[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneide- und Wickelvorrichtung für Folienstreifen, bei
der im Anschluß an eine Längsschneide-Station zum Schneiden von Folienstreifen aus
einer Bahn die im wesentlichen in einer horizontalen Reihe angeordneten Folienstreifen
zu einer Aufspul- beziehungsweise Wickeleinheit geführt werden. Sie betrifft ferner
ein Verfahren zum Spulen- beziehungsweise Wickelkernwechsel beim Aufwickeln der Folienstreifen.
[0002] Bei den bekannten Anlagen zur Herstellung von Folienstreifen wird eine fortlaufende
Folienbahn von gleichbleibender Breite zu einzelnen Folienstreifen zerschnitten. Dies
geschieht mit Hilfe einer senkrecht zur Bahnlaufrichtung angeordneten Reihe ortsfester
Trennmesser, die zueinander gleichen Abstand haben und mit ihren gegen die Bahnbewegung
gerichteten Schneiden in die Bahn hineinragen. Die fertigen Folienstreifen werden
dann einzeln auf einer Aufspuleinheit auf Spulen oder flanschlose Wickelkerne aufgewickelt.
Dabei können die einzelnen Aufspuleinheiten in Laufrichtung der Folienstreifen in
einer Reihe hintereinander oder nebeneinander angeordnet oder bei einer größeren Zahl
aufzuwickelnder Folienstreifen können auch mehrere Reihen von Aufspuleinheiten in
Etagen übereinander angeordnet sein.
[0003] Wenn die Spulen beziehungsweise Bandwickel ihren vorgesehenen Durchmesser erreicht
haben, wird ein Spulenwechsel erforderlich. Hierzu werden die einzelnen Folienstreifen
von ihren jeweiligen Spulen abgetrennt. Dann wird die volle Spule abgenommen und ein
Leerkern aufgesteckt, worauf der jeweilige Folienstreifen zum weiteren Aufwickeln
wieder angelegt wird. Wesentliche Nachteile dieser Art des Spulenwechselvorganges
ist die dabei entstehende Abfallmenge sowie die erhebliche Umrüst- und Wechselzeit.
[0004] Aus zahlreichen Veröffentlichungen sind Verfahren beziehungsweise Vorrichtungen bekannt,
die diese Nachteile beseitigen sollen. So wird in der DE 34 14 636 ein Verfahren zum
Spulenwechsel beschrieben, bei dem die Abfallmenge, welche beim Aufspulen mehrerer
Reihen von Aufspuleinheiten, welche hintereinander angeordnet sind reduziert werden
soll. Aus der DE 34 18 741 ist eine Schneid- und Wickelvorrichtung bekannt, bei der
jeweils die getrennten Folienstreifen auf fest mit einer Wickelwelle verbundene Kerne
aufgewickelt werden und wobei jeweils vier Wickelwellen innerhalb eines Wickelsterns
vorhanden sind, welche axial verschiebbar sind und einer Entstückungs- sowie einer
Bestückungseinrichtung zugeführt werden können, welche gleichzeitig die Entstückung
einer Wickelwelle von Wickelkernen und die Bestückung einer anderen Welle mit neuen
Wickelkernen besorgt. Aus der DE 23 46 330 ist eine Rollenschneid- und Wickelmaschine
für Folienstreifen bekannt, bei der im Anschluß an eine Längsschneidestation zum Schneiden
von Bahnstreifen aus einer Bahn eine Trennstation zum Auseinanderführen jeweils benachbarter
Bahnstreifen zu gesonderten Wickelachsen vorgesehen ist, wobei in Längsnuten jeder
Wickelachse Ausrichtkämme mit radialen Ausrichtkanten verstellbar angeordnet sind,
welche die Wickelhülsen positionieren. Aus der DE 23 65 606 ist eine entsprechende
Vorrichtung bekannt, bei der im Anschluß an eine Längsschneidestation zum Schneiden
von Folienstreifen aus einer Bahn die Folien auf einzelne Wickelkerne geführt werden
und wobei jedem Wickelkern eine auf dem Umfang des Wickels aufliegende Antriebsrolle
zugeordnet ist.
[0005] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Schneiden und Aufwickeln
von Folienstreifen, bestehend aus einer Querschneidestation für eine Folienbahn, einer
anschließenden Längsschneideeinrichtung zum Trennen der Bahn in Folienstreifen sowie
aus einer mit Wickelkernen bestückbaren Aufwickelvorrichtung für die Folienstreifen.
