[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern von Druckwerkschäden bei Druckträgerbahnrissen
in Rollenrotationsdruckmaschinen, insbesondere Offsetrollenrotationsdruckmaschinen,
mit einer im Falle eines Bahnrisses die Druckträgerbahn erfassenden rotierenden Walze,
die an oder an die eine weitere rotierende Walze anstellbar ist, wobei im Betrieb
die Druckträgerbahn berührungslos zwischen beiden Walzen hindurchführbar ist.
[0002] Aus der DE-Patentschrift 21 56 506 ist es bereits bekannt, mittels Überwachungseinrichtungen
Druckträgerbahnrisse in Rollenrotationsdruckmaschinen festzustellen. Bekanntlich verursachen
derartige Bahnrisse erhebliche Schäden in den Druckwerken infolge von sogenannten
Wicklern. Insbesondere zwischen dem letzten Druckwerk und dem nachgeordneten Trockner
bzw. in diesem besteht die Gefahr eines Bahnrisses, wodurch das gerissene Bahnende
in das vorangehende Druckwerk eingezogen wird und sich um die Druckwerkzylinder, bevorzugt
um Gummituchzylinder aufwickelt. Die dadurch hervorgerufene Durchmesservergrößerung
führt zu den vorangehend erwähnten Schäden.
[0003] Aus der DE-Patentschrift 21 56 505 ist bereits eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten
Gattung bekannt, mit deren Hilfe beim Feststellen eines Bahnrisses zwei Walzen, sogenannte
Papierfangwalzen aufeinander zu bewegt werden, wodurch die im Normalbetrieb vorzugsweise
berührungsfrei zwischen diesen hindurchgeführte Druckträgerbahn beim Auftreten eines
Bahnrisses, der, wie vorangehend erwähnt wurde, vorzugsweise vor oder in dem Trockner
auftritt, erfaßt und aufgewickelt wird. Üblicherweise wird dabei eine der benötigten
Papierfangwalzen fest und die andere verschwenkbar gelagert. Die elastisch aneinander
angestellten Papierfangwalzen ermöglichen ein Aufwickeln der gerissenen Bahn auf einer
der beiden Walzen, ohne daß dies zu Schäden führt, da zumindest eine Walze federnd
gehalten bzw. gelagert ist. Selbst, wenn es nicht zum Aufwickeln der gerissenen Bahn
an diesem Fangwalzenpaar kommt, so verhindert dies zumindest, daß die gerissene Druckträgerbahn
in das oder in die vorangehenden Druckwerke zurückgezogen wird und dort die erwähnten
Schäden verursacht. Der Nachteil der bekannten Anordnung liegt darin, daß bedingt
durch die zunehmenden Produktionsgeschwindigkeiten von Rotationsdruckmaschinen die
verfügbare Zeit zum Erfassen der gerissenen Druckträgerbahn zunehmend kürzer wird.
Man hat bereits versucht, bei derartigen bekannten Vorrichtungen die Massen der zu
verschwenkenden Teile zu reduzieren, jedoch stellen die erforderlichen Stabilitätskriterien
auch hier eine Grenze dar. Außerdem kann die Federkraft bei den bekannten Vorrichtungen,
die u.a. mit maßgebend für die Anstellzeit ist, nicht beliebig erhöht werden.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Vorrichtung so weiterzubilden, daß eine erhöhte Auslösebeschleunigung der für den
Fangvorgang der gerissenen Bahn benötigten Elemente erreicht wird, wobei die auftretende
Fliehkraft den Anstellvorgang bzw. die Federwirkung unterstützen soll.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des kennzeichnenden Teils gelöst.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt auch darin, daß im Vergleich zu bekannten
Papierfangvorrichtungen eine erhebliche Steigerung der Federkraft möglich ist. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Darstellung der Steuervorrichtung für eine Fangwalze,
Fig. 2 einen Schnitt 11-11 der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Verbindungsmöglichkeit zweier benachbarter Mantelsegmente und
Fig. 4 eine zweite und dritte Ausführungsvariante eines in Fig. 1 verwendeten Steuerteils.
[0006] Wie beim Stand der Technik werden auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
zwei Papierfangwalzen verwendet, von denen eine stationär angeordnet sein kann, während
die andere elastisch, vorzugsweise unter Federkraft, an diese anstellbar ist, so daß
die im störungsfreien Betrieb zwischen den Walzen vorzugsweise berührungsfrei durchgeführte
Druckträgerbahn geklemmt, d.h. erfaßt wird. Da sich die vorliegende Erfindung im wesentlichen
auf die Veränderung des Durchmessers zumindest einer als Papierfangwalze verwendeten
Walze 1 bezieht, wurde in Fig. 1 und 2 nur der für diese Durchmesserveränderung erforderliche
Mechanismus dargestellt. Im übrigen sind die beiden nur teilweise dargestellten Fangwalzen
gemäß dem Stand der Technik in zwei nicht gezeigten Seitenwänden der Druckmaschine
oder eines separaten Gestells gelagert und die Aktivierung bzw. Ansteuerung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erfolgt beim Auftreten eines Signales infolge eines Bahnrisses, das beispielsweise
gemäß der DE-Patentschrift 21 56 506 erzeugt wird, wonach die Ansteuerung eines den
Fangvorgang auslösenden Elektromagneten oder eines sonstigen Kraftzylinders, wie Pneumatik-
oder Hydraulikzylinder, erfolgt.
[0007] Wie dargelegt wurde, ist zumindest eine der Papierfangwalzen, hier die Walze 1 mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchmesservergrößerung des Mantels der Walze
1 ausgestattet. Diese Vorrichtung ist in Fig. 1 am rechten Teil der Walze 1 teilweise
im Schnitt dargestellt.
[0008] Gemäß der Erfindung besteht der Mantel der Walze 1 aus mehreren Segmenten, vorzugsweise
aus drei Mantelsegmenten 2, 3, 4. Die Mantelsegmente 2, 3, 4 sind gemäß Fig. 3 durch
eine elastische Brücke 5 verbunden, die aus Federstahl bestehen kann. Vorzugsweise
ist die Brücke 5 so an den beiden Enden benachbarter Mantelsegmente 2, 3 angeordnet,
daß sich kein Stoß am Außenmantel ergibt, der zu einem Riß der zu fangenden Papierbahn
führen könnte, wodurch die Funktion der Papierfangvorrichtung negativ beeinträchtigt
werden könnte. Deshalb ist vorzugsweise die an der Verbindungsstelle 6 dargestellte
Ausbildung zu verwenden.
[0009] An der Innenseite eines jeden Segmentes, beispielsweise gemäß Fig. 1 des Segmentes
2, ist eine Befestigungsmöglichkeit, in Form eines Lagerbocks 7 vorgesehen, an den
der nach außen zeigende Teil eines Hebels 9 verschwenkbar mittels eines Bolzens 8
befestigt ist. Wie in Fig. 1 angedeutet, werden in Achsrichtung der Walze 1 gesehen
mehrere solcher Hebel verwendet, um einem jeden Segment 2, 3, 4 eine stabile Halterung
bzw. Führung zu geben.
[0010] Der rechte Teil der Walze 1 ist gemäß Fig. 1 in einer Seitenwand 10 über eine Lagerbuchse
11 gelagert. Hierfür ist in der Lagerbuchse 11 ein Lager 12 positioniert, in dem die
zusammen mit den Mantelsegmenten 2, 3, 4 rotierende Spindel 13 positioniert ist. Das
andere Ende der Spindel 13 ist an der nicht dargestellten gegenüberliegenden Seitenwand
der Druckmaschine oder eines separaten Gestells für das Fangwalzenpaar positioniert.
[0011] Auf der Spindel 13 ist ein fest auf dieser angeordneter Ring 14 und in einem entsprechenden
Abstand davon ein axial auf der Spindel 13 verschiebbarer Ring 15 gezeigt. Zwischen
den Ringen 14, 15 ist eine Druckfeder 16 angeordnet, die sich im normalen, d.h. im
störungsfreien Betrieb im zusammengedrückten Zustand befindet, da der bewegliche Ring
15 in seiner linken Stellung blockiert ist.
[0012] Für Einstellzwecke ist am beweglichen Ring 15 über eine in ein Gewindeloch 17 eingreifende
Schraube 19 ein radial verstellbarer Block 18 angeordnet. Wie Fig. 1 erkennen läßt,
ist ein gleichartiger Block diametral auf der anderen Seite der Spindel 13 vorgesehen,
der in der gleichen Weise radial verstellbar ist. Durch die Lage dieser Blöcke 18
wird der Eingriffsbereich mindestens einer, jedoch vorzugsweise zweier diametral gegenüberliegender
Klinken 20, 21 festgelegt, die mit ihren abgeschrägten äußeren Kanten 46 über die
Blöcke 18 den verschiebbaren Ring 15 im Normalbetrieb in der dargestellten Position
halten, bei dem die Druckfeder 16 gespannt ist.
[0013] Die beiden Klinken 20, 21 weisen radial gerichtete Langlöcher 22, 23 sowie schräg
gestellte Langlöcher 25, 26 auf. Durch eine axial verschiebbare Verbindungsplatte
24 können die beiden Klinken 20, 21 radial verschoben werden, da die an der Verbindungsplatte
24 befestigten Bolzen 29, 30 in die schrägen Langlöcher 25, 26 eingreifen. In der
Spindel 13 sind Bolzen 27, 28 positioniert, die durch jeweils eine der Klinken 20,
21 verlaufen, wie insbesondere Fig. 2 erkennen läßt. Die Bolzen 27, 28 durchdringen
die Platte 24 nicht, sondern stellen Verbindung (Längsführung von 20, 21 gegenüber
13) dar.
[0014] Durch diese vorteilhafte Ausbildung der radialen Steuerung der Klinken 20, 21 wird
erreicht, daß bei der Axialverschiebung eines federbeaufschlagten Steuerbolzens 31
infolge des Auftretens eines Bahnrisses die Blöcke 18 bzw. der auf der Spindel 13
sitzende bewegliche Ring 15 freigegeben werden, so daß sich dieser durch den Druck
der Feder 16 mit hoher Geschwindigkeit axial bewegen kann.
[0015] Der Steuerbolzen 31 rotiert mit der Walze 1 und ist über ein in einer Buchse 34 angeordnetes
Lager 33 mit einem Stift 35 verbunden, der einen Anker 36 durchsetzt. Der Anker 36
kann der Anker eines Elektromagneten sein oder der Kolben eines Pneumatikzylinders
oder eines sonstigen Betätigungselementes, das beim Auftreten eines Druckträgerbahnrisses
aktiviert wird, so daß der Anker 36 eine axiale Bewegung ausführt. Die Ankopplung
des Ankers 36 an Steuerbolzen 31 erfolgt mittels einer Kupplung 32.
[0016] Geben also beim Auftreten eines Druckträgerbahnrisses die Klinken 20, 21 den federbeaufschlagten
Ring 15 frei, so wird durch einen an diesem befestigten Bolzen 38, der in ein Langloch
37 des Hebels 9 eingreift, letzterer ausgelenkt, da das untere Ende des Hebels 9 über
einen Bolzen 39 an der Spindel 13 schwenkbar gelagert ist. Die Druckfeder 16 drückt
also den Hebel 9 bei der Verschiebung des Ringes 15 nach oben, so daß das mit dem
Hebel 9 verbundene Mantelsegment 2 nach außen gedrängt wird, wodurch eine Durchmesservergrößerung
der Walze 1 erreicht wird und das gerissene Bahnende geklemmt werden kann. Jedes der
Segmente 2, 3, 4 ist mit der in Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung ausgestattet,
wie Fig. 2 erkennen läßt, wobei jedes der Segmente in Achsrichtung der Walze 1 gesehen,
mindestens zwei solcher Hebel 9 aufweist, wie bei 54 in Fig. 1 angedeutet ist.
[0017] Eine Rückstellung des verschiebbaren Ringes 15 in die Ausgangsposition, d.h. in die
normale Betriebsposition, bei dem die Druckfeder 16 komprimiert ist, ist mit Hilfe
einer auf der rechten Seite in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung möglich. Diese umfaßt
einen Anschlag 40, der auch bei dem Fangvorgang, d.h. bei der Bewegung des Ringes
15 nach rechts infolge des Druckes der Feder 16 als Anschlag dient, da in diesem die
Blöcke 18 auflaufen.
[0018] Soll nun nach dem Beseitigen eines Wicklers, d.h. infolge eines Bahnrisses die Maschine
wieder in Betrieb genommen werden, so muß der Ring 15 wieder nach links unter Zusammenpressung
der Druckfeder 16 gebracht werden (Fig. 1). Dies ist möglich, indem ein zweiteiliger
Kniehebel 41, 42 durch die nach unten wirkende Bewegung eines Kolbens 43 gestreckt
wird, wodurch die im Hebel 41, 42 befestigte Rückstellbuchse 44 auf der Lagerbuchse
11 nach links verschoben wird. Dadurch werden auch die Blöcke 18 nach links verschoben
und drängen den Ring 15 gegen den Druck der Feder 16 ebenfalls nach links, bis dieser
nach Überlaufen der Abschrägung der Sperrklinken 20, 21 hinter diese gelangt, d.h.
in die in Fig. 1 gezeigte Position, so daß die Sperrklinken 20, 21 den Ring 15 gegen
den Druck der Druckfeder 16 fixieren. Der Anschlag 40 ist fest. Die Buchse 11 überläuft
den Anschlag 40 und berührt die Blöcke 18.
[0019] In Fig. 4 sind zwei weitere Varianten dargestellt, gemäß denen eine Radialverschiebung
der Klinken 20, 21 möglich ist. Dies erfolgt unter Verwendung zweier sich scherenartig
auseinander und aufeinander zu bewegbaren Hebel 47, 48. Wird ein diese Bewegung ausführender
Kolben in Richtung des Pfeiles 50 verschoben, so werden die Klinken 20, 21 zusammengezogen,
d.h. radial nach innen bewegt, wobei bei der in der unteren Hälfte gezeigten Ausführungsvariante
von Fig. 4 die Klinke 21 um die Lagerung 59 gedreht wird, wie Pfeil 56 andeutet. Bei
der radialen Einzugbewegung der Klinken 20, 21 gemäß Fig. 4 gibt, wie bei dem vorangehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel die Klinkenspitze 51 einen axial verschiebbaren
Ring 52 frei, der die Wirkung entsprechend dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ring
15 ausübt. Etwas von Nachteil ist bei diesem verhältnismäßig einfachen Steuermechanismus,
daß durch die Auslösebewegung bei Verwendung der Variante 1 eine Kraft in Richtung
des Pfeiles 53 auftritt, die sich zwischen der Klinkenspitze 51 und dem Ring 52 nachteilig
als Reibkraft bemerkbar macht, die es zu überwinden gilt.
[0020] Bei der in der oberen Hälfte von Fig. 4 dargestellten Ausführungsvariante wird Lager
59 durch eine Geradführung 60 ersetzt. Dadurch bewegen sich die Klinken gemäß Pfeil
61. Die bei der Ausführung "unten" erwähnten zusätzlichen Reibkräfte gemäß Pfeil 53
werden dadurch vermieden.
[0021] Es versteht sich, daß bei einer praxisgerechten Ausführung entweder nur von der "unteren"
oder "oberen" Ausführung Gebrauch gemacht wird. Lediglich aus Vereinfachung werden
beide Ausführungen in Fig. 4 dargestellt.
[0022] Wie die vorangehenden Ausführungen zeigen, beschränkt sich die Erfindung nicht nur
auf die Anwendung im Zusammenhang mit den beschriebenen Ausführungsbeispielen, sondern
das grundsätzliche Prinzip dieser kann konstruktiv in vielfältiger Weise eingesetzt
werden.
[0023] Wesentlich dabei ist es, daß durch die Durchmesservergrößerung, d.h. durch die radiale
Bewegung von mehreren Segmenten 2, 3, 4 der Durchmesser einer der Fangwalzen, wie
hier der Walze 1 und eine weitere Walze, beispielsweise eine stationäre Walze 55 (Fig.
1) bewegbar ist, so daß die im störungsfreien Betrieb vorzugsweise zwischen beiden
Walzen 1, 55 berührungsfrei hindurchgeführte Druckträgerbahn 57 geklemmt wird und
sich um eine der Walzen 1 oder 55 aufwickeln kann oder zumindest von dem zu schützenden
Druckwerk ferngehalten wird, so daß ein Aufwickeln an letzterem vermieden wird.
