(19)
(11) EP 0 392 053 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.10.1990  Patentblatt  1990/42

(21) Anmeldenummer: 89106578.1

(22) Anmeldetag:  13.04.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E06B 11/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB

(71) Anmelder: Malkmus-Dörnemann, Carola, Dr.
D-38259 Salzgitter (DE)

(72) Erfinder:
  • Koch, Adolf, Dipl.-Ing.
    D-3320 Salzgitter 51 (DE)

(74) Vertreter: Einsel, Martin, Dipl.-Phys. 
Dr.R. Döring, Dr.J. Fricke, M.Einsel, R. Leonhard Jasperallee 1A
38102 Braunschweig
38102 Braunschweig (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Freitragendes Seitenschiebetor


    (57) Ein freitragendes Seitenschiebetor ist mit seinem Torblatt (1) im oberen Bereich gegen seitliches Kippen durch ortsfest gehaltene Rollen (33) abge­stützt und weist in seinem unteren Bereich einen kastenförmigen Untergurt (2) auf, welcher sich mit seiner nach unten geschlossenen Kastenwandung (2a) auf ortsfest in Verschieberichtung im Abstand außerhalb der Toröffnung gehaltenen, der Breite des Untergurtes (2) entsprechenden Tragrollen (17,18) abstützt. Längs einer Außenseite des Untergurtes (2) ist eine nach unten offene Schiene (12) mit darin befestigter Kette (13) angeordnet, in die ein Antriebsrad (14) einer seitlich des Torblattes (1) vorgesehenen und parallel zur Torblattebene ver­schwenkbaren Antriebseinrichtung (7) eingreift. Die untere Wandung (2a) des Untergurtes (2) umschließt eine in das Kasteninnere gerichtete geschlossene Mittellängsnut (291), in die je eine den Tragrollen (17 bzw. 18) benachbarte, auf einer aufragenden ortsfesten Achse gehaltene Seitenführungsrolle (27 bzw. 28) eingreift. Auf der Oberseite der nach unten offenen Schiene (12) stützen sich den Trag­rollen (17 bzw. 18) jeweils benachbarte, an auf­ragenden Stützen (31,34) gehaltene Stabilisierungs­rollen (29,30) ab. Bei geringem baulichem Aufwand ergibt sich eine sichere Führung des Torblattes (1) bei hoher Stabilität und leichter Bauweise.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein freitragendes Seitenschiebe­tor, dessen Torblatt in seinem oberen Bereich gegen seitliches Kippen durch ortsfest gehaltene Rollen abgestützt ist und das einen im Querschnitt kasten­förmigen Untergurt aufweist, über welchen dass Tor­blatt auf ortsfest in Verschieberichtung im Abstand außerhalb der Toröffnung gehaltenen, sich quer über die Breite des Untergurtes erstreckenden Tragrollen abgestützt ist, und bei dem an einer Außenseite des Untergurtes eine längs des Torblattes verlaufende, nach unten offene Schiene mit einer darin befestigten Kette oder Zahnstange angeordnet ist, in die ein An­triebsrad eingreift, welches mit einer seitlich des Torblattes vorgesehenen elektromotorischen Antriebsein­richtung verbunden ist, die an einem parallel zur Torblattebene verschwenkbaren sowie an einem orts­festen Widerlager angelenkten Tragarm befestigt ist, der eine an der Oberseite der Schiene angreifende Stützrolle trägt.

    [0002] Durch die DE-PS 1 683 259 in Verbindung mit dem zu­grhörigen Hauptpatent 1 559 961 sind freitragende Seitenschiebetore bekannt, welche bis auf die Aus­bildung der Antriebseinrichtung die eingangs genannten Merkmale aufweisen.

    [0003] Bei diesen bekannten Seitenschiebetoren sind zur Ab­stützung des Torblattes unmittelbar neben der Tor­öffnung im Abstand angeordnete Tragrollen vorgesehen, auf denen sich eine im unteren Bereich des kastenför­ migen Untergurtes vorgesehene Trag- und Führungsschiene abstützt und bei denen ein zwischen den Tragrollen angeordneter, in die Trag- und Führungsschiene ein­greifender Zugrollensatz vorgesehen ist.

