(19)
(11) EP 0 389 857 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
06.09.1995  Patentblatt  1995/36

(21) Anmeldenummer: 90104646.6

(22) Anmeldetag:  12.03.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F42B 23/04, F42B 12/04

(54)

Landmine

Land mine

Mine terrestre


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE GB NL SE

(30) Priorität: 25.03.1989 DE 3909953

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.10.1990  Patentblatt  1990/40

(73) Patentinhaber: Dynamit Nobel Aktiengesellschaft
53839 Troisdorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Menne, Rolf, Dipl.-Ing.
    D-5064 Rösrath 3 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 1 800 121
FR-A- 2 265 058
DE-A- 3 717 879
GB-A- 1 381 702
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Mine, die im oberen Bereich kreiszylindrisch und im unteren Bereich konusförmig zulaufend ausgebildet ist.

    [0002] Solche Minen für die Panzerabwehr sind beispielsweise aus der Zeitschrift "Wehrtechnik" 10 (1984) 5 bekannt. Sie werden manuell oder automatisch verlegt; sie sind teilweise auch wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche vergraben. Die Wirkladung ist als Hohlladung ausgebildet. Die Entsicherungselemente und Sensoren befinden sich auf der Minenoberseite. Wegen des konisch (kegelstumpfähnlich) zulaufenden unteren Bereichs der Mine und der kleinen Standfläche liegt die Mine im Gelände häufig stärker geneigt. Bei Detonationen in der Nachbarschaft kann es zu einem gänzlichen Umkippen der Mine kommen, zumindest zu einem Liegen auf der konisch zulaufenden Mantelfläche. Die Funktionsfähigkeit der Mine, insbesondere die Wirkung des Hohlladungsstrahls, wird dadurch erheblich gestört.

    [0003] Aus der FR-A-2 265 058 ist weiterhin eine Mine bekannt, die ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse aufweist, das an seiner Mantelfläche, an seiner Unterseite und auf einem Teil der Oberseite mit radialen Rippen versehen ist, die im mittleren Bereich der Mantelfläche durch eine "umlaufende Nut" unterteilt sind.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, das zu leichte Kippen von Minen der eingangs genannten Art zu verhindern, d.h. ihre Standfestigkeit zu verbessern.

    [0005] Die Aufgabe wird von einer Mine der eingangs genannten Art gelöst, die durch radiale Rippen am unteren Bereich der Mine gekennzeichnet ist.

    [0006] Bevorzugt ist eine Mine, deren Gesamthöhe kleiner ist als der Durchmesser des oberen Bereichs der Mine. Es ist günstig, wenn die radiale Erstreckung der Rippen bis an die achsparallel verlängert gedachte Mantelfläche des oberen Bereiches reicht und wenn die axiale Erstreckung der Rippen bis zum tiefsten Punkt des konusförmigen Bereichs der Mine reicht.

    [0007] Hinsichtlich der Standfestigkeit verhält sich die erfindungsgemäße Mine wie eine Mine mit der äußeren Form eines geraden Kreiszylinders. Die Projektion des Schwerpunktes auf die scheinbar viel größere Bodenfläche ist bei diesem Typ weit vom Rand dieser Fläche entfernt, so daß ein Umkippen der Mine durch eine Explosion in der Nachbarschaft sehr unwahrscheinlich wird. Eine einfache Lösung dieses Problems wäre eine zylindrische Form der Mine. Nachteil dieser Form ist die geringe Handhabungsfähigkeit. Beim Minenverlegen müssen innerhalb einer Stunde bis zu 500 Minen von Hand mehrere Meter getragen werden. Dies geschieht unter anderem mit schweren Handschuhen. Eine zylindrische Form ist für das Aufheben, Tragen und Absetzen ungeeignet. Ein Handgriff ist aus konstruktiven Gründen nicht möglich. Eine zylindrische Form kann beim Aufheben nur zwischen den Händen geklemmt werden. Bei einem Minengewicht von ca. 8 kg führt dies nach kurzer Zeit zu Handhabungsschwierigkeiten. Durch die Rippen im unteren Bereich des Minenkörpers bleibt nicht nur die Handhabbarkeit der Mine erhalten, sie wird sogar dadurch noch verbessert. Durch die Rippen kann die Mine viel sicherer gehalten werden. Mindestens ein Finger reicht beim Aufnehmen der Mine immer zwischen zwei Rippen, und so ist ein Aufnehmen und Abstellen mit der Kraft "von unten her" gegeben. Ein Verrutschen der Mine in den Händen ist durch die Rippen auch nicht mehr so leicht möglich.

    [0008] Der Abstand der Rippen ist durch die Größe der Hand bedingt. Es sollte vorzugsweise mit wenigstens zwei oder drei Finger zwischen zwei Rippen unter den konischen Bereich der Mine gefaßt werden können.

    [0009] Es ist auch günstig, wenn ein gewisser Halt für die Finger durch einen von oben vom zylindrischen Teil her überstehenden Wulst gegeben ist.

