(19)
(11) EP 0 392 093 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.10.1990  Patentblatt  1990/42

(21) Anmeldenummer: 89200921.8

(22) Anmeldetag:  13.04.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65B 11/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: CONTIMETA B.V.
NL-3503 RJ Utrecht (NL)

(72) Erfinder:
  • Salzsauler, R.
    NL-3542 AW Utrecht (NL)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Maschine für das Umwickeln von Palettenladungen mit Folie


    (57) Folieneinschlagmaschine für das Einwickeln von Palettenladungen (1) oder ähnlichem mit Folie (45), bestehend aus einem Trägerarm (3) für die horizontale Anbringung an einer vertikalen Befesti­gungsfläche oberhalb der Palettenladung (1), einem Ausleger (4), der an einem Ende drehbar am Trägerarm an dessen der Befestigungsfläche abgewandten Seite gelagert ist, einer an dem anderen Ende des Auslegerarms (4) aufgehängten Abrollvorrichtung (5), und einem Antriebsmechanismus (14) für die Drehbewegung des Auslegerarms (4) um die Ladung, wodurch die Folie (45) von der Abrollvorrichtung (5) abgewickelt und um die Palettenladung (1) gewickelt wird.




    Beschreibung


    [0001] Diese Erfindung bezieht sich auf eine Maschine für das Umwickeln von Palettenladungen mit einer Folie, welche die Ladung beim Verladen und während des Transports beisammenhält. Genauer ausgedrückt, handelt es sich um eine Folieneinschlagmaschine, die das Ladegut bei stillstehender Palette umwickelt.

    Hintergrund der Erfindung



    [0002] Der Transport von Ladegut aus Paletten bildet einen wesentlichen Teil des kommerziellen Transports. Häufig enthalten die Palettenladungen Produkte, die sich nicht so stabil stapeln lassen, dass eine für den Transport ausreichende Eigenstabilität vorhanden ist. Oft ist es wünschenswert, je nach auszuführender Bestellung aus unterschiedlich grossen und verschieden geformten Produkten bestehende Palettenladungen zu transportieren. In solchen und zahlreichen anderen Fällen haben sich Methoden als vorteilhaft erwiesen, die Palettenladungen mit einer Folie, wie zum Beispiel Kunststoffolie, Gewebe oder Kunststoffnetzen, zu umwickeln, die das Packgut fest umschliessen und bei Stössen und Schlägen zusammenhalten.

    [0003] Die gebräuchlichste dieser Methoden ist vielleicht die, bei der die Palette rotiert, während die Folie an das Ladegut angelegt und dieses anschliessend durch die Palettendrehung umwickelt wird. Bei manchen Methoden folgt dem Wicklungsvorgang eine Erhitzung der Folie, um so das Packgut einzuschrumpfen, in anderen Fällen kommt elastische Folie zur Anwendung, die zum Erreichen einer festen Passung unter Vorspannung steht. Beispiele für die erstere Methode finden sich im US-Patent 3.867.806 mit dem Titel "Verfahren für die Herstellung einer Streckfolienverpackung", das Lantech Inc. am 25. Februar 1975 erteilt wurde, und im US-Patent 3.896.288 mit dem Titel "Verfahren zum Einschrumpfen von Waren", das Martin J. Tulkoff am 22. Juli 1975 erteilt wurde.

    [0004] Die Maschine, die zur Durchführung dieser Methode entwickelt und auf den Markt gebracht wurde, besitzt den konstruktionsbe­dingten Nachteil, dass die Palette während des Wickelvorgangs gedreht werden muss. Daher sind Hilfsmittel erforderlich, um die Palettenladung vom und zum Drehteller zu transportieren, und es sind Einrichtungen für die Abstützung und Rotation des Dreh­tellers bei unterschiedlichen Ladungen und Bedingungen vonnöten. Nach dem Wissen des heutigen Erfinders vertritt die Auffassung, dass dieser Nachteil zu erhöhten Kosten für Herstellung, Aufstel­lung und Betrieb dieser Maschinen führt.