    [0004] Die Trag- und Führungsschiene besteht bei den bekannten Ausführungen entweder aus einem oder aus zwei im Ab­stand angeordneten Doppel-T-Trägern oder aus zwei im seitlichen Abstand Rücken an Rücken angeordneten U-Profilschienen, in welche die Rollen des Zugrollen­satzes seitlich eingreifen.

    [0005] Die Anordnung der Trag- und Führungsschienen erfor­dert insbesondere bei der Verwendung von zwei im Ab­stand parallel angeordneten Doppel-T-Trägern oder zwei im Abstand Rücken an Rücken angeordneten U-Pro­filen einen erheblichen Aufwand und bedingt zur Über­tragung der von der Trag- und Führungsschiene auf­genommenen Kräfte auf den kastenförmigen Untergurt eine fachwerkartige Aussteifung des Untergurtes, die in der Regel aus einer Anordnung von Längs- und Quer­stegen im Inneren des kastenförmigen Untergurtes be­steht.

    [0006] Sowohl durch die Trag- und Führungsschiene als auch durch die im Inneren des kastenförmigen Untergurtes vorgesehenen Aussteifungen ergibt sich eine beträcht­liche Erhöhung des Gesamtgewichtes des Tores, so daß entsprechend große Kräfte von den Tragrollen und dem Zugrollenpaar aufgenommen bzw. übertragen werden müs­sen. Für die Betätigung derartiger Tore sind demge­mäß auch sehr hohe Antriebskräfte und stabile Antriebs­einrichtungen erforderlich.

    [0007] Während bei den vorgenannten freitragenden Seiten­schiebetoren der Antrieb über eine der Tragrollen erfolgt, ist es weiterhin bekannt (DE-GM 87 10 977), seitlich an der Außenseite des Untergurtes eine längs des Torblattes verlaufende, nach unten offene Schiene mit einer darin befestigten Kette oder Zahnstange anzuordnen sowie eine seitlich des Torblattes vor­gesehene Antriebseinrichtung vorzusehen, welche mit ihrem in die Kette oder Zahnstange eingreifenden An­triebsrad parallel zur Torblattebene verschwenkbar ist und die eine an der Oberseite der Schiene angrei­fende Stützrolle trägt Durch diese Ausbildung der Antriebseinrichtung wird die Antriebsverbindung zwi­schen dem Antriebsmotor und dem Torblatt auch dann gewährleistet, wenn das Torblatt im Bereich des Ein­griffes des Antriebsrades in die Kette oder Zahnstange in Richtung der Torblattebene Schwenkbewegungen aus­führen sollte. Diese Schwenkbewegungen ergeben sich z.B. bei Veränderungen des Untergrundes im Bereich der Tragrollen oder durch Spiel bzw. Verschleiß der Tragrollen bzw. der mit den Tragrollen zusammenwir­kenden Gegenflächen.

    [0008] Durch die Art des vorgenannten Antriebes bleiben die von dem Untergurt des Torblattes bzw. von der Trag- und Führungsschiene aufzunehmenden bzw. auf diese zu übertragenden Kräfte unverändert. Diese werden vielmehr bestimmt durch das Gewicht des Torblattes und durch die insbesondere von dem Zugrollenpaar auf die Trag- und Führungsschiene zusätzlich zu dem Gewicht zu übertragenden Kräfte, welche notwendig sind, um die Trag- und Führungsschiene in allen Stellungen des Tores fest mit den Tragrollen in Berührung zu halten.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein frei­tragendes Seitenschiebetor der einleitend genannten Art so auszubilden, daß der bauliche Aufwand insbe­ sondere für den Untergurt und die Abstützung sowie Führung vermindert werden und eine wesentlich leichtere Bauform und damit einhergehend eine wirtschaftlichere Fertigung erreichbar sind.

