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Postfach 223
Ringstrasse 7</str><city>8274 Tägerwilen</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>CH</ctry><ctry>LI</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="7"> -->
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Der Tennisplatzbelag (1) hat eine wasserdurchlässige Trag­schicht (5), die aus einem Gemisch von körnigem Material und zähem Weichmaterial besteht. Diese Tragschicht gewährleistet die Oberflächengeometrie des Tennisplatzes. Auf dieser Trag­schicht befindet sich eine dünne Oberschicht (6) aus durch körniges Gestein gebildetem Granulat. Die Gesteinskörner der Oberschicht (6) sind kantig, so dass sie sich unter Belastung teilweise in das zähe Weichmaterial der Tragschicht (5) ein­graben. Der Tennisplatzbelag benötigt somit keine besondere Pflege und hat dennoch Spieleigenschaften von Sandplätzen.  <img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="167" he="90" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen mehrschichtigen, wasserdurchläs­sigen Tennisplatzbelag, mit einer zähes Weichmaterial enthal­tenden, wasserdurchlässigen Tragschicht.</p>
<p id="p0002" num="0002">Bekannte Tennisplatzbeläge dieser Art haben eine Tragschicht z.B. aus Sickerasphalt, der auf einer Kiessschicht mit grober Körnung aufliegt. In dieser Kiessschicht verlegte durchlässige Dränagerohre leiten das durch den Sickeraspalt hindurchdrin­gende Regenwasser in die Kanalisation ab. Diese Tennisplatzbe­läge haben zwar den Vorteil, dass sie keine Pflege benötigen, jedoch sind ihre Eigenschaften zum Tennisspielen bekanntlich unbefriedigend.</p>
<p id="p0003" num="0003">Die allgemein bekannten Sandplätze mit einer Oberschicht aus Ziegelgranulat haben zwar befriedigende Eigenschaften für das Tennisspiel, jedoch sind sie besonders pflegeaufwendig, so dass sie durch Witterungsbedingungen häufig und für längere Zeit nicht benutzbar sind. Ausserdem enthält das Ziegelgranu­lat einen Feinkornanteil, der ohne dauernde Befeuchtung vom Wind abgetragen wird.</p>
<p id="p0004" num="0004">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen dauerhaften Tennisplatzbelag zu finden, der keine wesentliche Pflege be­nötigt und somit häufiger benutzbar ist, der aber dennoch die von Sandplätzen bekannten Spieleigenschaften hinsichtlich Gleitfähigkeit beim Laufen und Ballverhalten aufweist. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei einem Tennisplatzbelag der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch, dass sich auf der Tragschicht eine Oberschicht aus durch körniges Gestein<!-- EPO <DP n="2"> --> gebildetem Granulat befindet, so dass ein Teil dieses Granu­lats in dem zähen Weichmaterial der Tragschicht mechanisch ge­bunden ist. Auf diese Weise werden die vorteilhaften Eigen­schaften von Asphaltbelägen mit denjenigen von Sandbelägen kombiniert, ohne dass deren Nachteile in Kauf genommen werden.</p>
<p id="p0005" num="0005">Die Tragschicht gewährleistet die von Hartplätzen bekannte Formstabilität der Oberfläche, während die Granulatschicht die erwünschten Spieleigenschaften gewährleistet. Die sich durch Belastung der Oberschicht ergebende mechanische Bindung eines Teils des Granulats in dem zähen Weichmaterial der Tragschicht verhindert einen gefährlichen Rollsplitteffekt. Zum Gleiten des Tennisschuhs auf der Oberschicht bleibt jedoch in dieser eine ausreichende Verschiebefähigkeit erhalten.</p>
<p id="p0006" num="0006">Die aus Granulat bestehende Oberschicht ist lediglich von Zeit zu Zeit auf übliche Weise, z.B. mittels eines Besens zu egali­sieren, jedoch entfallen die zur Aufrechterhaltung einer gleichmässigen Oberflächenform besonders nach Frostperioden aufwendigen Unterhaltsarbeiten, so dass die mögliche Benut­zungszeit erheblich verlängert ist.</p>
