[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von mit Duftstoff anzureichernder
Wasch- oder Spüllauge in automatischen Waschmaschinen sowie auf ein zur Durchführung
dieses Verfahrens dienendes Duftstoffzugabemittel.
[0002] Zum Waschen von textilem Gut in automatischen Waschmaschinen ist es bekannt, dem
Waschpulver in geringem Umfang Duftstoffe zuzusetzen, die nach dem Einspülen des Waschpulvers
in der Waschlauge ihre Wirkung entfalten und für eine entsprechende geruchsmäßige
Verbesserung des darin befindlichen Waschguts sorgen sollen. Eine ähnliche Wirkung
soll auch parfümierte, als Spülmittel-Zusatz verwendete Avivage herbeiführen. Schließlich
ist es auch nicht mehr neu, mit Duftstoffen getränkte Vliese zu verwenden, die nicht
nur für das Trockenschleudern sondern auch für vorhergehende Waschgänge dem zu behandelnden
Wasch- bzw. Trockengut beigelegt werden, um dessen entsprechende Duftverbesserung
herbeizuführen. In all diesen bekannten Fällen bleibt jedoch die mit der Zugabe von
Duftstoffen angestrebte Wäscheverbesserung hinter den Erwartungen zurück. Das liegt
hauptsächlich daran, daß mit den vorbekannten Methoden immer nur vergleichsweise
wenig Duftstoff in die Wasch- oder Spüllauge gelangt und die ohnehin geringen Duftstoffmengen
mit dem Wasch- oder Spülwasser rasch fortgeschwemmt bzw. ausgetragen werden, ohne
ihre Wirksamkeit auf das Waschgut voll entfaltet zu haben. Hinzu kommt bei der be
kannten Duftstoffanreicherung als weiterer Nachteil die aufwendige Herstellung von
mit solchen Duftstoffen zu durchsetzenden Waschpulvern und auch die unzureichende
Konservierung der darin enthaltenen Duftstoffe. Sobald eine entsprechend gefüllte
Waschpulver-Packung angebrochen ist, können sich die darin enthaltenen Duftstoffe
verflüchtigen, wodurch einerseits die Duftstoff-Konzentration im Waschpulver noch
weiter zurückgeht und andererseits eine entsprechende, nicht immer als unbedingt
angenehm empfundene Geruchsbelastung der Umgebungsluft eintritt. Bei mit Duftstoffen
getränkten Vliesen ist es so, daß diese einigermaßen wirkungsvoll lediglich bei mit
getrenntem Trockenlaufgang arbeitenden Wasch- bzw. Trockenautomaten sind. Bei mit
durchgehenden Wasch- und Trockenprogramm arbeitenden Waschautomaten müßten dagegen
solche duftstoffgetränkten Vliese in jedem Fall bereits zu Beginn des Waschprogramms
dem in der Maschine vorhandenen Waschgut beigelegt werden. Das aber würde notwendigerweise
dazu führen, daß die Duftstoffe während der anschließenden Wasch- und Spülgänge praktisch
vollständig ausgespült werden, also nicht im Waschgut selbst verbleiben.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Herstellen von mit Duftstoff anzureichernder
Wasch- oder Spüllauge in automatischen Waschmaschinen wesentlich zu vereinfachen
und wirksamer zu gestalten. Diese Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung verfahrensmäßig
dadurch gelöst, daß der Duftstoff gegen Ende des Waschprozesses, nämlich während
des letzten Waschganges oder der abschließenden Spülphase, der Wasch- bzw. Spüllauge
in Form eines mindestens ein Gramm Duftstoff enthaltenden, wasserlöslichen oder -dispergierenden
Festkörpers, nämlich als Tablette oder Kapsel entsprechender Größe zugeführt wird.
