(19)
(11) EP 0 390 954 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.10.1990  Patentblatt  1990/41

(21) Anmeldenummer: 89106170.7

(22) Anmeldetag:  07.04.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04D 13/16, E04D 1/30
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: Tonwarenfabrik Laufen AG
CH-4242 Laufen (CH)

(72) Erfinder:
  • Krämer, Dieter
    D-8000 München 40 (DE)

(74) Vertreter: Weber, Otto Ernst, Dipl.-Phys. et al
Weber & Heim Irmgardstrasse 3
81479 München
81479 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) First-Entlüftungsvorrichtung


    (57) Die Firstentlüftungsvorrichtung umfaßt ein außenseitiges, nach außen gewölbtes, im Scheitelbereich mit einer Öffnung (11) ver­sehenen Firstdeckelement (10) und einen im Hohlraum des First­deckelements angeordneten Einsatz (20) zum Auffangen und nach außen Ableiten von eindringendem Niederschlag. Der Einsatz besteht aus einem, im vorgegebenen Abstand unterhalb der Öffnung ange­ordneten Mittelteil (23) sowie abgestuft hierzu angeordneten Sei­tenteilen (21,22), die - bei einem gewissen Überstand des Mittelteils - in vorgegebenem Abstand voneinander angeordnet sind. Aus dem Dachraum gelangt Luft durch diesen Zwischenraum hindurch, wird seitlich umgelenkt und zwischen den Seitenteilen und dem Mit­telteil geführt, um dann nach einer weiteren Umlenkung ober­halb des Mittelteils über die Öffnung des Deckelements nach außen zu entweichen. Umgekehrt wird eindringender Niederschlag vom Mittelteil auf die Seitenteile geführt, von wo er in den Auflagebereich des Deckelements geleitet wird. Eine Saugwir­kung wird dadurch erreicht, daß die Öffnung des Deckelements mit einer Abrißkante (12) versehen ist. Alternativ hierzu ist über der Öffnung eine Spoilerkappe angeordnet, mit welcher ein Venturi-Effekt erzielt wird.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine First-Entlüftungsvorrichtung, be­stehend aus einem außenseitigen, nach außen gewölbten, im Scheitelbereich mit einer Öffnung versehenen First-Deck­element und einem im Hohlraum des First-Deckelements ange­geordneten Einsatz zum Auffangen und nach außen Ableiten von eindringendem Niederschlag.

    [0002] Derartige First-Entlüftungsvorrichtungen dienen dazu, in den Dachraum eindringende Luftfeuchtigkeit nach außen abzuführen. Außerdem sollen sie Wärme- und Kältestau-Bildung verhindern und bei starkem Wind einen Druckausgleich zwischen innen und außen herbeiführen.

    [0003] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der DE-OS 33 13 875 bekannt. Hierbei besteht der Einsatz aus zwei nach oben ge­wölbten und übereinanderliegenden Schalenelementen,die je­weils mit Luftdurchtrittsöffnungen versehen sind. Die Luft­durchtrittsöffnungen sind über die Wölbungsperipherie gesehen gegeneinander versetzt. Konstruktionsbedingt ist zugelassen, daß Niederschläge sowohl durch die Öffnungen der Außenschale als auch durch die Öffnungen im darunterliegenden Wölbungs­element eindringen. Sie werden erst durch das innerste, letzte Wölbungselement aufgefangen und abgeleitet. Es sind daher re­lativ viele Teile erforderlich. Außerdem können die mehrmali­gen Umlenkungen des Luftstroms dazu führen, daß der Luftaus­tausch nicht in der gewünschten Intensität erfolgt. Da das Außenelement mit seinen beiden Rändern auf Seitenflanschen ruht, die aus den Einsatzelementen hervorstehen und deren Ränder bilden, kann es zu einem Rückstau von Flüssigkeit kom­ men, insbesondere, weil Schmutz, Laub oder ähnliches diesen unter dem Gewichtsdruck des Außenelements stehenden, glei­chermaßen als Stütze und als Abfluß dienenden Bereich, ver­stopfen können.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine First-­Entlüftungsvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, welche konstruktiv einfacher ausgebildet ist und dennoch einen ausreichend starken Luftaustausch gewährleistet.

