[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Finger- und Fußnägeln durch
einen feinen Flüssigkeitsstrahl, insbesondere Wasserstrahl.
[0002] Üblicherweise wird die Reinigung stark verschmutzter Finger- und Fußnägel auf rein
mechanischem Wege, nämlich durch Benutzung von Nagelreinigern vorgenommen. Bekannt
ist es aber auch, den Reinigungsvorgang unter Benutzung von Wasser und Seife mittels
einer Nagelbürste durchzuführen. Vielfach wird sogar so vorgegangen, daß ein erster
Reinigungsvorgang unter Benutzung des Nagelreinigers stattfindet und sich daran ein
zweiter Reinigungsvorgang unter Benutzung der Nagelbürste in Verbindung mit Wasser
und Seife anschließt.
[0003] Diese bekannten Reinigungsmethoden eignen sich zwar zum Beseitigen von Verschmutzungen
unter Finger- und Fußnägeln, wie sie im normalen Alltagsleben auftreten. Stärkere
Verschmutzungen, wie sie sich insbesondere bei der Durchführung von Erdarbeiten und
in der Landwirtschaft einstellen oder aber in Werkstätten, bspw. Kraftfahrzeug-Reparaturbetrieben,
unter Öleinwirkung ständig vorkommen, lassen sich mit diesen bekannten Methoden jedoch
nur mühsam und zeitaufwendig entfernen. In den meisten Fällen bleibt nämlich ein
Schmutzrand unter den Nägeln zurück, weil feinste Schmutzteilchen tief unter den Nagel
bis in Bereiche eindringen, die mit einem mechanischen Nagelreiniger oder einer Bürste
nicht erreichbar sind.
[0004] Es ist auch bereits bekannt, die Unzulänglichkeiten der bekannten, mechanischen Nagelreinigungsmethoden
durch Benutzung von Vorrichtungen zur Reinigung von Finger- und Fußnägeln auszuräumen,
die einen feinen Flüssigkeitsstrahl, insbesondere Wasserstrahl, benutzen. Solche Vorrichtungen
sind bspw. beschrieben in der US-A-4 635 656 sowie in der PCT-A1 WO 82/03 310. Mit
Hilfe dieser Vorrichtungen werden die sich unter den Nägeln befindenden Schmutzteilchen
gelöst und/oder ausgeschwemmt sowie mit dem abfließenden Flüssigkeitsstrom von der
betroffenen Stelle fortgeführt. Es findet also ein hydromechanischer Reinigungsprozeß
statt, wie er in ähnlicher Weise für die Zahnreinigung, nämlich unter Benutzung der
sogenannten Mundduschen, ebenfalls bereits bekannt ist.
[0005] Die in den genannten Druckschriften offenbarten Vorrichtungen zur Reinigung von
Finger- und Fußnägeln haben den Nachteil, daß ihr feiner, aber kräftiger Flüssigkeitsstrahl
unmittelbar zur Einführöffnung des Gehäuses, also im wesentlichen achsparallel zu
diesem gerichtet ist, so daß er unmittelbar aus der Einführöffnung bzw. aus dem Gehäuse
austreten kann, wenn kein Finger oder keine Zehe in dieses eingesteckt ist. Nachteilig
ist aber auch, daß beim Auftreffen des Flüssigkeitsstrahls auf die zu reinigenden
Nagelsowie Finger- und Zehenabschnitte in starkem Maße Spritzwasser in feiner Verteilung
auftritt. Nicht nur die Kleidung des Anwenders kann daher bei Anwendung der bekannten
Vor richtungen durchnäßt werden, sondern es werden vielmehr auch die benachbarten
Bereiche des Raumes und die dort befindlichen Gegenstände in hohem Maße mit Flüssigkeit
beaufschlagt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit aufzuzeigen, welche die
Anwendung eines hydromechanischen Prozesses zur Reinigung von Finger- und Fußnägeln
zuläßt, zugleich aber den Wirkbereich der hierbei benutzten Flüssigkeitsstrahlen
eng begrenzt.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Vorrichtung zur Reinigung
von Finger- oder Fußnägeln durch einen Flüssigkeitsstrahl, insbesondere Wasserstrahl
aus, die ein Gehäuse aufweist, in das einerseits ein Strahl- oder Düsenrohr gerichtet
ist, und welches andererseits eine Einführöffnung für mindestens einen Finger oder
eine Zehe aufweist, wobei das Strahl- oder Düsenrohr relativ zur Einführöffnung
im Gehäuse in eine Lage ausgerichtet oder ausrichtbar ist, bei der die Finger- oder
Fußnägel dem Flüssigkeitsstrahl innerhalb des Gehäuses mit ihren Randkanten zuwendbar
sind, und wobei das Strahl- oder Düsenrohr in das Gehäuse hineinragt, welche dadurch
gekennzeichnet ist, daß das Strahl- oder Düsenrohr mit seiner Düsenmündung bzw. -öffnung
unter einem Winkel zur Einführöffnung ausgerichtet ist, bei dem der Flüssigkeitsstrahl
oberhalb der Einführöffnung auf die Innenfläche des Gehäuses auftrifft.