[0006] Aus der EP-A 0 031 298 ist ein Verfahren beziehungsweise eine Vorrichtung zur Herstellung
von Bandrollen von aus einem breiten Band geschnittenen schmalen Bandstreifen bekannt,
wobei aus einem Materialband zunächst mindestens eine quer zur Bandbreite verlaufende
Reihe Löcher eingestanzt wird. Dann wird ein mit druckklebendem Klebemittel versehener
Klebestreifen unter Überdeckung der Löcher auf das Band aufgebracht und dieses so
in Streifen geschnitten, daß jeder Streifen ein überdecktes Loch mindestens einer
der Löcherreihen enthält. Beim Aufwickeln des Bandstreifens auf einen Rollenkern befindet
sich ein überdecktes Stanzloch nahe dem beim Aufrollen vorauslaufenden und/oder nachlaufenden
Bandstreifenende. Nun wird ein solcher Bandstreifen dem Rollenkern zugeführt und aufgewickelt,
wobei auf die Außenseite des Klebstreifens Druck ausgeübt wird. Das vorauslaufende
Bandstreifenende wird hierdurch auf dem Rollenkern angeklebt. Bei vollständig aufgewickelter
Bandstreifenrolle wird durch den Druck auf den Klebstreifen über dem Loch am nachlaufenden
treifenende dieses Ende auf die darunter liegende Wicklung der Bandstreifenrolle aufgeklebt.
Diese Vorrichtung ist beim Schneiden in sehr schmale Streifen, beispielsweise 3,81
mm breite Streifen aus einer Magnetbandbahn kaum anwendbar, da das Ankleben eines
Streifens am Rollenkern nicht zu bewerkstelligen ist.
[0007] Ferner sind Wickelvorrichtungen für geschnittene Bahnstreifen bekannt, bei denen
die Streifen über einen sogenannten Spreizkamm geführt werden, das sind Stifte, die
die Folienstreifen in verschiedene Richtungen ablenken und wobei die Streifen mit
einer Vorrichtung gemäß der oben genannten DE 23 65 606 aufgewickelt werden. Dies
bedingt, wie schon oben ausgeführt, einen umfangreichen Aufwand beim Spulenwechsel,
sobald der volle Wickelumfang erreicht ist. Wird beispielsweise eine 65 cm breite
Magnetbandbahn in 3,81 mm breite Streifen längs geschnitten, welche auf Wickelkerne
aufgewickelt werden, so müssen cirka 170 Bandwickel am Ende festgeklebt und von der
Wickelachse abgenommen werden, wonach diese Wickelachsen neu mit Kernen bestückt werden,
auf denen dann die Anfänge der Folienstreifen befestigt werden müssen. Dies kann eine
erhebliche Umrüstzeit bedeuten, die etwa so lang ist wie die Aufwickelzeit. Ein weiterer
Arbeitsgang entsteht dadurch, daß die fertigen Bandwickel zum Transport gegebenenfalls
mit Zwischenlagefolien versehen und aufeinander gestapelt in größeren Gebinden verschickt
werden müssen.
[0008] Außerdem beansprucht die oben beschriebene Vorrichtung einen erheblichen räumlichen
Umfang. Daher bestand die Aufgabe, eine Wickelvorrichtung der oben genannten gattungsmäßigen
Art zu finden, welche
- kompakt aufgebaut ist
- erheblich reduzierte Umrüstzeiten beim Wickelwechsel mit sich bringt
- bereits weitgehend versandfertige Wickelpakete liefert.
[0009] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe gelöst mit einer Vorrichtung mit den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmalen sowie mit einem Verfahren zum Spulenwechsel
mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen
aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen hervor. Anschließend
wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben und zwar zeigt
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsart
- Figur 2
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Führungs-Saugkamm
- Figur 3
- einen Längsschnitt eines Schneidtisches zum Querschneiden der Folienbahn
- Figur 4
- einen Längsschnitt durch eine Klebestelle, der mit der Vorrichtung gemäß Figur 3 geschnittenen
Bahn
1. Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung
[0010] Figur 1 zeigt schematisch die Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die von einer (nicht gezeichneten) Gieß- oder Extrusionseinrichtung
kommende Folienbahn (1) wird in Pfeilrichtung über eine weiter unten noch zu beschreibenden
Querschneideeinrichtung (2) sowie nachfolgend über einen Schleifenzieher (8) zum Ausgleich
von Bahnspannungsschwankungen geführt. Nachfolgend wird die Bahn mittels einer Trennmesseranordnung
(9), deren Achse senkrecht zur Folienbahnrichtung angeordnet ist oder eines Rollenschneiders
in schmale Streifen (4) längs geschnitten. Derartige Anordnungen sind aus zahlreichen
Veröffentlichungen bekannt, beispielsweise aus der DE 24 05 849 oder der DE 37 01
716 der Anmelderin, wo insbesondere Anordnungen zum Schneiden von Magnetbandbahnen
in Folienstreifen beschrieben sind.
