[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schreibgerät entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Mechanische Schalteinrichtungen zur Überführung der Mine eines Kugelschreibers von
einer zurückgezogenen in eine Schreibstellung sind in vielfältiger Form bekannt. Diese
bestehen üblicherweise aus als Kunststoff-Spritzteile ausgestalteten Bauelementen,
die bei der Betätigung des Drückers in einer durch die beiden Schaltstellungen desselben
bestimmten Weise zusammenwirken.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäßes Schreibgerät, insbesondere
die Mechanik dessen Schalteinrichtung in konstruktions- und fertigungstechnischer
Hinsicht sowie mit Hinblick auf eine einfache Montage zu' verbessern. Gelöst ist diese
Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Schreibgerät durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils
des Anspruchs 1.
[0004] Erfindungswesentlich ist, daß die Betätigungseinrichtung einstückig ausgebildet ist,
so daß die Schalteinrichtung lediglich aus zwei Funktionselementen besteht, nämlich
einer innerhalb des Schaftes des Schreibgerätes beweglich angeordneten Betätigungseinrichtung
einerseits und einem, innerhalb des Schaftes fest, d.h. unverschiebbar angeordneten,
beispielsweise durch einen geteilten Kern einer angeformten Schaltkurveneinheit (bei
zweiteiligem Schaft) oder eines Schaftdurchbruchs in der Form der Schaltkurveneinheit
oder eines Einsetzteils, an welchem die Schaltkurveneinheit angeformt ist, andererseits.
Dies bringt vom konstruktiven Aufbau her gegenüber den bisher üblichen mehrteiligen
Betätigungseinrichtungen eine erhebliche Vereinfachung mit sich, die sich auch bei
der Fertigung dieser Bauelemente auswirkt. Im nachfolgenden wird aus Vereinfachungsgründen
die Möglichkeit der Schaltkurvenanordnung an einem Einsetzteil beschrieben werden.
Die Betätigungseinrichtung wirkt mit dem Einsetzteil bei der Verrastung bzw. der Entrastung
mit einem elastisch auslenkbaren Bauteil zusammen, so daß durch dessen Elastizität
gleichzeitig die Wirkungen einer Rückstellfeder erreicht werden. Indem dem Verrasten
bzw. Entrasten des genannten Bauteils jeweils unterschiedliche Bewegungsebenen zugeordnet
sind, ergeben sich kinematisch eindeutig geführte und voneinander getrennte, von Funktionsstörungen
freie Schaltbewegungen. Die Geometrie des genannten Bauteils sowie des mit diesem
zusammenwirkenden Einsetzteils sind grundsätzlich beliebig.
[0005] Die Ausbildung der Betätigungseinrichtung entsprechend den Merkmalen des Anspruchs
2 ist konstruktiv einfach realisierbar. Diese besteht hiernach aus einer Aufnahmeeinrichtung
für die Mine, einer Schubstange, die mit dem Drücker zusammenwirkt und einer Schaltstange,
an welcher Schaltzähne befestigt sind, die formschlüssig mit dem Einsetzteil entsprechend
der jeweiligen Schaltstellung des Drückers in Eingriff bringbar sind. Der Drücker,
die Schubstange, die Schaltstange und die Aufnahmeeinrichtung sind vorzugsweise als
einstückiges Kunststoff-Spritzteil ausgebildet.
[0006] Die Merkmale des Anspruchs 3 sind auf eine erste Ausgestaltung der Betätigungseinrichtung
gerichtet.
[0007] Die Merkmale des Anspruchs 4 dienen der Realisierung eindeutiger Schaltbewegungen
der Betätigungseinrichtung.
[0008] Das Einsetzteil ist gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5 mit Steuerkurven ausgebildet,
die mit den Schaltzähnen der Betätigungseinrichtung zusammenwirken. Indem die Schaltstange
in der Schreibstellung unter elastischer Vorspannung steht, wird zu einer eindeutigen
Schaltstellung beigetragen.
[0009] Das Steuerkurventeil wirkt gemäß den Merkmalen des Anspruchs 6 nicht nur dahingehend,
daß die Schaltzähne der Schaltstange in definierter Weise aus einer Ruhelage ausgelenkt
werden, sondern es dient auch der geradlinigen Führung der Schaltstange.
