[0001] Die Erfindung betrifft eine Hochdruckentladungslampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Lampen dieser Art wurden bisher nur für Scheinwerfer und Beleuchtungssysteme für
Bühne, Film und Fernsehen eingesetzt. Bei dem hier beschriebenen Lampentyp ist unter
hoher Leistung in etwa ein Bereich von 1000 - 4000 W zu verstehen. Die Wandbelastung
liegt dabei in der Größenordnung von 30 - 60 W/cm²,
[0002] Aus der DE-OS 35 06 295 ist eine für diese optische Anwendung geeignete Hochdruckentladungslampe
mit Metallhalogenidfüllung bekannt. Um Verzerrungen des optischen Systems zu minimieren,
werden diese Lampen ohne Außenkolben und mit möglichst kurzem Elektrodenabstand (ca.
30 mm) gefertigt. Das Entladungsgefäß aus Quarzglas ist mit sehr langen zylindrischen
Elektrodenschäften ausgestattet, in denen lange Molybdänfolien mittels einer Einschmelzung
eingebettet sind. Diese anspruchsvolle, nur manuell ausführbare Technik ist erforderlich,
da bei frei brennendem Entladungsgefäß die Temperatur am sockelnahen Folienende, das
dem oxidierenden und damit die Lampenlebensdauer begrenzenden Luftsauerstoff ausgesetzt
ist, unterhalb von 400 °C liegen sollte. Die umständliche Einschmelztechnik macht
diese Lampen sehr teuer. Die Lebensdauer ist sehr begrenzt (ca. 250 Stunden). Ein
unerfreulicher Nebenaspekt ist außerdem, daß der relativ hohe elektrische Widerstand
der langen Molybdänfolien (bei 400 °C beträgt er ca. 0,043Ω) zu hohen elektrischen
Verlusten und damit verbunden zu einer Aufheizung des Schaftes und letztendlich zu
einer unbefriedigenden Lichtausbeute des Gesamtsystems (ca. 80 1m/W) führt. Die fehlende
Wirtschaftlichkeit und die großen Abmessungen ließ diesen Lampentyp bisher nicht
für andere Zwecke, insbesondere für die Außenbeleuchtung, wo die Windlast eine Rolle
spielt, geeignet erscheinen.
[0003] Eine ähnliche Lampe mit gleichermaßen kurzer Lebensdauer von 250 Stunden, jedoch
sehr hoher Leistung (4000 - 12000 W) ist aus der DE-PS 34 27 280 bekannt. Ausführliche
Beschreibungen dieses Lampentyps finden sich in den Technisch-wissenschaftlichen
Abhandlungen der OSRAM-Gesellschaft, Springer Verlag, Bd. 11, Seite 163 ff und S.
189 ff sowie Bd. 12, Seite 83 ff.
[0004] Eine äußerst aufwendige Anordnung, um die Temperatur dieser Lampen in Sockelnähe
auf 350 °C zu begrenzen, ist aus der DE-OS 26 19 505 bekannt. Zwischen Einschmelzung
und Sockel sind mehrere gasgefüllte Hohlräume angeordnet. In der DE-OS 33 19 021 wird
die Temperatur des Lampenschafts dadurch verringert, daß die Endfläche der als Vollzylinder
geformten Einschmelzung nicht glatt und spiegelnd, sondern trichterförmig ist. Durch
Unterbindung der Rückreflektion am glatten Ende kann die Temperaturbelastung des Lampenschafts
etwas verringert werden. Dieses Problem stellt sich deswegen, weil der vollzylindrische
Lampenschaft ähnlich einem Lichtleiter wirkt, in den Wärme und Licht aus dem Entladungsvolumen
eingekoppelt wird. Doch trotz dieser Maßnahmen wird für eine 2500 W-Lampe immer noch
ein Lampenschaft von 110 mm Länge benötigt.
[0005] Andererseits ist ein anderer Typus von Hochdruckentladungslampen mit Metallhalogenidfüllung
bekannt, der sich mehr für allgemeine Beleuchtungszwecke eignet (vgl. z.B. EP-OS
159 620), wo es auf hohe Wirtschaftlichkeit ankommt. Diese Lampen sind mit einem Außenkolben
ausgestattet, der das Problem der Luftoxidation zwar entscheidend entschärft und eine
Lebensdauer von mehreren tausend Stunden ermöglicht, jedoch die optische Qualität
verschlechtert. Andererseits können dadurch die Schäfte am Entladungsgefäß sehr
kurz gehalten werden und problemlos mit der maschinenfreundlichen und preisgünstigen
Quetschtechnik ausgeführt werden. Die Temperatur am Ende der Quetschung ist erheblich
höher als 350 °C, was jedoch wegen der inerten oder evakuierten Atmosphäre innerhalb
des Außenkolbens keine Rolle spielt. Der relativ große Elektrodenabstand (ca. 100
mm) und die höhere Versorgungsspannung (380 V) führen zusammen zu einer ähnlichen
Lichtausbeute (85 lm/W) des Gesamtsystems. Diese Lampe ist wegen der großen Bogenlänge
und dem Außenkolben für optische Anwendungen nur bedingt geeignet. Wegen der kurzen
Baulänge und geringen Windlast wird sie jedoch trotzdem für Flutlicht und Gebäudeanstrahlung
verwendet.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lampe für optische Anwendungen aller Art bereitzustellen,
die sich zusätzlich durch hohe Wirtschaftlichkeit und kleine Lampenabmessungen sowie
hohem Wirkungsgrad auszeichnet und die auch für die Außenbeleuchtung geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den Unteransprüchen.
[0008] Insbesondere weist die erfindungsgemäße Lampe eine sehr hohe Lichtausbeute (mehr
als 100 lm/W) aus. Die Lebensdauer wird durch die Beschränkung der Temperatur des
sockelnahen Folienendes auf höchstens 350 °C (im eingebauten Zustand) bis zu 1500
und mehr Stunden verlängert. Hierbei wird durch die Quetschdichtung besonders vorteilhaft
der Lichtleitereffekt (vgl. DE-OS 33 19 021) unterbunden, der bei den zylindrischen
Einschmelzungen dazu zwingt, die Baulänge zu vergrößern. Es wird durch die Erfindung
eine Verkürzung der Baulänge des Lampenschafts (um∼50%) und des in die Quetschung
eingebetteten Abschnitts der Elektrode (stabilisiert z.B. die Farbtemperatur) ermöglicht.
Zur Erzielung optimaler Verhältnisse wurde ein ausgewogener Kompromiß in bezug auf
Strombelastung, Folienlänge, Foliendicke und Geometrie des Entladungsgefäßes eingegangen,
wobei sich letztlich der Einsatz der in dieser Form neuen Lampenschäfte in Quetschtechnologie
als Schlüssel zum Erfolg erwies.
[0009] Wegen der kürzeren Lampenschäfte ist die Lampe selbst kompakter, was den Bau kleinerer
Leuchten ermöglicht. Dies bedeutet bei Scheinwerfern einen geringeren Windwiderstand,
was bei Anwendungen im Freien von erheblicher Bedeutung ist.
[0010] Im Vergleich zu den bisher bekannten Lampenschäften in Quetschtechnologie sind die
erfindungsgemäßen Lampenschäfte erheblich länger. Der Quetschvorgang erfordert daher
höchste Präzision. Zwei einander gegenüberstehende und um das zu quetschende Quarz
glasgut rotierende Gasbrenner erzeugen eine sehr gleichmäßige Quetschtemperatur von
2300 ± 50 °C durch ein optimiertes Gasprofil, das durch vier Bohrlochreihen mit unterschiedlich
großen Bohrungsdurchmessern erzeugt wird. Größere Temperaturdifferenzen würden zu
problematischen Spannungen im Lampenschaft und schlechten Folieneinbettungen führen
und somit den Ausschuß (Frühausfälle) erhöhen.
[0011] Die erfindungsgemäße Lampe soll anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Es zeigen schematisch
Figur 1 eine Hochdruckentladungslampe mit einer Leistung von 2000 W
Figur 2 eine Hochdruckentladungslampe mit einer Leistung von 1000 W.
Figur 3 ein Detail für die Herstellung der Lampe gem. Fig.1
[0012] In Figur 1 ist eine 2000 W-Hochdruckentladungslampe 1 mit einer Länge von 190 mm
dargestellt, die für den Einsatz in einem hier nicht dargestellten Reflektor gedacht
ist. Die Lampe wird axial in den Reflektor eingesetzt, wobei eine kurze Baulänge von
großer Bedeutung ist (vgl. Figur 3 der DE-OS 35 06 295). Das in sehr guter Näherung
isotherme Entladungsgefäß 2 aus Quarzglas mit ca. 2 mm (oder 2,5 mm) Wandstärke ist
als Tonnenkörper ausgeführt, dessen Erzeugende ein Kreisbogen mit einem Krümmungsradius
von 38,25 mm ist, wobei die Wandstärke zum Zentralbereich 3 des Tonnenkörpers hin
auf ca. 3 mm zunimmt, da hier die Wandbelastung (ca. 50 W/cm²) wegen der Konvektionskrümmung
des Entladungsbogens am größten ist. Der größte Außen durchmesser des Tonnenkörpers
beträgt 36 mm, die axiale Länge etwa 51 mm. Der Außendurchmesser an den Tonnenenden
4, an dem jeweils ein Lampenschaft 5 angeformt ist, mißt ca. 16 mm, so daß sich ein
Entladungsvolumen von ca. 20 cm³ ergibt. Die stabförmigen Wolfram-Elektroden 6, deren
Spitzen einen Abstand von 30 mm aufweisen, sind jeweils axial in dem Lampenschaft
5 gehalten und weisen eine doppellagige Wendel 7 in der Nähe der Elektrodenspitze
auf. Die Lampenschäfte 5 haben eine Länge von ca. 40 mm und eine Breite von ca. 16
mm. Die Elektroden 6 sind über Molybdänfolien 8, die vakuumdicht mittels einer den
gesamten Lampenschaft 5 umfassenden I-förmigen Quetschdichtung in die Lampenschäfte
eingeschmolzen sind, mit massiven Stromzuführungen 9 verbunden. Die Molybdänfolien
8, die in an sich bekannter Weise linsenförmig geätzt sind, besitzen eine zentrale,
maximale Dicke von etwa 50 µm und eine Länge von etwa 30 mm bei einer Breite von 8
mm.
[0013] Am sockelfernen Ende des Lampenschaftes 5 ist ein keramischer Hülsensockel 10 mit
Kitt befestigt, der aus einem geschlitzten zylindrischen Halteteil 11 und einem abgeflachten,
der Fassung zugewandten Endkörper 12 besteht.
Das Entladungsgefäß 2 enthält eine Füllung aus einem Edelgas (Argon) als Zündgas und
Quecksilber als Hauptkomponente (ca. 220 mg) sowie pro cm³ Entladungsvolumen die Seltenen
Erden DyBr₃(1 µmol) und TmBr₃ (0,5 µmol), außerdem 1 µmol TlBr, 2 µmol CsBr und 0,5
µmol ThJ₄. Das Thorium kann durch Hafnium ersetzt werden. Insgesamt ergibt sich mit
dieser Füllung eine Farbtemperatur von ca. 5600 K bei einem Farbwiedergabeindex von
92 (Stufe 1a).
[0014] Die angegebene Seltene Erdfüllung hat als Farbort die Werte x = 0,3325, y = 0,3460.
[0015] Durch eine Versorgungsspannung von 380 V wird eine Brennspannung von 210 V und ein
Lampenstrom von 10.3 A erzielt. Dies senkt die Verluste im Quetschungsbereich im
Vergleich zu den bekannten Lampen (R (400 °C) = 0,043Ω ) erheblich auf R (400 °C)
= 0,021Ω. Die höheren Verluste bekannter Lampen resultieren aus der erheblich größeren
Länge der Einschmelzung (ca. Faktor zwei) und den höheren Strömen (17 - 25 A).
[0016] Die günstige Gesamtkonzeption der 2000 W-Lampe ermöglicht es, die Gesamtlichtausbeute
auf 105 lm/W zu erhöhen und dabei eine extrem hohe Lebensdauer von ca. 2000 Stunden
zu erzielen. Die spezifische Bogenleistung beträgt 67 W/mm.
[0017] Das isotherm gestaltete Entladungsgefäß weist eine maximale Kolbentemperatur von
ca. 1030 °C (hot spot) auf, die am cold spot (hinter den Elektroden am Gefäßende)
auf 1000 °C absinkt. Am Folienende ist die Temperatur auf 250 °C abgesunken (frei
brennend). Im Scheinwerfer entspricht das einer Temperatur von 350 °C.