Auf diese Weise kann der Wasch- oder Spüllauge in automatischen Waschmaschinen der
Duftstoff in hinreichender Menge und auf einfachste Weise zugeführt werden, indem
man dazu lediglich eine entsprechende Duftstoff-Tablette oder -Kapsel in das entsprechende
Wasch- bzw. Spülpulvervorratsfach des Waschautomaten einlegt, von wo aus die Kapsel
oder Tablette mit dem in ihr in vergleichsweise hoher Konzentration enthaltenen Duftstoff
zusammen mit dem entsprechenden Wasch- bzw. Spülmittel in die Wasch- oder Spüllauge
eingeschwemmt wird, so daß sich darin der in ausreichendem Umfang vorhandene Duftstoff
entfalten und sich dem Waschgut voll wirksam mitzuteilen bzw. anzulagern vermag.
[0004] Ein zum erfindungsgemäßen Herstellen von mit Duftstoff anzureichernder Wasch- oder
Spüllauge in automatischen Waschmaschinen dienendes Duftstoffzugabemittel besteht
erfindungsgemäß aus einem mindestens 1 Gramm Duftstoff und im übrigen einen Füll-,
Träger- oder Emulgierstoff enthaltenden, in Wasser löslichen oder dispergierbaren,
festen Duftstoffzugabekörper in Tabletten- oder Kapselform von mehr als 1 cm³ Rauminhalt,
der allseits von einer wasser- und gasdichten, von Hand zerstörbaren Umhüllungsschicht
umschlossen ist. Ein solcher tabletten- oder kapselförmiger Duftstoffzugabekörper
kann bequem und dauerhaft aufbewahrt werden, da sein wasserlöslicher oder -dispergierbarer,
den Duftstoff enthaltender Bestandteil durch die wasser- und gasdichte Umhüllungsschicht
wirksam geschützt ist. Soll eine solche Duftstoffzugabe-Tablette oder -Kapsel der
Waschmaschine zugeführt werden, so braucht dazu lediglich die Umhüllungsschicht zerstört
zu werden, was von Hand leicht vorgenommen werden kann. Gleiches gilt für eine entsprechend
beschaffene Duftstoffzugabe-Kapsel. Beide Duftstoffzugabe-Festkörper sind leicht
zu handhaben, da sie hinreichend groß und damit auch gut anfaßbar sind. Das gilt
insbesondere für den Fall, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten oder -Kapseln im bevorzugten
Falle mehr als 2,5 Gramm Duftstoff enthalten und ein Mindestvolumen von 5 cm³ besitzen.
Falls Duftstoffzugabe-Tabletten dieser Größe sich für bestimmte Waschmaschinenautomaten
als zu groß bzw. nicht direkt zugabegeeignet erweisen, könnten die Tabletten mit
Sollbruchstellen bildenden Kerbeinschnitten versehen sein und auf diese Weise vor
Eingabe in den Waschautomaten von Hand leicht zerkleinert werden.
[0005] Es empfiehlt sich, jeweils mehrere Duftstoffzugabe-Tabletten oder -Kapseln voneinander
getrennt in einer gemeinsamen, die wasser- und gasdichte Umhüllungsschicht bildenden
Verkaufspackung unterzubringen. Vorteilhaft sind die Duftstoffzugabe-Tabletten oder
-Kapseln dabei in entsprechend gestalteten Aufnahmevertiefungen einer damit versehenen
Plastik- Durchdrücktafel untergebracht, die oberseitig mit einer die Aufnahmevertiefungen
abdeckenden, zerstörbaren Aluminiumfolie versehen ist. Aus solchen Plastik-Durchdrücktafeln
können die darin geschützt untergebrachten Tabletten oder Kapseln für den Bedarfsfall
einzeln durch leichten Fingerdruck herausgedrückt werden.
[0006] Weitere Erfindungsmerkmale sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
[0007] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele erfindungsgemäß beschaffener
Duftstoffzugabemittel dargestellt. Dabei zeigen
Fig.1 und 2 eine einzelne Duftstoffzugabetablette in der Draufsicht und Seitenansicht,
Fig.3 und 4 eine mehrere Duftstoffzugabetabletten enthaltende Verkaufspackung in
der Draufsicht und Seitenansicht,
Fig.5 und 6 eine einzelne Duftstoffzugabekapsel in der Draufsicht und Stirnansicht,
während die
Fig.7 und 8 eine mit Duftstoffzugabekapseln versehene Verkaufspackung in der Draufsicht
und Seitenansicht wiedergeben.
