[0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Wäschesack aus einer rechteckigen oder trapezförmigen
Stoffbahn mit auf einer Seite lose überlappenden Sackwänden.
[0002] Ein Wäschesack aus einer rechteckigen oder trapezförmigen Stoffbahn mit sich überlappenden
Enden wird in der DE-PS 12 05 444 beschrieben. Die sich überlappenden Enden des bekannten
Wäschesacks bilden beim Waschvorgang des gefüllt in die Waschmaschine eingelegten
Sacks einen sich öffnenden Längsschlitz, aus dem die Wäsche herausfallen kann. Dieser
Wäschesack ermöglicht in der Klinik den Schmutzwäschetransport direkt vom Krankenbett
bis in die Waschmaschine hinein. Die Transportwege bleiben sauber, und niemand kommt
mit der Schmutzwäsche in Berührung, weil sich der Wäschesack erst in der Waschmaschine
(selbsttätig) öffnet und die Wäsche freigibt. Zugleich wird auch der Sack selbst gewaschen
und steht nach dem Trocknen für die Wiederverwendung zur Verfügung.
[0003] Wenn der aus der oben genannten DE-PS 12 05 444 bekannte Wäschesack nach dem Waschen
auch getrocknet werden soll, muß er die beim Trocknen angewendeten Temperaturen aushalten
können. Für eine wiederholte Verwendung des Wäschesackes ist außerdem eine erhebliche
mechanische Stabilität erforderlich.
[0004] In der Praxis werden daher als Sackwandmaterial Gewebe aus thermisch und mechanisch
stabilen Fasern bzw. Fäden vorgesehen. Diese haben allerdings den Nachteil, daß sie
nicht keim- und flüssigkeitsdicht sind. Zum Sammeln von feuchter und keimbeladener
Schmutzwäsche, sogenannter Infektionswäsche, kann der aus der DE-PS 12 05 444 bekannte
Wäschesack daher nicht eingesetzt werden, weil er nicht die gesetzlichen Vorschriften
zum Schutz des Personals erfüllt. Es besteht die Gefahr, daß das Personal mit Keimen
oder aus dem Wäschesack austretenden Flüssigkeiten (Blut, Urin) in Berührung kommt.
[0005] Derzeit behilft man sich damit, daß zum Sammeln der Infektionswäsche über den bekannten
Wäschesack ein Plastiksack gestülpt wird. Dieser Plastiksack muß vor dem Einbringen
in die Waschmaschine abgezogen werden, damit sich der eigentliche Wäschesack wie üblich
öffnen kann. Bei dem Abziehen des Plastiksacks ist der Kontakt des Personals mit einem
feuchtigkeitsdurchtränkten Textilsack aber ebenfalls oft unvermeidbar. Weitere Probleme
ergeben sich aus der Entsorgung des keimbehafteten Plastiksacks. Entweder muß dieser
mitgewaschen werden, dann ist eine Trennung vor dem Trocknen erforderlich, weil der
Plastiksack die hohen Trockentemperaturen nicht verträgt, oder der Sack muß ungewaschen
entsorgt werden, dann entsteht sogenannter Problemmüll.
[0006] Grundsätzlich könnte für Infektionswäsche auch unmittelbar ein Plastiksack eingesetzt
werden. Dieser wäre dann im allgemeinen zusammen mit der Schmutzwäsche zu waschen.
Damit sich die Wäsche in der Waschmaschine aus dem Sack lösen kann, muß der Sack vor
dem Eindringen in die Maschine aber aufgeschlitzt werden. Beim Aufschlitzen können
Wäscheteile zerschnitten werden, außerdem müssen nach dem Waschen die Plastiksäcke
aus der sauberen Wäsche sortiert und entsorgt werden. Wird ein Sack vergessen und
gelangt in die Trockenmaschine, so kann die Wäsche durch geschmolzene Plastikteile
geschädigt werden.
[0007] Aus der US-A-2 631 630 ist ein feuchtigkeitsdichter Beutel bekannt, bei dem die Stoffbahn
aus einem von innen nach außen flüssigkeitsundurchlässigen Material aus einer Kunststoffmembran,
vorzugsweise aus einem Vinylmaterial, mit außen aufgebrachtem textilem Gewebe besteht.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen feuchtigkeitsdichten und mitwaschbaren
Wäschesack zu schaffen, bei dessen Verwendung weder das Personal in Kontakt mit der
Schmutzwäsche kommt noch eine Schädigung der Wäsche bei dem sich an das Waschen anschließenden
Trockenvorgang möglich ist.
