[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Betätigen eines an Heizkörpern
o. dgl. heiztechnischen Anlagen angeordneten Entlüftungsventils mit einem Werkzeug,
bspw. einem Schlüssel oder einem Klingenwerkzeug, und einer eine Aufnahmeöffnung für
das Entlüftungsventil aufweisenden Auffangvorrichtung zum Auffangen der ggf. aus dem
Ventilauslaß austretenden Flüssigkeit, wobei die Auffangvorrichtung mit einer Durchstecköffnung
für das in Richtung der Aufnahmeöffnung weisende Werkzeug mit außerhalb der Auffangvorrichtung
zu liegen kommenden Griffteil versehen ist.
[0002] Eine Vorrichtung der genannten Art ist bereits aus der DE 86 28 688 U1 bekannt. Dabei
ist die Auffangvorrichtung als Entlüftungsmanschette in Form einer Kappe ausgeführt,
welche in Gebrauchsstellung mit einer als Stutzen ausgebildeten Öffnung den zum Anschluß
des Entlüftungsventiles aufweisenden Teil des Heizkörpers übergreift. Die bekannte
Entlüftungsmanschette ist an ihrem am Heizkörper zu liegen kommenden Ende des Stutzens
als elastischer Dichtring ausgebildet. In der Kappe befindet sich eine Durchstecköffnung
für einen mit seinem Griffteil außerhalb der Entlüftungsmanschette angeordneten Profilschlüssel,
welcher mit seinem als Innenvierkant zum Ergreifen der Vierkantspindel des Entlüftungsventils
ausgebildeten Werkzeugkopf in Richtung der Stutzenöffnung weist. Umfangsseitig der
Entlüftungsmanschette ist ein als Ablaufkanal dienendes Röhrchen vorgesehen, auf welches
ein zu einem bereitzustellenden Eimer führender Ableitungsschlauch aufzustecken ist.
Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß diese bekannte Entlüftungsmanschette keine befriedigende
Problemlösung darstellt. Um zu vermeiden, daß bei Öffnen des Entlüftungsventiles das
sprüh- und spritzartig austretende Medium des Heizkreislaufes nicht aus der Manschette
austritt und in den bereitzustellenden Eimer abläuft, ist auf einen korrekten Sitz
der Manschette zu achten. Hierfür muß die Manschette mit ihrem gesamten Dichtrand
satt auf dem Heizkörperende aufsitzen. Das exakte Aufschieben der Entlüftungsmanschette
auf das Heizkörperende erweist sich bereits bei in Heizkörpernischen angeordneten
Gliederheizkörpern mit seitlich nach außen weisendem Anschlußstutzen für das Entlüftungsventil
als schwieriges Unterfangen. Bei Plattenheizkörpern, bei welchen der von der Entlüftungsmanschette
zu übergreifende Heizkörperseitige Anschlußbund für das Entlüftungsventil hinter der
bei diesen Heizkörpertypen üblicherweise vorgesehenen Verkleidungen zu liegen kommt,
ist eine Benutzung der bekannten Entlüftungsvorrichtung ohne Abnahme der Verkleidung
nicht möglich. Zudem bedarf es für die heute eingesetzten Heizkörpertypen mit unterschiedlichen
Durchmessern der Anschlußflansche für die Entlüftungsventile einer Vielfalt an Entlüftungsmanschetten
unterschiedlicher Große. Die Anzahl der, bspw. von einem Sanitärhandwerker mitzuführenden,
Großen an Entlüftungsmanschetten erhöht sich noch dadurch, daß sich die Entlüftungsventile
bei Stahlheizkörpern mittig und bei Gußheizkörpern außermittig bezüglich des Anschlußflansches
des Heizkörpers befinden, was eine entsprechende Positionierung der Durchstecköffnung
für den Schlüssel in der Kappe der Entlüftungsmanschette verlangt. Ein weiterer Nachteil
in der Handhabung zeigt sich darin, daß die Entlüftungsmanschette mit integriertem
Schlüssel so weit über das Heizkörperende geschoben werden muß, daß der Schlüssel
auf die Vierkantschraube des Entlüftungsventils trifft und einrastet. Bis der Schlüssel
paßgenau auf die Vierkantschraube des Entlüftungsventiles trifft, erfordert jedoch
schon einiges Geschick, wobei der in der Durchstecköffnung der Kappe befestigte Schlüssel
mittels seines Griffteiles suchend bewegt werden muß. Auch wurde bereits versucht,
die Entlüftungsmanschette insgesamt aus Gummi herzustellen, um wenigstens unterschiedliche
Abstände zwischen Heizkörperende und der Vierkantschraube des Entlüftungsventils bei
ein und demselben Heizkörpertyp kompensieren zu können. Während der Drehbewegung zum
Öffnen und Schließen des Entlüftungsventils muß der Schlüssel dabei u. U. jedoch auf
Druck gehalten werden, was bei beengten Platzverhältnissen die Handhabung ebenfalls
erschwert. Ganz abgesehen davon, daß zum Ableiten der aus dem Ventilauslaß ausströmenden
Flüssigkeit über den Ablaßkanal der Manschette zusätzlich ein Gefäß oder Eimer bereitgestellt
werden muß, hat sich auch gezeigte, daß die in der Entlüftungsmanschette stehende,
noch nicht abgeleitete Flüssigkeit, aber auch an den Innenwänden der Manschette haftende
Flüssigkeitstropfen austreten und gleichwohl zu unerwünschten Verschmutzungen an Wänden,
Vorhängen und des Bodens führen kann. Bei einer abrupten Abziehbewegung ist die Gefahr
eines ungewollten Auslaufens von Schmutzwasser aus der Dichtungsmanschette besonders
groß.
[0003] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, daß auch bei beengten Platzverhältnissen
ein einfaches und sicheres Entlüften von Heizkörpern ohne jegliche Verschmutzungsgefahr
für die Umgebung für möglichst viele Heizkörper- und Entlüftungsventiltypen erreicht
ist.
