[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluß für flexible Flüssigkeitsbehälter gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In der Regel bestehen die flexiblen Flüssigkeitsbehälter aus Kunststoff und ermöglichen
die Abgabe von darin enthaltenem fließfähigen Gut dadurch, daß die Wandung des Behälters
von Hand zusammengedrückt und durch die damit verbundene Verkleinerung des Innenvolumens
des Behälters das darin befindliche fließfähige Gut durch den geöffneten Verschluß
hindurch abgegeben werden kann. Die flexiblen Behälter sind in der Regel so gestaltet,
daß ihre Wandung die ursprüngliche Lage selbsttätig wieder einnimmt, wenn die Bedienungsperson
aufhört, auf die Behälterwand Druck auszuüben bzw. den Behälter los läßt und wegstellt.
Die Wandung des Behälters nimmt naturgemäß nur dann die ursprüngliche Ausgangslage
wieder ein, wenn dabei gleichzeitig atmosphärische Luft in das Innere des Behälters
eindringen kann.
[0003] Dies setzt voraus, daß der Verschluß auch noch nach Abgabe der Behälterflüssigkeit
eine gewisse Zeit geöffnet bleiben muß. Dadurch wird oftmals vergessen, den Behälter
zu schließen, weil die Bedienungsperson sich inzwischen anderen Tätigkeiten zugewandt
hat. Je nach der Art des Behälterinhalts wird dadurch in der Abgabeöffnung des Verschlusses
zurückbleibende Flüssigkeit ausgetrocknet, wodurch unter Umständen der Behälter und
sein Inhalt auf Dauer unbrauchbar werden können. Daneben kann in den meisten Fällen
im Behälter enthaltene Flüssigkeit nur dann abgegeben werden, wenn der Behälter über
Kopf gehalten wird, so daß der Behälterinhalt sich unmittelbar über dem Verschluß
befindet und durch Druck auf die Behälterwand abgegeben werden kann. In diesem Fall
ist jedoch die genauere Dosierung der abzugebenden Flüssigkeit oftmals schwierig,
weil sich ein Nachtropfen nicht immer vermeiden läßt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluß der in Anspruch 1 angegebenen
bekannten Gattung so zu verbessern, daß ein damit ausgerüsteter flexibler Flüssigkeitsbehälter
in im wesentlichen aufrechter Lage zur Abgabe von Flüssigkeit von Hand zusammengepreßt
und nach seiner Freigabe sofort Luft ansaugen kann, ohne daß der Ausflußkanal des
Verschlusses vollständig entleert wird, um bei erneuter Entleerung eine sofortige
Abgabe des Behälterinhalts zu gewährleisten. Außerdem soll der Verschluß in geschlossenem
Zustand tranportsicher sein.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 enthaltenen
Merkmale.
[0006] Die in Anspruch 2 erwähnte Hubvorrichtung auf der Kopfwand des Unterteils ermöglicht
eine einwand- und verschleißfreie Bewegung des Oberteils zwischen seiner Schließ-
und Offenstellung gegenüber dem Unterteil im Zusammenwirken mit der Vorspannvorrichtung.
[0007] Da gemäß Anspruch 3 das Unterteil mit einer Führungsnut für das längs verschiebliche
Oberteil versehen ist, ist eine ästhetisch ansprechende Formgebung des Verschlusses
bei sicherer Führung des Oberteils im Unterteil gewährleistet.
[0008] Die Ausgestaltung der Vorspannvorrichtung durch an der Außenseite von Seitenwangen
des Oberteils angebrachte Federelemente gemäß Anspruch 4 ermöglicht es, die Vorspannvorrichtung
einteilig mit dem Verschluß in einem Arbeitsgang zu formen. Auch die Hubvorrichtung
kann gemäß Anspruch 6 einteilig mit dem Verschluß hergestellt werden, wobei die auf
der Kopfwand vorgesehenen Hubnocken eine fühlbare Rastwirkung und Fixierung des Oberteils
in der Schließstellung und Offenstellung desselben ermöglichen.
[0009] Durch die gemäß Anspruch 7 vorgesehene Ausflußhülse und Dichthülse an der Unterseite
des Oberteils, die jeweils mit Vorspannung auf der Einlaßöffnung bzw. einer Restfüllgut-Auslaufsperre
mit Vorspannung aufliegen, wird einerseits eine sichere Abdichtung des Ausflußkanals
für die Abgabe der Flüssigkeit und für das Sauberhalten des Verschlusses in seinem
geschlossenen Zustand erzielt.
