[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen rotationssymmetrischen Hochleistungsscheinwerfer
für Halogen-Metalldampflampen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer für Halogen-Metalldampflampen
der gattungsgemäßen Art ist aus der DE 30 40 583 C 2 vorbekannt. Das Auswechseln der
Halogen-Metalldampflampen nach dem Abnehmen des rückwärtigen Gehäusedeckels ist
hierbei äußerst schwierig, insbesondere bei der Anordnung des Hochleistungsscheinwerfers
auf Flutlichtmasten von bis zu 50 m Höhe, da die Lampe auch bei abgenommenen Gehäusedeckel
noch unter Spannung steht, so daß die Lampe nicht gefahrlos gewechselt werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, einen rota tionssymmetrischen
Hochleistungsscheinwerfer für Halogen-Metalldampflampen derart auszubilden, daß die
in der Rotationsachse des Reflektors angeordnete und diesen in einer zentrischen
Öffnung durchgreifende Halogen-Metalldampflampe leicht auswechselbar angeordnet ist.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1. Durch Verwendung des das Gehäuse rückwärtig abschließenden Gehäusedeckels, der
den Lampensockel aufnimmt und mittels einer Schiebe-Kipp-Lagerung am Gehäuse abklappbar
gelagert ist, ist es möglich, die Halogen-Metalldampflampe in einfacher Weise von
der rückwärtigen Seite des Hochleistungsscheinwerfers her auszuwechseln,welche insbesondere
bei Anordnung von Hochleistungsscheinwerfern an bis zu 50 m hohen Flutlichtmasten
gut zugänglich ist. Die Schiebe-Kipp-Lagerung ermöglich einerseits, daß dice in der
Rotationsachse des Reflektors befindliche Halogen-Metalldampflampe zunächst mittels
des Gehäusedeckels um einen bestimmten Bereich aus dem Reflektor nach rückwärts herausgezogen
wird, welcher Bereich gerade ausreichend ist, um anschließend ein Abklappen des Gehäusedeckels
zusammen mit der Halogen-Metalldampflampe zu ermöglichen, ohne daß diese dann gegen
die Randbereiche der zentralen Öffnung des Reflektors stößt. Nach dem Abklappen des
Gehäusedeckels ist die Halogen-Metalldampflampe leicht auswechselbar. In gleicher
Weise kann der Gehäusedeckel dann mit der neuen Halogen-Metalldampflampe zunächst
hochgeklappt und anschließend wieder auf die rückwärtige Seite des Gehäuses des Hochleistungsscheinwerfers
aufgeschoben werden, wobei die Halogen-Metalldampflampe in der Rotationsachse des
Reflektors axial verschoben wird.
[0005] Es ist zwar bereits ein rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer für Halogen-Metalldampflampen
bekannt, welcher einen rückwärtigen Gehäusedeckel aufweist, der abklappbar am Gehäuse
gelagert ist. Hierbei ist die Halogen-Metalldampflampe jedoch quer zur Rotationsachse
des Reflektors eingebaut und im Gehäusedeckel gesockelt. Dies bedingt einen zweigeteilten
Reflektor, dessen zentraler Teil am Gehäusedeckel selbst hinter der Halogen-Metalldampflampe
angeordnet ist und zusammen mit dem Gehäusedeckel abgeklappt wird, wohingegen der
übrige, kreis-ringförmige Teil des Reflektors im Gehäuse angeordnet ist. Hierbei wird
der Gehäusedeckel um eine untere, horizontale Achse geklappt. Nachteilig hierbei
ist, daß die beiden, Molybdän-Folien enthaltenden Enden der Halogen-Metalldampflampe
Rückstrahlungen vom Reflektor erhalten, da beide Enden innerhalb des Reflektors angeordnet
sind. Diese Wärmestrahlungen bewirken eine Zerstörung der Molybdänfolien an beiden
Enden der Lampe.