[0004] Zur Lösung der Aufgabe ist es nach der Erfindung i. w. vorgesehen, daß die Auffangvorrichtung
als i. w. geschlossener Sammelbehälter und die Aufnahmeöffnung als an der einen Behälterwandung
vorgesehene Einstecköffnung ausgebildet ist, deren Öffnungsberandung in Gebrauchsstellung
einen, ggf. geringen, radialen Dichtspalt zu dem sich in den Sammelbehälter erstreckenden
Entlüftungsventil freigibt.
[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht ein sicheres Entlüften von Heizkörpern,
ohne daß Verschmutzungen an Fußböden, wie bspw. Teppichböden, Wänden, Tapeten oder
am Heizkörper selbst auftreten können. Im Gegensatz zu den bekannten, an den Enden
der Heizkörper abdichtenden Entlüftungsmanschetten kommt die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit ihrer einen Behälterwandung höchstens gegen die Stirnseite oder einen Bund des
jeweiligen Heizkörperendes zu liegen, wobei zwischen der Öffnungsberandung der Einstecköffnung
und dem Entlüftungsventil, abhängig von dem jeweiligen Typ des Entlüftungsventils,
ein größerer oder kleinerer Dichtspalt verbleibt. Aufgrund dieser Freigängigkeit des
Sammelbehälters an seiner Einstecköffnung kann die erfindungsgemäße Vorrichtung für
verschiedene Heizkörpertypen problemlos eingesetzt werden, insbesondere auch für Plattenheizkörper,
ohne daß deren Abdeckung abgenommen werden muß. Dadurch, daß die erfindungsgemäße
Vorrichtung ohne einen Heizkörperseitigen Dichtsitz auskommt, läßt sie sich mühelos
und bequem mit einer Hand auf das Entlüftungsventil unter gleichzeitigem Aufstecken
des Werkzeuges auf die Vierkantspindel des Entlüftungsventils aufschieben. Der erfindungsgemäße
Sammelbehälter laßt sich in kompakter Bauweise ausführen, so daß auch ein Arbeiten
in engen Heizkörpernischen problemlos möglich ist. Auch ist insoweit eine flexible
Handhabung erreicht, als kein gesondertes Behältnis oder gar ein Eimer wie bei der
bekannten Entlüftungsmanschette bereitzustellen ist. Der aus dem Venilauslaß ausströmende
Flüssigkeitsstrahl fließt in Richtung des Behälterbodens ab, so daß auch bei einem
abrupten Abziehen des Sammelbehälters von dem Entlüftungsventil kein Schmutzwasser
auslaufen kann.
[0006] In einer ersten besonderen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, daß der
Sammelbehälter mit Einrichtungen zum Umlenken des aus dem Ventilauslaß austretenden
Flüssigkeitsstrahls in Richtung des Behälterbodens versehen ist. Hierdurch ist in
jedem Fall sichergestellt, daß der unter Umständen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
aus dem Ventilauslaß austretende Flüssigkeitsstrahl sicher und zuverlässig zum Behälterboden
abgeleitet wird, ohne daß es bei einem Auftreffen des Flüssigkeitsstrahls auf die
Behälterinnenwandung zu einem Herausspritzen von Schmutzwasser aus dem zwischen der
Öffnungsberandung der Einstecköffnung und dem jeweiligen Entlüftungsventil vorhandenen,
mehr oder minder großen, Dichtspalt kommen kann.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung reicht die Einstecktiefe des Sammelbehälters
maximal zur Aufnahme des Ventilkopfes mit Ventilauslaß des jeweiligen Entlüftungsventils.
Bei den derzeit eingesetzten Ventiltypen, sogenannten Entlüftungsstopfen, welche mit
nur geringer Länge gegenüber dem Heizkörperende vorstehen, ist in Gebrauchsstellung
der Ventilkopf mit Ventilauslaß vollständig innerhalb des Sammelbehälters aufgenommen,
wobei die Behälterwandung im Bereich der Einstecköffnung, jedenfalls bei solchen Entlüftungsstopfen
mit nicht drehbarem Ventilauslaß, gegen den bei diesen Entlüftungsstopfen üblicherweise
vorgesehenen heizkörperseitigen Anschlagbund anliegt. Die hier gewählte Einstecktiefe
des Sammelbehälters reicht aber auch aus, um bei Entlüftungsventilen älterer Bauart
mit einem etwa glockenförmig ausgebildeten vorstehenden Ventilgehäuse und radial nach
außen weisendem Ablaufröhrchen ein vollständiges Auffangen und Sammeln des Schmutzwassers
zu bewerkstelligen. Damit steht ein universell einsetzbares Entlüftungsgerät zur Verfügung,
was insbesondere bei einem gewerblichen Einsatz von großen Vorteil ist, damit der
Sanitärhandwerker nicht eine Vielzahl von Entlüftungsgeräten unterschiedlicher Größe
und Bauform mit sich führen muß.
[0008] In einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist es auch vorgesehen, daß die Behälterwandung
im Bereich der Einstecköffnung unter Bildung eines federnd nachgebenden Randabschnittes
nach außen gezogen ist. Hierdurch ist in jedem Fall gewährleistet, daß beim Entlüften
von Ventilen älterer Bauart mit glockenförmigen Ventilgehäuse und radial nach außen
weisendem Ablaufröhrchen das ausströmende Medium des Heizkreislaufs kontrolliert in
den Sammelbehälter abgeleitet und gesammelt werden kann, ohne die Gefahr eines Zurückspritzens
des Schmutzwassers durch die Einstecköffnung. Bei der neueren Bauart der Entlüftungsventile
als Entlüftungsstopfen läßt sich der nach außen gezogenen Randabschnitt aufgrund seiner
federnd nachgebenden Materialeigenschaften beim Aufstecken des Sammelbehälters ohne
großen Kraftaufwand in Richtung des Behälterinnenraumes drücken, so daß der Ventilkopf
mit Ventilauslaß vollständig in das Behälterinnere ragt und ggf. der Randabschnitt
der Behälterwandung i. w. plan an dem Bund des Ventilstopfens anliegt.
