[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenaufsteller aus Faltmaterial mit einem Fuß mit einer
Vorderwand, einer Rückwand und zwei Seitenwänden, in denen mittig je eine Längsfaltlinie
verläuft, wobei an die Vorderwand ein Bodnefeld angelenkt ist, das über die Fläche
des Fußes gefaltet werden kann und das in dieser aufgefalteten Lage des Bodenaufstellers
mit sienem rückwärtigen Ende am Fuß verankert werden kann, ferner mit einer Verlängerung
der Rückwand des Fußes nach oben, die, ggf. mit Verlägerungen der Seitenwände, zusammen
mit dem Bodenfeld einen Aufnahmeraum für Waren ausbildet, wobei der Bodenaufsteller
flach gefaltet werden kann.
[0002] Einen derartigen Bodenaufsteller beschreibt die deutsche Gebrauchsmusterschrift 88
01 893. Zur Verankerung des Bodenfeldes in der aufgefalteten Lage des Bodenaufstellers
am Fuß sind dort in den rückwärtigen seitlichen Kanten Schnittlinien vorgesehen derart,
daß dreieckförmige Felder des Fußes nach innen gedrückt werden können, auf deren Oberkanten
dann das Bodenfeld mit seinem rückwärtigen Ende seitlich aufliegt. Das Bodenfeld wird
also nur an seinen beiden Seiten im rückwärtigen Bereich gestützt. Wird es mit schwereren
Artikeln belastet, so besteht daher die Gefahr, daß das Bodenfeld im mittleren Bereich
durchbiegt und dann ggf. sogar von seinen Stützen abrutscht. Noch nachteiliger fällt
ins Gewicht, daß zum Auffalten des Bodenaufstellers die Stützlaschen mit gesonderten
Handgriffen aus den Wänden nach innen herausgedrückt werden müssen, so daß dieser
bekannte Bodenaufsteller nicht mehr mit einem einzigen Handgriff aus seiner flachgefalteten
Lage aufgefaltet werden kann.
[0003] Die Erfindung vermeidet diese Nachteile. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenaufsteller
mit den eingangs genannten Merkmalen vorzuschlagen, dessen Handhabung fühlbar vereinfacht
ist. Auch soll das Bodenfeld höher belastbar sein.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß an die Rückwand
und an die Seitenwände des Fußes jeweils eine rechte bzw. eine linke Stützlasche angelenkt
sind, die in aufgefaltetem Zustand des Bodenaufstellers in den Fuß hineinragen und
auf die eine an die rückwärtige Kante des Bodenaufstellers angelenkte Lasche mit Schlitzen
aufgeschoben werden kann.
[0005] Die mit den Schlitzen versehene Lasche erstreckt sich im wesentlichen rechtwinklig
zum eigentlichen Bodenfeld und versteift dieses daher fühlbar an seiner kritischen
rückwärtigen Kante, und zwar über dessen gesamte Länge. Die Lasche versteift aber
nicht nur das Bodenfeld,sondern dient gleichzeitig zur Arretierung und für die Auflage
des Bodenfeldes an den Stützlaschen, die beim Auffalten des erfindungsgemäßen Bodenaufstellers
aus seiner flachgefalteten Lage selbsttätig mit aufgefaltet werden derart, daß sie
in den Innenraum des Fußes hineinragen.
[0006] Der eingangs beschriebene bekannte Bodenaufsteller wird aus einem einzigen Zuschnitt
hergestellt. Dieser Zuschnitt kann daher, wenn er nicht beidseitig bedruckt werden
soll, was aufwendig ist, nur an seiner Vorderseite oder an seiner Rückseite bedruckt
werden. Bei derartigen Bodenaufstellern ist es aber häufig erwünscht, daß sowohl die
von außen sichtbare Vorderseite der Vorderwand wie auch die Vorder seite der Verlängerung
der Rückwand bedruckt werden können.