    [0010] Zur Lösung vorstehender Aufgabe ist vorgesehen, daß der kastenförmige Untergurt des Torblattes nach unten durch eine Kastenwandung geschlossen ist, die sich unmittelbar auf den Tragrollen abstützt, daß die untere Kastenwandung eine geschlossene, in das Kasteninnere gerichtete Mittellängsnut umschließt, in die je eine den Tragrollen benachbarte, auf einer aufragenden Achse gehaltene Seitenführungsrolle eingreift und daß den Tragrollen jeweils benachbart, seitlich des Torblattes ebenfalls aufragende Stützen mit daran gehaltenen Stabilisierungsrollen vorgesehen sind, die sich auf der Oberseite der nach unten offenen Schiene abstützen.

    [0011] Bei der neuen Ausbildung des Torblattes entfällt die bisher notwendige, im unteren Teil des Untergurtes vorgesehene Trag- und Führungsschiene, da das Tor­blatt sich mit der Unterseite des kastenförmigen Un­tergurtes unmittelbar auf den Tragrollen abstützt. Dabei dient die in der unteren Kastenwandung des Unter­gurtes vorgesehene Mittellängsnut gleichzeitig zur Parallelführung des Tores in der Torblattebene. Die seitlich des Untergurtes vorgesehene, nach unten offene Schiene für die Aufnahme einer mit dem Antriebsritzel zusammenwirkenden Kette oder Zahnstange dient gleich­zeitig als Abstützeinrichtung für die an ihrer Ober­seite angreifenden Stabilisierungsrollen, welche an­stelle der beim Stand der Technik vorgesehenen Zug­rollen ein Kippbewegung des Tores in der Ebene des Torblattes verhindern.

    [0012] Die beschriebene Ausbildung des Torblattes und dessen Abstützung sowie Führung ermöglicht die Verwendung von kastenförmigen Untergurten ohne jeden Einbau fach­werkartiger Aussteifungen, so daß Tore der beschrie­benen Art gewichtssparend und mit einem Antrieb ver­hältnismäßig geringer Leistung gebaut werden können. Der von Einbauten freie und selbsttragende Untergurt kann zur Erhöhung seiner Stabilität und Tragfähig­keit in den Seitenwandungen trapezförmige Sicken auf­weisen, welche gleichzeitig auch die Verwindungsstei­figkeit des Untergurtes erhöhen.

    [0013] Der kastenförmige Untergurt kann zweckmäßig aus zwei entlang der loterechten Mittellängsebene miteinander verbundenen, jeweils umfänglich geschlossenen Teil­kästen bestehen, oder aber er kann aus zwei auf ihren einander zugekehrten Seiten offenen Kastenteilen zu­sammengesetzt sein.

    [0014] Bei der Ausbildung des Untergurtes aus zwei mitein­ander verbundenen, jeweils umfänglich geschlossenen Teilkästen ergibt sich durch die miteinander zu ver­bindenden, entlang der lotrechten Mittellängsebene verlaufenden Kastenwandungen automatisch ein Mittel­steg, der zu einer erhöhten Tragfähigkeit des Unter­gurtes führt und somit für Tore besonders großer Län­genabmessungen geeignet ist. Dieser Mittelsteg ist kein besonderer Einbau, sondern ergibt sich konstruk­tionsbedingt durch die Verwendung von zwei Teilkästen für den Untergurt.

    [0015] Die auf der Außenseite des Untergurtes gehaltene, nach unten offene Schiene ist zweckmäßigerweise als Profilschiene aus Edelstahl ausgebildet. Dies empfiehlt sich deshalb, weil diese Schiene mit ihrer nach oben weisenden Schulter mit den Stabilisierungsrollen zu­ sammenwirkt und in diesem Bereich den Witterungsein­flüssert ausgesetzt ist. Um die Funktionstüchtigkeit dieser Schiene mit den Stabilisierungsrollen über längere Zeitspannen zu gewährleisten, müssen korro­sionsbedingte Veränderungen der Schienenoberfläche vermieden werden.