[0009] Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, daß der sich
vom Griffteil in das Behälterinnere erstreckende, vorzugsweise einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisende, Schaftteil des Werkzeuges mit einem Einstich versehen ist,
auf welchem der Sammelbehälter mit der Öffnungsberandung der in der einen Behälterwandung
gebildeten Durchstecköffnung längsverschieblich gehalten und ggf. geführt ist. Hierdurch
ist die Werkzeugachse bzw. die Achse des Werkzeugkopfes, welcher üblicherweise als
Innenvierkant zum Ergreifen der Vierkantspindel des Entlüftungsventiles ausgebildet
und an dem in das Behälterinnere ragenden Ende des Schaftteiles angeformt ist, stets
zentrisch zur Einstecköffnung ausgerichtet, so daß sich das Aufstecken des Sammelbehälters
mit integriertem Werkzeug auch bei engen Platzverhältnissen mit einer Hand problemlos
bewerkstelligen läßt. Ein Suchen der Ventilspindel des Entlüftungsventils mit dem
Schlüssel wie bei der bekannten Entlüftungsmanschette entfällt. Durch die Längsverschieblichkeit
des Sammelbehälters an dem Schaftteil lassen sich Längenvariationen zwischen der die
Werkzeuglage festlegenden Ventilspindel und der jeweiligen Länge des Ventilkopes,
ggf. unter festem Anliegen der Öffnungsberandung der Eintecköffnung an dem heizkörperseitigen
Ende des Ventilkopfes mühelos ausgleichen. Zudem ist durch den Einstich des Schaftteiles
erreicht, daß Sammelbehälter und Werkzeug sich ungewollt nicht voneinander lösen können.
[0010] Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, daß die Behälterwandung im Bereich der Durchstecköffnung
eine, bspw. sickenförmig ausgebildete, Einziehung aufweist, ggf. mit einer bezüglich
der Behälterwandstärke verbreiterten Öffnungsberandung der Durchstecköffnung. Durch
die sickenförmige Einziehung ist eine Versteifung der das Werkzeug haltenden Durchstecköffnung
erreicht, was sich günstig auf die Handhabung der Vorrichtung im Hinblick auf eine
selbstätige axiale Ausrichtung der Werkzeugachse bezüglich der Durchstecköffnung auswirkt.
Dies läßt sich noch dadurch verbessern, daß die Behälterwandstärke an der Öffnungsberandung
der Durchstecköffnung verbreitert ist. Die Einziehung der Behälterwandung eröffnet
aber auch die Möglichkeit, die Lange des längsverschieblichen Werkzeuges relativ klein
zu halten, um für einen Einsatz unter engen Platzverhältnissen eine kompakte Bauweise
zu erreichen.
[0011] Erfindungsgemäß bildet die Einziehung mit ihrer behälterinnseitigen Stirnfläche in
Gebrauchsstellung einen Anschlag für das Entlüftungsventil.
[0012] Auch ist es vorgesehen, daß die Einziehung im Bereich der Durchstecköffnung eine
von ihrer Behälterinnenseitigen Stirnfläche in Richtung des Griffteils zurückgeführte
Einformung zur Aufnahme des vorderen Kopfbereiches eines, insbesondere bei Entlüftungsventilen
mit drehbarem Ventilauslaß vorgesehenen, etwa glockenförmig ausgebildeten Ventilgehäuses
aufweist, wodurch für diese gegenüber den Ventilstopfen mit feststehendem Ventilauslaß
einen etwas längeren Ventilkopf aufweisenden Bauformen eine vergrößerte Einstecktiefe
bei gleichzeitiger Zentrierung erreicht ist.
[0013] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht auch darin, daß die Einziehung i.
w. achsparallel zur Einstecköffnung angeordnet ist und einen etwa der Einstecköffnung
entsprechenden, vorzugsweise jedoch etwas kleinern Durchmesser aufweist, wobei umfangsseitig
der Einziehung eine sich in Richtung des Griffteils erstreckende Ausbuchtung des Behälterinnenraumes
gebildet ist. Dabei bewirkt die Ausbuchtung des Behälterinnenraumes ein Umlenken des
unter Umständen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit aus dem Ventilauslaß austretenden
Flüssigkeitsstrahls in Richtung des Behälterbodens, und zwar unabhängig von der Stellung
des Ventilauslasses. Inbesondere bei Ventilstopfen mit feststehendem Ventilauslaß
kann es montagebedingt vorkommen, daß der Ventilauslaß nicht, wie an sich vorgesehen,
am tiefsten Punkt, sondern seitlich oder gar am höchsten Punkt des Entlüftungsventils
zu liegen kommt. In diesem Fall wird der Schmutzwasserstrahl nicht unmittelbar im
unteren Teil des Behälters angesammelt und könnte beim Auftreffen auf die Behälterinnenwandung
aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit verspritzen. Bei größerem radialem Dichtspalt
zwischen der Öffnungsberandung der Einstecköffnung und dem jeweiligen Ventilkopf könnte
daher unter Umständen Schmutzwasser austreten. Letztlich könnte aber auch der durch
das Verspritzen mit Schmutzwasser benetzte Ventilkopf nach Abnehmen der Vorrichtung
durch Abtropfen von Heizflüssigkeit eine Verschmutzungsgefahr darstellen. Durch die
erfindungsgemäße Ausführung der Einziehung mit umfangsseitiger Ausbuchtung tritt das
spritzartig austretende Schmutzwasser in die Ausbuchtung ein, wird an deren Behälterinnenwandung
umgelenkt und mit verminderter Strömungsgeschwindigkeit kontrolliert in Richtung des
Behälterbodens abgeleitet.
[0014] Vorteilhafterweise weist die Behälterinnenwandung zumindest im Bereich der Einziehung
eine abgerundete Kontur auf, so daß keine scharfen Kanten der Behälterinnenwandung
vorhanden sind, an welchen der Schmutzwasserstrahl bei Auftreffen unkonrolliert verspritzen
könnte.