[0010] Ferner ermöglicht der Oberteil des Verschlusses eine Anordnung der Abgabeöffnung
radial und achsparallel zur Kopfwand (Anspruch 9) oder eine abwärts gerichtete Anordnung
(Anspruch 10).
[0011] Die spezielle Verbindung zwischen Oberteil und Unterteil durch einen mit Scharnieren
versehenen Steg gewährleistet die Unverlierbarkeit des Oberteils, insbesondere aber
die Herstellung des erfindungsgemäßen Verschlusses als eine einzige Einheit. Darüber
hinaus wird dadurch ein besonders vorteilhafter ästhetischer Gesamteindruck des Verschlusses
sowohl in seiner Schließ- als auch in seiner Offenstellung erreicht.
[0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der schematischen Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Verschluß gemäß der Erfindung im Schließzustand in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 den Verschluß in Fig. 1 in der geöffneten Stellung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Unterteil und die Innenseite des Oberteils des Verschlusses,
Fig. 4 einen Längsschnitt IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Unteransicht zu Fig. 3 mit der Unterseite des Unterteils und der Oberseite
des Oberteils,
Fig. 6 einen Schnitt VI-VI in Fig. 4,
Fig. 7 einen Schnitt VII-VII in Fig. 3,
Fig. 8 einen Schnitt VIII-VIII in Fig. 3,
Fig. 9 einen Schnitt IX-IX in Fig. 3,
Fig. 10 eine Ansicht gemäß Pfeil X in Fig. 3,
Fig. 11 einen Schnitt entsprechend Schnitt IV-IV in Fig. 3, jedoch in geschlossener
Stellung des Verschlusses,
Fig. 12 einen senkrechten Längsschnitt durch das Belüftungsventil in der Kopfwand
mit Ansichten des Dichtdornes auf dem Belüftungsventil und dem dahinter liegenden
Ventildorn,
Fig. 13 eine Ansicht gemäß Fig. 11, jedoch in Offenstellung des Verschlusses,
Fig. 14 eine Ansicht entsprechend Fig. 12, jedoch in Offenstellung des Verschlusses,
Fig. 15 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses in einem senkrechten
Längsschnitt durch die Durchtrittsöffnung und die Restfüllgut-Auslaufsperre in der
Kopfwand des Unterteils mit dem Oberteil in Schließstellung und,
Fig. 16 eine Ansicht des Verschlusses in Fig. 15 in der Offenstellung.
[0013] In Fig. 1 und 2 ist ein vollständig aus Kunststoff hergestellter Verschluß 20 schaubildlich
in geschlossener Stellung (Fig. 1) und in geöffneter Stellung (Fig. 2) dargestellt.
Der Verschluß 20 besteht aus einem Verschlußunterteil 32 und einem Verschlußoberteil
34. Durch den Unterteil 32 erstreckt sich diametral eine Führungsnut 53, in der der
Oberteil 34 quer zur Mittellängsachse des Verschlusses zwischen der in Fig. 1 gezeigten
Schließstellung und der Offenstellung in Fig. 2 hin und her verschiebbar gelagert
ist. Fig. 2 zeigt, daß die äußere Oberfläche des Oberteils 34 und des Unterteils 32
in der Schließstellung des Verschlusses miteinander bündig abschließen, so daß der
Verschluß eine gefällige äußere Form hat.
[0014] In den Fig. 3 bis 5 ist der Verschluß 20 in einer Lage gezeigt, in der er einer
entsprechenden Kunststoff-Spritzgießform einteilig entnommen wurde. Der Verschluß
20 ist für flexible, vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Flüssigkeitsbehälter 30
(Fig. 11, 13, 15 und 16) vorgesehen, die durch Ausübung von Druck auf die flexible
Behälterwandung entleert werden können. Der Verschluß 20 kann in an sich bekannter
Weise als Prell- oder Gewindeverschluß ausgebildet sein. Der in den Fig. 4, 5, 11,
13, 15 und 16 gezeigte Verschluß hat einen Prellverschluß, bei dem zwei Schnapparme
84 (Fig. 4, 5) mit Schnappbacken 85, 86 einen Ringwulst 87 an der Außenseite eines
die Behälteröffnung 47 umgebenden Behälterhalses 48 unter Rastwirkung untergreifen
und den Verschlußunterteil 32 auf der Stirnseite des Behälterhalses 48 dicht verspannen.