[0008] Das in Fig.1 und 2 dargestellte Duftstoffzugabemittel für Waschmaschinenautomaten
besteht im wesentlichen aus dem in kreiszylindrischer Tablettenform vorliegenden festen
Duftstoffzugabekörper 1, der mindestens ein Gramm Duftstoff und im übrigen einen
Füll- oder Trägerstoff enthält und in Wasser löslich oder dispergierbar ist, sowie
der diese Tablette 1 allseits wasser- und gasdicht umschließenden Umhüllungsschicht
2, die beispielsweise aus einer Klarsichtfolie bzw. zwei solchen Folienhälften besteht,
die in der gemeinsamen Äquatorialebene 3 miteinander verschweißt sind. Die Duftstoff
enthaltende Tablette 1 besitzt einen Rauminhalt von mehr als 1 cm³ im vorliegenden
Fall von nahezu 7 cm³. Um sie notfalls leicht Zerkleinern zu können, ist sie mit Sollbruchstellen
bildenden Kerbeinschnitten 4 versehen. Zur Ingebrauchnahme der Duftstoffzugabetablette
1, also vor dem Ingangsetzen der automati schen Waschmaschine, kann die sie schützende
Umhüllungsschicht 2 an der vorgesehenen Trennstelle 5 von Hand leicht aufgerissen
und somit die Tablette 1 freigelegt werden. Sie wird sodann in das entsprechende
Wasch- bzw. Spülmittelvorratsfach des Waschautomaten gelegt, von wo aus sie gegen
Ende des entsprechenden Waschprozesses, nämlich entweder während des letzten Waschganges
oder aber während der abschließenden Spülphase in den Maschinentrommelraum bzw. die
darin vorhandene Wasch- oder Spülflüssigkeit eingespült wird.
[0009] Die Duftstoffzugabe-Tablette sollte tunlichst mehr als 2,5 Gramm Duftstoff enthalten
und ein Mindestvolumen von 5 cm³ besitzen, weil sie dann besonders einfach zu handhaben
ist und vor allem auch eine ausreichend hohe wirksame Duftstoffmenge in das Wasch-
bzw. Spülwasser des Waschautomaten einzuschleusen erlaubt. Außer dem Duftstoff können
die Tabletten 1 als Füll- bzw. Trägerstoff ein Natrium-Aluminium-Silikat (Sarsil),
ein Cyclodextrin wie aber auch jeden anderen geeigneten Füll- bzw. Trägerstoff enthalten.
[0010] Für die Aufbewahrung und den Versand der Duftstoffzugabe-Tabletten 1 empfiehlt sich
die in Fig.3 und 4 dargestellte Verkaufspackung 6. Diese besteht aus der mit Aufnahmevertiefungen
7 versehenen Plastik-Durchdrücktafel 8, die oberseitig mit einer die Aufnahmevertiefungen
7 und die darin unterzubringenden Duftstoffzugabetabletten 1 abdeckenden, zerstörbaren
Aluminiumfolie 9 versehen ist. Ebenso wie Arznei-Tabletten können auch die Duftstoffzugabe-Tabletten
1 in den Aufnahmevertiefungen 7 der Durchdrücktafel 8 dauerhaft geschützt aufbewahrt
werden. Für den Fall der Ingebrauchnahme einer Tablette braucht dazu lediglich durch
leichten Druck auf die Unterseite der zugehörigen Aufnahmevertiefung 7 die Tablette
1 etwas nach oben gedrückt zu werden, wobei die Aluminiumfolie 9 an der entsprechenden
Stelle aufreißt und die Tablette 1 ohne weiteres entnommen werden kann, ohne daß dadurch
die übrigen Tabletten 1 in ihrer geschützten Unterbringungs- und Aufbewahrungsart
beeinträchtigt werden.