[0015] Der Sammelbehälter besteht erfindungsgemäß aus transparentem und vorzugsweise aus
i. w. formbeständigem Kunststoffmaterial, ggf. mit im Bodenbereich angeordneter verschließbarer
Ablaßöffnung. Die Verwendung von transparenten Kunststoffmaterial ermöglicht eine
ständige Kontrolle des Füllstandes im Behälterinneren. Grundsätzlich laßt sich der
erfindungsgemäße Sammelbehälter über die Einstecköffnung entleeren. Alternativ ist
es aber auch möglich, daß der Sammelbehälter eine im Bodenbereich vorgesehene, verschließbare
Ablaßöffnung aufweist. Die Verwendung von Kunststoffmaterial empfiehlt sich auch aus
Gewichtsgründen und zur Vermeidung von Beschädigungen an angrenzenden Bauteilen.
[0016] Insbesondere bei Heizkörpern älteren Typs sind die Ventilauslässe in verhältnismäßig
großem radialem Abstand zum Vierkantzapfen des Entlüftungsventils angeordnet. Um auch
hierfür ein einfaches Entlüften ohne Verschmutzungsgefahr für die Umgebung durch austretendes
Spritzwasser zu ermöglichen, ist es nach der Erfindung vorgesehen, daß der Sammelbehälter
zum Ansetzen eines Vorsatzes ausgebildet ist mit einer sich an die Einstecköffnung
anschließenden und gegenüber dieser im Durchmesser erweiterten oder ggf. verjüngten
Übergangsöffnung zum Anschluß an das jeweilige Entlüftungsventil und daß an dem Schaftteil
bzw. dem an seinem freien Ende angeordneten Werkzeugkopf ein Verlangerungsstück mit
an dessen freien Ende seinerseits angeordnetem Werkzeugkopf an- bzw. einsetzbar ist.
Hierdurch ist die universelle Einsatzmöglichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nochmals verbessert.
[0017] Besonders vorteilhaft dabei ist es, wenn der Fortsatz in die Eintecköffnung des Sammelbehälters,
ggf. unter Einrasten von Rast- und Gegenrastmitteln, eindrückbar und in eingedrückter
Stellung in Klemmsitz an der Einstecköffnung gehalten ist.
[0018] Die Handhabung laßt sich nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dadurch
erleichtern, wenn der Griffteil als, ggf. exzentrisch zur Längsachse des Werkzeugkopfes
angeordnetes Handrad ausgebildet ist und vorzugsweise auf seiner Grifffläche eine
Rändelung, Riffelung o. dgl. Aufrauhung aufweist. Durch die exzentrische Anordnung
des Handrades läßt sich bei gleichem Kraftaufwand eine Erhöhung des Drehmomentes erreichen,
so daß auch schwergängige Entlüftungsventile problemlos betätigt werden können.
[0019] Die Einsatzmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Werkzeuges lassen sich nach einem
weiteren Vorschlag der Erfindung noch dadurch erweitern, daß der Griffteil an seinem
dem Sammelbehälter abgewandtem Ende eine Aufnahme mit sich nach innen verjüngendem
Innenkonus zum Einsetzen von im Auslaufbereich von Wasserhähnen o. dgl. Sanitareinrichtungen
angeordneten Durchlaufbegrenzern oder Strahlreglern aufweist. Zum Austausch von durch
Kalk o. dgl. Ablagerungen zugesetzten Strahlreglern oder Durchlaufbegrenzern wird
das Werkzeug aus der Durchstecköffnung an der einen Behälterwandung herausgezogen
und mit seiner Aufnahme auf den zu montierenden oder demontierenden Strahlregler aufgeschoben,
wobei der in der Aufnahme gebildete Innenkonus einen drehfesten Halt für den Strahlreglers
bewirkt. Durch Drehen des Griffteils läßt sich dann der Strahlregler mit seinem Gewindeabschnitt
in das entsprechende Gegengewinde des Wasserhahnauslaufes ein- oder ausschrauben.
Es bedarf damit nur noch eines Werkzeuges, um ein Großteil der üblicherweise von Hausbewohnern
selbst ausgeführten Wartungsarbeiten im Sanitär- und Heizungsbereich zu erledigen.
[0020] In einer Ausgestaltung dieses Erfindungsgedankens ist der Innenkonus von einem in
der Aufnahme gehaltenen Einsatz aus i. w. elastischen Material gebildet, ggf. mit
auf dem Außenmantel des Einsatzes zum Zusammenwirken mit der Aufnahme vorgesehenen
Rippen, Vorsprüngen, Ausprägungen oder Zahnungen. Hierdurch ist ein drehfester Halt
des den Innenkonuns bildenden Einsatzes innerhalb der Aufnahme erreicht. Die elastischen
Materialeigenschaften des Einsatzes führen schließlich zur Übertragung eines hohen
Drehmomentes, wodurch die Montage bzw. Demontage derartiger Strahlregler einfach und
bequem durchzuführen ist.
[0021] Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, daß das Werkzeug mit in Gebrauchsstellung
zwischem dem Griffteil und der zugewandten Behälterwandung zu liegen kommenden Anlagenflächen,
vorzugsweise mit einem Außensechskant, zum Ansetzen eines Ring- oder Maulschlüssels
versehen ist. Auch im Falle von schwergängigen Entlüftungsventilen mit ggf. festsitzender
Vierkantspindel läßt sich damit in aufgeschobener Stellung des Sammelbehälters ein
Entlüften des jeweiligen Heizkörpers ohne die Gefahr eines Austritts von Schmutzwasser
durchführen. Auch bei Einsatz des Werkzeuges zur Montage, insbesondere zur Demontage
von durch Kalkablagerungen o. dgl. festgebackenen Strahlreglern kann an den Anlageflächen
bzw. dem Außensechskant des Werkzeuges ein Ring- oder Maulschlüssel zur Arbeitserleichterung
angesetzt werden.
