[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bergen von unbemannten wiederverwendbaren
Flugkörpern (Drohnen) in der Rückführungsphase, wobei die Landephase durch automatische
oder ferngesteuerte Steueranordnungen und zusätzlicher Hilfsmittel, wie Fallschirmbergesysteme,
erfolgt.
[0002] Bei der Rückkehr ferngesteuerte, beispielsweise zu Aufklärungszwecken eingesetzter
Flugköper, ist es bekannt, daß die Landung durch einen im Flugkörper mitgeführten
Fallschirm realisiert wird. Hierbei sind Methoden und Steuerungen bekannt geworden,
um unter Berücksichtigung der vorliegenden Verhältnisse eine relativ gute Landepunktvorhersage
zu machen. Es hat. sich aber gezeigt, daß es insbesondere beim Einsatz in Gewässern
relativ schwierig ist, eine Bergung aus dem Wasser vorzunehmen, da es hierzu erforderlich
ist, mit dem Schiff entsprechende Wendekreise zu fahren, die einen großen Zeitaufwand
erfordern.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Bergung von gattungsgemäßen Flugkörpern
zu schaffen, die insbesondere einen Einsatz auf Schiffen ermöglicht und auch die
Aufnahme bei ungünstigen Umweltbedingungen, wie Wellengang, gewährleistet.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß an einem Fahrzeug
ein flexibles Flächenelement aus einer zusammengezogenen, gefalteten und/oder geklappten
magazinierten Stauphase über betätigbare Halte- und Führungselemente zur Bildung einer
trampolinartiger Aufnahmefläche aufspannbar angeordnet ist.
[0005] Hierdurch ist es möglich, eine relativ große Aufnahmefläche zu bilden, die während
des normalen Einsatzes des Fahrzeuges keine Beeinträchtigung darstellt. Durch die
trampolinartige Aufnahmefläche ist auch eine Erhöhung der Auftreffgeschwindigkeiten
durchführbar und somit auch eine gezielte Ansteuerung des Landepunktes besser realisierbar.
[0006] Ein besonderer Vorteil ergibt sich beim Einsatz auf Schiffen, da hierbei eine genaue
Ausrichtung durch Wellengang nicht gewährleistet ist.
[0007] Eine günstige Ausgestaltung wird dadurch geschaffen, daß das flexible Flächenelement
aus einem Netzwerk gebildet ist.
[0008] Um eine einfache Handhabung zu ermöglichen wird vorgeschlagen, daß die Halte- und
Führungselemente durch ausfahrbare Teleskopanordnungen gebildet sind.
[0009] Eine den Platzbedarf auf dem Fahrzeug nicht beeinträchtigende Anordnung wird dadurch
geschaffen, daß für die Anordnung auf Schiffen die Halte- und Führungselemente in
den über das Heck hinausgehenden Bereich ausfahrbar sind.
[0010] Um eine große Aufnahmefläche zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß die Halte- und
Führungselemente in Seiten- und Längsrichtung zur Ausbildung der Aufnahmefläche ausfahrbar
und ausklappbar angeordnet sind.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Marinefahrzeuges mit einer ausgefahrenen Aufnahmefläche,
Fig. 2 eine Teildraufsicht gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf eine gestaute Aufnahmefläche,
Fig. 4 eine Draufsicht gemäß Fig. 3.
[0012] Bei der dargestellten Ausbildung sind im Heckbereich eines Marinefahrzeuges 1 Halte-
und Führungselemente in Form einer nach hinten ausfahrbaren teleskopierenden Einrichtung
2 angeordnet, die zusätzlich über Streben 3 in den Außenbereich klappbar sind. Diese
Elemente 2, 3 dienen als eine Halterung für ein flexibles Flächenelement 4 in Form
eines Netzes und bilden eine trampolinartige Aufnahmefläche 5 .
Somit ist es möglich, aus einer magazinierten Stauphase des Flächenelementes 4 gemäß
Fig. 3 und 4 mit geringem Platzbedarf auf dem Marinefahrzeug 1 eine entsprechende
große Aufnahmefläche 5 zu bilden und diese wieder in die ursprüngliche Lage zurückzubringen.
[0013] Die Aufnahmefläche 5 ermöglicht es, einen relativ großen Landeplatz für eine Drohne
6 zu schaffen, um diese durch nicht näher dargestellte automatische oder ferngesteuerte
Steueranordnungen und zusätzliche Hilfsmittel, wie einen Fallschirm, in der Bergungsphase
aufzunehmen. Es ist somit keine punktgenaue Landung erforderlich und auch die Umweltbedingungen,
wie Wellengang und Wind, können damit beherrscht werden.
1. Vorrichtung zum Bergen von unbemannten wiederverwendbaren Flugkörpern (Drohnen)
in der Rückführungsphase, wobei die Landephase durch automatische oder ferngesteuerte
Steueranordnungen und zusätzlicher Hilfsmittel, wie Fallschirmbergesysteme, erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß an einem Fahrzeug (1) ein flexibles Flächenelement (4)
aus einer zusammengezogenen, gefalteten und/oder geklappten magazinierten Stauphase
über betätigbare Halte- und Führungselemente (2,3) zur Bildung einer trampolinartiger
Aufnahmefläche (5) aufspannbar angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Flächenelement
(4) aus einem Netzwerk gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und
Führungselemente (2,3) durch ausfahrbare Teleskopanordnungen gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Anordnung auf Schiffen die Halte- und Führungselemente (2,3) in den über das Heck
hinausgehenden Bereich ausfahrbar angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halte- und Führungselemente (2,3) in Seiten- und Längsrichtung zur Ausbildung der
Aufnahmefläche ausfahrbar und ausklappbar angeordnet sind.