[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen katalytischen Flächenheizkörper für die Verbrennung
eines Brenngases - insbesondere von Wasserstoff - mit Sauerstoff, mit je einer separaten
Zuführung für das Brenngas und den Sauerstoff, mit einer an der Zuführung für das
Brenngas anschließenden Diffusionsschicht und einer auf der der Brenngaszuführung
abgewandten Seite der Diffusionsschicht angeordneten katalytisch aktiven Schicht.
[0002] In dem Aufsatz "Wasserstoffnutzung durch katalytische Verbrennung" von K. Ledjeff
in der Zeitschrift BWK, Band 39 (1987), Nr. 7/8, sind verschiedene Brenner zur katalytischen
Verbrennung von Wasserstoff und von Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Propan und Methan,
offenbart worden. In diesem Aufsatz werdem auch die Vorzüge und Nachteile der Brenner
ohne und mit Vormischung der miteinander zu reagierenden Gase diskutiert. In diesem
Aufsatz ist auch der Aufbau eines katalytischen Brenners ohne Vormischung offenbart.
Bei diesem strömt das Brenngas durch ein Lochblech und eine hinter dem Lochblech angeordnete
Verteilermatte hindurch und in eine Katalysatormatte, die auf ihrer gegenüberliegenden
Seite mit Luft beaufschlagt ist. Bei diesem Brenner befindet sich die Verbrennungszone
auf der der Luftzufuhr zugewandten Seite der Katalysatormatte, was sich günstig für
die Wärmeabstrahlung auswirkt. Es ist ein wesentlicher Vorteil dieses katalytischen
Brenners, daß keine zündfähigen Gemische gebildet werden und somit Verpuffungen während
des Betriebes ausgeschlossen sind. Es ist aber eine Eigenart dieses katalytischen
Brenners, daß die Verbrennung sowohl bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen als
auch bei der Verbrennung von Wasserstoff unvollständig ist. Die Brenngaskonzentration
im Abgas liegt bei ihm im Prozentbereich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen katalytischen Flächenheizkörper für
die Verbrennung eines Brenngases mit reinem Sauerstoff oder mit Luft zu entwickeln,
bei dem einerseits keine zündfähigen Gemische entstehen können und der andererseits
trotzdem eine möglichst vollständige Verbrennung der eingesetzten Brenngase gewährleistet.
Darüber hinaus sollte der Flächenheizkörper in seiner Wärmeabgabe möglichst gut regelbar
sein.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale dem Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprüchen 2 bis 11 zu entnehmen.
[0005] Dadurch, daß die katalytische Aktivität der katalytisch aktiven Schicht auf der
der Diffusionsschicht abgewandten Seite hoher ist als auf der der Diffusionsschicht
zugewandten Seite, wird erreicht, daß es bei Betriebstemperatur in der mittelaktiven
Schicht zu einem nahezu vollständigen Umsatz des Brenngases mit dem Sauerstoff kommt
und daß der Sauerstoff bzw. die Luft folglich in der von der Diffusionsschicht entfernteren
hochaktiven Schicht im Überschuß vorhanden ist. Das wiederum begünstigt die vollständige
Umsetzung der restlichen Brenngasspuren.
[0006] Eine besonders flache Bauweise der katalytisch aktiven Schicht ergibt sich, wenn
in besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die katalytische Aktivität
in der katalytisch aktiven Schicht von der einen Seite derselben zur hierzu gegenüberliegenden
Seite kontinuierlich zunimmt. In diesem Fall führt jede noch so geringfügige Verzögerung
der Umsetzung dazu, daß sich die katalytische Aktivität des Bereiches, in der sich
Wasserstoff und Sauerstoff gegenüberstehen, erhöht.
[0007] Eine vereinfachte Bauweise der katalytisch aktiven Schicht ergibt sich, wenn dieselbe
in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung aus einer mittelaktiven und aus einer
separaten hochaktiven Schicht aufgebaut ist. Dies erlaubt es, Schichten ein heitlicher,
wenn auch unterschiedlicher katalytischer Aktivität herzustellen und die katalytisch
aktive Schicht aus mehreren solcher Schichten unterschiedlicher Aktivität zusammenzusetzen.