[0006] Demgegenüber befindet sich die Halogen-Metalldampflampe beim erfindungsgemäßen rotationssymmetrischen
Hochleistungsscheinwerfer in der Rotationsachse des Reflektors, wobei nur ein einteiliger
Reflektor mit einer kleinen zentralen Lochöffnung erforderlich ist. Der einteilige
Reflektor hat einen höchstmöglichen Wirkungsgrad, da in der Hauptlichtverteilung
der Lampe eine 100%ige Bündelung der Lichtstrahlung möglich ist. Beide Molybdän-Folien
der Lampenenden erhalten keine Rückstrahlungen vom Reflektor, da das hintere Ende
der Lampe außerhalb des Reflektors im rückwärtigen Gehäusedeckel und das vordere Ende
der Lampe im großen Öffnungsbereich des Reflektors angeordnet sind, wobei Licht- und
Wärmestrahlung parallel an den Molybdäm-Folien-Quetschstellen vorbeigeführt werden,
ohne eine Aufheizung zu bewirken.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Diese betreffen einerseits die bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schiebe-Kipplagerung
des Gehäusedeckels und andererseits die Anordnung eines mit dem Lampensockel elektrisch
verbundenen Steckers am Gehäusedeckel sowie einer Steckbuchse am Gehäuse im Bereich
der Gehäuseöffnung, wobei diese Steckbuchse an die elektrische Zuleitung angeschlossen
ist. Beim Ziehen bzw. Schieben des rückwärtigen Gehäusedeckels werden zugleich mit
dem axialen Herausziehen der Halogen-Metalldampflampe aus dem Reflektor die Steckkontakte
des Steckers aus der gehäusefesten Steckbuchse herausgezogen, so daß bereits vor dem
Abklappen des Gehäusedeckels jegliche elektrische Verbindung zwischen dem Lampensockel
und der elektrischen Zuleitung zum Halogen-Hochleistungsscheinwerfer unterbrochen
ist. Hierdurch wird eine unfallsichere Möglichkeit zum Auswechseln der Halogen-Metalldampflampe
von bis zu 2000 Watt geschaffen, da die Lampe und deren Lampensockelteile nach dem
Herausziehen des rückwärtigen Gehäusedeckels keine Spannung mehr führen können.
[0008] Bei dem bekannten Hochleistungsscheinwerfer mit abklappbarem Gehäusedeckel sind ein
Schalter und ein Kontaktstück zwischen Gehäuseöffnung und Gehäusedeckel angeordnet.
Dies bedingt ein Schaltschütz, um die über die Zuleitung zugeführte Spannung abzuschalten,
damit die Metalldampflampe spannungslos wird. Das Schaltschütz sitzt regelmäßig außerhalb
des Scheinwerfers und bedingt demzufolge eine separate Zuleitung. Zur Wartung muß
die Zuleitung vom Gehäusedeckel elektrisch abgeklemmt werden, um die Hochspannungseinrichtungen
des Hochleistungsscheinwerfers zu warten. Demgegenüber kann beim erfindungsgemäßen
Hochleistungsscheinwerfer der rückwärtige Gehäusedeckel nach dem Herausziehen und
Abklappen ohne weitere Tätigkeiten vom Gehäuse abgenommen und zu Wartungsarbeiten
vom Hochleistungsscheinwerfer entfernt werden.
[0009] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Einen vertikalen Querschnitt durch den rotationssymmetrischen Hochleistungsscheinwerfer
für Halogen-Metalldampflampen,
Fig. 2 einen partiellen horizontalen Querschnitt durch die Drehachse des Scheinwerfers,
Fig. 3 den vertikalen Querschnitt gemäß Fig.1 nach dem axialen Zurückziehen des rückwärtigen
Gehäusedeckels,
Fig. 4 den partiellen horizontalen Querschnitt gemäß Fig.2 nach dem Zurückziehen des
rückwärtigen Gehäusedeckels und
Fig. 5 den vertikalen Querschnitt nach dem Abklappen des zurückgezogenen Gehäusedeckels
vom Gehäuse des Hochleistungsscheinwerfers.
[0010] Der rotationssymmetrische Hochleistungsscheinwerfer für eine Halogen-Metalldampflampe
1 umfaßt ein kegelstumpfförmiges Gehäuse 2, einen darin angeordneten parabolischen
Reflektor 3, eine vordere Abdeckscheibe 4, einen rückwärtigen Gehäusedeckel 5 und
einen darin befestigten Lampensockel 6 für die Lampe 1. Diese weist einen Lampenkolben
7 und zwei Molybdän-Folien enthaltende dünne Lampenenden 8, 9 auf, von denen das rückwärtige
Lampenende 8 unmittelbar in den Lampensockel 7 eingesteckt ist und das vordere, zur
Abdeckscheibe 4 hinweisende Lampenende 9 an einem Stromzuführungsstab 10 gehalten
ist, der ebenfalls im Lampensockel 6 gelagert ist.