    [0005] Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Haupt­anspruchs gelöst.

    [0006] Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Umlenkung des Luftstroms auf ein Minimum reduziert wird und daß die Querschnittsflächen des Luftweges bezogen auf die Abmessungen der Entlüftungsvor­richtung relativ groß gehalten werden können. Es kann daher auch pro Entlüftungsvorrichtung eine entsprechend größere Dachfläche belüftet werden. Da darüber hinaus die Form des Einsatzes einfach und übersichtlich ausgestaltet ist, wird das Verlegen der Entlüftungsvorrichtung vereinfacht, so daß die Arbeitskosten beim Dachdecken gering gehalten werden kön­nen.

    [0007] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Öffnung des Außenelementes mit einer nach außen überste­henden Abrißkante versehen ist. Die Abrißkante bewirkt, daß ein am Dach entlang strömender Luftzug oberhalb der Öffnung einen Unterdruck erzeugt, so daß die Dachentlüftung durch die Saugwirkung unterstützt wird.

    [0008] Die Verwirbelung eines am Dach entlang streichenden Luftstroms und die Erzeugung eines Unterdruckbereichs wird noch dadurch verstärkt, daß parallel zu den in Längsrichtung verlaufenden Abrißkanten und unterhalb von diesen auf der Oberfläche des Außenelements jeweils eine weitere Abrißkante angeordnet ist.

    [0009] Diese weitere Abrißkante hat ferner den Vorteil, daß eine definierte, verstärkte Rippe vorhanden ist, die während des Transports und der Lagerung als Auflage beim Stapeln derar­tiger Elemente dient. Das Gewicht der aufgestapelten Elemen­te wird daher kontrolliert jeweils über diese verstärkten Be­reiche nach unten abgeleitet, so daß die Bruchgefahr verrin­gert wird.

    [0010] Es hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen, daß korrespon­dierend mit den weiteren, rippenartigen Abrißkanten nach innen in den Hohlraum ragende Rippen vorhanden sind. Sie üben neben der definierten Gewichtsübertragung innerhalb eines Stapels noch weitere, für die Entlüftung relevanten Funktionen aus. Dabei schützen sie den Entlüftungskanal gegen Fremdluft, die zwischen den Längsrändern des Außenelements und den zugehöri­gen Dachplatten im Auflagebereich des Außenelements eindrin­gen könnte. Außerdem fixieren sie das Innenelement, bevor­zugt mit Hilfe eines elastischen, eine vorgegebene Vorspannung erzeugenden, Klappergeräusche vermeidenden Unterlageelements. Ein ausreichender Wasseraustritt wird durch unterseitige Aus­nehmungen in diesen Rippen erreicht.

    [0011] Als besonders geeignet für die elastische Unterlage erweist sich ein Schaumstoffmaterial, wie es als Komprie-Dichtband bekannt ist. Dieses Material paßt sich an das Profil und die Oberfläche der zugehörigen Dachplatten an, ohne daß es in einem eigenen Bearbeitungsvorgang entsprechend ausgeformt werden muß. Es kann auch auf einfache Weise mit der Unterseite des Ein­schubs verklebt werden.

    [0012] Für das Mittelteil des Einschubs erweist es sich herstellungs­technisch besonders einfach und aerodynamisch besonders wir­kungsvoll, daß es mit einer leichten Außenwölbung versehen ist. Eine zuverlässige Ableitung von Niederschlägen wird dadurch erreicht daß das Mittelteil mit einer Tropfkante versehen ist.

    [0013] Gleichermaßen kann es zweckmäßig sein, die Außenränder der Seitenteile mit einer Tropfkante zu versehen, die darüber hin­aus den Vorteil hat, daß sie die lagegerechte Zuordnung des Einschubs zur elastischen Unterlage gewährleistet und ein Ein­dringen von Feuchtigkeit in die Unterlage verhindert.