[0007] Um dies zu erreichen, sieht eine wichtige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bodenaufstellers
vor, daß die Rückwand mit ihrer Verlängerung sowie die anschließenden Teile der Seitenwände,
ggf. mit ihren Verlängerungen, einstückig ausgebildet sind, daß die Vorderwand mit
dem Bodenfeld und mit den anschließenden Teilen der Seitenwände, ggf. mit ihren Verlängerungen,
ebenfalls einstückig ausgebildet sind und daß die vorderen und hinteren Seitenwandteile
miteinander verklebt sind.
[0008] Man kann daher sowohl die Vorderseite der Vorderwand wie auch die Vorderseite der
Verlängerung der Rückwand entsprechend bedrucken, was preisgünstig möglich ist. Gleichzeitig
wird durch die beschriebenen Merkmale eine Verstärkung der Konstruktion erreicht,
weil die beiden Zuschnitteile, aus denen der Bodenaufsteller besteht, in einer Draufsicht
U-förmig aufgefaltet werden und mit ihren Seitenwandteilen miteinander verklebt werden,
so daß der Bodenaufsteller dort doppellagig ist.
[0009] Die Belastbarkeit des Bodenfeldes wird weiterhin erhöht, wenn, wie es bevorzugt wird,
die Seitenwände mit dem Bodenfeld über daran angelenkte Verbindungsfelder verbunden
sind, in denen jeweils eine Faltlinie angelegt ist, die den Auffaltvorgang ermöglicht.
In der aufgefalteten Lage des Bodenaufstellers hängt das Bodenfeld gewissermaßen
seitlich an den Verbindungsfeldern, die ihrerseits an die Seitenwände angelenkt sind,
wodurch das Bodenfeld auch seitlich gut abgestützt wird.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert,
aus dem sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt:
Fig. 1 - eine Perspektivansicht eines erfindunsgemäßen Bodenaufstellers in aufgefaltetem
Zustand;
Fig. 2 - eine Draufsicht auf den Bodenaufsteller, dessen Bodenfeld teilweise aufgefaltet
ist;
Fig. 3 - als Einzelheit eine Innenansicht des Verbindungsfeldes zwischen dem Bodenfeld
und der Seitenwand mit angelenktem Bodenfeld.
[0011] Zunächst sei anhand von Fig. 1 der grundsätzliche Aufbau des erfindungsgemäßen Bodenaufstellers
erläutert. Dieser besteht aus einer Vorderwand 1, einer rechten und linken Seitenwand
2 und einer Rückwand 3. In den beiden Seitenwänden verläuft mittig je eine Längsfaltlinie
4.
[0012] An die Oberkante der Vorderwand 1 ist über eine Faltlinie 5 ein Bodenfeld 6 angelenkt,
das zur Aufnahme von Waren dient.
[0013] Der Fuß 1 hat nach oben eine Verlängerung 7 und auch die Seitenwände 2 haben obere
Verlängerungen 8. Die Verlängerungen bilden zusammen mit dem Bodenfeld einen nach
vorne offenen Aufnahmeraum für zu präsentierende Waren aus.
[0014] Der Bodenaufsteller kann zickzackförmig flach gefaltet verschickt werden, wozu Querfaltlinien
9 vorgesehen sind.
[0015] Zum Abstützen der hinteren Kante des Bodenfeldes 6 sind an die Rückwand 3 und an
die Seitenwände 2 jeweils rechte und linke Stützlaschen mit L-Profil angelenkt, die
am besten aus Fig. 2 ersichtlich sind. Diese habe ein Stützlaschenteil 10 parallel
zur Rückwand 3 und ein Stützlaschenteil 11 parallel zu den Seitenwänden 2. Sie sind
aus dem Material einer Teil-Seitenwand 12 ausgestanzt, das zusammen mit einer Teil-Seitenwand
13 des Vorderteils jeweils die beiden Seitenwände 2 ausbildet. Beide Teil-Seitenwände
sind miteinander verklebt. Vgl. Fig. 2. Die Stützlasche 11 endet in einer Klebelasche
14, die wiederum mit der Rückwand 3 verklebt ist.
[0016] An die in der aufgefalteten Lage nach Fig. 1 rückwärtige Kante 15 des Bodenfeldes
6 ist eine Lasche 16 angelenkt, die seitliche Schlitze 17 hat. In aufgefaltetem Zustand
nach Fig. 1 wird die Lasche mit ihren Schlitzen auf die Stützlaschen 11 aufgesteckt
und dadurch wird das Bodenfeld arretiert und gleichzeitig versteift.
[0017] Seitlich wird das Bodenfeld an die Seitenwände gewissermaßen angehängt, und zwar
über seitliche Verbindungsfelder 18, die in Fig. 3 gezeigt sind. Diese haben eine
Faltlinie 19, die den Auffaltvorgang erleichtert. Die Faltlinie geht aus von einer
gemeinsamen Ecke 20 zwischen der Vorderwand 1 und der Seitenwand 2. Das Verbindungsfeld
18 ist über eine Faltlinie 21 an das Bodenfeld 6 angelenkt und über eine weitere Faltlinie:
22 an den vorderen Teil der betreffenden Seitenwand 2.
[0018] Fig. 2 zeigt auch die zweiteilige Herstellung des Bodenaufstellers, nämlich einerseits
aus der Vorderwand 1 mit dem Bodenfeld 6 und der Lasche 16 sowie den außen befindlichen
und sich vorzugsweise über die gesamte Länge der Seitenwände erstreckenden Teil-Seitenwände
13 und andererseits aus der Rückwand 3 mit Verlängerung 7, den rückwärtigen Seitenwandteilen
12 einschließlich ihrer Verlängerungen 8 und den beiden Stützlaschen mit ihren Laschenteilen
10, 11, 14.
1. Bodenaufsteller aus Faltmaterial mit einem Fuß mit einer Vorderwand (1), einer
Rückwand (3) und zwei Seitenwänden (2), in denen mittig je eine Längsfaltlinie (4)
verläuft, wobei an die Vorderwand (1) ein Bodenfeld (6) angelenkt ist. das über die
Fläche des Fußes gefaltet werden kann und das in dieser aufgefalteten Lge des Bodenaufstellers
mit seinem rückwärtigen Ende am Fuß verankert werden kann, ferner mit einer Verlängerung
(7) der Rückwand (3) des Fußes nach oben, die, ggfs. mit Verlängerungen der Seitenwände
(2), zusammen mit dem Bodenfeld (6) einen Aufnahmeraum für Waren ausbildet, wobei
der Bodenaufsteller flach gefaltet werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Rückwand (3) und an die Seitenwände (2) des Fußes jeweils eine rechte bzw.
eine linke Stützlasche (10,11) angelenkt sind, die in aufgefaltetem Zustand des Bodenaufstellers
in den Fuß hineinragen und auf die eine an die rückwärtige Kante (15) des Bodenfeldes
(6) angelenkte Lasche (16) mit Schlitzen (17) aufgeschoben werden kann.
2. Bodenaufsteller nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückwand (3) mit ihrer Verlängerung (7) sowie die anschließenden Teile der
Seitenwände, ggfs. mit ihren Verlängerungen, einstückig ausgebildet sind, daß die
Vorderwand (1) mit dem Bodenfeld (6) und mit den anschließenden Teilen der Seitenwände,
ggfs. mit ihren Verlängerungen, ebenfalls einstückig ausgebildet sind und daß die
vorderen und hinteren Seitenwandteile miteinander verklebt sind.
3. Bodenaufsteller nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (2) mit dem einen Bodenfeld (6) über daran angelenkte Verbindungsfelder
(18) verbunden sind, in denen Faltlinien (19) angelegt sind, die den Auffaltvorgang
ermöglichen.