[0009] Bei einem Wäschesack der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß die Stoffbahn aus einem von innen nach außen keim- und flüssigkeitsundurchlässigen,
aber für gasförmige Produkte dürchlässigen Material aus einer Kunststoffmembran aus
Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyester oder einem Mischpolymerisat aus Vinylidenchlorid
und Vinylchlorid mit außen aufgebrachtem textilem Maschengewebe besteht.
[0010] Ein derartiger Wäschesack ist für den Transport von feuchter, infektiöser Krankenhauswäsche
bestens geeignet. Er muß an der Waschmaschine nicht entleert oder aufgeschnitten werden
und steht nach dem Waschprozess erneut zur Verfügung. Die erforderliche Stabilität
erhält der Wäschesack durch das textile Maschengewebe, die Dichtigkeit verleiht ihm
die Kunststoffmembran. Es steht somit ein Wäschesack zur Verfügung, dessen Kunststoffmembran
einen feuchtigkeits- und keimdichten Transport von Schmutzwäsche ermöglicht und der
zusammen mit der Schmutzwäsche gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden kann.
Ein Kontakt des Personals mit der Schmutzwäsche findet nicht mehr statt, so daß hier
auch die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Nach erfolgter
Reinigung und gegebenenfalls Desinfektion steht der Wäschesack für einen erneuten
Schmutzwäschetransport wieder zur Verfügung.
[0011] Durch die Erfindung wird somit ein Wäschesack geschaffen, der sich für den Transport
feuchter, keimbeladener Wäsche eignet und hierfür nach den gesetzlichen Vorschriften
zulässig ist. Durch die Verwendung einer Kunststoffmembran mit aufgebrachtem Maschengewebe
als Sackwand wird sichergestellt, daß alle Sackwände selbst undurchlässig für Feuchtigkeit
und Keime sind, aber der textile Charakter des Wäschesacks erhalten bleibt.
[0012] Der erfindungsgemäße Wäschesack bietet wesentlich mehr Sicherheit gegen eine Schädigung
des Personals und zugleich wesentlich weniger Entsorgungsprobleme als ein Plastiksack
- allein oder in Kombination mit einem auf einer Seite lose überlappende Sackwände
aufweisenden Wäschesack -, weil das Personal mit der Infektionswäsche nicht in Kontakt
kommt und weil der Wäschesack ebenso wie ein für trockene Schmutzwäsche üblicher Sack
zusammen mit der Wäsche zu waschen und zu desinfizieren sowie zu trocknen und schließlich
zusammen mit der Frischwäsche wieder an den Verbraucher abzuliefern ist.
[0013] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- einen Wäschesack und in
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Stoffbahn.
[0014] Die Fig. 1 zeigt einen insgesamt mit 3 bezeichneten Wäschesack im sogenannten Dreibahnenzuschnitt,
welcher an den sich überlappenden Sackwänden 1 und 2 aufgeklappt dargestellt ist.
Der Wäschesack 3 besteht im Ausführungsbeispiel aus einer rechteckigen Stoffbahn 8,
die auch durch eine trapezförmige Stoffbahn ersetzt werden könnte, wobei die aufgeklappten
Sackwände 1 und 2 im Ausgangszustand des Sacks 3 aufeinander gelegt werden, so daß
sie zusammen eine doppellagige Sackwand bilden. Die Längskanten 4 und 5 der Sackwände
1 und 2 liegen beim Doppeln im Abstand a voneinander. Die beiden aufzuklappenden Sackwände
1 und 2 werden in eine Bodennaht 6 des Sacks einbezogen und dort fest verankert. Es
ergibt sich hierdurch ein Wäschesack mit einem seitlichen, während des Waschvorgangs
in einer Waschmaschine sich öffnenden Schlitz. In der Nähe der Oberkante 7 des gefüllten
Wäschesacks 3 mit aufeinanderliegenden Sackwänden 1 und 2 wird für den Transport eine
Rose gebildet und zwecks Abdichtung fest zusammengebunden.