    [0014] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Innenränder der Seitenteile mit einem nach oben weisenden Kragen versehen sind, welcher auch im Falle von größeren Was­sermengen, beispielsweise bei einem Sturzregen, das Unterdach zuverlässig trockenhält. Im übrigen dienen die Tropfkanten und der Kragen auch zur Längsversteifung des Einschubs.

    [0015] Der Durchtrittsquerschnitt zwischen dem Mittelteil und den Sei­tenteilen wird am wenigstens dadurch beeinträchtigt, daß die Abstandshalter aus mindestens zwei querverlaufenden Rippen be­steht. Die Rippen verbinden darüber hinaus die beiden Seiten­teile untereinander, so daß insgesamt ein relativ steifer Kör­per gebildet wird.

    [0016] Zur weiteren Versteifung des Einsatzes ist es ferner vorteil­haft, daß auf der Oberseite des Mittelteils vertikale Querrippen vorhanden sind, die bis in den Bereich der Öffnung des Abdeckelementes reichen. Die Rippen haben ferner den Vorteil, daß sie ein Gitter bilden, welches das Eindringen von Laub, Kleintieren o.ä. verhindern. Ferner verhindern sie einen Schrägeinfall von Niederschlägen.

    [0017] In einer besonders bevorzugten alternativen Weiterbildung der Erfindung ist ein Spoilerelement, bestehend aus einer hori­zontal verlaufenden Spoilerkappe und vertikalen, auf den Ein­satz aufgesetzten Spoilerträgern vorhanden. Im montierten Zu­ stand befindet sich die Spoilerkappe oberhalb der Öffnung des Deckelements. Sie erzeugt einen Venturi-Effekt, durch wel­chen Luft aus dem Unterdach abgesaugt wird.

    [0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen weiter beschrieben.

    Fig. 1 zeigt schematisch eine teilweise angeschnittene per­spektivische Ansicht eines First-Deckelements und eines im Hohlraum des First-Deckelements angeordne­ten Einsatzes;

    Fig. 2 zeigt schematisch einen Vertikalquerschnitt durch einen Dachfirst mit einer Firstentlüftungsvorrichtung gemäß Fig. 1 und

    Fig. 3 zeigt schematisch einen Vertikalquerschnitt durch einen Dachfirst mit einer weiteren Firstentlüftungs­vorrichtung.



    [0019] In Fig. 1 ist mit 10 ein aus Ton gebranntes First Deckelement (Firstlüftungsziegel) bezeichnet. Es ist im Scheitelbereich mit einer in Längsrichtung verlaufenden, schlitzförmigen Öff­nung 11 versehen, die an allen Rändern mit einer nach oben vorstehenden Abrißkante 12 versehen ist. Das in Fig. 1 darge­stellte Beispiel weist ferner zwei weitere Abrißkanten 13, 13′ auf, die parallel zur Längsrichtung des Firstdeckelements 10 bzw. der Öffnung 11 in einem vorgegebenen Abstand von der Abrißkante 12 auf beiden Außenseiten des Firstdeckelements 10 verlaufen.

    [0020] Wie der Teilschnitt des Firstdeckelements 10 weiter veran­schaulicht, ist das Firstdeckelement mit zwei, in Längsrich­tung verlaufenden und im wesentlichen vertikal frei in den Hohlraum ragenden Stützrippen 14, 15 versehen. Sie befinden sich im wesentlichen unterhalb der weiteren Abrißkanten 13,13′, so daß beim Stapeln mehrerer derartiger Firstdeckelemente 10 die Stützrippen 14,15 mit den weiteren Abrißkanten des jeweils darunter liegenden Firstdeckelements in Eingriff gelangen und sich auf diesen abstützen. Innerhalb eines Stapels wird daher das Gewicht der Firstdeckelemente in dem durch die wei­teren Abrißkanten 13,13′ und Stützrippen 14,15 in dem betref­fenden Bereich aufgenommen und nach unten abgeleitet.

    [0021] Alternativ dazu ist es auch möglich, anstelle der weiteren Abrißkanten 13,13′ andere mit den Stützrippen 14,15 zusammen­wirkende punktförmige Auflager, wie sie bei 16 gestrichelt schematisch dargestellt sind, vorzusehen.