[0010] Die Merkmale des Anspruchs 9 sind auf eine zweite Ausgestaltung der Betätigungseinrichtung
gerichtet.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung des erfindungsgemäßen Schreibge räts, dessen Mine sich in
der Rückzugsstellung befindet;
Fig. 2 eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Schreibgeräts, dessen Mine sich in
der Schreibstellung befindet;
Fig. 3 eine isolierte Darstellung der wesentlichen Teile des Einsetzteils im Längsschnitt
und vergrößerter Darstellung;
Fig. 4 eine Ansicht des Einsetzteils in einer Ebene IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5 eine isolierte Darstellung der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung in
Seitenansicht;
Fig. 6 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung in einer Ebene VI-VI
der Fig. 5;
Fig. 7 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung der Fig. 5 gemäß
Pfeil VII;
Fig. 8 eine Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Schreibgerätes, dessen Mine
sich in der Rückzugsstellung befindet;
Fig. 9 eine Seitenansicht des Schreibgerätes der Fig. 8 gemäß Pfeil IX sowie teilweise
geschnittener Darstellung gemäß Ebene IX-IX;
Fig. 10 eine isolierte Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Betätigungseinrichtung;
Fig. 11 eine Seitenansicht der Betätigungseinrichtung der Fig. 10 gemäß Pfeil XI sowie
teilweise geschnittener Darstellung gemäß Ebene XI-XI.
[0012] Mit 1 ist in Fig. 1 der Schaft bzw. das Gehäuse eines Kugelschreibers bezeichnet,
dessen Mine 2 sich in einer zurückgezogenen, d.h. inaktiven Stellung befindet.
[0013] Es ist die Mine 2 an ihrem, dem Drücker 3 zugekehrten Ende in der nicht näher dargestellten
Bohrung einer im folgenden noch genauer zu beschreibenden Betätigungseinrichtung
4 aufgenommen und in an sich bekannter Weise in dieser Position mittels einer Feder
5 stabilisiert. Die Feder 5 ist einerseits an einem Bund 6 der Mine 2 und andererseits
an der Innenwandung des an einem Ende konisch ausgestalteten Schaftes 1 abgestützt.
[0014] Innerhalb des Schaftes 1, und zwar an dem, dem Drücker 3 benachbarten Ende befindet
sich ein Einsetzteil 7, welches an der Innenwandung des Schaftes 1 fest, d.h. unverschiebbar
angebracht ist und im folgenden ebenfalls noch genauer zu beschreiben sein wird. Das
Einsetzteil 7 dient in Verbindung mit der Betätigungseinrichtung 4 der Realisierung
zweier unterscheidlicher Rastpositionen der Mine 2, nämlich deren Rückzugs- und deren
Schreibposition. Der Drücker 3 steht hierbei mit der Betätigungseinrichtung 4 in
fester, vorzugsweise unlösbarer Verbindung.
[0015] Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 das Einsetzteil 7 näher beschrieben
werden. Das Einsetzteil 7 besteht hiernach im wesentlichen aus zwei zylindrischen,
untereinander gleich ausgebildeten, auf der Innenseite des Schaftes 1 einander gegenüberliegend
angeordneten Schalenteilen 8, an deren jeweils einer, sich achsparallel erstreckenden
Begrenzungsseite 9 ein Steuerkurventeil 10 angeformt ist.
[0016] Jedes Steuerkurventeil 10 weist oberseitig einen sich senkrecht zur Achse des Schaftes
1 und peripher zu dessen Innenseite erstreckendes Anschlagteil 11 auf, an welches
sich ein in Achsrichtung progressiv geneigtes und im übrigen wiederum in peripher
Richtung sich erstreckendes Kurventeil 12 anschließt. Das Kurventeil 12 erstreckt
sich bis zu einem tiefsten Punkt 13 und bildet ausgehend von diesem eine Hinterschneidung
14, deren Zweckbestimmung noch zu erläutern sein wird. Auf der Innenseite des Kurventeils
12, und zwar in unmittelbarer Nähe der Begrenzungsseite 9 erstreckt sich eine achsparallel
verlaufende Nut 15.
[0017] Mit 16 sind zwei wiederum auf der Innenseite des Einsetzteils 7 einander diametral
gegenüberliegend angeordnete Nuten bezeichnet.
[0018] Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 7 die Betätigungseinrichtung
4 beschrieben werden.
[0019] Die einstückig ausgebildete Betätigungseinrichtung 4 besteht aus einer Schubstange
17, die an ihrem einen Ende mit dem Drücker 3 in Verbindung steht und an ihrem anderen
Ende eine zylindrische Aufnahmeeinrichtung 18 für die hier nicht gezeigte Mine 2 aufweist.