Dabei ist koaxial zu den Schnapparmen 84 innerhalb derselben ein zylindrischer Dichtkonus
35 an der Unterseite einer Kopfwand 49 des Unterteils 32 vorgesehen, der in die Öffnung
47 des Behälterhalses 48 abdichtend eingreift. Ein im wesentlichen zylindrischer
Mantel 83 erstreckt sich radial außerhalb der bei den Schnapparme 84 vom Außenrand
der Kopfwand 49 des Unterteils 32 nach unten bis zur Oberseite des Behälters 30.
[0015] Die Kopfwand 49 des Unterteils 32 ist für die Flüssigkeit im Behälter 30 mit einer
Durchtrittsöffnung 50 versehen, die von einem konischen Rand 89 umgeben ist.
[0016] Der Oberteil 34 ist mit einer weiter unten näher beschriebenen Vorspannvorrichtung
55 ausgerüstet (Fig. 8 bis 10). Diese Vorspannvorrichtung wirkt mit dem Unterteil
32 derart zusammen, daß, wie Fig. 11 zeigt, in der Schließstellung des Oberteils
34 die Einlaßöffnung 51 einer Ausflußhülse 39, die in einen Ausflußkanal 36 im Oberteil
34 mündet, mit elastischer Vorspannung abdichtend auf einer vertieften, membranartigen
Restfüllgut-Auslaufsperre 33 der Kopfwand 49 sowie in der Offenstellung des Oberteils
34 auf den konischen Rand 89 der Durchtrittsöffnung 50 in der Kopfwand 49 des Unterteils
32 abdichtend gepreßt ist (Fig. 13).
[0017] Die Ausflußhülse 39 ist in Richtung des Pfeiles X der Öffnungsbewegung des Oberteils
34 in geringem Abstand hinter einer Dichthülse 38 parallel zu dieser angeordnet und
steht von der Unterseite 72 des Oberteils 34 auf der gleichen Länge wie die Dichthülse
38 nach unten vor. Die Dichthülse 38 liegt in der Schließstellung des Oberteils 34
mit elastischer Vorspannung abdichtend auf dem konischen Rand 89 der Durchtrittsöffnung
50 im Unterteil 32 auf und ist in der Offenstellung des Oberteils 34 im Abstand oberhalb
der Kopfwand 49 des Unterteils 32 angeordnet, wie Fig. 11 und 13 zeigen.
[0018] Wie Fig. 13 zeigt, erstreckt sich in Öffnungsrichtung x des Oberteils 34 der Ausflußkanal
36 hinter der Ausflußhülse 39 bogenförmig abwärts zu seiner Abgabeöffnung 73, die
in der Schließstellung des Oberteils 34 auf einer Dichtpfanne 90 auf der Oberseite
der Kopfwand 49 des Unterteils 32 dicht aufliegt und in der Offenstellung des Oberteils
34 außerhalb der Kopfwand 49 nach unten offen liegt (Fig. 13).
[0019] Die Vorspannvorrichtung 55 besteht, wie insbesondere Fig. 3 bis 5 und 8 bis 10 zeigen,
aus Federelementen 58, 59, die an der Außenseite von Seitenwangen 61, 62 des Oberteils
34 (Fig. 8) angebracht sind. Die kufenförmigen Federelemente 58, 59 greifen in an
den Enden begrenzte, in Fig. 7 gezeigte Längsschlitze 63, 64 in den Seitenwänden
56, 57 der Führungsnut 53 ein und sind mit ihren Kufenenden 66, 67 an der oberen Schlitzkante
54 der beiden Längsschlitze 63, 64 geführt. Die Unterkante 65 der Seitenwangen 61,
62 des Oberteils wird dabei sowohl in der Schließstellung als auch in der Offenstellung
des Oberteils 34 in geringem Abstand oberhalb der Kopfwand 49 des Unterteils 32 gehalten.
Hierdurch wird der Oberteil 34 mit seinen für die Funktion des Verschlusses wichtigen
Teilen ständig mit elastischer Vorspannung gegen die funktions-wichtigen Teile der
Kopfwand 49 gepreßt, wie weiter unten näher beschrieben ist.
[0020] Gemäß Fig. 3, 6 und 7 ist auf der Oberseite der Kopfwand 49 eine Hubvorrichtung 60
vorgesehen, mittels welcher der Oberteil 34 bei seiner Bewegung aus der Schließ- bzw.
