[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlußvorrichtung für eine Warm- und Kaltwassermischarmatur
mit einem in oder an der Gebäudewand etc. angeordneten Anschlußstück, das wenigstens
für zwei Rohrleitungsanschlüsse Bohrungen aufweist und von denen in Querrichtung
Bohrungen zum Anschluß der Mischarmatur abzweigen, wobei ein Zwischenstück zur Anpassung
der Vorstehlänge der Mischarmatur aus der Gebäudewand vorgesehen ist.
Derartige Anschlußvorrichtungen sind aus den Druckschriften DE-OS 23 24 023 und DE-OS
37 23 828 bekannt.
Zur Anpassung der Vorstehlänge der Mischarmatur aus der Gebäudewand ist insbesondere
in der DE-OS 23 24 023 vorgesehen, daß Zwischenstücke von unterschiedlicher Länge
zwischen der Mischarmatur und dem Anschlußstück einsetzbar sind. Mit diesen Zwischenstücken
ist jedoch nur eine stufenweise Veränderung der Vorstehlänge möglich.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebene
Anschlußvorrichtung weiter zu verbessern, so daß insbesondere eine stufenlose, axiale
Justierung der Anschlußverbindung ermöglicht ist.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Zwischenstück aus zwei
zueinander axial verstellbaren Teilen besteht, deren Abstand mittels Stellschrauben
stufenlos in einem begrenzten Rahmen einstellbar ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 6 angegeben.
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im folgenden näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 eine Anschlußvorrichtung in Perspektivdarstellung, wobei die Einzelelemente
auseinandergezogen dargestellt sind;
Figur 2 das in Figur 1 dargestellte Zwischenstück im Längsschnitt an einer Gebäudewand
installiert;
Figur 3 das Zwischenstück gemäß Figur 2 in der Schnittebene III.
[0005] Die in Figur 1 dargestellte Anschlußvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem
in der Gebäudewand angeordneten Anschlußstück 1 (in der Zeichnung nur zum Teil dargestellt),
einem Zwischenstück 2, einer Mischarmatur 3 sowie einer Hülse 4, wobei auf dem Zwischenstück
2 oder der Hülse 4 eine Schieberosette 5 zur Abdichtung der Wandöffnung vorzusehen
ist. Das Zwischenstück 2 ist dabei mit einer koaxial angeordneten Befestigungsschraube
24 an dem Anschlußstück 1 unter Zwischenlage von Dichtungen (in der Zeichnung nicht
dargestellt) fixierbar.
[0006] Als Verdrehsicherung sind an der stromaufwärts befindlichen Stirnseite des Zwischenstücks
2 Rohrzapfen 271 ausgebildet, die in Bohrungen 11 des Anschlußstücks 1 einfassen.
Die Mischarmatur 3 wird an der gegenüberliegenden Stirnseite des Zwischenstücks 2
ebenfalls unter Zwischenlage von Dichtungen mit der Hülse 4 bajonettartig befestigt.
Die Zuführung von Kalt- und Warmwasser erfolgt durch die parallel nebeneinander angeordneten
Bohrungen 11 vom Anschlußstück 1 über das Zwischenstück 2 in die Mischarmatur 3.
[0007] Das Zwischenstück 2 besteht aus zwei Teilen, wie es insbesondere aus Figur 2 und
3 der Zeichnung zu entnehmen ist. An dem stromaufwärts gelegenen Teil sind konzentrisch
zu den Bohrungen 11 Stutzen 21 ausgebildet, von deren vorderer Außenwandung jeweils
ein Dichtring 211 angeordnet ist. In dem stromabwärts gelegenen Teil des Zwischenstücks
2 sind entsprechend ausgebildete Zylinderbohrungen 22 angeordnet, in denen die Stutzen
21 axial verschiebbar gedichtet gelagert sind. Konzentrisch im Zwischenstück 2 ist
eine Befestigungsschraube 24 angeordnet, die durch beide Teile des Zwischenstücks
2 hindurchgreift und in eine Gewindebohrung 12 des Anschlußstücks 1 einschraubbar
ist. Parallel neben der Befestigungsschraube 24, senkrecht zur Verbindungsachse der
beiden Bohrungen 11 (Figur 3), ist jeweils eine Distanzschraube 23 mit Gewinde im
stromabwärts gelegenen Teil des Zwischenstücks 2 angeordnet. Die Distanzschrauben
23 sind dabei in ihrer Länge so bemessen, daß sie bei voll eingeschraubter Distanzschraube
23 die maximal mögliche Verlängerung des Zwischenstücks 2 bewirken. Bei geringeren
Verlängerungen stehen die Distanzschrauben 23 an der Stirnseite vor und werden beim
Anschluß der Mischarmatur 3 in entsprechende Öffnungen (in der Zeichnung nicht dargestellt)
eingesenkt.
[0008] Wie aus Figur 2 zu entnehmen ist, beträgt die maximal mögliche Verlängerung bzw.
