(57) Ein Tor mit einem in die Schließ- und Offenstellung verschiebbaren Torblatt, insbesondere
Seitenschiebetor, ist mit jeweils einer auf der Front- und Rückseite des Torblattes
vorgesehenen Lichtleiste ausgerüstet. Die Lichtleiste weist reihenförmig angeordnete
elektrische Lampen auf, welche in einer Umschließung mit einer Abdeckplatte gehalten
sind. Die einzelnen Lampen oder kleine Gruppen benachbarter Lampen sind mit Schaltern
verbunden, welche die Lampen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des Torblattes
beim Erreichen oder Verlassen der von dem Torblatt verschießbaren Toröffnung mit der
Spannungsquelle verbinden oder von dieser trennen. Durch die neue Ausbildung wird
eine sich mit der Torblattbewegung verlängernde oder verkürzende Lichtleiste geschaffen,
welche eine erhöhte Aufmerksamkeit auf sich zieht und hierdurch die Unfallgefahr
beim Schließen bzw. Öffnen des Tores vermindert.
[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor mit einem in die Schließ- und Offenstellung verschiebbaren
Torblatt, insbesondere Seitenschiebetor, bei dem auf der Front- und Rückseite des
Torblattes jeweils mindestens eine sich über das Torblatt in seine Bewegungsrichtung
erstreckende Lichtleiste mit reihenförmig angeordneten elektrischen Lampen und zugehörigen
Installationen vorgesehen ist, welche in einer Umschließung mit einer lichtdurchlässigen
Abdeckplatte gehalten sind und beim Schließen und Öffnen sowie in der Schließstellung
des Torblattes mit einer elektrischen Spannungsquelle verbindbar sind.
[0002] Tore der vorgenannten Art sind bekannt (DE-OS 31 06 827) Dabei sind in dem als Kastenprofil
ausgebildeten Untergurt des Torblattes längs des Torblattes verlaufende zurückspringende
Sicken angeordnet, in denen reihenförmig elektrische Glühlampen mit ihren Verbindungsleitungen
gehalten sind. Nach außen hin sind die Sicken mit Abdeckplatten aus lichtdurchlässigem
Material, beispielweise rot oder gelb eingefärbtem Material, versehen.
[0003] Bei der Überführung des Torblattes von der Offenin die Schließstellung und umgekehrt
sowie ggf. auch während der Dauer der Schließstellung des Torblattes werden die elektrischen
Lampen an Spannung gelegt, so daß man auf die Bewegung des Tores bzw. auf dessen Schließstellung
aufmerksam gemacht wird. Derartige Lichtleisten dienen somit dem Unfallschutz und
können entweder die sonst üblichen an dem Tor gehaltenen Warnblinkleuchten ersetzen
oder zusätzlich zu diesen Warnblinkleuchten vorgesehen sein.
[0004] Da die gesamte Lichtleiste zu Beginn der Schließbewegung des Tores und auch während
der gesamten Öffnungsbewegung insgesamt beleuchtet ist, können jedoch durch derartige
Schließleisten auch Irrïtierungen verursacht werden, soweit in der Offenstellung des
Tores die gesamte Lichtleiste sichtbar in Erscheinung tritt. Bei Toren, die zum Schließen
und Öffnen von Durchfahrten in Zaunanlagen dienen, sind die Lichtleisten des Tores
in jeder Stellung von beiden Seiten sichtbar. Tore, die in Verbindung mit Mauerwerksöffnungen
benutzt werden, sind in der Offenstellung von der Innenseite des eingegrenzten Grundstückes
in ihrer vollen Ausdehnung sichtbar, so daß in den beiden möglichen Verwendungsfällen
der Tore die genannten Irritierungen auftreten, welche die gewünschte Verminderung
der Unfallgefahren beeinträchtigen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tor der eingangs genannten Art so weiterzubilden,
daß die Nachteile der bekannten Ausbildungsformen vermieden und die jeweilige Stellung
des Torblattes in bezug auf die durch das Blatt zu verschließende Öffnung deutlich
in Erscheinung tritt.
[0006] Zur Lösung vorstehender Aufgabe ist vorgesehen, daß die einzelnen Lampen oder kleine
Gruppen benachbarter Lampen der Lichtleiste mit Schaltern verbunden sind, welche die
Lampen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des Torblattes beim Erreichen oder
Verlassen der von dem Torblatt verschließbaren Toröffnung mit der Spannungsquelle
verbinden oder von dieser trennen.
[0007] Durch die neue Ausgestaltung wird somit eine Lichtleiste geschaffen, die sich automatisch
entsprechend der Bewegungsrichtung des Torblattes verlängert oder verkürzt und die
jeweils nur in dem Bereich des Torblattes wirksam ist, der in die Toröffnung hineinragt.