[0008] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ausübung eines hydromechanischen
Reinigungsverfahrens liegt insbesondere darin, daß der aus dem Strahl- oder Düsenrohr
austretende Flüssigkeitsstrahl nicht unmittelbar zur Einführöffnung gelangen kann,
sondern in jedem Falle entfernt davon auf die Gehäusewand auftrifft, so daß erst von
dort aus die Flüssigkeit in Richtung zur Einführöffnung hin abfließen kann. Da die
Reinigungsvorrichtung in der Regel im Bereich eines Waschbeckens oder eines anderen
Auffanggefäßes betrieben wird, kann das nunmehr drucklos aus dem Gehäuse abfließende
Wasser problemlos aufgefangen werden.
[0009] Bewährt hat es sich erfindungsgemäß auch, wenn nach Anspruch 2 das Strahl- oder Düsenrohr
längsschiebbar und/oder verdrehbar und/oder winkelverlagerbar in eine Aufnahmeöffnung
des Gehäuses eingesetzt ist, weil es sich auf diese Art und Weise nämlich problemlos
auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen läßt.
[0010] Wenn das Strahl- oder Düsenrohr gemäß Vorschlag des Anspruchs 3 mittels eines Halters
lösbar in der Aufnahmeöffnung des Gehäuses sitzt, dann besteht ohne weiteres die
Möglichkeit, als Strahl- oder Düsenrohr eine bereits vorhandene Munddusche in Benutzung
zu nehmen.
[0011] Damit sich die hydromechanische Reinigungsvorrichtung nach der Erfindung in besonders
vorteilhafter Weise nutzen läßt, sieht Anspruch 4 vor, daß das Strahl- oder Düsenrohr
unter Zwischenschaltung eines Adapters mit einem Handgriff verbindbar ist, der einen
Anschluß für die Flüssigkeitszufuhr aufweist.
[0012] Gemäß Anspruch 5 ist vorgesehen, daß der Halter aus einem Stützkragen am Strahl-
oder Düsenrohr und aus einer die Aufnahmeöffnung umgebenden Ringwulst besteht, wobei
vorzugsweise der Stützkragen mit der Ringwulst verrastbar ist. Der Stützkragen kann
dabei gemäß Anspruch 6 aus einem elastisch nachgiebigem Werkstoff, z.B. Gummi oder
Weichkunststoff, bestehen, während nach Anspruch 7 das Gehäuse eine kugelige und ähnlich
bauchige Gestalt hat und seine Einführöffnung für die Finger oder Zehen mit einer
halsartig nach außen gerichteten Verlängerung versehen ist.
[0013] Damit die Handhabung der hydromechanischen Reinigungsvorrichtung erleichtert wird,
hat es sich auch bewährt, wenn nach Anspruch 8 das Gehäuse aus einem durchsichtigen
Werkstoff, z.B. Glas oder Hartkunststoff, besteht. Die dem Reinigungsvorgang unterworfenen
Nagelbereiche der Finger oder Zehen können dann nämlich ständig von außen her beobachtet
werden.
[0014] Wichtig ist nach der Erfindung auch, daß das Düsenrohr gemäß Anspruch 9 über eine
Zuleitung, insbesondere einen flexiblen Schlauch, an eine Flüssigkeits-Lieferquelle
anschließbar ist. Als Flüssigkeits-Lieferquelle kann dabei nach Anspruch 10 eine Pumpe,
insbesondere eine Membran- oder Hubkolbenpumpe, benutzt werden, die gemäß Anspruch
11 vorzugsweise saugseitig an einen Flüssigkeits-Vorratsbehälter angeschlossen oder
anschließbar ist.