[0015] Die Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Stoffbahn 8, welche aus einer die Sackinnenfläche
bildenden Kunststoffmembran 9 und einem darauf aufgebrachten, die Sackaußenfläche
bildenden textilen Maschengewebe 10 besteht. Die Kunststoffmembran 9 ist so ausgebildet,
daß sie insbesondere von innen nach außen, d. h. in Richtung von Kunststoffmembran
9 zum textilen Maschengewebe, keim- und flüssigkeitsundurchlässig ist. Die Kunststoffmembran
kann aus Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyester oder einem Vinylmaterial bestehen.
Bei Verwendung von Vinylmaterial handelt es sich dann um ein Mischpolymerisat aus
Vinylidenchlorid und Vinylchlorid. Die Kunststoffmembran 9 weist ein Gewicht von 280
g/m
2 bis 320 g/m
2 auf. Die Kunststoffmembran 9 und das textile Maschengewebe können vollflächig aber
auch nur entlang der Ränder der Stoffbahn 8 fest und dicht miteinander verbunden sein.
Bei dem textilen Maschengewebe 10 können alle bisher bei derartigen Wäschesäcken übliche
Textilmaterialien zur Anwendung kommen.
[0016] Vorzugsweise ist die Kunststoffmembran 9 derart ausgebildet, daß sie zwar keim- und
flüssigkeitsundurchlässig ist, gasförmige Produkte aber durch sie hindurchdiffundieren
können, wie es beispielsweise von dem unter dem Warenzeichen Gore-Tex
R vertriebenen Material bekannt ist.
1. Wäschesack (3) aus einer rechteckigen oder trapezförmigen Stoffbahn (8) mit auf einer
Seite lose überlappenden Sackwänden (1,2),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoffbahn (8) aus einem von innen nach außen keim- und flüssigkeitsundurchlässigen,
aber für gasförmige Produkte durchlässigen Material aus einer Kunststoffmembran (9)
aus Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyester oder einem Mischpolymerisat aus Vinylidenchlorid
und Vinylchlorid mit außen aufgebrachtem textilen Maschengewebe (10) besteht.
2. Wäschesack nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffmembran (9) und/oder die Stoffbahn (8) ein Gewicht von 280 g/m2 bis 320 g/m2 aufweisen.
3. Wäschesack nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffmembran (9) und das textile Maschengewebe (10) zumindest entlang
der Ränder der den Sack bildenden Stoffbahn (8) fest und dicht miteinander verbunden
sind.
1. Laundry bag (3) of a rectangular or trapezoidal material web (8) with bag walls (1,
2) overlapping loosely on one side,
characterised thereby, that the material web (8) consists of a material, which is
not permeable outwardly from the inside by germs and liquids but which is permeable
for gaseous products, of a synthetic material membrane (9) of polytetrafluoroethylene
(PTFE), polyester or a mixed polymer of vinylidene chloride and vinyl chloride with
externally applied textile mesh fabric (10).
2. Laundry bag according to claim 1, characterised thereby, that the synthetic material
membrane (9) and/or the material web (8) display a weight of 280 grams per square
metre to 320 grams per square metre.
3. Laundry bag according to claim 1 or 2, characterised thereby, that the synthetic material
membrane (9) and the textile mesh fabric (10) are firmly and tightly connected together
at least along the rims of the material web (8) forming the bag.
1. Sac à linge sale (3) constitué dans une laize d'étoffe (8) de forme rectangulaire
ou trapézoïdale pourvue, sur un côté, de parois de sac (1, 2) mobiles et se chevauchant,
caractérisé par le fait que la laize d'étoffe (8) est constituée dans une matière
imperméable, de l'intérieur vers l'extérieur, aux germes et aux liquides mais perméable
aux produits gazeux et composée d'une membrane en matière plastique (9) en polytétrafluoréthylène
(PTFE), polyester ou faite dans un copolymère de chlorure vinylidène et de chlorure
vinylique, sur laquelle est appliqué, extérieurement, un tissu textile en mailles
(10).
2. Sac à linge sale selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le membrane
en matière plastique (9) et/ou la laize d'étoffe (8) a un poids allant de 280 g/m2 à 320 g/m2.
3. Sac à linge sale selon l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2, caractérisé par
le fait que la membrane en matière plastique (9) et le tissu textile en mailles (10)
sont reliés l'un à l'autre, de manière fixe et étanche, au moins le long des bords
de la laize d'étoffe (8) constituant le sac.