[0008] Die sich mit der Bewegung des Torblattes selbsttätig verlängernde oder verkürzende
Lichtleiste ist dabei nicht nur für Seitenschiebetore geeignet, sondern kann in gleicher
Weise auch für Tore vorgesehen werden, die von oben nach unten oder von unten nach
oben in die Torblattöffnung hineinbewegbar sind. Die Lichtleisten zeigen bei jeder
Art der Torausbildung die jeweilige Stellung des Torblattes in bezug auf die zu verschließende
oder freizugebende Toröffnung an.
[0009] Besonders zweckmäßig ist es, wenn den einzelnen Lampen oder Lampengruppen eine abhängig
von der Bewegungsrichtung des Tores steuerbare elektronische Schaltung zugeordnet
ist und wenn die Schalter als berührungslos arbeitende Schalter ausgebildet sind.
[0010] Mittels der vorgenannten steuerbaren elektronischen Schaltung kann nicht nur in Abhängigkeit
von der Bewegungsrichtung des Tores die Zu- und Abschaltung der einzelnen Lampen
oder Lampengruppen erfolgen, sondern es ist auch möglich, die jeweils eingeschalteten
Lampen oder Lampengruppen als Blinkleuchten arbeiten zu lassen, indem in die Speiseleitung
für die Lampen ein entsprechender Unterbrecher eingebaut wird.
[0011] Es ist fernerhin möglich, über die elektronische Schaltung die Lampen oder Lampengruppen
desjenigen Abschnit tes des Torblattes, welcher bereits in die Toröffnung reicht,
jeweils zeitlich versetzt in ihrer Stromzuführung so zu unterbrechen, daß optisch
eine Folge hintereinandegereihter vorwachsender Lichtleisten entsteht ähnlich den
Blinkleiteinrichtungen, wie sie im Strraßenverkehr verwendet werden. Diese Art der
Betätigung der Lichtleisten kann auf die Dauer der Bewegung des Tores beschränkt
werden, so daß während dieser Zeit der größten Unfallgefahr die Lichtleiste auch die
größte Aufmerksamkeit erweckt.
[0012] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die berührungslos
arbeitenden Schalter aus den einzelnen Lampen oder Lampengruppen zugeordneten Schutzgas-Reedkontakten
und einem damit zusammenwirkenden ortsfest gehaltenen Elektromagneten bestehen an
dem die Reedkontakte bei der Schließ- und Öffnungsbewegung des Torblattes vorbeibewegt
werden.
[0013] Die Lichtleiste kann an dem Torblatt in Form eines besonderen Bauteiles, beispielsweise
im Bereich des Ober- oder Untergurtes eines Seitenschiebetores in Form eines kastenartigen
Gehäuses vorgesehen sein. Besonders günstig ist es jedoch, wenn sie in ein sich in
Bewegungsrichtung des Tores erstreckendes Bauteil integriert ist. Bei Hub- oder Senktoren
können zwei Lichtleisten an den seitlichen Rändern in den senkrechten Stäben integriert
werden. Bei Seitenschiebetoren können die Lichtleisten wie in der bekannten Anordnung
in den Ober- bzw. Untergurten in entsprechenden Vertiefungen nach Art der bekannten
Sicken untergebracht werden.
1. Tor mit einem in die Schließ- und Offenstellung verschiebbaren Torblatt, insbesondere
Seitenschiebetor, bei dem auf der Front- und Rückseite des Torblattes jeweils mindestens
eine sich über das Torblatt in seiner Bewegungsrichtung erstreckende Lichtleiste
mit reihenförmig angeordneten elektrischen Lampen und zugehörigen Installationen
vorgesehen ist, welche in einer Umschließung mit einer lichtdurchlässigen Abdeckplatte
gehalten sind und beim Schließen und Öffnen sowie in der Schließstellung des Torblattes
mit einer elektrischen Spannungsquelle verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Lampen oder kleine Gruppen benachbarter Lampen mit Schaltern verbunden
sind, welche die Lampen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des Torblattes beim
Erreichen oder Verlassen der von dem Torblatt verschließbaren Toröffnung mit der Spannungsquelle
verbinden oder von dieser trennen.
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den einzelnen Lampen oder Lampengruppen eine abhängig von der Bewegungsrichtung
des Tores steuerbare elektronische Schaltung zugeordnet ist, und daß die Schalter
als berührungslos arbeitende Schalter ausgebildet sind.
3. Tor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die berührungslos arbeitenden Schalter aus den einzelnen Lampen oder Lampengruppen
zugeordneten Schutzgas-Reedkontakten und einem damit zusammenwirkenden ortsfest gehaltenen
Elektromagneten bestehen, an dem die Reedkontakte bei der Schließund Öffnungsbewegung
des Torblattes vorbeibewegt werden.
4. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleiste in ein sich in Bewegungsrichtung des Tores erstreckendes Torbauteil
integriert ist.