[0015] Da nach der Erfindung ein feiner Flüssigkeitsstrahl unter hoher Geschwindigkeit in
den Spaltbereich zwischen Nagel und Fingel gerichtet werden kann, lösen sich die dort
vorhandenen Schmutzpartikel und/oder unlösliche Bestandteile werden aus den betreffenden
Bereichen ausgeschwemmt.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn statt eines kontinuierlichen Flüssigkeitsstrahles
ein pulsierender Flüssigkeitsstrahl benutzt wird. Er dringt nämlich nicht nur tiefer
unter den Nagel ein, sondern er vermeidet dort auch das Entstehen eines Flüssigkeitsstaus
und erleichtert damit den Abtransport der gelösten und/oder ungelösten Verunreinigungen.
[0017] Zur Erzeugung eines pulsierenden Flüssigkeitsstrahls können besonders vorteilhaft
Membran- oder Hubkolbenpumpen eingesetzt werden, die eine Pulsfrequenz zwischen 5
und 50 Arbeitshüben pro Sekunde besitzen, wobei eine Pulsfrequenz zwischen 10 und
30 Hüben pro Sekunde besonders vorteilhaft ist.
[0018] Zur Erzeugung des Flüssigkeitsstrahls eignen sich Strahloder Düsenrohre, deren Austritts-Querschnittsfläche
zwischen 0,1 und 1,1 mm² liegt, vorzugsweise zwischen 0,3 und 0,8 mm² beträgt.
[0019] Die Flüssigkeits-Fördermenge der Pumpe sollte zwischen 2 und 10 cm³/s liegen, vorzugsweise
zwischen 4 und 8 cm³/s betragen.
[0020] Die Austrittsgeschwindigkeit der Flüssigkeit aus dem Strahloder Düsenrohr sollte
maximal bei etwa 80 m/s und minimal bei 2 m/s liegen, wobei sich ein Mittelwert von
12 m/s in der Praxis als praktisch besonders vorteilhaft erwiesen hat.
[0021] Wenn die Vorrichtung aus einem Flüssigkeits-Vorratsbehälter versorgt wird, dann kann
die Reinigungswirkung gesteigert werden, wenn eine warme Reinigungsflüssigkeit, insbesondere
warmes Wasser, verwendet wird, dem sich dann zusätzlich noch besondere Reinigungsmittel,
bspw. anionische Tenside (Seifen) oder auch nichtionische Tenside zufügen lassen.
[0022] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen
Figur 1 eine erste Ausführungsform einer hydromechanischen Finger- und Fußnägel-Reinigungsvorrichtung
in schematisch vereinfachter Schnittdarstellung und
Figur 2 eine gegenüber der Fig. 1 abgewandelte Ausführung der hydromechanischen Finger-
und Fußnägel-Reinigungsvorrichtung.
[0023] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur hydromechanischen Reinigung von Finger-
und Fußnägeln weist ein bauchig erweitertes, bspw. kugeliges oder kugelähnliches,
Gehäuse 1 auf, das vorzugsweise aus einem durchsichtigen Werkstoff, bspw. Glas oder
Hartkunststoff, bestehen kann.
[0024] Bewährt hat es sich dabei, wenn das Gehäuse 1 einen lichten Durchmesser aufweist,
der zwischen 60 und 120 mm liegt.
[0025] In das Gehäuse 1 ist dabei einerseits ein Strahl- oder Düsenrohr 2 mit einer Düse
3 gerichtet. Andererseits ist das Gehäuse 1 mit einer Einführöffnung 4 versehen, durch
welche mindestens ein Finger oder eine Zehe in das Gehäuseinnere, uns zwar bis in
den Wirkbereich der Düse 3 gebracht werden kann.
[0026] Das Strahl- oder Düsenrohr 2 ragt gemäß Fig. 1 um ein beträchtliches Maß in das
Gehäuse 1 hinein und ist innerhalb desselben mit seiner Düse 3 ausgerichtet, so daß
die Düsenöffnung unter einem Winkel zur Einführöffnung 4 liegt, bei welchem der aus
ihr austretende Flüssigkeitsstrahl 5 immer an Stellen auf die Wandungsinnenfläche
des Gehäuses 1 auftrifft, die von der Einführöffnung 4 entfernt liegen.
