[0001] Diese Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur zentralen Druckschmierung für
einen Konus-Schneckenmischer, und hier insbesondere auf einen Konus-Schneckenmischer
mit einem unterhalb des Mischbehälters angeordneten Drehantrieb für die Mischschnecke,
der ansonsten im Aufbau nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgebildet ist.
[0002] Derartige Konus-Schneckenmischer sind bekannt. Die Mischschneckenwelle ist außerhalb
des Produktraumes und unterhalb dem Mischbehälterboden gelagert. Der Drehantrieb der
Mischschnecke erfolgt vorzugsweise mittels Getriebemotor über ein Kreuzgelenk, das
infolge der entlang der Innenwandung schwenkenden Mischschnecke und insbesondere der
auf den Zapfen und Lagern des Kreuzgelenks auflagernden Masse von Schnecke und Welle
plus ggf. Mischgut während des Betriebs besonderen Belastungen ausgesetzt ist.
[0003] Derartige Antriebe sind deshalb ohne ausreichende und in sehr kurzen Abständen durchzuführende
und hier besonders die Schmierung der Gelenklager betreffende Wartungsarbeiten einem
schnellen Verschleiß ausgesetzt.
[0004] Dieser Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, bei Konus-Schneckenmischern den
unterseitig des Mischbehälters angeordneten Antrieb der Mischschnecke so auszubilden,
daß eine ausreichende Schmierung der besonders belasteten Lager während des Betriebs
auch über einen längeren Zeitraum sichergestellt und damit zusammenhängend die vom
Hersteller zu garantierenden Betriebszeiten wesentlich heraufgesetzt und dem Garantieniveau
anderer Maschinen und Geräte angepasst werden kann.
[0005] Bei der Lösung dieser Aufgabe stand das Problem an, eine Druckölführung von einem
stationären Bereich, wie es das Antriebsgehäuse unterhalb eines solchen Mischbehälters
darstellt, leckölverlustlos zu den rotierenden Elementen, und von dort zu den Gelenklagern
eines Kreuzgelenks konstruktiv so auszubilden, daß keine wesentlichen Änderungen am
konstruktiven Aufbau eines solchen Mischschneckenantriebs vorgenommen werden müssen.
[0006] Es verbot sich von vornherein hinsichtlich des Verwendungszwecks solcher Schneckenmischer,
den Antrieb mit Kreuzgelenk und daran ansetzender Mischschneckenwelle in einem voll
gekapselten Gehäuse in einem Ölbad arbeitend unterzubringen, da die Schwachstelle
in der Abdichtung der durch den Behälterboden in den Produktraum des Mischbehälters
geführten und eine Schwenkbewegung ausführenden Mischschneckenwelle im Übergangsbereich
zum Behälter lage.
[0007] Mit der oberbegrifflich näher gekennzeichneten Ausführungsform eines weiterentwickelten
Konus-Schneckenmischers wurden zwar die Probleme einer ausreichenden Abdichtung der
durch den Behälterboden geführten Mischschneckenwelle gelöst, eine die eingangs erwähnten
nachteiligen Folgen infolge unzureichender Schmierung jedoch unbeachtet gelassen,
oder , ohne größere konstruktive Änderungen, mit entsprechend höherem Aufwand und
Kosten, für unausführbar gehalten.
[0008] Obwohl Zentralschmierungen in den verschiedensten Ausführungen für komplizierte Anwendungen
in Maschinen und Anlagen an sich bekannt sind, ist die zentrale Druckschmierung vorliegender
Erfindung vorwiegend auf Konus-Schneckenmischer abgestellt, wobei die konstruktive
Ausbildung des über ein Kreuzgelenk arbeitenden Antriebs mit zentraler Schmierölführung
anderen Maschinen und Geräten ebenfalls zugänglich sein kann.