[0018] Versuche mit unterschiedlicher Folienlänge bei einer 2000 W-Lampe zeigen die abnehmende
Temperaturbelastung in eindrucksvoller Weise. Bei einer Länge von 20 mm ergab sich
eine Folienendtemperatur von 400 °C; dagegen war eine 25 mm lange Folie nur mehr mit
265 °C belastet. Schließlich erbrachte eine weitere Verlängerung um 5 mm eine Absenkung
der Endtemperatur um weitere 20 °. Wird der Lampen schaft zusätzlich mattiert (durch
Sandstrahlen), was die Wärmedissipation verbessert) so läßt sich die Temperatur nochmals
um 50 ° absenken.
[0019] Die Herstellung der Lampe erfolgt ausgehend von einem zylindrischen Quarzrohr mit
einer Wandstärke von 2 mm. Die ellipsoidähnliche Gestalt des Entladungsgefäßes wird
rechnergesteuert hergestellt, wobei die Verstärkung der Wanddicke im Zentralbereich
durch eine Stauchung des Rohres erzeugt wird. Die anschließende Herstellung der Quetschdichtung
erfordert bei dieser Quetschungslänge eine verfeinerte Quetschtechnologie, wie oben
bereits erläutert.
[0020] In Figur 2 ist als weiteres Ausführungsbeispiel eine 1000 W-Lampe gezeigt. Sie entspricht
in ihren Abmessungen der 2000 W-Version. Gleiche Bezugsziffern entsprechen gleichen
Lampenteilen. Die Versorgungsspannung beträgt 220 V bei weiterhin 10.3 A Betriebsstrom.
Um bei diesen Spezifikationen die für den optimalen Dampfdruck nötige Temperatur erzielen
zu können, sind die Enden des Entladungsgefäßes mit einer ZrO₂-Beschichtung 13 für
den Wärmestau versehen. Die Füllung enthält die gleichen Komponenten, doch ist das
Jod : Brom-Verhältnis zugunsten des Jods verschoben.
[0021] Die Lampenfüllung kann auch andere Metallhalogenide enthalten (z.B. NaJ, SCJ), die
andere Farbtemperaturen ermoglichen. Der Farbort kann durch sorgfältige Auswahl
des Jod : Brom-Verhältnisses in gewissen Grenzen variiert werden.
[0022] Nachfolgend soll der Ablauf des Quetschvorgangs (Fig. 3) beschrieben werden. Zur
Vorbereitung der Quetschung wird der Lampenkolben senkrecht gestellt und das Elektrodensystem,
bestehend aus Stromzuführung, Folie und Elektrode, eingeführt. Der unten befindliche,
zunächst noch rohrförmige Lampenschaft wird nun von unten ausgehend nach oben fortlaufend
bis zum Ansatz des Entladungsvolumens mit Hilfe zweier einander gegenüberstehender
Gasbrenner sukzessive auf Quetschtemperatur gebracht. In dem Moment, wo auch der dem
Entladungsvolumen nächstliegende Bereich der Quetschung erweicht ist, wird der gesamte
Lampenschaft durch zwei Quetschbacken gequetscht. Die beiden Gasbrenner B (nur einer
ist gezeigt) rotieren hierbei um den Lampenschaft. Sie erzeugen letztendlich eine
sehr gleichmäßige Temperatur von 2300 ± 50 °C durch ein optimiertes Gasprofil, das
durch vier Bohrlochreihen im Gasbrenner mit unterschiedlich großen Bohrungsdurchmessern
bewirkt wird, wobei sich die großen Bohrungsdurchmesser am Schaftende befinden (Fig.
3). Anschließend wird der Lampenkolben umgedreht, so daß der noch offene Lampenschaft
wieder unten liegt, und das beschriebene Verfahren nochmals angewendet. Dieses Quetschverfahren
der sukzessiven Erwärmung ist vorteilhaft, weil bei gleichzeitiger Erwärmung des gesamten
Lampenschafts dieser zu taumeln beginnen würde und eine Justierung des Elektroden-Systems
dadurch verhindert würde. Bei sukzessiver Erwärmung wird jedoch das Taumeln bis zum
Schluß verhindert. Darüber hinaus wird hierdurch auch das Problem gelöst, daß der
erweichte Lampenschaft unter seinem eigenen Gewicht sich längen und "durchsacken"
würde. Bei kurzen Quetschungen be steht dieses Problem nicht; im Gegenteil wird hier
der erweichte Lampenschaft durch die Oberflächenspannung zusammengehalten oder gar
verkürzt, so daß eine gleichzeitige Erwärmung des gesamten Lampenschafts problemlos
möglich ist. Um eine exakte Justierung des Elektrodensystems zu garantieren, ist es
schließlich noch vorteilhaft, die Molybdänfolie vor dem Einführen V-förmig oder kastenförmig
in Längsrichtung zu biegen. Die Foliendicke sollte dabei 50 µm nicht überschreiten.
Diese Versteifung durch Biegen reicht aus, um eine extrem lange Molybdänfolie (30
mm) mit Elektrodenschaft und Elektrode exakt ausgerichtet in einer Wechselaufnahme
W zu haltern. Beim Quetschvorgang selbst wird die Folienbiegung wieder ausgebügelt.
[0023] Eine gute Stabilisierung der Farbtemperatur bei der in Fig. 1 (und in Fig. 2) beschriebenen
Lampe wird dadurch erzielt, daß der Abschnitt 6′ der Elektrode, der zwischen Folienende
und Entladungsvolumen in die Quetschung eingebettet ist, extrem kurz (3mm) gehalten
werden kann. Dadurch wird die Kapillare, die sich entlang dieses Abschnitts ausbildet,
erheblich verkürzt und das dadurch gebildete Totvolumen für den cold spot reduziert.
Letztendlich läßt sich daher die Farbtemperatur gezielter einstellen (geringere Streuung)
und die Drift der Farbtemperatur während der ersten mehreren hundert Betriebsstunden
reduzieren und verkürzen. Weiterhin verbessert sich dadurch insbesondere die Lichtausbeute
und die sog. maintenance.
1. Zweiseitig gesockelte Hochdruckentladungslampe (1) hoher Leistung und hoher Wandbelastung,
die für optische Anwendungen geeignet ist, bestehend aus einem längsgestreckten Entladungsgefäß
(2) aus hochtemperaturfestem, lichtdurchlässigem Material als einzigem Kolben, zwei
hochtemperaturbeständigen Elektroden (6), die in zwei am Entladungsgefäß angesetzten
und einander gegenüberliegenden Lampenschäften (5) gehalten sind, wobei die Verbindung
zwischen den Elektroden (6) und elektrischen Kontakten (9) des Sockels (10) über
Folien (8) erfolgt, sowie einer Füllung aus Quecksilber, mindestens einem Edelgas
und Metallhalogeniden, dadurch gekennzeichnet, daß eine sockelnahe Folientemperatur
von höchstens 350 °C dadurch erzielt wird, daß die Lampenschäfte (5) als Quetschdichtungen
ausgebildet sind, deren Länge in etwa der Länge des Entladungsgefäßes (2) entspricht,
wobei die in den Lampenschaft (5) eingebettete Folie (8) sich über den größten Teil
der Länge des Lampenschafts erstreckt.
2. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
des Lampenschaftes (5) zwischen 2/3 und 4/3 der Länge des Entladungsgefäßes entspricht.
3. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer
Leistung von 1000 - 2000 W die Länge der Quetschdichtung etwa mm beträgt, während
die Länge des Entladungsgefäßes etwa 50 mm beträgt.
4. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folienlänge etwa 60 - 80 % der Länge des Lampenschaftes beträgt.
5. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale
Foliendicke etwa 2 °/oo der Folienlänge beträgt.
6. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
spezifische Leistung (Nennleistung/Elektrodenabstand) etwa 30 - 70 W/mm beträgt.
7. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenabstand
ca. 28 - 32 mm beträgt.
8. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandbelastung
etwa 30 - 60 W/cm² beträgt.
9. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke
des Entladungsgefäßes etwa 2 - 3 mm beträgt.
10. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsgefäß
ellipsoidähnlich als Tonnenkörper geformt ist.
11. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke
zum Zen tralbereich des Entladungsgefäßes hin um den Faktor 1,2 bis 1,4 zunimmt.
12. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzielen
einer tageslichtähnlichen Farbtemperatur als Füllung zwei Halogenide der Seltenen
Erden in Kombination mit Cäsium und Thallium verwendet werden.
13. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
Halogenide des Thorium und/oder Hafnium verwendet werden.
14. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsgefäß
pro cm³ seines Volumens 1 µmol DyBr₃, 0,5 µmol TmBr₃, 1 µmol TlBr, 2 µmol CsBr sowie
0,5 µmol ThJ₄ enthält.
15. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
des in die Quetschung eingebetteten Abschnitts (6′) der Elektrode sehr kurz ist und
vorzugsweise kleiner 4mm ist.