    [0005] Andere Maschinen, bei denen sowohl die Palette als auch die Abrollvorrichtung eine Drehbewegung ausführen, sind ebenfalls entwickelt worden, beispielsweise die in C.P. 1.114.279 mit dem Titel "Vorstreck-Wickelmaschine" offengelegte, die Stretch-Wrap Inc. am 15. Dezember 1981 erteilt wurde. Diese Maschine wiederum ist jedoch kompliziert und besitzt vermutlich die oben erwähnten Nachteile. Diesbezüglich ist auch US-Patent 4.079.565 mit dem Titel "Streckfolienverpackung, Verfahren und Maschinen" zu erwähnen, das Lantech Inc. am 21 März 1978 erteilt wurde.

    [0006] Eine andere Maschine wird im US-Patent 3.793.798 mit dem Titel "Paletten-Schrumpfverfahren und Maschine" offengelegt, das Lantech Inc. am 26. Februar 1974 erteilt wurde; deren Merkmal ist eine Abrollvorrichtung, der an einem Ausleger montiert ist, welcher über einer Palettenladung eine Drehbewegung ausführt und so dass Packgut mit Kunststoffolie umwickelt. Nach dem Wickelvor­gang wird die Palette zur Wärmeschrumpfung in einen Ofen geführt. Die in diesem Patent beschriebene Maschine macht von einer Folienrolle Gebrauch, deren Breite ausreicht, um die gesamte Ladung auf der Palette in einer Umdrehung um das Packgut zu umwickeln. Dieser Maschine fehlt die Vielseitigkeit für das Einschlagen von Ladungen unterschiedlicher Höhe. Die Verpackung von Packgut unterschiedlicher Höhe geschieht mit Maschinen, deren Abrollvorrichtung für die Aufnahme von Folienrollen verschiedener Grösse geeignet ist. Diese Maschinentyp besitzt allerdings den Nachteil, dass bei häufig wechselnden Ladungshöhen ein ständiger Wechsel der Folienrollen erforderlich wäre, um eine vollständige Umwicklung ohne gleichzeitigen Materialverlust zu ermöglichen.

    Zweck der Erfindung



    [0007] Ziel dieser Erfindung ist es, eine neuartige und einfache Maschine zu schaffen, die hinsichtlich Konstruktion, Installation und Betrieb wirtschaftlich ist und die sich für das Einwickeln von Palettenladungen eignet, wobei eine Abrollvorrichtung mit Streckfolie um das Packgut herumgeführt wird und dabei gehoben und gesenkt wird, um so die gesamte Ladung ohne Folienverlust zu umwickeln.

    Merkmale der Erfindung



    [0008] Diese Erfindung bezieht sich einerseits auf eine Folienein­schlagmaschine für das Einwickeln von Palettenladungen oder ähnlichem, die aus folgenden Teilen besteht: einem Trägerarm für die horizontale Anbringung an einer vertikalen Befestigungsfläche oberhalb der Palettenladung, einem Ausleger, der an einem Ende drehbar am Trägerarm an dessen der Befestigungsfläche abgewand­ten Seite gelagert ist, einer an dem anderen Ende des Aus­legerarms aufgehängten Abrollvorrichtung, von dem aus die Folie abgewickelt wird, und einem Antriebsmechanismus, der dafür sorgt, dass der Auslegerarm um die Ladung rotiert, wodurch die Folie von der Rolle auf der Abrollvorrichtung abgewickelt und um das Packgut herumgewickelt wird.

    [0009] Diese Erfindung bezieht sich andererseits auf eine Folien­einschlagmaschine für das Einwickeln von Palettenladungen oder ähnlichem mit Streckfolie, aus folgenden Teilen besteht: einem neben der Palettenladung angeordneten Trägerarm, einem Ausleger­arm, der an einem Ende drehbar an dem Trägerarm gelagert ist, einer am anderen äusseren Ende des Auslegerarms angebrachten Abrollvorrichtung für das Abwickeln der Streckfolie, einer Antriebsvorrichtung, die für die Drehbewegung des Auslegerarms über dem Packgut sorgt, so dass die Streckfolie von der Abrollvorrichtung abgewickelt und um die Palettenladung herumgewickelt wird, sowie eine mit der Abrollvorrichtung verbundene Einrichtung, die dafür sorgt, dass diese während der Drehbewegung des Auslegers um die Palettenladung zwischen einem ersten und einem zweiten Anschlag hin- und herbewegt wird, wodurch die Streckfolie innerhalb des Bereichs des ersten und zweiten Anschlags um das Packgut gewickelt wird.