[0009] Die Lösung der eingangs erwähnten, dieser Erfindung zugrundeliegenden, Aufgabe sieht
deshalb vor, daß zur Druckschmierung der Gelenklager des Kreuzgelenks das stirnseitig
der Motorantriebswelle angeflanschte Kreuzgelenk-Unterteil einen vom Schmieröl-System
gespeisten Ölraum mit einer ausgangsseitig diesem eingeformten rotationsachsial ausgerichteten
Ausnehmung ausbildet, als Übertragungsteil zu den Gelenklagern des Kreuzgelenk-Oberteils
ein eine konzentrische Bohrung mit einem stirnseitig zum Kreuzgelenk-Oberteil hin
in eine Kugelpfanne ausmündender, trichterförmiger Erweiterung eingeformt aufweisender
und in der Ausnehmung geführter Verbindungsstutzen vorgesehen ist, dessen als Kugelpfanne
ausgebildete Stirnseite federbeaufschlagt gegen ein dieser gegenüberliegend dem Kreuzteil
des Kreuzgelenks zugeordnetes Verbindungselement in Form eines Kugelsegments mit einer
konzentrisch in diesem angeordneten und mit den Gelenklagern des Kreuzteils über entsprechendes
Schmieröl diesen zuführende Kanäle in kommunizierender Verbindung stehende Bohrung
abdichtend anliegt, wobei der stirnseitige Durchmesser der trichterförmigen Erweiterung
im Bereich der Kugelpfanne des Verbindungsstutzens derart gewählt ist, daß die mit
dem Kreuzteil im Verhältnis zum Verbindungsstutzen eine Schwenkbewegung ausführende
Bohrung im kugelsegmentförmigen Verbindungselement über den gesamten Schwenkbereich
stets innerhalb der trichterförmigen Erweiterung ist.
[0010] Um das Kreuzgelenk ist eine dieses umschließende und faltenbalgartig ausgebildete
ölfeste Gummimanschette angeordnet, die an den Stirnseiten Ringwülste aufweisen, wobei
eine obere, stirnseitige Wulst mittels eines Halterings an der die Schwenkbewegung
der Mischschneckenwelle ausführenden und dieser als auch dem Kreuzgelenk-Oberteil
als Drehlager dienenden Dichtungsglocke, und ferner die untere, stirnseitige Wulst
an dem die Antriebswelle des Motors rotierend lagernden Gehäuseflansch mittels Halteringen
öldicht festgelegt ist, und wobei der von der Manschette umschlossene Raum über einen
Verbindungskanal in Form von zumindest einer den Gehäuseflansch nach außen durchdringenden
Bohrung mit dem Rücklauf eines Schmieröl-Versorgungssystems in kommunizierender Verbindung
steht, und daß ferner die im Gehäuseflansch rotierend gelagerte Antriebswelle des
Motors, längs abständlich der das Kreuzgelenk-Unterteil aufgeflanscht tragenden Stirnseite,
eine zum Außenumfang der Welle offene Ringnut mit von dieser radial nach innen und
längsachsial zur Stirnseite hin und mit der Bohrung des Verbindungsstutzens in kommunizierender
Verbindung stehende Bohrungen eingeformt aufweist, die in einer Ebene mit einer oder
mehreren im Gehäuseflansch vorgesehenen, nach außen führenden und mit dem Vorlauf
des Schmieröl-Versorgungssystems in kommunizierender Verbindung stehenden Bohrungen
angeordnet ist.
[0011] Hierdurch wird gemäss vorliegender Erfindung auf sehr einfache Weise eine Schmieröl-Zuführung
zu den Gelenklagern des Kreuzgelenks und zu den anderen hochbeanspruchten Lagern des
Antriebs geschaffen, die in sich einen Schmiermittel-Kreislauf ausbildet, der vom
Schmieröl-Versorgungssystem über den stationären Gehäuseflansch zu den rotierenden
Antriebselementen und weiter zu den zu schmierenden Dreh- und Gelenklagern, und zurück
über den von der ölfesten Gummimanschette umschlossenen Raum zum Versorgungssystem
führt.