    [0016] Eine konstruktiv besonders einfache Lösung wird er­reicht, wenn jede der Tragrollen an einem Stützböck­chen gehalten ist und wenn das Stützböckchen sowie die jeweils der Tragrolle benachbarte aufragende Stütze mit der zugeordneten Stabilisierungsrolle und die benachbarte Seitenführungsrolle mit der ihr zugeord­neten aufragenden Achse auf einer gemeinsamen, im Untergrund verankerten Grundplatte angeordnet sind. Hierdurch ergeben sich Baueinheiten, die sehr maß­genau vorgefertigt werden können und welche die Mon­tage des Tores sehr vereinfachen. Es müssen nämlich für die Aufstellung eines jeden Tores nur die Grund­platten im Untergrund verankert werden, wobei zweck­mäßigerweise auch die Antriebseinrichtung auf einer derartigen Grundplatte angeordnet wird.

    [0017] Die elektromotorische Antriebseinrichtung wird zweck­mäßig so angeordnet, daß sie zwischen den im Abstand angeordneten Tragrollen an dem Torblatt angreift. Hierdurch erreicht man, daß die Antriebseinrichtung im Falle von Kippbewegungen des Tores in der Torblatt­ebene nur sehr geringe Schwenkbewegungen ausführen muß.

    [0018] Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Er­findung wieder.

    [0019] Es zeigen:

    Fig. 1 in schematischer Darstellung eine teilweise Seitenansicht eines Tores nach der Erfindung fit einem Teilschnitt durch den Untergrund,

    Fig. 2 in vergrößerter Darstellung eine Seitenansicht längs der Schnittebene X-X in Fig. 1,

    Fig. 3 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 mit A be­zeichnete Stützeinrichtung,

    Fig. 4 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 mit B be­zeichnete zweite Stützeinrichtung.



    [0020] Das in Fig. 1 wiedergegebene freitragende Seitenschie­betor weist ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Torblatt auf, welches in der Schließstellung wiedergegeben ist. Das Torblatt 1 besteht aus einem kastenförmigen Untergurt 2, einem von einem äußeren Rahmenteil gebil­deten Obergurt 3 und zwischen diesen parallel und im Abstand zueinander angeordneten Stäben 4. Der Unter­gurt 2 weist einen kastenförmigen Querschnitt auf, wie besonders deutlich aus der Fig. 2 ersichtlich ist. Zur Abstützung des Torblattes 1 dienen die in Fig. 1 insgesamt mit A bzw. B bezeichneten Stützein­richtungen, welche in Verschieberichtung des Torblat­tes 1 im Abstand voneinander in Vertiefungen 5 des Untergrundes 6 verankert sind.

    [0021] Zum Antrieb des Torblattes dient eine insgesamt mit 7 bezeichnete Antriebseinrichtung, die zwischen den Stützeinrichtungen A und B vorgesehen und auf einer im Untergrund 6 verankerten Fußplatte 8 gehalten ist.

    [0022] Die Antriebseinrichtung 7, welche einen Elektromotor 9 und ein damit verbundenes Getriebe 10 aufweist, ist um eine ortsfest auf der Fußplatte 8 gehaltene Achse 11 parallel zur Torblattebene verschwenkbar gehalten.

    [0023] Auf der in Fig. 1 erkennbaren Außenseite des Unter­gurtes ist eine längs des Torblattes 1 verlaufende, nach unten offene Schiene 12 vorgesehen, deren Pro­filierung deutlich aus der Fig. 2 hervorgeht. Die nach unten offene Schiene 12 weist einen an der Außen­seite des Untergurtes 2 befestigbaren Schenkel auf und kann als Z-Schiene ausgeführt sein oder aber gemäß der Darstellung der Fig. 2 so geformt sein, daß sich an den genannten Schenkel zur Befestigung an dem Unter­gurt 2 ein im Querschnitt U-förmiger Profilteil an­schließt.

    [0024] In der nach unten offenen Schiene 12 ist gemäß Fig. 2 eine Gallkette 13 oder eine Zahnstange befestigt, in die ein mit der Antriebseinrichtung 7 verbundenes Antriebsrad 14 eingreift. An der Antriebseinrichtung 7 ist eine auf der Oberseite der Schiene 12 auflie­gende Stützrolle 15 so gehalten, daß sie bei Schwenk­bewegungen der Antriebseinrichtung 7 um die Achse 11 mitbewegt wird und auf diese Weise während der­artiger Schwenkbewegungen der Antriebseinrichtung 7 den Eingriff des Antriebsrades 14 in die Gallkette 13 bzw. entsprechende Zahnstange gewährleistet.