[0027] Bewährt hat es sich, wenn die Einführöffnung 4 im Gehäuse 1 einen Durchmesser aufweist,
der zwischen 30 und 60 mm beträgt, und wenn darüber hinaus diese Einführöffnung 4
mit einer halsartig nach außen gerichteten Verlängerung 6 versehen ist.
[0028] Eine andere wichtige Ausgestaltung der hydromechanischen Reinigungsvorrichtung liegt
darin, daß das Strahl- oder Düsenrohr 2 nicht nur längsschiebbar, sondern auch verdrehbar
sowie winkelverlagerbar vom Gehäuse 1 aufgenommen ist, so daß sich die Wirklage der
Düse 3 innerhalb des Gehäuses 1 auf unterschiedliche individuelle Bedürfnisse einrichten
läßt.
[0029] Die längsschiebbare Anordnung des Strahl- oder Düsenrohres 2 ist dabei durch den
Doppelpfeil 7 verdeutlicht, während der Doppelpfeil 8 die Möglichkeit der Winkelverlagerung
andeutet.
[0030] Das Strahl- oder Düsenrohr 2 ragt durch eine Aufnahmeöffnung 9 in das Gehäuse 1 hinein
und läßt sich an diesem mit Hilfe eines Halters 10 fixieren, welcher einerseits von
einem Stützkragen 11 am Strahl- oder Düsenrohr 2 und andererseits von einer die Aufnahmeöffnung
9 umgebenden Ringwulst 12 gebildet werden kann. Vorzugsweise ist dabei der Halter
10 so ausgebildet, daß sich der Stützkragen 11 mit der Ringwulst 12 verrasten läßt,
wobei jedoch der Halter 11 relativ zum Ringwulst 12 die Winkelverlagerung entsprechend
dem Doppelpfeil 8 zuläßt. Zum Zwecke der Längsverschiebung kann hingegen das Strahl-
oder Düsenrohr 2 im Stützkragen 11 geführt werden, während sich die Verdrehbarkeit
für das Strahl- oder Düsenrohr 2 wiederum durch das Zusammenwirken des Stützkragens
11 mit der Ringwulst 12 der Aufnahmeöffnung 9 verwirklichen läßt.
[0031] Das Strahl- oder Düsenrohr 2 kann unter Zwischenschaltung eines Adapters 13 mit einem
Handgriff 14 verbunden werden, der wiederum einen Anschluß, bspw. einen Schlauch 15
für die Flüssigkeitszufuhr aufweist.
[0032] Mit Hilfe des Handgriffs 14 läßt sich die gesamte Reinigungsvorrichtung, und zwar
insbesondere das Strahl- oder Düsenrohr 2 und das Gehäuse 1 so manipulieren, daß an
den Nägeln der durch die Einführöffnung 4 des Gehäuses 1 in den Bereich des Flüssigkeitsstrahls
5 gebrachten Finger oder Zehen die optimale Reinigungswirkung erreicht wird.
[0033] Bei dem in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung
ist die Aufnahmeöffnung 9 des Gehäuses 1 koaxial zur Einführöffnung 4 bzw. deren halsartiger
Verlängerung 6 ausgerichtet, während die Düse 3 sich unter einem stumpfen Winkel an
das Strahl- oder Düsenrohr 2 anschließt. Es wird somit erreicht, daß der Flüssigkeitsstrahl
5 mit einem gewissen Abstand oberhalb der Einführöffnung 4 bzw. der halsartigen Verlängerung
6 auf die kugelige Innenfläche des Gehäuses 1 auftrifft. Einem direkten Austritt
des Flüssigkeitsstrahls 5 durch die Einführöffnung 4 wird auf diese Art und Weise
entgegengewirkt. Die beim direkten Auftreffen des Flüssigkeitsstrahls 5 auf die Wandungsinnenfläche
des Gehäuses 1 entstehenden, feinstzerstäubten Wassertröpfchen sammeln sich an den
Wandflächen wieder zu großen Wassertropfen, die dann mit relativ geringer Geschwindigkeit
der Einführöffnung 4 zufließen und dort durch die halsartige Verlängerung 6 frei austreten
können.