Offenstellung in die Offen- bzw. Schließstellung von der Kopfwand 49 des Unterteils
32 entgegen der Wirkung der Vorspannvorrichtung 55 abhebbar ist. Die Hubvorrichtung
60 besteht aus zwei Hubnocken 70, 71. Die Hubnocken 70, 71 sind auf der Oberseite
der Kopfwand 49 im Bereich der Bewegungsbahn der sich längs erstreckenden Unterkante
65 der Seitenwangen 61, 62 (Fig. 8) des Oberteils 34 angeordnet. Die Höhe der Hubnocken
70, 71 ist so bemessen, daß, wenn der Oberteil 34 mit den Unterkanten 65 der Seitenwangen
61, 62 auf den Hubnocken 70, 71 aufliegt, die unteren freien Enden der Dichthülsen
38, der Ausflußhülse 39, des Dichtdornes 44 und des Ventildornes 45 höher liegen als
die höchsten Erhebungen der Kopfwand 49 und die Ränder der Auslaufsperre 33 und der
Durchtrittsöffnung 50. Die Unterkante 65 der Sei tenwangen 61, 62 des Oberteils 34
ist jeweils mit einem Ausschnitt 75 versehen, der dem Längsprofil der Hubnocken 70,
71 auf der Kopfwand 49 des Unterteils 32 entspricht. Durch den Eingriff der Hubnocken
70, 71 in den Ausschnitt 75 in beiden Seitenwangen 61, 62 des Oberteils 34 ist die
Schließstellung des Oberteils 34 gegenüber dem Unterteil 32 bestimmt. Dabei greifen
die Hubnocken 70, 71 jedoch mit soviel Spielraum in die Ausschnitte 75 der Seitenwangen
61, 62 ein, daß die Dichthülse 38 mit elastischer Vorspannung die Durchtrittsöffnung
50 abdichtet und auch der Ausflußkanal 36 an der Ein- und Austrittsseite 51, 73 gegenüber
der Kopfwand 49 abgedichtet ist. Die Seitenwangen 61, 62 liegen zur Fixierung des
Oberteils 34 in der Offenstellung mit einer hinteren Schrägfläche 68 an einer entsprechenden
schrägen Stirnfläche 69 der Hubnocken 70, 71 an.
[0021] Die Kopfwand 49 ist, in Längsrichtung des Oberteils 34 gesehen, neben der Durchtrittsöffnung
50 mit einem Belüftungsventil 43 versehen (Fig. 3, 7, 12, 14). Das Belüftungsventil
43 besteht aus einer Membran 95, die ein mittleres Loch 96 aufweist. Das Loch 96
ist in der Schließstellung des Oberteils 34 durch einen Dichtdorn 44 verschlossen,
der von der Unterseite 72 des Unterteils 32 herabragt (Fig. 12). In der Öffnungsstellung
des Oberteils 34 wirkt die Membran 95 des Belüftungsventils 43 mit einem Ventildorn
45 zusammen, der ebenfalls von der Unterseite 72 des Oberteils parallel zum Dichtdorn
44 vorsteht, aber kürzer als dieser bemessen ist (Fig. 14). Durch die kürzere Bemessung
des Ventildorns 45 hebt sich die Membran 95 von dem Ventildorn 45 ab und läßt den
Luftdurchtritt von außen in den Behälter zu, wenn im Behälter Unterdruck herrscht.
Hingegen wird beim Zusammenpressen des flexiblen Behälters zur Abgabe von Flüssigkeit
die Membran 95 gegen den Ventildorn 45 gepreßt und abgedichtet. Beim nachfolgenden
Freigeben des Behälters wird daher Luft nicht nur durch den Ausflußkanal 36, sondern
auch durch das Belüftungsventil 43 in den Behälter 30 gedrückt. Dies hat zur Folge,
daß zumin dest für eine gewisse Zeit ein Teil der Flüssigkeitssäule innerhalb eines
Steigrohres 31 verbleibt, so daß bei einer anschließenden Ausübung von Druck auf den
Behälter (Pumpen) nur eine verhältnismäßig geringe Luftmenge herausgedrückt werden
muß, ehe die in dem Steigrohr 31 sowie im Behälter 30 enthaltene Flüssigkeit abgegeben
wird. Außerdem findet ein schnellerer Druckausgleich durch das Belüftungsventil 43
statt, so daß die Abgabe von Flüssigkeit aus dem Behälter 30 in kürzeren Zeitabständen
stattfinden kann.