Der Drücker 3 und die Aufnahmeeinrichtung 18 sind gleichachsig zueinander angeordnet.
[0020] Mit 19 ist eine Schaltstange bezeichnet, die an der Aufnahmeeinrichtung 18 befestigt
ist und zwar ebenso wie die Schubstange 17 in deren peripherem Bereich. Die Schubstange
17 und die Schaltstange 19 erstrecken sich - ausgehend von der Aufnahmeeinrichtung
18 - in einem ersten Abschnitt 20 parallel zueinander, wobei am Ende dieses Abschnitts
20 die Schaltstange 19 eine Kröpfung aufweist und wobei der sich an die Kröpfung anschließende
Abschnitt wiederum parallel zu der Schubstange 17 verläuft. Dieser zuletzt genannte
Abschnitt der Schaltstange 19 bildet deren eigentlichen Schaltabschnitt, worauf im
folgenden noch eingegangen werden wird.
[0021] Mit 21 ist ein sich senkrecht zu der durch die Schubstange 17 und die Schaltstange
19 in dem Abschnitt 20 gebildeten Ebene erstreckendes Plattenteil 21 bezeichnet,
welches an der Aufnahmeeinrichtung 10 befestigt und zum formschlüssigen Eingriff mit
den Nuten 16 des Einsatzteils 7 bestimmt ist. Es bildet das Plattenteil 21 in Verbindung
mit den genannten Nuten 16 somit eine verdrehsichere Geradeausführung der Betätigungseinrichtung
4 innerhalb des Schaftes 1.
[0022] Die Schaltstange 19 trägt - an ihrem, der Aufnahmeeinrichtung 18 abgekehrten Ende
- einen ersten Schaltzahn 22, der ebenso wie ein zweiter, an der Schaltstange 19 angeformter,
zwischen dem Schaltzahn 22 und dem freien Ende der Schaltstange 19 angeordneter Schaltzahn
23 zur Zusammenwirkung mit dem Kurventeil 12 bestimmt ist.
[0023] Schließlich ist mit 24 ein an der Schubstange 17 befestigtes quaderförmiges Bauteil
ein Ständer bezeichnet, welcher sich wiederum senkrecht zur Ebene des Plattenteils
21 erstreckt. Dieser Ständer ist zur Aufnahme der Schaltstange 19 vorgesehen und verhindert
während der Überführung der Mine 2 in die Schreibposition ein Untergleiten des Schaltzahnes
22. Während des Rückhubes, d.h. während der Überführung in die Ruhestellung wird durch
den Ständer verhindert, daß der Schaltzahn 22 in die Hinterschneidung 14 zurückgleiten
kann.
[0024] Mit 25 ist ein an der Schubstange 17 befestigter, eine Anschlagfunktion erfüllender
Nocken bezeichnet, der mit dem Einsetzteil 7 zusammenwirkt.
[0025] In der in Fig. 1 gezeigten Ruhestellung wird somit die Betätigungseinrichtung 4 mittels
der Feder 5 sowie dem Nocken 25, der an einer Kante des Einsetzteils 7 anliegt, in
seiner Position gehalten. Wird nunmehr der Drücker 3 in Richtung des Pfeiles 26 betätigt,
gleitet zunächst der Schaltzahn 22 auf dem Kurventeil 12, wodurch es zu einer Auslenkung
der Schaltstange 19 in Richtung des Pfeiles 27 kommt, wobei im weiteren Verlauf dieser
Auslenkbewegung der Schaltzahn 22 schließlich um den tiefsten Punkt 13 des Kurventeils
12 herumgeführt und elastisch in die Hinterschneidung 14 einschnappt. Während der
Auslenkbewegung der Schaltstange 19 wird durch das in dieser Schaltphase Bewegungen
in der Zeichnungsebene gemäß Fig. 5 begrenzende Bauteil 24 sichergestellt, daß eine
einwandfreie Führung des Schaltzahns 22 entlang des Kurventeils 12 gegeben ist, insbesondere
daß ein sicherer Formschluß zwischen dem Schaltzahn 22 und dem Kurventeil 12 erreicht
wird. Durch das Anschlagteil 11 des Steuerkurventeils 10 wird ein Anschlag für die
Einschiebebewegung des Drückers 3 gebildet, wobei der Schaltzahn 22 erst nach Entlastung
des Drückers 3 seine endgültige, durch eine Verrastung mit der Hinterschneidung 14
charakterisierte Position einnimmt, in welcher sich die Mine 2 in der in Fig. 2 gezeigten
Schreibposition befindet. In der Schreibposition ist die Schaltstange 19 gegenüber
ihrer Ruhestellung ausgelenkt und steht somit unter einer Vorspannung, durch welche
die Position des Schaltzahnes 22 in der Hinterschneidung 14 gesichert ist.