[0011] Die geschnittenen Streifen werden zwischen einer anschwenkbaren Andruckwalze (6),
deren Breite mindestens so groß ist wie die gesamte Folienbahnbreite sowie einem Führungs-Saugkamm
(3) hindurchgeführt. Der Saugkamm besteht (Figur 2) aus einer Anzahl senkrecht angeordneter
Segmente (5), deren Zahl und Breite der Anzahl und Breite der Folienstreifen entspricht
und die mit Unterdruck beaufschlagbar sind. Die Segmente sind jeweils voneinander
im Abstand angeordnet. Der Saugkamm ist lateral in Folienlaufrichtung verschiebbeziehungsweise
schwenkbar.
[0012] Benachbart dem Saugkamm (3) befindet sich in Laufrichtung der Streifen ein vertikal
zur Folienebene sowie quer zur Laufrichtung verschiebbares Schneidrad (7) oder ein
querbewegtes Schneidmesser.
[0013] Die Aufwicklung der Folienstreifen (4) wird durch eine drehbare Aufwickelvorrichtung
(10) bewerkstelligt, bestehend aus mindestens zwei Armen (12, 12′) , an deren freien
Enden sich jeweils als Wickelachse eine antreibbare Welle (13, 13′) befindet. Auf
die Wickelwellen sind beispielsweise Flanschspulen oder flanschlose Wickelkerne (14,
14′) aufspannbar. Bevorzugt zur Bewicklung gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind flanschlose Wickelkerne und besonders bevorzugt stapelbare Wickelkerne gemäß
DE 24 48 853, welche so aufeinander gestapelt auf eine Wickelwelle gespannt werden,
daß die Wickel beziehungsweise die Wickelflächen praktisch abstandslos aneinander
liegen. Zwischen den Wickelkernen können sich als Zwischenlagen dünne kreisförmige
Folien (21), bestehend aus Kunststoff, Pappe oder Papier befinden, deren Durchmesser
gleich oder vorzugsweise größer ist als der maximale Durchmesser der Bandwickel.
[0014] Die bereits genannte Querschneideeinrichtung (2) dient zur Herstellung einer definierten
Bandlänge, wobei eine Bandlänge mit der nachfolgenden mit einer bestimmten Klebestelle
versehen wird. Gemäß Figur 3 besteht diese Einrichtung in einer bevorzugten Ausführung
aus einem dreiteiligen Schneidtisch. Dieser besitzt zwei feste parallel angeordnete
Auflageschienen (16, 17) quer zur Folienlaufrichtung sowie eine dazwischen angeordnete
vertikal verschiebbare schmale Auflageschiene (18). Zwischen den beiden Spalten der
Schienen (16, 17) und der vertikal verschiebbaren Schiene (18) können zwei Schneidrädchen
(15, 15′) oder Schneidmesserklingen zum Querschneiden der Bahn (1) eintauchen. Als
Klebeband (22) zum Verbinden der beiden getrennten Bahnstücke wird vorzugsweise ein
mit einer Klebefläche versehenes Band verwendet, dessen beide seitliche Enden (19,
19′) von der Klebefläche (20) abgewandt unter stumpfem Winkel abgeknickt und klebstoffrei
sind (Figur 4).
[0015] In einer anderen Ausführung kann der Schneidetisch aus lediglich zwei Auflageschienen
bestehen, mit einem dazwischen befindlichen Spalt, wobei eine Schiene nach dem Trennen
der Bahn horizontel um die Breite der Schiene (18) verschoben wird und wobei nachfolgend
die Klebeverbindung hergestellt wird.
[0016] Ebenso kann das Klebeband (22) auch nur ein klebstofffreies abgeknicktes Ende besitzen.
2. Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Spulenwechsel
[0017] Auf der gerade zum Stillstand gekommenen Wickelwelle (13) befinden sich die auf den
Wickelkernen (14) aufgewickelten vollen Bandwickel (23) mit je einem Klebeband (22)
auf dem äußeren Umfang des Bandwickels. Daraufhin wird die Walze (6) an den Saugkamm
(3) angeschwenkt, dessen Segmente (5) mit Unterdruck beaufschlagt werden, so daß sie
die Folienstreifen (4) ansaugen. Die drehbare Walze (6) ist auf ihrer zylindrischen
Fläche (24) mit einer Flüssigkeit benetzt beispielsweise Wasser zum Anfeuchten der
Unterseite der Folienbahnstreifen. Nun wird das Schneidrad (7) auf die Folienebene
abgesenkt und quer zur Bahnrichtung werden die Folienstreifen (4) abgetrennt. Dabei
bleibt von der Klebestelle (22) bis zum Folienende ein Folienrest (4′) von 5 bis 20
cm übrig, von der Schnittstelle bis zum Beginn des Saugkamms (3) etwa 5 bis 10 cm.
[0018] Sind die Folienstreifen abgetrennt, so dreht sich die Wickelvorrichtung (10) um 180°,
so daß sich jetzt die auf der Wickelwelle (13′) bereits aufgesteckten unbewickelten
Kerne (14′) benachbart zum Saugkamm befinden. Die Walze (6) wird vom Saugkamm weggeschwenkt,
worauf dieser mit den festgehaltenen Streifenenden (4) an die Wickelwelle (13′) mit
den Kernen (14′) bis auf einen geringen Abstand angeschwenkt wird, so daß er in die
in Figur 1 gestrichelt gezeichnete Stellung gelangt. Auf den Wickelkernen (14′) kommen
jetzt die angefeuchteten Unterseiten der Enden der geschnittenen Streifen (4) zu liegen.
Ebenso können auch die Leerkerne (14′) vorher durch eine entsprechende Einrichtung
befeuchtet worden sein. Zur Erleichterung des eben beschriebenen Einfädelns kann die
äußere Peripherie der zwischen den Wickelkernen vorgesehenen Zwischenlagefolien (21)
in die offenen Spalten (25) zwischen den Segmenten (5) des Führungs-Saugkamms (3)
eintauchen. Dies kann erleichtert werden, indem die Wickelwelle (13′) zum Beispiel
kurz anläuft und damit die Zwischenlagen infolge Zentrifugalkraft gestrafft werden.
[0019] Jetzt wird die Wickelwelle (13′) erst langsam dann schneller angetrieben und der
Wickelvorgang beginnt, während gleichzeitig der Unterdruck von den Segmenten (5) weggenommen
wird. Der Saugkamm wird entweder plötzlich oder allmählich zunehmend mit dem Wickeldurchmesser
(23′) des neu entstehenden Bandwickels weggeschwenkt und gelangt wieder an seine ursprüngliche
Position (Figur 1). Während dieses Wickelvorgangs, der mit hoher Geschwindigkeit,
etwa bis 1000 m/min. erfolgen kann, können auf dem Arm (12) der Vorrichtung (10) alle
fertigen Bandwickel (23) komplett als Einheit abgenommen und versandfertig verpackt
werden, beispielsweise in einer Verpackungseinheit gemäß der DE-PS 26 55 254 oder
gemäß den DE-GM 87 16 579 und 87 16 580 oder 88 03 062 der Anmelderin. Daraufhin wird
die Welle (13) mit leeren Wickelkernen neu bestückt.
[0020] Zweckmäßigerweise wird eine definierte Bandlänge der Folienbahn durch die bereits
beschriebene Querschneideeinrichtung (2) hergestellt. Dies geschieht, indem in bestimmten
Abständen die Folienbahn auf dieser Einrichtung mit den Schneidrädchen (15, 15′) bei
stillstehender Bahn quergeschnitten wird, anschließend wird die Auflageschiene nach
unten verschoben und das auf ihr befindliche schmale Bandstück auf irgend eine Weise
entfernt. Dann wird ein Klebeband (22) aufgelegt und die beiden Bandenden werden durch
die Klebefläche (20) miteinander verbunden. Zwischen den Bandenden befindet sich ein
kurzer Abstand, der einige Millimeter bis einige Zentimeter betragen kann. Erreicht
diese Klebestelle den Bandwickel auf der Wickelwelle (13 oder 13′), haftet das Bandende
und der Wickelvorgang wird beendet. Er kann dann wie oben beschrieben in einem neuen
Zyklus fortgesetzt werden.
