[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befestigung von Gegenständen,
insbesondere Unterputzanschlußstücke für Wasserarmaturen oder Rohrleitungen, bei
der mittels eines oder mehrerer Stehbolzen mit Hilfe von Muttern der Gegenstand gehalten
ist. Aus der Druckschrift DE 35 19 652 A1 ist eine Befestigungsvorrichtung für Unterputzanschlußstücke
von Sanitärarmaturen bekannt. Bei dieser Einrichtung ist für das Anschlußstück eine
an der Gebäudewand befestigbare Platte vorgesehen, an der ein Stehbolzen befestigt
ist, auf den dann das Anschlußstück aufgeschraubt werden kann. Nach dem Installieren
der Anschlußrohrleitung ist eine Justierung des Anschlußstücks auf dem Stehbolzen
nicht mehr möglich. Außerdem ist eine Körperschallisolierung bei dieser bekannten
Anschlußvorrichtung nicht vorgesehen.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine justierbare Befestigungsvorrichtung,
insbesondere für Anschlußstücke von an der Gebäudewand angeordneten Wassermischarmaturen,
zu schaffen, wobei es mit zur Auf gabe gehört, die Vorrichtung so auszubilden, daß
eine Körperschallisolierung möglich ist.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf dem oder den Stehbolzen
je eine Stellmutter vorgesehen ist, die mit einem Ansatz von der Rückseite durch
eine Halteöffnung des Gegenstands hindurchgreift, derart, daß sie von der Vorderseite
des Gegenstands drehbar ist, und zur Fixierung von der Vorderseite eine Kontermutter
aufschraubbar ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 8 angegeben.
[0004] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein nachträgliches
Ausrichten des Befestigungsgegenstands ermöglicht wird. Die Erfindung kann insbesondere
mit großem Vorteil für die Befestigung von Unterputzkomponenten, wie Anschlußstücke
für Wasserarmaturen und ähnliche Bauteile, eingesetzt werden, da durch die erfindungsgemäße
Ausbildung das Ausrichten, wie Höhenausgleich, Winkelausgleich, während der Rohmontage
erheblich erleichtert wird. Zusätzlich wird mit der Erfindung nach der Rohinstallation,
d.h. Verlegen der Anschlußrohrleitungen für Kalt- und Warmwasser und dem Verputzen
und Verfliesen der Gebäudewand eine Feinjustierung möglich, da die Stehbolzen mit
der Stellmutter und der Kontermutter über die von einer Rosette abdeckbaren Maueröffnung
zugänglich sind.
Schließlich kann durch die Erfindung mit relativ einfachen Mitteln durch die Ausbildung
der Halteöffnung und der Zuordnung eines im Querschnitt U-förmigen, gummielastischen
Ringes eine Körperschallisolierung erreicht werden.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine Befestigungsvorrichtung mit einem Anschlußstück und einer daran befestigten
Wassermischarmatur in der Schnittebene I gemäß Figur 3;
Figur 2a eine vergrößerte Darstellung eines alternativ ausgebildeten Teils der Befestigungsvorrichtung
nach Figur 1;
Figur 2b eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Befestigungsvorrichtung gemäß
Figur 1;
Figur 3 die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 in der Schnittebene III.
[0006] Die Befestigungsvorrichtung weist eine Wandplatte 1 auf, die mit Hilfe von Dübelschrauben
(in der Zeichnung nicht gezeigt) und Befestigungsbohrungen 11 an einer Gebäudewand
befestigbar ist. Konzentrisch auf einem Kreisbogen sind etwa symmetrisch zueinander
drei Stehbolzen 10 angeordnet, wie es insbesondere aus Figur 3 der Zeichnung zu entnehmen
ist. Die Stehbolzen 10 sind dabei in Gewindebohrungen 12 der Wandplatte 1 gehaltert
und mittels Kontermuttern 121 gesichert.