Verkürzung die Strecke 26. Bei der Bestimmung der Verlängerung bzw. Verkürzung des
Zwischenstücks 2 gelangen die Distanzschrauben 23 mit ihrer Spitze an einen Flansch
27 des stromaufwärts gelegenen Teils des Zwischenstücks 2, so daß die Länge stufenlos
einstellbar ist. Beim Anschluß des Zwischenstücks 2 an das Anschlußstück 1 wird dann
mit der Befestigungsschraube 24 diese Längenposition fixiert.
[0009] Die Mischarmatur 3 kann in folgender Weise an der Gebäudewand installiert werden:
Zunächst wird das zum Teil dargestellte Anschlußstück 1 in der Gebäudewand 6 installiert
und mit den Anschlußrohren für Kalt- und Warmwasser verbunden. Danach, wenn die Gebäudewand
verputzt und eventuell verfliest ist, wird über das Zwischenstück 2 die Hülse 4 übergestreift,
wobei eine Schulter 41 an einem Bund 25 des Zwischenstücks 2 zur Anlage gelangt und
das Zwischenstück 2 lose mit der Befestigungsschraube 24 an dem Anschlußstück 1 gehaltert
wird. Nunmehr kann mit den Distanzschrauben 23 die Länge des Zwischenstücks 2 justiert
werden. Sobald die richtige Länge eingestellt ist, kann dann mit der Befestigungsschraube
24 das Zwischenstück 2 dicht und fest mit dem Anschlußstück 1 verbunden werden. Nunmehr
wird die Mischarmatur 3 gegen die vorstehende Stirnseite des Zwischenstücks 2 geführt,
wobei vorher noch die Rosette 5 über die Armatur 3 übergestreift worden ist. Nunmehr
kann die Hülse 4 gegen den Bund 25 des Zwischenstücks 2 gebracht werden, wobei zwei
Radialzapfen 42 der Hülse 4 in entsprechende Schlitze 31 der Mischarmatur 3 einfassen
und durch eine kurze Verdrehung die dichte und feste Verbindung der Mischarmatur 3
mit dem Zwischenstück 2 hergestellt wird. Danach kann die Rosette 5 auf die äußere
zylin drische Mantelfläche 43 der Hülse 4 aufgeschoben werden, so daß die Öffnung
in der Gebäudewand 6 zum Anschlußstück 1 dicht abgeschlossen ist. Zur dichten Anpressung
an die Gebäudewand können Spannschrauben 51 vorgesehen sein.
Anstatt der Bajonettverbindung von dem Zwischenstück 2 mit der Mischarmatur 3 kann
selbstverständlich auch eine Überwurfmutterverschraubung etc. eingesetzt werden.
1. Anschlußvorrichtung für eine Warm- und Kaltwassermischarmatur mit einem in oder
an der Gebäudewand etc. angeordneten Anschlußstück, das wenigstens für zwei Rohrleitungsanschlüsse
Bohrungen aufweist und von denen in Querrichtung Bohrungen zum Anschluß der Mischarmatur
abzweigen, wobei ein Zwischenstück zur Anpassung der Vorstehlänge der Mischarmatur
aus der Gebäudewand vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(2) aus zwei zueinander axial verstellbaren Teilen besteht, deren Abstand mittels
Stellschrauben stufenlos in einem begrenzten Rahmen einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zu den Bohrungen
(11) in dem einen Teil des Zwischenstücks (2) je ein Stutzen (21) mit Dichtring (211)
ausgebildet ist, der jeweils in eine Zylinderbohrung (24) des anderen Teils axial
verschiebbar angeordnet ist, und die beiden Teile mittels eines oder mehrerer Distanzschrauben
(23) auf die erforderliche Länge einstellbar sind.
3. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder
zwei Distanzschrauben (23) an eine oder beiden Seiten der Bohrungen (11) angeordnet
sind und konzentrisch durch das Zwischenstück (2) eine Befestigungsschraube (24)
zur Fixierung des Zwischenstücks (2) an dem Anschlußstück (1) vorgesehen ist, wobei
mit der Befestigungsschraube (24) gleichzeitig die beiden, mit den Distanzschrauben
(23) auf einen bestimmten Abstand gebrachten Teile in dieser Position gesichert sind.
4. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Zwischenstück (2) ein Bund (25) ausgebildet ist, an dem eine Hülse (4) axial
mit einer Schulter (41) zur Anlage gelangt, wobei die Hülse (4) Radialzapfen (42)
aufweist, mit denen die Mischarmatur (3) an dem Zwischenstück (2) fixierbar ist.
5. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der
Mischarmatur (3) oder die Hülse (4) eine äußere zylindrische Mantelfläche (43) aufweist,
auf der eine Schieberosette (5) zur Abdeckung und Abdichtung des Anschlußstücks (1)
in der Gebäudewand (6) vorgesehen ist.
6. Anschlußvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß an der stromaufwärts gelegenen Stirnseite des Zwischenstücks (2) Rohrzapfen 271
ausgebildet sind, die zur Verdrehsicherung in die Bohrungen (11) des Anschlußstücks
(1) einfassen.