[0011] Das in Fig.5 und 6 dargestellte Duftstoffzugabemittel ist als Kapsel 10 ausgebildet,
in welcher sich der Duftstoff in flüssiger Form befindet und außerdem noch ein Emulgator
enthalten ist. Auch hier enthält die Kapsel 10 vorteilhaft mehr als 2,5 Gramm Duftstoff
und besitzt ein Mindestvolumen von 5 cm³. Zu ihrer sicheren geschützten Aufbewahrung
ist die einzelne Kapsel 10 wiederum mit einer wasser- und gasdichten Umhüllungsschicht
2 umgeben. Diese kann wie im Falle der Fig.1 und 2 aus zwei in der Äquatorialebene
3 miteinander verschweißten Folienhälften bestehen und eine Aufreißlinie 5 besitzen.
Das Gewichtsverhältnis zwischen dem in der Kapsel 10 enthaltende Emulgator einerseits
und dem Duftstoff andererseits sollte zweckmäßig zwischen 1:1 und 4:1 betragen.
[0012] Die Fig.7 und 8 stellen eine vorteilhaft beschaffene Verkaufspackung für die einzelnen
Duftstoffzugabe-Kapseln 10 dar. Auch hier besteht die Verpackung im wesentlichen aus
einer mit entsprechenden Aufnahmevertiefungen 7 für die Kapseln 10 versehenen Plastik-Durchdrücktafel
8 und der sie oberseitig abdeckenden, fest mit ihr verbundenen Aluminiumfolie 9.
Auch hier können die Kapseln 10 einzeln bequem der Durchdrücktafel 8 entnommen werden,
ohne daß die Nachbarkapseln 10 bzw. deren Aufnahmeräume dadurch in Mitleidenschaft
geraten.
1. Verfahren zum Herstellen von mit Duftstoff anzureichernder Wasch- oder Spüllauge
in automatischen Waschmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Duftstoff gegen Ende des Waschprozesses, nämlich während des letzten Waschganges
oder der abschließenden Spülphase, der Wasch- bzw. Spüllauge in Form eines mindestens
ein Gramm Duftstoff enthaltenden, wasserlöslichen oder -dispergierenden Festkörpers,
nämlich als Tablette oder Kapsel entsprechender Größe zugeführt wird.
2. Duftstoffzugabemittel zum Herstellen von mit Duftstoff anzureichernder Wasch- oder
Spüllauge in automatischen Waschmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem mindestens ein Gramm Duftstoff und im übrigen einen Füll-, Träger-
oder Emulgierstoff enthaltenden, in Wasser löslichen oder dispergierbaren, festen
Duftstoffzugabekörper (1 bzw. 10) in Tabletten- oder Kapselform von mehr als 1 cm³
Rauminhalt besteht, der allseits von einer wasser- und gasdichten, von Hand zerstörbaren
Umhüllungsschicht (2) umschlossen ist.
3. Duftstoffzugabemittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Duftstoffzugabe-Tabletten (1) oder -Kapseln (10) voneinander getrennt
in einer gemeinsamen, die wasser- und gasdichte Umhüllungsschicht (2) bildenden Verkaufspackung
(6) untergebracht sind.
4. Duftstoffzugabemittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten (1) oder -Kapseln (10) in entsprechend gestalteten
Aufnahmevertiefungen (7) einer damit versehenen Plastik-Durchdrücktafel (8) untergebracht
sind, die oberseitig mit einer die Aufnahmevertiefungen (7) abdeckenden, zerstörbaren
Aluminiumfolie (9) versehen ist.
5. Duftstoffzugabemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten (1) oder -Kapseln (10) mehr als 2,5 Gramm Duftstoff
enthalten und ein Mindestvolumen von 5 cm³ besitzen.
6. Duftstoffzugabemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten (1) außer dem Duftstoff ein Natrium-Aluminium-Silikat
(Sarsil) als Füll- bzw. Trägerstoff enthalten.
7. Duftstoffzugabemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten (1) außer dem Duftstoff als Füll- bzw. Trägerstoff
Cyclodextrin enthalten.
8. Duftstoffzugabemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Tabletten (1) mit Sollbruchstellen bildenden Kerbeinschnitten
(4) versehen sind.
9. Duftstoffzugabemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Duftstoffzugabe-Kapseln (10) außer dem in flüssiger Form vorliegenden Duftstoff
einen Emulgator enthalten, dessen Gewichtsverhältnis zum Duftstoff zwischen 1:1 und
4:1 beträgt.