[0026] Diese in Fig. 2 gezeigte Schreibposition ist im übrigen dadurch charakterisiert,
daß die Schaltstange 19 über die Hinterschneidung 14 in Verbindung mit dem Schaltzahn
22 in einer solchen Position fixiert ist, in welcher bei nochmaligem Betätigen des
Drückers 3 nunmehr mittels des Schaltzahnes 23 die Schaltstange 19 senkrecht zur Zeichenebene
der Fig. 2 ausgelenkt wird, so daß sich der Eingriff des Schaltzahns 22 mit der Hinterschneidung
14 aufgrund der Vorspannung der Schaltstange 19 löst, der Schaltzahn 22 in die Nut
15 überspringt und die Betätigungseinrichtung in die Ruhestellung gemäß Fig. 1 unter
der Wirkung der Feder 5 überführt wird.
[0027] Die obige Schaltfolge setzt naturgemäß eine solche Gestaltung des Kurventeils 12
sowei der Hinterschneidung 14 voraus, daß bei der anfänglichen Überführung in die
Schreibstellung stets eine solche Schwenkposition der Schaltstange 19 gegeben ist,
in der durch das Bauteil 24 ein Auslenken derselben senkrecht zur Zeichenebene der
Fig. 2 verhindert wird. Ein solches Auslenken ist somit erst in der in Fig. 2 gezeigten
Stellung der Schaltstange 19 möglich. Während der Schaltzahn 22 im wesentlichen zur
Erzeugung einer Schwenkbewegung der Schaltstange 19 in Richtung des Pfeiles 27 bewirkt,
ist der Schaltzahn 23 auf eine Schwenkbewegung der Schaltstange 19 in einer hierzu
senkrechten Ebene ausgerichtet, nämlich senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 und
2. Dies setzt jeweils die Anordnung von in den genannten Schwenkebenen geneigten
Schaltflächen der genannten Schaltzähne 22, 23 voraus.
[0028] Man erkennt aus der vorstehenden Darstellung, daß die zur Betätigung des erfindungsgemäßen
Schreibgeräts benötigten Bauteile lediglich aus einem beweglichen, durch die obige
Betätigungseinrichtung gebildeten und einem in dem Schaft fest angeordneten, durch
das genann te Einsatzteil gebildeten Element bestehen, so daß sich auch eine schnelle
und einfache Montagemöglichkeit ergibt. Die für die Betätigung des erfindungsgemäßen
Schreibgerätes benötigten Teile zeichnen sich darüber hinaus durch Leichtgängigkeit
und einwandfreie Fixierung in den jeweiligen Schaltpositionen aus.
[0029] In den Fig. 8 bis 11, in denen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schreibgeräts wiedergegeben ist, sind Funktionselemente, die mit denjenigen der Fig.
1 bis 7 übereinstimmen, auch übereinstimmend beziffert.
[0030] Die Betätigungseinrichtung 4 gemäß den Fig. 10 und 11 zeigt einen Drücker 3, an dem
unmittelbar ein Klipp 28 angeformt ist. Der Drücker 3 geht auf seinem, der Aufnahmeeinrichtung
18 zugekehrten Ende in einen radial verringerten Abschnitt 29 über, an dem unmittelbar
die Schubstange 17 angesetzt ist.
[0031] Der Abschnitt 29 ist an seinem, der Aufnahmeeinrichtung 18 zugekehrten Ende mit zwei,
einander diametral gegenüberliegenden Nuten 30 versehen, die in einer Ebene angeordnet
sind, welche sich senkrecht zu der, die Schubstange 17 sowie die Schaltstange 19 enthaltenden
Ebene erstreckt. Die Nuten 30 dienen in noch zu erläuternder Weise der axialen, unverdrehbaren
Führung der Betätigungseinrichtung 4 innerhalb des Schaftes 1.
[0032] Mit 31 ist ein Vorsprung bezeichnet, der aus der Oberfläche des Abschnitts 29 radial
herausragt und in noch zu beschreibender Weise der Verschiebebegrenzung der Betätigungseinrichtung
4 innerhalb des Schaftes 1 dient.
