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EP 0 391 034 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.10.1993 Patentblatt 1993/43 |
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Anmeldetag: 08.02.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B63B 21/66 |
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Trägervorrichtung
Support device
Dispositif de support
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
03.04.1989 DE 3910747
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.10.1990 Patentblatt 1990/41 |
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Patentinhaber: GKSS-FORSCHUNGSZENTRUM GEESTHACHT GMBH |
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D-21502 Geesthacht (DE) |
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Erfinder: |
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- Fanger, Hans-Ulrich, Dr.
D-2057 Reinbek (DE)
- Maixner, Uwe
D-2123 Barum (DE)
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Vertreter: Niedmers, Ole, Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte
Niedmers & Partner
Stahltwiete 23 22761 Hamburg 22761 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 455 270 FR-A- 2 332 173 US-A- 2 589 312
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FR-A- 2 231 560 GB-A- 2 114 078
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trägervorrichtung für die Aufnahme von Meß-, Überwachungs-,
Datenspeicher- und Telemetriemitteln und dgl., die mittels eines Schleppseils und/oder
eine Verbindungskabels mit einem Fahrzeug verbunden und von diesem im in das Wasser
eingetauchten Zustand geschleppt wird.
[0002] Zur Erforschung des Meeres, des Meeresbodens, zur Beobachtung und Ortung von Gegenständen
im Meer sowie auf und im Meeresboden sind eine Vielzahl von Meß- und Überwachungssystemen
erforderlich, die auf Trägervorrichtungen angeordnet werden, die ihrerseits wiederum
durch ein Schleppseil und/oder ein Verbindungskabel mit dem schleppenden Fahrzeug
verbunden sind. Dabei kann das Fahrzeug, das sowohl ein Wasserfahrzeug als auch ein
Hubschrauber sein kann, die Trägervorrichtung in vorbestimmten konstanten Tiefen schleppen
oder die Trägervorrichtung wird bei einer anderen Art der Meßwerterfassung mit periodisch
wiederkehrenden Tiefenänderungen geschleppt. Schließlich kann eine derartige Trägervorrichtung
auf vorgegebenen Kursen in einem bestimmten Abstand zum Meeresgrund geschleppt werden
oder auf festen Positionen kontinuierlich Vertikalprofilierungen des Meeres ausgeführt.
[0003] Für die verschiedensten Meß- und Erfassungsaufgaben, beispielsweise zur Messung von
Schwebstoffkonzentrationen im Wasser mit optischen oder akustischen Methoden, Magnetfeldmessungen
oder dgl. , ist es sinnvoll, wenigstens die sogenannten hydrographischen Standardparameter
wie Tiefe, Leitfähigkeit, Druck, Schallgeschwindigkeit, Geschwindigkeit in allen drei
Freiheitsgraden und die Schleppbewegungsdaten, wie Neigung, Richtung, Beschleunigung
gleichzeitig mitzuerfassen. Mit zunehmender Anzahl der Meß-, Überwachungs- und sonstigen
Einrichtungen zur Erfassung dieser Parameter vergrößert sich aber üblicherweise auch
das Volumen der dafür erforderlichen elektronischen Einrichtungen und damit der Anströmwiderstand
der Trägervorrichtung, was wiederum zu einem sehr nachteiligen Verschlechtern der
Schleppeigenschaften der derart bestückten Trägervorrichtung führt.
[0004] Wird ein Wasserfahrzeug zum Schleppen der Trägervorrichtung verwendet, treten verschiedene
Wechselwirkungen verschiedener Größe, beispielsweise durch das Rollen und Stampfen
des Wasserfahrzeuges, Anströmwiderstand durch unterschiedliche Ausrichtung des Körpers
der Trägervorrichtung zur Hauptströmrichtung, Seildrall, veränderlicher Seildurchhang,
veränderlicher Seilschrägzug usw. auf, so daß die Trägervorrichtung mehr oder weniger
unkontrollierte horizontale und vertikale Bewegungen um den Sollkurs ausführt.