[0022] Im Hinblick auf eine besonders kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
für ein Arbeiten auch bei engen Platzverhältnissen ist es nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß die Anlageflächen bzw. der Außensechskant unter teilweisem
Eingreifen in die Einziehung an der Behälterwandung in eingeschobener Werkzeugstellung
einen Anschlag für den Sammelbehälter bilden bzw. bildet. Dabei bleibt aber auch in
der vorderen Stellung des Werkzeuges ein ausreichender Freiraum zwischem dem Griffteil
und der zugewandten Behälterwandung zum Ansetzen eines Maulschlüssels an die Anlageflächen
bzw. den Außensechskant erhalten.
[0023] Die universelle Verwendbarkeit der vorgeschlagenen Vorrichtung mit zusätzlichem Ring-
oder Maulschlüssel läßt sich erfindungsgemäß schließlich noch dadurch abrunden, daß
der an den Anlageflächen bzw. dem Außensechskant des Werkzeuges angreifende Maulschlüssel,
ggf. an seinem zweiten Kopfteil und vorzugsweise im Bereich seiner einen oder seiner
beiden Flachseiten, mittels Backen, Nocken o. dgl. Ausformungen gebildete, paarweise
in seitlichem Abstand voneinander angeordnete Anlageflächen zum Ansetzen an im Auslaufbereich
von Wasserhähnen o. dgl. Sanitäreinrichtungen vorgesehenen Strahlreglern oder Durchlaufbegrenzern
aufweist. Hierdurch können auch solche Strahlregler und Durchlaufbegrenzer montiert
bzw. demontiert werden, welche umfangsseitig angeordnete Anlageschultern zum Ansetzen
eines Ring- bzw. Maulschlüssels aufweisen, im Gegensatz zu den Strahlreglern bzw.
Durchlaufbegrenzern mit i. w. zylindrischer Außenmantelfläche, für deren Montage vornehmlich
die Aufnahme am Griffteil des Werkzeuges vorgesehen ist. Im Falle, daß zwei Paare
von jeweils gegenüberliegenden Anlageflächen an dem Schlüssel vorgesehen sind, sollte
der Abstand des einen Anlageflächenpaares einer Schlüsselweite von s = 22 mm und derjenige
des zweiten Anlagsflächenpaares einer Schlusselweite von etwa s = 26 mm entsprechen.
Damit ist der Schlüssel für die üblicherweise im Sanitärbereich eingesetzten Strahlregler
oder Durchlaufbegrenzer mit Außengewinde verwendbar. Der Maul- bzw. Ringschlüssel
sollte aus Kunststoff bestehen, ggf. mit einer Metalleinlage, um eine Gefährdung von
empfindlichen und bruchgefährdeten keramischen Bauteilen bei einem versehentlichen
Anstoßen des Schlüssels auszuschließen und einer Beschädigung der Verchromung des
Strahlreglers bzw. des Durchlaufbegrenzers entgegenzuwirken.
[0024] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, auch unabhängig von ihre Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0025] Es zeigen:
Figur 1 eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Sammelbehälter
und Werkzeug in Gebrauchsstellung an einem Entlüftungsventil eines Heizkörpers,
Figur 2 eine Schnittdarstellung des Sammelbehälters gemäß Figur 1,
Figur 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, ähnlich Figur
1, jedoch mit angesetztem Vorsatz und Verlängerungsstück (teilweise geschnitten),
Figur 4 eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Werkzeuges mit an seinem
Griffteil angeordneter Aufnahme für einen Durchflußbegrenzer bzw. Strahlregler (teilweise
geschnitten) und
Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausführungsform eines Schlüssels
zum Ansetzen an dem Werkzeug gemäß Figur 4.
[0026] Die insbesondere aus den Figuren 1 und 3 zu entnehmende Vorrichtung dient zum Betätigen
eines an einem Heizkörper 1 angeordneten Entlüftungsventils 2, wobei die während des
Entlüftens aus dem Ventilauslaß 4 herausspritzende Flüssigkeit des Heizkreislaufes
aufgefangen und gesammelt wird, um eine Verschmutzung von Fußböden, Wänden oder des
Heizkörpers 1 selbst durch die austretende Heizflüssigkeit zu vermeiden.
[0027] Die Vorrichtung weist einen i. w. geschlossenen Sammelbehälter 7 aus transparentem
und i. w. formbeständigem Kunststoffmaterial auf. Der Sammelbehälter 7 ist auf seiner
einen Behälterwandung 15 mit einer Durchstecköffnung 5 für ein Werkzeug 3 und auf
der gegenüberliegenden Behälterwandung 8 mit einer konzentrisch zu der Durchstecköffnung
5 angeordneten Einstecköffnung 9 für das Entlüftungsventil 2 versehen. Das Werkzeug
3 besitzt einen in Gebrauchsstellung außerhalb des Sammelbehälters 7 zu liegen kommenden
Griffteil 6 mit sich daran anschließendem und durch die Durchstecköffnung 5 der einen
Behälterwandung 15 erstreckendem Schaftteil 13, welcher an seinem freien Ende einen
Werkzeugkopf 20 zum Betätigen des Entlüftungsventils 2 trägt.
[0028] Bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel mit einem eine Vierkantspindel aufweisenden
Entlüftungsventil 2 ist der Werkzeugkopf 20 als Innenvierkant ausgeführt. Selbstverständlich
sind auch andere Ausbildungen möglich, bspw. ein als Klinge ausgebildeter Werkzeugkopf,
welcher in einen entsprechenden Schlitz der Ventilspindel in Gebrauchsstellung eingreift.
[0029] Der einen kreisförmigen Querschnitt aufweisende Schaftteil 13 des Werkzeuges 3 ist
mit einem Einstich 14 versehen, auf welchem der Sammelbehälter 7 mit der Öffnungsberandung
seiner Durchstecköffnung 5 längsverschieblich gehalten und geführt ist. Da die Mittelpunkte
von Einstecköffnung 9 und Durchstecköffnung 5 auf einer Längsachse liegen, ist die
Werkzeugachse in Gebrauchsstellung der Vorrichtung bereits zentrisch zur Einstecköffnung
9 ausgerichtet , was das Aufstecken des Sammelbehälters 7 auf den Ventilkopf 12 mit
Ergreifen der Ventilspindel durch den Werkzeugkopf 20 wesentlich erleichtert.