[0012] Anstelle einer in der Antriebswelle des Motors eingeformten Ringnut ist in einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zudem vorgesehen, daß die Welle des Antriebsmotors
mit aufgeflanschtem Kreuzgelenk am Gehäuseflansch vertikal über ein Achsialrillenkugellager
rotierend abgestützt ist, die gehäuseflanschseitige, das Schmieröl zuführende Bohrung
und die radiale Bohrung in der Antriebswelle in einer Ebene mit diesem Kugellager
angeordnet ist, und die kommunizierende Verbindung im Übergangsbereich vom stationären
zum rotierenden Teil des Antriebs durch das Achsialrillenkugellager hindurch erfolgt.
Zur Sicherstellung einer verlustlosen Schmierölzuführung von der Antriebswelle bzw.
dem Kreuzgelenk-Unterteil zum Kreuzteil des Kreuzgelenks sind erfindungsgemäss die
Radien des kugelsegmentförmigen Verbindungselements des Kreuzteils und der als Kugelpfanne
ausgebildeten Stirnseite des Verbindungsstutzens gleich und auf den Gelenkachsen-Schnittpunkt
des Kreuzgelenks ausgelegt, und die trichterförmige Erweiterung der diesen Verbindungsstutzen
längsachsial durchgreifenden Bohrung in ihrem Durchmesser dem des größten Schwenkwinkels
der Bohrung des dem Kreuzteil zugeordneten Verbindungselements im gesamten Schwenkbereich
bei Wahrung des vollen Durchflußquerschnitts angepasst.
[0013] Ferner ist erfindungsgemäß in einer weiterentwickelten Ausführungsform vorgesehen,
daß das an der Stirnseite der Antriebswelle angeflanschte Kreuzgelenk-Unterteil konzentrisch
zwischen den Gelenkarmen zum Kreuzteil hin gewölbt ist und einen Ölraum oberhalb der
Antriebswellen-Stirnseite ausbildet, in dem die längsachsial diese Welle durchgreifende
schmierölzuführende Bohrung einmündet, und in dem der in der Wölbungswandung konzentrisch
in einer Buchse federbeaufschlagte Verbindungsstutzen bzw. dessen Bohrung eintaucht.
[0014] Die erfindungsgemäßen Merkmale der Ansprüche und weitere erfindungsgemäße Einzelheiten
gehen aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezug auf die Zeichnungsfiguren hervor.
[0015] In den Zeichnungen zeigt
Figur 1 die gesamte Einrichtung zur zentralen Druckschmierung in einer schematischen
Darstellung, teilweise im Schnitt;
Figur 2 das untere Antriebssystem des Konus-Schneckenmsichers in einer gegenüber der
Figur 1 vergrößerten Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform im Schnitt.
[0016] Aus der Zeichnungsfigur 1 geht hervor, daß die Einrichtung zur zentralen Druckschmierung
überlicherweise aus einem Schmierölreservoir 40 mit einer vom Getriebemotor 41 des
Mischschneckenantriebs vorzugsweise angetriebenen Pumpe 42 besteht. Eine Ansaugleitung
43 führt vom Reservoir 40 zur Pumpe 42 und die von der Pumpe 42 abgehende Vorlaufleitung
28 führt über ein einen Sicherheitskreislauf 46 mit der Pumpe verbindendes T-Stück
44 zu einer Anschlußbohrung 29 im Flansch 24 des Antriebsgehäuses 45. Eine Rücklaufleitung
27 verbindet die Rücklaufbohrung 26 im Gehäuseflansch 24 mit einem Reservoir 40. Oberseitig
des Reservoirs 40 ist ein Entlüftungsventil 47 vorgesehen, welches in der gezeigten
Anordnung eingangsseitig der Leitung des Sicherheitskreislaufes zugeordnet ist.