[0021] Aus dem vorstehend Beschriebenen ist zu ersehen, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
die Umrüstzeiten beim Wickelwechsel wesentlich verkürzt werden und daß gleichzeitig
jeweils ein komplettes versandfertiges Gebinde abgenommen werden kann. Auf diese Weise
ist es möglich, beispielsweise bei der Herstellung von magnetischen Aufzeichnungsträgern
durch Beguß einer magnetischen Dispersion auf einen unmagnetischen Schichtträger,
online nach dem Trocknen und Kalandrieren der begossenen Folienbahn diese in Längsstreifen
zu trennen und aufzuwickeln, zumal der kompakte Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung
diesem Arbeitsgang entgegenkommt.
[0022] Der Weiterverarbeiter kann dann beispielsweise zum Zweck des Loadens oder Windens
von Magnetband und Cassetten leicht die Klebestellen bei jedem Magnetbandwickel, dem
sogenannten Pancake an dem abstehenden Ende der Klebestelle öffnen, die kurzen Folienreste
(4′) entfernen und dann die Magnetbandstreifen in Loader oder Winder gemäß dem bekannten
Stand der Technik einführen.
1. Schneide- und Wickelvorrichtung für Folienstreifen, bestehend aus einer Querschneidestation
(2) für die Folienbahn (1), einer anschließenden Längsschneideeinrichtung (9) zum
Trennen der Bahn (1) in Folienstreifen (4) sowie aus einer mit Wickelkernen (14, 14')
bestückbaren Aufwickelvorrichtung für die Folienstreifen, gekennzeichnet durch
- einen dreiteiligen Schneidetisch zum Querschneiden der Folienbahn (1), bestehend
aus zwei festen (16, 17) und einer dazwischen angeordneten vertikal verschiebbaren
Schiene (18) sowie zwei oberhalb des Tisches befindlichen Schneidrädern (15, 15')
zum Eintauchen in die zwei Spalte zwischen den festen Schienen und der beweglichen
Schiene
- einen über den Folienstreifen (4) angeordneten in Folienlaufrichtung verschiebbaren
Saugkamm (3), bestehend aus mehreren voneinander beabstandeten mit Unterdruck beaufschlagbaren
senkrechten Segmenten (5) zum Ansaugen der Folienstreifen (4), wobei die Breite der
Segmente (5) ungefähr gleich der Streifenbreite ist und die Anzahl der Segmente gleich
der Anzahl der Folienstreifen ist
- eine von der Unterseite der Folienstreifen (4) her anschwenkbare zylindrische Walze
(6), deren Zylinderfläche (24) anfeuchtbar ist
- ein in Folienlaufrichtung benachbart dem Saugkamm (3) angeordnetes vertikal zur
Bahnebene sowie quer zur Folienlaufrichtung verschiebbares Schneidrad (7) zum Querschneiden
der Folienstreifen (4)
- eine mindestens zweiarmige drehbare Aufwickelvorrichtung (10), deren Arme (12, 12')
an deren Enden je eine angetriebene Achse (13, 13') enthalten, auf die Spulen oder
Wickelkerne (14, 14') aufgespannt werden, zwischen denen sich kreisförmige Folien
oder Flansche (21) befinden können, zum Aufnehmen der durch das Schneidrad (7) abgeschnittenen
Enden der Folienstreifen (4) durch Anschwenken des Saugkamms (3) an die Aufwickelvorrichtung
und nachfolgendes Aufwickeln der Streifen (4) auf die Wickelkerne (14, 14').
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei angeschwenktem Saugkamm
(3) die zwischen den Wickelkernen (14') befindlichen Zwischenlage-Folien (21) in die
offenen Spalte (25) zwischen den Segmenten (5) des Saugkamms (3) eintauchen.
