[0001] Die Erfindung betrifft ein Vorschaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Nach der DE-OS 32 08 607 der Anmelderin ist ein derartiges Vorschaltgerät bekannt.
Die steuerbare Impedanz soll hier durch eine im wesentlichen Ohm'sche Impedanz, wie
z.B. durch einen steuerbaren Ohm'schen Widerstand oder durch einen Heizleiter gebildet
sein. Der Steuerschaltungsteil für die Impedanz arbeitet in Abhängigkeit vom Betriebszustand
der Entladungslampe, wobei an dem Steuerschaltungsteil als Steuergröße ein z.B. von
einer Fühlschaltung erzeugtes, dem Lampenstrom proportionales Signal anliegt. Die
Steuergröße kann auch der Lampenspannung proportional sein. Die Betriebsfrequenz
des Wechselspannungsgenerators soll im Hinblick auf die Resonanz bestimmenden Größen
so gewählt werden, daß der Spannungsabfall am Kondensator ausreicht, um nach genügender
Erwärmung der Elektroden die Lampe zu zünden. Hierdurch soll das Startverhalten der
Lampe verbessert werden, ohne das Betriebsverhalten der Gesamtschaltung zu verschlechtern.
Wenn die Lampe gezündet hat, so ist ihre Brennspannung nahezu unabhängig vom Heizstrom.
Der Heizstrom selbst ist umgekehrt proportional zu der Gesamtimpedanz der Serienschaltung
aus dem Kondensator und der steuerbaren Impedanz. Durch Erhöhen der Impedanz, entweder
durch Steuerung oder Frequenzänderung, wird die Heizleistung erniedrigt und damit
der Gesamtwirkungsgrad der Anordnung erhöht.
[0003] Nach der DE-OS 32 08 607 ist es ferner bekannt, daß der Wechselspannungsgenerator
von einem an das Wechselstromnetz angeschlossenen Gleichrichter und einem diesem
nachgeschalteten Wechselrichter gebildet ist.
[0004] In der älteren, jedoch nicht vorveröffentlichten europäischen Patentanmeldung 88
106 325.9 der Anmelderin, zu der auch Deutschland benannt ist, ist vorgeschlagen worden,
eine Regeleinheit vorzusehen, mittels welcher die dem Wechselstromnetz entnommene
Leistung konstant gehalten wird, indem der Ist-Wert der vom Gleichrichter erzeugten
Gleichspannung und der Ist-Wert des dem Gleichrichter entnommenen Gleichstromes multipliziert
werden und das Produkt dieser beiden Ist-Werte mit einem Leistungs-Sollwert verglichen
wird. Bei Abweichung des Ist-Wert-Produktes von dem Leistungs-Sollwert wird die Frequenz
des Wechselrichters zur Regulierung der Regelabweichung korrigiert.
[0005] Bekannt ist ferner, daß mit unterschiedlichen Gasen, beispielsweise Argon oder Krypton
gefüllte Entladungslampen voneinander abweichende Strom-Spannungs-Charakteristiken
haben. Damit sie dem Wechselstromnetz gleiche Leistung entziehen, müssen sie bei unterschiedlichen
Betriebsfrequenzen betrieben werden. Argonlampen brauchen für gleiche Leistungsaufnahme
beispielsweise eine höhere Betriebsfrequenz als Kryptonlampen.
[0006] Der zwischen den Heizdrähten angeordnete und mit Ihnen in Serie geschaltete Kondensator
ist parallel zu den Elektroden der Lampe geschaltet, da bei direkt beheizten Lampen
die Heizdrähte gleichzeitig die Elektroden bilden. Dieser Kondensator, der Teil eines
im Lastkreis des Wechselspannungsgenerators liegenden Reihenresonanzkreises ist, hat
zwei Funktionen. Die erste Funktion besteht darin, Heizstrom durch die Heizdrähte
in einer Vorwärmphase vor dem Zünden der Lampe zu leiten, während der Wechselspannungsgenerator
mit einer so hohen Frequenz betrieben wird, daß ein Zünden der Lampe noch ausge schlossen
ist. Die zweite Funktion des Kondensators besteht darin, daß an ihm während der Zündphase
eine das Zünden bewirkende Resonanz-Spannungsüberhöhung entsteht, wobei der Wechselspannungsgenerator
während dieser Zündphase mit einer Frequenz betrieben wird, die etwa der Resonanzfrequenz
des Resonanzkreises entspricht. Nach dem Zünden ist der Betrieb der Lampe, wie oben
ausgeführt wurde, weitgehend unabhängig von dem weiterhin durch den Kondensator fließenden
Heizstrom. Dieser Heizstrom bedingt daher eine unerwünschte Verlustleistung in den
Heizdrähten. Er wirkt sich auch insofern nachteilig aus, als er trotz geregelter Leistungsaufnahme
bei Entladungslampen mit unterschiedlicher Gasfüllung wegen der verschiedenen Betriebsfrequenzen
zur Folge hat, daß die durch ihn bedingte Verlustleistung in den Heizdrähten und damit
auch die Lichtausbeute der Entladungslampen unterschiedlich ist. Bei Argonlampen,
die mit einer höheren Betriebsfrequenz arbeiten, ist die durch den Kondensator bedingte
Verlustleistung in den Heizdrähten trotz geregelter Leistungaufnahme des Vorschaltgerätes
höher als bei Kryptonlampen.
[0007] Nun ist nach der eingangs diskutierten DE-OS 32 08 607 der Anmelderin der grundsätzliche
Vorschlag bekannt, nach dem Zünden der Lampe durch Erhöhung der steuerbaren Impedanz
den durch den Kondensator und die Heizdrähte fließenden Heizstrom und damit die entsprechende
Verlustleistung zu erniedrigen, mit der Folge, daß der Gesamtwirkungsgrad entsprechend
erhöht wird. Mit einer entsprechenden Erniedrigung der Verlustleistung reduziert
sich auch das Problem der unterschiedlichen Lichtausbeute bei Entladungslampen mit
verschiedener Gasfüllung.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen alternativen Vorschlag zur Ausbildung
der steuerbaren Impedanz sowie eine konkrete Ausgestaltung des Steuerschaltungs teiles
dafür zu machen.
[0009] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Ansprüches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0010] Vor dem Zünden der Lampe fließt durch die beiden Primärwicklungen des Übertragers
der gleiche Strom, und zwar nur der Heiztstrom. Da die beiden Primärwicklungen gegensinnig
sind, wird in der Sekundärwicklung kein Strom induziert. Nach dem Zünden der Lampe
fließt durch die zwischen den Heizdrähten angeordnete Primärwicklung nur der Heizstrom,
während in der anderen Primärwicklung Heiz- und Lampenstrom fließen. Letzteres hat
zur Folge, daß in der Sekundärwicklung des Übertragers ein Strom induziert wird, welcher
das Umschaltsignal für den Schalter liefert, derart, daß dieser öffnet und den Heizstromweg
damit unterbricht.
[0011] Anspruch 2 betrifft eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung. Der weitere Kondensator
hat die Aufgabe, eine eventuell notwendige Spannungsüberhöhung im Betrieb zum Aufrechterhalten
der Entladung in der Lampe zu ermöglichen.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
[0013] Die Zeichung zeigt ein Vorschaltgerät für eine Entladungslampe 6. Das Vorschaltgerät
enthält einen an das Wechselstromnetz angeschlossenen Gleichrichter 1, dem ein Wechselrichter
2 mit steuerbarer Frequenz nachgeschaltet ist. Die Frequenz des Wechselrichters 2
wird nach einem nachfolgend noch erläuterten Zeitprogramm gesteuert. Der entsprechende
Steuerteil, der nicht Gegenstand der Erfindung ist, ist der Einfachheit halber weggelassen.
Daneben kann die Frequenz des Wechselrichters 2 noch durch einen Leistungsregler 18
verändert werden, der seine Versorgungsgleichspannung über eine Leitung 18 vom Gleichrichter
1 erhält. Dem Leistungsregler 18 wird ferner von einem Spannungsteiler 16,17 ein Gleichspannungs-Istwertsignal
zugeführt. Der Spannungsteiler 16, 17 ist an den Gleichspannungsausgang des Gleichrichters
1 angeschaltet. Der Spannungsabfall an einem im Stromweg zwischen dem Gleichrichter
1 und dem Wechselrichter 2 liegenden Widerstand 15 wird dem Leistungsregler 18 als
Gleichstrom-Istwert zugeführt. Der Leistungregler 18 multipliziert den Gleichspannungs-Istwert
und den Gleichspannungs-Sollwert. Das daraus gebildete Produkt vergleicht er mit einem
internen Sollwert. Bei einer Regelabweichung wird die Frequenz des Wechselrichters
2 verändert. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß dem Wechselstromnetz stets die
gleiche Leistung entnommen wird, unabhängig vom Alterungszustand der Entladungslampe
6 und ebenfalls unabhängig davon, mit welchem Gas (beispielsweise Argon oder Krypton)
sie gefüllt ist. Den Ausgang des Wechselrichters 2 bildet eine Serienschaltung aus
einer Drossel 3, einem Kondensator, einer ersten Primärwicklung 10 eines Übertragers
9, dem einen Heizdraht 7 der Entladungslampe 6, einer zweiten Primärwicklung 11 des
Übertragers 9, einem Kondensator 5, einem elektronischen Schalter 14 und dem zweiten
Heizdraht 8 der Entladungslampe 6. Die Serienschaltung aus dem Kondensator und dem
Schalter 14 ist durch einen weiteren Kondensator 13 überbrückt. Der in der Sekundärwicklung
12 des Übertragers 9 induzierte Strom dient als Umschaltsignal für den Schalter 14,
wobei letzterer geöffnet wird, wenn in der Sekundärwicklung 12 ein Strom induziert
wird.
[0014] Die Drossel 3 dient zur Begrenzung des Lampenstroms nach dem Zünden der Lampe sowie
zur Bildung eines Reihenresonanzkreises mit den Kondensatoren 4,5 und 13. Der Kondensator
4 dient zur Gleichstromentkopplung von Wechselrichter 2 und Lampe 6. Er ist sehr viel
größer als der Kondensator 5. Der Kondensator 13 ist sehr viel kleiner als der Kondensator
5. Dadurch wird bei geschlossenem Schalter 14 der Reihenresonanzkreis im wesentlichen
durch die Drossel 3 und die Kapazität des Kondensators 5 bestimmt.
[0015] Um die Lampe 6 in Betrieb zu nehmen, erzeugt der Wechselrichter 2 gemäß dem vorstehend
erwähnten Zeitprogramm zunächst eine Wechselspannung, deren Freqeunz soweit über der
im wesentlichen durch die Drossel 3 und den Kondensator 5 bestimmten Reihenresonanzfrequenz
liegt, daß an dem Kondensator 5 keine Resonanz-Spannungsüberhöhung auftritt, die ein
Zünden der Lampe 6 bewirken könnte. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
daß der Kondensator 5 bei geschlossenem Schalter 14 praktisch parallel zu den von
den beiden Heizdrähten 7,8 gebildeten Elektroden der direkt beheizten Entladungslampe
6 liegt. Während dieser Vorwärmphase fließt Heizstrom durch die im Lastkreis des Wechselrichters
2 liegende oben beschriebene Serienschaltung, wobei der Schalter 14 geschlossen ist.
Da dieser Heizstrom in den beiden Primärwicklungen 10,11 des Übertragers 9 gleich
ist, hebt sich die Wirkung der induzierten Ströme in der Sekundärwicklung 12 des Übertragers
9 auf, mit der Folge, daß dem Schalter 14 kein Umschaltsignal zugeführt wird und er
geschlossen bleibt. In dieser Vorwärmphase werden die Heizdrähte 7,8 der Lampe 6 vorgewärmt,
wodurch deren Lebensdauer erhöht wird.
[0016] Nachdem die Vorwärmphase beendet ist, wird die Frequenz des Wechselrichters 2 in
Richtung auf die vorstehend erwähnte Reihenresonanzfrequenz abgesenkt, mit der Folge,
daß an dem Kondensator 5 (und selbstverständlich auch an dem diesem parallel geschalteten
Kondensator 13 geringerer Kapazität) eine Resonanzspannungs-Überhöhung auftritt, die
zum Zünden der Lampe 6 führt. Wenn die Lampe gezündet hat, fließt durch die Primärwicklung
10 des Übertragers 9 ein aus Heizstrom und Lampenstrom gebildeter Summenstrom. Durch
die Primärwicklung 11 des Übertragers 9 fließt dagegen nur der Lampenstrom. Dies hat
zur Folge, daß die beiden Primärwicklungen 10,11 in der Sekundärwicklung 12 zwar gegensinnige
aber unterschiedliche Ströme induzieren, wodurch ein Umschaltsignal für den Schalter
14 erzeugt wird. Letzterer wird durch dieses Umschaltsignal geöffnet.
[0017] Durch das Öffnen des Schalters 14 nach dem Zünden der Lampe 6 wird der durch den
Kondensator 5 fließende Heizstrom unterbrochen. Es kann nur noch ein Heizstrom über
den Kondensator 13 fließen, der jedoch wesentlich geringer ist als der vorher durch
den Kondensator 5 fließende Heizstrom, weil die Kapazität des Kondensators 13, wie
erwähnt, wesentlich geringer als die Kapazität des Kondensators 5 ist. Der Kondensator
13 ist vorgesehen, um eine evtl . notwendige Resonanz-Spannungsüberhöhung im Betrieb
der Lampe zum Aufrechterhalten der Entladung zu ermöglichen. Der Kondensator 13 ist
nicht unbedingt notwendig, sondern kann ggf. auch weggelassen werden.
[0018] Dadurch, daß der durch den Kondensator 5 fließende Heizstrom nach dem Zünden der
Lampe 6 entfällt, wird eine entsprechende Verlustleistung, die dieser Heizstrom in
den Heizdrähten 7,8 bewirken würde, vermieden. Im Hinblick darauf, daß Entladungslampen
mit unterschiedlichen Gasen, z.B. Argon- und Kryptonlampen bei gleicher Leistungsaufnahme
nach dem Zünden mit unterschiedlichen Frequenzen betrieben werden müssen, wird durch
das Öffnen des Schalters 14 eine unterschiedliche Lichtausbeute praktisch vermieden,
die andernfalls dadurch bedingt wäre, daß infolge der unterschiedlichen Betriebsfrequenzen
unterschiedliche Heizströme durch den Kondensator 5 und die Heizdrähte 7,8 fließen
würden, die ihrerseits zu unterschiedlichen Verlustleistungen führen würden.
1. Vorschaltgerät für eine direkt geheizte Entladungslampe, mit einem Wechselspannungsgenerator
steuerbarer Frequenz, in dessen Lastkreis eine Serienschaltung aus mindestens einer
Drossel, den Heizdrähten der Lampe, einem zwischen den Heizdrähten angeordneten Kondensator
und einer ebenfalls zwischen den Heizdrähten angeordneten steuerbaren Impedanz besteht,
wobei die Drossel und der Kondensator Teil eines Reihenresonanzkreises sind,und wobei
die Impedanz durch ein Steuerschaltungsteil in Abhängigkeit vom Betriebszustand der
Lampe steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die steuerbare Impedanz ein Schalter (14) ist, und daß der Steuerschaltungsteil
ein Übertrager (9) mit zwei gegensinnig gewickelten Primärwicklungen (10,11) gleicher
Windungszahl und einer Sekundärwicklung (12) ist, wobei die beiden Primärwicklungen
(10,11) in Serie mit den beiden Heizdrähten (7,8) der Lampe (6) geschaltet, jedoch
nur eine von ihnen zwischen den Heizdrähten (7,8) angeordnet ist, und wobei die Sekundärwicklung
(12) das Umschaltsignal für den Schalter liefert.
2.Vorschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Serienschaltung
aus Schalter (14) und Kondensator (5) von einem weiteren Kondensator (13) überbrückt
ist, dessen Kapazität wesentlich geringer als die Kapazität des erstgenannten Kondensators
ist.
3. Vorschaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselspannungsgenerator
von einem an das Wechselstromnetz angeschlossenen Gleichrichter (1) und einem diesen
nachgeschalteten Wechselrichter (2) gebildet ist, und daß eine Regeleinheit (18) vorgesehen
ist, mittels welcher die dem Wechselstromnetz entnommene Leistung unabhängig vom Lampentyp
(z.B. Argon- oder Kryptonlampe) konstant gehalten wird.