehr geringer
Randbereich abgedeckt.
[0037] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11 bis 13 handelt es sich um einen insgesamt im
wesentlichen ovalen Schutzring 12 mit der Besonderheit, daß der Schutzring 12 im Bereich
seines vergleichsweise geringeren Krümmungsradius ein gewelltes Profil gemäß Fig.
12 und im Bereich seines vergleichsweise größeren Krümmungsradius ein im wesentlichen
rechteckiges Profil gemäß Fig. 13 hat. Auf diese Weise hat der Schutzring 12 in den
Bereichen des vergleichsweise kleineren Krümmungsradius eine größere Festigkeit gegenüber
Biegebelastungen und ist in den Bereichen seines vergleichsweise größeren Krümmungsradius
nachgiebiger gegenüber Biegebelastungen. Ferner erkennt man wiederum Bereiche 38 wie
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 und 10.
[0038] Anhand der Ausführungsform gemäß Fig. 14 ist dargestellt, daß der Schutzring 12
in der Teilungsebene 40 des Gehäuses 2 nach außen vorragende Nasen 42 aufweisen kann,
wodurch er in Umfangsrichtung formschlüssig festgelegt ist.
[0039] Es wird betont, daß der Schutzring 12 im Rahmen der Erfindung in Stirnansicht entweder
kreisrund sein kann oder eine andere Gestalt haben kann, insbesondere oval, elliptisch,
abgerundet-dreieckig, abgerundet-viereckig etc.
[0040] Es wird ferner betont, daß die vorstehend hinsichtlich Längsschnittprofil des Schutzrings
12, Gestaltung und Material des Halteelements 10, Schnittprofilvariation längs des
Schutzringsumfangs, Vorhandensein von Abstandsbplättchen-Anlageflächen 38 etc. geschilderten
Varianten in beliebiger Weise miteinander kombiniert sein können. So kann beispielsweise
der in Fig. 4 gezeichnete Drahtgestrick-Haltering 10 bei allen Schutzringkonfigurationen
eingesetzt werden. Ferner können beispielsweise die Abstandshalteplättchen-Anlagebereiche
38 bei sämtlichen Schutzringkonfigurationen vorgesehen sein. Schließlich kann beispielsweise
die in Fig. 11 bis 13 veranschaulichte Schnittprofilvariation längs des Schutzringumfangs
auch mit anderen konkreten Schutzring-Schnittprofilen verwirklicht sein.
[0041] Schließlich wird betont, daß der Schutzring 12 nicht symmetrisch zu einer seine Achse
rechtwinklig schneidenden Mittelebene sein muß. Er kann sozusagen links und rechts
unterschiedlich ausgebildet sein, insbesondere links und rechts unterschiedlich lange
Schenkel auf weisen.
1. Vorrichtung zur katalytischen Entgiftung oder zur Entrußung von Verbrennungsmotor-Abgasen,
mit einem Gehäuse (2), das zwei offene, an eine Abgasleitung (6) angeschlossene
Endbereiche (4) und eine Durchströmungspassage für das Abgas zwischen den Endbereichen
(4) aufweist, mit zwei in Durchströmungsrichtung hintereinander sowie in gegenseitigem
Abstand in dem Gehäuse (2) gehalterten, durchströmbaren Abgas-Behandlungskörpern (8),
und mit einem starren Schutzring (12) aus Keramikmaterial der den Abstandsraum zwischen
den zwei Abgas-Behandlungskörpern (8) außen umgrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) mittels eines ihn außen umgebenden Halteelements (10) in
Axialrichtung formschlüssig in dem Gehäuse (2) gehaltert ist, wobei im Einbauzustand
zwischen dem Schutzring (12) und mindestens einem der zwei Abgas-Behandlungskörper
(8) ein Axialspalt (24) besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) außenseitig mindestens eine umlaufende Ausbuchtung (20) oder
mindestens eine umlaufende Einbuchtung (26) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (10) in Axialrichtung formschlüssig in dem Gehäuse (2) festgelegt
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2) in dem Anordnungsbereich des Schutzrings (12) mindestens eine
umlaufende Sicke (28) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement Teil einer die zwei Abgas-Behandlungskörper halternden Halterungsmatte
(10) ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (10) aus Quellmattenmaterial besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (10) aus Drahtgestrick besteht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Keramikmaterial des Schutzrings (12) im Sinn guter Wärmeleitfähigkeit ausgewählt
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) mindestens auf einem Teil seiner axialen Länge von einer Zwischenlage
(18) umgeben ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) am Innenumfang derart gestaltet ist, daß das Innenformteil
oder die Innenformteile (30, 32) einer Herstellungs-Preßform in Axialrichtung herausziehbar
ist (sind).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) mindestens an einer Stirnfläche umfangsmäßig verteilt mindestens
zwei Bereiche (38) aufweist, in denen die Schutzring-Stirnfläche radial gemessen
eine größere Höhe als neben dem betreffenden Bereich hat.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) im Schnitt ein Profil hat, das sich bei Fortschreiten in Schutzring-Umfangsrichtung
ändert.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schutzring (12) mindestens an einer Stelle seines Außenumfangs eine vorspringende
Nase (42) zur sicheren Festlegung in Umfangsrichtung aufweist.