TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine flache Anzeigeeinrichtung, bei der ein Leuchtschirm durch
Elektronen aus einer Kathodenanordnung mit Kathodendrähten zum Leuchten angeregt wird.
STAND DER TECHNIK
[0002] Flache Anzeigeeinrichtungen verfügen üblicherweise über eine Frontscheibe mit umlaufendem
Flansch. Dieser Flansch wird nicht unmittelbar mit dem Flansch einer Wannenanordnung
verbunden, sondern zwischen die beiden Flansche werden die Ränder einer Steueranordnung
gelegt, wodurch das Verbinden von Wanne und Frontscheibe und das Haltern der Steueranordnung
in einem einzigen Arbeitsgang erfolgt. Die Wannenanordnung trägt eine Kathodenanordnung.
Im Betrieb der Anzeigeeinrichtung gelangen Elektronen von der Kathodenanordnung durch
die Steueranordnung auf den Leuchtschirm auf der Frontscheibe. Dieser läßt sich nach
Zeilen und Spalten abrastern, wobei in der Regel jeweils gleichzeitig alle Punkte
einer Zeile oder zumindest ein Teil derselben zum Leuchten angeregt werden. Ein Beispiel
für eine flache Anzeigeeinrichtung mit einem solchen Aufbau ist in EP 0 184 832 A2
(US 4,720,657 A) beschrieben.
[0003] Der genannte Aufbau wurde auch von der Anmelderin übernommen, jedoch hat sie festgestellt,
daß es mit diesem herkömmlichen Aufbau schwierig ist, die gegenseitige Justierung
von Frontscheibe, Steueranordnung und Wannenanordnung genau vorzunehmen. Es bestand
demgemäß das Problem, eine flache Anzeigeeinrichtung mit einem einfach herstellbaren
Aufbau anzugeben.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Die erfindungsgemäße flache Anzeigeeinrichtung verfügt über eine Steueranordnung,
die durch einen Rahmen gehalten wird, der im Innenraum der Anzeigeeinrichtung befestigt
ist. Als Befestigungsteile kommen entweder die Frontscheibe oder die Wannenanordnung
in Frage. Dadurch, daß ein gesonderter Rahmen zum Haltern der Steueranordnung verwendet
wird, ist es nicht mehr erforderlich, sie durch den Flansch der Frontscheibe und/oder
der Wannenanordnung zu stabilisieren. Die Steueranordnung ist vielmehr selbst stabil
und sie kann mit hoher Genauigkeit gegenüber der Wannenanordnung oder gegenüber der
Frontscheibe justiert werden. Beim Verbinden von Frontscheibe und Wannenanordnung
ist dann nur noch auf genaue Justierung dieser beiden Teile zueinander zu achten.
[0005] In bezug auf einfache Herstellbarkeit ist es von besonderem Vorteil, eine einzige
Baugruppe herzustellen, die als tragendes Bestandteil eine Basisplatte aufweist,
die den genannten Rahmen mit Steueranordnung, aber auch die Kathodenanordnung trägt.
Diese komplette Baugruppe kann gesondert mit hoher Genauigkeit hergestellt werden.
Sie ist dann lediglich über Haltewinkel an der Frontscheibe oder der Wannenanordnung
zu befestigen, wobei auf genaues Ausrichten der Steueranordnung zum Leuchtschirm zu
achten ist. Dieses Ausrichten läßt sich insbesondere dann mit hoher Genauigkeit ausführen,
wenn die Baugruppe an der Frontscheibe befestigt wird. Dann ist jedoch die Kontaktierung
problematisch. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist dann, wenn die Baugruppe
an der Frontscheibe befestigt ist, die Wannenanordnung zweigeteilt, mit einem Deckel,
der erst aufgesetzt wird, wenn Anschlüsse an der Baugruppe mit Durchführungen im
Wannenrand verbunden sind.