Auf die an der Gebäudewand befestigte Wandplatte 1 ist ein Anschlußstück 2 aufsteckbar,
wobei an dem Anschlußstück 2 ohrenförmige Laschen 27 angeformt sind, in denen jeweils
eine Halteöffnung 25 ausgebildet ist. Das Anschlußstück 2 weist außerdem einen vorstehenden
An schlußstutzen 21 auf, an dem eine Wassermischarmatur 22 mit Hilfe eines Bewegungsgewindes
211 anschließbar ist. Zur Abdeckung der Gebäudewandöffnung ist außerdem auf der Wassermischarmatur
22 eine Rosette 23 angeordnet. Das Anschlußstück 2 weist außerdem Anschlüsse 24 für
die Versorgungsleitungen von Kalt- und Warmwasser auf, wobei im anschließenden Strömungskanal
im Anschlußstück 2 jeweils ein Vorabsperrventil 241 zur Absperrung oder Regulierung
des Wasserzuflusses angeordnet ist. Außerdem ist das Anschlußstück 2 zur Gebäudewand
hin mit einem Schaumstoffmantel 20 zur Schallisolierung versehen.
[0007] Zur Befestigung und Justierung des Anschlußstücks 2 auf den Stehbolzen 10 ist jeweils
auf dem durchgehenden Gewinde des Stehbolzens 10 zunächst eine Stellmutter 3 aufgeschraubt,
die, wie es aus Figur 2a zu entnehmen ist, aus einem Bund 33 und einem durch die Halteöffnung
25 hindurchreichenden Ansatz 31 gebildet wird. Der Ansatz 31 weist dabei im Bereich
der Durchtrittsöffnung eine etwa zylindrische Hülse 311 auf, während das vorstehende
Ende 312 mit Kantflächen 32 für den Ansatz eines Schlüssels versehen ist. Zur Körperschallisolierung
ist die Halteöffnung 25 in dem Anschlußstück mit einem im Querschnitt etwa U-förmig
gestalteten, gummielastischen Ring 26 ausgekleidet. An den beiden Stirnseiten des
Rings 26 ist jeweils eine Unterlegscheibe 5 angeordnet, damit eine gute Lagerung und
Drehmöglichkeit der Stellmutter 3 und der nachfolgend beschriebenen Kontermutter
4 gegeben ist. Oberhalb des vorstehenden Endes 312 der Stellmutter 3 ist die Kontermutter
4 auf das Gewinde des Stehbolzens 10 aufgeschraubt. Die Kontermutter 4 hat dabei am
äußeren Bereich einen vorstehenden Kragen 41, der das vorstehende Ende 312 umfaßt
und mit der Stirnseite an der Unterlegscheibe 5 anliegt. Beim Kontervorgang liegt
somit die Kontermut ter 4 an dem vorstehenden Ende 312 auf, während der Kragen 41
an der Unterlegscheibe 5 an der Stirnfläche des Rings 26 anliegt.
Alternativ kann die Befestigung und Justierung auf den Stehbolzen 10 auch mit jeweils
einer Stellmutter 3 und Kontermutter 4, wie es aus Figur 2b zu entnehmen ist, erfolgen.
Hierbei ist ein Kragen 42 an der Kontermutter 4 ausgebildet, an dem ein drehbarer,
aber axial festliegender Ring 43 angeordnet ist. Beim Kontervorgang kann somit die
Kontermutter 4 mit dem Kragen 42 gedreht werden, während der Ring 43 in seiner Drehstellung
verharren kann und nur axial zur Anlage an den elastischen Ring 26 gelangt. Mit dieser
Ausbildung ist eine erleichterte Montage möglich, da die separaten Unterlegscheiben
entfallen können.
[0008] Die Befestigungsvorrichtung kann in folgender Weise bei der Installation der Wassermischarmatur
22 eingesetzt werden:
Bei der Rohinstallation wird zunächst auf der rohen Gebäudewand die Wandplatte 1
mit Dübelschrauben an den Befestigungsbohrungen 11 fixiert. Nunmehr kann das Anschlußstück
2 allein, d.h. die Wassermischarmatur 22 mit dem Drehsicherungselement und dem zwischen
der Wassermischarmatur 22 und dem Anschlußstutzen 21 angeordneten Paßstück 28 sind
von dem Bewegungsgewinde 211 abgeschraubt bzw. von dem Anschlußstutzen 21 entfernt,
auf die Stehbolzen 10 aufgesteckt und mit Hilfe eines Steckschlüssels auf den Abstand
und die Winkellage zur Gebäudewand justiert und an den Anschlüssen 24 die Versorgungsleitungen
für Kalt- und Warmwasser angeschlossen werden. Danach kann auf der Stirnseite des
Anschlußstutzens 21 eine Einbauschablone befestigt werden, die für die später folgende
Verputzung und evtl. Verfliesung der Gebäudewand den nötigen Freiraum bzw. den Schacht
für den Einsatz der Wassermischarmatur 22 bestimmt. Nunmehr können die Versorgungsleitungen
mit Hilfe der Vorabsperrventile 241 auf Dichtheit abgedrückt und anschließend gespült
werden. Damit ist die Rohinstallation des Anschlußstücks 2 für eine Wassermischarmatur
22 abgeschlossen und die Fertigstellung der Gebäudewand - Verputzen, Verfliesung -
kann erfolgen.