[0033] Der größtenteils in einer Ebene mit dem Klipp 28 angeord nete Schaltarm 19 trägt
an seinem, dem Drücker 3 zugekehrten Ende einen Schaltzahn 32, welches Ende wiederum
aus der, die Schubstange 17 und den größten Teil der Schaltstange 19 beinhaltenden
Ebene ausgelenkt ist. Der durch ein quaderförmiges Bauteil 24 gebildete, an der Schubstange
17 angeformte Ständer erstreckt sich im wesentlichen parallel zu der, die Schubstange
17 und die Schaltstange 19 enthaltenden Ebene und ist im übrigen entsprechend dem
Ständer gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 7 angeordnet.
[0034] Innerhalb des Schaftes 1 ist wiederum ein Einsetzteil 7 angeordnet, welches wiederum
aus zwei Schalenteilen besteht, die unverrückbar innerhalb des Schaftes 1 festgelegt
sind. Es weist das Einsetzteil 7 darüber hinaus wiederum ein Steuerkurventeil 10 auf,
dessen Hinterschneidung 14 in der Schreibstellung der Mine 2 zur elastischen Verrastung
mit dem Schaltzahn 32 der Schaltstange 19 bestimmt ist.
[0035] Ein zwischen den Schalenteilen 8 bestehender, sich achsparallel erstreckender Spalt
33 endet an seinem, dem Ende des Schaftes 1 zugekehrten Ende in einer Verengung 34,
welche in Verbindung mit dem Vorsprung 31 derart bemessen ist, daß sie eine Wegbegrenzung
für die Verschiebung des Drückers 3 in Richtung des Pfeiles 35 bildet.
[0036] Zwei, innerhalb des Schaftes 1 einander diametral gegenüberliegende, an dessen Innenseite
angeformte Führungsstege 36 dienen in Verbindung mit den Nuten 30 der verdrehsicheren
Führung der Betätigungseinrichtung 4 innerhalb des Schaftes. In der Aufnahmeeinrichtung
18 sind weitere Nuten 37 angeordnet, und zwar einander diametral gegenüberliegend
und in einer gemeinsamen Ebene mit den obengenannten Nuten 30 des Abschnitts 29. Es
erfährt die Betätigungseinrichtung 4 somit eine verdrehsichere Führung durch die Nuten
30 und 37.
[0037] In der in den Fig. 8 und 9 gezeigten Rückzugsstellung wird die Mine 5 und damit auch
die Betätigungseinrichtung 4 durch die Feder 5 in ihrer Position elastisch unter
Mitwirkung des Vorsprungs 31 sowie der Verengung 34 fixiert. Bei Betätigung des Drückers
3 in Gegenrichtung des Pfeiles 35 findet zunächst eine Auslenkung des Schaltarmes
19 und damit des Schaltzahnes 32 in Richtung des Pfeiles 27 statt, welche Auslenkbewegung
in der Zeichenebene der Fig. 9 und senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 10 abläuft.
Während dieser Auslenkbewegung gleitet wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel
der Schaltzahn 32 über das Steuerkurventeil 10, um schließlich elastisch in der Hinterschneidung
14 nach Loslassen des Drückers 3 einzurasten. In dieser Schreibstellung der Mine
2 ist die Schaltstange 19 somit geringfügig in der Ebene der Fig. 9 in Richtung des
Pfeiles 27 ausgelenkt und steht somit unter einer gewissen Vorspannung. Der genannte,
durch das Bauteil 24 gebildete Ständer sichert während der zuletzt genannten Schaltbewegung
eine einwandfreie Verrastung des Schaltzahnes 32 mit der Hinterschneidung 14.
[0038] Bei nochmaligem Betätigen des Drückers 3 in Gegenrichtung des Pfeiles 35 findet
nunmehr eine Auslenkung der Schaltstange 19 senkrecht zu den Zeichenebenen der Fig.
9 und 11 statt, und zwar in einem solchen Ausmaß, daß sich die Verrastung des Schaltzahnes
32 mit der Hinterschneidung 14 löst. In dieser Bewegungsphase wird durch den genannten
Ständer ein erneutes Verrasten mit der Hinterschneidung 14 verhindert, so daß die
Schaltstange 19 in ihre entspannte Lage und der Drücker 3 in die in den Fig. 8 und
9 gezeigte Rückzugsstellung zurückkehrt. Die Auslenkung der Schaltstange 19 in dem
zuletzt genannten Sinne wird durch eine Schaltkante 37 bewirkt, die an dem Einsetzteil
7 angeformt ist und auf welcher der Schaltzahn 32 aufgleitet.