[0034] Bewährt hat es sich, den am Strahl- oder Düsenrohr 2 sitzenden Stützkragen 11 des
Halters 10 aus einem elastisch nachgiebigem Werkstoff, z.B. Gummi oder Weichkunststoff
zu fer tigen. Es wird hierdurch nicht nur eine einfache und sichere Verrastung mit
dem Ringwulst 12 am Gehäuse 1 ermöglicht, sondern zugleich auch eine gute Dichtwirkung
des Halters 10 bewirkt. Außerdem begünstigt die elastische Nachgiebigkeit des Stützkragens
11 eine einfache Winkelverlagerung des Strahl- oder Düsenrohres 2 entsprechend dem
Doppelpfeil 8 innerhalb des Gehäuses 1. Das Ausmaß der Längsverschiebung des Strahl-
oder Düsenrohres 2 in Richtung des Doppelpfeiles 7 kann einerseits durch den Adapter
13 relativ zum Stützkragen 11 und andererseits durch einen Anschlagkragen 16 am Strahl-
oder Düsenrohr 2 relativ zum Ringwulst 12 begrenzt werden. Bei der größten Einschubtiefe
des Strahl- bzw. Düsenrohres 2 liegt die Mündung der Düse 3 wenigstens annähernd
an einer Ebene, die mit der Kugelmitte des Gehäuses 1 zusammenfällt. Andererseits
kann die Mindesteinschubtiefe des Strahl- bzw. Düsenrohres 2 im Gehäuse 1 durch den
Anschlagkragen 16 so begrenzt werden, daß sie etwa einem Drittel des lichten Durchmessers
des Gehäuses 1 entspricht.
[0035] Das Ausführungsbeispiel der hydromechanischen Reinigungsvorrichtung nach Fig. 2
der Zeichnung unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 1 der Zeichnung im Grunde
genommen nur dadurch, daß die Aufnahmeöffnung 9 für das Strahl- oder Düsenrohr 2 keine
Achsfluchtlage mit der Einführöffnung 4 für die Finger oder Zehen hat, sondern vielmehr
hierzu unter einem Winkel verläuft, der bspw. 90° beträgt. Darüber hinaus fließt beim
Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 die Düse 3 an das Strahl- oder Düsenrohr 2 mit Achsfluchtlage
an, d.h., sie ist gegenüber dieser nicht stumpfwinklig geneigt vorgesehen.
[0036] Bewährt hat es sich in jedem Falle, wenn die hydromechanische Reinigungsvorrichtung
über den Schlauch 15 oder dergleichen an eine Pumpe angeschlossen ist, die wiederum
saug seitig mit einem besonderen Flüssigkeits-Vorratsbehälter in Verbindung steht.
Als Pumpe kann dabei insbesondere eine Membran- oder Hubkolbenpumpe eingesetzt werden,
welche pulsierende Flüssigkeitsstrahlen 5 erzeugt.
[0037] Die im Flüssigkeits-Vorratsbehälter befindliche Flüssigkeit kann den jeweiligen Bedürfnissen
entsprechend temperiert werden. Hier lassen sich darüber hinaus auch besondere Reinigungsmittel,
bspw. anionische Tenside (Seifen) oder auch nichtionische Tenside beifügen, wenn dies
zur Verbesserung der Wirkungsweise der hydromechanischen Reinigungsvorrichtung zweckmäßig
ist.
[0038] Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Ausbildung des Gehäuses 1 und die Anordnung
des Strahl- oder Düsenrohres 2 relativ hierzu nicht auf die in Fig. 1 und 2 der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist, obwohl diese sich als besonders
vorteilhaft herausgestellt haben. Es kommt lediglich darauf an, daß das Strahl- bzw.
Düsenrohr 2 und das Gehäuse 1 relativ zueinander so ausgerichtet sind, daß ein direkter
Austritt des Flüssigkeitsstrahls aus der Einführöffnung 4 des Gehäuses in jedem Falle
vermieden wird.
[0039] Abschließend sei nur noch erwähnt, daß der maximale Durchmesser der Düse 3 im Bereich
der Düsenöffnung in jedem Falle so klein gewählt werden sollte, daß der austretende
Flüssigkeitsstrahl problemlos in den Bereich zwischen Nagel und Finger oder Nagel
und Zehe gerichtet werden kann. In keinem Falle sollte der Durchmesser der Düse 3
im Bereich der Düsenöffnung ein Maß von 3 mm überschreiten.