    Beschreibung der Zeichnungen



    [0010] Dieses und andere Ziele und Merkmale werden in der folgenden Beschreibung illustriert und dargestellt. Beim Lesen sind die Zeichnungen hinzuzunehmen, die Folgendes darstellen:

    1. Abbildung I zeigt eine Querschnittsdarstellung der Folien­einschlagmaschine.

    2. Abbildung II zeigt eine Teildarstellung in aufgelösten Einzelteilen der Aufhängeschiene der Folieneinschlagmaschine.

    3. Abbildung III zeigt eine Teildarstellung in aufgelösten Einzelteilen des Folienschlittens.

    4. Abbildung IV zeigt eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie IV-IV auf Abbildung I.


    Beschreibung der Erfindung



    [0011] In den Abbildungen stellen gleiche Zahlen jeweils das gleiche Teil dar.

    [0012] Auf Abbildung I wird eine Palettenladung 1 gezeigt, die sich auf Palette 2 vor der erfundenen Maschine befindet.

    [0013] Die Maschine umfasst einen Trägerarm 3, einen drehbaren Arm 4 sowie die Abrollvorrichtung 5.

    [0014] Der Trägerarm 3 ist an Wand 6 mit Hilfe von Platte 7 und Schrauben 8 festgeschraubt.

    [0015] Obwohl der Trägerarm 3 hier mit Wandbefestigung dargestellt ist, lässt er sich auch an einer Vertikalvorrichtung wie zum Beispiel einem senkrechten I-Träger befestigen (nicht gezeigt), der an einer ortsveränderlichen, C-förmigen Vorrichtung an­gebracht ist, die auf dem Boden ruht. Bei einer solchen Anordnung würde die Palette auf die C-förmige Vorrichtung gefahren, wodurch deren Stabilität während des Wickelvorgangs durch das Gewicht der Ladung gewährleistet wird. Es verdient jedoch den Vorzug, Trägerarm 3 durch Ausleger abzustützen oder an eine senkrechte Wand zu schrauben, wie auf Abbildung I gezeigt, da diese Konstruktionsweise den geringsten Platzbedarf aufweist, während eine ausreichend starre Befestigung zur Aufnahme der von der Maschine während des Wickelvorgangs erzeugten Kräfte vorhanden ist.

    [0016] Der Trägerbalken 3 der vorliegenden Konstruktion ist aus Stahlblech gefertigt und besteht aus einer Oberplatte 9, Un­terplatte 10, Stirnplatte 11 sowie zwei einander gegenüberliegen­den Seitenplatten 12, woraus sich ein Gehäuse oder Hohlraum zwischen den genannten Platten 9, 10, 11 und 12 ergibt.

    [0017] An dem Trägerarm 3 ist ein Motor 13 montiert. Im Trägerarm 3 befindet sich ein Antriebsmechanismus . An Motor 13 und Getriebe 14 befinden sich auf einer Welle jeweils eine Riemenscheibe 15 beziehungsweise 16, die miteinander durch den Antriebsriemen 17 verbunden sind.

    [0018] An der Maschine befindet sich ausserdem ein drehbarer Auslegerarm 4, welcher am Trägerarm 3 an dessen der Wand 6 abgewandten Seite drehbar gelagert ist. Der Auslegerarm 4 ist ebenfalls aus Stahlblech gefertigt und besteht aus einer Oberplatte 18, Unterplatte 19, Stirnplatten 20 und den einander gegenüberliegenden Seitenplatten 21, woraus sich ein rechteckiges Gehäuse ergibt.