[0022] An der Unterseite der Kopfwand 49 ist koaxial zur Durchtrittsöffnung 50 eine Einstecköffnung
74 für das Steigrohr 31 vorgesehen, das mit der Einstecköffnung 74 durch Preßsitz
und/oder Kleben oder Heißsiegeln verbunden sein kann. Das Steigrohr 31 erstreckt sich
mit seinem unteren Ende bis zum Behälterboden (nicht gezeigt), so daß der Flüssigkeitsbehälter
30 in aufrechter Stellung vollständig entleert werden kann.
[0023] Fig. 3 bis 5 und 11 bis 14 zeigen, daß der Unterteil 32 und der Oberteil 34 durch
einen Steg 79 miteinander verbunden sind, der gemäß Fig. 5 eine glatte Außenseite
hat, an der Innenseite jedoch mit vier Scharnieren 40, 76, 77, 78 versehen ist, durch
die Stegabschnitte 80, 81, 82 verbunden sind. Der an den Oberteil 34 angelenkte Stegabschnitt
82 sowie der mittlere Stegabschnitt 81 weisen eine dem Oberteil 34 entsprechende
Breite auf. Der mit dem Unterteil 32 verbundene dritte Stegabschnitt 80 ist mit dem
Mantel 83 des Unterteils 32 durch das Scharnier 40 verbunden, dessen Breite wesentlich
kleiner als die Breite des Oberteils 34 bemessen ist. Diese Anordnung macht es möglich,
daß dieser dritte Stegabschnitt 80 in der Schließlage des Oberteils 34 mit der Außenseite
des Unterteils 32 bündig abschließt. Dies wird außerdem dadurch erreicht, daß das
äußere, in das Scharnier 73 mit dem Mantel 83 des Unterteils 32 auslaufende Ende
des dritten Stegabschnitts 80 mit einem Radius abgerundet ist, der dem Radius des
Mantels 83 des Unterteils 32 etwa entspricht.
[0024] Die in den Fig. 15 und 16 gezeigte zweite Ausführungsform eines Behälterverschlusses
120 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform nur dadurch, daß der Auslaßkanal
136 auf gesamter Länge parallel zur Kopfwand 149 in eine Abgabeöffnung 173 ausmündet,
die somit radial zur Hauptachse des Behälters 130 gerichtet ist und in die gegebenenfalls
eine Sprühdüse eingesetzt werden kann. Im übrigen ist die Funktionsweise des Verschlusses
mit derjenigen der ersten Ausführungsform in den Fig. 1 bis 14 identisch, wie sich
ohne weiteres aus den Fig. ergibt, in denen den Bezugszeichen für die identischen
oder funktionsmässig gleichen Bestandteile eine "1" vorangestellt ist.
[0025] Die Funktionsweise des erfindungsgemässen Behälterverschlusses ist am besten aus
den Fig. 11 bis 14 zu ersehen, die im wesentlichen auch auf die Wirkungsweise der
zweiten Ausführungsform in Fig. 15 und 16 zutrifft.
[0026] In Fig. 11 und 12 ist in zwei unterschiedlichen Schnitten die Schließstellung des
Oberteils 34 gegenüber dem Unterteil 32 erkennbar. Die Ausflußhülse 39 ist durch
die Restfüllgut-Auslaufsperre 33 vollständig abgedichtet, so daß Flüssigkeit, die
nach der Abgabe von Flüssigkeit aus dem Behälter 30 in dem Ausflußkanal 36 und der
Ausflußhülse 39 zurückgeblieben ist, nicht durch die Ausflußhülse 39 auslaufen und
den Verschlußunterteil 32 verschmutzen kann. Ebenso ist die Abgabeöffnung 73 durch
die Dichtpfanne 90 vollständig verschlossen, so daß auch aus diesem Ende des Ausflußkanals
36 etwa darin verbliebene Flüssigkeit nicht auslaufen und den Unterteil 32 des Verschlusses
20 verunreinigen kann. Die am oberen Ende verschlossene Dichthülse 38 dichtet die
Durchtrittsöffnung 50 und damit den Behälter 30 nach außen ab. Der Steg 79 nimmt eine
rechtwinklige Lage ein, wie Fig. 11 zeigt, die zu der in Fig. 1 gezeigten
[0027] Formgebung des Verschlusses führt. Der mit dem Mantel 83 verbundene Stegabschnitt
80 schmiegt sich an die rückseitige konkave Wandung 91 des Mantels 83 an, während
die beiden übrigen Stegabschnitte 81, 82 einen rechten Winkel bilden. Die Vorspannkraft
der Federelemente 58, 59 wird praktisch vollständig als Schließkraft der Ausflußhülse
39 gegenüber der Durchtrittsöffnung 50 und des Dichtdornes 44 gegenüber dem Belüftungsventil
43 umgesetzt. Die Unterkanten 65 der Seitenwangen 61, 62 liegen daher in der Schließ-
und Offenstellung des Oberteils 34 immer in einem geringen Abstand oberhalb der Oberseite
der Kopfwand 49. Die Schließstellung des Oberteils 34 ist in Bewegungsrichtung des
Oberteils dadurch fixiert, daß die Hubnocken 70, 71 in die entsprechenden Ausschnitte
75 der Seitenwangen 61, 62 unter Belassung eines Spielraumes eingreifen.
