[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Montageprofilleiste für Glaskeramikkochfelder
mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
[0002] Es ist bekannt, Glaskeramikkochfelder in umfangsgeschlossene Ausschnitte von Arbeitsplatten
eines Möbelstückes, insbesondere eines Küchenmöbels einzubauen. Dabei werden im Prinzip
zwei verschiedene Einbauarten angewandt. Die eine Einbauart ist ohne Rahmen, das
rahmenlose Glaskeramikkochfeld geht bündig in die Arbeitsplatte über.
[0003] Bei der anderen Einbauart wird ein Rahmen verwendet. Dieser aus Blech geformte Rahmen
hat ein treppenartig gestuftes Querschnittsprofil mit einem oberen horizontalen Flansch,
der am Rand des Ausschnittes der Arbeitsplatte aufliegt. Auf dem nach unten folgenden
zweiten horizontalen Flansch liegt die Glaskeramikplatte mit ihrem Rand auf, wobei
zwischen dem Rand der Platte und dem erwähnten Horizontalflansch des Rahmens ein
händisch aufgebrachtes Silikonband liegt. Zwischen dem vertikalen Steg des Rahmens
und dem Rand der Platte verbleibt dabei ein ca. 2 - 4 mm breiter Spalt, der bei der
fabriksseitigen Montage des Glaskeramikkochfeldes ebenfalls händisch mit einer Silikonmasse
ausgefüllt und abgespachtelt wird. Das ist ein sehr aufwendiges und damit teures Herstellungsverfahren,
dennoch ist diese Maßnahme heute üblich.
[0004] Eine andere Einbaukonstruktion mit einem Rahmen sieht eine im Querschnitt T-förmige
Metallprofilleiste vor, wobei der eine obere Flanschteil den Rand des Ausschnittes
in der Arbeitsplatte für die Aufnahme des Kochfeldes übergreift und der andere Flanschteil
den Rand der Glaskeramikplatte. Am vertikalen Steg dieser Metallprofilleiste, und
zwar in dessen unteren Bereich, sind vereinzelt Öffnungen eingestanzt, in welche ein
L-förmiger schmaler Bügel einhängbar ist, wobei der eine horizontale Schenkel dieses
Bügels eine Gewindebohrung trägt zur Aufnahme einer Stellschraube. Zwischen der Glaskeramikplatte
und der erwähnten Stellschraube, deren Achse vertikal steht, liegt ein aus einem
Blechstreifen gebogener, umfangsgeschlossener Rahmen mit U-förmigem Querschnittsprofil,
wobei die parallelen Schenkel des U-Profiles horizontal liegen und der eine Schenkel
von unten am Rand der Glaskeramikplatte anliegt, der andere Schenkel hingegen liegt
auf der Stellschraube auf. Diese Einbauart hat sich zwar durchaus bewährt und erfüllt
die ihr zugedachte Funktion, ihr Nachteil liegt jedoch im konstruktiven Aufwand und
der damit verbundenen teuren Montage.
[0005] Ausgehend vom letztbesprochenen Stand der Technik zielt die Erfindung darauf ab,
eine rahmenbehaftete Einbauart der eingangs erwähnten Konstruktion zu vereinfachen
und damit die Herstellung zu verbilligen, ohne dadurch die Funktionsfähigkeit der
Konstruktion zu beeinträchtigen. Vorschlagsgemäß gelingt die Lösung dieser Aufgabe
durch jene Maßnahmen, die Inhalt und Gegenstand des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches
1 sind.
[0006] Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung. Es zeigen:
Fig. 1 die Montageprofilleiste in Schrägsicht und
Fig. 2 ihren funktionsgerechten Einbau im Zusammenbau mit einem Glaskeramikkochfeld
im Querschnitt.
[0007] Die in Fig. 1 in Schrägsicht gezeigte Montageprofilleiste 1 besitzt einen vertikalen
Steg 2, an dessen oberem Ende ein horizontaler Flansch 3 vorgesehen ist, der sich
zu beiden Seiten dieses Steges 2 erstreckt. Am unteren Ende dieses vertikalen Steges
2 ist ein weiterer Horizontalflansch 5 angeformt, der schmäler ist als der eine Flanschteil
des oberen Flansches 3. Auf der Seite des Steges 2, auf der der schmale Horizontalflansch
5 vorgesehen ist, ist ein weiterer, horizontaler Flansch 4 angeformt und einstückig
mit dem Steg 2 ausgebildet, und zwar in einem Abstand A, der im wesentlichen der
Stärke 5 der Glaskeramikplatte 6 entspricht. Dieser Flansch 4 ist etwa so breit, wie
der über ihm angeordnete Flanschteil des horizontalen Flansches 3. Diese Montageprofilleiste
kann aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt sein, aber auch aus metallischen Werkstoffen.
Bezüglich des vertikalen Steges 3 ist der horizontale obere Flansch 3 im wesentlichen
symmetrisch gestaltet. So weit zum Aufbau der Montageprofilleiste.
[0008] Fig. 2 veranschaulicht die bestimmungsgemäße Verwendung der vorstehend erläuterten
Montageprofilleiste 1, die die Glaskeramikplatte 6 nach Art eines umfangsgeschlossenen
Rahmens umschließt. Die paarweise, am vertikalen Steg 2 im oberen Bereich vorgesehenen,
horizontalen Flansche bzw. Flanschteile nehmen zwischen sich den Rand der Glaskeramikplatte
auf, wobei hier in dieser durch diese Flansche gebildeten Nut noch zusätzlich ein
elastisches Band eingelegt sein könnte, das hier jedoch nicht dargestellt ist. Der
eine Flanschteil des horizontalen Flansches 3 übergreift den Rand des Ausschnittes
8 der Arbeitsplatte 7, er liegt auf dieser unter Zwischenschaltung eines Dichtbandes
9 auf. Die flache, schachtelartige Mulde 10 mit dem aufgebördelten Rand 11 liegt zwischen
dem vertikalen Steg 2 der Montageprofilleiste 1 und der seitlichen Wange 12 des Ausschnittes
8 und ist von unten her mit dem Horizontalflansch 5 ver schraubt. In dieser Mulde
10 sind die Heizkörper angeordnet. Glaskeramikplatte 6, Mulde 10 und der aus der Montageprofilleiste
1 gebildete Rahmen bilden eine bauliche Einheit, die fabriksseitig gefertigt wird.
[0009] Die Montageprofilleiste 1 kann in herkömmlicher Weise als Stangenware extrudiert
werden, sei es aus einem metallischen Werkstoff, sei es aus einem Kunststoff. Zur
bestimmungsgemäßen Verwendung werden entsprechend lange Rahmenschenkel auf Gärung
geschnitten und dann an der Glaskeramikplatte 6 montiert und dabei zu einem unfangsgeschlossenen
Rahmen zusammengefügt. Besonders vorteilhaft ist es aber, den aus dieser Montageprofilleiste
1 gebildete Rahmen als einstükkiges Bauelement direkt an den Rand der Glaskeramikplatte
in einem Arbeitsvorgang anzuspritzen, so daß in diesem einen Arbeitsvorgang einerseits
das Profil und andererseits der daraus gefertigte Rahmen gleichzeitig hergestellt
werden.
[0010] Die vorschlagsgemäße Konstruktion verbilligt und vereinfacht nicht nur die Montage
selbst, auch die Vorbereitungsarbeiten können vereinfacht und damit verbilligt werden.
Üblicherweise werden für die bisherigen aufwendigen Montageverfahren die rohen Glaskeramikplatten
nicht nur besäumt, sondern auch randseitig geschliffen, um scharfkantige Ränder und
kantige Übergänge zu vermeiden, um damit Verletzungsgefahren bei der Handhabung dieser
Glaskeramikplatten zu vermeiden. Wenn der Rand der Platte über einen Spritzvorgang
mit einem einstückigen Rahmen in einem Arbeitsgang in der oben geschilderten Weise
ausgestattet wird, kann der aufwendige und teure Schleifvorgang eingespart werden,
auch das Besäumen selbst kann vereinfacht werden, weil hier die erfindungsgemäße
Lösung größere Maßtoleranzen kompensieren kann.
[0011] Wird der Rahmen einstückig in einem Arbeitsgang am Rand der Glaskeramikplatte 6 aufgespritzt,
so wird als Ausgangsmaterial für diese Montageprofilleiste bzw. den Rahmen zweckmäßigerweise
ein geeigneter Kunststoff verwendet. Wird der Rahmen aus Stangenmaterial gefertigt,
so könnten für die Fertigung der Montageprofilleiste sowohl Kunststoffe wie auch
metallische Werkstoffe verwendet werden.
Legende zu den Hinweisziffern
[0012]
1 Montageprofilleiste
2 Steg
3 Flansch
4 Flansch
5 Horizontalflansch
6 Glaskeramikplatte
7 Arbeitsplatte
8 Ausschnitt
9 Dichtband
10 Mulde
11 Rand
12 Wange
1. Montageprofilleiste für Glaskeramikkochfelder zum Einbau in einen Ausschnitt (8)
einer Arbeitsplatte (7), wobei die Montageprofilleiste (1) einen im wesentlichen
T-förmigen Querschnitt aufweist mit einem vertikalen Steg (2) und einem oberen, horizontalen,
sich zu beiden Seiten des Steges (2) erstreckenden Flansch (3), wobei bei eingebautem
Glaskeramikkochfeld der eine Flanschteil den Rand des Ausschnittes (8) und der andere
Flanschteil den Rand der Glaskeramikplatte (6) übergreift und die Montageprofilleiste
das Glaskeramikkochfeld rahmenartig umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des den Rand der Glaskeramikplatte (6) übergreifenden Flanschteiles in einem der
Stärke (5) dieser Platte (6) entsprechenden Abstand (A) ein weiterer, mit dem Steg
(2) einstückig ausgebildeter Flansch (4) vorgesehen ist, der entlang des Randes der
Glaskeramikplatte (6) an deren Unterseite anliegt.
2. Montageprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in an sich
bekannter Weise extrudiert ist und der aus dieser Montageprofilleiste gebildete, das
Glaskeramikkochfeld umschließende Rahmen aus einzelnen Rahmenschenkeln zusammengefügt
ist.
3. Montageprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Bildung
des das Glaskeramikkochfeld umschließenden Rahmens direkt an den Rand des Glaskeramikkochfeldes
nahtlos angespritzt ist.
4. Montageprofilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß am unteren Ende des vertikalen Steges (2) ein Horizontalflansch (5) vorgesehen
ist, und zwar auf der Seite des Steges (2), der die paarweise Flanschanordnung aufweist
und dieser Horizontalflansch (5) schmäler ist als die im wesentlichen gleich breiten,
paarweise vorgesehenen Flansche und Flanschteile.
5. Montageprofilleiste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale
Abstand des unteren Flansches (5) vom mittleren Flansch (4) größer ist als der Abstand
(A) dieses Flansches (4) vom oberen Flanschteil.