    [0019] Im einzelnen enthält der Auslegerarm 4 eine Welle 22. Ein Ende von Welle 22 ist fest mit Auslegerarm 4 verbunden, das andere Ende von Welle 22 ist drehbar in dem Trägerarm 3 gelagert. In Getriebe 14 befindet sich eine Öffnung 23, in der das andere Ende von Welle 22 lösbar angeordnet ist.

    [0020] Wird Motor 13 eingeschaltet, so werden über den Riemen 17 die Zahnräder (nicht abgebildet) von Getriebe 14 in Betrieb gesetzt, das seinerseits die mit dem Auslegerarm 4 fest verbundene Welle 22 in Drehung versetzt, wodurch der Auslegerarm 4 über der Palettenladung 1 um selbige rotiert.

    [0021] Auslegerarm 4 enthält Motor 24 und Betriebe 25. An Getriebe 25 befinden sich eine mit einer rotierenden Welle verbundene Riemenscheibe 26 und eine mit einer Welle verbundenes Kettenrad 28, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind und über Zahnräder (nicht abgebildet) miteinander verbunden sind, so dass die horizontale Kraftübertragung auf eine noch näher zu erläu­ternde Weise innerhalb von Auslegerarm 4 in eine vertikale Bewegung hin zu der Abrollvorrichtung 5 umgesetzt wird.

    [0022] An Motor 24 befindet sich ausserdem eine mit einer Welle verbundene Riemenscheibe 27, die mit der Riemenscheibe 26 von Getriebe 25 über einen Antriebsriemen 29 verbunden ist.

    [0023] Am andere Ende von Auslegerarm 4, auf der gegenüberliegen­den Seite von Welle 22, ist eine Aufhängebalken 30 angebracht, die auf Abbildung II am besten dargestellt wird. Balken 30 ist ebenfalls aus Stahlblech hergestellt und besteht aus einer Oberplatte 31, Frontplatte 33, Rückplatte 34 und Seitenplatten 35 und 36, so dass sich ein rechteckiges Gehäuse ergibt. Die Oberplatte 31 ist mit einer Anzahl von Löchern 37 versehen, in denen sich Schrauben (nicht abgebildet) für die feste Anbringung von Balken 30 an Auslegerarm 4 anbringen lassen.

    [0024] An Oberplatte 31 befinden sich ferner zwei Öffnungen 38 für die Durchführung der Kettenglieder von Antriebskette 39.

    [0025] An Balken 30 befindet sich ein Kettenrad im dem Auslegerarm 4 abgewandten Bereich. Die Kettenräder 28 und 40 sind über die Antriebskette 39 miteinander verbunden.

    [0026] Wird Motor 24 eingeschaltet, so wird die mit einer Welle verbundene Riemenscheibe 27 in Drehung versetzt, und diese Drehbewegung wird mittels Antriebsriemen 29 auf die mit einer Welle verbundene Riemenscheibe 26 von Getriebe 25 übertragen. Die Drehbewegung der mit einer Welle verbundenen Riemenscheibe 26 wird auf Kettenrad 28 übertragen, wodurch die Antriebskette um die Kettenräder 28 und 40 rotiert, und damit die in Balken 30 befindliche Kette 39 in senkrechter Richtung zu bewegen.

    [0027] Wie auf Abbildung II am besten zu sehen ist, befinden sich in der Frontplatte 33 ein senkrechter Schlitz 41 sowie über dessen ganze Länge zwei ebenfalls senkrechte, überstehende Flansche 42. Die Flansche 42 dienen der Führung einer vertikal verschiebbaren Halterung mit Schlitten 43 für die Abwicklung einer dehnbaren Folie 45, wie zum Beispiel Kunststoffolie oder ähnlichem über der Palettenladung 1 in einer später genau zu erläuternden Weise.

    [0028] Halterung mit Schlitten 43 besitzt eine senkrechte Platte 44, an der Führungsprofile 46 für die Aufnahme der Flansche 42 von Balken 30 vorhanden sind, so dass sie in vertikaler Richtung verschiebbar sind.

    [0029] Die senkrechte Platte 44 ist mit Löchern 47 versehen, in denen die Schrauben 48 anzubringen sind, die mittels Halterung 49 und den Befestigungsschrauben 50 der Befestigung an Kette 39 durch Schlitz 41 hindurch dienen, wie am besten aus Abbildung II ersichtlich ist.