3. Verfahren zum Schneiden und Aufwickeln von Folienstreifen mit einer Vorrichtung nach
den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß online nach dem Herstellen einer
Folienbahn (1) mittels der Querschneideeinrichtung (2) in Abständen, die der vorbestimmten
Folienstreifenlänge entsprechen, Klebestellen auf der Folienbahn (1) angebracht werden,
indem die Schneidräder (15, 15') die stillstehende Bahn (1) quertrennen, worauf das
auf der beweglichen Schiene (18) liegende abgeschnittene Bahnstück entfernt und nachfolgend
von oben ein Klebestreifen (22) zum Verbinden der getrennten Bahnstücke aufgebracht
wird, wobei die beiden seitlichen Enden (19, 19') des Streifens (22) abgeknickt und
Klebstoffrei sind,
daß bei Stillstand der Wickelrolle (13) nach Erreichen des vollen Bandwickels (23)
mit abschließender Klebestelle (22) die Walze (6) die Folienstreifen (4) an den Saugkamm
anschwenkt, so daß sie angesaugt werden,
daß das Schneidrad (7) die Streifen (4) querschneidet und anschließend die Wickelwelle
um 180° gedreht wird,
daß der Saugkamm (3) die festgehaltenen Folienstreifen (4) bei abgeschwenkter Walze
(6) lateral bis nahe der Wickelwelle (13') mit neu bestücktem Wickelkern (14') anschwenkt,
so daß die Folienstreifen mit ihrer befeuchteten Unterseite auf den Wickelkern zu
liegen kommen, wonach die Wickelwelle (13') angetrieben wird bis zur Erreichung einer
weiteren Klebestelle (22) auf dem Bandwickel (23'),
daß von der Wickelrolle (13) die fertigen Bandwickel (23) abgenommen und durch neue
Wickelkerne (14) ersetzt werden.
1. A cutting and winding devise for film strips, which is composed of a transverse cutting
station (2) for the film web (1), a subsequent longitudinal cutting device (9) for
separating the web (1) into film strips (4) and also of a winding-up device, which
can be fitted with winding hubs (14, 14'), for the film strips, which comprises
- a three-part cutting table for the transverse cutting of the film web (1), composed
of two fixed rails (16, 17) and one vertically displaceable rail (18) arranged in
between and also two cutting wheels (15, 15'), located above the table, for entering
into the two gaps between the fixed rails and the movable rail
- a suction comb (3), arranged above the film strips (4), displaceable in the film
running direction and composed of a plurality of vertical segments (5), spaced apart
from one another and able to be subjected to negative pressure, for sucking the film
strips (4) against them, the width of the segments (5) being approximately equal to
the strip width and the number of segments being equal to the number of film strips
- a cylindrical roll (6), which can be swivelled against the underside of the film
strips (4) and the cylindrical surface (24) of which can be moistened
- a cutting wheel (7), arranged adjacent to the suction comb (3) in the film running
direction and displaceable vertically with respect to the web plane and transversely
with respect to the film running direction, for the transverse cutting of the film
strips (4)
- an at least two-armed rotatable winding-up device (10), the arms (12, 12') of which
each include at their ends a driven spindle (13, 13'), onto which there are clamped
reels or winding hubs (14, 14'), between which circular sheets or flanges (21) may
be located, for receiving the ends of the film strips (4), cut off by the cutting
wheel (7), by swivelling the suction comb (3) against the winding-up device and subsequently
winding up the strips (4) onto the winding hubs (14, 14').
2. The device as claimed in claim 1, wherein, with the suction comb (3) swivelled into
contact, the lining sheets (21) located between the winding hubs (14') enter into
the open gaps (25) between the segments (5) of the suction comb (3).
3. A method of cutting and winding up film strips with a device as claimed in claims
1 and 2, wherein, after producing a film web (1) by means of the transverse cutting
device (2), adhesive locations are applied on-line to the film web (1), at intervals
which correspond to the predetermined film strip length, by the cutting wheels (15,
15') transversely separating the stationary web (1), whereupon the cut-off piece of
web lying on the movable rail (18) is removed and an adhesive strip (22) is subsequently
applied from above for joining the separated pieces of web, the two lateral ends (19,
19') of the strip (22) being bent off and free from adhesive, wherein, with the winding
roller (13) stationary after achieving the full tape roll (23) with terminating adhesive
location (22), the roll (6) swivels the film strips (4) against the suction comb,
so that they are sucked against the latter, wherein the cutting wheel (7) transversely
cuts the strips (4) and subsequently the winding shaft is turned through 180°, wherein
the suction comb (3) swivels the firmly held film strips (4), with the roll (6) swivelled
away, laterally almost up to the winding shaft (13') with newly fitted winding hub
(14'), so that the film strips come to lie with their moistened underside on the winding
hub, after which the winding shaft (13') is driven until reaching a further adhesive
location (22) on the tape roll (23'), wherein the finished tape rolls (23) are taken
off the winding roller (13) and replaced by new winding hubs (14).