[0028] Bei Ausübung eines Drucks in Öffnungsrichtung x auf die Ober- und/oder Rückseite
des Oberteils 34 und dessen Verbindungssteg 79 mit dem Unterteil 32 wird der Oberteil
34 infolge der schrägen Stirnflächen 69 der Hubnocken 70, 71 und der entsprechenden
Schrägflächen 68 der Ausschnitte 75 in den Seitenwangen 61, 62 zunehmend bis auf die
Höhe der Hubnocken 70, 71 entgegen der Federvorspannung der Federelemente 58, 59
angehoben. Infolgedessen können sowohl die Ausflußhülse 39 als auch die Dichthülse
38, ferner die Abgabeöffnung 73 und der Dichtdorn 44 von ihren Sitzen abgehoben und
über die Ränder ihrer konischen Sitzflächen hinweg in die der Öffnungsposition des
Oberteils 34 entsprechende Stellung überführt werden. Dies ist möglich, weil die
Hubnocken 70, 71, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, sich, in Längsrichtung
des Oberteils 34 gesehen, mit ihrer Längsmitte genau auf einer Querschnittsebene
des Oberteils 34 befinden, die in der Mitte zwischen den Achsen der Dichthülse 38
und der Ausflußhülse 39 bzw. dem Dichtdorn 44 und dem Ventildorn 45 liegt, die ihrerseits
in jeweils einer Querschnittsebene des Oberteils 34 mit der Dichthülse 38 bzw. der
Ausflußhülse 39 angeordnet sind.
[0029] Die Hin- und Herbewegung des Oberteils 34 zwischen Schließ- und Öffnungsstellung
wird dadurch erleichtert, daß die Stirnseiten der Hubnocken 70, 71 ebenso wie die
hintere Schrägfläche 68 der Seitenwangen 61, 62 abgeschrägt sind. Das Oberteil 34
greift in die Schließ- und Öffnungsstellung jeweils mit Rastwirkung ein. Gemäß Fig.
13 und 14 ist die Öffnungsstellung des Oberteils 34 dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausflußhülse 39 mit ihrem Öffnungsrand unter der Vorspannung der Federelemente 58,
59 dicht auf dem konischen Rand 89 der Durchtrittsöffnung 50 aufliegt. Die Abgabeöffnung
73 liegt außerhalb des Mantels 83 des Unterteils 32 nach unten offen. Die Dichthülse
38 liegt frei über der Oberseite der Kopfwand 49. Der Steg 79 liegt gestreckt innerhalb
der Seitenwände 56, 57 der Führungsnut 53 im Unterteil 32.
[0030] Fig. 14 zeigt, daß in der Offenstellung des Oberteils 34 der Dichtdorn 44 frei über
der Oberseite der Kopfwand 49 liegt. Da der Ventildorn 45 gegenüber dem Dichtdorn
44 kürzer bemessen ist, wird der Lochrand der Membran 95 beim Ausüben von Druck auf
den flexiblen Kunststoffbehälter 30 dicht gegen den Ventildorn 45 gepreßt und abgedichtet.