<p id="p0007" num="0007">Weiterhin hat der erfindungsgemässe Tennisplatzbelag den Vor­teil, dass er bei Nässe nicht wie die üblichen Sand- bzw. Mer­gelplätze aufweicht und unbespielbar wird und dass er schnell abtrocknet.</p>
<p id="p0008" num="0008">Schliesslich hat ein erfindungsgemässer Tennisplatzbelag durch seine Tragschicht eine Formstabilität, die ihn auch für zu­sätzliche Zwecke verwendbar macht. Beispielsweise kann er auch durch Fahrzeuge befahren werden, ohne dass der Raddruck die Tragschicht verändert. Verbleibende Spuren in der Oberschicht lassen sich leicht mit einem Besen oder einem anderen üblichen Platzpflegegerät beseitigen.</p>
<p id="p0009" num="0009">Die Herstellung des Tennisplatzbelages ist verhältnismässig kostengünstig. Falls bereits eine Tennisplatzbelag aus Sicker­<!-- EPO <DP n="3"> --> asphalt vorhanden ist, so ist die Herstellung besonders ein­fach, indem lediglich das Granulat für die Oberschicht aufzu­bringen ist.</p>
<p id="p0010" num="0010">Die Qualität des für das Granulat der Oberschicht zu verwen­denden Gesteinsmaterials ist sowohl hinsichtlich der gewün­schten Farbwirkung als auch hinsichtlich des Gesteingefüges auszuwählen, so dass es sich durch seine Kantigkeit gut in das zähe Weichmaterial eindrücken kann und weiterhin nach Befeuch­tung schnell trocknet. Beispielsweise eignet sich besonders gut ein schiefriges Gestein, das durch Brechen bzw. Mahlen auf einen Korngrössenbereich ohne Staubanteile verarbeitet worden ist. Der bevorzugte Korngrössenbereich beträgt 0.7 bis 1,5 mm. Eine für Tennisplatzbeläge bevorzugte grüne Farbe ergibt sich beispielsweise durch die Verwendung von einem unter der Be­zeichnung ANDEER-Splitt bekannten Orthogneis aus der Schweizer Ortschaft Andeer.</p>
<p id="p0011" num="0011">Als zähes Weichmaterial ist neben Bitumen, jedes andere Mate­rial mit für den angegebenen Zweck vergleichbaren Eigenschaf­ten geeignet, d.h. es soll zusammen mit dem die Wasserdurch­lässigkeit der Tragschicht gewährleistenden Granulat eine aus­reichend feste und dabei elastische Tragschicht bilden und ausserdem soll es den mit der Tragschicht in Kontakt gelangen­den Granulatkörnern der Oberschicht eine feste Verankerung geben, nachdem diese sich eingedrückt haben. Solche Eigen­schaften weisen auch verschiedene Kunstharze auf. Die Auswahl bestimmt sich somit im wesentlichen durch die Materialkosten.</p>
<p id="p0012" num="0012">Die Zeichnung zeigt in vereinfachter, stufenweise geschnitte­ner, perspektivischer Teilansicht ein Ausführungsbeispiel ei­nes erfindungsgemässen Tennisplatzbelages.</p>
<p id="p0013" num="0013">Die Unterbauschicht 1 des Tennisplatzbelages 2 hat beispiels­weise eine Dicke von 300 mm und besteht aus grob gebrochenem Gestein mit z.B. einer Korngrösse im Bereich von 30 bis 50 mm, wie es für den Strassenbau als Strassenkies verwendet wird. Das von der Oberfläche 3 des Tennisbelages bis in die Unter­<!-- EPO <DP n="4"> --> bauschicht 1 einsickernde Regenwasser wir über pöröse oder Lochwandungen aufweisende Sickerleitungen 4 aus dieser abge­leitet.</p>
<p id="p0014" num="0014">Die Unterbauschicht 1 ist durch eine 60 mm dicke Tragschicht 5 aus Sickerasphalt bedeckt. Der Sickerasphalt besteht aus einer Mischung zwischen Bitumen und Gesteinsmaterial mit einer Korn­grösse von beispielsweise 15 mm. Das Bitumen bewirkt eine zähe Verbindung zwischen den Körnern, ohne die Zwischenräume der Schüttung vollständig zu schliessen, so dass die Tragschicht 5 gegenüber örtlichen Belastungen des Tennisplatzbelages 2 eine ausreichende Fromstabilität aufweist. Das Bitumen ermöglicht auch in erkaltetem Zustand als zähes Weichmaterial einen Ver­bund mit den Granulatkörnern der Oberschicht 6, indem diese sich unter Belastung in das Bitumen eindrücken und verkeilen. Eine besonders kantige Struktur der Granulatkörner der Ober­schicht 6 erleichtert diesen Vorgang. Der Sickerasphalt kann zusätzlich mit Gummigranulat vermischt sein, um dem Tennis­platzbelag eine grössere Elastizität zu geben.</p>
<p id="p0015" num="0015">Die Herstellung der Unterbauschicht 1 mit der darüberliegenden Tragschicht 5 aus Sickerasphalt kann so erfolgen, wie es all­gemein für die Herstellung von Asphalttennisplätzen üblich ist, so dass die Oberschicht 6 auch auf derartige, bereits vorhandene Tennisplatzbeläge einfach aufgestreut werden kann.</p>
<p id="p0016" num="0016">Für die Oberschicht 6 hat sich besonders ANDEER-Splitt mit einem Korngrössenbereich von 0,75 bis 1,5 mm geeignet er­wiesen. Die Dicke der Oberschicht 6 kann dabei im Bereich von 2 bis 4 mm gewählt werden.</p>
<p id="p0017" num="0017">Die zum Tennisspielen oder für andere Sportarten erforderli­chen linienförmigen Markierungen 7 können direkt auf die Trag­schicht 6 aufgemalt werden. Bei der Verwendung von grünem ANDEER-Split eignet sich besonders für Strassenmarkierungen übliche gelbe Farbe.</p>
</description><!-- EPO <DP n="5"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="">
<claim-text>1. Mehrschichtiger, wasserdurchlässiger Tennisplatzbelag, mit einer ein zähes Weichmaterial enthaltenden wasserdurch­lässigen Tragschicht, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der Tragschicht (5) eine Oberschicht (6) aus durch körniges Gestein gebildetem Granulat befindet, so dass ein Teil dieses Granulats in dem zähen Weichmaterial der Tragschicht (5) me­chanisch gebunden ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="">
<claim-text>2. Tennisplatzbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zähe Weichmaterial Bitumen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="">
<claim-text>3. Tennisplatzbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Tragschicht (5) aus Sickerasphalt mit einem Anteil aus Gummigranulat besteht.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="">
<claim-text>4. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Tragschicht (5) im Bereich von 40 bis 100 mm liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="">
<claim-text>5. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat der Oberschicht (6) aus gebrochenem Gestein besteht, so dass die Granulatkörner eine unregelmässige, kantige Form aufweisen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="">
<claim-text>6. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngrösse des Granulats der Ober­schicht (6) nach unten begrenzt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="">
<claim-text>7. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngrösse des Granulats der Ober­schicht (6) im Bereich von 0,3 bis 2 mm liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="">
<claim-text>8. Tennisplatzbelag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngrösse des Granulats im Bereich von 0,7 bis 1,5 mm liegt.<!-- EPO <DP n="6"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="">
<claim-text>9. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Oberschicht (6)im Bereich von 2 bis 4 mm liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="">
<claim-text>10. Tennisplatzbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat der Oberschicht (6) aus schiefrigem Gestein besteht und eine grüne Farbe aufweist.</claim-text></claim>
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<drawings id="draw" lang="de">
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