[0030] Wie aus den Figuren 1 bis 3 weiterhin zu ersehen, weist die Behälterwandung 15 im
Bereich der Durchstecköffnung 5 eine Einziehung 16 zur Verstärkung der den Schaftteil
13 des Werkzeuges 3 haltenden und führenden Öffnungsberandung der Durchstecköffnung
5 auf. Durch die Einziehung 16 mit einem gegenüber der Einstecköffnung 9 etwas kleiner
gehaltenen Durchmesser ist umfangsseitig der Einziehung 16 eine sich in Richtung des
Griffteils 6 erstreckende Ausbuchtung 17 des Behälterinnenraumes gebildet, deren Bedeutung
weiter unten erläutert ist.
[0031] Die Einstecköffnung 9 ist, wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich derart ausgebildet,
daß ihre Öffnungsberandung in Gebrauchsstellung einen, abhängig von dem jeweiligem
Entlüftungsventil 2, mehr oder minder großen radialen Dichtspalt 10 zu dem sich in
den Sammelbehälter 7 erstreckenden Entlüftungsventil 2 freigibt. Zusätzlich ist die
Behälterwandung 8 im Bereich der Einstecköffnung 9 unter Bildung eines federnd nachgebenden
Randabschnittes nach außen gezogen. Bei dem hier dargestellten Typ des Entlüftungsventils
2 als Ventilstopfen liegt dieser Randabschnitt i. w. plan gegen den Bund des aus dem
Heizkörper 1 führenden Stutzens an, wobei der Ventilkopf 12 mit Ventilauslaß 4 vollständig
innerhalb des Sammelbehälters 7 aufgenommen ist.
[0032] Diese in Anordnung an einem Ventilstopfen mit feststehendem Ventilauslaß 4 gezeigte
Ausführungsform der Vorrichtung ist jedoch in gleicher Weise auch zum Einsatz bei
Entlüftungsstopfen mit drehbarem Ventilauslaß 4, welche z. T. ein verlängertes Ventilgehäuse
aufweisen, und ebenso für Entlüftungsventile älterer Bauart mit glockenförmigem Ventilgehäuse
und radial nach außen weisendem Ablaufröhrchen geeignet, wobei dann, insbesondere
im letzten Fall, der federnd nachgebende Randabschnitt mehr oder weniger in seiner
nach außen gezogenen Ausgangsstellung verbleibt.
[0033] Selbst im Falle eines größeren radialen Dichtstpaltes zwischen der Öffnungsberandung
der Einstecköffnung 9 und dem jeweiligen Entlüftungsventil 2 ist ein Austreten von
Heizkörperspritzwasser aus dem Behälterinneren nicht zu beobachten. Befindet sich
der Ventilauslaß 4 wie in Figuren 1 und 3 am tiefsten Punkt des Entlüftungsventils
2, fließt die Heizflüssigkeit unmittelbar in den unteren Bereich des Sammelbehälters
7 ab. Aber auch im Falle, daß der Ventilauslaß 4 montagebedingt am hochsten Punkt
des Entlüftungsventils 2 zu liegen kommt, bewirkt die umfangsseitig der Einziehung
16 gebildete Einbuchtung 17 des Behälterinnenraumes, unterstützt durch die Maßnahme
einer im Druchmesser gegenüber der Einstecköffnung 9 etwas kleiner gehaltenen Einziehung
16 mit abgerundeter Kontur der Behälterinnenwandung, eine Umlenkung und Verzögerung
des Flüssigkeitsstrahls mit Ableitung in Richtung des Behälterbodens 11. Es ist daher
stets eine vollständige und schmutzfreie Entlüftung sichergestellt.
[0034] Um auch bei Entlüftungsventilen älterer Bauart, bei welchen der Ventilauslaß 4 mit
relativ großem radialen Abstand zu der Vierkantspindel des Entlüftungsventils 2 angeordnet
ist, ein leichtes und saüberes Entlüften zu ermöglichen, ist gemäß Figur 3 an den
Sammelbehälter 7 ein Vorsatz 18 ansetzbar mit einer sich an die Einstecköffnung 9
anschließenden und gegenüber diesen im Durchmesser erweiterten Übergangsöffnung 19
zum Anschluß an das jeweilige Entlüftungsventil 2. Zusätzlich ist die Öffnungsberandung
der Übergangsöffnung 19, welche sich bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel stirnseitig
gegen das Entlüftungsventil 2 mit Ventilauslaß 4 anlegt, als Dichtlippe ausgebildet.
Für eine einfache Handhabung läßt sich der Vorsatz 18 in die Einstecköffnung 9 des
Sammelbehälters 7 eindrücken, um dann in der Einstecköffnung 9 im Klemmsitz gehalten
zu sein. Zur Verlängerung des Werkzeuges 3 bei an den Sammelbehälter 7 angesetztem
Vorsatz 18 ist ein Verlängerungsstück 21 vorgesehen, welches in den Werkzeugkopf 20
des Werkzeuges 3 einsteckbar ist und auf seinem gegenüberliegenden Ende seinerseits
einen Werkzeugkopf 22 zum Ergreifen der Vierkantspindel des jeweiligen Entlüftungsventils
2 aufweist.
[0035] Wie weiterhin aus Figuren 1 und 3 zu ersehen ist an dem Werkzeug 3 ein in Gebrauchsstellung
zwischen dem Griffteil 6 und der zugewandten Behälterwandung 15 zu liegen kommender
Außensechskant 26 zum Aufsetzen eines Ring- oder Maulschlussels 27 vorgesehen. Somit
lassen sich auch Heizkörper 1, deren Entlüftungsventile 2 bzw. deren Ventilspindeln
schwergängig oder gar festsitzen, durch Ansetzen eines Maulschlüssels 27 und bei aufgeschobenem
Sammelbehälter 7 mühelos und ohne die Gefahr eines Verschmutzens entlüften. Um die
Vorrichtung auch in engen Heizkörpernischen einsetzen zu können, greift der Außensechskant
26 in eingeschobener Werkzeugstellung teilweise in die Einziehung 16 der einen Behälterwandung
15 hinein, wobei der dann zwischen der Behälterwandung 15 und dem Griffteil 6 verbleibende
Freiraum noch zum Ansetzen des Maulschlüssels 27 ausreicht.