1. Dispositif de coupe et d'enroulement pour rubans de feuille, constitué d'un poste
de coupe transversale (2) pour la bande de feuille, d'un moyen de coupe longitudinale
(9) pour séparer la bande en rubans (4) ainsi que d'un dispositif d'enroulement des
rubans pouvant être garni de noyaux d'enroulement (14, 14'), caractérisé par :
- une table de coupe en trois parties pour couper transversalement la bande (1), constituée
de deux barres fixes (16, 17) et d'une barre déplaçable verticalement (18) disposée
entre les deux précédentes, ainsi que deux roues de coupe (15, 15') situées au-dessus
de la table pour plonger dans les deux interstices entre les barres fixes et la barre
mobile
- un peigne d'aspiration (3) déplaçable en direction de déplacement de la bande, disposé
au-dessus des rubans (4) et constitué de plusieurs segments verticaux (5) séparés
les uns des autres, pouvant être soumis au vide, pour aspirer les rubans (4), la largeur
des segments (5) étant à peu près égale à la largeur des rubans et le nombre des segments
égal au nombre des rubans
- un rouleau cylindrique (6) dont la surface cylindrique (24) est humectable, rapprochable
par pivotement de la face inférieure des rubans (4)
- une roue de coupe (7) déplaçable verticalement par rapport au plan de la bande ainsi
que transversalement par rapport à la direction de déplacement de la bande, et disposée
au voisinage du peigne d'aspiration (3) en direction de déplacement de la bande, pour
couper transversalement les rubans (4)
- un dispositif d'enroulement (10) tournant, à au moins deux bras (12, 12') portant
à leur extrémité chacun un axe mené (13, 13') sur lesquels sont fixés des bobines
ou noyaux d'enroulement (14, 14'), entre lesquels peuvent se trouver des feuilles
ou collerettes circulaires (21), pour recevoir les extrémités des rubans (4) coupées
par la roue de coupe (7), par abaissement, par pivotement du peigne d'aspiration (3)
sur le dispositif d'enroulement et ensuite enroulement des rubans (4) sur les noyaux
d'enroulement (14, 14').
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, par abaissement,
par pivotement du peigne à aspiration (3) les feuilles intercalaires (21) se trouvant
entre les noyaux d'enroulement (14, 14') plongent dans les interstices ouverts (25)
entre les segments (5) du peigne (3).
3. Procédé pour couper et enrouler des rubans de feuille avec un dispositif selon la
revendication 1 et 2, caractérisé par le fait que "on line" (en circuit) après la
fabrication d'une bande de feuille (1) au moyen du dispositif de coupe transversale
(2), des zones de colle sont appliquées sur la bande (2) à intervalles correspondant
à la longueur prédéterminée des rubans (4), les roues de coupe (15, 15') coupant transversalement
la bande (1) immobile, après quoi le morceau de bande découpé reposant sur la barre
mobile (18) est écarté et, ensuite, un ruban adhésif (22) est appliqué pour relier
les morceaux de bande séparés, les deux extrémités latérales (19, 19') du ruban adhésif
(22) sont relevées et dépourvus de colles,
- lors de l'immobilité du rouleau d'enroulement (13) après atteinte du plein enroulement
avec zone de colle (22) attenante, le rouleau (6) applique les rubans (4) contre le
peigne d'aspiration de sorte qu'elles y sont aspirées,
- la roue de coupe (7) coupe transversalement les rubans (4) et ensuite l'arbre d'enroulement
tourne de 180°,
- le peigne (3) fait basculer les rubans (4) maintenus fixes, le rouleau étant écarté
latéralement jusqu'à voisinage des arbres d'enroulement (13') munis de noyaux (14')
nouvellement chargés, de sorte que les rubans viennent s'appliquer par leur face inférieure
humectée sur les noyaux d'enroulemenet, après quoi l'arbre (13) est entrainé jusqu'à
atteindre une nouvelle zone de colle (22) sur la bobine enroulée (23')
- la bobine finie (23) est enlevée du rouleau (13) et remplacée par un nouveau noyau
d'enroulement (14).