    [0030] Da also Halterung mit Schlitten 43 mit einem Glied von Kette 39 verbunden ist, führt ein Bewegen oder Verschieben von Kette 39 dazu, dass die Halterung mit Schlitten 43 bewegt oder verschoben wird. Genauer gesagt führt das Einschalten von Motor 24 dazu, dass die um die Kettenräder 28 und 40 gelegte Kette 39 in vertikaler Richtung bewegt wird und so für die vertikale Verschiebung von Halterung mit Schlitten 43 sorgt. Ausserdem kann Motor 24 so eingeschaltet werden, dass Halterung mit Schlitten 43 je nach Polarität der an Motor 24 angelegten Spannung senkrecht nach oben oder senkrecht nach unten bewegt wird.

    [0031] An Halterung mit Schlitten 43 befinden sich ferner Oberplatte 51 und Unterplatte 52. An Unterplatte 52 lässt sich die Folienrollen-Halteplatte 53 für die Aufname der Folienrolle 54 anbringen. Rolle 54 wird axial auf die Rollenwelle 55 geschoben und danach mit Flügelmutter 56 gesichert.

    [0032] Die Rollenwelle 55 ist auch mit einer Spannfeder 57 versehen, die dem Benutzer in Kombination mit der Flügelmutter 56 die Möglichkeit bietet, die Spannung der Kunststoffolie 45 während des Wickelvorgangs einzustellen. Durch Andrehen von Flügelmutter 56 entsteht ein grösserer Druck auf die beiden Seitenflächen von Rolle 54, wodurch wiederum erhöhte Spannung oder Druck auf Rolle 50 ausgeübt wird.

    [0033] Eine erhöhte Spannung gestattet es dem Benutzer der Maschine, die Folie 45 während des Rotierens fester um die Palettenladung 54 zu wickeln. Besteht die Rolle 54 aus Streck­folie, wie zum Beispiel die Kunststoffolie 45, so wird diese Streckfolie durch die erhöhte Spannung gedehnt, was zu einem festeren Zusammenhalt der Palettenladung beiträgt.

    [0034] Halterung mit Schlitten 43 ist ausserdem mit den Führungsrollen 58 und 59 ausgerüstet, die dazu dienen, Folie 45 um die Palettenladung 1 zu führen.

    [0035] Im nun Folgenden wird die Funktion der Folieneinschlagma­schine beschrieben.

    [0036] Eine Palettenladung 1 wird mit einem Niederhubwagen unter der Maschine so plaziert, dass sie sich möglichst mittig unter Welle 22 befindet. Der Folienanfang 45 wird anschliessend an einem Punkt der Palettenladung 1 befestigt.

    [0037] Motor 13 wird danach über ein geeignetes elektrisches Regelgerät (nicht gezeigt) angeschlossen und eingeschaltet, wodurch Auslegerarm 4 um Welle 22 und damit über und um Palettenladung 1 rotiert.

    [0038] Logischerweise ist die Länge von Auslegerarm 4 geringer als der horizontale Abstand zwischen Welle 22 und Wand 6, so dass diese von Auslegerarm 4 nicht berührt wird.

    [0039] Während sich Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 dreht, rollt die Halterung mit Schlitten 43 die Folie 45 um das Packgut ab, so dass diese um Palettenladung 1 herumgewickelt wird.

    [0040] Motor 24 kann ebenfalls mittels eines geeigneten elektri­schen Regelgeräts (nicht gezeigt) eingeschaltet werden, um die Halterung mit Schlitten 43 während der Drehung von Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 vertikal an dem Packgut entlang zu bewegen, um die Folie 45 vertikal versetzt um die Palettenladung 1 zu wickeln.