[0039] Als axiale Einschubbegrenzung für die Betätigungseinrichtung dient bei dem in den
Fig. 8 bis 9 gezeigten Ausführungsbeispiel der eigentliche Drücker 3, der durchmessermäßig
größer als der genannte Abschnitt 29 ausgebildet und beim Einschieben des Drückers
3 in Gegenrichtung zu dem Pfeil 35 zur Anlage an dem stirnseitigen Ende des Schaftes
1 gelangt.
1. Schreibgerät, insbesondere Kugelschreiber, mit einer innerhalb eines Schaftes (1)
zwischen einer Rückzugsstellung und einer Schreibstellung längsverschiebbar aufgenommenen
Mine (2) oder dergleichen, mit einem Drücker (3) zur Betätigung der Mine (2) sowie
einer Schalteinrichtung, mittels welcher die Mine (2) zwischen den genannten Stellungen
überführbar und in diesen unter Mitwirkung einer Feder (5) verrastbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung aus einem innerhalb des Schaftes (1) fest
angeordneten Einsetzteil (7) und einer beweglichen, vorzugsweise einstückig mit dem
Drücker (3) ausgebildeten Betätigungseinrichtung (4) besteht, daß die Betätigungseinrichtung
(4) zumindest ein elastisch auslenkbares, zur Verrastung mit dem Einsetzteil (7) bestimmtes
Bauteil aufweist und daß den Verrast- bzw. Entrastbewegungen des genannten Bauteils
jeweils unterschiedliche Ebenen zugeordnet sind.
2. Schreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung
(4) aus einer innerhalb des Einsetzteils (7) verdrehsicher geführten Aufnahmeeinrichtung
(18) für die Mine (2) besteht, daß an der Aufnahmeeinrichtung (18) eine mit dem Drücker
(3) in Verbindung stehende Schubstange (17) und das genannte, in zwei Ebenen auslenkbare,
durch eine Schaltstange (19) gebildete Bauteil befestigt sind.
3. Schreibgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verrastung
mit dem Einsetzteil (7) Schaltzähne (22,23) an der Schaltstange (19) angebracht bzw.
angeformt sind, welchen Schaltzähnen (22,23) jeweils unterschiedliche Schwenkebenen
zugeordnet sind und daß die Schaltzähne (22,23) mit Abstand voneinander entlang der
sich in Achsrichtung des Schaftes (1) erstreckenden Schaltstange (19) angeordnet sind.
4. Schreibgerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkbewegungen der Schaltstange (19) gegenseitig verriegelt sind.
5 Schreibgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsetzteil
(7) durch wenigstens ein Steuerkurventeil (10) gebildet wird, welches der Auslenkung
dar Schaltstange (19) sowie deren Verrastung in der Schreibstellung der Mine (2) dient
und daß die Schaltstange (19) in der Schreibstellung unter elastischer Vorspannung
steht.
6. Schreibgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerkurventeil
(10) mit einer achsparallel verlaufenden Nut (15) zur Führung des Schaltzahnes (22)
sowie zur Überführung der Betätigungseinrichtung (4) in die Rückzugstellung versehen
ist.
7. Schreibgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (4) sowie das Einsetzteil (7) als Kunststoff-Spritzteile
ausgebildet sind.
8. Schreibgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Verschiebbarkeit der Betätigungseinrichtung (4) einerseits durch einen,
an der Schubstange (17) angeformten, mit dem Einsetzteil (7) zusammenwirkenden Nocken
(25) und andererseits durch den Schaltzahn (23) in Verbindung mit dem Einsetzteil
(7) begrenzt ist.
9. Schreibgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1, 2 oder 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Verrastung mit dem Einsetzteil (7) an der Schubstange (19)
ein Schaltzahn (32) angebracht bzw. angeformt ist, welcher Schaltzahn (32) zur Auslenkung
bestimmt und angeordnet ist.
10. Schreibgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Verschiebbarkeit
der Betätigungseinrichtung (4) einerseits durch einen, an einem Abschnitt (29) des
Drückers (3) angeformten, mit dem Einsetzteil (7) zusammenwirkenden Vorsprung (31)
und andererseits durch die radiale Bemessung des Drückers (3) in Verbindung mit dem
Schaft (1) begrenzt ist.