[0008] Die mechanische Festigkeit, insbesondere Stoßfestigkeit, des katalytischen Flächenheizkörpers
läßt sich erhöhen, wenn die hochaktive Seite der katalytisch aktiven Schicht auf einem
als Träger dienenden durchbrochenen Blech (Lochblech, Streckmetallblech oder dergleichen)
aufgebracht ist. In diesem Fall wird einerseits die katalytisch aktive Schicht gestützt
und andererseits auch die Zufuhr von Sauerstoff bzw. Luft durch die Durchbrüche des
Bleches ermöglicht.
[0009] In besonders zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann das durchbrochene Blech
aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit bestehen. Hierdurch wird die frei werdende
Wärme gleichmäßig über die gesamte Oberfläche der katalytisch aktiven Schicht verteilt.
Das hat zur Folge, daß die Aktivität der katalytisch aktiven Schicht, die ja stark
temperaturabhängig ist, über ihre gesamte Fläche gleichmäßig hoch ist. Dabei wird
verhindert, daß sich in der katalytisch aktiven Schicht Zonen höherer und niederer
Temperatur bzw. höherer und niederer katalytischer Aktivität bilden können. Zugleich
dient dieses Lochblech als Abstrahlungsfläche für die erzeugte Wärme.
[0010] In zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung kann die Diffusionsschicht aus einem
porösen Keramikkörper geringer Wärmeleitfähigkeit bestehen. Hierdurch wird die Wärmeübertragung
zur Rückseite des Flächenheizkörpers vermindert und zugleich die Wärmeabstrahlung
auf der Vorderseite des katalytischen Flächenheizkörpers, d. h. auf der Seite des
durchbrochenen Bleches erhöht. Darüber hinaus hat ein solcher fester Keramikkörper
die Eigenschaft, den Massenstrom des Brenngases auf einen maximalen Auslegungswert
zu begrenzen. Dies wiederum erhöht die Betriebssicherheit beträchtlich und begünstigt
zugleich die Regelbarkeit der Heizleistung.
[0011] In besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Porenradien der
Keramikschicht bei der Verbrennung von Wasserstoff als Brenngas so eingestellt sein,
daß sie keinen Sauerstoff, wohl aber Wasserstoff mit begrenztem Massenstrom hindurchlassen.
Durch diese Maßnahme wird einerseits zuverlässig sichergestellt, daß keine zündfähigen
Gemische entstehen können. Andererseits wird hierdurch auch sichergestellt, daß auf
Seiten der katalytisch aktiven Schicht Sauerstoff stets im Überschuß vorhanden ist.
Damit wird eine wesentliche Voraussetzung für die Betriebssicherheit und für eine
vollständige Umsetzung des Brenngases geschaffen.
[0012] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf den katalytischen Flächenheizkörper,
Fig. 2 eine Ansicht des katalytischen Flächenheizkörpers von vorne und
Fig. 3 eine graphische Darstellung des Konzentrationsverlaufs des Brenngases und des
Sauerstoffs in der Diffusionsschicht und der katalytisch aktiven Schicht.
[0013] Die Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf den katalytischen Flächenheizkörper 1. Dabei
ist das Gehäuse 2 des katalytischen Flächenheizkörpers auf der Oberseite aufgebrochen
dargestellt. Der im Ausführungsbeispiel gezeigte katalytische Flächenheizkörper 1
ist, wie die Fig. 1 in Verbindung mit der in der Fig. 2 gezeigten Vorderansicht verdeutlicht,
in einem mit Ausnahme der vorderen Stirnfläche allseitig gasdicht geschlossenen Gehäuse
2 eingebaut. Die vordere Stirnfläche 4 wird im Ausführungsbeispiel durch ein Lochblech
6 abgeschlossen, welches zur besseren Wärmeabgabe mit Rippen 8 versehen ist. Wie man
durch den Durchbruch erkennen kann, schließt sich an dem Lochblech 6 eine katalytisch
aktive Schicht 10 und an dieser wiederum eine Diffusionsschicht 12 an. Zwischen der
Diffusionsschicht 12 und der Rückwand 14 des Ge häuses ist ein leerer Raum 16. Dieser
ist über einen Leitungsstutzen 18 an eine Brenngasleitung 20, im vorliegenden Fall
an eine Wasserstoffleitung, angeschlossen. Unter den Rippen ist eine Auffangwanne
22 für Kondenswasser zu erkennen.