[0006] Hohe Positioniergenauigkeit bei einfacher Kontaktierungsmöglichkeit ergibt sich
dann, wenn die Steueranordnung mit ihrem Rahmen an der Frontscheibe befestigt ist,
jedoch zumindest ein Teil der Kathodenanordnung, vorzugsweise die gesamte Kathodenanordnung,
an der Wannenanordnung befestigt ist. Die Steueranordnung ist nämlich mit relativ
wenigen Anschlüssen kontaktierbar, z. B. etwa 20 Anschlüssen, während die Kathodenanordnung
viele Anschlüsse, z. B. etwa 200, benötigt. Es können dann die Anschlüsse für die
Kathodenanordnung mit Durchführungen in der Wannenanordnung verbunden werden, bevor
die Frontscheibe und die Wannenanordnung zusammengesetzt wird. Die Wannenanordnung
trägt außerdem eine Kontaktleiste, die beim Zusammensetzen mit der Frontscheibe Kontaktfedern
für die Steueranordnung kontaktiert. Die Steueranordnung kann sehr genau in bezug
auf den Leuchtschirm an der Frontscheibe positioniert werden. Beim Aufsetzen der
Wanne mit der an ihr befindlichen Kathodenanordnung kommt es dagegen auf sehr hohe
Positioniergenauigkeit in der Regel nicht an, was jedoch im Einzelfall von der Ausgestaltung
der Kathodenanordnung abhängt.
[0007] Die Steueranordnung besteht auf jeden Fall aus metallischen Elektroden und die Frontscheibe
besteht auf jeden Fall aus Glas. Die genannte Basisplatte kann aus Metall sein, jedoch
wird im folgenden immer davon ausgegangen, daß sie aus Glas besteht. Haben das Metall
der Steueranordnung und das Glas der Frontscheibe und der Basisplatte dieselben Wärmeausdehnungskoeffizienten,
ist es wenig problematisch, die Steueranordnung unmittelbar an der Frontscheibe oder
der Basisplatte zu befestigen. Nun ist es jedoch so, daß es bei Anzeigeeinrichtungen
mit sehr hoher Auflösung erwünscht ist, die Steueranordnung aus einem Metall herzustellen,
das einen erheblich geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist als Glas. Dieser
Wunsch besteht, da sich die Steueranordnung im Betrieb erheblich mehr erwärmt als
die Frontscheibe. Wenn sich aber die Steueranordnung stärker ausdehnt als die Frontscheibe,
verschieben sich Elektronenstrahlen, die durch die Steueranordnung treten, gegenüber
den Leuchtstoffstreifen oder Leuchtstoffpunkten auf der Frontscheibe. Wird nun für
die Steueranordnung ein Metall mit geringem Wärmeausdehnungskoeffizienten verwendet,
um die genannte Verschiebung gering zu halten, ergeben sich insbesondere beim Herstellen
der Anzeigeeinrichtung Probleme, da dabei verschiedene Prozesse hoher Temperatur
zu durchlaufen sind. Um Verformungen der Steueranordnung bei diesen Temperaturprozessen
zu vermeiden, ist die Steueranordnung dann, wenn sie aus einem Metall besteht, das
einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist als Glas, vorzugsweise nicht
unmittelbar mit der Frontscheibe oder der Basisplatte befestigt, sondern die Verbindung
erfolgt über eine Federanordnung. Es ist dies keine Bimetall-Anordnung wie bei Farbbildröhren,
die zum Verschieben der Maske in bezug auf den Leuchtschirm in Strahlrichtung dient,
sondern es ist eine Anordnung mit einfachen elastischen Federn, die dazu dienen,
die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen aufzufangen, wie sie insbesondere beim Herstellvorgang
auftreten.
[0008] Wo immer möglich, ist es jedoch von Vorteil, für die Steueranordnung ein Metall
zu wählen, das denselben Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist wie das für die Frontscheibe
und die Basisplatte verwendete Glas. Damit es dennoch nicht zu Verschiebungen der
genannten Art von zu hohem Ausmaß kommt, werden vorteilhafterweise am Rahmen der
Steueranordnung Strahlbleche angebracht, damit Wärme von der Steueranordnung möglichst
gut abgestrahlt wird, um die Temperaturdifferenz zwischen Steueranordnung und Frontscheibe
zu verringern. Zusätzlich ist es von Vorteil, einen Vorhalt zwischen Elektronenstrahlen
und Leuchtstoffstreifen in den Randbereichen vorzusehen, d. h. dafür zu sorgen, daß
Elektronenauftreffflecke bei kalter Röhre etwas nach innen gegenüber den Leuchtstoff
streifen versetzt sind, jedoch nur so weit, daß ein für einen bestimmten Leuchtstoffstreifen
oder Leuchtstoffpunkt vorgesehener Elektronenstrahl noch nicht den benachbarten Streifen
oder Punkt trifft.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0009]
Fig. 1 Querschnitt durch eine flache Anzeigeeinrichtung in Zeilenrichtung;
Fig. 2 Querschnitt in Spaltenrichtung durch die flache Anzeigeeinrichtung gemäß Fig.
1;
Fig. 3 vergrößerte Teilansicht des Bereichs, der in Fig. 1 durch den strichpunktierten
Kreis hervorgehoben ist, aus welcher Ansicht besonders deutlich wird, wie eine Kathodenanordnung
und eine Steueranordnung über eine Basisplatte zu einer Baugruppe verbunden sind;
Fig. 4 schematischer Teilquerschnitt durch eine flache Anzeigeeinrichtung, bei der
die Steueranordnung und ein Teil der Kathodenanordnung an der Frontscheibe und der
restliche Teil der Kathodenanordnung an der Wanne befestigt sind;
Fig. 5a - e schematische Ansichten zum Erläutern verschiedener Mittel zum Befestigen
einer Steueranordnung an der Frontscheibe;
Fig. 6 schematischer Querschnitt durch eine flache Anzeigeeinrichtung, bei der die
Steueranordnung über eine Federanordnung mit der Frontscheibe verbunden ist und bei
der die Kathodenanordnung von einer Wanne gehalten wird;
Fig. 7 eine Rückansicht der bei der Anzeigeeinrichtung gemäß Fig. 6 verwendeten Frontscheibe
mit der über die Federanordnung mit der Frontscheibe verbundenen Steueranordnung,
deren Rahmen ein Abstrahlblech trägt;
Fig. 8a und b schematische Darstellungen zum Erläutern der Aufgabe des Vorhalts von
Leuchtflecken gegenüber Leuchtstoffstreifen; und
Fig. 9 schematischer Querschnitt durch eine Baugruppe ähnlich der, wie sie in der
Anzeigeeinrichtung gemäß den Fig. 1 - 3 verwendet wird, jedoch mit dem Unterschied,
daß die Steueranordnung über eine Federanordnung mit der Basisplatte verbunden ist.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0010] Die flache Anzeigeeinrichtung gemäß den Fig. 1 - 3 verfügt über eine gläserne Frontscheibe
1, die mit einer auf ihrer Rückseite befestigten Wanne 2 ein geschlossenes Gehäuse
bildet, das evakuiert ist. Auf der Innenseite der Frontplatte 1 ist eine Schicht
aus Leuchtstoffpunkten 3 vorhanden, wobei die einzelnen Leuchtstoffpunkte nicht dargestellt
sind. Vorzugsweise sind die Leuchtstoffpunkte 3 von einer Schwarzmatrix umgeben.
Es kann sich auch um Leuchtstreifen handeln, zwischen denen vorzugsweise Schwarzmatrixstreifen
liegen.
[0011] Die für den Betrieb der Einrichtung erforderlichen Elektroden sind in einer einzigen
Baugruppe zusammengefaßt. Diese besteht aus einer Basisplatte 13 mit Kathodenanordnung
und einer Steueranordnung. Die Basisplatte 13 ist über Haltewinkel 14 mit der Wanne
12 verbunden. Über isolierende Zentrierstücke 15 und Abstandsstücke 16 hält sie mittels
Nieten 17 einen Rah men 18. An diesem Rahmen sind eine Zuganode 19, eine Zeilenelektrodenanordnung
20 und eine Spaltenauswahlelektrodenanordnung 21 befestigt. Ein Verfahren, wie derartige
metallische Elektroden untereinander verbunden werden können, ist in EP 0 240 769
A2 (US 4,745,332 A) beschrieben. Die isolierend miteinander verbundenen Elektroden
sind in ihrem Randbereich über eine Frittnaht mit dem Rahmen 18 verbunden.