[0040] Mit Hilfe des Handgriffs 14 läßt sich der aus der Düse 3 austretende Flüssigkeitsstrahl
auf die durch die Einführöffnung 4 in das Gehäuse 1 hineinragenden Finger bzw. Zehen
leicht so ausrichten, daß er in den zu reinigenden Bereich unter die Nägel eintritt.
Wird der Flüssigkeitsstrahl 5 am zu reinigenden Nagel mehrfach hin- und hergeführt,
dann ist der Reinigungsvorgang nach kurzer Zeit beendet. Die Intensität der Reinigungswirkung
des Flüssigkeitsstrahls 5 kann dabei durch individuelle Veränderung seines Aufprallwinkels
jederzeit variiert werden.
[0041] Trifft der Flüssigkeitsstrahl 5 nicht auf den zu reinigenden Bereich eines Fingers
oder einer Zehe, sondern gegen die Innenfläche der Wandung des Gehäuses 1, dann entstehen
dort aufgrund der hohen Aufprallgeschwindigkeit feinste Wassertröpfchen. Diese verteilen
sich dann über die gesamte Wandungsinnenfläche und agglomerieren anschließend zu
großen Tropfen. Diese großen Tropfen können dann drucklos und mit geringer Geschwindigkeit
durch die Einführöffnung 4 und deren halsartige Verlängerung 6 abfließen und in einem
Waschbecken oder einem ähnlichen Sammelgefäß aufgefangen werden.
1. Vorrichtung zur Reinigung von Finger- oder Fußnägeln durch einen Flüssigkeitsstrahl,
insbesondere Wasserstrahl, mit einem Gehäuse (1), in das einerseits ein Strahl- oder
Düsenrohr (2) gerichtet ist, und welches andererseits eine Einführöffnung (4) für
mindestens einen Finger oder eine Zehe aufweist, wobei das Strahl- oder Düsenrohr
(2) relativ zur Einführöffnung (4) im Gehäuse (1) in eine Lage ausgerichtet oder ausrichtbar
ist, bei der Finger- oder Fußnägel dem Flüssigkeitsstrahl (5) innerhalb des Gehäuses
(1) mit ihren Randkanten zuwendbar sind, und wobei das Strahl- oder Düsenrohr (2)
in das Gehäuse (1) hineinragt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahl- oder Düsenrohr (2) innerhalb des Gehäuses (1) mit seiner Düsenmündung
bzw. -öffnung (3) unter einem Winkel zur Einführöffnung (4) ausgerichtet ist, bei
dem der Flüssigkeitsstrahl (5) oberhalb der Einführöffnung (4) auf die Innenfläche
des Gehäuses (1) auftrifft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahl- oder Düsenrohr (2) längsschiebbar (7) und/oder verdrehbar und/oder
winkelverlagerbar (8) in eine Aufnahmeöffnung (9) des Gehäuses (1) eingesetzt ist
(10 bis 12).
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahl- oder Düsenrohr (2) mittels eines Halters (10) lösbar in der Aufnahmeöffnung
(9) des Gehäuses (1) sitzt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahl- oder Düsenrohr (2) unter Zwischenschaltung eines Adapters (13) mit
einem Handgriff (14) verbindbar ist, der einen Anschluß (15) für die Flüssigkeitszufuhr
aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (10) aus einem Stützkragen (11) am Strahl- oder Düsenrohr (2) und aus
einer die Aufnahmeöffnung (9) umgebenden Ringwulst (12) besteht, wobei vorzugsweise
der Stützkragen (11) mit der Ringwulst (12) verrastbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützkragen (11) aus einem elastisch nachgiebigen Werkstoff, z.B. Gummi oder
Weichkunststoff, besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (1) eine kugelige oder ähnlich bauchige Gestalt hat und seine Einführöffnung
(4) mit einer halsartig nach außen gerichteten Verlängerung (6) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (1) aus einem durchsichtigen Werkstoff, z.B. Glas oder Hartkunststoff,
besteht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahl- oder Düsenrohr (2) über eine Zuleitung (15), insbesondere einen flexiblen
Schlauch an eine Flüssigkeits-Lieferquelle anschließbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeits-Lieferquelle aus einer Pumpe, insbesondere einer Membran- oder
Hubkolbenpumpe besteht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe saugseitig an einen Flüssigkeits-Vorratsbehälter angeschlossen oder
anschließbar ist.