1. Vorrichtung zum Verhindern von Druckwerkschäden bei Druckträgerbahnrissen in Rollenrotationsdruckmaschinen,
insbesondere in Offsetrollenrotationsdruckmaschinen, mit einer im Falle eines Bahnrisses
die Druckträgerbahn erfassenden rotierende Walze, die an und/oder an die eine weitere
rotierende Walze anstellbar ist, wobei im Betrieb die Druckträgerbahn berührungslos
zwischen beiden Walzen hindurchführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine der Walzen (z.B. 1) einen aus mehreren Mantelsegmenten (2, 3, 4) bestehenden
Mantel aufweist, die beim Auftreten eines Bahnrisses jeweils durch eine an den Segmenten
(2, 3, 4) angreifende, mit der Walze (1) rotierende Einrichtung (z.B. 7 bis 9) radial
nach außen bewegbar sind, so daß die Druckträgerbahn (56) von den Walzen (1, 55) erfaßt
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Einrichtungen
(z.B. 7 bis 9) einen jeweils mit einem Langloch (37) versehenen Hebel (9) aufweist,
der an einer Seite beweglich mit dem zugeordneten Segment (2) verbunden ist und dessen
anderes Ende beweglich an einer rotierenden Gewindespindel (13) befestigt ist, wobei
in das Langloch (37) ein durch eine Druckfeder (16) vorgespannter Bolzen (38) eingreift,
der beim Auftreten eines Bahnrisses den Hebel (9) aufrichtet, so daß das zugeordnete
Mantelsegment (2) radial nach außen gedrängt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (16) zwischen
einem auf der Spindel (13) fest angeordneten Ring (14) und auf der Spindel (13) axial
verschiebbar angeordneten Ring (15) positioniert ist, wobei der axial auf der Spindel
(13) verschiebbare Ring (15) durch mindestens eine beim Auftreten eines Druckträgerbahnrisses
radial bewegbaren Klinke (20, 21) entriegelbar ist, in der Weise, daß der Ring (15)
durch die Druckfeder (16) axial verschoben wird und der an dem Ring (15) befestigte
Bolzen (38) den Hebel (9) aufrichtet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß den verschiebbaren Ring
(15) über radial einstellbare Blöcke (18), zwei Klinken (20, 21) blockieren, die jeweils
ein radial verlaufendes Langloch (22, 23) aufweisen, in das beidseitig in der Spindel
(13) gelagerte Bolzen (27, 28) eingreifen und Schräglöcher (25, 26) der Klinken (20,
21) Bolzen (29, 30) einer Verbindungsplatte durchsetzen, in der Weise, daß bei einer
Axialverschiebung der Verbindungsplatte (24) die an ihr befestigten Bolzen (29, 30)
geführt durch die Bolzen (27, 28) die Klinken (20, 21) nach innen ziehen und den Ring
(15) freigeben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Verbindungsplatte
(24) ein federbeaufschlagter axial beweglicher Steuerbolzen (31) angreift, bei dessen
Axialbewegung infolge des Auftretens eines Bahnrisses die mit ihm zusammenwirkende
Verbindungsplatte (24) ebenfalls axial bewegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerbolzen (31)
über eine Kupplung (32) mit einem stationären (nicht rotierenden) axial verschiebbaren
Anker (36) eines Elektromagneten oder dem Kolben eines Pneumatikzylinders verbunden
ist, der beim Auftreten eines Bahnrisses aktivierbar ist, wobei die Axialbewegung
des Ankers (36) über eine Buchse (34) und ein Lager (33) eine Axialbewegung des Steuerbolzens
(31) bewirkt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die axial verschiebbaren Blöcke (18) beim Auftreten eines Bahnrisses durch die
vorgespannte Druckfeder (16) gegen einen ortsfesten Anschlag (40) bewegbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (13) über
ein Lager (12) in einer Buchse (11) gelagert ist, auf der sich eine Rückstellbuchse
(44) mit einem zweiteiligen Kniehebel (41, 42) befindet, durch den, der Ring (15)
in Gegenrichtung bewegt werden kann, so daß die Druckfeder (16) wieder spannbar ist
und der Ring (15) über die Blöcke (18) durch die Klinken (20, 21) in dieser Stellung
blockierbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Segmente (z.B. 2, 3) jeweils durch ein elastisches Element (5) verbunden sind,
das eine Radialbewegung der Segmente (z.B. 2, 3) zuläßt und das die Segmente (z.B.
2, 3) in der Weise verbindet, daß möglichst eine stoßfreie Mantelfläche entsteht (bei
6).
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinken (20, 21;
Fig. 4) durch zwei sich scherenartig öffnende und schließende Hebel (47, 48) radial
bewegbar sind (Fig. 4).