[0014] Die Diffusionsschicht 12 wird durch einen porösen Keramikörper, im Ausführungsbeispiel
aus Aluminiumoxid, gebildet. Dessen Porenradien sind so eingestellt, daß zwar Wasserstoffgas
hindurchtreten kann, nicht aber Sauerstoff. Dies wurde dadurch erreicht, daß seine
Poren, wie noch später erläutern wird, auf einen Durchmesser von 100 nm, im Ausführungsbeispiel
< 50 nm eingestellt wurden. Ein solcher Keramikkörper hat eine hohe Temperaturfestigkeit
und eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit.
[0015] Die katalytisch aktive Schicht 10 besteht im Ausführungsbeispiel ebenfalls aus einem
solchen scheibenförmigen Aluminiumoxid-Keramikkörper, nur sind dessen Porenradien
um mindestens einen Faktor 2 größer als in der Diffusionsschicht. Im Ausführungsbeispiel
sind die Porenradien der katalytisch aktiven Schicht größer als 200 nm. Außerdem hat
im Ausführungsbeispiel die der Diffusionsschicht 12 abgewandten Seite der katalytisch
aktiven Schicht 10 eine um etwa den Faktor 2 höhere katalytische Aktivität als jene
Seite der katalytisch aktiven Schicht, die der Diffusionsschicht zugewandt ist. Dieser
Faktor kann zweckmäßigerweise zwischen 1,5 und ca. 10 betragen.
[0016] Beim Betrieb des katalytischen Flächenheizkörpers 1 strömt Wasserstoffgas durch
den Leitungsstutzen 18 in den Raum 16 zwischen der Rückwand 14 des Gehäuses 2 und
der Diffusionsschicht 12. Von diesem Raum aus wird das Wasserstoffgas infolge eines
geringen Überdrucks durch die Diffusionsschicht 12 hindurchgedrückt. Die Diffusionsschicht
12 wie auch die katalytisch aktive Schicht sind, wie hier nicht weiter dargestellt
ist, über umlaufende Dichtungen gasdicht zwischen die Seitenwände 24, 25 des Gehäuses
2 eingepaßt. Infolge des hohen Strömungswiderstandes der Diffusionsschicht und durch
die durch ein hier nicht dargestell tes Fördermittel vorgegebenen Druckdifferenz
zwischen beiden Seiten der Diffusionsschicht stellt sich ein über den Überdruck einstellbarer
Wasserstoff-Massenstrom ein. Dieser Massenstrom wird gleichmäßig verteilt auf der
gegenüberliegenden Seite der Diffusionsschicht 12 in die katalytisch aktive Schicht
10 auf der Seite mit niedriger katalytischer Aktivität eingeleitet. Dort oxidiert
der Wasserstoff bei Betriebstemperatur mit dem durch das Lochblech 6 und die katalytisch
aktive Schicht 10 zuströmenden Sauerstoff bzw. Luftsauerstoff. Dabei verhindern die
feinen Porenradien der Diffusionsschicht von < 100 nm Durchmesser bevorzugt jedoch
von < 50 nm Durchmesser, daß der Sauerstoff in die Diffusionsschicht eindringen kann.
Das hat zur Folge, daß die Oxidation fast ausschließlich in der der Diffusionsschicht
zugewandten Seite niedrigerer katalytischer Aktivität stattfindet. Nur bei abgesenkter
Temperatur, etwa beim Einschalten des katalytischen Flächenheizkörpers oder stark
gedrosselter Leistung des Flächenheizkörpers, verschiebt sich die Zone, in der die
Oxidation des Wasserstoffs stattfindet, mehr in Richtung zur hochaktiven Seite der
katalytisch aktiven Schicht hin. Dies hat seinen Grund in der starken Zunahme der
katalytischen Aktivität mit der Temperatur. Sobald jedoch die Oxidation auf der
hochaktiven Seite der katalytisch aktiven Schicht eingesetzt hat, und diese und die
daran anschließenden Bereiche mittlerer katalytischen Aktivität mit aufheizt, verschiebt
sich die Zone, in der die Oxidation des Brenngases, hier des Wasserstoffs, stattfindet
mehr und mehr in Richtung auf die näher zur Diffusionsschicht gelegene weniger aktive
Seite der katalytisch aktiven Schicht. Dabei kann im Bereich der höheren katalytischen
Aktivität auch wegen der größeren Porenradien dieser Schicht mit starkem Sauerstoffüberschuß
gearbeitet werden, was zugleich Voraussetzung für eine vollständige Oxidation des
Brenngases ist.
[0017] Diese Verhältnisse werden in der Fig. 3 verdeutlicht. Neben der vergrößerten Darstellung
eines Querschnitts durch die Diffusionsschicht 12 und die daran anschließende katalytisch
aktive Schicht 10 ist in einem Diagram die Konzentration des Brenngases H₂ und des
Sauerstoffs O₂ dargestellt. Während die Konzentration des in diesem Diagram von oben
durch die Diffusionsschicht 12 zuströmenden Wasserstoffgases infolge des Strömungswiderstandes
in der Diffusionsschicht mit der Eindringtiefe abnimmt, ist diese Abnahme wegen des
größeren Porendurchmessers der katalytisch aktiven Schicht für den im Diagram von
unten in die katalytisch aktive Schicht einströmenden Sauerstoff vernachlässigbar
gering. Dabei ist die Eindringtiefe des Sauerstoffs wegen der Undurchlässigkeit der
Diffusionsschicht auf die katalytisch aktive Schicht begrenzt. Die Konzentration des
Wasserstoffs nimmt nach Eindringen in die Schicht mittlerer katalytischer Aktivität
wegen der einsetzenden Oxidation progressiv ab. Im Bereich dieser Abnahme nimmt auch
die Konzentration an Sauerstoff ab. Im Bereich dieser katalytisch aktiven Schicht
entsprechen die durchgezogenen Kurven einer vorgegebenen Betriebstemperatur. Gestrichelt
sind die Kurven für eine höhere und punktiert die Kurven für eine niedrigere Temperatur
eingezeichnet. Man erkennt daraus, daß in beiden Fällen kein Wasserstoff aus der katalytisch
aktiven Schicht austreten kann, weil er dazu in Bereiche immer höherer katalytischer
Aktivität und immer größeren Sauerstoffüberschusses eindringen müßte. Damit es nicht
zu lokalen Überhitzungen bzw. Unterkühlung kommen kann, besteht das Lochblech 6 aus
einem gut wärmeleitenden Material, das die Wärme über den gesamten Querschnitt der
katalytisch aktiven Schicht hinweg gleichmäßig verteilt, weil die katalytische Aktivität
stark mit der Temperatur steigt, wird so zugleich auch für eine gleichmäßige katalytische
Aktivität gesorgt.
[0018] Es ist ein besonderer Vorzug dieses katalytischen Flächenheizkörpers 1, daß er ein
inhärentes Regelverhalten zeigt, das dadurch zustande kommt, daß die mikroporöse
Keramik der Diffusionsschicht 12 auch bei maximaler Konzentrationsdifferenz und Temperatur
den Wasserstoff-Massenstrom auf den Auslegungswert begrenzt. Des weiteren stellt sich
durch die Volumenzunahme infolge Erwärmung der miteinander reagierenden Gase, d. h.
im Ausführungsbeispiel von Wasserstoff und Sauerstoff, ein Druckgleichgewicht ein.
Schließlich stellt die mikroporöse Keramik der Diffusionsschicht eine Sperre für den
Sauerstoff dar, was einerseits dazu führt, daß keine zündfähigen Gemische entstehen
können und andererseits in Verbindung mit den weiteren Poren und dem folglich geringeren
Strömungswiderstand der katalytisch aktiven Schicht im Vergleich zur Diffusionsschicht
dazu führt, daß der Wasserstoff in der katalytisch aktiven Schicht durch den immer
im Überschuß vorhandenen Sauerstoff vollständig umgesetzt wird.
[0019] Der katalytische Flächenheizkörper 1 zeigt darüber hinaus auch ein günstiges Verhalten
bei Teillast, weil durch die mit zunehmendem Abstand von der Diffusionsschicht steigenden
Aktivität und steigende Sauerstoffkonzentration der katalytisch aktiven Schicht
10 verhindert wird, daß unverbranntes Wasserstoffgas durch die katalytisch aktive
Schicht 10 hindurchtreten kann. Darüber hinaus ist die Heizleistung des Flächenheizkörpers
durch Regelung des Massenstroms des Wasserstoffs gut einstellbar. Des weiteren wird
durch die geringe Wärmeleitfähigkeit der keramischen Schicht, insbesondere der Diffusionsschicht,
dafür gesorgt, daß die Wärmeableitung im wesentlichen zur Vorderseite hin durch das
gut wärmeleitende Lochblech und nicht zur Rückseite hin erfolgt. Wegen ihrer geringen
Wärmeleitfähigkeit heizen sich die keramischen Schichten auch bei geringer Leistung
so stark auf, daß in ihnen auch bei Teillast eine hinreichend hohe Temperatur und
damit auch hohe katalytische Aktivität herrscht. Diese verhindert, daß auch bei Teillast
unverbranntes Wasserstoffgas durch das Lochblech 6 austreten kann.