Wenn der Druck auf die Behälterwandung weggenommen wird, kann Luft durch das Belüftungsventil
43 in den Behälter strömen, wobei die eingedrückte Behälterwandung wieder ihre ursprüngliche
Form annimmt. Gleichzeitig zeigt Fig. 14 deutlich, daß die hintere Schrägfläche 68
an der entsprechenden vorderen schrägen Stirnfläche 69 der Hubnocken 70, 71 anliegt
und dadurch verhindert, daß der Oberteil 34 ohne weiteres nach rückwärts in Richtung
seiner Schließstellung verschoben werden kann. Tatsächlich ist diese Schließbewegung
nur durch Ausübung einer hinreichenden Kraft auf den Oberteil 34 in Schließrichtung
möglich.
[0031] Die vorstehende Beschreibung der Öffnungsstellung des Oberteils 34 macht deutlich,
daß die Vorspannkraft der Vorspannvorrichtung 55 ausschließlich der Abdichtung der
Ausflußhülse 39 gegenüber der Durchtrittsöffnung 50 gilt, wobei wiederum die Unterkante
65 der Seitenwangen 61, 62 des Oberteils in einem geringen Abstand über der Oberseite
der Kopfwand 49 liegen.
[0032] Die vorstehende Beschreibung zeigt, daß der erfindungsgemäße Verschluß auch als
kindersicherer Verschluß für flexible Behälter mit einem Flüssigkeitsinhalt geeignet
ist, der bei unsachgemässer Behandlung des Behälters und seines Inhalts eine Gefährdung
des Benutzers mit sich bringen kann.
1. Verschluß für flexible Flüssigkeitsbehälter, bestehend aus
einem Unterteil (32), der auf dem die Öffnung (47) des Behälters (30) umgebenden Hals
(48) dicht befestigbar ist und dessen Kopfwand (49) mit einer Durchtrittsöffnung
(50) für die Flüssigkeit im Behälter (30) versehen ist, mit der ein bis zum Boden
des Behälters reichender Steigrohr (31) dicht verbunden ist,
einem Oberteil (34), der mit einem Schließorgan für die Durchtrittsöffnung (50) versehen
und zwischen einer Schließstellung und Offenstellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß
daß die Kopfwand (49) neben der Durchtrittsöffnung (50) mit einem Belüftungsventil
(43) versehen ist, dessen Membran (95) ein Loch (96) aufweist, das in der Schließstellung
des Oberteils (34) durch einen von der Unterseite (72) des Oberteils (34) herabstehenden
Dichtdorn (44) verschlossen ist und in der Öffnungsstellung des Oberteils (34) mit
einem von dessen Unterseite (72) vorstehenden Ventildorn (45) zusammenwirkt, der gegenüber
dem Dichtdorn (44) kürzer bemessen ist, so daß bei Ausübung von Druck auf den flexiblen
Behälter (30) das Belüftungsventil (43) geschlossen ist,
eine Vorspannvorrichtung (55) dem Oberteil (34) zugeordnet ist, die mit dem Unterteil
(32) derart zusammenwirkt, daß in der Schließstellung des Oberteils (34) die Einlaßöffnung
(51) eines Ausflußkanals (36) im Oberteil (34) mit elastischer Vorspannung abdichtend
auf die Oberseite der Kopfwand (49) sowie in der Offenstellung des Oberteils (34)
auf den Rand der Durchtrittsöffnung (50) in der Kopfwand (49) des Unterteils (37)
abdichtend gepreßt ist.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hubvorrichtung (60)
auf der Kopfwand (49) des Unterteils (32) vorgesehen ist, mittels welcher der Oberteil
(34) bei seiner Bewegung aus der Schließ- bzw. Offenstellung in die Offen- bzw. Schließstellung
von der Kopfwand (49) des Unterteils (32) entgegen der Wirkung der Vorspannvorrichtung
(55) abhebbar ist.
3. Verschluß nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite
der Kopfwand (49) des Unterteils (32) den Boden einer Führungsnut (53) bildet, die
sich diametral über die Kopfwand (49) erstreckt, von zueinander parallelen Seitenwänden
(56, 57) begrenzt ist und in der der Oberteil (34) zwischen der Schließ- und Offenstellung
hin und her verschiebbar gelagert ist.
4. Kunstoffverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorspannvorrichtung (55) aus Federelementen (58, 59) besteht, die an der Außenseite
von Seitenwangen (61, 62) des Oberteils (34) angebracht sind und in an den Enden begrenzte
Längsschlitze (63, 64) in den Seitenwänden (56, 57) der Führungsnut (53) eingreifen,
an deren oberer Schlitzkante (54) die Federelemente (58, 59) derart geführt sind,
daß die Unterkante (65) der Seitenwangen (61, 62) des Oberteils (34) in dessen Schließ-
und Offenstellung in geringem Abstand über der Kopfwand (49) des Unterteils (32) angeordnet
ist.
5. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Federelement
(58, 59) kufenförmig ausgebildet ist, wobei die Kufenenden (66, 67) die obere Schlitzkante
(54) der Längsschlitze (63, 64) in den Seitenwänden (56, 57) des Unterteils (32) federnd
untergreifen.
6. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung
(60) aus Hubnocken (70, 71) besteht, die auf der Oberseite der Kopfwand (49) im Bereich
der Bewegungsbahn der Seitenwangen (61, 62) des Oberteils (34) angeordnet sind, daß
die Unterkante (65) der Seitenwangen (61, 62) des Oberteils (34) mit einem Ausschnitt
(75) versehen ist, der dem Längsprofil der Hubnocken (70, 71) auf der Kopfwand (49)
des Unterteils (32) etwa entspricht und die Schließstellung des Oberteils (34) gegenüber
dem Unterteil (32) durch Eingriff jedes Hubnockens (70, 71) in den zugehörigen Ausschnitt
(75) in beiden Seitenwangen (61, 62) des Oberteils (34) bestimmt und daß die Seitenwangen
(61, 62) in der Öffnungsstellung des Oberteils (34) mit einer hinteren Schrägfläche
(68) an einer schrägen Stirnfläche (69) der Hubnocken (70, 71) anliegen.
7. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnung
(51) einer Ausflußhülse (39) zugeordnet ist, die in Richtung (x) der Öffnungsbewegung
des Oberteils (34) in geringem Abstand vor einer Dichthülse (38) von der Unterseite
(72) des Oberteils (34) auf der gleichen Länge wie die Dichthülse (38) parallel zu
dieser vorsteht und mit der Einlaßöffnung (51) in der Schließstellung in eine vertiefte
Restfüllgut-Auslaufsperre (33) der Kopfwand (49) eingreift und in der Offenstellung
auf dem Rand (89) der Durchtrittsöffnung (50) in der Kopfwand (49) dicht aufliegt.
8. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichthülse
(38) in der Schließstellung des Oberteils (34) auf dem Rand (89) der Durchtrittsöffnung
(50) im Unterteil (32) abdichtend aufliegt sowie in der Offenstellung des Ober teils
(34) im Abstand oberhalb der Kopfwand (49) des Unterteils (32) angeordnet ist.
9. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausflußkanal
(136) sich vom oberen Ende der Ausflußhülse (139) zu dieser radial und achsparallel
zur Kopfwand (149) in Richtung seiner Abgabeöffnung (173) erstreckt.
10. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausflußkanal
(36) sich vom oberen Ende der Ausflußhülse (39) zu seiner Abgabeöf fnung (73) bogenförmig
abwärts erstreckt, die in der Schließstellung des Oberteils (34) auf der Oberseite
der Kopfwand (49) des Unterteils (32) dicht aufliegt und in der Offenstellung des
Oberteils (34) außerhalb der Kopfwand (49) nach unten offen liegt.
11. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfwand
(49) an ihrem der Abgabeöffnung (73) abgekehrten Ende über einen mit mehreren Scharnieren
(40, 76, 77, 78) versehenen Steg (79) einteilig mit dem Unterteil (32) verbunden ist.
12. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg
(79) aus drei durch die Scharniere (40, 76, 77, 78) verbundenen Stegabschnitten (80,
81, 82) besteht, von denen der an den Oberteil (34) angelenkte Stegabschnitt (82)
sowie der mittlere Stegabschnitt (81) eine dem Oberteil (34) entsprechende Breite
aufweisen, während der mit dem Unterteil (32) verbundene dritte Stegabschnitt (80)
durch ein Scharnier (40) mit dem Mantel (83) des Unterteils (32) verbunden ist, dessen
Breite wesentlich kleiner als die Breite des Oberteils (34) bemessen ist.
13. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch _ gekennzeichnet, daß das
äußere, in das Scharnier (78) mit dem Mantel (83) des Unterteils (32) auslaufende
Ende des dritten Stegabschnitts (80) mit einem Radius abgerundet ist, der dem Radius
des Mantels (83) des Unterteils (32) etwa entspricht.