[0017] In der Zeichnungsfigur 2 ist das Antriebssystem des Konus-Schneckenmischers in einer
gegenüber der Figur 1 um 180° um die Längsachse gedrehten Schnittansicht dargestellt.
Der schematisch in diese Figur angedeutete Mischbehälter 1 weist am Behälterboden
3 einen konzentrisch in diesem angeordneten Durchbruch für die den Produktraum 2 in
ansich bekannter Weise gegenüber den unterseitig angeordneten Mischschneckenantrieb
abdichtende Dichtungsglocke 30 auf.
[0018] An den gleichzeitig als Behälterflansch ausgebildeten Boden 3 setzt unterseitig das
Antriebsgehäuse 45 an, dessen unterseitiger Flansch 24 die Antriebselemente drehend
lagert. Der in der Figur 1 gezeigte Block 41 enthält in diesem Ausführungsbeispiel
einen Getriebemotor, der über ein ringförmiges Gehäuse 48 am Antriebs-Gehäuseflansch
24 befestigt ist. Die Antriebswelle 5 ist in diesem Gehäuse 48 in einem Rillenkugellager
49, und im Gehäuseflansch 24 auf einem Achsialrillenkugellager 33 als auch in einem
Zylinderrollenlager 35 rotierend gelagert. Stirnseitig der Antriebswelle 5 ist das
Kreuzgelenk-Unterteil 7 aufgeflanscht, dessen Gelenkarme 36 das Kreuzteil 9 und das
Kreuzgelenk-Oberteil 8 mit der Mischschneckenwelle 4 rotierend und schwenkbar lagern.
[0019] In der in der Figur 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Zuführung
des Schmieröls unter Druck vom Versorgungssystem über den Vorlauf 28 zur flanschseitigen
Bohrung 29 und gelangt über die Bohrung 29 einerseits zum Rollenlager 35 und andererseits
zum Achsialrillenkugellager 33. Erfindungsgemäss ist in gleicher Ebene mit dem letztgenannten
Kugellager 33 in der Antriebswelle 5 eine radial einwärts gerichtete Bohrung 31 vorgesehen,
die in eine längsachsial ausgerichtete und zur Stirnseite der Antriebswelle 5 führende
Bohrung 32 übergeht. Der Schmierölfluß wird in dieser bevorzugten Ausführungsform
gemäss vorliegender Erfindung vom stationären Bereich in Form des Gehäuseflansches
24 zum rotierenden Bereich des Mischschnecken-Antriebes durch das Achsialrillenkugellager
33 hin durchgeführt und gelangt so über die Bohrungen 31 und 32 zu dem an der Stirnseite
der Antriebswelle 5 aufgeflanschten Kreuzgelenk. Diese Ausführung stellt eine Weiterentwicklung
gegenüber der ebenfalls erfindungsgemässen Basisausführung dar, in der eine um den
Umfang der Antriebswelle 5 eingeformte Ringnut in gleicher Ebene mit der Vorlaufbohrung
29 vorgesehen ist, von der aus die Bohrungen 31 und 32 zur Stirnseite der Antriebswelle
5 führen.
[0020] Zur Weiterführung des Schmierölflusses und zur Übertragung auf das Kreuzgelenk und
damit zur Schmierung der insbesondere hohen Beanspruchungen ausgesetzten Gelenklager,
ist erfindungsgemäss ein Verbindungsstutzen 12 an der Antriebswellen-Stirnseite vorgesehen
der eine achsial durchgehende Bohrung 14 hat, die mit der das Schmieröl unter Druck
zuführenden Bohrung 32 in kommunizierender Verbindung ist. Dieser Verbindungsstutzen
12 ist stirnseitig in Form einer Kugelpfanne 13 auf, und ist in Richtung auf das Kreuzteil
9 des Kreuzgelenks durch eine Feder 18 beaufschlagt. Der Verbindungsstutzen 12 ist
konzentrisch zur Antriebswelle 5 entweder in einer entsprechend ausgangsseitig erweiterten
mittigen Bohrung 32 der Welle 5 und mit seiner Stirnseite eine im flanschartig ausgebildeten
Fuß des Kreuzgelenk-Unterteils 7 dafür vorgesehene Ausnehmung durchgreifend angeordnet,
oder alternativ in einer bevorzugten Ausführungsform in einer Buchse 39 federbeaufschlagt
konzentrisch im Flansch des Kreuzgelenk-Unterteils 7 angeordnet. In letzterer Ausführungsform
weist der Flansch des Unterteils 7 mittig zwischen den Gelenkarmen 36 eine Wölbung
37 auf, in deren Wandung die Buchse 39 konzentrisch zur Wellenachse festgelegt ist.
Diese Wölbung 37 bildet ferner einen Ölraum 38 zwischen deren Innenseite und der Stirnseite
der Antriebswelle 5 aus, in die die das Schmieröl zuführende Bohrung 32 einmündet.
[0021] Dem Kreuzteil 9 des Kreuzgelenks zugeordnet ist ein Verbindungselement 19 vorgesehen,
das in Form eines Kugelsegments mit einem auf den Schnittpunkt der Gelenkachsen 11
bezogenen Radius 10 ausgebildet ist und das Gegenstück der in Form einer Kugelpfanne
13 ausgebildeten und den gleichen Radius aufweisenden Stirnseite 16 des federbeaufschlagten
Verbindungsstutzens 12 bildet. Das Verbindungselement 19 weist ebenfalls eine zentrische
Bohrung 20 auf, die einerseits mit der Bohrung 14 des Verbindungsstutzens 12 durch
den von der Feder 18 ausgeübten Anpreßdruck und dadurch mit dem Schmierölvorlauf 28
in Verbindung steht und andererseits im Kreuzteil 9 mit Verteilerkanälen verbunden
ist, die das unter Druck über den Verbindungsstutzen 12 und das Verbindungselement
19 auf das Kreuzteil 9 übertragene Schmieröl auf die einzelnen Gelenklager des Kreuzgelenks
verteilt.
[0022] In der so ausgebildeten Kupplungsverbindung ist - wie aus der Zeichnungsfigur 2 zu
ersehen - wichtig, daß in allen Schwenkwinkeln des Kreuzteils 9 und damit des Kreuzgelenk-Oberteils
8 der volle Durchflußquerschnitt dieses Drucköl-Systems zu den zu schmierenden Lagern
des Kreuzgelenks gewährleistet ist. Die Bohrung 14 des Verbindungsstutzens 12 ist
deshalb zu ihrer Stirnseite 16 hin trichterförmig erweitert, wobei diese Erweiterung
15 in ihrem größten Durchmessser an der Stirnseite 16 so ausgelegt ist, daß die Bohrung
20 im kugelsegmentförmigen Verbindungselement 19 jederzeit mit dem vollen Querschnitt
in der trichterförmigen Erweiterung 15 zu liegen kommt. Die Stirnseite 16 des Verbindungsstutzens
12 ist ansonsten ebenfalls dem Radius 10 des kugelsegmentförmigen Verbindungselements
19 angepasst ausgebildet.
[0023] Die Rückführung des unter Druck den einzelnen Lagern des Antriebssystems zugeführten
Schmieröls erfolgt über eine ebenfalls im Gehäuseflansch 24 vorgesehene und diesen
nach außen durchgreifende Rücklauf-Bohrung 26, die mit dem Rücklauf 27 des Schmieröl-Versorgungssystems
verbunden ist. Erfindungsgemäss ist hierbei vorgesehen, daß eine Dichtungsmanschette
21 in Form einer die bewegten Teile im Antriebsgehäuse 45 umschließenden, ölfesten
faltenbalgartigen Gummimanschette einerseits oben im Gehäuse 24 an der lediglich Schwenkbwegungen
ausführenden Dichtungsglocke 30 mittels angeformter Endwülste 21 mit einem Haltering
22, und andererseits unten am Gehäuseflansch 24 mit einem Haltering 23 festgelegt
ist. Diese Anordnung bildet einen nach außen vollkommen abgedichteten Raum 21, in
welchem das von den einzelnen Lagern abgegebene Schmieröl sauber aufgefangen und über
Bohrungen 50 innerhalb des Ölraumes 21 zur Rücklauf-Bohrung 26 abfließen kann, von
wo es über den Rücklauf 27 in das Versorgungssystem zurückgeleitet wird.
1. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung für einen Konus-Schneckenmischer mit
vertikaler Achse, der einen sich nach unten verjüngenden Mischbehälter zur Aufnahme
des zu mischenden Gutes aufweist, und in welchem eine auf Drehung angetriebene Mischschnecke
auf einer Welle angeordnet ist, die über einen am oberen Ende derselben angreifenden
Führungsarm sowie über ein am unteren Ende angreifendes Kreuzgelenk an der Innenwand
des Mischbehälters entlang bewegt wird, wobei der Drehantrieb der Welle über einen
unterhalb des Mischbehälters angeordneten Getriebemotor erfolgt, dessen Antriebswelle
über ein unter- und außerhalb des Mischbehälters angeordnetes Kreuzgelenk mit der
Mischschneckenwelle gekuppelt ist und die Abdichtung zwischen dieser Welle und dem
Boden des Mischbehälters über eine drehbar an dieser Welle gelagerte kugelsegmentförmige
Dichtungsglocke erfolgt, deren sphärisch gekrümmter Außenumfang in Dichtungseingriff
mit einer behälterfesten, ringförmigen Dichtungsanordnung ist, die aus einem am Innenumfang
ebenfalls sphärisch gekrümmten und am Außenumfang der Dichtungsglocke anliegenden
Dichtflansch besteht, die zentrale Druckschmierung dadurch gekennzeichnet, daß zur Druckschmierung der Gelenklager des Kreuzgelenks (6) das stirnseitig der
Motor-Antriebswelle (5) angeflanschte Kreuzgelenk-Unterteil (7) einen vom Schmieröl-System
gespeisten Ölraum (38) mit einer ausgangsseitig diesem eingeformten rotationsachsial
ausgerichteten Ausnehmung (17) ausbildet, als Übertragungselement zu den Gelenklagern
des Kreuzgelenk-Oberteils (8) ein eine konzentrische Bohrung (14) mit stirnseitig
zum Kreuzgelenk-Oberteil (8) hin in eine Kugelpfanne (13) ausmündenden trichterförmigen
Erweiterung (15) eingeformt aufweisender und in der Ausnehmung (17) geführter Verbindungsstutzen
(12) vorgesehen ist, dessen als Kugelpfanne (13) ausgebildete Stirnseite (16) federbeaufschlagt
gegen ein dieser gegenüberliegend dem Kreuzteil (9) zugeorndetes Verbindungselement
(19) in Form eines Kugelsegments mit einer konzentrisch in diesem angeordneten und
mit den Gelenklagern des Kreuzteils (9) über entsprechendes Schmieröl diesem zuführende
Kanäle in kommunizierender Verbindung stehenden Bohrung (20) abdichtend anliegt, wobei
der stirnseitige Durchmesser der trichterförmigen Erweiterung (15) im Bereich der
Kugelpfanne (13) des Verbindungsstutzens (12) derart gewählt ist, daß die mit dem
Kreuzteil (9) im Verhältnis zum Verbindungsstutzen (12) eine Schwenkbewegung ausführende
Bohrung (20) im kugelsegmentförmigen Verbindungselement (19) über den gesamten Schwenkbereich
stets innerhalb der trichterförmigen Erweiterung (15) ist.
2. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um das Kreuzgelenk (10) eine dieses umschließende, nicht-rotierende und faltenbalgartig
ausgebildete, ölfeste Gummimanschette (21) angeordnet ist, die stirnseitig jeweils
eine Ringwulst angeformt aufweist, wobei die obere stirnseitige Wulst mittels eines
Halteringes (22) an der die Schwenkbewegung der Mischschneckenwelle (4) ausführenden
und dieser als auch dem Kreuzgelenk-Oberteil (8) als Drehlager dienenden Dichtungsglocke
(30) , und die untere stirnseitige Wulst an dem die Antriebswelle (5) des Motors rotierend
lagernden Gehäuseflansch (24) mittels Halteringen (23) öldicht festgelegt ist, und
wobei der von dieser Manschette (21) umschlossene Raum (25) über einen Verbindungskanal
in Form von zumindest einer den Gehäuseflansch (24) nach außen durchdringenden Bohrung
(25) mit dem Rücklauf (27) des Schmieröl-Versorgungssystems in kommunizierender Verbindung
steht, und daß ferner die im Gehäuseflansch (14) rotierend gelagerte Welle (5) des
Motors, längs abständlich der das Kreuzgelenk-Unterteil (7) aufgeflanscht tragenden
Stirnseite, eine zum Außenumfang der Welle offene Ringnut mit von dieser radial nach
innen und längsachsial zur Stirnseite abgehenden und mit der Bohrung (14) des Verbindungsstutzens
(12) in kommunizierender Verbindung stehenden Bohrungen (31,32) eingeformt aufweist,
die in einer Ebene mit einer oder mehreren im Gehäuseflansch (24) vorgesehenen, nach
aussen führenden und mit dem Vorlauf (28) des Schmieröl-Versorgungssystems in kommunizierender
Verbindung stehenden Bohrungen (29) angeordnet sind.
3. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (5) des Antriebsmotors mit aufgeflanschtem Kreuzgelenk (6) am Gehäuseflansch
(24) vertikal über ein Achsialrillenkugellager (33) rotierend abgestützt ist, die
Bohrungen (29,31) in einer Ebene mit diesem Kugellager (33) angeordnet sind, und die
kommunizierende Verbindung von der Vorlaufbohrung (29) im Gehäuseflansch (24) zur
Bohrung (31) in der Antriebswelle (5) durch das Kugellager (33) hindurch anstelle
einer Wellen-Ringnut erfolgt, und daß eine weitere Bohrung (34) im Gehäuseflansch
(24) vorgesehen ist, die vom Schmierölvorlauf (Bohrung 29) zu einem die Antriebswelle
(5) im Flansch (24) des Gehäuses radial abstützenden Zylinderrollenlager (35) führt.
4. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Radien (10) des kugelsegmentförmigen Verbindungselements (19) und der als
Kugelpfanne (16) ausgebildeten Stirnseite (16) des Verbindungsstutzens (12) gleich
und auf den Gelenkachsen-Schnittpunkt (11) des Kreuzgelenks (6) bezogern ausgelegt
sind.
5. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die trichterförmige Erweiterung (15) der den Verbindungsstutzen (12) längsachsial
durchgreifenden Bohrung (14) in ihrem größten Durchmesser dem des größten Schwenkwinkels
der Bohrung (20) des dem Kreuzteil (9) zugeordneten Verbindungselements (19) im gesamten
Schwenkbereich bei Wahrung des vollen Durchflußquerschnitts entspricht, wobei der
stirnseitige dem Radius (10) des kugelsegmentförmigen Verbindungselements (19) angepasste
Rand der trichterförmigen Erweiterung (15) gegenüber dem von der Gummimanschette (21)
umschlossenen Raum (25) voll abdichtet.
6. Einrichtung zur zentralen Druckschmierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das an der Stirnseite der Antriebswelle (5) angeflanschte Kreuzgelenk-Unterteil
(7) konzentrisch zwischen den Gelenkarmen (36) zum Kreuzteil (9) hin gewölbt den Ölraum
(38) oberhalb der Stirnseite der Antriebswelle (5) ausbildet.