    [0010] Für die Standfestigkeit werden von den Rippen nur die unteren freien, einen Kreisring aufspannenden Enden benötigt; die Optimierung der Rippen für die Handhabbarkeit ist dadurch nicht berührt und es sind viele Möglichkeiten offen.

    [0011] Die Rippen können am Minenkörper plan angebrachte Blechteile sein, besonders bevorzugt sind jedoch Rippen aus Kunststoff oder Gummi.

    [0012] Die Rippen bilden zusätzlich für das Minengehäuse einen Schutz beim Transport und beim Verlegen. Die Gewichtszunahme ist nicht gravierend; die Stapelbarkeit der Minen ist nicht beeinträchtigt; denn der außen an dem Konus im unteren Bereich des Minengehäuses freie Raum wäre ohnehin nicht nutzbar gewesen.

    [0013] Die Mine ist in der Figur dargestellt und weiter beispielhaft beschrieben. Das Gehäuse der Mine hat in diesem Beispiel einen Durchmesser von ca. 2500 mm, ist ca. 110 mm hoch und ca. 8 kg schwer. Das Gehäuse ist im wesentlichen aus einem geraden Kreiszylinder 1 und einem geraden Kegelstumpf 2 zusammengesetzt. Auf der im wesentlichen ebenen Oberseite 3 der Mine sind Entsicherungselemente 4 angebracht. Durch gerade Rippen 5 außen am konusförmigen Unterteil 2 der Mine, die hier bis zur Bodenfläche der Mine heruntergezogen sind, ist die Auflagefläche der Mine praktisch genauso groß, wie wenn der Kreiszylinder 1 bis auf den Boden heruntergezogen worden wäre. Die zwischen den Rippen 5 freigebliebenen Flächen ermöglichen aber weiterhin ein leichtes Aufheben der Mine von Hand. Es ist angedeutet, daß die Mine zur besseren Tarnung eine aufgerauhte Oberfläche 6 hat.


    Ansprüche

    1. Mine, die im oberen Bereich (1) kreiszylindrisch und im unteren Bereich (2) konusförmig zulaufend ausgebildet ist, gekennzeichnet durch radiale Rippen (5) am unteren Bereich (2) der Mine.
     
    2. Mine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamthöhe der Mine kleiner ist als der Durchmesser des oberen Bereichs (1) der Mine.
     
    3. Mine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Erstreckung der Rippen (5) bis an die achsparallel verlängert gedachte Mantelfläche des oberen Bereichs (1) reicht.
     
    4. Mine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Erstreckung der Rippen (5) bis zum tiefsten Punkt des unteren Bereichs (2) der Mine reicht.
     
    5. Mine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (5) von Blechteilen gebildet werden.
     
    6. Mine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (5) aus Gummi oder aus Kunststoff sind.
     
    7. Mine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischenraum zwischen den Rippen (5) im Randbereich 3 bis 7 cm beträgt.
     


    Claims

    1. Mine which is designed circular cylindrically in the upper region (1) and running to conically-shaped in the lower region (2), characterised by radial ribs (5) on the lower region (2) of the mine.
     
    2. Mine according to claim 1, characterised in that the total height of the mine is less than the diameter of the upper region (1) of the mine.
     
    3. Mine according to claim 1 or 2, characterised in that the radial extent of the ribs (5) reaches the cover surface of the upper region (1) when the cover surface is assumed to be extended parallel to the axis.
     
    4. Mine according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the axial extent of the ribs (5) reaches the lowest point of the lower region (2) of the mine.
     
    5. Mine according to claims 1 to 4, characterised in that ribs (5) are formed of sheet metal components.
     
    6. Mine according to one of claims 1 to 4, characterised in that the ribs (5) are formed of rubber or plastics.
     
    7. Mine according to one of claims 1 to 6, characterised in that the intermediate space between the ribs (5) amounts to 3 to 7 cms in the edge region.
     


    Revendications

    1. Mine dont la partie supérieure (1) est réalisée en forme de cylindre circulaire et la partie inférieure (2) en forme de cône convergent, caractérisée par des nervures radiales (5) sur la partie inférieure (2) de la mine.
     
    2. Mine suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que la hauteur totale de la mine est inférieure au diamètre de la partie supérieure (1) de la mine.
     
    3. Mine suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que les nervures (5) s'étendent radialement jusqu'au prolongement axial imaginaire de la surface latérale de la partie supérieure (1).
     
    4. Mine suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée par le fait que les nervures (5) s'étendent axialement jusqu'au point le plus bas de la partie inférieure (2) de la mine.
     
    5. Mine suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que les nervures (5) sont constituées par des parties de tôle.
     
    6. Mine suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que les nervures (5) sont en caoutchouc ou en matière plastique.
     
    7. Mine suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait qu'un intervalle de largeur comprise entre 3 et 7 cm dans la zone marginale subsiste entre les nervures (5).
     




    Zeichnung