    [0041] Bei der vorliegenden Konstruktion befindet sich Halterung mit Schlitten 43 am ersten oder untersten Anschlag unten, wenn die Maschine ausgeschaltet oder in Betrieb gesetzt wird. Sobald sich der Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 dreht, wird Motor 24 eingeschaltet, wodurch Kette 39 den Folienschlitten 43 in vertikaler Richtung senkt oder hebt, wodurch die Folie 45 während der Rotation von Auslegerarm 4 um Palettenladung 1 spiralförmig um das Packgut gewickelt wird.

    [0042] Der obere beziehungsweise zweite Anschlag oben für die Hubbewegung von Halterung mit Schlitten 43 wird durch den obersten Punkt von Schlitz 41 gebildet. Die obere Hubbegrenzung von Halterung mit Schlitten 43 lässt sich jedoch auch durch die Betätigung von Motor 24 regeln.

    [0043] Die Halterung mit Schlitten 43 kann auch mit einer Licht­schranke 60 mit einem geeigneten elektrischen Regelgerät (nicht gezeigt) ausgerüstet werden, die während der vertikalen Bewegung von Halterung mit Schlitten 43 einen Lichtstrahl in Richtung der Palettenladung 1 aussendet, der von der Ladung wieder zu Gerät 60 zurückgeworfen wird. Sobald jedoch die Hubhöhe von Halterung mit Schlitten 43 die Höhe von Palettenladung 1 überschreitet, wird der Lichtstrahl nicht mehr von der Palettenladung 1 zum Gerät 60 reflektiert, und die vertikale Bewegung von Halterung mit Schlitten 43 wird automatisch gestoppt.

    [0044] Der Motor 24 kann auch mit einem elektrischen Regelgerät (nicht gezeigt) ausgerüstet werden, dass es erlaubt, die Halterung mit Schlitten 43 abwärts von der oberen Position oben zur unteren Position unten zu bewegen.

    [0045] Auch die äusseren Enden von Balken 30 und Auslegerarm 4 können mit Lichtschranken 61 beziehungsweise 62 ausgerüstet werden. So lange der Strahl von ausgesandtem und reflektiertem Licht nicht unterbrochen wird, rotiert Auslegerarm 4 nach dem Einschalten von Motor 13 um die Palettenladungen 1. Befindet sich auf der Kreisstrecke der Maschine ein Hindernis, so wird der Lichtstrahl unterbrochen und die Drehbewegung von Auslegerarm 4 automatisch gestoppt. Diese Einrichtung dient zum Schutz der Maschine gegen versehentliche Beschädigung.

    [0046] Die Drehzahl von Auslegerarm 4 und die Hubgeschwindigkeit von Halterung mit Schlitten 43 lässt sich mittels entsprechender Regelgeräte steuern.

    [0047] Durch die Verwendung der hier beschriebenen Folieneinschlag­maschine kann der Benutzer Palettenladungen unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Formats unter Verwendung von Folien­rollen 45 gleicher Grösse einwickeln.

    [0048] Obwohl die vorliegende Konstruktion sowie deren Betrieb und Verwendung hier ausdrücklich im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben worden ist, sollte klar sein, dass vom Fachmann leicht Änderungen der vorliegenden Konstruktion vorgenommen werden könnten, ohne dass damit vom Geist der Erfindung abgewi­chen wird.

    [0049] Deshalb ist davon auszugehen, dass die Erfindung nicht exakt auf die in den Zeichnungen dargestellte Form beschränkt ist. Insbesondere liessen sich das Getriebe 25 und die Kette 39 durch eine lange Gewindespindel in Balken 30 ersetzen, die direkt mit der Riemenscheibe 26 verbunden wäre, wobei Halterung mit Schlitten 43 durch Muttern oder ähnlichem an der Gewindespindel geführt würde.


    Ansprüche

    Die Bauteile der Erfindung, auf deren exklusives Eigentum oder Vorrecht Anspruch erhoben wird, sind folgendermassen definiert:

    1. Folieneinschlagmaschine für das Einwickeln von Paletten­ladungen oder ähnlichem mit Folie, bestehend aus:

    a) Trägerarm für die horizontale Anbringung an einer vertikalen Befestigungsfläche oberhalb der erwähnten Palettenladung;

    b) Ausleger, der an einem Ende drehbar an dem erwähnten Trägerarm an dessen der Befestigungsfläche abgewandten Seite gelagert ist;

    c) Abrollvorrichtung für die Abwicklung der erwähnten Folie, die an dem erwähnten anderen Ende des erwähnten Auslegerarms aufgehängt ist;

    d) Antriebsmechanismus, der dafür sorgt, dass der erwähnte Auslegerarm um die erwähnte Ladung rotiert und die erwähnte Folie von der erwähnten Abrollvorrichtung abgewickelt und so um die erwähnte Palettenladung herumgewickelt wird.

    2. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, dass sich an der erwähnten Abrollvorrichtung eine Vorrichtung für die vertikale Verschiebung der erwähnten Abroll­vorrichtung gegenüber der erwähnten Palettenladung während der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Paletten­ladung befindet, so dass die erwähnte Folie vertikal um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.

    3. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn­zeichnet, dass die vertikale Bewegung der erwähnten Abrollvor­richtung gegenüber der erwähnten Palettenladung von einer Vorrichtung zwischen einem oberen Anschlag und einem unteren Anschlag während der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung begrenzt wird, so dass die erwähnte Folie innerhalb des Bereichs des erwähnten oberen und unteren Anschlags um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.

    4. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, dass die erwähnte Folie innerhalb des Bereichs der erwähnten oberen und unteren Anschlags spiralförmig um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.

    5. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn­zeichnet, dass die erwähnte, an der erwähnten Abrollvorrichtung befindliche Vorrichtung so ausgeführt ist, dass die erwähnte Abrollvorrichtung gegenüber der erwähnten Palettenladung innerhalb des Bereichs des erwähnten oberen und unteren Anschlags während der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung in beiden Richtungen vertikal bewegt wird, so dass die erwähnte Folie innerhalb des Bereichs des erwähnten oberen und unteren Anschlags um die erwähnte Paletten­ladung gewickelt wird.

    6. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn­zeichnet, dass eine programmierbare Vorrichtung zur Auswahl der Wicklungszahl der Folie um die erwähnte Palettenladung an dem unteren Anschlag und zur Auswahl der Wicklungszahl der Folie um die erwähnte Palettenladung an dem erwähnten oberen Anschlag.

    7. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekenn­zeichnet, dass die erwähnte Abrollvorrichtung eine verstellbare Spannvorrichtung besitzt, so dass die gewählte Spannung der erwähnten Folie während des Wickelvorgangs der erwähnten Folie um die erwähnte Palettenladung ermöglicht wird.

    8. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekenn­zeichnet, dass sich an dem erwähnten Auslegerarm und der erwähnten Abrollvorrichtung eine automatische Abschaltvorrichtung befindet, wodurch die Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung automatisch gestoppt wird, wenn ein Gegenstand die Kreisstrecke des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung blockiert.

    9. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn­zeichnet, dass die erwähnte Abrollvorrichtung eine Höhenerken­nungsvorrichtung besitzt, die zur Ermittlung der Höhe der erwähnten Palettenladung dient.

    10. Folieneinschlagmaschine für das Einwickeln von Ladungen oder ähnlichem mit Streckfolie, bestehend aus:

    a) Trägerbalken, der neben der erwähnten Palettenladung angeordnet ist;

    b) Auslegerarm, der an einem Ende drehbar in dem erwähnten Trägerbalken gelagert ist;

    c) Abrollvorrichtung, die sich an dem anderen, äusseren erwähnten Ende des erwähnten Auslegerarms für das Abwickeln der erwähnten Streckfolie befindet;

    d) Antriebsmechanismus für die Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Ladung, so dass die erwähnte Streckfolie von der erwähnten Abrollvorrich­tung abgewickelt wird und die erwähnte Streckfolie um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird;

    e) Vorrichtung, die sich an der erwähnten Abrollvorrich­tung befindet, um die erwähnte Abrollvorrichtung während der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung zwischen einem ersten und einem zweiten Anschlag zu verschieben, so dass die erwähnte Streckfolie innerhalb des Bereichs des erwähnten ersten und zweiten Anschlags um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.


     




    Zeichnung













    Recherchenbericht