[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber mit einem
piezoelektrischen Schwingsystem, einer Anregungselektronik, einer Stromversorgung,
einem Schalter, einem Flüssigkeitsvorratsbehälter und einem Ventil zur Steuerung der
Flüssigkeitszufuhr zum piezoelektrischen Schwingsystem.
[0002] Die Zerstäubung von Kosmetika, wie z. B. von Haarspray, Haarfestiger und dergleichen,
erfolgt zur Zeit mit Spraydosen. Diese enthalten ein unter Druck stehendes Treibgas
sowie die zu versprühende Flüssigkeit, im allgemeinen ein Kosmetika. Beim Betätigen
des Ventils versprüht das Treibgas die Flüssigkeit und trägt das sich bildende Aerosol
mit sich fort. Solche Spraydosen belasten durch das freiwerdende Treibgas die Umwelt.
Insbesondere schädigen die meisten der hierfür geeigneten Treibgase die Ozonhülle
der Erde. Darüber hinaus belasten auch die versprühten Kosmetika wie Haarsprays, Haarfestiger
und dergleichen die Atemwege, insbesondere der berufsmäßig damit befaßten Personen.
[0003] Durch die DE-OS 32 02 597 ist ein Flüssigkeitszerstäuber für medizinische Zwecke
bekannt, bei dem eine in einem Flüssigkeitsvorratsbehälter befindliche Flüssigkeit
einem piezokeramischen Schwingsystem zugeführt wird und dort zerstäubt wird. Das sich
bildende Aerosol wird von dem Luftstrom eines eingebauten Gebläses fortgetragen. Bei
diesem Gerät, das das dosierte Versprühen von Flüssigkeiten, insbesondere von Arzneien
ermöglicht, wird das erzeugte Aerosol durch den erzeugten Luftstrom mitgenommen und
über eine größere Strecke transportiert. Bei der Zerstäubung von Arzneien, Textilhilfsmitteln
sowie von Desinfektionmitteln ist es dabei durchaus erwünscht, wenn größere Luftvolumina
von Aerosolpartikeln durchsetzt werden.
[0004] Durch die DE-AS 28 54 841 ist ein batteriebetriebener Flüssigkeitszerstäuber vorzugsweise
für Inhalationszwecke bekannt. Dieser Flüssigkeitszerstäuber ist handlich - er hat
in etwa die Abmessungen einer Zigarettenschachtel - und trägt an seiner einen Ecke
unter einer Verschlußkappe einen Zerstäubertrichter und hinter diesem Zerstäubertrichter
ein piezoelektrisches Schwingsystem. Bei diesem Flüssigkeitszerstäuber wird die Abstrahlfläche
des piezoelektrischen Schwingsystems über eine Pfanne von einem Flüssigkeitsgeber
mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit benetzt. In dem Gehäuse des Flüssigkeitszerstäubers
befindet sich außer einem Batteriesatz oder Akku auch noch die Anregungselektronik
für das piezoelektrische Schwingsystem sowie ein Schalter, über den die Anregungselektronik
einschaltbar ist. Dieser Flüssigkeitszerstäuber, der ohne Gebläse auskommt, wird
als tragbares Inhalationsgerät benutzt. Bei abgezogener Verschlußkappe wird der Mund
des Patienten vor den Zerstäubungstrichter gehalten und das zerstäubte Aerosol eingeatmet.
Dabei wird das Aerosol von dem Atemluftstrom in den Mund und in die Atmungsorgane
des Patienten eingesaugt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu weisen, wie insbesondere Kosmetikartikel
wie Haarsprays, Haarfestiger und dergleichen umweltschonend appliziert werden können.
Dabei soll die Verwendung von umweltschädigenden Treibgasen vermieden werden. Außerdem
soll auch soweit wie möglich vermieden werden, daß die versprühten Kosmetika eingeatmet
werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprüchen 2 bis 10 zu entnehmen.
[0007] Der Einbau des piezoelektrischen Schwingsystems in einem vorspringenden rohrförmigen
Gerätevorsatz unmittelbar vor der Öffnung desselben hat zur Folge, daß die Abstrahlfläche
des piezoelektrischen Schwingsystems so nahe wie möglich an den Ort vor geschoben
werden kann, an dem das Aerosol appliziert werden soll. Das wiederum ist die Voraussetzung
dafür, daß auf einen die Aerosolpartikel mitreißenden Gasstrom oder Gebläseluftstrom
verzichtet werden kann. Unter dieser Voraussetzung ist es nunmehr möglich, daß die
vom piezoelektrischen Schwingsystem auf die Aerosolpartikel übertragene kinetische
Energie ausreicht, diese Aerosolpartikel ohne Unterstützung durch einen Gasstrom zum
Applikationsort bzw. die Haare eines Kunden zu befördern. Dies ist einerseits eine
Grundvoraussetzung, um mit möglichst wenig Aerosolpartikel auszukommen bzw. sparsam
mit dem Kosmetikartikel umzugehen. Andererseits wird so auch eine großräumige Verunreinigung
der Umgebungsluft mit Kosmetikapartikel vermieden.
[0008] Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung erreicht man, wenn der rohrförmige
Gerätevorsatz am Zerstäubergehäuse ansteckbar ist. Dies erlaubt es, für ein und denselben
Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber mehrere Gerätevorsätze für unterschiedliche Anwendungsfälle
vorzusehen. Dies ist zugleich auch eine Voraussetzung, um den rohrförmigen Gerätevorsatz
optimal an einen jeweils speziellen Anwendungsfall anpassen zu können.
[0009] Einen besonders umweltschonenden Transport des Aerosols an den Applikationsort und
zugleich ein besonders sparsamer Umgang mit dem Kosmetikmittel wird erreicht, wenn
in besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die Abstrahlfläche des piezoelektrischen
Schwingsystems elektrisch aufladbar ist. In diesem Fall können die das piezoelektrische
Schwingsystem verlassenden Aerosolpartikel elektrostatisch aufgeladen werden.
[0010] Dies wiederum ist die Voraussetzung dafür, daß die erzeugten und elektrostatisch
aufgeladenen Aerosolpartikel in besonders zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung
im elektrischen Feld zwischen dem elektrisch aufgeladenen piezoelektrischen Schwingsystem
und der Applikationsoberfläche gerichtet transportiert werden können. Eine Verunreinigung
der Umgebungsluft durch vagabundierende Aerosolpartikel kann so sicher vermieden werden.
[0011] Eine zuverlässige Versorgung der Abstrahlfläche des piezoelektrischen Schwingsystems
mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit wird erreicht, wenn das piezoelektrische Schwingsystem
in Ausgestaltung der Erfindung eine zentrale Bohrung für die Flüssigkeitszufuhr
besitzt. In diesem Fall kann auch der rohrförmige Gerätevorsatz einen geringeren Durchmesser
bekommen, was in vielen Fällen der leichteren Applizierung des Aerosols zugute kommt.
[0012] Für die Applikation der Aerosolpartikel auf relativ kleinen Oberflächen kann die
Abstrahlfläche des piezoelektrischen Schwingsystems in zweckmäßiger Ausgestaltung
der Erfindung annähernd eben geformt sein. In diesem Fall wird durch die Ultraschallschwingungen
der Abstrahlfläche des piezoelektrischen Schwingsystems den Aeorosolpartikeln ein
Impuls im wesentlichen in Richtung senkrecht zur Abstrahlfläche vermittelt, so daß
ein annähernd zylindrischer Strahl von Aerosolpartikeln von der Abstrahlfläche abströmt.
[0013] Für Anwendungsfälle, bei denen eine möglichst großflächige Applikation erforderlich
ist, kann die Abstrahlfläche des piezoelektrischen Schwingsystems in einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung stumpf kegelförmig ausgeführt sein. Das hat zur Folge,
daß die Aerosolpartikel mehr divergierend abströmen und somit bei gegebenem Abstand
von Applikationsfläche eine größere Oberfläche mit dem Aerosol kontaktiert wird.
Durch bloßes Umstecken des düsenförmigen Gerätevorsatzes mit dem entsprechenden piezoelektrischen
Schwingsystem läßt sich relativ schnell von der einen zu der anderen Abstrahlart umwechseln.
[0014] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:
FIG 1 eine schaubildliche Ansicht des teilweise aufgebrochenen erfindungsgemäßen Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers,
FIG 2 eine Seitenansicht eines piezoelektrischen Schwingsystems für kleine Applikationsflächen
und
FIG 3 eine Seitenansicht eines piezoelektrischen Schwingsystems für große Applikationsflächen.
[0015] Wie die schaubildliche Ansicht der Figur 1 zeigt, hat der Ultraschall-Flüssigkeitszertäuber
1 bedingt durch die bestmögliche Lage in der Hand des Benutzers eine in etwa pistolenförmige
Gehäuseform. Er umfaßt ein etwa zigarettenschachtelgroßes Basisgehäuse 2, in welchem
die Stromversorgung 4, die Anregungselektronik 6 und ein über einen Auslöseknopf
8 betätigbarer Schalter untergebracht sind. Am oberen Ende dieses Basisgehäuses 2
ist, rechtwinklig zu seiner Längsachse, ein ansteckbarer rohrförmiger Gerätevorsatz
12 zu erkennen, der das piezoelektrische Schwingsystem 14 enthält. Außerdem ist auf
der Oberseite des Basisgehäuses 2 ein Aufsatz 16 mit einem Flüssigkeitsbehälter 17
bzw. einer Flüssigkeitspatrone aufsteckbar. Das Basisgehäuse 2 ist auf seiner einen
langen, schmalen Seite mit Einwellungen 18, 19, 20, 21 für die vier Finger einer haltenden
Hand versehen. Im Bereich der oberen Einwellung 21 - die normalerweise dem Zeigefinger
zugeordnet ist - ist der Auslöseknopf 8 eingebaut. Der rohrförmige Gerätevorsatz
12 ist in seinem vorderen offenen Ende etwas eingezogen. Er trägt, wie in der Figur
1 zu erkennen ist, das piezokeramische Schwingsystem 14 mit einer Piezokeramik 22,
einem an der Piezokeramik befestigten konusförmigen Schwingelement 24 mit angeformter
ebener, tellerförmiger Abstrahlfläche 26. Das piezoelektrische Schwingsystem 14 ist
so im rohrförmigen Gerätevorsatz 12 eingebaut, daß die ebene Abstrahlfläche 26 nur
wenige Millimeter hinter der Öffnung 28 des rohrförmigen Gerätevorsatzes 12 angeordnet
ist. Es enthält eine zentrale Bohrung 30 und ist in hier nicht weiter dargestellter
Weise über eine Flüssigkeitsleitung 32 und ein Ventil 34 mit dem Flüssigkeitsvorratsbehälter
17 im Aufsatz 16 verbunden.
[0016] Zum Gebrauch, etwa durch den Friseur, wird der Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber
so in die Hand genommen, daß die Finger sich in die Einwellungen 18, 19, 20, 21 des
Basisgehäuses 2 legen und der Zeigefinger auf dem Auslöseknopf 8 ruht. Der Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber
1 kann jetzt mit der Öffnung des rohrförmigen Gerätevorsatzes 12 gegen die Applikationsfläche,
etwa die Haare des Kunden, gerichtet werden. Beim Betätigen des Auslöseknopfes 8 mit
dem Zeigefinger wird zunächst die Anregungselektronik 6 eingeschaltet und das piezoelektrische
Schwingsystem 14 damit zur Schwingung angeregt. Bei weiterem Durchdrücken des Auslöseknopfes
8 wird auch das Ventil 34 geöffnet, so daß die Flüssigkeit, wie z. B. Haarfestiger,
Haarwasser oder dergleichen, aus dem Flüssigkeitsbehälter 17 durch die zentrale Bohrung
30 des piezoelektrischen Schwingsystems 14 auf dessen Abstrahlfläche 26 gelangt.
Infolge der Schwingungen dieser Abstrahlfläche wird die Flüssigkeit von dort in Form
feinster Tröpfchen rechtwinklig zur Abstrahlfläche 26 fortgeschleudert. Dabei wird
auf die abgelösten Aerosolpartikel ein Impuls übertragen, der diese befähigt, 5 bis
10 cm weit zu fliegen. Die Aerosolpartikel werden somit nicht diffus in den Raum hinausgeschleudert,
sondern können gezielt direkt auf die Haare des Kunden oder eine entsprechende Applikationsfläche
gerichtet werden. Beim Loslassen des Auslöseknopfes 8 wird zunächst das Ventil 34
geschlossen und sodann die Anregungselektronik 6 abgeschaltet. Damit wird gewährleisten,
daß sich noch auf der Abstrahlfläche 26 befindliche Flüssigkeitspartikel vollends
wegfliegen und nicht etwa dort allmählich austrocknen und die Abstrahlfläche mit der
Zeit verunreinigen.
[0017] Um das Aerosol noch gezielter auf die Applikationsfläche zu konzentrieren und eine
Verunreinigung der Umgebungsluft völlig auszuschließen, ist im Ausführungsbeispiel
das Schwingelement 24 selbst oder die Oberfläche der Abstrahlfläche 26 des Schwingelements
24 elektrisch leitend ausgeführt und an eine elektri sche Hochspannungsquelle 27
im Basisgehäues 2 angeschlossen. Zu diesem Zweck ist es möglich, diese Abstrahlfläche
26 mit einer dünnen Metallfolie zu bekleben oder aber auf dieser Abstrahlfläche eine
elektrisch leitende Schicht durch Bedampfen oder auf chemischem Wege herzustellen.
Die elektrische Hochspannungsquelle 27 ist über einen zusätzlichen Schalter 36 in
Serie zu dem durch den Auslöseknopf 8 betätigten Schalter 10 für das piezoelektrische
Schwingsystem zu schalten.
[0018] Wird nun der Schalter 36 für die elektrische Hochspannungsquelle 27 eingeschaltet,
so wird beim Betätigen des Auslöseknopfes 8 zusammen mit dem piezoelektrischen Schwingsystem
14 zugleich auch die elektrische Hochspannungsquelle 27 mit eingeschaltet, so daß
die Abstrahlfläche 26 gegenüber der Umgebung elektrisch aufgeladen ist. Dies führt
nun dazu, daß die sich beim Betrieb des piezoelektrischen Schwingsystems 14 von diesem
ablösenden Flüssigkeitströpfchen bzw. Aerosolpartikel elektrostatisch aufgeladen
sind und daher von der Applikationsoberfläche, wie z. B. den Haaren des Kunden, angezogen
werden. Wird jetzt der rohrförmige Gerätevorsatz 12 auf eine Applikationsfläche gerichtet,
so werden alle abgestrahlten Aerosolpartikel von dieser Applikationsoberfläche aufgefangen.
Jegliche Luftverunreinigung durch frei herumvagabundierende Aerosolpartikel kann
so zuverlässig vermieden werden. Dies ist insbesondere wichtig, weil viele der verwendeten
Kosmetika, wie z. B. Haarfestiger, aus gesundheitlichen Gründen tunlichst nicht eingeatmet
werden sollen.
[0019] Das Ausführungsbeispiel der Figur 2 zeigt ein piezoelektrisches Schwingsystem 40
mit einem vom Ausführungsbeispiel der Figur 1 abweichenden Formgebung. Auch hier ist
die Piezokeramik 42 am hinteren Ende des Schwingelements 44 flächig befestigt. Das
Schwingelement 44 ist jedoch im wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Es enthält
lediglich eine umlaufende halbkreisförmige Einkerbung 46 hinter der Abstrahlfläche
48. Durch diese Form gebung wird eine eher planparallele Schwingung der Abstrahlfläche
48 erreicht und wird ein Aerosolstrom erzeugt, der im wesentlichen zylindrisch ausgebildet
ist und senkrecht von der Abstrahlfläche 48 abströmt. Auch bei diesem piezoelektrischen
Schwingsystem 40 in eine zentrale Bohrung 29 für die Flüssigkeitszufuhr vorhanden
und kann die Abstrahlfläche 48 des Schwingelements elektrisch leitend ausgeführt sein.
[0020] Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 zeigt ein weiteres piezoelektrisches Schwingsystem
50, bei dem die Piezokeramik 52 wiederum auf einem im wesentlichen kegelförmigen Schwingelement
54 aufgesetzt ist. Jedoch ist die Abstrahlfläche 56 abweichend vom Ausführungsbeispiel
der Figur 1 nicht plan, sondern stumpf kegelförmig ausgebildet. In diesem Fall wird
die Hauptabstrahlleistung an den Rändern der Abstrahlfläche 56 abgegeben und ist
diese Abstrahlleistung ist wiederum im wesentlichen senkrecht zur Abstrahlfläche gerichtet.
Das bedeutet, daß auch das piezoelektrische Schwingsystem 50 gemäß der Figur 3 ein
im wesentlichen kegelförmiger Aerosolstrom erzeugt. Dieser eignet sich insbesondere
für großflächige Applikationsflächen. Auch hier ist eine zentrale Bohrung 31 für die
Flüssigkeit vorhanden und kann die Abstrahlfläche 56 elektrisch leitend ausgebildet
und an eine elektrostatische Hochspannungsquelle angeschlossen sein.
[0021] Dadurch, daß jedes dieser piezoelektrischen Schwingsysteme 14, 40, 50 in einem eigenen
rohrförmigen Gerätevorsatz 12 untergebracht ist, welcher bei Bedarf auf das Basisgehäuse
2 aufsteckbar ist, läßt sich durch bloßes Umstecken sehr schnell eine Änderung des
Abstrahlprofils des Ultraschall-Flüssigkeitszerstäu bers 1 erreichen. Dieser kann
somit flexibel an die jeweilige Arbeitssituation angepaßt werden.
[0022] Es ist ein besonderer Vorteil des Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers 1, daß er
nicht nur leicht handhabbar und in seiner Abstrahlcharakteristik veränderbar ist,
sondern daß darüber hinaus die Verwendung von umweltschädigenden Treibgasen, wie bei
Spraydosen, vermieden wird. Darüber hinaus ist es ein besonderer Vorzug dieses Ultraschall-Flüssigkeitszerstäubers,
daß auch das erzeugte Aerosol nicht durch irgendeinen Luft- oder Gasstrom weit verstreut
wird, sondern direkt ausgerichtet auf den Applikationsherd abgestrahlt werden kann.
Bei zusätzlicher elektrostatischer Aufladung des Aerosols kann schließlich jegliche
Verunreinigung der Luft frei herumschwebender Aerosolpartikel zuverlässig unterbunden
werden.
1. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber mit einem piezoelektrischen Schwingsystem,
einer Anregungselektronik, einer Stromversorgung, einem Schalter, einem Flüssigkeitsvorratsbehälter
und einem Ventil zur Steuerung der Flüssigkeitszufuhr zum piezoelektrischen Schwingsystem,
dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische Schwingsystem (14, 40, 50) in einem vorspringenden rohrförmigen
Gerätevorsatz (12) unmittelbar vor der Öffnung (28) desselben eingebaut ist.
2. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Gerätevorsatz (12) am Zerstäuberbasisgehäuse (2) ansteckbar ist.
3. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstrahlfläche (26, 48, 56) des piezoelektrischen Schwingsystems (14, 40,
50) elektrisch aufladbar ist.
4. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Asnprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die erzeugten und elektrostatisch aufgeladenen Aerosolpartikel im elektrischen
Feld zwischen dem elektrisch aufgeladenen piezoelektrischen Schwingsystem und der
Applikationsoberfläche gerichtet transportiert werden.
5. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische Schwingsystem (14, 40, 50) eine zentrale Bohrung (30) für
die Flüssigkeitszufuhr besitzt.
6. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstrahlfläche (26, 48) des piezoelektrischen Schwingsystems (14, 40) annähernd
eben geformt ist.
7. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeich net, daß die Abstrahlfläche (56) des piezoelektrischen Schwingsystems (50) stumpf kegelförmig
ausgeführt ist.
8. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstrahlfläche des piezoelektrischen Schwingsystems annähernd konvex geformt
ist.
9. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsbehälter (16) am Basisgerät (2) ansteckbar ist.
10. Ultraschall-Flüssigkeitszerstäuber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9, gekennzeichnet durch eine im wesentlichen pistolenförmige Formgebung.