[0020] Es wäre auch möglich, die unterschiedliche katalytische Aktivität auf beiden Seiten
der katalytisch aktiven Schicht dadurch zu erreichen, daß zugleich auch der Porenradius
des keramischen Trägermaterials zur Seite mit höherer katalytischen Aktivität hin
vergrößert wird. Dann dringt beim Eintauchen in der Lösung mit den katalytisch aktiven
Substanzen mehr davon in die Seite mit den größeren Poren als in die Seite mit den
kleineren Poren. Diese unterschiedliche Porengröße kann beim Sintern des Keramikmaterial
durch einseitig stärkere Infrarotaufheizung erreicht werden, denn bei der Wärmebehandlung
wachsen die Porenradien durch Zusammenbacken der Mikrokristallite.
[0021] Die Porengröße der Diffusionsschicht läßt sich dadurch einstellen, daß als Ausgangsmaterial
fein gemahlenes Material mit einer Primärkorngröße von < 10 nm verwendet wird. Dieses
Material wird in einer wäßrigen Lösung zu einem Schlicker verarbeitet, der getrocknet,
geformt und schließlich durch vorsichtiges Calzinieren zu einer entsprechend geformten
Scheibe verarbeitet wird. Dabei ist die Temperatur und vor allem auch die Zeit während
der das Material calziniert wird, möglichst klein zu halten, weil während des Calzinierens
ein Kornwachstum zu Lasten der kleinen Poren stattfindet.
1. Katalytischer Flächenheizkörper (1) für die Verbrennung eines Brenngases - insbesondere
von Wasserstoff - mit Sauerstoff, mit je einer separaten Zuführung (18) für das Brenngas
und den Sauerstoff, mit einer an der Zuführung für das Brenngas anschließenden Diffusionsschicht
(12) und einer auf der der Brenngaszuführung abgewandten Seite der Diffusionsschicht
angeordneten katalytisch aktiven Schicht (10), dadurch gekennzeichnet, daß die katalytische Aktivität der katalytisch aktiven Schicht (10) auf der der Diffusionsschicht
(12) abgewandten Seite höher ist als auf der der Diffusionsschicht zugewandten Seite.
2. Katalytischer Flächenheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytische Aktivität in der katalytisch aktiven Schicht (10) von der einen
Seite derselben zur hierzu gegenüberliegenden Seite kontinuierlich zunimmt.
3. Katalytischer Flächenheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytisch aktive Schicht aus einer mittelaktiven und aus einer separaten
hochaktiven Schicht aufgebaut ist.
4. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hochaktive Seite der katalytisch aktiven Schicht (10) auf einem als Träger
dienenden durchbrochenen Blech (6) (Lochblech, Streckmetallblech oder dergleichen)
aufgebracht ist.
5. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusionsschicht (12) aus einem porösen Keramikkörper geringer Wärmeleitfähigkeit
besteht.
6. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Porenradien der Diffusionsschicht (12) bei der Verwendung von Wasserstoff
als Brenngas so eingestellt sind, daß sie keinen Sauerstoff, wohl aber Wasserstoff
mit begrenztem Massenstrom hindurchlassen.
7. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytisch aktive Schicht (10) einen deutlich geringeren Strömungswiderstand
für Wasserstoff aufweist als die Diffusionsschicht
8. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das durchbrochene Blech (6) aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit, vorzugsweise
aus einer Aluminiumlegierung, besteht.
9. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das durchbrochene Blech (6) zur besseren Wärmeableitung Rippen (8) trägt.
10. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (8) zur Ableitung des an ihnen kondensierten Dampfes mit einer unteren
Abwasserrinne (26) ausgestattet sind.
11. Katalytischer Flächenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Weg des Abgasstromes Wärmetauscherheizflächen zur Kondensation von Dampf
eingebaut sind.