Die Lampe 1 ist mit ihrer Längsachse in der Rotationsachse 11 des Gehäuses 2 und des
Reflektors 3 angeordnet und durchdringt den Reflektor 3 am rückwärtigen Ende innerhalb
einer Öffnung 12, die gerade so groß ist, daß die Lampe 1 zusammen mit dem Stromzuführungsstab
10 in Richtung der Rotationsachse 11 hindurchgesteckt werden kann.
[0011] Das kegelstumpfförmige, rotationssymmetrische Gehäuse 2 umfaßt einen zylindrischen
Endbereich 13, an den der entsprechend zylindrisch ausgebildete rückwärtige Gehäusedeckel
5 abgedichtet angesetzt ist. Der Endbereich 13 trägt in der horizontalen Querachse
zwei Schwenklager 14, mit welchen das Gehäuse 2 an den Armen 15 eines Befestigungsgungsbügels
gelagert ist.
[0012] Eine nicht näher dargestellte elektrische Zuleitung ist durch eine Öffnung 16 im
Endbereich 13 hindurchgeführt und dann im Gehäuse 2 im Bereich der rückwärtigen Gehäuseöffnung
17 für den Gehäusedeckel 5 an eine Steckbuchse 18 angeschlossen. In die Steckbuchse
18 ist ein Stecker 19 mit seinen Steckerstiften 20 eingesteckt, welche mit den Anschlußkontakten
für die Lampe 1 im Lampensockel 6 innerhalb des Gehäusedeckels 5 elektrisch verbunden
sind.
[0013] Der rückwärtige Gehäusedeckel 5 ist mittels zwei in der Ebene der Schwenklager 14
gelegenen Verschlüssen 21 am Gehäuse 2 festgelegt und kann nach dem Abklappen der
Verschlüsse 21 (Fig.4) mittels einer Schiebe-Kipplagerung 22 vom Gehäuse 2 abgeklappt
werden. Hierzu sind in der Ebene der Schwenklager 14 im Bereich der Verschlüsse 21
Lagerstifte 23 in die zum Gehäuse 2 gerichtete Stirnseite des Gehäusedeckels 5 eingesetzt,
wobei die Lagerstifte 23 parallel zur Rotationsachse 11 verlaufen und in Steckbuchsen
24 eingreifen, die in der rückwärtigen Stirnseite der Gehäuseöffnung 17 ausgebildet
sind (Fig.4). Parallel zu den Lagerstiften 23 und zur Rotationsachse 11 sind die Steckerstifte
20 des Steckers 19 im Gehäusedeckel 5 angeordnet, wobei die Steckerstifte 20 in entsprechend
ausgerichtete Kontaktklemmen der Steckbuchse 18 eingreifen, die in der Gehäuseöffnung
17 angeordnet ist. Die Schiebe-Kipplagerung 22 umfaßt ferner zwei auf der Unterseite
des Gehäusedeckels 5 fest angebrachte abgewinkelte Scharnierarme 25, welche an ihren
freien Enden parallele Scharnierteile 26 aufweisen, die mit Langlöchern 27 versehen
sind. Die Scharnierteile 26 und die Langlöcher 27 verlaufen parallel zur Rotationsachse
11 und damit zu den Lagerstiften 23, jedoch in einem radialen Abstand, der größer
ist, als der halbe Radius des Gehäusedeckels 5. Im unteren Bereich des Gehäuses 2
sind Führungen 28 für die Scharnierteile 26 vorgesehen, welche Führungen 28 am rückwärtigen
Teil Lagerbolzen 29 tragen, welche in die Langlöcher 27 der Scharnierteile 26 eingreifen.
Die Oberseiten 30 der Führungen 28 dienen zur gieitbaren Anlage der Scharnierteile
26.