[0005] Der Informationsgehalt und die Güte der bei derartigen unerwünschten Bewegungen der
Trägervorrichtung erfaßten Daten wird naturgemäß beeinflußt (verrauscht), was insbesondere
für Fernmessungen von der Trägervorrichtung aus (Echolotungen, Dopplermeßverfahren,
Magnetfeldmessungen) für die Zeitkonstante durch die sich ständig ändernde Ausrichtung
der entsprechenden Sensoren auf der Trägervorrichtung eine große und nachteilige Rolle
spielt.
[0006] Man hat bei im Stande der Technik bekannten Trägervorrichtungen versucht, diese Nachteile
dadurch zu beseitigen, daß man Trägervorrichtungen passiv stabilisierte, d. h. die
Trägervorrichtung mit Flossen oder dgl. versah und, um diese Flossen zur Stabilisierung
der Trägervorrichtung wirksam werden zu lassen, die Trägervorrichtung viele 100 Meter
hinter dem Fahrzeug herzuziehen. Es zeigte sich, daß diese sogenannten passiv stabilisierten
Trägervorrichtungen trotzdem noch unerwünschte horizontale und vertikale Bewegungen
um den Sollkurs ausführten, wobei besonders die Signale von Schallortungssystemen
stark verrauscht wurden, d. h. die Schallkeule änderte flukturierend ihre Richtung
und erfaßte dabei in undefinierter Weise Meeresbodenflächen bzw. Wasserkörper. Durch
den ständigen Richtungswechsel der Trägervorrichtung wird zudem auch die genaue momentane
Positionsbestimmung und auch Positionseinhaltung erschwert.
[0007] Andere Trägervorrichtungen wurden mit sogenannten aktiven Steuerungen ausgeführt,
um ein präzises Bahnverhalten im Wasser zu zeigen. Diese aktiv gesteuerten Trägervorrichtungen
benötigen aufwendige Sensor- und Regelsysteme, die einerseits die Trägervorrichtung
erheblich verteuern und andererseits sie sehr stark störungsanfällig machen. Trotz
dieser aktiven Steuerungseinrichtungen sind nicht alle möglichen Einflüsse auf die
Trägervorrichtung beim Schleppen im Wasser vorausbestimmbar und auch aufgrund von
Regelsystemzeitkonstanten nicht zu vermeiden.
[0008] Schließlich zeigte sich, daß auch bei einer dynamisch gesteuerten Trägervorrichtung
durch Seildurchhang und Seilschräglage diese weit und völlig unbestimmt hinter dem
schleppenden Fahrzeug zurückbleiben kann.
[0009] Um den Wasserwiderstand auf derartige bekannte Trägervorrichtungen nicht unbedingt
größer als nötig werden zu lassen, werden deshalb zusätzliche Meß-, Überwachungs-und
Telemetriemittel , obwohl es zur richtigen Interpretation spezieller Meßdaten wichtig
wäre, nicht auf der Trägervorrichtung angeordnet, was natürlich für das gewünschte
Meßergebnis insgesamt sehr nachteilig ist.
[0010] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Trägervorrichtung zu schaffen, die
ohne aktive Flossenregelung auskommt und auf einer vorbestimmten Position oder Schleppbahn
gehalten werden kann, die ohne nachteilige Bewegungen um die Kursachse geschleppt
werden kann, die zur Positionsbestimmung im wesentlichen stets direkt unterhalb des
schleppenden Fahrzeugs geführt werden kann und auf einfache und kostengünstige Weise
herstellbar und nicht störanfällig ist.
[0011] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß der Körper der Trägervorrichtung
wenigstens teilweise aus einem Metall mit einem spezifischen Gewicht >15 g/cm³ gebildet
wird.
[0012] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die optimierte Ausnutzung
der Schwerkraft erreicht, d. h. durch die Verwendung eines Körpers als Abtriebsgewicht
mit einem spezifischen Gewicht >15 g/cm³ wird das mechanische Beharrungsvermögen der
Trägervorrichtung gegenüber den auf die Trägervorrichtung wirkenden Kräften sehr groß
gemacht, hervorgerufen beispielsweise durch den Strömungswiderstand, Querströmungseinflüsse,
Seildrall, Seilzug und dgl.
[0013] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Trägervorrichtung liegt darin,
daß bei einem seilgeführten austarierten Abtriebskörper das benötigte Gewicht nicht,
wie bei im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen, durch die Länge der Trägervorrichtung
und ein möglichst geringes spezifisches Gewicht erreicht wird, sondern der erfindungsgemäße
Körper die günstigste hydrodynamische Form bei größtmöglichem spezifischen Gewicht
aufweist.
[0014] Als Metall eignet sich vorzugsweise Wolfram ( gamma ca. 19,3), Tantal ( gama ca.
16,6) und abgereichertes Uran 238 ( gamma ca. 18,5), wobei auch vorteilhafterweise
das Metall des Körpers der Trägervorrichtung auch aus Gemischen unterschiedlicher
Metalle, auch der vorstehend genannten, bestehen kann.
[0015] Das hohe spezifische Gewicht der erfindungsgemäß verwendeten Metalle bedeutet nicht
nur ein großes Beharrungsvermögen gegenüber horizontalen und Auftriebskräften, sondern
auch, daß allseitig die Angriffsflächen auf die Trägervorrichtung während des Schleppens
unter Wasser verkleinert werden können, da auf kleinstem Raum eine sehr große Masse
vorhanden ist. Zudem wird eine Verkleinerung der Wasserangriffsflächen auf die Trägervorrichtung
auch dadurch erreicht, daß diese, im Gegensatz zu den im Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen, keine Steuerflossen für eine horizontale und vertikale Auslenkung benötigt.
[0016] Es ist bekannt, daß die Metalle mit einem spezifischen Gewicht >15 g/cm³ sich mechanisch
normalerweise nur schwer oder gar nicht bearbeiten lassen. Um dem Körper der Trägervorrichtung
dennoch in eine gewünschte Form beliebiger Art bringen zu können, wird das Metall
zur Ausbildung des Körpers vorteilhafterweise gesintert, so daß es sich beispielsweise
zur Schaffung der endgültigen gewünschten Form wie normaler Grauguß mechanisch bearbeiten
läßt.
[0017] Um zu verhindern, daß auf die Trägervorrichtung beim Schleppen im Wasser durch den
Drall des verwendeten Schleppseiles ein Drehmoment ausgeübt wird, das die Messungen
mit der Trägervorrichtung verfälschen bzw. verrauschen würde, ist der Körper vorteilhafterweise
mit einer Drehwirbeleinrichtung versehen, über die der Körper mit dem Schleppseil
und/oder dem Verbindungskabel verbunden ist.
[0018] Um bei bestimmten Anwendungsfällen, bei denen Momentandaten, die von der Trägervorrichtung
bzw. den darauf angeordneten Meß- und Überwachungsmitteln erfaßt werden, zum Fahrzeug
sofort übertragen zu können, ist vorteilhafterweise die Drehwirbeleinrichtung mit
einer Schleifringeinrichtung versehen, so daß fortlaufend Daten über das Verbindungskabel
, das im Schleppseil integriert sein kann, zum schleppenden Fahrzeug übertragen werden
können.
[0019] Versuche haben gezeigt, daß bei einer vorteilhaften einfach ausgestalteten Vorrichtung
der Körper im wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist, da die durch das Wasser insgesamt
auf den Körper ausgeübten Kräfte beim Schleppvorgang aufgrund der großen Masse bei
äußerst kleinem Volumen des Körpers infolge des hohen spezifischen Gewichts des verwendeten
Metalls vernachlässigbar klein sind. Der quaderförmige Körper gestattet auch eine
verhältnismäßig einfache Art der Befestigung der Meß-, Überwachungs-, Datenspeicher-
und Telemetriemittel und gestattet zudem, daß diese völlig unbehindert dem Wasser
zur Ausführung ihrer Aufgaben ausgesetzt sind.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung kann eine beliebige Mehrzahl
neben oder übereinander angeordneter Körper die Vorrichtung bilden, und zwar je nach
Bedarf an daran zu befestigenden Meß-, Überwachungs-, Datenspeicher- und Telemetriemitteln
und dgl. sowie in Abhängigkeit des gewünschten Grades an Gesamtstabilität der Vorrichtung
bei ihrem Einsatz im Wasser. Die Körper können als baugleiche Einheiten im Sinne eines
erweiterbaren Systems zusammengefügt werden.
[0021] Um die Meß-, Überwachungs-, Datenspeicher- und Telemetriemittel und dgl. auf verhältnismäßig
einfache Weise am Körper befestigen zu können, weist der Körper gemäß einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung eine im wesentlichen durch ihn hindurchgehende Öffnung
auf, in die die vorgenannten Mittel eingesetzt bzw. eingeschoben und dort befestigt
werden können.
[0022] Mit einem verhältnismäßig einfachen Mittel kann die Stabilität der Trägervorrichtung
beim Schleppen im Wasser noch erhöht werden, und zwar vorzugsweise dadurch, daß am
Körper eine von ihm in Schlepprichtung wegstehende Leiteinrichtung angeordnet ist,
die vorzugsweise im wesentlichen in Form eines Leitblechs ausgebildet sein kann, das
beispielsweise aus Edelstahl oder dgl. besteht. Um den Einfluß von Querströmen auf
die Leiteinrichtung so gering wie möglich zu halten, weist diese eine Mehrzahl quer
zu ihr verlaufender Durchgangsöffnungen auf, die beispielsweise geeignet verteilt
über der gesamten Fläche der Leiteinrichtung ausgebildet sein können.
[0023] Die Trägervorrichtung weist vorteilhafterweise eine Einrichtung zur Erfassung hydrographischer
Standardparameter des Wassers (Temperatur, Leitfähigkeit, Schallgeschwindigkeit, Druck,
Geschwindigkeit
x, y, z, Neigung, Richtung, Tiefe, Beschleunigung usw.) auf, wobei dann, wenn die Erfassungseinrichtung
vorzugsweise hochminiaturisiert zur Minimierung des Wasserwiderstandes ausgebildet
ist, die Trägervorrichtung das Vorsehen zweier dieser Einrichtungen ohne Schwierigkeiten
erlaubt, was gleichermaßen für die Telemetriemittel zur Übertragung der Daten von
der Erfassungseinrichtung zum Fahrzeug gilt.
[0024] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die nachfolgenden schematischen Zeichnungen
anhand eines Ausführungsbeispieles im einzelnen beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Trägervorrichtung der erfindungsgemäßen Art und der bisher bekannten Art in unterschiedlicher
Schleppstellung relativ zu einem schleppenden Fahrzeug,
- Fig. 2
- in perspektivischer Darstellung eine mit einer Erfassungseinrichtung sowie einer Leiteinrichtung
bestückten Trägervorrichtung,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung eine Ansicht auf die Öffnung zweier zusammengefaßter
Körper im bestückungslosen Zustand,
- Fig. 4 a
- eine Seitenansicht auf einen einzelnen der in Fig. 3 dargestellten Körper,
- Fig. 4 b
- eine Draufsicht auf eine Darstellung gemäß Fig. 4 a,
- Fig. 5 a
- eine Seitenansicht auf ein den Körper abschließendes Element und
- Fig. 5 b
- eine Draufsicht auf die Darstellung von Fig. 5 a.
[0025] In Fig. 1 ist ein Wasserfahrzeug 11 dargestellt, das die an einem Schleppseil bzw.
einem Verbindungskabel 12 im Wasser 13 hängende Vorrichtung 10 schleppt. Gleichzeitig
ist in Fig. 1 eine an einem Schleppseil hängende Vorrichtung ersichtlich, die eine
typische bekannte Anordnung hinter dem schleppenden Fahrzeug 11 weit hinter dem Fahrzeug
11 selbst zeigt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 hängt auch während des Schleppvorganges
nahezu vertikal unter dem schleppenden Fahrzeug 11, das nicht nur ein Wasserfahrzeug,
wie dargestellt, sondern auch ein Hubschrauber sein kann.
[0026] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem Körper 14;
140, wie sie in nebeneinander zusammengefügter Form in Fig. 3 dargestellt sind. Aus
Vereinfachungsgründen wird nachfolgend lediglich ein einziger Körper 14 beschrieben,
obwohl nach Art eines Baukastensystems eine Mehrzahl derartiger Körper 14 die Trägervorrichtung
10 bilden können. Wie aus den Fig. 4 a, b ersichtlich ist, ist der Körper 14 nahezu
quaderförmig aufgebaut und weist eine nahezu kreisförmige Öffnung, vgl. Fig. 3 oder
eine halbkreisförmige Öffnung, vgl. Fig. 4 a, b, auf. Bei der in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform wird die Öffnung 14 durch ein plattenförmiges Abschlußelement 21 verschlossen.
Die Öffnung 16 durchquert den Körper 14 vollständig.
[0027] Am oberen Ende zweier quaderförmiger Körper 14, 140 ist eine Drehwirbeleinrichtung
15 ausgebildet, an deren oberem Teil das Schleppseil 12 bzw. das Verbindungskabel
12 befestigt ist.
[0028] Meß-, Überwachungs-, Telemetrie- und Datenspeichermittel 17, die beispielhaft aus
der Darstellung von Fig. 2 ersichtlich sind, sind auf geeignete Weise mit dem Körper
14, 140 befestigt und mit Kabeln und dgl. mit der Erfassungseinrichtung 20 verbunden.
In beiden Öffnungen 16 der Körper 14, 140 ist jeweils eine Erfassungseinrichtung 20
angeordnet. Mit der Erfassungseinrichtung 20, die prinzipiell beliebige Daten, je
nach vorbestimmter Aufgabe des Einsatzes der Trägervorrichtung 10, erfassen soll,
werden in der Regel zumindest die sogenannten hydrographischen Standardparameter des
Wassers (Temperatur, Leitfähigkeit, Schallgeschwindigkeit, Druck, Geschwindigkeit
x, y, z, Neigung, Richtung, Tiefe, Beschleunigung usw.) erfaßt. Zur Verringerung des Wasserwiderstandes
ist die Erfassungseinrichtung modular in Hybridtechnik hochminiaturisiert ausgebildet.
Über eine ebenfalls an der Trägervorrichtung 10 angebrachte hochminiaturisierte Telemetrieeinrichtung
können von der Erfassungseinrichtung 20 von den Meß-, Überwachungsmitteln 17 erfaßte
Daten bidirektional mit den entsprechenden Systemen auf dem schleppenden Fahrzeug
verbunden sein.
[0029] Der Trägerkörper 14 besteht aus einem Metall mit einem spezifischen Gewicht >15 g/cm³,
wobei das Metall entweder elementar oder in Form von Metallgemischen, beispielsweise
einer gesinterten Wolfram-Kupferlegierung, verwendet wird, das Zerspaneigenschaften
wie herkömmliche Metalle (Grauguß) aufweist und sich sehr leicht mechanisch bearbeiten
läßt.
[0030] Der Körper 14 ist vorzugsweise dann, wenn die Trägervorrichtung 10 auch als Probennehmer
zur Spurenanalytik verwendet wird, von einer Teflon- oder einer Titanschicht ummantelt,
was gleichermaßen für die sonstigen Bauteile 10 der Vorrichtung gelten kann. Durch
die Verwendung völlig unmagnetischer Metalle für den Abtriebskörper und die übrigen
Teile der Vorrichtung 10 eignet sich die Vorrichtung 10 insbesondere auch zum Einsatz
für hochgenaue Magnetfeldmessungen.
[0031] Die Vorrichtung 10 kann auch eine Leiteinrichtung 19 aufweisen, die in Schlepprichtung
18 am Körper 14, 140 angeordnet ist, wobei die Leiteinrichtung 19 in der Regel lediglich
aus einem normalen Leitblech zu bestehen braucht. Das Leitblech 19 ist dabei vorteilhafterweise
mit einer Mehrzahl von hier nicht gesondert dargestellten Löchern versehen, so daß
eine Einwirkung auf die Lage der Vorrichtung 10 auf ein Minimum reduziert wird. Versuche
haben gezeigt, daß eine derartig ausgebildete Leiteinrichtung 19 eine sehr gute Lagenstabilisierung
bezüglich der horizontalen Auslenkung der Vorrichtung 10 schafft.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 10
- Vorrichtung
- 11
- Fahrzeug
- 12
- Schleppseil/Verbindungskabel
- 13
- Wasser
- 14
- Körper
- 140
- Körper
- 15
- Drehwirbeleinrichtung
- 16
- Öffnung
- 17
- Meß-, Überwachungs-, Telemetrie- und Speichermittel
- 18
- Schleppeinrichtung
- 19
- Leiteinrichtung
- 20
- Erfassungseinrichtung
- 21
- Abschußelement
1. Trägervorrichtung für die Aufnahme von Meß-, Oberwachungs-, Datenspeicher- und Telemetriemitteln
und dgl., die mittels eines Schleppseils und/oder eines Verbindungskabels mit einem
Fahrzeug verbunden und von diesem im in das Wasser eingetauchten Zustand geschleppt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (14) der Trägervorrichtung (10) wenigstens
teilweise aus einem Metall mit einem spezifischen Gewicht >15g/cm³ gebildet wird.
2. Trägervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Wolfram,
Tantal oder Uran ist.
3. Trägervorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metall aus Gemischen unterschiedlicher Metalle besteht.
4. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metall gesintert ist.
5. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper (14) eine Drehwirbeleinrichtung (15) aufweist, über die der Körper
(14) mit dem Schleppseil (12) und/oder dem Verbindungskabel verbunden ist.
6. Trägervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehwirbeleinrichtung
(15) eine Schleifringeinrichtung aufweist.
7. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper im wesentlichen quaderförmig aufgebaut ist.
8. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Mehrzahl neben oder übereinander angeordneter Körper (14, 140) die Vorrichtung
bilden.
9. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper (14) eine im wesentlichen durch ihn hindurchgehende Öffnung (16) zur
Aufnahme der Meß-, Überwachungs-, Telemetrie- und Datenspeichermittel (17) und dgl.
aufweist.
10. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß am Körper (14) eine von ihm in Schlepprichtung (18) wegstehende Leiteinrichtung
(19) angeordnet ist.
11. Trägervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiteinrichtung
(19) im wesentlichen in Form eines Leitbleches ausgebildet ist.
12. Trägervorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiteinrichtung (19) eine Mehrzahl quer zu ihr verlaufender Durchgangsöffnungen
aufweist.
13. Trägervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß diese wenigstens eine Einrichtung (20) zur Erfassung hydrographischer Standardparameter
des Wasser (Temperatur, Leitfähigkeit, Schallgeschwindigkeit, Druck, Geschwindigkeit
x, y, z, Neigung, Richtung, Tiefe, Beschleunigung usw.) aufweist.
14. Trägervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung
(20) hochminiaturisiert zur Minimierung des Wasserwiderstandes der Trägervorrichtung
(10) ausgebildet ist.
1. A carrier device to accommodate measuring, monitoring, data storage and telemetry
means and the like and connected by a tow cable and/or a connecting cable to a vehicle
by which it is towed in a condition in which it is immersed in the water, characterised
in that the body (14) of the carrier device (10) consists at least partly of a metal
having a specific weight greater than 15 g/cm³.
2. A carrier device according to Claim 1, characterised in that the metal is tungsten,
tantalum or uranium.
3. A carrier device according to one or both of Claims 1 or 2, characterised in that
the metal consists of mixtures of different metals.
4. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 3, characterised in that
the metal is sintered.
5. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in that
the body (14) comprises a rotary spinner means (15) via which the body (14) is connected
to the tow cable (12) and/or the connecting cable.
6. A carrier device according to Claim 5, characterised in that the rotary spinner means
(15) comprises a slip-ring arrangement.
7. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 6, characterised in that
the body is of substantially parallelepiped construction.
8. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 7, characterised in that
the device is formed by a plurality of adjacently disposed or superposed bodies (14,
114).
9. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 8, characterised in that
the body (14) has passing substantially through it an aperture (16) for accommodating
the measuring, monitoring, telemetry and data storage means (17) and the like.
10. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 9, characterised in that
there is on the body (14) a guide means (19) projecting from it in the towing direction
(18).
11. A carrier device according to Claim 10, characterised in that the guide means (19)
is substantially constructed in the form of a guide baffle.
12. A carrier device according to one or both of Claims 10 or 11, characterised in that
the guide means (19) has a plurality of apertures passing through and extending transversely
to it.
13. A carrier device according to one or more of Claims 1 to 12, characterised in that
it has at least one device (20) for recording hydrographic standard parameters of
water (temperature, conductivity, sound velocity, pressure, speedx, y, z, inclination, direction, depth, acceleration etc.).
14. A carrier device according to Claim 13, characterised in that the recording means
(20) is of highly miniaturised construction to minimise the water resistance of the
carrier device (10).
1. Dispositif de support destiné à recevoir des moyens de mesure, d'observations, de
mémorisation de données et de télémétrie et analogues, qui est raccordé à un véhicule
au moyen d'un câble de remorquage et/ou d'un câble de raccordement et est remorqué
à l'état immergé dans l'eau par ce véhicule, caractérisé en ce que le corps (14) du
dispositif de support (10) est formé au moins en partie par un métal possédant un
poids spécifique > 15 g/cm³.
2. Dispositif de support selon la revendication 1, caractérisé en ce que le métal est
du tungstène, du tantale ou de l'uranium.
3. Dispositif de support selon l'une des revendications 1 ou 2 ou ces deux revendications,
caractérisé en ce que le métal est formé par un mélange de métaux différents.
4. Dispositif de support selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le métal est fritté.
5. Dispositif de support selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le corps (14) comporte un dispositif de rotation libre (15), au moyen duquel
le corps (14) est relié au câble de remorquage (12) et/ou au câble de raccordement.
6. Dispositif de support selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif
de rotation libre (15) est un dispositif à bague coulissante.
7. Dispositif de support selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que le corps possède une forme sensiblement parallélépipédique.
8. Dispositif de support selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une
multiplicité de corps (14,140) juxtaposés ou superposés forment le dispositif.
9. Dispositif de support selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
le corps (14) possède une ouverture (16), qui le traverse essentiellement complètement
et sert à loger les moyens (17) de mesure, de contrôle, de télémétrie et de mémorisation
de données et analogues.
10. Dispositif de support selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
sur le corps (14) est disposé un dispositif d'orientation (19) qui fait saillie à
partir de ce corps dans la direction de remorquage (18).
11. Dispositif de support selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif
d'orientation (19) est réalisé essentiellement sous la forme d'une dérive.
12. Dispositif de support selon l'une des revendications 10 ou 11 ou ces deux revendications,
caractérisé en ce que le dispositif d'orientation (19) comporte une multiplicité d'ouvertures
traversantes qui s'étendent transversalement par rapport au dispositif d'orientation.
13. Dispositif de support selon une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisé
en ce que ce dispositif comporte au moins un dispositif (20) pour enregistrer des
paramètres hydrographiques standards de l'eau (température, conductivité, vitesse
du son, pression, vitessex,y,z, inclinaison, direction, profondeur, accélération, etc).
14. Dispositif de support selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif
d'enregistrement (20) est extrêmement miniaturisé de manière à réduire la résistance
opposée par l'eau au dispositif de support (10).