    [0025] Gemäß der Darstellung der Fig. 2 kann die Antriebs­einrichtung 7 in einem gestrichelt dargestellten Ge­häuse 16 wettergeschützt untergebracht werden.

    [0026] Der kastenförmige Untergurt 2 ist nach unten hin gemäß der Darstellung in Fig. 2 mit einer geschlossenen Kastenwandung 2a abgeschlossen und stützt sich mit dieser Kastenwandung 2a unmittelbar auf Tragrollen 17 bzw. 18 der Stützeinrichtungen A bzw. B ab. Die Tragrollen 17 und 18 erstrecken sich über die gesamte Breite des kastenförmigen Untergurtes 2 und sind in Stützböckchen 19 bzw. 20 gehalten. Die Stützböckchen 19 und 20 sind auf Tragplatten 21 und 22 angeordnet welche sich mit der Möglichkeit der Höhen- und Seiten­einstellung zur Justierung der Tragrollen 17 und 18 auf jeweils einer im Untergrund 6 verankerten Grund­platte 23 bzw. 24 abstützen.

    [0027] Von den genannten Grundplatten 23 und 24 ragen jeweils Stützen 25 und 26 auf, die gemäß den Fig. 3 und 4 in dem Beispiel als U-Profile ausgeführt sind und welche aufragende Achsen für Seitenführungsrollen 27 und 28 tragen, welche von unten in Eine von der unteren Kastenwandung 2a gebildete und geschlossene Mittellängsnut 291 (Fig.2) eingreifen.

    [0028] Um Kippbewegungen des Torblattes 1 in seiner Blatt­ebene zu vermeiden, sind Stabilisierungsrollen 29 und 30 vorgesehen, die sich auf der Oberseite der nach unten offenen Schiene 12 abstützen. Diese Stabi­lisierungsrollen 29 und 30 sind an aufragenden Stützen der Stützeinrichtungen A bzw. B gehalten.

    [0029] Im Falle der Stützeinrichtung A sind mit der Grund­platte 23 beiderseits des Torblattes aufragende Pfosten 31 und 32 angeordnet, die über eine obere Brücken­platte 321 miteinander verbunden sind und dem Ober­gurt 3 zugekehrte Rollen 33 tragen, so daß sie das Torblatt 1 gegen seitliches Kippen sicher abstützen. An dem aufragenden Pfosten 31 ist auch die Stabili­sierungsrolle 29 gehalten.

    [0030] Zur Halterung der anderen Stabilisierungsrolle 30 ist eine von der Grundplatte 24 der Stützeinrichtung B aufragende Stütze 34 vorgesehen, welche in dem Bei­spiel (s.Fig.4) als U-Profil ausgebildet ist. Durch die beschriebene Ausbildung ist eine sichere Führung des Torblattes gewährleistet, ohne daß das Torblatt merkbare seitliche oder in der Blattebene auftretende Kippbewegungen ausführen kann. Der kastenförmige Unter­gurt 2 stützt sich ohne Zwischenanordnung von irgend­welchen Trag- und Führungsschienen auf den Tragrollen 17 ab und ist gemäß Fig. 2 ohne innere fachwerkartige Aussteifungen ausgebildet. Zur Formstabilisierung sind in dem kastenförmigen Untergurt 2 seitlich trapez­förmige Sicken 2b eingeformt.

    [0031] Die seitlich an dem kastenförmigen Untergurt 2 be­festigte, nach unten offene Schiene ist aus Edelstahl hergestellt, so daß sie auch trotz Einwirkung der Witterungsverhältnisse, denen sie ausgesetzt ist, funktionstüchtig bleibt, um ordnungsgemäß mit dem Antrieb und den Stabilisierungsrollen 29 und 30 zu­sammenzuwirken.