    [0022] Im Hohlraum desfirstdeckelements 10 ist ein aus Kunststoff hergestellter Einsatz 20 (Firsteinleger) vorhanden, welcher eine luftdurchlässige und Niederschläge abweisende Schikane dar­stellt. Die Länge des Einsatzes 20 kann mit der Länge des Firstdeckelemente 10 übereinstimmen. Bevorzugt ist sie jedoch ein ganzzahliges Vielfaches der Länge des Firstdeckelements 10. Der Einsatz 20 besteht aus zwei in Längsrichtung paralle­len, auf Abstand voneinander angeordneten Seitenteilen 21,22 sowie einem den Zwischenraum zwischen den Seitenteilen 21,22 in einem vorgegebenen Abstand überbrückenden Mittelteil 23. Das Mittelteil 23 und die beiden Seitenteile 21,22 sind im we­sentlichen an den Stirnseiten über querrippenbildende Abstands­halter 24 miteinander verbunden. Bei längeren Einsätzen 20 sind über die Länge verteilt mehrere derartige Abstandshalter 24′ vorhanden. Seitlich befinden sich jeweils zwischen den Seitenteilen 21 bzw. 22 und dem Mittelteil 23 Öffnungen 25 bzw. 26 als Luftdurchlaß. Die Seitenteile 21,22 liegen stufen­oder schulterartig seitlich unterhalb des Mittelteils 23. Mehrere Einsätze 20 sind stirnseitig in der Weise ineinander einschiebbar, daß eine Stirnseite eines jeden Einsatzes 20 offen ist (nicht dargestellt), d.h.daß der betreffende stirn­seitige Abstandshalter 24 entfernt ist.

    [0023] Die Fig. 1 veranschaulicht ferner zwei Leitflächen 42,43, Aus­nehmungen 18 in den Stützrippen sowie teilweise einen Rippen einsatz 46.

    [0024] Wie Fig. 2 veranschaulicht, sind auf die beiden obersten senk­recht zur Zeichenebene ausgerichteten Dachlatten 30,31 Dach­ziegel 32,33 aufgelegt. Zwischen den oberen Enden der Dachzie­gel 32,33 befindet sich ein Durchlaßspalt 34 zur Entlüftung des Dachraums 35. Entlang der Ränder der Dachziegel 32,33 sowie daran anstoßender Dachziegel (nicht dargestellt) befindet sich jeweils eine streifenförmige, elastische Schaumstoffunterlage 36,37, die als Komprie-Dichtband bekannt ist. Auf diesen bei­den Unterlagen 36,37 liegt der Einsatz 20 mit seinen Seiten­teilen 21,22 auf. Da sich die Unterlagen 36,37 an die Außen­kontur der Dachziegel 32,33 anpassen, wird ein formschlüssiger, im wesentlichen luftdichter Abschluß zwischen den Dachziegeln 32,33 und dem Einsatz 20 erreicht.

    [0025] Von oben drücken die Stützrippen 14,15 des Firstdeckelements 10 auf die von den Unterlagen 36,37 unterstützten Bereiche der Seitenteile 21,22. Der Einsatz 20 ist mit den Unterlagen 36,37 verklebt. Insgesamt ist das Firstdeckelement 10 jedoch nicht auf den Unterlagen 36,37 gelagert, sondern es liegt mit seinem unteren Rand 17 auf den Dachziegeln 32,33 auf. Es kann mittels den querverlaufenden Rippen 44, die über den Rand der Öffnung 11 übergreifen, am Mittelteil 23 fixiert werden. Der Rippen­einsatz 46 in dem wiedergegebenen Beispiel ist lösbar auf den Einsatz 20 befestigt. Zu diesem Zweck befindet sich auf dem Mittelteil 23′ eine durchgehende Rastnase 55 oder Rastpunkte, welche von Fingern 56 an den Stützen 52 federnd hintergriffen wird/werden. Die Stützen 52 (Fig. 3) können, ebenso wie die Rippen 44, ein Schutzgitter gegen Laubwerk, Vögel etc. bilden.

    [0026] Die Stützen 52 und die Rippen 44 fixieren ferner das First­deckelement 10′ in seiner Lage. Die Querrippen 44 sind ober­halb der Rastnase mit einer Längsrippe 45 miteinander verbun­ den, deren Höhe so bemessen ist, daß sie den Luftstrom nicht behindert.

    [0027] Das Mittelteil 23 des Einsatzes 20 ist genau unterhalb der Öffnung 11 des Firstabdeckelementes 10 und in einem vorgegebe­nen Abstand von der Innenseite des Firstdeckelementes 10 ange­ordnet. Es ist mit einer leichten Außenwölbung und mit einem Überstand über die beiden Seitenteile 21,22 versehen, so daß eindringender Niederschlag auf die Seitenteile 21,22 abfließt. Vorsorglich sind entlang der Ränder des Mittelteils 23 Tropf­kanten 27 angeformt. Außerdem sind die darunter liegenden Rän­der der beiden Seitenteile 21,22 mit einem Kragen 28 versehen, der verhindert, daß Regenwasser in den Zwischenraum 38 zwi­schen den beiden Seitenteilen 21,22 fließen kann. Zum zuver­lässigen Ableiten von Niederschlägen sind die Seitenteile 21, 22 mit einer leichten Außenneigung versehen. Der Abfluß er­folgt im wesentlichen durch unten offene Ausnehmungen 18 im Auflagebereich der Stützrippen 14,15. Das Mittelteil 23 ist im wesentlichen auf Lücke zur Öffnung 11 angeordnet. Die beiden Seitenteile 21,22 enden an ihren Außenseiten in nach unten abgekröpften Tropfkanten 29, welche die Unterlagen 36,37 seitlich übergreifen.

    [0028] Nachfolgend wird die Funktion dieser Firstentlüftungsvorrich­tung beschrieben. Luft aus dem Dachraum 35 gelangt über die Durchlaßspalte 34 und den darüber liegenden Zwischenraum 38 zum Mittelteil 23, wo sie seitlich abgelenkt und über die Öff­nungen 25,26 gemäß Pfeilen 39 in den Durchlaß 40,41 zwischen dem Mittelteil 23 und dem Firstdeckelement 10 strömt. Von dort kann sie über die Öffnung 11 ungehindert nach außen ent­weichen.

    [0029] Die Abrißkante 12 bewirkt ein Abreißen der Strömung der von außen über das Dach entlang streichenden Luftströmungen. Auf diese Weise entsteht eine Unterdruck-Saugwirkung, welche die Dachentlüftung unterstützt.

    [0030] Um der Luftströmung in der Durchlaßspalte 34 möglichst wenig Widerstand entgegenzubringen, kann es zweckmäßig sein, am Ein­satz 20 nach unten reichende seitliche Leitflächen 42,43 vor­zusehen, die von den Innenrändern der Seitenteile 21,22 bis in den Bereich der Dachlatten 30,31 reichen (gestrichelt darge­stellt). Sie können auch zum Annageln oder Verschrauben des Einsatzes 20 an den Dachlatten 30,31 dienen.

    [0031] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind glei­che Teile wie in Fig. 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß auf die Beschreibungen im einzelnen verzichtet wird.

    [0032] Das in Fig. 3 veranschaulichte Firtdeckelement 10′ unter­scheidet sich von demjenigen der Fig. 1 und 2 dadurch, daß entlang der Öffnung 11 keine Abrißkante vorhanden ist. Um eine erhöhte Saugwirkung zu erzeugen, ist auf das Mittelteil 23′ des Einsatzes 20′ eine aus Kunststoff gefertigte Spoilerkappe 50 aufgesetzt. Sie besteht aus einem nach unten gewölbten Spoi­ler 51 über der Öffnung 11 des Firstdeckelements 10′, wel­cher den Durchtrittsquerschnitt verengt, um eine Querströmung 53 zu beschleunigen. Es entsteht ein Venturi-Effekt, welcher gemäß Pfeil 54 Luft aus dem Dachraum absaugt.

    [0033] Der Spoiler 51 ist über Stützen 52, die in Richtung der Quer­strömung 53 ausgerichtet sind, in dem wiedergegebenen Beispiel lösbar auf dem Einsatz 20 befestigt, wie dies in Fig. 2 im Zusammenhang mit den Querrippen 44 beschrieben wurde.


    Ansprüche

    1. First-Entlüftungsvorrichtung, bestehend aus einem außen­seitigen, nach außen gewölbten, im Scheitelbereich mit einer Öffnung versehenen Firstdeckelement und einem im Hohlraum des Firstdeckelements angeordneten Einsatz zum Auffangen und nach außen Ableiten von eindringendem Niederschlag, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Einsatz (20) ein im wesentlichen auf Lücke zur Öffnung (11) des First-Deckelements (10) und in vorgegebenem Abstand von diesem angeornetes Mittelteil (23) sowie zwei schulterartig, zu beiden Längsseiten unterhalb des Mittel­teils (23) und in horizontalem Abstand voneinander in der Weise angeordnete Seitenteile (21, 22) aufweist, daß das Mittelteil (23) den Zwischenraum (28) zwischen den Seiten­teilen (21, 22) unter Bildung eines seitlichen Überstandes überdeckt und zwischen den Seitenrändern des Mittelteils (23) und den zugehörigen Seitenteilen (21, 22) seitliche Öffnungen (25, 26) vorhanden sind, und daß das Mittelteil (23) und die Seitenteile (21, 22) über querverlaufende, rippenartige Abstandshalter (24, 24′) miteinander verbunden sind.
     
    2. First-Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Öffnung (11) des First-Deckelementes (10) mit einer nach außen überstehenden Abrißkante (12) versehen ist.
     
    3. First-Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß parallel zu den in Längstrichtung entlang der Öffnung (11) verlaufenden Abrißkanten (12) und unterhalb von diesen auf der Außenseite des First Deckelements (10) jeweils eine weitere Abrißkante (13, 13′) angeordnet ist.
     
    4. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß mit den Seitenteilen (21, 22) in Eingriff stehende, nach innen in den Hohlraum des First-Deckelements ragende, vertikale Stützrippen (14, 15) vorhanden sind.
     
    5. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß an der Unterseite der Seitenteile (21, 22) des Einsatzes (20) durchgehende, elastische Unterlagen (36, 37) beispiels­weise Komprie-Bänder, zur formschlüssigen und im wesentlichen luftdichten Auflage auf die betreffenden Dachteile vorhanden sind.
     
    6. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Seitenränder des Mittelteils (23) jeweils mit einer Tropfkante (27) versehen sind.
     
    7. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Außenränder der Seitenteile (21, 22) jeweils mit einer Tropfkante (29) versehen sind.
     
    8. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Innenränder der Seitenteile (21. 22) jeweils mit einem nach oben weisenden Kragen (28) versehen sind.
     
    9. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß auf der Oberseite des Mittelteils (23) vertikale Querrippen (44) vorhanden sind, die formschlüssig bis in den Bereich der Öffnung (11) des First-Deckelements (10) reichen.
     
    10. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß auf der Oberseite des Mittelteils (23) eine Spoilerkappe (50) angeordnet ist, welche einen über der Öffnung (11) des First-Deckelements (10) angeordneten Spoiler (51) sowie Stützen (52) für den Spoiler (51) umfaßt, die durch die Öffnung (11) geführt sind.
     
    11. First-Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Rippen (44) und/oder die Stützen (52) lösbar mit dem Einsatz (20) verbunden sind.
     
    12. First-Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
    daß die lösbare Verbindung aus einer stegartigen Rastnase (55) auf dem Mittelteil (23) sowie die Rastnase (45) hintergrei­fenden Fingern (56) an den Stützen (52) bzw. den Rippen (44) besteht.
     
    13. First-Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    daß die beiden Seitenteile (21, 22) mit nach unten gerichteten Leitflächen (42, 43) versehen sind.
     
    14. First-Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
    daß die sich auf der Oberseite des Mittelteils (23) befindenden Querrippen (44) bis über die Öffnung (11) des Firstdeckelements (10) reichen und über den Rand der Öffnung (11) übergreifen.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht