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EP 0 391 240 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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10.10.1990 Patentblatt 1990/41 |
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Anmeldetag: 29.03.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: G08B 29/00 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE LI NL |
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Priorität: |
04.04.1989 DE 8904104 U
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Anmelder: Asea Brown Boveri Aktiengesellschaft |
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D-68309 Mannheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Neumann, Adalbert
D-5800 Hagen 1 (DE)
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Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Schaltungsanordnung eines quittierbaren Störungsmelders |
(57) Die Störung (2) wird wahlweise akustische (7) und/oder optische (6) und/oder stille
Signalgeber (8) mit Hilfe des Impulsgebers (12) gemeldet. Der Empfang einlaufender
und über Signalgeber signalisierter Meldesignale wird dadurch quittiert, daß die
Schaltungsanordnung in Serie mit mindestens einem Signalgeber (6,7,8) einen Quittierkontakt
(16) aufweist. Die Meldung wird durch Öffnen des Kontaktes (16) quittiert. Die Schaltungsanordnung
kann in ein Aufputz-, Unterputz- oder Reiheneinbaugehäuse eines Installationsgerätes
integriert werden.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung eines Störungsmelders nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Störungsmelder, deren Signalisiervorrichtung sowohl ein optisches als auch ein akustisches
Signal liefert, sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt. So ist beispielsweise
aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE-GM 88 08 212.1 ein Störungsmelder bekannt, bei
dem die über eine Meldelinie signalisierte Störung wahlweise akustische und/oder optische
und/oder stille Signalgeber aktiviert.
[0003] Nachteilig ist jedoch, daß der im Stand der Technik bekannte Störungsmelder keine
Quittiervorrichtung für die gemeldeten Signale aufweist.
[0004] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, die gattungsgemäß bekannte Schaltungsanordnung
eines Störungsmelders so weiterzubilden, daß der Empfang der einlaufenden und über
Signalgeber signalisierten Meldesignale bestätigt (quittiert) werden kann, wobei die
Schaltungsanordung in der Installationstechnik Verwendung finden soll.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den Unteransprüchen
näher gekennzeichnet.
[0006] Dadurch, daß die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung eines Störungsmelders in Serie
vor einem Signalgeber einen Quittierkontakt aufweist, kann der Empfang des an einen
Signalgeber gemeldeten Signals bestätigt werden. Die Quittierung erfolgt hierbei wahlweise
vor Ort durch Betätigung einer Quittiertaste oder extern mittels eines anschließbaren
Quittiertasters. Da der erfindungsgemäße quittierbare Störungsmelder in den herkömmlicherweise
verwendeten Gehäusen von Unterputz-, Aufputz- oder Reiheneinbau-Geräten integriert
ist, kann er insbesondere in den Schaltwarten von Kraftwerken oder Verkehrsleitzentralen
vorteilhaft eingesetzt werden.
[0007] In bevorzugter Ausführungsform wird das einlaufende Meldesignal über einen Impulsgeber
getaktet, um z.B. ein Blinklicht oder einen Schwellton bereitzustellen.
[0008] In weiterer Ausbildung wird der Quittierkontakt in der Weise elektronisch angesteuert,
daß sein Schaltzustand nach dem Beheben der dem Meldesignal zugrundeliegenden Störung
automatisch wieder den vor der Quittierung vorhandenen Ausgangszustand einnimmt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe der schematischen
Zeichnung näher beschrieben und erläutert.
[0010] Es zeigt
Fig.1 ein Blockschaltbild der Schaltungsanordnung eines erfindungsgemäßen Störungsmelders.
[0011] Fig.1 zeigt das Blockschaltbild der Schaltungsanordnung eines erfindungsgemäßen Störungsmelders
1. Der Störungsmelder 1 weist Versorungsspannungsanschlüsse 3,4 auf, wobei in den
ersten Versorgungsspannungsanschluß 3 ein Störungsmelderkontakt 2 eingeschleift ist.
Der Störungsmelderkontakt 2 kann grundsätzlich von jedem vorgeschalteten Wächter,
Meßwerterfasser oder Sensor, insbesondere einem Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder betätigt
werden. Als Versorungsspannung kann übliche Netzwechselspannung oder Gleichspannung,
wahlweise 12V oder 24V gewählt werden. Ein Impulsgeber 12 ist eingangsseitig mit den
Versorgungsspannungsanschlüssen 3,4 verbunden. Der Impulsgeber 12 speist ausgangsseitig
einen optischen Signalgeber 6, einen akustischen Signalgeber 7 sowie ein Melderelais
8 nebst Arbeitskontakten 10,11, vorzugsweise mit einem Rechteckimpuls. In jeweilige
Zuleitungen 13,14,15 in Serie zu den Signalgebern 6,7,8 gelegte Quittierkontakte 16
ermöglichen das Quittieren eines empfangenen Störungssignals. Hierzu wird der Quittierkontakt
geöffnet, wodurch die Anzeige des optischen Signalgebers 6, des akustischen Signalgebers
7 oder eines an das Melderelais 8 angeschlossenen leistungsstarken Signalgebers erlischt.
Wahlweise kann aber auch auf eine andere Signalart, z.B. Dauerlicht oder Dauerton
umgeschaltet werden. Der Impulsgeber 12 liefert Impulse beliebiger Form mit jeweils
einstellbarem Tastverhältnis. Als optische Signalgeber 6 können Blitzlampenstäbe
oder Blinkleuchten zur Anwendung kommen. Als akustische Signalgeber 7 können Schwelltonhupen
oder elektronische Sirenen mit periodisch ansteigenden Intervallen von Tönen verwendet
werden. Über das Melderelais 8 werden vorzugsweise Verbraucher mit höherem Leistungsverbrauch
(z.B. Flutlicht, Hochleistungshupen, Sirenen und dergleichen) getaktet geschaltet.
Bei der vorliegenden Schaltungsauslegung kann je nach Anwendungsfall eine separate
oder eine kombinierte Quittierung der jeweiligen Signalgeber 6,7,8 erfolgen. Die
Quittierung erfolgt entweder direkt am Gerät mittels Quittiertaste oder extern über
einen angeschlossenen Quittiertaster. Da der erfindungsgemäße Störungsmelder im Gehäuse
eines Unterputz-, Aufputz- oder Reiheneinbau-Installationsgeräts untergebracht ist,
ist hiermit in einfacher Weise ein handlicher und quittierbarer Installationsstörungsmelder
geschaffen.
[0012] Der erfindungsgemäße, als Unterputz-, Aufputz- oder Reiheneinbau-Installationsgerät
ausführbare quittierbare Störungsmelder hat einen weiten Anwendungsbereich. So lassen
sich Störungen an Industrieapparaturen, durch Alarmanlagen erkannte Gefahren sowie
durch Sensoren erfaßte Störfälle in allen Bereichen der Industrie, der Medizin und
im Privathaushalt in vielfältiger Weise signalisieren und quittieren.
1. Schaltungsanordnung eines Störungsmelders, mit mindestens einer eingangsseitig
angeschlossenen Meldelinie sowie mit einer mindestens einen Signalgeber aufweisenden
Signalisiervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung in Serie vor mindestens einem Signalgeber (6,7,8) einen
Quittierkontakt (16) aufweist und daß die Schaltungsanordnung in ein Aufputz-, Unterputz-
oder Reiheneinbaugehäuse eines Installationsgerätes integriert ist.
2. Schaltungsanordnung eines Störungsmelders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das über eine Meldelinie (5) eingehende und die Signalgeber (6,7,8) beaufschlagende
Meldesignal mittels eines Impulsgebers (12) getaktet wird.
3. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Signalgeber (6,7,8) wahlweise separat oder in Kombination optische Signalgeber
(6), akustische Signalgeber (7), oder Melderelais (8) vorgesehen sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Quittierkontakt (16) mittels einer extern oder unmittelbar am Störungsmelder
angeordneten Quittiertaste betätigt wird.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Quittierkontakt (16) elektronisch derart angesteuert wird, daß sein Schaltzustand
nach Beheben der dem einlaufenden Meldesignal zugrundeliegenden Störung automatisch
wieder den vor der Quittierung vorhandenden Ausgangsschaltzustand einnimmt.