    [0032] Die Stabilisierungsrollen 29 und 30 können mit Ab­deckungen versehen sein, die so ausgebildet sind, daß Schnee und Schmutz, welcher sich auf der nach unten offenen Schiene ablagern sollte, abgeschoben wird.

    [0033] Die Stützeinrichtungen A und B können werkstattmäßig vorgefertigt werden, wobei durch die seitliche und Höheneinstellbarkeit der Tragrollen 17 und 18 eine einfache Justierung bei der Montage des Tores ermög­licht wird.


    Ansprüche

    1. Freitragendes Seitenschiebetor, dessen Torblatt (1) in seinem oberen Bereich gegen seitliches Kip­pen durch ortsfest gehaltene Rollen (33) abgestützt ist und das einen im Querschnitt kastenförmigen Untergurt (2) aufweist, über welchen das Torblatt auf ortsfest in Verschieberichtung im Abstand außer­halb der Toröffnung gehaltenen, sich quer über die Breite des Untergurtes erstreckenden Tragrollen (17,18) abgestützt ist, und bei dem an einer Außen­seite des Untergurtes eine längs des Torblattes verlaufende, nach unten offene Schiene (12) mit einer darin befestigten Kette (13) oder Zahnstange angeordnet ist, in die ein Antriebsrad (14) ein­greift, welches mit einer seitlich des Torblattes vorgesehenen elektromotorischen Antriebseinrichtung (7) verbunden ist, die an einem parallel zur Tor­blattebene verschwenkbaren sowie an einem orts­festen Widerlager angelenkten Tragarm befestigt ist, der eine an der Oberseite der Schiene (12) angreifende Stützrolle (15) trägt, dadurch gekenn­zeichnet, daß der kastenförmige Untergurt (2) nach unten durch eine Kastenwandung (2a) geschlossen ist, die sich unmittelbar auf den Tragrollen (17,18) abstützt, daß die untere Kastenwandung (2a) eine geschlossene, in das Kasteninnere gerichtete Mittel­längsnut (291) umschließt, in die je eine den Trag­rollen (17,18) benachbarte, auf einer aufragenden Achse gehaltene Seitenführungsrolle (27,28) ein­greift und daß den Tragrollen (17,18) jeweils be­nachbart, seitlich des Torblattes aufragende Stützen mit daran gehaltenen Stabilisierungsrollen (29,30) vorgesehen sind, die sich auf der Oberseite der nach unten offenen Schiene (12) abstützen.
     
    2. Seitenschiebetor nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß der kastenförmige Untergurt (2) aus zwei miteinander verbundenen, jeweils umfänglich geschlossenen Teilkästen oder aus zwei auf ihren einander zugekehrten Seiten offenen Kastenteilen besteht.
     
    3. Seitenschiebetor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Außenseite des Untergurtes (2) gehaltene, nach unten offene Schiene (12) als Profilschiene aus Edelstahl ausgebildet ist.
     
    4. Seitenschiebetor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Tragrollen (17,18) an einem Stützböckchen (19,20) sowie die jeweils der Tragrolle (17 bzw. 18) be­nachbarte, aufragende Stütze (34 bzw. Pfosten 31) mit der zugeordneten Stabilisierungsrolle (29 bzw. 30) und die benachbarte Seitenführungsrolle (27 bzw. 28) mit der ihr zugeordneten aufragenden Achse auf einer gemeinsamen, im Untergrund (6) veran­kerten Grundplatte (23,24) angeordnet sind.
     
    5. Seitenschiebetor nach Anspruch 4, dadurch gekenn­zeichnet, daß jede der Tragrollen (17,18) mit dem zugeordneten Stützböckchen (19 bzw. 20) auf einer Stützplatte (21 bzw. 22) angeordnet ist, welche in bezug auf die zugeordnete Grundplatte (23 bzw. 24) höhen- und seiteneinstellbar gehalten ist.
     
    6. Seitenschiebetor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektro­motorische Antriebseinrichtung (7) zwischen den im Abstand angeordneten Tragrollen (17,18) an dem Torblatt (1) angreift.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht