[0001] Diese Erfindung bezieht sich auf eine Maschine für das Umwickeln von Palettenladungen
mit einer Folie, welche die Ladung beim Verladen und während des Transports beisammenhält.
Genauer ausgedrückt, handelt es sich um eine Folieneinschlagmaschine, die das Ladegut
bei stillstehender Palette umwickelt.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Der Transport von Ladegut aus Paletten bildet einen wesentlichen Teil des kommerziellen
Transports. Häufig enthalten die Palettenladungen Produkte, die sich nicht so stabil
stapeln lassen, dass eine für den Transport ausreichende Eigenstabilität vorhanden
ist. Oft ist es wünschenswert, je nach auszuführender Bestellung aus unterschiedlich
grossen und verschieden geformten Produkten bestehende Palettenladungen zu transportieren.
In solchen und zahlreichen anderen Fällen haben sich Methoden als vorteilhaft erwiesen,
die Palettenladungen mit einer Folie, wie zum Beispiel Kunststoffolie, Gewebe oder
Kunststoffnetzen, zu umwickeln, die das Packgut fest umschliessen und bei Stössen
und Schlägen zusammenhalten.
[0003] Die gebräuchlichste dieser Methoden ist vielleicht die, bei der die Palette rotiert,
während die Folie an das Ladegut angelegt und dieses anschliessend durch die Palettendrehung
umwickelt wird. Bei manchen Methoden folgt dem Wicklungsvorgang eine Erhitzung der
Folie, um so das Packgut einzuschrumpfen, in anderen Fällen kommt elastische Folie
zur Anwendung, die zum Erreichen einer festen Passung unter Vorspannung steht. Beispiele
für die erstere Methode finden sich im US-Patent 3.867.806 mit dem Titel "Verfahren
für die Herstellung einer Streckfolienverpackung", das Lantech Inc. am 25. Februar
1975 erteilt wurde, und im US-Patent 3.896.288 mit dem Titel "Verfahren zum Einschrumpfen
von Waren", das Martin J. Tulkoff am 22. Juli 1975 erteilt wurde.
[0004] Die Maschine, die zur Durchführung dieser Methode entwickelt und auf den Markt gebracht
wurde, besitzt den konstruktionsbedingten Nachteil, dass die Palette während des
Wickelvorgangs gedreht werden muss. Daher sind Hilfsmittel erforderlich, um die Palettenladung
vom und zum Drehteller zu transportieren, und es sind Einrichtungen für die Abstützung
und Rotation des Drehtellers bei unterschiedlichen Ladungen und Bedingungen vonnöten.
Nach dem Wissen des heutigen Erfinders vertritt die Auffassung, dass dieser Nachteil
zu erhöhten Kosten für Herstellung, Aufstellung und Betrieb dieser Maschinen führt.
[0005] Andere Maschinen, bei denen sowohl die Palette als auch die Abrollvorrichtung eine
Drehbewegung ausführen, sind ebenfalls entwickelt worden, beispielsweise die in C.P.
1.114.279 mit dem Titel "Vorstreck-Wickelmaschine" offengelegte, die Stretch-Wrap
Inc. am 15. Dezember 1981 erteilt wurde. Diese Maschine wiederum ist jedoch kompliziert
und besitzt vermutlich die oben erwähnten Nachteile. Diesbezüglich ist auch US-Patent
4.079.565 mit dem Titel "Streckfolienverpackung, Verfahren und Maschinen" zu erwähnen,
das Lantech Inc. am 21 März 1978 erteilt wurde.
[0006] Eine andere Maschine wird im US-Patent 3.793.798 mit dem Titel "Paletten-Schrumpfverfahren
und Maschine" offengelegt, das Lantech Inc. am 26. Februar 1974 erteilt wurde; deren
Merkmal ist eine Abrollvorrichtung, der an einem Ausleger montiert ist, welcher über
einer Palettenladung eine Drehbewegung ausführt und so dass Packgut mit Kunststoffolie
umwickelt. Nach dem Wickelvorgang wird die Palette zur Wärmeschrumpfung in einen
Ofen geführt. Die in diesem Patent beschriebene Maschine macht von einer Folienrolle
Gebrauch, deren Breite ausreicht, um die gesamte Ladung auf der Palette in einer Umdrehung
um das Packgut zu umwickeln. Dieser Maschine fehlt die Vielseitigkeit für das Einschlagen
von Ladungen unterschiedlicher Höhe. Die Verpackung von Packgut unterschiedlicher
Höhe geschieht mit Maschinen, deren Abrollvorrichtung für die Aufnahme von Folienrollen
verschiedener Grösse geeignet ist. Diese Maschinentyp besitzt allerdings den Nachteil,
dass bei häufig wechselnden Ladungshöhen ein ständiger Wechsel der Folienrollen erforderlich
wäre, um eine vollständige Umwicklung ohne gleichzeitigen Materialverlust zu ermöglichen.
Zweck der Erfindung
[0007] Ziel dieser Erfindung ist es, eine neuartige und einfache Maschine zu schaffen, die
hinsichtlich Konstruktion, Installation und Betrieb wirtschaftlich ist und die sich
für das Einwickeln von Palettenladungen eignet, wobei eine Abrollvorrichtung mit Streckfolie
um das Packgut herumgeführt wird und dabei gehoben und gesenkt wird, um so die gesamte
Ladung ohne Folienverlust zu umwickeln.
Merkmale der Erfindung
[0008] Diese Erfindung bezieht sich einerseits auf eine Folieneinschlagmaschine für das
Einwickeln von Palettenladungen oder ähnlichem, die aus folgenden Teilen besteht:
einem Trägerarm für die horizontale Anbringung an einer vertikalen Befestigungsfläche
oberhalb der Palettenladung, einem Ausleger, der an einem Ende drehbar am Trägerarm
an dessen der Befestigungsfläche abgewandten Seite gelagert ist, einer an dem anderen
Ende des Auslegerarms aufgehängten Abrollvorrichtung, von dem aus die Folie abgewickelt
wird, und einem Antriebsmechanismus, der dafür sorgt, dass der Auslegerarm um die
Ladung rotiert, wodurch die Folie von der Rolle auf der Abrollvorrichtung abgewickelt
und um das Packgut herumgewickelt wird.
[0009] Diese Erfindung bezieht sich andererseits auf eine Folieneinschlagmaschine für das
Einwickeln von Palettenladungen oder ähnlichem mit Streckfolie, aus folgenden Teilen
besteht: einem neben der Palettenladung angeordneten Trägerarm, einem Auslegerarm,
der an einem Ende drehbar an dem Trägerarm gelagert ist, einer am anderen äusseren
Ende des Auslegerarms angebrachten Abrollvorrichtung für das Abwickeln der Streckfolie,
einer Antriebsvorrichtung, die für die Drehbewegung des Auslegerarms über dem Packgut
sorgt, so dass die Streckfolie von der Abrollvorrichtung abgewickelt und um die Palettenladung
herumgewickelt wird, sowie eine mit der Abrollvorrichtung verbundene Einrichtung,
die dafür sorgt, dass diese während der Drehbewegung des Auslegers um die Palettenladung
zwischen einem ersten und einem zweiten Anschlag hin- und herbewegt wird, wodurch
die Streckfolie innerhalb des Bereichs des ersten und zweiten Anschlags um das Packgut
gewickelt wird.
Beschreibung der Zeichnungen
[0010] Dieses und andere Ziele und Merkmale werden in der folgenden Beschreibung illustriert
und dargestellt. Beim Lesen sind die Zeichnungen hinzuzunehmen, die Folgendes darstellen:
1. Abbildung I zeigt eine Querschnittsdarstellung der Folieneinschlagmaschine.
2. Abbildung II zeigt eine Teildarstellung in aufgelösten Einzelteilen der Aufhängeschiene
der Folieneinschlagmaschine.
3. Abbildung III zeigt eine Teildarstellung in aufgelösten Einzelteilen des Folienschlittens.
4. Abbildung IV zeigt eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie IV-IV auf Abbildung
I.
Beschreibung der Erfindung
[0011] In den Abbildungen stellen gleiche Zahlen jeweils das gleiche Teil dar.
[0012] Auf Abbildung I wird eine Palettenladung 1 gezeigt, die sich auf Palette 2 vor der
erfundenen Maschine befindet.
[0013] Die Maschine umfasst einen Trägerarm 3, einen drehbaren Arm 4 sowie die Abrollvorrichtung
5.
[0014] Der Trägerarm 3 ist an Wand 6 mit Hilfe von Platte 7 und Schrauben 8 festgeschraubt.
[0015] Obwohl der Trägerarm 3 hier mit Wandbefestigung dargestellt ist, lässt er sich auch
an einer Vertikalvorrichtung wie zum Beispiel einem senkrechten I-Träger befestigen
(nicht gezeigt), der an einer ortsveränderlichen, C-förmigen Vorrichtung angebracht
ist, die auf dem Boden ruht. Bei einer solchen Anordnung würde die Palette auf die
C-förmige Vorrichtung gefahren, wodurch deren Stabilität während des Wickelvorgangs
durch das Gewicht der Ladung gewährleistet wird. Es verdient jedoch den Vorzug, Trägerarm
3 durch Ausleger abzustützen oder an eine senkrechte Wand zu schrauben, wie auf Abbildung
I gezeigt, da diese Konstruktionsweise den geringsten Platzbedarf aufweist, während
eine ausreichend starre Befestigung zur Aufnahme der von der Maschine während des
Wickelvorgangs erzeugten Kräfte vorhanden ist.
[0016] Der Trägerbalken 3 der vorliegenden Konstruktion ist aus Stahlblech gefertigt und
besteht aus einer Oberplatte 9, Unterplatte 10, Stirnplatte 11 sowie zwei einander
gegenüberliegenden Seitenplatten 12, woraus sich ein Gehäuse oder Hohlraum zwischen
den genannten Platten 9, 10, 11 und 12 ergibt.
[0017] An dem Trägerarm 3 ist ein Motor 13 montiert. Im Trägerarm 3 befindet sich ein Antriebsmechanismus
. An Motor 13 und Getriebe 14 befinden sich auf einer Welle jeweils eine Riemenscheibe
15 beziehungsweise 16, die miteinander durch den Antriebsriemen 17 verbunden sind.
[0018] An der Maschine befindet sich ausserdem ein drehbarer Auslegerarm 4, welcher am Trägerarm
3 an dessen der Wand 6 abgewandten Seite drehbar gelagert ist. Der Auslegerarm 4 ist
ebenfalls aus Stahlblech gefertigt und besteht aus einer Oberplatte 18, Unterplatte
19, Stirnplatten 20 und den einander gegenüberliegenden Seitenplatten 21, woraus sich
ein rechteckiges Gehäuse ergibt.
[0019] Im einzelnen enthält der Auslegerarm 4 eine Welle 22. Ein Ende von Welle 22 ist fest
mit Auslegerarm 4 verbunden, das andere Ende von Welle 22 ist drehbar in dem Trägerarm
3 gelagert. In Getriebe 14 befindet sich eine Öffnung 23, in der das andere Ende von
Welle 22 lösbar angeordnet ist.
[0020] Wird Motor 13 eingeschaltet, so werden über den Riemen 17 die Zahnräder (nicht abgebildet)
von Getriebe 14 in Betrieb gesetzt, das seinerseits die mit dem Auslegerarm 4 fest
verbundene Welle 22 in Drehung versetzt, wodurch der Auslegerarm 4 über der Palettenladung
1 um selbige rotiert.
[0021] Auslegerarm 4 enthält Motor 24 und Betriebe 25. An Getriebe 25 befinden sich eine
mit einer rotierenden Welle verbundene Riemenscheibe 26 und eine mit einer Welle verbundenes
Kettenrad 28, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind und über Zahnräder
(nicht abgebildet) miteinander verbunden sind, so dass die horizontale Kraftübertragung
auf eine noch näher zu erläuternde Weise innerhalb von Auslegerarm 4 in eine vertikale
Bewegung hin zu der Abrollvorrichtung 5 umgesetzt wird.
[0022] An Motor 24 befindet sich ausserdem eine mit einer Welle verbundene Riemenscheibe
27, die mit der Riemenscheibe 26 von Getriebe 25 über einen Antriebsriemen 29 verbunden
ist.
[0023] Am andere Ende von Auslegerarm 4, auf der gegenüberliegenden Seite von Welle 22,
ist eine Aufhängebalken 30 angebracht, die auf Abbildung II am besten dargestellt
wird. Balken 30 ist ebenfalls aus Stahlblech hergestellt und besteht aus einer Oberplatte
31, Frontplatte 33, Rückplatte 34 und Seitenplatten 35 und 36, so dass sich ein rechteckiges
Gehäuse ergibt. Die Oberplatte 31 ist mit einer Anzahl von Löchern 37 versehen, in
denen sich Schrauben (nicht abgebildet) für die feste Anbringung von Balken 30 an
Auslegerarm 4 anbringen lassen.
[0024] An Oberplatte 31 befinden sich ferner zwei Öffnungen 38 für die Durchführung der
Kettenglieder von Antriebskette 39.
[0025] An Balken 30 befindet sich ein Kettenrad im dem Auslegerarm 4 abgewandten Bereich.
Die Kettenräder 28 und 40 sind über die Antriebskette 39 miteinander verbunden.
[0026] Wird Motor 24 eingeschaltet, so wird die mit einer Welle verbundene Riemenscheibe
27 in Drehung versetzt, und diese Drehbewegung wird mittels Antriebsriemen 29 auf
die mit einer Welle verbundene Riemenscheibe 26 von Getriebe 25 übertragen. Die Drehbewegung
der mit einer Welle verbundenen Riemenscheibe 26 wird auf Kettenrad 28 übertragen,
wodurch die Antriebskette um die Kettenräder 28 und 40 rotiert, und damit die in Balken
30 befindliche Kette 39 in senkrechter Richtung zu bewegen.
[0027] Wie auf Abbildung II am besten zu sehen ist, befinden sich in der Frontplatte 33
ein senkrechter Schlitz 41 sowie über dessen ganze Länge zwei ebenfalls senkrechte,
überstehende Flansche 42. Die Flansche 42 dienen der Führung einer vertikal verschiebbaren
Halterung mit Schlitten 43 für die Abwicklung einer dehnbaren Folie 45, wie zum Beispiel
Kunststoffolie oder ähnlichem über der Palettenladung 1 in einer später genau zu erläuternden
Weise.
[0028] Halterung mit Schlitten 43 besitzt eine senkrechte Platte 44, an der Führungsprofile
46 für die Aufnahme der Flansche 42 von Balken 30 vorhanden sind, so dass sie in vertikaler
Richtung verschiebbar sind.
[0029] Die senkrechte Platte 44 ist mit Löchern 47 versehen, in denen die Schrauben 48 anzubringen
sind, die mittels Halterung 49 und den Befestigungsschrauben 50 der Befestigung an
Kette 39 durch Schlitz 41 hindurch dienen, wie am besten aus Abbildung II ersichtlich
ist.
[0030] Da also Halterung mit Schlitten 43 mit einem Glied von Kette 39 verbunden ist, führt
ein Bewegen oder Verschieben von Kette 39 dazu, dass die Halterung mit Schlitten 43
bewegt oder verschoben wird. Genauer gesagt führt das Einschalten von Motor 24 dazu,
dass die um die Kettenräder 28 und 40 gelegte Kette 39 in vertikaler Richtung bewegt
wird und so für die vertikale Verschiebung von Halterung mit Schlitten 43 sorgt. Ausserdem
kann Motor 24 so eingeschaltet werden, dass Halterung mit Schlitten 43 je nach Polarität
der an Motor 24 angelegten Spannung senkrecht nach oben oder senkrecht nach unten
bewegt wird.
[0031] An Halterung mit Schlitten 43 befinden sich ferner Oberplatte 51 und Unterplatte
52. An Unterplatte 52 lässt sich die Folienrollen-Halteplatte 53 für die Aufname der
Folienrolle 54 anbringen. Rolle 54 wird axial auf die Rollenwelle 55 geschoben und
danach mit Flügelmutter 56 gesichert.
[0032] Die Rollenwelle 55 ist auch mit einer Spannfeder 57 versehen, die dem Benutzer in
Kombination mit der Flügelmutter 56 die Möglichkeit bietet, die Spannung der Kunststoffolie
45 während des Wickelvorgangs einzustellen. Durch Andrehen von Flügelmutter 56 entsteht
ein grösserer Druck auf die beiden Seitenflächen von Rolle 54, wodurch wiederum erhöhte
Spannung oder Druck auf Rolle 50 ausgeübt wird.
[0033] Eine erhöhte Spannung gestattet es dem Benutzer der Maschine, die Folie 45 während
des Rotierens fester um die Palettenladung 54 zu wickeln. Besteht die Rolle 54 aus
Streckfolie, wie zum Beispiel die Kunststoffolie 45, so wird diese Streckfolie durch
die erhöhte Spannung gedehnt, was zu einem festeren Zusammenhalt der Palettenladung
beiträgt.
[0034] Halterung mit Schlitten 43 ist ausserdem mit den Führungsrollen 58 und 59 ausgerüstet,
die dazu dienen, Folie 45 um die Palettenladung 1 zu führen.
[0035] Im nun Folgenden wird die Funktion der Folieneinschlagmaschine beschrieben.
[0036] Eine Palettenladung 1 wird mit einem Niederhubwagen unter der Maschine so plaziert,
dass sie sich möglichst mittig unter Welle 22 befindet. Der Folienanfang 45 wird anschliessend
an einem Punkt der Palettenladung 1 befestigt.
[0037] Motor 13 wird danach über ein geeignetes elektrisches Regelgerät (nicht gezeigt)
angeschlossen und eingeschaltet, wodurch Auslegerarm 4 um Welle 22 und damit über
und um Palettenladung 1 rotiert.
[0038] Logischerweise ist die Länge von Auslegerarm 4 geringer als der horizontale Abstand
zwischen Welle 22 und Wand 6, so dass diese von Auslegerarm 4 nicht berührt wird.
[0039] Während sich Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 dreht, rollt die Halterung mit
Schlitten 43 die Folie 45 um das Packgut ab, so dass diese um Palettenladung 1 herumgewickelt
wird.
[0040] Motor 24 kann ebenfalls mittels eines geeigneten elektrischen Regelgeräts (nicht
gezeigt) eingeschaltet werden, um die Halterung mit Schlitten 43 während der Drehung
von Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 vertikal an dem Packgut entlang zu bewegen,
um die Folie 45 vertikal versetzt um die Palettenladung 1 zu wickeln.
[0041] Bei der vorliegenden Konstruktion befindet sich Halterung mit Schlitten 43 am ersten
oder untersten Anschlag unten, wenn die Maschine ausgeschaltet oder in Betrieb gesetzt
wird. Sobald sich der Auslegerarm 4 um die Palettenladung 1 dreht, wird Motor 24 eingeschaltet,
wodurch Kette 39 den Folienschlitten 43 in vertikaler Richtung senkt oder hebt, wodurch
die Folie 45 während der Rotation von Auslegerarm 4 um Palettenladung 1 spiralförmig
um das Packgut gewickelt wird.
[0042] Der obere beziehungsweise zweite Anschlag oben für die Hubbewegung von Halterung
mit Schlitten 43 wird durch den obersten Punkt von Schlitz 41 gebildet. Die obere
Hubbegrenzung von Halterung mit Schlitten 43 lässt sich jedoch auch durch die Betätigung
von Motor 24 regeln.
[0043] Die Halterung mit Schlitten 43 kann auch mit einer Lichtschranke 60 mit einem geeigneten
elektrischen Regelgerät (nicht gezeigt) ausgerüstet werden, die während der vertikalen
Bewegung von Halterung mit Schlitten 43 einen Lichtstrahl in Richtung der Palettenladung
1 aussendet, der von der Ladung wieder zu Gerät 60 zurückgeworfen wird. Sobald jedoch
die Hubhöhe von Halterung mit Schlitten 43 die Höhe von Palettenladung 1 überschreitet,
wird der Lichtstrahl nicht mehr von der Palettenladung 1 zum Gerät 60 reflektiert,
und die vertikale Bewegung von Halterung mit Schlitten 43 wird automatisch gestoppt.
[0044] Der Motor 24 kann auch mit einem elektrischen Regelgerät (nicht gezeigt) ausgerüstet
werden, dass es erlaubt, die Halterung mit Schlitten 43 abwärts von der oberen Position
oben zur unteren Position unten zu bewegen.
[0045] Auch die äusseren Enden von Balken 30 und Auslegerarm 4 können mit Lichtschranken
61 beziehungsweise 62 ausgerüstet werden. So lange der Strahl von ausgesandtem und
reflektiertem Licht nicht unterbrochen wird, rotiert Auslegerarm 4 nach dem Einschalten
von Motor 13 um die Palettenladungen 1. Befindet sich auf der Kreisstrecke der Maschine
ein Hindernis, so wird der Lichtstrahl unterbrochen und die Drehbewegung von Auslegerarm
4 automatisch gestoppt. Diese Einrichtung dient zum Schutz der Maschine gegen versehentliche
Beschädigung.
[0046] Die Drehzahl von Auslegerarm 4 und die Hubgeschwindigkeit von Halterung mit Schlitten
43 lässt sich mittels entsprechender Regelgeräte steuern.
[0047] Durch die Verwendung der hier beschriebenen Folieneinschlagmaschine kann der Benutzer
Palettenladungen unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Formats unter Verwendung
von Folienrollen 45 gleicher Grösse einwickeln.
[0048] Obwohl die vorliegende Konstruktion sowie deren Betrieb und Verwendung hier ausdrücklich
im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben worden ist, sollte klar sein, dass
vom Fachmann leicht Änderungen der vorliegenden Konstruktion vorgenommen werden könnten,
ohne dass damit vom Geist der Erfindung abgewichen wird.
[0049] Deshalb ist davon auszugehen, dass die Erfindung nicht exakt auf die in den Zeichnungen
dargestellte Form beschränkt ist. Insbesondere liessen sich das Getriebe 25 und die
Kette 39 durch eine lange Gewindespindel in Balken 30 ersetzen, die direkt mit der
Riemenscheibe 26 verbunden wäre, wobei Halterung mit Schlitten 43 durch Muttern oder
ähnlichem an der Gewindespindel geführt würde.
Die Bauteile der Erfindung, auf deren exklusives Eigentum oder Vorrecht Anspruch erhoben
wird, sind folgendermassen definiert:
1. Folieneinschlagmaschine für das Einwickeln von Palettenladungen oder ähnlichem
mit Folie, bestehend aus:
a) Trägerarm für die horizontale Anbringung an einer vertikalen Befestigungsfläche
oberhalb der erwähnten Palettenladung;
b) Ausleger, der an einem Ende drehbar an dem erwähnten Trägerarm an dessen der Befestigungsfläche
abgewandten Seite gelagert ist;
c) Abrollvorrichtung für die Abwicklung der erwähnten Folie, die an dem erwähnten
anderen Ende des erwähnten Auslegerarms aufgehängt ist;
d) Antriebsmechanismus, der dafür sorgt, dass der erwähnte Auslegerarm um die erwähnte
Ladung rotiert und die erwähnte Folie von der erwähnten Abrollvorrichtung abgewickelt
und so um die erwähnte Palettenladung herumgewickelt wird.
2. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an
der erwähnten Abrollvorrichtung eine Vorrichtung für die vertikale Verschiebung der
erwähnten Abrollvorrichtung gegenüber der erwähnten Palettenladung während der Drehbewegung
des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung befindet, so dass die erwähnte
Folie vertikal um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.
3. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale
Bewegung der erwähnten Abrollvorrichtung gegenüber der erwähnten Palettenladung von
einer Vorrichtung zwischen einem oberen Anschlag und einem unteren Anschlag während
der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung begrenzt
wird, so dass die erwähnte Folie innerhalb des Bereichs des erwähnten oberen und unteren
Anschlags um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.
4. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte
Folie innerhalb des Bereichs der erwähnten oberen und unteren Anschlags spiralförmig
um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.
5. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte,
an der erwähnten Abrollvorrichtung befindliche Vorrichtung so ausgeführt ist, dass
die erwähnte Abrollvorrichtung gegenüber der erwähnten Palettenladung innerhalb des
Bereichs des erwähnten oberen und unteren Anschlags während der Drehbewegung des erwähnten
Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung in beiden Richtungen vertikal bewegt wird,
so dass die erwähnte Folie innerhalb des Bereichs des erwähnten oberen und unteren
Anschlags um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.
6. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine programmierbare
Vorrichtung zur Auswahl der Wicklungszahl der Folie um die erwähnte Palettenladung
an dem unteren Anschlag und zur Auswahl der Wicklungszahl der Folie um die erwähnte
Palettenladung an dem erwähnten oberen Anschlag.
7. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte
Abrollvorrichtung eine verstellbare Spannvorrichtung besitzt, so dass die gewählte
Spannung der erwähnten Folie während des Wickelvorgangs der erwähnten Folie um die
erwähnte Palettenladung ermöglicht wird.
8. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich an
dem erwähnten Auslegerarm und der erwähnten Abrollvorrichtung eine automatische Abschaltvorrichtung
befindet, wodurch die Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte Palettenladung
automatisch gestoppt wird, wenn ein Gegenstand die Kreisstrecke des erwähnten Auslegerarms
um die erwähnte Palettenladung blockiert.
9. Folieneinschlagmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte
Abrollvorrichtung eine Höhenerkennungsvorrichtung besitzt, die zur Ermittlung der
Höhe der erwähnten Palettenladung dient.
10. Folieneinschlagmaschine für das Einwickeln von Ladungen oder ähnlichem mit Streckfolie,
bestehend aus:
a) Trägerbalken, der neben der erwähnten Palettenladung angeordnet ist;
b) Auslegerarm, der an einem Ende drehbar in dem erwähnten Trägerbalken gelagert ist;
c) Abrollvorrichtung, die sich an dem anderen, äusseren erwähnten Ende des erwähnten
Auslegerarms für das Abwickeln der erwähnten Streckfolie befindet;
d) Antriebsmechanismus für die Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte
Ladung, so dass die erwähnte Streckfolie von der erwähnten Abrollvorrichtung abgewickelt
wird und die erwähnte Streckfolie um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird;
e) Vorrichtung, die sich an der erwähnten Abrollvorrichtung befindet, um die erwähnte
Abrollvorrichtung während der Drehbewegung des erwähnten Auslegerarms um die erwähnte
Palettenladung zwischen einem ersten und einem zweiten Anschlag zu verschieben, so
dass die erwähnte Streckfolie innerhalb des Bereichs des erwähnten ersten und zweiten
Anschlags um die erwähnte Palettenladung gewickelt wird.