[0036] Der Griffteil 6 des Werkzeuges 3 ist als Handrad ausgebildet mit auf seiner Grifffläche
23 vorgesehener Rändelung. Wie insbeondere aus Figur 4 zu entnehmen, besitzt der Griffteil
6 an seinem dem Sammelbehälter 7 abgewandtem Ende eine Aufnahme 24 zum Einsetzen und
Montieren bzw. Demontieren von im Auslaufbereich von Wasserhähnen o. dgl. Sanitäreinrichtungen
angeordneten Durchlaufbegrenzern oder Strahlreglern. Die Aufnahme 24 weist einen Innenkonus
25 auf, welcher von einem aus i. w. elastischen Material, bspw. Gummi, bestehenden
Einsatz gebildet ist. Auf dem Außenmantel des Einsatzes sind Rippen angeformt, welche
in entsprechende Ausnehmungen der Aufnahme 24 eingreifen und eine Verdrehsicherung
bewirken. Die Montage bzw. Demontage des jeweiligen Strahlreglers bzw. Durchlaufbegrenzers
erfolgt üblicherweise bei von dem Sammelbehälter 7 abgenommenen Werkzeug 3. Im Falle,
daß der auszutauschende Strahlregler an dem jeweiligen Wasserhahn durch Kalkablagerungen
o. dgl. festsitzt und sich durch Drehen von Hand an dem Griffteil 6 nicht lösen läßt,
kann selbstverständlich der an dem Außensechskant 26 des Werkzeuges 3 anzusetzende
Maulschlüssel 27 zu Hilfe genommen werden.
[0037] Das Werkzeug 3 bzw. seine Aufnahme 24 ist bei der hier gewählten Ausführungsform
vornehmlich für solche Strahlregler bzw. Durchlaufbegrenzer bestimmt, welche eine
i. w. zylindrische Außenmantelfläche ohne Schlüsselweite aufweisen und zumeist mittels
Innengewinde mit dem Auslauf des jeweiligen Wasserhahns verbunden sind. Um auch solche
Strahlregler bzw. Durchlaufbegrenzer, welche an ihrem Außenmantel entsprechende Anlageflächen
zum Ansetzen eines Schlüssels aufweisen und üblicherweise mittels Außengewinde in
den Auslauf des jeweiligen Wasserhahns eingeschraubt sind, montieren zu können, weist
der an dem Außensechskant 26 des Werkzeuges 3 angreifende Maulschlüssel 27, wie insbesondere
aus Figur 5 zu ersehen, an seinem zweiten Kopfteil 28 im Bereich seiner beiden Flachseiten
30 jeweils zwei im seitlichen Abstand voneinander angeordnete Anlageflächen 29 zum
Ansetzen an diese Strahlregler bzw. Durchlaufbegrenzer auf. Zur Montage der beiden
am häufigsten eingesetzten Größen der Strahlregler sind die Anlageflächen 29 auf der
einen Flachseite 30 des Maulschlüssels 27 für eine Schlüsselweite von etwa s = 22
mm ausgelegt, während die auf der anderen Flachseite 30 angeordneten Anlageflächen
29 sich in einem einer Schlüsselweite von s = 26 mm entsprechenden Abstand gegenüberliegen.
Vorteilhafterweise sind die Anlageflächen 29 mittels Backen 31 an der jeweiligen Flachseite
30 des Maulschlüssels 27 gebildet.
[0038] Damit steht eine Werkzeug-Set zur Verfügung, mit welchem die im Haushalt am häufigsten
anfallenden Wartungsarbeiten im Sanitar- und Heizungsbereich einfach und schnell durchgeführt
werden können.
[0039] Zur Vermeidung von Beschädigungen an bruchgefährdeten, empfindlichen keramischen
Bauteilen und auch an der Verchromung der Strahlregler bzw. Durchlaufbegrenzer besteht
das die Aufnahme 24 aufweisende Griffteil 6 des Werkzeuges 3 und ebenso der Maulschlüssel
27 aus Kunststoff, wobei der Maulschlüssel 27 ggf. eine Metalleinlage aufweisen kann.
Bezugszeichenliste
[0040]
1 - Heizkörper
2 - Entlüftungsventil
3 - Werkzeug
4 - Ventilauslaß
5 - Durchstecköffnung
6 - Griffteil
7 - Sammelbehälter
8 - Behälterwandung
9 - Einstecköffnung
10 - Dichtspalt
11 - Behälterboden
12 - Ventilkopf
13 - Schaftteil
14 - Einstich
15 - Behälterwandung
16 - Einziehung
17 - Ausbuchtung
18 - Vorsatz
19 - Übergangsöffnung
20 - Werkzeugkopf
21 - Verlängerungsstück
22 - Werkzeugkopf
23 - Grifffläche
24 - Aufnahme
25 - Innenkonus, Einsatz
26 - Außensechskant
27 - Maulschlüssel
28 - Kopfteil
29 - Anlageflächen
30 - Flachseite
31 - Backen
1. Vorrichtung zum Betätigen eines an Heizkörpern (1) o. dgl. heiztechnischen Anlagen
angeordneten Entlüftungsventils (2) mit einem Werkzeug (3), bspw. mit einem Schlüssel
oder einem Klingenwerkzeug, und einer eine Aufnahmeöffnung für das Entlüftungsventil
(2) aufweisenden Auffangvorrichtung zum Auffangen der ggf. aus dem Ventilauslaß (4)
austretenden Flüssigkeit, wobei die Auffangvorrichtung mit einer Durchstecköffnung
(5) für das in Richtung der Aufnahmeöffnung weisende Werkzeug (3) mit außerhalb der
Auffangvorrichtung zu liegen kommendem Griffteil (6) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangvorrichtung als i. w. geschlossener Sammelbehälter (7) und die Aufnahmeöffnung
als an der einen Behälterwandung (8) vorgesehene Einstecköffnung (9) ausgebildet ist,
deren Öffnungsberandung in Gebrauchsstellung einen, ggf. geringen, radialen Dichtspalt
(10) zu dem sich in den Sammelbehälter (7) erstreckenden Entlüftungsventil (2) freigibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelbehälter mit
Einrichtungen zum Umlenken des aus dem Ventilauslaß (4) austretenden Flüssigkeitsstrahls
in Richtung des Behälterbodens (11) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecktiefe
des Sammelbehälters (7) maximal zur Aufnahme des Ventilkopfes (12) mit Ventilauslaß
(4) des jeweiligen Entlüftungsventils (2) reicht.
