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EP 0 389 843 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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03.10.1990 Patentblatt 1990/40 |
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Anmeldetag: 08.03.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01T 4/06 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
30.03.1989 DE 8903912 U
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Scholtholt, Hans
D-8044 Lohhof (DE)
- Steiner, Ewald
D-8137 Berg 3 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Sicherungsbaugruppe für einen Verteiler in einer Telekommunikationsanlage |
(57) Die Schutzbaugruppe ist mit einem Kontaktbauteil für ankommende und abgehende Telekommunikationsleitungen
steckverbindbar. Sie weist geerdete, paarweise in der Steckrichtung fluchtende Überspannungsableiter
(3) auf, die mit Kontaktbauteilen (4, 5) kontaktiert sind. Diese sind mit abwechselnd
seitlich versetzten Steckzungen (7) versehen, deren Enden in sich zurückgebogen und
in einem Gehäuse (1) der Schutzbaugruppe verankert sind. Dadurch kann die Schutzbaugruppe
verkürzt und wahlweise mit zwei- oder dreipoligen Überspannungsableitern bestückt
werden.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzbaugruppe für einen Verteiler in einer
Telekommunikationsanlage. Eine derartige Schutzbaugruppe ist z. B. durch die Unterlagen
des deutschen Gebrauchsmusters 88 04 098 bekannt geworden. Danach ist die Schutzbaugruppe
mit Sicherungselementen versehen, die mit Steckzungen verbunden sind, welche mit Federkontakten
eines Kontaktbauteils des Verteilers steckverbindbar sind. Die Sicherungselemente
sind als zylindrische Überspannungsableiter ausgebildet, die sich mit ihren Mittelachsen
in der Steckrichtung erstrecken. Jeweils zwei benachbarte Überspannungsableiter sind
zu beiden Seiten eines durchgehenden Erdungsbleches versetzt zueinander angeordnet.
Die Überspannungsableiter liegen mit einem Pol stirnseitig an dem Erdungsblech an
und sind mit ihrem gegenüberliegenden Pol mit einem Kontaktteil kontaktiert, daß
mit einer Steckzunge der Schutzbaugruppe verbunden ist.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schutzbaugruppe so auszubilden, daß
ihre Gesamtlänge verkürzt werden kann und daß die Schutzbaugruppe mit möglichst geringen
Abänderungen sowohl für zweipolige als auch dreipolige Überspannungsableiter verwendet
werden kann. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst. Durch
die koaxiale Anordnung jeweils eines Paares von Überspannungsableitern kann die Länge
der Schutzbaugruppe an beiden Stirnseiten um jeweils einen halben Teilungsabstand
verringert werden. Die mittlere Erdungsschiene kann im Bereich der Überspannungsableiter
mit kammartigen Lappen versehen sein, die in die Aufnahmekammern für die Überspannungsableiter
hineinragen. Ein dreipoliger Überspannungsableiter gleicht zwei hintereinander liegenden
zweipoligen Ableitern, wobei anstelle der aneinander liegenden Pole eine scheibenförmige
Mittelelektrode tritt. Der Abstand zwischen zwei Lappen der Erdungsschiene ist nun
so gehalten, daß sie an der Mittelelektrode unter Federspannung anliegen. Da die stirnseitigen
Elektroden der zweipoligen Ableiter üblicherweise einen größeren Durchmesser aufweisen
als die Mittelelektrode der dreipoligen Ableiter, kann die selbe Erdungsschiene auch
für zweipolige Ableiter verwendet werden, die dann stirnseitig an den federnden Lappen
der Erdungsschiene anliegen. Auf diese Weise ist es möglich, ein und dieselbe Schutzbaugruppe
sowohl für zwei- als auch dreipolige Überspannungsableiter zu verwenden.
[0003] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Steckzungen als freiragende Kontaktbleche
ausgebildet, die an ihrem freien Ende in sich zurückgebogen sind und mit beiden Schenkeln
im Gehäuse der Schutzbaugruppe gehalten sind. Dadurch wird erreicht, daß die Steckzungen
an ihrem freien Ende keine scharfen Kanten aufweisen, die die Steckkraft erhöhen
und den Gegenstecker beschädigen können. Die Steckzunge wird wesentlich knickfester.
Die innere Kontaktfeder und die Steckzunge können nun aus einem Stück gefertigt werden,
das günstige Federeigenschaften an der Kontaktfeder und eine hinreichende Festigkeit
an der Steckzunge aufweist.
[0004] Nach einer anderen Keiterbildung der Erfindung ist die Ebene der sich parallel zueinander
erstreckenden Steckzungen von der Gehäusemitte aus in Richtung einer der Seitenflächen
der Schutzbaugruppe versetzt. Dadurch wird erreicht, daß die Schutzbaugruppe, wenn
sie in das Kontaktbauteil des Verteilers eingesteckt ist, benachbarte Anschlußelemente
des Kontaktbauteils überdecken kann. Diese werden dann gegen unbeabsichtigte Berührung
geschützt.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
naher erläutert. Nach den Figuren 1 und 2 besteht eine Schutzbaugruppe für einen Verteiler
in einer Telekommunikationsanlage aus einem Gehäuse 1 mit Aufnahmekammern 2 für Überspannungsableiter
3, und Kontaktteilen 4, 5 und einem Erdungsblech 6, wobei Figur 2 einen vergrößerten
Schnitt entlang der Linie II-II in Figur 1 darstellt. Die Kontaktteile 4, 5 bestehen
aus Steckzungen 7 und Kontaktfedern 8. Die Schutzbaugruppe kann mit den Steckzungen
7 in ein Kontaktbauteil eingesteckt werden, an dem ankommende und abgehende Leitungen
eines Verteilers angeschlossen sind.
[0006] Die zylindrischen Überspannungsableiter 3 erstrecken sich in der Richtung der Steckzungen
7 und sind paarweise koaxial hintereinanderliegend zu beiden Seiten der Erdschiene
6 angeordnet. Dieser erstreckt sich in der Längsrichtung der Schutzbaugruppe.
[0007] Die Überspannungsableiter sind mit stirnseitigen Kontaktflächen versehen, mit denen
sie an den Kontaktfedern 8 bzw. dem gemeinsamen Erdungsblech 6 anliegen. Die Steckzungen
7 sind erheblich schmaler als die Kontaktfedern 8. Sie sind bei jedem Paar von Kontaktteilen
5 gegenüber den Kontaktfedern 8 in unterschiedlicher Richtung seitlich versetzt zueinander
angeordnet. Dadurch ist es möglich, die längeren Kontaktteile 4 an den kürzeren Kontaktteilen
5 vorbeizuführen.
[0008] Die Steckzungen 7 sind an ihrem Einsteckende in sich zurückgefaltet und mit beiden
Schenkeln im Gehäuse 1 verankert.
1. Schutzbaugruppe für einen Verteiler in einer Telekommunikationsanlage, wobei die
Schutzbaugruppe mit Aufnahmekammern (2) für Überspannungsableiter (3) versehen ist,
die stirnseitig mit einem Pol an einem Erdungsblech (6) und mit ihrem gegenüberliegenden
Pol an Kontaktfedern (8) anliegen, welche mit Steckzungen (7) verbunden sind, die
parallel nebeneinander in einer Ebene angeordnet sind und die mit Gegenkontakten eines
Kontaktbauteils des Verteilers steckverbindbar sind, wobei die Überspannungsableiter
(3) zu beiden Seiten des gemeinsamen Erdungsbleches (6) angeordnet sind und sich
mit ihren Mittelachsen in der Steckrichtung erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei Überspannungsableiter (3) koaxial hintereinander liegend angeordnet
sind und daß jeweils zwei benachbarte Steckzungen (7) in entgegengesetzter Richtung
seitlich zu den zugehörigen Kontaktfedern (8) versetzt sind.
2. Schutbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckzungen (7) an ihrem Einsteckende in sich zurückgefaltet sind und mit
beiden Schenkeln im Gehäuse (1) der Schutzbaugruppe verankert sind.
3. Schutzbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ebene der sich parallel zueinander erstreckenden Steckzungen (7) von der
Gehäusemitte aus in Richtung einer der Seitenflächen der Schutzbaugruppe versetzt
ist.