[0014] Zum Auswechseln der Lampe 1 muß der rückwärtige Gehäusedeckel 5 vom Gehäuse 2 abgenommen
werden. Hierzu werden zunächst die beiden in der Ebene der Schwenklager 14 gelegenen
Verschlüsse 21 vom Gehäusedeckel 5 gelöst, wie es in Fig.4 dargestellt ist. Anschließend
wird der Gehäusedeckel 5 in Richtung des Pfeiles 31 (Fig.3) nach rückwärts gezogen,
wobei die in den Steckbuchsen 24 geführten Lagerstifte 23 des Gehäusedeckels 5 eine
parallele Führung des Gehäusedeckels 5 in der Richtung der Rotationsachse 11 erzwingen,
so daß die Lampe 1, die in ihrer Endlage innerhalb des Reflektos 3 befindlich ist
(Fig.1), mit ihrer im Querschnitt dicksten Stelle vollständig aus der Öffnung 12 des
Reflektors 3 nach rückwärts herausgezogen ist. Gleichzeitig mit dem Abziehen des
Gehäusedeckels 5 vom Gehäuse 2 werden die Steckerstifte 20 des Steckers 19 aus den
zugeordneten Kontakten der Steckbuchse 18 herausgezogen, wie es in Fig.3 dargestellt
ist. Während des gesamten Schiebevorganges des Gehäusedeckels 5 werden die Oberkanten
der Scharnierteile 26 an den Oberseiten 30 der Führungen 28 entlanggeführt, solange,
bis die Lagerbolzen 29 am Ende der Langlöcher 27 angekommen sind (Fig.3). Nunmehr
kann der Gehäusedeckel 5 gemäß Fig. 5 in Richtung des Drehpfeiles 32 vom Gehäuse
2 abgeklappt werden, wobei die Lagerbolzen 29 als Drehachse für den Gehäusedeckel
5 dienen. Das vorderste, mit dem Ende des Stromführungsstabes 10 verbundene Lampenende
9 der Lampe 1 wird dabei auf einem Radius geführt, der in Fig. 5 mit den gestrichelten
Linien 33 dargestellt ist, die gerade noch innerhalb der rückwärtigen Öffnung 12
des Reflektors 3 liegen. Die Lampe 1 kann nunmehr leicht ausgewechselt werden, wobei
bereits vor der rückwärtigen Endstellung des Gehäusedeckels 5 gemäß Fig. 3 die elektrische
Stromzuführung zum Lampensockel 6 getrennt worden ist, so daß die Lampe 1 vollständig
spannungslos ist. Das Wiedereinsetzen der Lampe 1 erfolgt in umgekehrter Weise durch
Einschwenken der Lampe 1 in das Gehäuse und durch axiales Aufschieben des Gehäusedeckels
5 auf das Gehäuse 2 unter gleichzeitiger Herstellung der elektrischen Verbindung
zwischen Steckbuchse 18 und Stecker 19 und anschließendem Verriegeln des Gehäusedeckels
5 mittels der Verschlüsse 21.
1. Rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer für Halogen-Metalldampflampen,
mit einem in einem Gehäuse angeordneten Reflektor, mit einem rückwärtigen Gehäusedeckel,
mit einem Lampensockel zur Lagerung der eine zentrale Öffnung des Reflektors durchdringenden
Halogen-Metalldampflampe in der Rotationsachse des Reflektors und mit einer elektrischen
Zuleitung,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Lampensockel (6) aufnehmende rückwärtige Gehäusedeckel (5) mittels einer
Schiebe-Kipplagerung (22) am Gehäuse (2) abklappbar gelagert ist und daß am Gehäusedeckel
(5) ein mit dem Lampensockel (6) elektrisch verbundener Stecker (19) und am Gehäuse
(2) im Bereich der Gehäuseöffnung (17) eine Steckbuchse (18) angeordnet sind, an die
die elektrische Zuleitung angeschlossen ist.
2. Rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schiebe-Kipplagerung (22) aus mindestens einem, den Gehäusedeckel (2) in
Richtung der Rotationsachse (11) führenden Lagerstift (23) und einem Kippscharnier
(26, 27, 29) gebildet ist, dessen einer Scharnierteil (26) ein Langloch (27) aufweist,
in dem der Lagerbolzen (29) des anderen Scharnierteiles (28) über die Länge des Lager
stiftes (23) geführt ist.
3. Rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei diametral gegenüberliegende, am Umfang des Gehäusedeckels
(5) angeordnete Lagerstifte (23) und zwei parallele Scharnierteile (26) mit Langlöchern
(27) vorgesehen sind, denen jeweils ein axialer Lagerbolzen (29) am Gehäuse (2) bzw.
ein durchgehender Lagerbolzen am Gehäuse (2) zugeordnet sind.
4. Rotationssymmetrischer Hochleistungsscheinwerfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden parallelen Scharnierteile (26) an abgewinkelten , am Gehäusedeckel
(5) befestigten Scharnierarmen (25) angebracht sind und mit ihren Oberkanten an den
Oberseiten (30) der Führung (28) am Gehäuse (2) geführt sind.