4. Vorrichung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwandung
(8) im Bereich der Einstecköffnung (9) unter Bildung eines federnd nachgebenden Randabschnittes
nach außen gezogen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der sich
von dem Griffteil (6) in das Behälterinnere erstreckende, vorzugsweise einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisende, Schaftteil (13) des Werkzeuges (3) mit einem Einstich (14)
versehen ist, auf welchem der Sammelbehälter (7) mit der Öffnungsberandung der in
der einen Behälterwandung (15) gebildeten Durchstecköffnung (5) längsverschieblich
gehalten und ggf. geführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwandung
(15) im Bereich der Durchstecköffnung (5) eine, bspw. sickenförmig ausgebildete, Einziehung
(16) aufweist, ggf. mit einer bezüglich der Behälterwandstärke verbreiterten Öffnungsberandung
der Durchstecköffnung (5).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einziehung (16) mit
ihrer behälterinnenseitigen Stirnfläche in Gebrauchsstellung einen Anschlag für das
Entlüftungsventil (2) bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einziehung
(16) im Bereich der Durchstecköffnung (5) eine von ihrer behälterinnseitigen Stirnfläche
in Richtung des Griffteils (6) zurückgeführte Einformung zur Aufnahme des vorderen
Kopfbereiches eines, insbesondere bei Entlüftungsventilen mit drehbarem Ventilauslaß
vorgesehenen, etwa glockenförmig ausgebildeten Ventilgehäuses aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einziehung
(16) i. w. achsparallel zur Einstecköffnung (9) angeordnet ist und einen etwa der
Einstecköffnung (9) entsprechenden, vorzugsweise jedoch etwas kleineren Durchmesser
aufweist, wobei umfangsseitig der Einziehung (16) eine sich in Richtung des Griffteils
(6) erstreckende Ausbuchtung (17) des Behälterinnenraumes gebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Behälterinnenwandung zumindest im Bereich der Einziehung (16) eine abgerundete Kontur
aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sammelbehälter (7) aus transparentem und vorzugsweise i. w. formbeständigem Kunststoffmaterial
besteht, ggf. mit im Bodenbereich angeordneter verschließbarer Ablaßöffnung.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sammelbehälter (7) zum Ansetzen eines Vorsatzes (18) ausgebildet ist mit einer sich
an die Einstecköffnung (9) anschließenden und gegenüber dieser im Durchmesser erweiterten
oder ggf. verjungten Übergangsöffnung (19) zum Anschluß an das jeweilige Entlüftungsventil
(2) und daß an dem Schaftteil (13) bzw. dem an seinem freien Ende angeordneten Werkzeugkopf
(20) ein Verlängerungsstück (21) mit an dessen freien Ende seinerseits angeordnetem
Werkzeugkopf (22) an- bzw. einsetzbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsatz (18) in
die Einstecköffnung (9) des Sammelbehälters (7), ggf. unter Einrasten von Rast- und
Gegenrastmitteln eindrückbar und in eingedrückter Stellung im Klemmsitz an der Einstecköffnung
(9) gehalten ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Griffteil (6) als, ggf. exzentrisch zur Längsachse des Werkzeugkopfes (20 bzw. 22)
angeordetes Handrad ausgebildet ist und vorzugsweise auf seiner Grifffläche (23) eine
Rändelung, Riffelung o. dgl. Aufrauhung aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Griffteil (6) an seinem dem Sammelbehälter (7) abgewandten Ende eine Aufnahme (24)
mit sich nach innen verjüngendem Innenkonus (25) zum Einsetzten von im Auslaufbereich
von Wasserhähnen o. dgl. Sanitäreinrichtungen angeordneten Durchlaufbegrenzern oder
Strahlreglern aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenkonus (25)
von einem in der Aufnahme (24) gehaltenen Einsatz aus i.w. elastischem Material gebildet
ist, ggf. mit auf dem Außenmantel des Einsatzes zum Zusammenwirken mit der Aufnahme
(24) vorgesehenen Rippen, Vorsprüngen, Ausprägungen oder Zahnungen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
Werkzeug (3) mit in Gebrauchsstellung zwischen dem Griffteil (6) und der zugewandten
Behälterwandung (15) zu liegen kommenden Anlageflächen, vorzugsweise mit einem Außensechskant
(26), zum Ansetzen eines Ring- oder Maulschlüssels (27) versehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen bzw.
der Außensechskant (26) unter teilweisem Eingreifen in die Einziehung (16) an der
Behälterwandung (15) in eingeschobener Werkzeugstellung einen Anschlag für den Sammelbehälter
(7) bilden bzw. bildet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Anlagefächen
bzw. dem Außensechskant (26) des Werkzeuges 3 angreifende Maulschlüssel (27), ggf.
an seinem zweiten Kopfteil (28) und vorzugsweise im Bereich seiner einen oder seiner
beiden Flachseiten (30) mittels Backen (31), Nocken o. dgl. Ausformungen gebildete,
paarweise in seitlichem Abstand voneinander angeordnete Anlageflächen (29) zum Ansetzen
an im Auslaufbereich von Wasserhähnen o. dgl. Sanitäreinrichtungen vorgesehenen Strahlreglern
oder Durchlaufbegrenzern aufweist.