Sobald die groben Bauarbeiten abgeschlossen sind, kann dann die Einbauschablone aus
dem Mauerwerk entfernt werden und nunmehr die Wassermischarmatur mit Hilfe des Bewegungsgewindes
211 und der Verdrehsicherungen sowie des Paßstücks 28 angeschlossen werden. Sollte
im Hinblick auf die relativ groben bauüblichen Ausführungstoleranzen eine Nachjustierung
des Anschlußstücks erforderlich sein, so können über den von der Einbauschablone
erstellten Wandschacht mit Hilfe eines Steckschlüssels die Kontermuttern 4 gelöst
werden und danach mit den Stellmuttern 3 eine Feinjustierung, insbesondere bezüglich
der rechtwinkligen Herausführung der Wassermischarmatur 22 aus der Gebäudewand, erfolgen.
Danach kann das Anschlußstück 2 durch das Aufschrauben der Kontermuttern 4 in der
geänderten Lage zur Gebäudewand wieder fixiert und die Wandöffnung mit Hilfe der
Rosette 23 verschlossen werden.
1. Vorrichtung zur Befestigung von Gegenständen, insbesondere Unterputzanschlußstücke
für Wasserarmaturen oder Rohrleitungen, bei denen mittels eines oder mehrerer Stehbolzen
mit Hilfe von Muttern der Gegenstand gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem oder den Stehbolzen (10) je eine Stellmutter (3) vorgesehen ist, die mit einem
Ansatz (31) von der Rückseite durch eine Halteöffnung (25) des Gegenstands hindurchgreift,
derart, daß sie von der Vorderseite des Gegenstands drehbar ist, und zur Fixierung
von der Vorderseite eine Kontermutter (4) aufschraubbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (31) im Bereich
der Halteöffnung (25) als zylindrische Hülse (311) ausgebildet ist und am vorstehenden
Ende (312) Kantflächen (32) für den Ansatz eines Schlüssels aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontermutter
(4) mit einem Kragen (41,42,43) über das vorstehende Ende (312) in Richtung auf den
Gegenstand greift und einen Gegenanschlag zu einem an der Rückseite der Stellmutter
(3) angeformten Bund (33) bildet.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als Gegenstand ein Anschlußstück (2) für Sanitärarmaturen mit mehreren Stehbolzen
(10) vorgesehen ist, wobei die Halteöffnungen (25) jeweils mit einem im Querschnitt
U-förmigen, gummielastischen Ring (26) zur Körperschallisolierung ausgekleidet sind,
und die Stellmutter (3) so bemessen ist, daß der Ring (26) von dem Bund (33) und der
zylindrischen Hülse (311) umfaßt ist, während die Kontermutter (4) an der Stirnfläche
des vorstehenden Endes (312) des Ansatzes (31) aufliegt und mit dem Kragen (41,42,43)
an der Stirnfläche des Rings (26) anliegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den äußeren Stirnflächen
des Ringes (26) zwischen dem Bund (33) und dem Kragen (41) Unterlegscheiben (5) vorgesehen
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der vorstehenden Stirnseite
des Kragens (42) der Kontermutter (4) ein axial festliegender, drehbarer Ring 43 angeordnet
ist
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine
an der Gebäudewand fixierbare Wandplatte (1) vorgesehen ist, an der auf einem Kreisbogen
etwa symmetrisch drei Stehbolzen (10) befestigt sind, an denen das Anschlußstück
(2) mit entsprechenden Halteöffnungen (25), Stellmuttern (3) und Kontermuttern (4)
fixiert ist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stehbolzen (10) konzentrisch zum Anschlußstutzen (21) des Anschlußstücks
(2) angeordnet sind und von einer auf dem Gehäuse der Wassermischarmatur (22) angeordneten
Rosette (23) in der Gebäudewand verdeckbar sind.