[0012] Der Rahmen 18 trägt jedoch nicht nur die Steueranordnung, sondern auch entlang seiner
zwei Hochseiten jeweils einen Haltestab 22 für feststehende Kontaktstücke 23 und
für Kontaktfedern 24. Jeweils ein Heizdraht 25 verläuft zwischen einem Kontaktstück
23 auf einer Seite und einer Kontaktfeder 24 auf der anderen Seite. Die Haltestäbe
22 (in Fig. 3 ist nur einer eingezeichnet) sind über Rahmenwinkel 26 mit dem Rahmen
18 verbunden.
[0013] Die Heizdrähte 25 bilden einen Teil der Kathodenanordnung der Anzeigeeinrichtung.
Ein weiterer Teil wird durch Segmentelektroden 27 gebildet, die auf der Basisplatte
13 angeordnet sind und die in Spaltenrichtung verlaufen. Sie dienen zur Helligkeitssteuerung.
Die Segmentelektroden 27, die Heizdrähte 25 und die Zuganode 19 bilden eine Triodenanordnung.
Streng genommen gehört also die Zuganode 19 nicht zur Steueranordnung, sondern zur
Kathodenanordnung. Jedoch wird sie in dieser Anmeldung als zur Steueranordnung gehörig
genannt, da sie baumäßig mit den eigentlichen Steuerbauteilen, nämlich der Zeilenelektrodenanordnung
20 und der Spaltenelektrodenanordnung 21 baulich vereinigt ist.
[0014] In den Seitenwänden der Wanne 12 sind vielpolige elektrische Durchführungen 28 vakuumdicht
angeordnet, mit deren Hilfe die elektrischen Anschlüsse der einzelnen Elektroden nach
außen geführt sind. Die Verbindungen zwischen Durchführungsstiften 29 und Elektroden
erfolgt mit Hilfe von Verbindungsdrähten 30, von denen in den Fig. 1 - 3 einige wenige
eingezeichnet sind.
[0015] Wenn die genannte Baugruppe mit Hilfe der Haltewinkel 14 an der Wanne 12 befestigt
ist und alle Kontaktierungen vorgenommen worden sind, wird die Frontscheibe 11 auf
Flansche 31 der Wanne 12 aufgelegt. Im Auflagebereich werden die Teile miteinander
verlötet. Da hiernach kein Temperaturprozeß mehr stattfindet, kann zum Verlöten ein
wiedererweichendes Glaslot verwendet werden. Als Glaslot eignet sich beispielsweise
der Typ 4210 der Firma Schott, wenn als Material für die Wanne Reineisen verwendet
wird, das vorzugsweise eine Schutzschicht aus Nickel trägt. Derartiges Eisenblech
ist von der Firma Hille & Müller unter dem Namen Hilumin erhältlich. Dieses Verlöten
anstatt eines Frittens bringt den Vorteil, daß im Falle eines Fehlers die Rückgewinnung
der Frontscheibe 11 mit ihrer Leuchtstoffbeschichtung 33 oder ein besseres Herstellen
ungenügend gefertigter Kontakte in einfacher Weise möglich ist. Wenn sich herausstellt,
daß beim Verlöten zwischen Wanne und Frontscheibe ein Justierfehler auftrat, kann
das Glaslot erweicht werden, um die Justierung zu verbessern. Hierbei ist darauf zu
achten, daß das Elektrodenmuster der Steuerelektrodenanordnung genau auf das Muster
der Leuchtstoffpunkte 33 ausgerichtet ist.
[0016] Die eben genannte Zuordnung läßt sich dann mit besonders hoher Genauigkeit bewerkstelligen,
wenn der Rahmen 18 unmittelbar mit der Frontscheibe 11 verbunden wird, wie dies in
Fig. 4 dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform ist die Wanne zweiteilig, mit
einem Wannenrandteil 12.r und einem Wannendeckel 12.d. Die Wanne und die Frontscheibe
11 sind wiederum entlang des Wannenflansches 31 miteinander verbunden.
[0017] Zum Verbinden des Rahmens 18 mit der Frontscheibe 11 sind Haltestifte 32 in die
Frontscheibe eingelassen. Sobald die Steuer scheibenanordnung gegenüber dem Muster
von Leuchtstoffpunkten 33 richtig ausgerichtet ist, werden der Rahmen 18 und die
Haltestifte 32 durch Punktschweißen miteinander verbunden. Die Steueranordnung besteht
wiederum aus einer Zuganode 19, einer Zeilenelektrodenanordnung 20 und einer Spaltenelektrodenanordnung
21, die über Frittraupen 34 miteinander verbunden sind.
[0018] In den Rahmen 18 sind Heizerhaltestifte 34 eingelassen, zum elastischen Halten einer
Mehrzahl von Heizdrähten. Zum Kontaktieren dieser Heizdrähte sind Durchführungsstifte
29 vorhanden, die mittels einer Frittverbindung 35 im Wannenrand 12.r isoliert befestigt
sind. Von jedem Durchführungsstift 29 führt ein Verbindungsdraht 30 zu einem Heizerhaltestift
34. Im Schnitt von Fig. 4 ist nur ein einziger solcher Draht eingezeichnet. Weitere
Drähte führen von Durchführungsstiften 29 in Durchführungen 28 zu den Elektroden der
Steuerelektrodenanordnung. In Fig. 4 ist nur eine einzige Durchführung 28 gestrichelt
eingezeichnet. Solche Durchführungen 28 liegen in den zur Papierebene parallelen Rändern
des Wannenrandes 12.r.
[0019] Der Wannenrand 12.r dient jedoch nicht nur zum Haltern von Durchführungsstiften 29,
sondern er hält auch die Basisplatte 13 mit den Segmentelektroden 27. Auch diese Segmentelektroden
sind, was nicht dargestellt ist, mit Durchführungsstiften 29 über Verbindungsdrähte
30 verbunden. Wenn alle Verbindungen hergestellt sind, wird der Wannendeckel 12.d
aufgesetzt und durch eine Schweißnaht 36 mit dem Deckel vakuumdicht, vorzugsweise
durch Argonarc-Verschweißung, verschweißt.
[0020] Fig. 5 zeigt mehrere Ausführungen von Haltegliedern, mit denen der Rahmen 18 an der
Frontplatte 11 befestigt werden kann.
[0021] Bei der Ausführung gemäß Fig. 5a ist jedes Halteglied ein Z-förmiges Element, das
durch Glaslot oder ein ähnliches Ver bindungsmittel an der Frontscheibe befestigt
ist. Der auf der Frontscheibe aufliegende Teil 50 weist eine Perforation 52 auf, durch
die die Festigkeit der Glaslot- oder Frittverbindung 53 wesentlich erhöht ist. Der
hochstehende Teil 51 der Elemente hat die Form von Laschen, in die der Rahmen 18 durch
Rasten eingreift und an denen er anschließend durch Punktschweißen befestigt wird.
[0022] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5b ist jedes Halteglied ein tafelbergförmiges
Eisenteil 54, das in eine kreisförmige Einfräsung 55 durch eine Frittverbindung 53
eingesetzt ist. Auf den oberen planen Teil ist der Rahmen aufsetzbar.
[0023] Bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 5c und d sind eiserne Hohlkörper 56 bzw.
Stifte 57 direkt in die Frontscheibe 11 eingesetzt.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5e ist eine Winkelhalterung 59 an einer Leitsilberbeschichtung
58 festgeschweißt, vorzugsweise durch Laserschweißen. Die Leitsilberbeschichtung 58
ist in die Frontscheibe 11 eingebrannt und vorzugsweise galvanisch verstärkt. An der
Winkelhalterung 59 ist der Rahmen 18 unmittelbar befestigt.
[0025] Die Ausführungsform gemäß den Fig. 6 und 7 beinhaltet zwei wichtige Unterschiede
gegenüber den bisher beschriebenen Ausführungsformen. Zum einen sind Maßnahmen ergriffen,
um unterschiedliche Wärmeausdehnungseigenschaften zwischen Frontscheibe und Steueranordnung
zu berücksichtigen. Zum anderen liegt eine Konstruktion vor, gemäß der es möglich
ist, eine an der Frontscheibe 11 befestigte Baugruppe erst beim Zusammenbau von Wanne
12 und Frontscheibe 11 zu kontaktieren.
[0026] In die Frontscheibe 11 bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 6 und 7 sind an die
Frontscheibe 11 drei Halteblöcke 37 aus Glas angefrittet. Sie dienen zum Haltern des
Rahmens 18 mit der Steueranordnung 38. Die Verbindung zwischen dem Rahmen 18 und den
Halteblöcken 37 erfolgt über Rahmenfedern 39, die nahe ihren freien Enden eine Öffnung
aufweisen, deren Durchmesser etwas geringer ist als der Durchmesser von Zentrierkugeln
40, die an den Halteblöcken 37 befestigt sind. Der Rahmen 18 wird so in bezug zur
Leuchtstoffschicht 33 auf der Frontscheibe 11 justiert, daß das Muster der Steueranordnung
38 zum Leuchtstoffpunktmuster ausgerichtet ist. Dann werden die Rahmenfedern 39
am Rahmen 18 festgeschweißt. Der Rahmen 18 und die Steueranordnung 38 bestehen aus
einem Metall mit geringem Ausdehnungskoeffizienten, z. B. Invar. Werden beim Frittvorgang
die Frontscheibe 11 und die Wanne 12 stark erhitzt, um eine Frittnaht 41 zwischen
der Frontscheibe 11 und dem Wannenflansch 31 auszubilden, dehnt sich die Frontscheibe
11 erheblich stärker aus als die Steueranordnung 38. Dieser Ausdehnungsunterschied
wird über die Rahmenfedern 39 ausgeglichen.
[0027] Am Rahmen 18 sind noch zwei weitere Bauteile befestigt, nämlich ein Abstrahlblech
42 und eine Kontaktleiste 43 mit Kontaktfedern 44. Von jeder Kontaktfeder 44 führt
eine Verbindungsleitung 30 zur Steueranordnung 38. In Fig. 6 ist nur eine dieser
Leitungen eingezeichnet und in Fig. 7 sind keine Details hierzu dargestellt. Die Kontaktleiste
43 und das Abstrahlblech 42 sind aus der Draufsicht gemäß Fig. 7 besonders gut erkennbar.
[0028] An der Wanne 12 ist über Haltewinkel 14 und einen Basisplattenrahmen 45 die Basisplatte
13 mit ihren (nicht dargestellten) Segmentelektroden befestigt. Der Basisplattenrahmen
45 hält Heizerhaltestifte 34 mit Federn, die als Kathoden wirkende Heizdrähte 25
in gespanntem Zustand halten. Die Heizdrähte 25 und die nicht dargestellten Segmentelektroden
werden von Durchführungsstiften 29 aus kontaktiert, die in Durchführun gen 28 in
der Wanne 12 sitzen. Von diesen Durchführungen 28 ist eine gestrichelt angedeutet.
Diese Durchführungen sitzen in der Wanne in Ebenen parallel zur Zeichenebene.
[0029] An den Haltewinkeln 14 sitzt jeweils eine Kontaktgegenleiste 46, von denen in Fig.
6 nur die im linken Teil der Wanne dargestellt ist. Diese Kontaktgegenleiste 46 weist
so viele Kontaktstreifen auf, wie Kontaktfedern 44 an der Kontaktleiste 43 vorhanden
sind. Die Kontakte werden von Durchführungsstiften 29 kontaktiert, die isoliert in
die Wanne 12 eingesetzt sind.
[0030] Wenn der Rahmen 18 mit der Steuerelektrodenanordnung 38 in der beschriebenen Weise
an der Frontscheibe 11 befestigt worden ist und die Basisplatte 13 mit Heizdrähten
25 in der ebenfalls beschriebenen Weise an der Wanne 12 angebracht und kontaktiert
worden ist, wird die Wanne 12 mit ihrem Flansch 31 auf die Frontscheibe 11 unter Zwischenlegen
einer Fritte aufgesetzt. Bei diesem Aufsetzen werden die Kontaktfedern 44 kontaktiert,
so daß alle Elektroden der Steueranordnung 38 mit von außen eingeführten Durchführungen
29 verbunden sind. Die Wanne 12 wird so gegenüber der Frontscheibe 11 justiert, daß
die Heizerdrähte 25 in etwa parallel zu Zeilenelektroden der Zeilenelektrodenanordnung
in der Steueranordnung 38 verlaufen. Danach werden die Wanne 12 und die Frontscheibe
11 bei hoher Temperatur zusammengefrittet.
[0031] Probleme wegen unterschiedlicher Ausdehnungen von Frontscheibe 11 und Steueranordnung
38 treten nicht nur bei Herstellvorgängen hoher Temperatur, sondern auch im Betrieb
der Anzeigeeinrichtung auf. Dies, weil die Steueranordnung 38 durch die Heizdrähte
25 auf erheblich höhere Temperatur aufgeheizt wird als die Frontscheibe 11, z. B.
auf etwa 80 °C gegenüber etwa 30 °C für die Frontscheibe. Um die Temperaturdifferenz
so gering wie möglich zu halten, sind die Abstrahlbleche 42 auf dem Rahmen 18 vorhanden.
Dadurch, daß mittels dieser Abstrahlbleche 42 Wärme vom Rahmen 18 weggestrahlt wird
und dabei auch die Frontscheibe 11 zusätzlich erwärmt wird, wird die Temperaturdifferenz
zwischen Steueranordnung 38 und Frontscheibe 11 geringer als in dem Fall, in dem die
Abstrahlbleche fehlen. Werden diese Bleche verwendet und wird zusätzlich noch ein
Vorhalt eingebaut, wie er sogleich anhand von Fig. 8 erläutert wird, und ist darüber
hinaus die Abmessung der Anzeigeeinrichtung nicht zu groß, ist es nicht erforderlich,
für die Steueranordnung ein teueres Spezialmetall mit sehr geringer Wärmeausdehnung
zu verwenden, sondern es kann auch für die Elektroden der Steueranordnung 38 Reineisen
eingesetzt werden, das vorzugsweise mit einer Schutzschicht versehen ist, insbesondere
einer solchen aus Nickel.
[0032] Bei dem eben genannten Vorhalt handelt es sich um das Folgende. Wie aus Fig. 8 erkennbar,
wird der Durchmesser von Elektronenstrahlauftreffflecken 47, die in Fig. 8 gestrichelt
eingezeichnet sind, etwas größer gewählt, als es der Breite von Leuchtstoffstreifen
48 entspricht. Damit durch einen Elektronenstrahl, der für einen bestimmten Leuchtstoffstreifen
vorgesehen ist, nicht auch der benachbarte Leuchtstoffstreifen zum Abgeben von Licht
angeregt wird, befindet sich zwischen je zwei benachbarten Leuchtstoffstreifen 48
jeweils ein Matrixstreifen 49 aus schwarzem Material. Fig. 8 stellt nun den Vorhalt
dar, wie er am linken Rand einer flachen Anzeigeeinrichtung gemäß einem der vorstehenden
Ausführungsbeispiele für eine noch nicht betriebswarme Röhre eingestellt wird. Hier
liegen die Elektronenstrahl-Auftreffflecke 47 ganz an den rechten Rändern der Matrixstreifen
49, also dicht bei einem benachbarten Leuchtstoffstreifen 48. Dehnt sich nun die Steueranordnung
38 wegen höherer Betriebstemperatur stärker aus als die Frontscheibe 11, wandern die
Elektronenstrahl-Auftreffflecke am linken Rand gegenüber den Leuchtstoffstreifen
48 nach links. Bei betriebswarmer Röhre ist der Zustand gemäß Fig. 8b erreicht, bei
dem die Auftreffflecke 47 an die linken Ränder der Matrixstreifen 49 anstoßen. Durch
den Vorhalt gemäß Fig. 8a ist somit gewährleistet, daß die Auftreffflecke 47 ein Stück
über die Leuchtstoffstreifen 48 wandern können, ohne einen benachbarten Streifen zu
treffen.
[0033] Durch einen derartigen Vorhalt, durch Abstrahlbleche und durch Materialwahl für die
Steueranordnung 38 mit Rahmen 18 läßt sich gewährleisten, daß bei allen Betriebstemperaturen
Elektronenstrahl-Auftreffflecke jeweils nur den ihnen zugeordneten Leuchtstoffstreifen
treffen.
[0034] In Fig. 9 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das Merkmale des Ausführungsbeispiels
gemäß den Fig. 1 - 3 mit Merkmalen gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7
kombiniert. Es liegt nämlich eine einzelne komplette Baugruppe vor, wie beim ersten
Ausführungsbeispiel, wobei jedoch der Rahmen 18 für die Steueranordnung 38 nicht unmittelbar
an Haltegliedern an der Basisplatte 13 befestigt ist, sondern die Verbindung wiederum
über Halteblöcke 37 mit Zentrierkugeln 40 und über Rahmenfedern 39 vorgenommen ist.
Der übrige Aufbau ist gegenüber demjenigen gemäß den Fig. 1 - 3 unverändert.
[0035] Der Aufbau gemäß Fig. 9 ermöglicht es, eine Baugruppe bereitzustellen, bei der die
Basisplatte 13 aus Glas, also einem Material mit relativ hohem Ausdehnungskoeffizienten
besteht, dagegen die Steueranordnung 38 mit ihrem Rahmen 18 aus einem Metall mit geringem
Wärmeausdehnungskoeffizienten gebildet ist. Dies aus den oben erläuterten Gründen.
1. Flache Anzeigeeinrichtung mit
- einer Kathodenanordnung mit als Kathoden wirkenden Heizdrähten (25),
- einer Steueranordnung (38),
- einer Frontscheibe (11) mit einem Leuchtschirm und
- einer Wannenanordnung (12; 12.r, 12.d), die zusammen mit der Frontscheibe einen
Innenraum umschließt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Steueranordnung durch einen Rahmen (18) gehalten wird, der im Innenraum befestigt
ist.
2. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenanordnung (25) und die Steueranordnung (38) durch eine Basisplatte
(13) gehalten werden, wodurch eine einzige Baugruppe gebildet ist, die im Innenraum
befestigt ist.
3. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppe an einer einteiligen Wanne (12) befestigt ist.
4. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppe an der Frontscheibe (11) befestigt ist und die Wanne zweiteilig
ist, mit einem Wannenrand (12.r) mit Durchführungen (28) und einem Deckel (12.d),
der nach dem Herstellen von elektrischen Verbindungen zwischen der Baugruppe und
den Durchführungen vakuumdicht mit dem Wannenrand verbunden wird.
5. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueranordnung (38) und die Basisplatte (13) aus Materialien bestehen) die
im wesentlichen denselben Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen.
6. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Steueranordnung (38) einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweist als das Material der Basisplatte, und daß die Steueranordnung und die Basisplatte
über eine Federanordnung (39, 40, 37) miteinander verbunden sind.
7. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueranordnung (38) an der Frontscheibe (11) und zumindest ein Teil der
Kathodenanordnung (25) an der Wannenanordnung (12) befestigt ist.
8. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Kontaktanordnung, die an der Wannenanordnung (12) befestigt ist und die mit
Durchführungsanschlüssen (29) in der Wannenanordnung elektrisch leitend verbunden
ist, und die Anschlüsse an der Steueranordnung (38) kontaktiert, wenn die Wannenanordnung
auf der Frontscheibe (11) aufsitzt.
9. Flache Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueranordnung (38) mit der Frontscheibe (11) über eine Federanordnung (39,
40, 37) verbunden ist.